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Dokumentenidentifikation DE60033634T2 15.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001152652
Titel SÄVORRICHTUNG
Anmelder Baker, Christopher John, Fielding, NZ
Erfinder Baker, Christopher John, Feilding, NZ;
Kernohan, Craig David, Levin, NZ;
Robinson, David John, Palmerston North, NZ;
Ritchie, William Rowlan, Feilding, NZ
Vertreter Bartels & Partner, Patentanwälte, 70174 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 60033634
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.01.2000
EP-Aktenzeichen 009013483
WO-Anmeldetag 14.01.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/NZ00/00002
WO-Veröffentlichungsnummer 2000041553
WO-Veröffentlichungsdatum 20.07.2000
EP-Offenlegungsdatum 14.11.2001
EP date of grant 28.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse A01C 5/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A01C 7/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A01C 7/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A01B 49/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   A01B 15/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Diese Erfindung betrifft Verbesserungen an den Scharen einer Saatgutsävorrichtung, die früher auch als eine Bodenfurchvorrichtung bezeichnet wurde.

Allgemeiner Stand der Technik

Vorrichtungen zum Säen von Saatgut in unbearbeiteten Böden (die in der Regel mit Pflanzenresten bedeckt sind), wobei das Saatgut in einem Schlitz abgelegt wird, der durch eine Scheibe im Boden ausgebildet wurde, sind allgemein in den folgenden Patenten beschrieben worden.

  • "Improvements in and relating to seed sowing implements" – Neuseeland Nr. 184742, USA Nr. 4275671, Kanada Nr. 1092899, Großbritannien Nr. 2001513, Frankreich Nr. 79/01024 und Australien Nr. 517689,
  • "Seed sowing apparatus" – Neuseeland Nr. 237288, USA Nr. 5269237, Kanada Nr. 2062/60-5, EU (Frankreich, Großbritannien, Spanien, Deutschland) Nr. 92301760.2, Australien Nr. 662121, Norwegen Nr. 92.0820, Japan Nr. 4-80523, Südafrika Nr. 92/1553.

Zu den neuartigen Merkmalen der Designs, die in den oben genannten Patenten beschrieben sind, gehören eine oder mehrere mit Abstreifklingen versehene Seitenscharen, die so angeordnet sind, dass sie jeweils die Seitenflächen auf beiden Seiten einer flachen kreisförmigen Scheibe berühren, die sich um eine horizontale Achse dreht, während sie teilweise in das Erdreich eingebettet ist, und die in einer Vorwärtsrichtung gezogen wird, während ihre Achse im Wesentlichen parallel zur Oberfläche des Erdreichs verläuft und senkrecht zur Scheibenachse und zur Zugrichtung angeordnet ist.

Jede Seitenschar berührt die Scheibenfläche fast über die gesamte Länge der Vorderkante der Schar, die in der vertikalen Längsebene gerade ist und eine geneigte Außenfläche hat, um Material von der Scheibe weg abzulenken. Während sich die Kombination durch das Erdreich voranbewegt, wird die Schar durch eine Kombination aus selbstjustierenden seitlichen Erdreichkräften und einer festen Vorbelastung, die durch eine Federvorrichtung, die sich nahe der Oberkante jeder Schar befindet, auf die Schar(en) ausgeübt wird, gegen die Scheibe gedrückt. Dieser unmittelbare Kontakt ist für das Funktionieren der Vorrichtung wesentlich: nicht nur für das Bewegen durch das Erdreich, sondern auch für das blockierungsfreie Bewegen durch Pflanzenreste, die auf der Oberfläche des Erdreichs liegen. Solche Pflanzenreste sind ein wesentlicher Bestandteil des Verfahrens, in unbearbeiteten Boden zu säen, da sie das Erdreich vor Erosion und Feuchtigkeitsverlust schützen. Dieses Vorgehen ist verschiedentlich als "pflugloser Anbau", "bodenbearbeitungsloser Anbau", "Nullbodenbearbeitung", "bodenschonende Bearbeitung" oder "Direktdrillen" bekannt.

In Richtung der Rückseite jeder Schar ist die Schar so geformt, dass die Innenfläche genügend weit von der Scheibe absteht, um es zu ermöglichen, dass sich körnige oder teilchenförmige Objekte, wie zum Beispiel Saatgut, Dünger und/oder Trockenpestizide, in kontrollierter Weise in dem Spalt zwischen der Innenfläche der Schar und der flachen Oberfläche der Scheibe entlang bewegen können, um in das Erdreich verbracht zu werden. Die Schar ist außerdem an ihrer Oberseite nach vorn gewinkelt, um zu gewährleisten, dass diese teilchenförmigen Materialien innerhalb der Grenzen der Schar bleiben, während sie unter dem eigenen Gewicht und/oder mit Unterstützung eines kontrollierten Luftstroms, der von einem Gebläse kommend in den Zufuhrröhren entlang strömt, in das Erdreich fallen.

Das oben beschriebene Design ermöglicht es, nahezu identische rechte und linke Scharen an gegenüberliegenden Seiten einer Scheibe zu positionieren, und zwei separate Materialströme, wie zum Beispiel Saatgut und Trockendünger, können gleichzeitig in das Erdreich eingebracht werden, ohne dass sich die zwei Ströme berühren. Das ist ein wichtiges Merkmal, da ein Kontakt zwischen diesen zwei Materialien im Erdreich oft dazu führt, dass der Dünger eine toxische Wirkung auf das Saatgut hat.

Diese Arten von Vorrichtungen in ihrer derzeitigen Form haben mehrere Probleme.

In allen Formen, in denen die Schar bisher in ihrer Beziehung zu der Scheibe beschrieben wurde, ist die Vorderkante in der vertikalen Längsebene entweder gerade oder leicht gekrümmt. In allen Versionen, wo diese Vorderkante gerade oder nicht spezifisch geformt ist, variiert der Winkel der Vorderkante relativ zu einem Bogen, der durch einen Abschnitt der Scheibenoberfläche beschrieben wird, wenn er sich unter der Vorderkante hindurch bewegt, entlang der Vorderkante von einem positiven Winkel, wobei der Bogen relativ zur Vorderkante nach außen geneigt ist, über einen Nullwinkel, wobei der Bogen mit der Vorderkante übereinstimmt oder parallel zur Vorderkante verläuft, zu einem negativen Winkel, wobei der Bogen relativ zur Vorderkante nach innen geneigt ist.

Im Allgemeinen ist die Schar so angeordnet, dass der Bogen einen positiven Winkel relativ zur Vorderkante wenigstens über eine Länge der Schar (im vorliegenden Text als Zone 1 bezeichnet) beschreibt, die dafür ausgelegt ist, unter der Bodenoberfläche zu arbeiten. Das gewährleistet, dass das Erdreich, Wurzeln und Pflanzenreste unterhalb der Bodenoberfläche zusammen mit Pflanzenresten über oder nahe der Oberfläche des Erdreichs durch die geneigte Oberfläche der Vorderkante der Schar von der Scheibe weg abgelenkt wird und auch infolge des positiven Winkel schadlos in Richtung des Außenumfangs der Scheibenoberfläche abgelenkt werden, da die Scheibenoberfläche unterhalb der Vorderkante entlang gleitet.

Dieser Positiv-zu-null-Winkel kann sich über eine bestimmte Länge der Scharvorderkante, die über dem Boden arbeitet (im vorliegenden Text als Zone 3 bezeichnet) fortsetzen, wodurch in ähnlicher Weise Material in Richtung des äußeren Randes der Scheibe abgelenkt wird. Jedoch wird aufgrund der Designvorgaben an einem oberen Abschnitt der Vorderkante (im vorliegenden Text als Zone 2 bezeichnet) der Winkel relativ zum Bogen zwangsläufig negativ, und die Vorderkante kann kein Material zum äußeren Rand der Scheibe ablenken. Das mag zwar kein Problem bei trockenem Boden sein, wo nur wenig Erdreich, Wurzeln oder Pflanzenrestmaterial an der Scheibe anhaften, doch bei nassem und/oder klebrigem Boden kann das ein Problem darstellen.

Das Problem bei nassem oder klebrigem Boden ist, dass oft ein dünner Film aus Erdreich und Pflanzenmaterial an der Scheibenoberfläche anhaftet und durch die Innenfläche der Schar im Bereich der Zone 2 mit negativem Winkel abgewischt wird. Das führt zu einem Ansammeln von unerwünschtem Erdreich zwischen der Scharinnenfläche hinter der Vorderkante und der Scheibe. Da dieses Ansammeln kumulativ ist, führt es schließlich dazu, dass die Schar den Kontakt zur Scheibe verliert, wodurch größtenteils die Fähigkeit der Schar (und somit der gesamten Vorrichtung) verloren geht, Pflanzenreste abzustreifen. Da die Fähigkeit, solche Reste abzustreifen, ein wesentlicher Bestandteil ihrer vorgesehenen Funktion ist, beeinträchtigt dieses Problem die Funktion der Vorrichtung auf dem Feld.

