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Dokumentenidentifikation DE60127124T2 15.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001296549
Titel SPINDELMÄHER
Anmelder The Toro Company, Bloomington, US
Erfinder GOMAN, Gerald E., Spring Valley, WI 54767, US;
DICKEY, Christopher C., West St. Paul, NM 55118, US;
PATTON, Robert D., Elko, MN 55020, US;
SCHNOTALA, Donald B., Burnsville, MN 55306, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 60127124
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 26.06.2001
EP-Aktenzeichen 019487289
WO-Anmeldetag 26.06.2001
PCT-Aktenzeichen PCT/US01/20309
WO-Veröffentlichungsnummer 2002000007
WO-Veröffentlichungsdatum 03.01.2002
EP-Offenlegungsdatum 02.04.2003
EP date of grant 07.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse A01D 34/47(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A01D 34/62(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Diese Erfindung betrifft einen handgeführten Spindelmäher gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1, mit einer Spindelschneideinheit, die in Bezug zu dem Spindelmähergestell „schwebt", um zu gestatten, dass die Spindelschneideinheit sich an die Bodenkonturen anpasst, um ein Herausreißen und/oder Aufscharren des Rasens, der geschnitten wird, zu vermeiden (ein handgeführter Spindelmäher dieser Art ist bereits in US-A-2,272,218 und 2,329,952 offenbart, welcher hierin nachstehend detaillierter beschrieben wird).

Hintergrund der Erfindung

Handgeführte Spindelmäher sind für das Präzisionsschneiden von Gras und dergleichen bekannt, wie etwa das Gras auf Golf-Rasenflächen. Solche Spindelmäher weisen typischerweise ein Gestell auf, das eine Spindelschneideinheit trägt. Eine Handgriffbaugruppe erstreckt sich von dem Gestell aufwärts und nach hinten, um es einer hinter dem Mäher gehenden Bedienperson zu gestatten, den Mäher zu führen und zu bedienen. Die Handgriffbaugruppe umfasst verschiedene Bedienungsvorrichtungen, um es der Bedienperson zu gestatten, wahlweise sowohl den Traktionsantrieb des Mähers als auch die Spindelschneideinheit ein- oder auszukuppeln.

Es sind handgeführte Spindelmäher des Standes der Technik bekannt, worin die Spindelschneideinheit starr auf dem Gestell getragen wird, wie die in dem US-Patent 5,477,666 an Cotton oder dem US-Patent 4,481,757 an Tsuchiya gezeigte. Eine solche Schneideinheit stellt sich nicht schräg, rollt oder giert nicht in Bezug dem Gestell, um sich an die Konturen des Bodens anzupassen. Wenn dieser Mäher Gras auf einer welligen Oberfläche mäht, ist es gut möglich, dass Gras ausgerissen oder aufgescharrt wird. Beispielsweise könnte das Gras oben auf einer hohen Stelle zu dicht und an einer niedrigen Stelle nicht dicht genug abgemäht werden. Das ist unerwünscht.

Andere Spindelmäher, wie etwa der in dem US-Patent 2,972,218 gezeigte, offenbaren handgeführte Spindelmäher mit einer „vollständig schwebenden Schneideinheit", die sich in Bezug zu dem Mähergestell in drei Freiheitsgraden bewegen kann. Dies wird vollzogen, indem die Schneideinheit selbsttragend auf ihren eigenen Vorder- und Hinterrollen gemacht wird. Die Schneideinheit wird dann mit einem Satz Ketten, die normalerweise spannungslos sind, wenn die Schneideinheit am Boden angreift, an dem Mähergestell aufgehängt. Die spannungslosen Ketten gestatten ein Bewegen der Schneideinheit relativ zu dem Mähergestell, um den Konturen des Bodens besser zu folgen, um Fälle von Ausreißen und/oder Aufscharren zu minimieren und zu helfen, eine konsistentere Schnitthöhe zu verschaffen.

Während die Merkmale des den Bodenkonturen Folgens eines Spindelmähers nicht von einem Spindelmäher mit einer Schneideinheit, die starr an dem Gestell ist, besessen werden, verschafft die Verwendung von Ketten zum Tragen der Schneideinheit eigene Nachteile. Wenn die Bedienperson auf die Handgriffbaugruppe drückt, um das Vorderende des Spindelmähers anzuheben, hebt die Schneideinheit sich nicht unmittelbar vom Boden ab. Die Ketten müssen sich erst spannen, bevor die Schneideinheit sich vom Boden abhebt. Daher fühlt die Bedienperson, wenn sie auf den Handgriff drückt, um die Schneideinheit vom Boden abzuheben, zunächst eine glatte Bewegung, während die Ketten sich spannen, und fühlt dann einen Ruck oder eine Unstetigkeit, wenn die Bedienperson plötzlich stärker nach unten drücken muss, um die Schneideinheit dazu zu bewegen, hochzukommen.

Der von der Bedienperson in dem Handgriff gefühlte Ruck oder die Unstetigkeit, wenn die Bedienperson auf den Handgriff drückt, um die Schneideinheit anzuheben, ist ein Nachteil. Die meisten Bedienpersonen ziehen Schneideinheiten vor, wobei man auf den Handgriff drücken kann, um die Schneideinheit anzuheben, und dies in einer glatten Bewegung durchgeführt werden kann, wobei die Schneideinheit sich unmittelbar hebt. Dies ist bei Schneideinheiten, die mittels Ketten aufgehängt sind, die angespannt werden müssen, bevor die Schneideinheit sich hebt, einfach nicht möglich.