In dem Versuch, diesen Nachteil zu überwinden, wiesen die meisten früheren Schardesigns ein Fenster auf, das so gestaltet war, dass Erdreich und Teilchen, die sich ansonsten an der Innenseite der Schar im dem Bereich der Zone 2 mit negativem Winkel angesammelt hätten, statt dessen durch das Fenster nach außerhalb der Schar ausgeworfen werden und schadlos zu Boden fallen. Dieses Fenster hat sich in der Praxis nur zum Teil als erfolgreich erwiesen, da es aufgrund der physischen Abmessungen der Schar in seiner Größe begrenzt ist, und oft wird das Fenster selbst mit Erde verstopft, wodurch es seine Funktion ganz und gar verliert.

Zu einem weiteren Problem kommt es, weil jede Schar an ihrer Oberseite um eine im Wesentlichen horizontale Längsachse herum angelenkt ist, damit die Schar um einen begrenzten Betrag seitlich auslenken kann, damit es einen ständigen Kontakt zur Scheibe halten kann, da sich die Scheibe entsprechend der Heterogenität des Erdreichs und der wechselnden Zugrichtung natürlich verbiegt. Während die Schar in den Zonen 1 und 3 so gestaltet werden kann, dass sie einen uneingeschränkten Kontakt mit der Scheibe hält, ist in Richtung des oberen Abschnitts von Zone 2, wo die Schwenkbefestigung der Schar weniger seitliche Bewegung gestattet, ein geringer Abstand zwischen der Schar und der Scheibe vorgesehen, um das Risiko eines mechanischen Verklemmens zwischen der Scheibe und der Schar zu vermeiden.

Gelegentliche Stücke Stroh oder anderer Materialien gelangen in diesen kleinen Spalt, von dem aus sie allmählich abwärts gedrängt werden und die Schar von der Scheibe ablösen: zuerst in Zone 2, dann in Zone 3 und schließlich in Zone 1. Wenn das geschieht, wird die Abschabefunktion in den Bereichen der Zonen 3 und 1 mit positivem Winkel beeinträchtigt, wodurch sich Stroh und/oder andere Materialien und Reste an der Schar dazwischenschieben können, so dass schließlich die Fähigkeit der Vorrichtung, Reste abzustreifen, versagt und ein unerwünschtes Blockieren auf dem Feld eintritt, wodurch die Säfunktion schwer beeinträchtigt wird, bis das Problem beseitigt ist. Bestenfalls stellt das Beseitigen der Blockierung eine Arbeitsunterbrechung auf dem Feld dar, was zu Stillstandszeit und einem Produktivitätsverlust führt.

In anderen Versuchen, die oben besprochenen Nachteile zu beseitigen, ist versucht worden, eine im Wesentlichen gerade Seitenschar zu konstruieren, aber mit einer Länge, die so gewählt ist, dass der Abschnitt der Zone 2 dieser Schar im Wesentlichen beseitigt ist. Diese Seitenschar ist an der Scheibe mit einer Halterung befestigt, die in der Regel in der Region der Scheibe angeordnet ist, wo sonst die Zone 2 wäre. Da jedoch eine solche Seitenschar notwendigerweise hinreichend kurz ist, wurde festgestellt, dass sie nur effektiv ist, wenn sie in Kombination mit einer Scheibe verwendet wird, die nicht geradeaus läuft.

Zum Beispiel ist es bei diesen Vorrichtungen üblich, dass die Scheibe einen Winkel zur Zugrichtung aufweist. Das erzeugt eine "Schürf"-Wirkung, die wiederum zu einer "Schattenzone" führt, die verhindert, dass Reste in die Zone 2 auf der Schattenseite der Scheibe gelangen können. Ohne die Winkelstellung der Scheibe würden sich Reste im Bereich der Halterung ansammeln, was zu Problemen bei der Funktion der Seitenschar führt (wie zum Beispiel denen, die oben beschrieben wurden). In diesen Ausführungsformen kann nur eine einzelne Seitenschar verwendet werden.

Ein weiteres Problem bei vorhandenen Saatgutsävorrichtungen kommt daher, dass es notwendig ist, einen direkten Kontakt zwischen einer neuen Schar und der Scheibenoberfläche herzustellen.

Die Abschabefunktion der Seitenscharen an der Scheibe ist stark davon abhängig, dass rasch ein direkter Kontakt zwischen der flachen Oberfläche der Scheibe und der innenliegenden Vorderkante jeder neuen Schar hergestellt wird. Sobald dieser direkte Kontakt für eine neue Schar hergestellt ist, hält ein weiterer Verschleiß der Schar die Integrität des Kontakts und der Form in einer selbstjustierenden Weise aufrecht und sorgt so für eine komplementäre Passung zwischen den zwei Elementen. Wenn ein solcher direkter Kontakt nicht rasch für eine neue Schar hergestellt wird, so kann ein dünner Erdreichfilm zwischen Abschnitte der Vorderkante der Schar und die Scheibe fließen, der die Innenfläche der Vorderkante der Schar erodiert, wodurch sie nach innen abgerundet wird. Das beeinträchtigt die Funktion der gesamten Vorrichtung, indem eine Schar von der Scheibe getrennt wird.

Einige Arten von Saatgutsävorrichtungen enthalten eine oder mehrere mit Abstreifklingen versehene Seitenscharen, die so angeordnet sind, dass sie auf beiden Seiten der mittigen Scheibe reiben. Jede Seitenschar hat eine im Wesentlichen horizontale seitliche Abstreifklinge an ihrem unteren Ende, die von der Scheibe fort weist und ein kontinuierliches, im Wesentlichen horizontales Schelf im Erdreich bildet. Wenn zwei Seitenscharen verwendet werden, wobei eine auf jeder Seite der Scheibe angeordnet ist, so werden zwei solcher Bodenschelfe unterhalb der Oberfläche des Erdreichs gebildet, und zwar eine auf jeder Seite der mittigen Scheibe.

Diese Bodenschelfe sind von großer Bedeutung beim Steuern der Platzierung von Material und des Mikroumfeldes innerhalb des Erdreichs. Saatgut, Dünger, Pestizide und/oder biologische Impfstoffe können ebenfalls mit Hilfe der oben besprochenen mit Abstreifklingen versehenen Seitenscharen auf den Schelfen abgelagert werden. Saatgut wird normalerweise auf einem der Schelfe abgelagert und eventuell von einem Impfstoff und/oder Pestizid. Dünger wird normalerweise auf dem anderen Schelf abgelagert, so dass der Dünger und das Saatgut nicht miteinander in Kontakt kommen. Ein Kontakt zwischen Saatgut und Dünger ist zu vermeiden, da dies aufgrund der Konzentration von Salzen im Dünger die Lebensfähigkeit des Saatguts oder der Setzlinge beeinträchtigen kann.

Jedoch führt die Wirkung der Abstreifklingen beim Erzeugen der Bodenschelfe dazu, dass seitliche Aufbrechkräfte durch das Erdreich auf die Scharen und damit durch die Scharen auf die Scheibe ausgeübt werden. In einige Situationen können die Reibe-Aufbrechkräfte der Scharen auf die Scheibe zu groß werden, wenn das Erdreich eine plastische Konsistenz besitzt. Solche Böden üben mitunter große seitliche Kräfte auf die Scharen aus, da diese das Erdreich seitwärts verformen. Einige dieser Böden besitzen auch nur eine geringe inhärente Scherfestigkeit und bieten der Scheibe eine relativ schlechte Traktion, mit dem Ergebnis, dass die Scheibe rutscht oder sich überhaupt nicht mehr dreht. Dies beeinträchtigt die Fähigkeit der gesamten Vorrichtung, Oberflächenreste ohne Blockieren zu verarbeiten und/oder Saatgut und Dünger im Erdreich in einem regelmäßigen Muster abzulagern.

Die Abstreifklingen solcher Scharen arbeiten im Erdreich auch mit einer geringfügigen Abwärtsneigung in Richtung ihrer Vorderseiten. Dadurch soll ein Abstand am Hinterende einer Schar geschaffen werden, damit Saatgut und/oder Dünger auf den entstandenen Bodenschelfen abgelagert werden können und auch das Hineinziehen der Schar in das Erdreich unterstützt wird. Wenn Scharen nahe der Oberfläche des Erdreichs arbeiten, so wird dieser Hineinzieheffekt aufgrund der natürlichen Heterogenität der Oberfläche des Erdreichs und des verringerten Volumens des Erdreichs über den Abstreifklingen variabel. Bei größeren Arbeitstiefen werden die Variationen in der Oberfläche des Erdreichs aufgrund des größeren Volumens des Erdreichs, das über die Abstreifklingen gleitet, verringert.

Die Variabilität der Hineinziehkräfte bei flachen Arbeitstiefen macht das Einstellen genauer Tiefen schwierig, was das Keimen des ausgesäten Saatguts und das Aufgehen seiner Keimlinge erschwert.

Die Seitenscharen haben in der Regel die Funktion, Saatgut auf einer Seite der Scheibe abzulagern und trockene (in der Regel körnige) Dünger auf der anderen Seite der Scheibe abzulagern.

Ein weiteres Problem bei den oben beschriebenen Designs tritt auf, wenn es in einigen Anwendungen wünschenswert ist, den Dünger als eine Flüssigkeit auszubringen oder einen flüssigen Impfstoff oder flüssige Pestizide auszubringen. In jeder dieser Situationen ist es bevorzugt, das flüssige Material auf einem (oder beiden) der gebildeten Bodenschelfe in einer Position abzulagern, die nicht die mittigen Scheibe benetzt und/oder verhindert, dass die Flüssigkeit mit dem Saatgut auf dem anderen Schelf in Kontakt kommt. Es ist des Weiteren wünschenswert, ein Benetzen der Innenseite einer Seitenschar zu vermeiden so dass gewünschtenfalls trockenes teilchenförmiges Material auch durch dieselbe Schar gleichzeitig mit dem flüssigen Material abgelagert werden kann.

Ein weiteres Problem bei den oben beschriebenen Designs wird durch die Schwenkverbindung einer Schar mit einer stationären Montagekomponente verursacht. Am oberen Ende der Schar befindet sich die vordere horizontale Endfläche der Schar nahe der darunterliegenden horizontalen Fläche einer stationären Montagekomponente, in der die Schar schwenkbar gelagert ist. Unmittelbar hinter diesem Bereich kann sich ein hohler Saatgut- oder Düngerzuführkanal befinden, der Saatgut, Dünger und anderes trockenes Material abwärts durch die Schar zum Erdreich befördert.

Weil die Schar in der Lage sein muss, so seitwärts zu schwenken, dass sie in engem Kontakt mit der Scheibe bleiben kann, während sie sich von einer Seite zur anderen biegt, ist ein gewisser Abstand zwischen der vorderen horizontalen Endfläche der Schar und der darunterliegenden horizontalen Oberfläche der stationären Montagekomponente, in der die Schar schwenkbar gelagert ist, nötig.

Dieser Abstand ermöglicht es mitunter, dass Stroh und anderes Material in den Saatgut- oder Düngerkanal, der sich unmittelbar dahinter in der Schar befindet, eindringen kann, was im Lauf der Zeit zum Verstopfen des Saatgut- oder Düngerkanals führen kann.

Bei vorhandenen Vorrichtungen verschleißt die Scheibe durch den Gebrauch, und ihr Durchmesser verringert sich allmählich. In der Regel verschleißen Scharen schneller als Scheiben und werden daher periodisch ausgetauscht, bevor die Scheiben ausgetauscht werden. In den meisten Fällen ist es auch bevorzugt, eine Scheibe mit intermittierenden Ausnehmungen zu verwenden, die aus ihrem Umfang herausgeschnitten sind, weil dadurch die Traktion verbessert wird, die solche Scheiben im Vergleich zu einfachen Scheiben bieten.

Wenn der Durchmesser einer mit Ausnehmungen versehenen Scheibe durch Verschleiß allmählich kleiner wird und neue Scharen angebracht werden, so können die neuen Scharen in Betrieb bleiben, bis sie in die Nähe der mit Ausnehmungen versehenen Bereiche einer im Durchmesser verringerten Scheibe kommen oder sie sogar überlappen. Wenn dies geschieht, so befinden sich die Abschnitte der Scharen, welche die mit Ausnehmungen versehenen Abschnitte der Scheibe überlappen, eine kürzere Zeit in Kontakt mit der Scheibe als die Abschnitte der Scharen, die in dauerhaftem Kontakt mit den nicht mit Ausnehmungen versehenen Abschnitten der Scheiben bleiben.

Das führt zu einem ungleichmäßigen Verschleiß an den Innenflächen der Scharen durch dauerhaften Kontakt mit der Scheibe. Dadurch entstehen "high spots" auf den weniger verschlissenen Abschnitten der Scharen, die wiederum den übrigen Teil der Scharen teilweise von der Scheibenoberfläche abheben, und es wird möglich, dass sich Stroh oder andere Pflanzenreste zwischen den Scharen und der Scheibe verklemmen, was zu Blockierungen und einem Abheben der Schar von der Scheibe führt.

In einigen Fällen ist es auch wünschenswert, den Dünger oder das andere Material tiefer in das Erdreich einzubringen als das Saatgut.

In einigen Fällen, wenn das Erdreich hart und trocken ist, kann die Scheibe aufgrund der zementierten Konsistenz des Erdreichs nur schwer eindringen.

Ein Seitenschardesign, das die oben beschriebenen Nachteile überwinden könnte, und insbesondere eines, das es ermöglichen würde, die Scheibe im Wesentlichen parallel zu ihrer Zugrichtung zu winkeln, und das es (optional) ermöglichen würde, zwei Seitenscharen an der Scheibe zu befestigen, ohne dass das Risiko eines Blockierens durch Reste besteht, würde einen beträchtlichen Vorteil im Vergleich zu früheren Seitenschardesigns darstellen. Des Weiteren wäre ein Seitenschardesign, das es ermöglichen würde, eine neue Schar auf einfache Weise in eine Scheibe mit im Wesentlichen direktem Kontakt einzusetzen, das es ermöglichen würde, Saatgut und Dünger in verschiedene Bodentiefen einzubringen, das eine Scheibe nicht übermäßig stark abbremsen würde und das die durch Verschleiß verursachten Veränderungen beim Scheibendurchmesser im Lauf der Zeit berücksichtigt, ein großer Vorteil im Vergleich zum Stand der Technik.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die oben angesprochenen Probleme zu beheben oder zumindest der Öffentlichkeit eine brauchbare Alternative anzubieten.

Weitere Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung hervor, die lediglich dem Zweck der Veranschaulichung dient.

Offenbarung der Erfindung

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Saatgutsävorrichtung zum Säen in unbearbeiteten Boden bereitgestellt, die Folgendes enthält: eine im Wesentlichen flache kreisförmige Scheibe, die so an einem Rahmen montiert ist, dass sie um eine horizontale Achse drehbar ist, während sie teilweise in Erdreich eingebettet ist und in einer Vorwärtsrichtung im Wesentlichen parallel zur Oberfläche des Erdreichs und im Wesentlichen senkrecht zu einer Scheibenachse gezogen wird, und zwei oder mehr Scharen, die jeweils eine Vorderkante aufweisen, die durch den Schnittpunkt zweier gegenüberliegender Seitenflächen gebildet wird, Mittel zum Montieren der zwei oder mehr Scharen an der Vorrichtung, wobei die Vorderkanten der Scharen mit Hilfe der Montagemittel gegen die Scheibe vorbelastet sind, und die Vorderkante der zwei oder mehr Scharen in einer Ebene der zwei oder mehr Scharen dergestalt geneigt ist, dass ein Winkel der Vorderkante relativ zu einem Bogen der Oberfläche der Scheibe, der unterhalb der Vorderkante verläuft, über die gesamte Länge der Vorderkante gleich null oder positiv ist.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird des Weiteren ein Verfahren zur Herstellung einer Saatgutsävorrichtung zum Säen in unbearbeiteten Boden bereitgestellt, die verhindert, dass sich Material zwischen einer rotierenden Scheibe, die in die Saatgutsävorrichtung integriert ist, und zwei oder mehr Scharen, die in direktem Kontakt mit einer Oberfläche der Scheibe angeordnet sind, ansammelt, wobei das Verfahren folgende Schritte enthält: Ausbilden einer Vorderkante bei jeder der zwei oder mehr Scharen, dergestalt, dass der Winkel zwischen der Vorderkante relativ zu einem Bogen der Oberfläche der Scheibe der Saatgutsävorrichtung beim Verlaufen unterhalb der Vorderkante über die gesamte Länge der Vorderkante positiv oder gleich null ist, und Montieren jeder der zwei oder mehr Scharen dergestalt, dass die Vorderkante jeder der zwei oder mehr Scharen gegen die Scheibe vorbelastet ist.

Indem gewährleistet wird, dass ein positiver Winkel zwischen der Vorderkante und dem Bogen beibehalten wird, der durch Abschnitte der Scheibenoberfläche beschrieben wird, wenn sie unterhalb der Vorderkante entlang verlaufen, werden Erdreich, Wurzeln und Pflanzenreste, die an der Scheibenoberfläche anhaften, durch die Vorderkante der Schar in Richtung des äußeren Randes der Schar über die gesamte Länge der Scharvorderkante abgelenkt. Darum gibt es keine Tendenz, dass sich Material an der Innenseite der Scharvorderkante ansammelt, zusammen mit dem daraus folgenden Problem, dass sich die Schar von der Scheibe trennt, wodurch ihre vorgesehene Funktion beeinträchtigt wird. Folglich wird das Fenster, das in den herkömmlichen Designs erforderlich war, nicht mehr benötigt, wodurch das Design vereinfacht wird und der Materialbedarf verringert wird, so dass die Herstellungs- und Materialkosten deutlich verringert werden können. Obgleich immer noch ein kleiner Spalt an der Oberseite der Schar zwischen der Schar und der Scheibe erforderlich ist, wird eintretendes Stroh in dieser Region kontinuierlich durch die Scharoberfläche von der Innenseite der Vorderkante weggeschoben, da es keine Region gibt, wo sich die Scharoberfläche der Rückseite der Vorderkante nähert. Auch wenn Material, das an der Scheibe haftet, möglicherweise infolge des notwendigen Spalts zwischen der Vorderkante der Schar und der Scheibenoberfläche zum Vermeiden eines eventuellen mechanischen Verklemmens nicht vollständig von der Scheibe in der oberen Region der Schar abgeschabt wird, besteht – da die Außenfläche der Schar an der Vorderkante in einer Schnittebene der Schar von der Vorderkante fort geneigt ist – keine Tendenz, dass Erdreich, das auf der Schar verbleibt, zwischen die Schar und die Scheibe gedrängt wird, und dadurch kommt es zu keiner Behinderung der Rotation der Scheibe oder des Kontakts der Schar mit der Scheibe durch das Vorhandensein von Material auf der Scheibe in dieser Region.