Das US-Patent 2,329,952 an Speiser offenbart einen handgeführten Spindelmäher, worin eine Spindelschneideinheit an der Rückseite des Mähergestells montiert ist. Die Schneideinheit weist jedoch dadurch eine Schwebfähigkeit auf, dass die Schneideinheit sich dank Quer- und Längszapfen zwischen der Schneideinheit und dem Mähergestell in Bezug auf das Gestell schrägstellen und schlingern kann. Während dies eine Fähigkeit, der Bodenkontur zu folgen, verschafft, ohne spannungslose Ketten zum Tragen der Schneideinheit zu verwenden, wird ein Herunterdrücken der Handgriffbaugruppe die Schneideinheit nicht vom Boden abheben. Somit ist der in dem Speiser-Patent gezeigte Mäher viel schwieriger zu manövrieren als die zuvor beschriebenen Spindelmäher.

Zusätzlich ist die in dem Speiser-Patent gezeigte Schneideinheit nicht an sich vollständig selbsttragend auf dem Boden, sondern stützt sich auf die Treibräder des Mähergestells im Zusammenwirken mit einer Rolle an der Schneideinheit zwecks guter, am Boden angreifender Unterstützung. Folglich ist der Längsradstand des Mähers relativ groß. Dies vermindert die Effizienz des Vorwärtsneigens der Schneideinheit beim Auftreffen auf Querhöcker oder -Wellen im Boden, d.h. Höcker oder Bodenwellen, die senkrecht zur Vorwärtsrichtung der Bewegung sind. Wenn der Höcker klein genug ist, können die Treibräder den Höcker überwunden haben, bevor die Grenzfläche von Schneidspindel und Gegenmesser die hohe Stelle des Höckers erreicht, was somit noch stets zu Ausreißen führt.

Das US-Patent 5,628,169 an Daniel G. Stiller et al. offenbart einen Aufsitzmäher, der ein Zugfahrzeug und eine Schneideinheit vom Spindeltyp umfasst, wobei letztere mit dem Zugfahrzeug verbunden ist, um freischwebend zu sein, um zu gestatten, dass die Schneideinheit sich an die Bodenkonturen anpasst. Ein aus vier Stangen bestehendes Gestänge zwischen dem Zugfahrzeug und der Schneideinheit verhindert ein nach oben und unten Schwingen oder „Hopsen" der Schneideinheit.

Zusammenfassung der Erfindung

In Übereinstimmung mit der Erfindung, wie in dem unabhängigen Anspruch 1 definiert, wird ein handgeführter Spindelmäher verschafft, welcher eine Schneideinheit umfasst, die mindestens teilweise schweben kann, um den Konturen des Bodens zu folgen. Dies wird unter anderem durch einen handgeführten Spindelmäher verschafft, der ein Spindelmähergestell umfasst, worauf eine Kraftquelle getragen wird. Eine sich aufwärts erstreckende Handgriffbaugruppe ist an ihrem unteren Ende mit dem Spindelmähergestell verbunden, wobei die Handgriffbaugruppe einen Teil beinhaltet, den die Bedienperson ergreifen kann, um das Spindelmähergestell zu lenken, während die Bedienperson hinter dem Spindelmähergestell läuft. Ein Traktionsantrieb zum Voranbewegen des Spindelmähergestells über den Boden ist vorgesehen, wobei der Traktionsantrieb von der Kraftquelle kraftbetrieben wird. Eine Spindelschneideinheit wird an der Vorderseite des Spindelmähergestells getragen. Die Spindelschneideinheit weist ein Schneideinheitgestell auf, das eine schraubenförmig mit Klingen versehene Schneidspindel trägt, die um eine im Wesentlichen horizontale Querachse rotierbar ist, ein Gegenmesser, das so mit der Schneidspindel zusammenwirkt, dass die rotierende Schneidspindel stehendes Gras gegen das Gegenmesser fegt, um das Gras zu schneiden, und vordere und hintere, am Boden angreifende Rad- oder Rollenträger, um zu gestatten, dass die Spindelschneideinheit selbsttragend ist und sich über den Boden bewegt. Ein Aufhängungssystem, das relativ starre Glieder umfasst, ist vorgesehen, um das Spindelschneideinheitgestell schwenkbar mit dem Spindelmähergestell zu verbinden, sodass die Spindelschneideinheit um eine im Wesentlichen horizontale Längsachse rollen bzw. schlingern kann.

Vorteilhafte Merkmale des handgeführten Spindelmähers sind in den Unteransprüchen 2 bis 8 definiert.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Diese Erfindung wird hiernach in der detaillierten Beschreibung beschrieben, zusammengenommen mit den folgenden Zeichnungen, worin gleiche Referenzziffern sich insgesamt auf gleiche Elemente oder Teile beziehen.

1 ist eine Perspektivansicht einer ersten Ausführungsform eines handgeführten Spindelmähers gemäß dieser Erfindung, wobei in dieser Ansicht der Grasfangkorb an der Spindelmähereinheit gezeigt ist, wobei ein solcher Korb jedoch deutlichkeitshalber in keiner der 2-9 gezeigt ist;

2 ist eine Perspektivansicht eines Teils des in 1 gezeigten handgeführten Spindelmähers, welche insbesondere die Spindelschneideinheit und das Paar geneigter starrer Glieder, welche das Schneideinheitträgergestell zwecks Rollbewegung in Bezug auf das Spindelmähergestell montieren, illustriert;

3 ist eine Vorderansicht eines Teils des in 1 gezeigten handgeführten Spindelmähers, welche insbesondere die Spindelschneideinheit und den Fokuspunkt P der starren Glieder, welche das Schneideinheitträgergestell an das Spindelmähergestell montieren, illustriert;

4 ist eine rechte Seitenansicht eines Teils des in 1 gezeigten handgeführten Spindelmähers;

5 ist eine linke Seitenansicht eines Teils des in 1 gezeigten handgeführten Spindelmähers;