Die geneigte Vorderkante kann gekrümmt sein oder eine Reihe von geraden Sektionen der Vorderkante enthalten. Die einzige Anforderung ist, dass die Vorderkante in einem positiven oder Null-Winkel relativ zu dem Bogen der Scheibenoberfläche gehalten wird, der unterhalb der Vorderkante an einem beliebigen Punkt entlang der Vorderkante verläuft.

In einer Ausführungsform kann die Vorderkante über der unteren Region, die dafür vorgesehen ist, unter der Erdoberfläche zu arbeiten, im Allgemeinen gerade gehalten werden und kann sich dann allmählich in Richtung der Oberkante der Schar krümmen.

Angesichts der Bedingungen starken Abriebs, dem die Schar ausgesetzt ist, sollte die Schar vorzugsweise aus verschleißfestem Stahl oder einem anderen abriebbeständigen Material gegossen sein. Da das Design im Vergleich zu herkömmlichen Scharen eine Verringerung des Metallbedarfs gestattet, wird auch eine Einsparung an Kosten von relativ teurem verschleißfestem Stahlmaterial erreicht. Andere Materialien, zum Beispiel Keramik, Wolframcarbid oder ähnliche Materialien, oder eine Kombination von Materialien können ebenfalls zum Herstellen der Schar verwendet werden.

In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann der Vorderkantenabschnitt der Schar, der dafür ausgelegt ist, dicht bei – oder in Kontakt mit – der Oberfläche der Scheibe zu liegen, als eine durchgehende Fläche ausgebildet sein, deren Hinterkante – wie die Vorderkante – so geformt ist, dass ein Null- oder positiver Winkel relativ zu einem Bogen der Oberfläche, der unterhalb der Hinterkante verläuft, gebildet wird.

Indem die Hinterkante und die Vorderkante des Vorderkantenabschnitts der Schar beide in einem positiven oder Null-Winkel relativ zu dem Bogen der Scheibenoberfläche, der dort darunter verläuft, geneigt sind, wird die Tendenz vermieden, dass Material, das hinter den Vorderkantenabschnitt gelangt, durch die Scheibe in Richtung der Rückseite der Vorderkante transportiert wird und ein Blockieren und anschließendes Trennen der Vorderkante von der Scheibe verursacht wird. Obgleich es allgemein vorgesehen ist, dass zum Minimieren des Verschleißes der Scheibe und der Kontaktreibung der Vorderkantenabschnitt als ein relativ schmaler Streifen ausgebildet sein sollte, ist die Funktion der Vorrichtung nicht darauf beschränkt, und es ist jede geeignete Breite möglich, solange der Winkel der Hinterkante relativ zu dem Bogen der Scheibenoberfläche, der dort darunter verläuft, null oder positiv ist.

Die zwei oder mehr Seitenscharen brauchen nicht unbedingt die gleiche Länge zu haben. Zum Beispiel kann es wünschenswert sein, Saatgut und Dünger in das Erdreich an Stellen einzubringen, die sowohl horizontal als auch vertikal voneinander beabstandet oder verschoben sind. In diesem Fall ermöglichen es Seitenscharen von unterschiedlichen Längen, die an der Scheibe angebracht sind, dem Maschinisten der Saatgutsävorrichtung, diese Aufgabe hinreichend schnell und einfach auszuführen.

In einer bevorzugten Ausführungsform kann eine Schar eine einbettungsverbessernde Komponente enthalten. Solche Komponenten können so konfiguriert sein, dass sie es ermöglichen, dass auf schnelle und einfache Weise eine neue Schar in eine vorhandene Scheibe eingebettet oder an einer vorhandenen Scheibe angebracht werden und direkt die vorhandene Scheibe berühren kann.

In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Vorderkante jeder Schar so geformt sein, dass sie eine Einbettungskomponente enthält, die als eine schmale erhöhte Kante an der Innenfläche ausgebildet ist und dafür ausgelegt ist, die erste Fläche zu sein, welche die Scheibe berührt, wenn eine neue Schar in der Saatgutsävorrichtung installiert wird. Diese schmale erhöhte Kante kann dafür ausgelegt sein, während des Gebrauchs rasch an der Scheibe zu verschleißen und dabei einen direkten Kontakt zwischen den zwei Komponenten herzustellen. Nach der Herstellung dieses direkten Kontakts bleibt diese Integrität des direkten Kontakts normalerweise über die gesamte Lebensdauer der Schar hinweg erhalten.

In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird eine Saatgutsävorrichtung bereitgestellt, wie sie im Wesentlichen oben beschrieben ist, wobei diese Vorrichtung zwei Scharen von gleicher Länge enthält.

In einer bevorzugten Ausführungsform können Scharen von ungleichen Längen in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Es können zahlreiche verschiedene Schargrößen und -längen mit einer Saatgutsävorrichtung verwendet werden, was zu einer Reihe verschiedener Vorteile führt, wie weiter unten besprochen wird. Bevorzugt haben verwendete Scharen von verschiedener Länge einen Längenunterschied von mindestens 5 mm, aber nicht mehr als 150 mm.

In einer bevorzugten Ausführungsform können die Scharen der Saatgutsävorrichtung aus einer Reihe verschiedener Längen gebildet sein, die sich auf unterschiedliche Höhen entlang der Seite einer Scheibe herab erstrecken. Zum Beispiel können in einer solchen Ausführungsform kurze, mittlere und lange Scharen hergestellt und in der Saatgutsävorrichtung verwendet werden. Die Verwendung von verschiedenen Längen linker und rechter Scharen, die untereinander ausgetauscht werden können, bieten viele Vorteile gegenüber Vorrichtungen des Standes der Technik.

Durch Verwenden zweier kurzer Scharen von gleicher Länge auf jeder Seite der Scheibe kann der Bremseffekt (der durch Reibung zwischen beiden Seitenscharen und der Scheibe entsteht) verringert werden, weil die resultierenden Bremskräfte näher in Richtung des Drehmittelpunktes der Scheibe wirken.

Da die Drehung der Scheibe dadurch hervorgerufen wird, dass ihr Umfangsrand mit einem Traktor durch das Erdreich gezogen wird (d. h. die Kräfte, welche die Drehung bewirken, wirken tangential zur Scheibe durch das Erdreich), haben Bremskräfte, die auf die Scheibe wirken, weniger Auswirkungen, wenn ihr resultierender Wirkpunkt in Richtung des Drehmittelpunktes der Scheibe anstatt in Richtung des Umfangsrandes der Scheibe verschoben wird. Das liegt zum Teil daran, dass sich die Mitte der Scheibe langsamer bewegt als ihr Rand und dadurch Bremskräfte weniger Auswirkungen auf die Geschwindigkeit der Scheibe haben. Zum Teil liegt es auch daran, dass ein größerer Momentenarm zwischen dem Anliegen einer Rotationskraft und dem Bremswiderstand existiert, da letzterer näher zur Scheibenachse verschoben ist.

Weil der obere Abschnitt der Scharen in einer festen Position relativ zur Mitte der Scheibe bleibt, muss des Weiteren zum Erreichen der Sä-Solltiefe mit kürzeren Varianten der Scharen die Scheibe tiefer in das Erdreich eindringen, als wenn Scharen von größerer Länge verwendet werden, wodurch ein verbesserter Scheibe-Erdreich-Kontakt und eine verbesserte Traktion erreicht wird. Der Endeffekt ist das Verringern der Wahrscheinlichkeit, dass die Scheibe unter solchen problematischen Bodenbedingungen rutscht oder gänzlich blockiert.

Durch Wählen von Scharen ungleicher Länge können Saatgut und Dünger in unterschiedlichen Höhen abgelagert werden. Durch den Einbau von Scharen von verschiedenen Längen auf gegenüberliegenden Seiten der Scheibe können das Saatgut und der Dünger diagonal voneinander getrennt werden, so wie es die Bedienperson entsprechend den Bedingungen des Erdreichs und der verwendeten Materialien entscheidet. Eine diagonale Trennung von Saatgut und Dünger ist manchmal notwendig, wenn die Bodenbedingungen trocken sind oder wenn die Menge oder Toxizität des Düngers bekanntermaßen schädlich für empfindliches Saatgut oder empfindliche Setzlinge sind. Durch Wählen einer kürzeren Schar auf der Saatgutseite als auf der Düngerseite lassen sich der Trennungsabstand und die Trennungsgeometrie zwischen den zwei ausgesäten Produkten problemlos ändern.

In hartem Boden, in den schwer einzudringen ist, verringert die Verwendung von Scharen, die länger als normal sind, die Eindringtiefe, die für die Scheibe gefordert wird, bevor die Scharen ihre beabsichtigte Sätiefe erreichen. In diesem Fall werden Reibungsbremskräfte, die durch die Seitenscharen an die Scheibe angelegt werden, von der Scheibenmitte nach unten verschoben, verursachen aber keine größeren Schwierigkeiten, weil die Bodenfestigkeit in trockenem Boden in der Regel hoch ist und die Seitenkräfte von dem Erdreich zu den Scharen gering sind. Das liegt daran, dass harte trockene Böden im Allgemeinen zur Seite wegbrechen, während sich die Scheibe vorwärts bewegt (d. h. sie sind nicht von plastischer Konsistenz).

Indem man in dem Maße, wie sich der Durchmesser der Scheibe (aufgrund normalen Bodenverschleißes) verringert, allmählich immer kürzere Scharen verwendet, können die Scharen in ihren korrekten Positionen relativ zu den Ausnehmungen in einer Scheibe gehalten werden. Dadurch bleibt der Verschleiß an den Kontaktbereichen zwischen den Scheiben und der Innenseite der Scharen gleichmäßig, und die Nutzungsdauer der Scheiben verlängert sich.

Eine kurze Schar gestattet es auch einer Bedienperson, von Anfang an für harte Böden eine neue Scheibe mit einem kleineren Durchmesser zu wählen.

Wenn eine flache Sätiefe benötigt wird, so können – indem man die Auswahl der Scharlänge so trifft, dass die Säschar flach arbeitet, aber die Düngerschar tiefer arbeitet – einige der Variationen der Hineinziehkräfte für die Scheibe, die durch die flache Schar erzeugt werden, verringert werden, weil sich über die längere Schar ein größeres Erdreichvolumen hinwegbewegt.

Bei all den Problemen, die durch alternative Längen von Scharen gelöst werden, werden die obere und die untere Grenze der Scharlänge durch funktionale und konstruktive Einschränkungen der Saatgutsävorrichtung vorgeschrieben. Die Scharen dürfen nicht so lang sein, dass sie unter den Ausnehmungen von mit Ausnehmungen versehenen Scheiben hervorragen, selbst wenn diese Scheiben verschlissen sind.

Gleichermaßen gibt es eine Untergrenze für die Kürze von Scharen, die sich aus der Notwendigkeit ergibt, einen Mindestabstand zwischen der Bodenoberfläche und der Befestigungszone der Scharen zu haben (insbesondere wenn bei Vorhandensein beträchtlicher Mengen an Oberflächenresten gearbeitet wird). Wenn dieser Abstand zu gering ist, so kommt es auf dem Feld zu Blockierungen, da sich an den stationären Komponenten des Öffners, an dem die Oberseite der Seitenscharen angebracht ist, Reste ansammeln.

In einer bevorzugten Ausführungsform kann die relative Länge jeder Schar durch Messen der Distanz, um die die Schar von der Mitte der Scheibe nach unten bis zum Beginn von Zinken oder Ausnehmungen in der Unterkante der Schar hervorsteht, verglichen werden. In einer bevorzugten Ausführungsform können kurze, mittlere und lange Scharen in Verbindung mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden.

In einer solchen Ausführungsform kann sich eine Schar von mittlerer Länge abwärts ungefähr zwischen 78 % und 84 % des Radius' der Scheibe erstrecken (was der Abstand zwischen der Scheibenachse und dem untersten Punkt einer Schar ist). Eine kurze Schar kann sich zwischen 70 % und 78 % des Scheibenradius' erstrecken, und die lange Schar kann sich zwischen 84 % und 91 % des Scheibenradius' erstrecken.

In einer bevorzugten Ausführungsform kann das Schardesign das Ausbringen von flüssigem oder gasförmigem Material (zum Beispiel Dünger, Impfstoff oder Pestizid) in das Erdreich unterstützen. Ein solches Design kann es gestatten, Fluid auf wenigstens einem Bodenschelf an einer Position anzulagern, die weder die mittige Scheibe und/oder die Innenseiten der Scharen benetzt noch in Kontakt mit dem Saatgut kommt, wenn dieses auf dem gegenüberliegenden Bodenschelf abgelagert wird. Im Fall von gasförmigem Material führt eine rasche Kondensation in der Regel dazu, dass das Material sich verflüssigt, wenn es auf einem Bodenschelf abgelagert wird.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die Saatgutsävorrichtung ein Materialabgabesystem enthalten, das es ermöglicht, Flüssigkeit oder Gas auf wenigstens einem Bodenschelf abzulagern, das durch die Saatgutsävorrichtung gebildet wurde.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann ein solches Materialabgabesystem dafür geeignet sein zu verhindern, dass von ihm angegebenes Material die Scheibe und/oder eventuelle Scharen, die in die Saatgutsävorrichtung integriert sind, berührt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann der Transport von flüssigem oder gasförmigem Material zum Bodenschelfbereich unterhalb des Erdreichs mit Hilfe einer Materialzufuhrröhre bewerkstelligt werden. Eine solche Röhre kann innerhalb des Materials eingebettet sein, aus dem die Scharen hergestellt sind, oder kann zu einem späteren Zeitpunkt an der Schar angebracht werden. Um die letztgenannte Anbringungsoption zu realisieren, kann wenigstens in einer der Seitenscharen eine Rinne entlang der Innenseite oder der Rückseite der hintersten Kante (die ansonsten nicht von der Scheibe berührt wird) dergestalt ausgebildet sein, dass sie die Außenwand des Saatgut- oder Düngerzufuhrkanals bildet.

In einer Ausführungsform, wo die Flüssigkeitszufuhrröhre an einer Rinne in der Schar durch Schweißen oder mit Hilfe eines geeigneten Bindemittels oder Klebstoffes angebracht ist, kann sich das untere Ende der Röhre horizontal nach außen von der Scheibe weg biegen. Für diesen Zweck kann die Röhre in einer Rinne angeordnet sein, die in der Hinter- oder Innenkante der horizontalen Abstreifklinge der Seitenschar ausgebildet ist, so dass sie vor Bewegungen des Erdreichs geschützt ist. Dies gewährleistet, dass Flüssigkeit oder Gas von der mittigen Scheibe fort gerichtet wird, wenn es unter Druck aus der zylindrischen Röhre austritt.

Jedoch braucht in alternativen Ausführungsformen die Flüssigkeits- oder Gaszufuhrröhre nicht, wie oben besprochen, nach außen gebogen zu sein. Zum Beispiel kann in einer alternativen Ausführungsform die Flüssigkeits- oder Gaszufuhrröhre nach hinten gebogen oder gerichtet sein, und wenn in dieser Spezifikation nur auf das oben Dargelegte Bezug genommen wird, so darf das in keiner Weise als Einschränkung verstanden werden.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann die Flüssigkeits- oder Gaszufuhrröhre einen kleineren Durchmesser haben, kann eine zylindrische Form haben und kann aus einem starren Material hergestellt sein.

In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Saatgutsävorrichtung wenigstens ein Blockierelement enthalten, das dafür geeignet ist, das Passieren von Kontaminanten wie zum Beispiel Stroh, Pflanzenmaterialien und anderem Lockermaterial zwischen der wenigstens einen Schar und der Scheibe zu hemmen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann das Blockierelement als ein Vorsprung in dem Mittel zum Montieren der wenigstens einen Schar an der Sävorrichtung ausgebildet sein, wo jede Schar, die in der Sävorrichtung montiert ist, auch eine Ausnehmung enthält, die dafür geeignet ist, die Schar über oder auf den Vorsprung des Blockierelements zu setzen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann in die horizontale Oberseite einer Schar eine kleine Ausnehmung hineinkonstruiert sein. In einer solchen Ausführungsform kann die darunterliegende Seite der stationären Montagekomponente, in der die Schar sitzt, auch einen Vorsprung enthalten, der sich nach unten erstrecken kann, um die Ausnehmung in der Schar auszufüllen. Dieser Vorsprung in der Montagekomponente der Vorrichtung kann in Richtung der Schar in einer solchen Weise hervorragen, dass Stroh und anderes Material nicht ungehindert durch die oder zwischen den zwei Komponenten in den Saatgut- oder Düngerzufuhrkanal passieren kann.

Weil die Schar vorzugsweise in ihre Schwenkverbindung mit der stationären Montagekomponente von der Hinterkante der Schar her eingeschoben wird und sich die oben besprochene Ausnehmung vorzugsweise im vorderen Abschnitt der Schar befindet, ist die Überlappung, die durch die Ausnehmung und den Vorsprung entsteht, nur effektiv, wenn eine Schar vollständig in ihre Halterung geschoben wird. Es ist ein minimaler Abstand zwischen diesen Komponenten wünschenswert, um das Eindringen von Stroh und anderem Lockermaterial zu verhindern und um Gusstoleranzen zu berücksichtigen.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die oben beschriebenen Probleme zu lösen oder wenigstens der Öffentlichkeit eine brauchbare Alternative anzubieten.

Weitere Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung hervor, die nur veranschaulichenden Zwecken dient.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Weitere Aspekte der vorliegenden Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung hervor, die nur veranschaulichenden Zwecken dient und die mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen gegeben wird, in denen Folgendes dargestellt ist:

1 ist ein Schaubild, das die Anordnung einer herkömmlichen Schar einer Saatgutsävorrichtung vom Typ mit rotierenden Scheiben zeigt.

2 ist ein Schaubild, das den Winkel der Vorderkante einer Schar gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.

3 ist eine Schnittansicht entlang der Linie A-A von 2.