6 ist eine Draufsicht eines Teils des in 1 gezeigten handgeführten Spindelmähers, die insbesondere die selbstschmierende Antriebswelle illustriert, welche Antrieb von dem an dem Spindelmähergestell befindlichen Getriebe zur Schneidspindel überträgt;

7 ist eine schematische Seitenansicht des in 1 gezeigten handgeführten Spindelmähers, welche insbesondere die Neigungsbewegung der Spindelschneideinheit um eine im wesentlichen horizontale Querachse illustriert; die

8 und 9 sind schematische Vorderansichten des in 1 gezeigten handgeführten Spindelmähers, welche insbesondere die Rollbewegung der Spindelschneideinheit um eine im wesentlichen horizontale Längsachse illustriert;

10 ist eine Perspektive eines eingebauten Getriebes, das sowohl die Treib- als auch die Spindelantriebe für den in den 1 und 14 gezeigten handgeführten Spindelmäher bereitstellt;

11 ist eine perspektivische Explosionsdarstellung des in 10 gezeigten Getriebes;

12 ist eine vergrößerte Perspektivansicht des in 10 gezeigten Getriebes, wobei jedoch die Seitenabdeckungen des Getriebes abgenommen worden sind, um das Innere des Getriebes zu illustrieren und insbesondere die Traktionsüberbrückungskupplungstrommel, das Antriebsrad, das den Zahnkranz und das Antriebsritzel des Differentialgetriebes miteinander verbindet, die Traktionsantriebsbandbremse, welche die Traktionsüberbrückungskupplungstrommel umgibt, und das Abtriebsritzel an der Schneidspindelantriebswelle;

13 ist eine vergrößerte Seitenansicht des in 10 gezeigten Getriebes, wobei 13 darin gleichartig zu 12 ist, dass die Seitenabdeckungen des Getriebes entfernt worden sind, um das Innere des Getriebes zu illustrieren, um dadurch die gleichen Bauteile zu illustrieren, wie sie in 12 gezeigt sind;

14 ist eine Perspektivansicht einer zweiten Ausführungsform eines handgeführten Spindelmähers gemäß dieser Erfindung, wobei der Grasfangkorb in dieser Ansicht als von der Spindelschneideinheit abgenommen und vor der Spindelschneideinheit auf dem Boden stehend gezeigt ist, wobei diese Ausführungsform des handgeführten Spindelmähers einen einzigen, integrierten Bedienungsgriff zur Steuerung sowohl des Spindel- als auch des Traktionsantriebs und einen anderen Bedienungsgriff zur Betätigung der Parkbremse aufweist;

15 ist eine Perspektivansicht des in 14 gezeigten einzigen, integrierten Bedienungsgriffs zur Bedienung sowohl des Spindel- als auch des Traktionsantriebs;

16 ist eine perspektivische Explosionsdarstellung des in 14 gezeigten einzigen, integrierten Bedienungsgriffs zur Bedienung sowohl des Spindel- als auch des Traktionsantriebs;

17 ist eine Perspektivansicht eines Teils des in 14 gezeigten handgeführten Spindelmähers, welche insbesondere die Halterung an dem Spindelmähergestell zum Tragen des Grasfangkorbs illustriert;

18 ist eine Draufsicht des in 17 gezeigten Teils des handgeführten Spindelmähers;

19 ist eine Seitenansicht des in 17 gezeigten Teils des handgeführten Spindelmähers;

20 ist eine Seitenansicht der in dem handgeführten Spindelmäher dieser Erfindung verwendeten Spindelschneideinheit, welche insbesondere die zentrale Halterung für das Gegenmesser illustriert; und

21 ist eine Seitenansicht der in dem Spindelmäher dieser Erfindung verwendeten Spindelschneideinheit, wobei eine der Seitenplatten entfernt ist, um die Querschnittsform der rückwärtigen Platte des Spindelschneideinheitgestells zu zeigen.

Detaillierte Beschreibung

Diese Erfindung betrifft einen handgeführten Spindelmäher 2 mit einer Spindelschneideinheit zum Schneiden von Gras. Der Begriff „handgeführter Spindelmäher" wird in dieser Anmeldung zum Verweis auf einen handgeführten Spindelmäher 2 verwendet, wobei die Bedienperson bei Betrieb des handgeführten Spindelmähers 2 hinter dem handgeführten Spindelmäher 2 läuft. Die Bedienperson wird nicht von dem handgeführten Spindelmäher 2 gestützt oder getragen, wie dies bei einem Aufsitz-Spindelmäher der Fall wäre. Spezieller ist der handgeführte Spindelmäher 2 zum Mähen von Gras auf niedrigen Schnitthöhen verwendet, wo Präzisionsschneiden erforderlich ist, wie etwa auf den Rasenflächen einer Golfanlage. Die verschiedenen Aspekte der hierin offenbarten Erfindung sind jedoch nicht auf die Verwendung an einem handgeführten Spindelmäher nur zum Mähen von Golfrasenflächen begrenzt, sondern können auch an handgeführten Spindelmähern zum Mähen anderer Rasengebiete verwendet werden.

Der handgeführte Spindelmäher im Ganzen

1 verschafft eine Gesamtansicht einer Ausführungsform eines handgeführten Spindelmähers 2 nach dieser Erfindung. Der handgeführte Spindelmäher 2 umfasst ein Gestell 4, worauf eine Kraftquelle 6, wie etwa ein Verbrennungsmotor, getragen wird. Andere Kraftquellen 6 könnten anstelle des Verbrennungsmotors oder zusätzlich zu dem Verbrennungsmotor verwendet werden. Beispielsweise könnte der Verbrennungsmotor durch einen Elektromotor, der von einem auf dem Spindelmähergestell 4 des handgeführten Spindelmähers 2 getragenen aufladbaren Akkupack angetrieben wird, ersetzt werden. Alternativ könnte ein aus Verbrennungsmotor und Akkupack bestehendes Hybrid-Energiesystem zur Zufuhr von elektrischem Strom zu einem Elektromotor verwendet werden. Somit ist die Art der Kraftquelle 6 nicht wichtig für die hierin offenbarten verschiedenen Aspekte der Erfindung, solange solche Kraftquelle 6 eine rotierende Abtriebswelle hat, von der Energie abgezogen werden kann.