4 zeigt ein Schaubild einer Anzahl von Scharen mit verschiedenen Längen, die auf einer Seite einer herkömmlichen rotierenden Scheibe ausgerichtet sein können, gemäß einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

5 zeigt eine an einer Schar angebrachte Fluidzufuhrröhre gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung.

6 zeigt eine Schar und eine stationäre Montagekomponente, die gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung angeordnet sind.

7 zeigt eine Seitenansicht 7a und eine Draufsicht 7b einer Schar, die gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung angeordnet ist und eine Einbettungsvorderkante enthält.

Beste Arten der Ausführung der Erfindung

Aspekte der vorliegenden Erfindung sind lediglich beispielhaft beschrieben worden, und es versteht sich, dass Modifikationen und Ergänzungen daran vorgenommen werden können, ohne dass ihr in den angehängten Ansprüchen definierter Geltungsbereich verlassen wird.

Eine herkömmliche Saatgutsävorrichtung, auf die sich die vorliegende Erfindung richtet, ist schematisch in 1 gezeigt. Die Saatgutsävorrichtung weist eine flache kreisförmige Scheibe 1 auf, die so an einem Rahmen montiert ist, dass sie sich um eine horizontale Achse 2 drehen kann, während sie teilweise ins Erdreich 3 eingebettet ist und in eine Vorwärtsrichtung, die allgemein durch den Pfeil 4 bezeichnet ist, im Wesentlichen parallel zur Oberfläche des Erdreichs 3 und senkrecht zur Achse 2 gezogen wird. Eine Schar 5 der Saatgutsävorrichtung enthält eine Vorderkante 6, die durch die Linie des Zusammentreffens einer Innenfläche oder Seitenfläche 7 (in der Figur nicht zu sehen), die der Oberfläche der Scheibe 1 zugewandt ist, und einer Außenfläche oder Seitenfläche 8 definiert wird. Die Außenfläche 8 ist als eine im Wesentlichen gekrümmte Oberfläche in Schnittansicht ausgebildet, dergestalt, dass die Oberfläche in der Region der Vorderkante 6 in einer Ebene senkrecht zur Schar 5 von der Vorderkante weg geneigt ist, um Material von der Scheibe wegzulenken. Die Schar 5 ist an einem oberen Abschnitt 9 an einem Rahmenelement der Saatgutsävorrichtung (in der Figur nicht gezeigt) so angelenkt, dass die Schar 5 um einen begrenzten Betrag seitlich (senkrecht zur Scheibe 1) so auslenken kann, dass der der größte Teil (und wenigstens der untere Abschnitt) der Vorderkante 6 einen direkten Kontakt mit der Oberfläche der Scheibe 1 halten kann, wenn diese sich in Reaktion auf die Heterogenität des Erdreichs und eine Änderung der Zugrichtung natürlich verbiegt. In anderen Ausführungsformen entweder des Standes der Technik oder in bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können auch andere Mittel zum Befestigen der Scharen 5 an der Scheibe 1 verwendet werden, wie zum Beispiel das Integrieren eines Mittels, das es der Schar ermöglicht, im Wesentlichen vertikal und/oder horizontal relativ zur Scheibe 1 zu schwenken.

Wie in 1 gezeigt, ist die Vorderkante 6 der Schar 5 gerade und ist in einem Winkel zur Oberfläche des Erdreichs 3 nach vorn geneigt. Die Schar 5 ist am Rahmen der Saatgutsävorrichtung gestützt und relativ zur Scheibe 1 so positioniert, dass ein unterer Abschnitt der Schar 5 sich unter der Oberfläche des Erdreichs 3 befindet. Dieser Abschnitt dient dazu, das Erdreich von der Oberfläche der Scheibe 1 so wegzuspreizen, dass Saatgut, Dünger und dergleichen von einer (nicht gezeigten) Rutsche, die so angeordnet ist, dass sie zu dieser Region führt, herunterfallen und auf diese Weise in das Erdreich gesät werden kann.

Weil die Schar 5 eine gerade Vorderkante 6 hat, variiert der Winkel der Vorderkante 6 relativ zu einem Bogen, der durch einen Abschnitt der Scheibenoberfläche beschrieben wird, wenn er unterhalb der Vorderkante verläuft, entlang der Vorderkante 6. Das ist in der Figur durch zwei verschiedene Bewegungsbögen von Oberflächenabschnitten der Scheibe veranschaulicht, die durch Strichlinien A, B angedeutet sind. Bogen A ist in einem positiven Winkel relativ zur Vorderkante am unteren Abschnitt der Schar 5 nach außen geneigt und ist in einem negativen Winkel relativ zur Vorderkante an dem oberen Abschnitt nach innen geneigt, während Bogen B tangential zum mittigen Abschnitt der Vorderkante 6 in einem Null-Winkel verläuft.

Die Region des positiven Winkels ist in 1 als Zone 1 bezeichnet; die Region des negativen Winkels ist als Zone 2 bezeichnet, während die Region eines ungefähren Null-Winkels als Zone 3 bezeichnet ist. Wie zuvor erwähnt, wird bei dieser Konfiguration Material, das an der Scheibe 1 anhaftet, hinter die Vorderkante 6 der Schar 5 in die Region der Zone 2 der Vorderkante 6 gedrängt, wodurch sich, die Vorderkante 6 der Schar 5 von der Oberfläche der Scheibe 1 zu lösen neigt, wodurch die Funktion der Schar 5 beeinträchtigt wird.

2 zeigt eine Schar 10 für eine Saatgutsävorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung, die dafür ausgelegt ist, die oben beschriebenen Probleme zu lösen. Die Schar 10 ist an einer Saatgutsävorrichtung in ähnlicher Weise wie die herkömmliche Anordnung von 1 montiert, und Komponenten mit einer ähnlichen Funktion sind mit den gleichen Zahlen bezeichnet. Die Schar 10 umfasst eine Vorderkante 11, die durch die Linie des Zusammentreffens einer Innenfläche 12 (in 2 nicht gezeigt, aber in 3 gezeigt) und einer Außenfläche oder Seitenfläche 13, die in ähnlicher Weise wie die von Schar 5 ausgebildet ist, definiert. Die Schar 10 ist ebenfalls in ähnlicher Weise an einem oberen Abschnitt 14 an einem Rahmenelement der Saatgutsävorrichtung (in der Figur nicht gezeigt) montiert.

Wie in 2 gezeigt, ist die Vorderkante 11 der Schar 10 in einer Ebene der Schar über ihre gesamte Länge so geneigt, dass ein Winkel zwischen der Vorderkante 11 und den Bögen A und B der Oberfläche der Scheibe 2 über die volle Länge der Vorderkante 11 auf einem positiven Wert gehalten wird. Der obere Abschnitt 14 der Schar 10 ist auch viel schmaler (parallel zur Scheibe gemessen) als der obere Abschnitt 9 der herkömmlichen Schar 5, so dass Material, das an der Scheibe 1 in der Region des Bogens C anhaftet, ebenfalls in Richtung des äußeren Randes der Scheibe 1 abgelenkt wird. Diese Verringerung der Breite verringert auch die Menge an Material, das zum Gießen der Schar 10 benötigt wird, zusammen mit einer einhergehenden Verringerung der Kosten.

Details des Vorderkantenabschnitts sind deutlicher in 3 gezeigt, die ein Querschnitt entlang der Linie A-A in 2 ist. Wie in 3 gezeigt, ist der Vorderkantenabschnitt der Schar 10 als ein schmaler Streifen 15 ausgebildet, der zwischen der Vorderkante 11 und einer Hinterkante 16 definiert ist. Der Vorderkantenabschnitt 15 ist allgemein als ein schmaler Streifen entlang der vollen Länge der Vorderkante 11 ausgebildet, wie in Strichlinie in 2 gezeigt, so dass die Hinterkante 16 ebenfalls in einem positiven Winkel relativ zum Bogen der Scheibenoberfläche geneigt ist. Dadurch wird des Weiteren sichergestellt, dass kein Material hinter den Vorderkantenabschnitt 15 gelangt und nicht durch die Scheibe in Richtung des Hinterkantenabschnitts 16 geschoben wird, sondern sich statt dessen von der Hinterkante 16 weg bewegt, so dass es zu keinem Verstopfen kommt. Dieser Streifen kann im Lauf der Zeit durch Verschleiß verschwinden oder breiter werden und ist somit nicht unbedingt ein permanentes Merkmal der vorliegenden Erfindung. Der hintere Abschnitt der Schar 10 ist ähnlich wie die herkömmliche Schar geformt, damit Saatgut und Dünger in den Schlitz fallen kann, der in dem Erdreich durch die Scheibe 1 gebildet wird.

4 zeigt eine Anzahl von Scharen 21 mit verschiedenen Längen neben einer Scheibe 22. Wie der Fachmann weiß, ist normalerweise nur eine einzige Schar auf einer Seite der Scheibe angebracht, und drei Scharen sind in 4 gezeigt, um jede der anderen verwendeten Scharlängen zu vergleichen. Im Gebrauch kann eine kurze Schar 21a neben der Scheibe 22 montiert werden, um die Bremskraft zu verringern, die während des Gebrauchs auf die Scheibe einwirkt. Die kurze Schar 21a kann auch dafür verwendet werden zu gewährleisten, dass der Scharkontakt mit der Scheibe auf der Innenseite der Scheibenzinken oder -ausnehmungen stattfindet, wenn sie mit einer verschlissenen Scheibe verwendet wird. Eine Schar 21b von mittlerer Länge, wie sie in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, führt zu einem "standardmäßigen" Scheibenvorsprung unter dem Schelf, das durch die Abstreifklinge der Scharen gebildet wird. Die lange Schar 21c kann in hartem Boden verwendet werden, um die Tiefe zu begrenzen, auf die die Scheibe 22 eindringen muss, um zu gewährleisten, dass die Schar 21 einen Absatz im Erdreich bildet.

Wie der Fachmann erkennen kann, kann die konkrete Länge der ausgewählten Schar anhand des Typs und des Zustandes des Erdreichs, in dem sie verwendet werden soll, bestimmt werden.

Es können auch Scharen verschiedener Länge auf der gegenüberliegenden Seite der Scheibe 22 verwendet werden, um Saatgut und Dünger oder andere Materialien, die gleichzeitig abgelagert werden, voneinander zu trennen. Die Kombination der langen und der kurzen Schar auf beiden Seiten der Scheibe ermöglicht es, das Säen auf flachen Tiefen auszuführen.

5 zeigt eine Schar 31, die gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung konfiguriert ist, um eine Fluidzufuhrröhre 32 aufzunehmen. Die Schar 31 kann Öffnungen an ihrer Ober- und Unterseite enthalten, damit die Röhre 32 in die Schar hineingeschlitzt oder an der Schar angebracht werden kann.

Die Röhre 32 kann dafür verwendet werden, Fluid in das Erdreich 33 abzugeben, ohne dass das abgegebene Fluid mit der Schar 31 oder der Scheibe 34 der Saatgutsävorrichtung in Kontakt gerät.

6 zeigt eine Endansicht einer Sektion der Saatgutsävorrichtung, die gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung konfiguriert ist.

Die gezeigte Vorrichtung enthält eine stationäre Montagekomponente 41, an der eine Schar 42 schwenkbar in einer Röhre 45 montiert ist, die innerhalb der stationären Montagekomponente 41 ausgebildet ist. Die Schar 42 ist so konfiguriert, dass sie mit einer rotierenden Scheibe 43 in Kontakt kommt.

Die Montagekomponente 41 enthält auch einen Vorsprung 44, der sich nach unten in Richtung der Oberseite der Schar 42 erstreckt. Wenn die Schar 42 während der Verwendung der Vorrichtung nach außen schwenkt, so verhindert der Vorsprung 44, dass Stroh, Gras oder andere Fremdmaterialien in den Spalt gelangen, der zwischen der Scheibe 43 und der oberen Schulter der Schar 42 ausgebildet ist, wenn die Schar nach außen schwenkt. Der Vorsprung 44 blockiert alle Fremdstoffe, die durch diesen Spalt eindringen und sich auf der Schar absetzen können, und schiebt sie dauerhaft von der Scheibe 43 fort.

6 zeigt auch ein Gummidruckkissen 46, das gegen eine Schräge 47 an der Schar 42 drückt. Die Kraft von dem Gummidruckkissen 46 gewährleistet, dass die Schar gegen die Scheibe 43 so vorbelastet wird, dass verhindert wird, dass Stroh oder Erdreich sich zwischen der Schar und der Scheibe absetzen.

7 zeigt eine Seiten- und eine Draufsicht der Innenfläche einer Schar, die eine Einbettungskante enthält, gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung. Wie aus den 7a und 7b zu ersehen ist, ist die Vorderkante 51 der Schar 52 relativ zum übrigen Teil der Scharoberfläche erhöht, der dafür geeignet ist, die Scheibe 53 der Saatgutsävorrichtung in Eingriff zu nehmen.

Wenn im Gebrauch eine neue Schar 52 in die Saatgutsävorrichtung eingebaut wird, so verschleißt die Einbettungskante 51 der Schar 52 rasch durch den Kontakt mit der Scheibe 53, wodurch ein komplementärer und direkter Kontakt zwischen den zwei Flächen entsteht. Sobald dieser direkte Kontakt hergestellt ist, verschleißt die übrige Innenfläche der Schar 52 im Lauf der Zeit langsam, während sie in direktem Kontakt mit der Scheibe 53 bleibt.

Meiner Ansicht nach liegen die Vorteile meiner Erfindung in Folgendem. Es versteht sich jedoch, dass alle diese Vorteile nicht unbedingt in allen Ausführungsformen der Erfindung realisiert werden, und die folgende Aufzählung ist lediglich beispielhaft und benennt die möglichen Vorteile der vorliegenden Erfindung. Des Weiteren ist es nicht beabsichtigt, dass die Vorteile der vorliegenden Erfindung auf die in der folgenden Liste aufgezählten Vorteile beschränkt sind:

  • 1. Indem man gewährleistet, dass ein positiver Winkel zwischen der Vorderkante und dem Bogen beibehalten wird, der durch Abschnitte der Scheibenoberfläche beschrieben wird, wenn sie unterhalb der Vorderkante entlang verlaufen, werden Erdreich, Wurzeln und Pflanzenreste, die an der Scheibenoberfläche anhaften, durch die Vorderkante der Schar in Richtung des äußeren Randes der Scheibe über die gesamte Länge der Scharvorderkante abgelenkt, wodurch jegliche Tendenz beseitigt wird, dass sich Material an der Innenseite der Scharvorderkante ansammelt.
  • 2. Durch Beseitigen der Anhäufung von Erdreich innerhalb der Schar wird gleichermaßen ein Austrittsfenster in der Schar überflüssig, wodurch das Design vereinfacht und der Materialbedarf verringert wird, so dass die Herstellungs- und Materialkosten beträchtlich gesenkt werden können.
  • 3. Weil die Oberseite der Schar schmaler ist (parallel zur Scheibe gemessen), wird die Menge an teurer verschleißfester Legierung, die zum Gießen der Schar benötigt wird, beträchtlich verringert, da dies in der Region ist, wo die Schar am dicksten ist.
  • 4. Da sowohl die Vorderkante als auch die Hinterkante des Vorderkantenabschnitts beide in einem positiven oder Null-Winkel relativ zu dem Bogen der Scheibenoberfläche, der dort darunter verläuft, geneigt sind, besteht keine Tendenz, dass Material, das an der Scheibe anhaftet, zwischen die Scheibe und den Vorderkantenabschnitt gedrängt wird. Da des Weiteren die Außenfläche der Schar an der Vorderkante geneigt ist, dient dies dazu, Material von der Scheibenoberfläche weg zu lenken, so dass keine Tendenz besteht, dass Material, das an der Scheibe verbleibt, zwischen die Schar und die Scheibe gedrängt wird. Darum neigt Material an der Scheibe in dieser Region nicht dazu, die Rotation der Scheibe zu behindern oder ein Ablösen der Schar von der Scheibe zu verursachen.
  • 5. Der obere Abschnitt der Vorderkante der Schar kann nun mit einer größeren Toleranz zwischen sich und der Scheibe hergestellt werden, wodurch die Herstellung preisgünstiger wird. Erdreich sammelt sich auf der Oberseite an und versiegelt wirksam den Spalt gegen das Eindringen von Resten oder anderer Materialien.
  • 6. Die erhöhte "Einbettungs"-Kante einer neuen Schar gestattet es der Schar, rasch einen direkten Kontakt mit einer Scheibe herzustellen, wenn die Einbettungskante verschleißt. Diese Kante erreicht rasch eine komplementäre Passung zwischen der Scharkante und der rotierenden Scheibe.
  • 7. Die Verwendung von Scharen mit verschiedenen Längen, die dafür konfiguriert sind, gegeneinander austauschbar zu sein, gestattet das Verwenden kurzer Scharen, um die Bremskräfte zu verringern, die auf eine Scheibe wirken, das Verwenden unterschiedlich langer Scharen, um Saatgut und Dünger oder andere Materialien voneinander zu trennen, das Verwenden langer Scharen, die in hartem Erdreich eingesetzt werden, um die Tiefe zu verringern, in die die Scheibe vordringen muss, das Verwenden einer langen Schar und einer kurzen Schar zum Säen in flachen Tiefen und das Verwenden dreier verschiedener Längen von Scharen, wenn die Hauptscheibe während des Gebrauchs im Lauf der Zeit verschleißt.
  • 8. Die Fluidzufuhrröhre kann auch dafür verwendet werden, fluide Materialien gleichzeitig mit dem Saatgut in das Erdreich einzubringen.
  • 9. Der Block oder Vorsprung an der stationären Befestigungskomponente für eine Schar verhindert auch, dass sich Stroh und anderes Material zwischen der Schar und ihrer Anbringung an einer Scheibe absetzt.

Es wurden Aspekte der vorliegenden Erfindung lediglich beispielhaft beschrieben, und es versteht sich, dass Modifikationen und Ergänzungen daran vorgenommen werden können, ohne dass von ihrem in den angehängten Ansprüchen definierten Geltungsbereich abgewichen wird.