Der handgeführte Spindelmäher 2 umfasst eine U-förmige, sich nach oben erstreckende Handgriffbaugruppe 8, die an ihrem unteren Ende mit dem Spindelmähergestell 4 des handgeführten Spindelmähers 2 verbunden ist. Die Handgriffbaugruppe 8 beinhaltet einen oberen Querbalken 10, den die Bedienperson ergreifen kann, um den handgeführten Spindelmäher 2 während dessen Betriebs zu lenken. Verschiedene Bedienungsvorrichtungen sind an der Handgriffbaugruppe 8 angebracht, um es der Bedienperson zu gestatten, den Betrieb des Traktionsantriebs und Schneidspindelantriebs des handgeführten Spindelmähers 2 zu steuern. Die Ausführungsform von 1 offenbart einen ersten Satz solcher Bedienungsvorrichtungen, während die Ausführungsform von Anspruch 14 einen zweiten Satz solcher Bedienungsvorrichtungen offenbart.

Der handgeführte Spindelmäher 2 wird durch einen Traktionsantrieb über den Boden voranbewegt, welcher eine geteilte Zugtrommel 12 umfasst, die rotierbar am hinteren Ende des handgeführten Spindelmähers getrgen wird. Die Zugtrommel 12 ist, wie herkömmlich, in zwei Hälften aufgeteilt, eine linke Hälfte 12l und eine rechte Hälfte 12r. Die Zugtrommelhälften 12l und 12r werden unabhängig von einem Differentialgetriebe angetrieben, um beim Wenden des handgeführten Spindelmähers 2 eine Differenz in der Drehgeschwindigkeit zwischen den Trommelhälften 12l und 12r zu gestatten.

Die Drehwelle 14l und 14r für jede Zugtrommelhälfte 12l oder 12r ist nach außen hin verlängert, um ein Transportrad 16 an jeder Seite des handgeführten Spindelmähers 2 zu montieren. Die Transporträder 16 werden nur verwendet, wenn der handgeführte Spindelmäher 2 von einer Einsatzstelle zur nächsten gefahren wird. Wenn der handgeführte Spindelmäher 2 zum Schneiden von Gras verwendet wird, werden die Transporträder 16 entfernt. Der handgeführte Spindelmäher 2 wird dann lediglich von der Zugtrommel 12 getragen und angetrieben.

Wenn gewünscht, könnten die Zugtrommelhälften 12l und 12r durch getrennte linke und rechte Antriebsräder ersetzt werden, die in der Art von Transporträdern 16 am Boden angreifen. In diesem Fall würden solche Antriebsräder nicht entfernt und würden den handgeführten Spindelmäher 2 ständig zur Bewegung über den Boden unterstützen.

Eine Spindelschneideinheit 18 von generell herkömmlicher Gestaltung wird an der Vorderseite des Spindelmähergestells 4 getragen. Die Spindelschneideinheit 8 beinhaltet eine Spindelschneideinheitgestell 19, das beabstandete Seitenplatten 20 umfasst, die mit einer bogenförmigen hinteren Platte (in 2 nicht gezeigt) verbunden sind. Eine schraubenförmig mit Klingen versehene Spindel 22 ist rotierbar zwischen den Seitenplatten 20 gelagert und ist vor der hinteren Platte positioniert. Wenn die Schneidspindel 22 rotiert, fegen die Spindelklingen stehendes Gras gegen ein geschärftes Gegenmesser 24, um dadurch das Gras abzutrennen. Das Gegenmesser 24 erstreckt sich zwischen den Seitenplatten 20 entlang der Länge der Schneidspindel 22. Das Gegenmesser 24 ist in den 4, 5 und 19 gezeigt.

Die Spindelschneideinheit 18 ist selbsttragend zum Rollen über den Boden oder Rasen durch vordere und hintere Walzen 26 und 28, die sich zwischen Seitenplatten 18 erstrecken. Die Schnitthöhe kann auf jede herkömmliche Weise eingestellt werden. Beispielsweise können vordere Walzen 26 durch einen mit Gewinde versehenen Höhenverstellmechanismus 30, der an jeder Seitenplatte 18 getragen wird, in Bezug zu den Seitenplatten 18 auf- und abbewegt werden. Zusätzlich kann das Gegenmesser 24 in Bezug zu der Schneidspindel 22 durch oben auf der Spindelschneideinheit 18 getragene Gegenmesserstellvorrichtungen 32 eingestellt werden. Solche Gegenmesserstellvorrichtungen 32 sind dazu gestaltet, während der gesamten Lebensdauer der Schneidspindel 22 eine konstante Federkraft auf dem Gegenmesser 24 aufrechtzuerhalten.