Anspruch[de]
Saatgutsävorrichtung zum Säen in unbearbeiteten Boden, die Folgendes enthält:

eine im Wesentlichen flache kreisförmige Scheibe (1, 22, 34, 43, 53), die so an einem Rahmen montiert ist, dass sie um eine horizontale Achse (2) drehbar ist, während sie teilweise in Erdreich (3) eingebettet ist und in einer Vorwärtsrichtung im Wesentlichen parallel zur Oberfläche des Erdreichs (3) und im Wesentlichen senkrecht zu einer Scheibenachse (2) gezogen wird, und

zwei oder mehr Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42, 52), die jeweils eine Vorderkante (11, 51) aufweisen, die durch den Schnittpunkt zweier gegenüberliegender Seitenflächen (12, 13) gebildet wird,

Mittel zum Montieren (41) der zwei oder mehr Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42, 52) an der Vorrichtung,

wobei die Vorderkanten (11, 51) der Scharen mit Hilfe der Montagemittel gegen die Scheibe (1, 22, 34, 43, 53) vorbelastet sind, und

die Vorderkante (11, 51) der zwei oder mehr Scharen in einer Ebene der zwei oder mehr Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42, 52) dergestalt geneigt ist, dass ein Winkel der Vorderkante (11, 51) relativ zu einem Bogen der Oberfläche der Scheibe (1, 22, 34, 43, 53), der unterhalb der Vorderkante (11, 51) verläuft, über die gesamte Länge der Vorderkante (11, 51) gleich null oder positiv ist.
Saatgutsävorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Vorderkante (11, 51) der zwei oder mehr Scharen über einen unteren Abschnitt, der dafür vorgesehen ist, unter der Erdoberfläche zu arbeiten, gerade verläuft und dann allmählich zur Oberseite der Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42, 52) hin gekrümmt ist. Saatgutsävorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei der Vorderkanten (11, 51)-Abschnitt der zwei oder mehr Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42, 52) als eine durchgängige Fläche mit einer Hinterkante (16) der zwei oder mehr Scharen ausgebildet ist, wobei die Hinterkante (16) so ausgebildet ist, dass ein Null- oder ein positiver Winkel relativ zu einem Bogen der Oberfläche der Scheibe (1, 22, 34, 43, 53), der unterhalb der Hinterkante (16) der zwei oder mehr Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42, 52) verläuft, entsteht. Saatgutsävorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die zwei oder mehr Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42, 52) aus einem verschleißfesten Stahlmaterial bestehen. Saatgutsävorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, die wenigstens ein Blockierelement enthält, das dafür geeignet ist, den Durchgang von Kontaminierungsstoffen zwischen der Scheibe (1, 22, 34, 43, 53) und den zwei oder mehr Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42, 52) einzuschränken. Saatgutsävorrichtung nach Anspruch 5, wobei das Blockierelement als ein Vorsprung (44) in dem Mittel zum Montieren (41) der zwei oder mehr Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42) an der Saatgutsävorrichtung ausgebildet ist, und die zwei oder mehr Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42) eine Ausnehmung enthalten, die dafür geeignet ist, die zwei oder mehr Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42) über oder auf dem Vorsprung (44) des Blockierelements anzubringen. Saatgutsävorrichtung nach Anspruch 6, wobei die Schar-Ausnehmung in der horizontalen Oberseite der zwei oder mehr Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42) ausgebildet ist. Saatgutsävorrichtung nach Anspruch 7, wobei die Schar-Ausnehmung im vorderen Abschnitt jeder der Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42) angeordnet ist. Saatgutsävorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, die zwei oder mehr Seitenscharen von unterschiedlicher Länge (21, 21a, 21b, 21c) aufweist, wobei während des Gebrauchs der Längenunterschied zwischen Scharen (21) dafür geeignet ist, Materialien an Stellen, die sowohl horizontal als auch vertikal voneinander beabstandet sind, in dem Erdreich (3) abzulagern. Saatgutsävorrichtung nach Anspruch 9, wobei die Längenunterschiede zwischen den Scharen (21, 21a, 21b, 21c) zwischen 5 Millimetern und 150 Millimetern liegen. Saatgutsävorrichtung nach Anspruch 9 oder Anspruch 10, die zur Verwendung mit einer Schar von mittlerer Länge (21b) geeignet ist, die sich zwischen 78 und 84 % des Radius der Scheibe (1, 22, 34, 43, 53) erstreckt, gemessen von der Mitte der Scheibe (1, 22, 34, 43, 53) zur untersten Kante der Scheibe (1, 22, 34, 43, 53). Saatgutsävorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, die zur Verwendung mit einer Schar von kurzer Länge (21a) geeignet ist, die sich zwischen 70 % und 78 % des Radius erstreckt, gemessen von der Mitte der Scheibe (1, 22, 34, 43, 53) zur untersten Kante der Scheibe (1, 22, 34, 43, 53). Saatgutsävorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, wobei die Vorrichtung zur Verwendung mit einer Schar von langer Länge (21c) geeignet ist, die sich zwischen 84 % und 91 % des Scheibenradius erstreckt, gemessen von der Mitte der Scheibe (1, 22, 34, 43, 53) zur untersten Kante der Scheibe (1, 22, 34, 43, 53). Saatgutsävorrichtung nach Anspruch 13, wobei die Vorrichtung eine Schar von kurzer Länge (21a) und eine Schar von langer Länge (21c) enthält, wobei Saatgut in das Erdreich (3) von der Seite der Scheibe (1, 22, 34, 43, 53) eingebracht wird, die sich neben der kurzen Schar (21a) befindet, und die lange Schar (21c) dafür verwendet wird, eine homogene Einzugskraft an die Scheibe (1, 22, 34, 43, 53) anzulegen. Saatgutsävorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, die ein Materialabgabesystem enthält, welches das Abscheiden einer Flüssigkeit oder eines Gases in wenigstens einer Bodenscholle, die durch die Saatgutsävorrichtung gebildet wird, gestattet, wobei das Abgabesystem so konfiguriert ist, dass verhindert wird, dass das abgegebene Material die Scheibe (1, 22, 34, 43, 53) und/oder die zwei oder mehr Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42), die in die Sävorrichtung integriert sind, berührt. Saatgutsävorrichtung nach Anspruch 15, wobei das Abgabesystem die Form eines Rohres (32) hat, das in eine Schar (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42) eingebettet oder aus dem Material einer Schar (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42) ausgegebildet ist. Saatgutsävorrichtung nach Anspruch 15, wobei das Abgabesystem die Form eines Rohres (32) oder einer Röhre hat, die an einer Schar (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42) innerhalb der Nut angebracht ist, die in der Innenseite oder der Hinterkante (16) der zwei oder mehr Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42) ausgebildet ist. Saatgutsävorrichtung nach einem der Ansprüche 15 bis 17, wobei das Zufuhrrohr (32) horizontal auswärts oder auf einen Bereich hinter der Scheibe (1, 22, 34, 43, 53) und/oder der Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42) ausgerichtet ist, um zu verhindern, dass abgegebenes Material die Scheibe (1, 22, 34, 43, 53) und/oder die Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42) berührt. Saatgutsävorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei jede Schar (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42) eine Einbettungskomponente (41) enthält, die es ermöglicht, dass eine neue Schar (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42) direkt an einer vorhandenen Scheibe (1, 22, 34, 43, 53) anliegt. Saatgutsävorrichtung nach Anspruch 19, wobei die Einbettungskomponente (41) als eine schmale erhöhte Kante (44) an der Innenseite (12) einer Schar (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42) geformt ist und so konfiguriert ist, dass sie die erste Fläche ist, die die Scheibe (1, 22, 34, 43, 53) berührt, wenn die Schar (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42) in der Saatgutsävorrichtung installiert wird. Saatgutsävorrichtung nach Anspruch 20, wobei die schmale erhöhte Kante (44) so konstruiert ist, dass sie sich während des Gebrauchs rasch an der Scheibe (1, 22, 34, 43, 53) abnutzt, um einen direkten Kontakt zwischen der Scheibe (1, 22, 34, 43, 53) und einer neuen Schar (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42, 52) herzustellen. Verfahren zur Herstellung einer Saatgutsävorrichtung zum Säen in unbearbeiteten Boden, die verhindert, dass sich Material zwischen einer rotierenden Scheibe (1, 22, 34, 43, 53), die in die Saatgutsävorrichtung integriert ist, und zwei oder mehr Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42, 52), die in direktem Kontakt mit einer Oberfläche (12) der Scheibe (1, 22, 34, 43, 53) angeordnet sind, ansammelt, wobei das Verfahren folgende Schritte enthält:

i) Ausbilden einer Vorderkante (11, 51) bei jeder der zwei oder mehr Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42, 52), dergestalt, dass der Winkel zwischen der Vorderkante (11, 51) relativ zu einem Bogen der Oberfläche der Scheibe (1, 22, 34, 43, 53) der Saatgutsävorrichtung beim Verlaufen unterhalb der Vorderkante (11, 51) über die gesamte Länge der Vorderkante (11, 51) positiv oder gleich null ist, und

ii) Montieren jeder der zwei oder mehr Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42, 52) dergestalt, dass die Vorderkante (11, 51) jeder der zwei oder mehr Scharen (10, 21, 21a, 21b, 21c, 31, 42, 52) gegen die Scheibe (1, 22, 34, 43, 53) vorbelastet ist.






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