Das Spindelschneideinheit-Aufhängungssystem

Ein Aspekt dieser Erfindung bezieht sich darauf, wie die Spindelschneideinheit 18 auf dem Spindelmähergestell 4 getragen wird. Es wird zugelassen, dass die Spindelschneideinheit 18 schwebt oder sich in Bezug auf das Spindelmähergestell 4 um zwei Achsen bewegt. Erstens kann die Spindelschneideinheit 18 um eine Längsachse rollen, d.h. eine horizontale Vor- und Rückachse x. Siehe 8. Zweitens kann die Spindelschneideinheit 18 sich um eine Querachse neigen, d.h. eine von Seite zu Seite verlaufende horizontale Achse y, die koaxial zu der Achse der Schneidspindel 22 ist. Siehe 7. Die Bewegung der Spindelschneideinheit 18 um die Achsen x und y gestattet es der Spindelschneideinheit 18, sich besser an die Konturen des Bodens, worauf gemäht wird, anzupassen, um ein Ausreißen zu vermeiden. Dies ist besonders wichtig beim Mähen von Golfrasenflächen, insbesondere der auf neueren Golfanlagen vorgefundenen, wobei die Rasenflächen oft ausgesprochene Wellen aufweisen.

Die Spindelschneideinheit 18 wird auf die oben beschriebene Weise von einem generell U-förmigen Schneideinheitträgergestell 34 getragen. Das Schneideinheitträgergestell 34 beinhaltet ein quergerichtetes Querelement 36 mit sich nach unten erstreckenden, vertikalen Stützarmen 38 an jedem Ende davon. Jeder vertikale Stützarm 38 verläuft nach unten durch einen Schlitz in einer oberen Wand der Spindelschneideinheit 18, um benachbart zu einer Seitenplatte 20 zu liegen. Das untere Ende jedes vertikalen Arms 38 beinhaltet eine einwärtsragende kreisförmige Nabe 40, welche rotierbar an der Welle der Schneidspindel 22 angreift oder diese lagert. Somit kann die Spindelschneideinheit 18 während des Betriebs des handgeführten Spindelmähers 2 in der Richtung der Pfeile A in 7 vor- und zurückschwingen oder -schaukeln, indem sie auf den einwärtsragenden Naben 40 der vertikalen Stützarme 38 schwingt oder schaukelt.

Das Schneideinheitträgergestell 34 ist weiter durch mindestens ein Paar geneigter starrer Glieder 42 an dem Spindelmähergestell 4 aufgehängt. Bezugnehmend auf 3 ist das obere Ende jedes Glieds 42 schwenkbar an dem Spindelmähergestell 4 gesichert, während das untere Ende jedes Gliedes 42 schwenkbar an dem Querelement 36 des Schneideinheitträgergestells 34 gesichert ist. Jedes Glied 42 befindet sich versetzt von der längsgerichteten Mittellinie der Spindelschneideinheit 18, sodass Glieder 42 sich an entgegengesetzten Seiten der Mittellinie befinden, d.h. ein Glied 42 ist von der Mittellinie nach links versetzt, während das andere Glied 42 von der Mittellinie nach rechts versetzt ist. Die Glieder 42 sind weiter relativ zueinander und relativ zu einer vertikalen Linie, die durch das obere Ende jedes Gliedes 42 verläuft, einwärts geneigt. Mit anderen Worten, das untere Ende jedes Gliedes 42 befindet sich dichter an der längsgerichteten Mittellinie der Spindelschneideinheit 18 als das obere Ende jedes Gliedes 42.

Dementsprechend sind durch die Glieder 42 gezogene Linien zueinander geneigt und schneiden einander schließlich in einem in 3 gezeigten Fokuspunkt F. Der Fokuspunkt F liegt entlang der Längsachse x, um welche die Schneideinheit rollt. Zusätzlich ist der Fokuspunkt F, an dem die Linien der Aktion von Gliedern 42 einander schneiden, so gewählt, dass er sich im Zentrum des Gegenmessers 24 befindet, zumindest wenn die Spindelschneideinheit 18 auf flachem und horizontalem Boden aufsteht. Dies wird durch Steuerung der Plazierung und des Neigungswinkels der Glieder 42 erzielt.

Glieder 42 sind in einem ersten Paar Glieder 42 vorgesehen, die an der Vorderseite des Querelements 36 befestigt sind, und in einem duplizierten zweiten Paar Glieder 42', die an der Hinterseite des Querelements 36 befestigt sind. Siehe 6. Die Glieder 42 in dem ersten Paar Glieder sind in einer ersten Querebene enthalten, während die Glieder 42' in dem zweiten Paar Glieder in einer zweiten Querebene enthalten sind, die um die Dicke des Querelements 36 von der ersten Ebene versetzt ist. Die Verwendung zweier Paare duplizierter Glieder 42, 42', wie hierin offenbart, bewirkt die Aufhängung der Spindelschneideinheit 18 auf effiziente und haltbare Weise, ohne unzulässige Belastung auf irgendein einzelnes Paar Glieder aufzuerlegen.

Während ein Aufhängungssystem für die Spindelschneideinheit 18 gezeigt wurde, das ein dupliziertes Paar geneigter, starrer Glieder 42 umfasst, wäre es möglich, nur ein einziges Paar Glieder 42 zu verwenden. Zusätzlich könnten auch vier schwenkbare Glieder in einer Anordnung verwendet werden, worin jedes Glied sich benachbart zu einer Ecke der Spindelschneideinheit 18 befinden und sich von dort aufwärts zu einem darüberliegenden Teil des Spindelmähergestells 4 erstrecken würde. Jedes Glied wäre wiederum einwärts geneigt, um zu einem gemeinsamen Fokuspunkt F zu weisen, der sich im Zentrum des Gegenmessers 24 befindet.

Unter Bezugnahme auf die 7-9 sind die verschiedenen zulässigen Bewegungen der Spindelschneideinheit 18 während des Betriebs des handgeführten Spindelmähers 2 veranschaulicht. 7 zeigt die Neigungsbewegung der Spindelschneideinheit 18 um die Querachse y, wobei die in Phantomlinie dargestellten Positionen die Neigungsbewegung veranschaulichen. Die 8 und 9 illustrieren die Rollbewegung der Spindelschneideinheit 18 um die Längsachse x. Die Rollbewegung wird durch die Pfeile B in den 8 und 9 abgebildet. 8 illustriert die Spindelschneideinheit 18 zu einer Seite gerollt, während 9 die Spindelschneideinheit zur entgegengesetzten Seite gerollt illustriert. Man achte auf das Schwenken des Paars von Quergliedern 42, das diese Rollbewegung zulässt.

Die Anmelder haben herausgefunden, dass die Verwendung mindestens eines Paars einwärts geneigter starrer Glieder 42 zum Stützen der Spindelschneideinheit 18 zur rollenden Bewegung besonders vorteilhaft ist. Da das Glied 42 zu einem Fokuspunkt F, der sich im Zentrum des Gegenmessers 24 befindet, weist, wenn die Spindelmähereinheit 18 horizontal ist, ist es, als ob die gesamte Spindelschneideinheit 18 um die Längsachse x, die den Fokuspunkt F enthält, rollt. Folglich wird ein Ausreißen oder Ausscharren des Rasens beim Rollen der Spindelschneideinheit 18 minimiert.

Es wird bevorzugt, dass der Fokuspunkt F für die starren Aufhängungsglieder 42 sich am Zentrum des Gegenmessers 24 befindet. Es könnten jedoch auch andere Fokuspunkt F verwendet werden, wie etwa ein an der Oberfläche des oder geringfügig unterhalb der Oberfläche des Bodens befindlicher Fokuspunkt F. Es ist wünschenswert, dass der Fokuspunkt in Bezug auf die Spindelschneideinheit 18 und zum Boden niedrig liegt, um Rasenausreißen oder -ausscharren zu minimieren. Das Verwenden eines Fokuspunkts F im Zentrum des Gegenmessers 24 erzielt sowohl ein Niedrighalten des Fokuspunkts F als auch das in Längsrichtung zentriert Halten des Fokuspunkts F in Bezug zur Spindelschneideinheit 18. Es könnten jedoch andere Fokuspunkte F verwendet werden, obwohl solche Fokuspunkte wünschenswerterweise in Bezug zur Spindelschneideinheit 18 relativ niedrig gehalten werden.

Ein Vorteil des vorangehend beschriebenen Aufhängungssystems ist, dass die gesamte „schwebende Bewegung" der Spindelschneideinheit 18 durch ein starres Aufhängungssystem erzielt wird, d.h. sowohl die starren Glieder 24 als auch das starre Schneideinheitträgergestell 34. Somit wird, wenn die Bedienperson die Spindelschneideinheit 18 vom Grund abheben möchte, indem sie die Handgriffbaugruppe 8 nach unten drückt, um das Vorderende des handgeführten Spindelmähers 2 anzuheben, die Spindelschneideinheit 18 sich direkt heben, ohne dass irgendeine Spannungslosigkeit in flexiblen Ketten oder dergleichen aufgenommen werden muss, wie das bei herkömmlicheren Mähern der Fall ist, welche die Spindelschneideinheit oft mit Ketten tragen. Somit wird die bei handgeführten Spindelmähern des Standes der Technik bei diesem Vorgang erfahrene Ungleichmäßigkeit und Ruckartigkeit, d.h. relativ leichtes Anheben, bis die Ketten sich spannen, und dann die Notwendigkeit einer stark erhöhten Kraft, um die Spindelmähereinheit 18 anzuheben, vermieden. Somit weist der handgeführte Spindelmäher 2 dieser Erfindung das massive Gefühl und Handling eines handgeführten Spindelmähers auf, worin die gesamte Spindelschneideinheit 18 starr an dem handgeführten Spindelmäher 2 getragen wird, jedoch viel von der durch ein Ketten-Aufhängungssystem für die Spindelschneideinheit 18 zugelassenen schwebenden Bewegung bereitstellt.

Das integrierte Getriebe, das Traktionsantrieb, Spindelantrieb und Parkbremse bereitstellt

Ein anderer Aspekt dieser Erfindung betrifft ein stark vereinfachtes Getriebe 44 zur Bereitstellung eines Traktionsantriebs 46 zum Antreiben der Zugtrommel 12 sowie eines Spindelantriebs 48 zum Antreiben der Schneidspindel 22. Die zur Betätigung des Traktionsantriebs 46 und des Spindelantriebs 48 verwendeten Kupplungen sind alle in dem Getriebe 44 enthalten. Auch ein Differentialgetriebe 54 und ein Großteil des für den Traktionsantrieb 46 erforderlichen Geschwindigkeitsuntersetzungsräderwerks sind in dem Getriebe 44 enthalten. Schließlich beinhaltet das Getriebe 44 eine Parkbremse 56. Die zur Betätigung von Traktionsantrieb 46 und Parkbremse 56 erforderlichen Kupplungen sind einfache, anspannbare Bandbremsen.

Beide in den 1 und 14 gezeigten Ausführungsformen verwenden dieses Getriebe 44, wobei das Getriebe 44 in beiden Ausführungsformen generell identisch ist. Das in 1 gezeigte Getriebe 44 beinhaltet eine Entlüftungsöffnung 4, die in dem in 14 gezeigten Getriebe 44 nicht vorhanden ist. Außer diesem Unterschied sind die in den 1 und 14 gezeigten Getriebe 44 identisch.

10 ist eine Perspektivansicht des verbesserten Getriebes 44 dieser Erfindung, wobei das Getriebe 44 von dem handgeführten Spindelmäher 2 entfernt worden ist. 11 ist eine perspektivische Explosionsansicht des verbesserten Getriebes 44 dieser Erfindung. Das Getriebe 44 wird vor allem, jedoch nicht ausschließlich, unter Verweis auf diese Figuren beschrieben, und hauptsächlich unter Verweis auf 11.

Bezugnehmend auf 11 beinhaltet das Getriebe 44 eine sich durch das Getriebe 44 erstreckende Traktionsantriebswelle 58. Ein Sonnenrad 60 wird auf der Traktionsantriebswelle 58 getragen. Zusätlich ist ein Planetenradträger 62 mit einer Vielzahl von Planetenrädern 64 (wovon nur eines in 11 gezeigt ist) durch Nadellager 66 rotierbar an der Traktionsantriebswelle 58 gelagert. Es gibt drei Planetenräder 64, und jedes Planetenrad wird durch einen Zapfen oder Stift 68 rotierbar auf dem Planetenradträger 62 getragen.

Die Traktionsantriebswelle 58 wird von der Abtriebswelle der Kraftquelle 6 durch ein Kraftquellenzahnrad (nicht gezeigt) angetrieben, das sich durch eine Gehäuseöffnung 70 in das Getriebe 44 erstreckt. Dieses Kraftquellenzahnrad ist zwischen ein erstes Antriebsritzel 102, das mit der Traktionsantriebswelle 58 verkeilt ist, und ein zweites Antriebsritzel 100, das von einer Spindelantriebswelle 98 getragen wird, plaziert und kämmt mit diesen. Somit rotiert, immer, wenn die Kraftquelle 6 arbeitet, die Traktionsantriebswelle 58, rotiert das Sonnenrad 60 und kreisen die Planetenräder 64 um das Sonnenrad 60, sodass der Planetenradträger 62 ebenfalls kontinuierlich rotiert.

Ein Ende des Planetenradträgers 62 beinhaltet ein Zahnrad 72, das mit einem in der Bohrung einer Traktionsantriebskupplungstrommel 74 gebildeten Innenrad kämmt. Somit rotiert, immer, wenn die Kraftquelle 6 arbeitet, die Traktionsantriebskupplungstrommel 74 normalerweise mit der Traktionsantriebswelle 58, dem Sonnenrad 60, den Planetenrädern 64 und dem Planetenradträger 62. Wenn jedoch die Traktionsantriebskupplungstrommel 74 rotiert, wird der Traktionsantriebstrommel 12 keine Kraft zugeführt.

Ein Innenringrad 76 ist konzentrisch um den Planetenradträger 62 aufgenommen und ist zu unabhängiger Rotation um den Planetenradträger 62 fähig, da das Ringrad 76 auf einer Laufbuchse 78 getragen wird, die zwischen den Planetenradträger 62 und das Ringrad 76 gesetzt ist. Wiederum werden, wenn kein Traktionsantrieb an der Zugtrommel 12 vorliegt, jedoch die Kraftquelle 6 arbeitet, die Planetenräder 64 um die Innenseite des Ringrades 76 schleichen, wenn die Planetenräder 64 rotiert werden, das Ringrad 76 selbst wird jedoch stationär bleiben.

Das Ringrad 76 umfasst eine Parkbremsenkupplungstrommel 80 und ein daran befestigtes oder integral damit hergestelltes Traktionsantriebsgetriebe 82. Das Traktionsantriebsgetriebe 82 ist mit dem Antriebsritzel 84 eines generell herkömmlichen Differentialgetriebes 54 verbunden. Das Differentialgetriebe 54 umfasst die erste und zweite Abtriebswelle 86l und 86r, die zum unabhängigen Antreiben der Zugtrommelhälften 12l und 12r eingerichtet sind. Das Differentialgetriebe 54 kann ein Peerless-Differentialgetriebe, Modell Nr. 100-207 sein.

Zur Übertragung des Antriebs auf die Zugtrommel 12 befindet sich eine Zugbandbremse 88 um die Traktionsantriebskupplungstrommel 74. Normalerweise befindet sich die Zugbandbremse 88 in einem lockeren Zustand. Wenn jedoch verschiedene Bedienungsvorrichtungen an der Handgriffbaugruppe 8 betätigt werden, wie hiernach beschrieben wird, kann die Zugbandbremse 88 durch Drehen eines Hebelarms 90, mit dem die Enden der Zugbandbremse 88, wie bei 92 veranschaulicht, verbunden sind, um die Traktionsantriebskupplungstrommel 74 herum angespannt werden. Dieser Drehvorgang des Hebelarms 90 bewegt ein Ende der Zugbandbremse 88 in Bezug zu dem anderen Ende der Zugbandbremse 88, um die Zugbandbremse 88 um die Traktionsantriebskupplungstrommel 74 herum anzuspannen.

Wenn die Zugbandbremse 88 so angespannt ist, wird die Rotation der Traktionsantriebskupplungstrommel 74 und des Planetenradträgers 62 gestoppt. Die Traktionsantriebswelle 58, das Sonnenrad 60 und die Planetenräder 64 rotieren jedoch alle noch immer. Die Rotation der Planetenräder 64 wird jetzt auf das Ringrad 76 übertragen, um das Ringrad 76 und damit das Traktionsantriebsgetriebe 82, das an dem Ringrad 76 befestigt ist, zu rotieren. Dies wiederum überträgt den Antrieb durch das Differentialgetriebe 54 zu den Abtriebswellen 86l und 86r des Differentialgetriebes 54.

Das äußere Ende jeder Differentialabtriebswelle 86l und 86r befindet sich außerhalb des Getriebes 44, wo es durch einen eingeschlossenen Riemen- oder Kettentrieb 90l und 90r mit einer der Wellen 14l und 14r für eine der Zugtrommelhälften 12l und 12r verbunden ist. Somit wird, immer, wenn die Zugbandbremse 88 von der Bedienperson selektiv angespannt wird, während die Kraftquelle 6 des handgeführten Spindelmähers 2 in Betrieb ist, Antrieb von der Kraftquelle 6 durch die von dem Planetenräderwerk und Ringrad bereitgestellte Antriebsuntersetzung, durch das Differentialgetriebe 54 und durch die individuellen Riemen- oder Kettentriebe 90l und 90r auf die Wellen 14l und 14r der Zugtrommelhälften 12l und 12r übertragen.

Viel von der für die Zugtrommelhälften 12l und 12r benötigten Antriebsuntersetzung wird durch die innerhalb des Getriebes 44 selbst vorgesehene Untersetzung vollzogen. Einige Untersetzung findet jedoch auch innerhalb der Riemen- oder Kettentriebe 90l und 90r statt, welche die Differentialabtriebswellen mit den wellen für die Zugtrommelhälften 12l und 12r verbinden. Diese Untersetzung innerhalb der Riemen- oder Kettentriebe 90l und 90r wird durch Dimensionieren der Antriebs- und Abtriebsriemenscheiben oder Zähne unterschiedlich voneinander vorgesehen, um die Geschwindigkeit der verschiedenen Abtriebswellen weiter zu verringern. Jedoch könnte, falls gewünscht, ein Planetenradantrieb in dem Getriebe 44 vorgesehen werden, der mehrere Planetenstadien aufweist, sodass der Planetenradantrieb im wesentlichen die gesamte Antriebsuntersetzung bereitstellt.

Eine Parkbremse 56 für den handgeführten Spindelmäher 2 wird auf bequeme und einfache Weise durch die Parkbremsenkupplungstrommel 80 gebildet, die zusammen mit einer zweiten Parkbandbremse 94, die sich in dem Getriebe 44 befindet, an dem Ringrad 76 befestigt oder damit geformt ist. Die Parkbandbremse 94 kann auf etwa dieselbe Weise angezogen werden wie die Zugbandbremse 88, d.h. durch Schwenken eines Hebelarms 96, um ein Ende der Bandbremse relativ zu dem anderen Ende der Bandbremse in eine Richtung zu ziehen, welche die Bandbremse um die Kupplungstrommel herum anspannt. Dies wird durch jede geeignete, an dem handgeführten Spindelmäher 2 vorgesehene Bedienungsvorrichtung und jedes geeignete Gestänge zur Bereitstellung der Rotation des Hebelarms 96 vollzogen.

Wenn die Parkbremsenbedienungsvorrichtung betätigt ist und die Parkbandbremse 94 angezogen ist, greift die Parkbandbremse 94 die an dem Ringrad 76 gesicherte Parkbremsenkupplungstrommel 80 mit ausreichender Kraft, um das Ringrad 76 gegen Rotation festzuhalten, die von dem handgeführten Spindelmäher 2 verursacht wird, der eine typische Schräge hinabrollt, wie sie sich auf einer Golfanlage oder dergleichen findet. Diese Greifkraft wird gewählt, um den handgeführten Spindelmäher 2 an seinem Platz zu halten, vorausgesetzt, dass der Traktionsantrieb 46 nicht in Betrieb ist. Wenn der Traktionsantrieb 46 in Betrieb ist, wird die Parkbandbremse 94 nicht genügend Kraft bereitstellen, um das Ringrad 76 zu halten, da die von der Parkbandbremse 94 bereitgestellte Kraft von der Kraft des Traktionsantriebs 46 an dem Ringrad 76 überwältigt wird. Die Verwendung der Parkbremse 56 ist jedoch nur beabsichtigt, wenn der Traktionsantrieb 46 ausgekoppelt ist und keine Zugkraft auf das Ringrad 76 übertragen wird. In diesem Fall ist die von der Parkbandbremse 94 bereitgestellte Greifkraft ausreichend, um das Ringrad 76 gegen jede Rotation zu halten, die dadurch, dass der handgeführte Spindelmäher 2 eine Schräge hinabrollt, ausgelöst werden könnte, wodurch der handgeführte Spindelmäher 2 gegen unbeabsichtigtes Bewegen stationär gehalten wird.

Dasselbe Getriebe 44, das einen Traktionsantrieb 46 für die Zugtrommel 12 und eine Parkbremse 56 für den handgeführten Spindelmäher 2 bereitstellt, stellt auch einen Spindelantrieb 48 für die Schneidspindel 22 bereit. Dieser Spindelantrieb 48 wird nun beschrieben, wiederum unter Bezugnahme auf die perspektivische Explosionsansicht von 11.

Eine Spindelantriebswelle 98 ist rotierbar im Getriebe 44 gelagert und ist parallel zu der Traktionsantriebswelle 58. Die Spindelantriebswelle 98 beinhaltet ein Antriebsritzel 100, das immer, wenn die Kraftquelle 6 in Betrieb ist, kontinuierlich rotiert wird. Dieses Antriebsritzel 100 wird durch dasselbe Kraftquellenzahnrad (nicht dargestellt) kontinuierlich rotiert, das von dem Motor angetrieben wird, wobei dieses Kraftwellenzahnrd mit beiden Antriebsritzeln 100 und 102 kämmt und diese antreibt. Somit verursacht, wenn die Kraftquelle 6 in Betrieb ist und das in dem Getriebe 44 enthaltene Kraftquellenzahnrad (nicht dargestellt) rotiert, der Eingriff zwischen diesem Kraftquellenzahnrad und dem Antriebsritzel 100 an der Spindelantriebswelle 98 ein kontinuierliches Rotieren des Antriebsritzels 100 an der Spindelantriebswelle 98.

Das Antriebsritzel 100 an der Spindelantriebswelle 98 rotiert die Spindelantriebswelle 98 nicht kontinuierlich, da es durch ein Lager 104 an der Spindelantriebswelle 98 getragen wird. Somit kann das Antriebsritzel 100 an der Spindelantriebswelle 98 rotieren, während die Spindelantriebswelle 98 stationär ist. Die Bedienperson kann selektiv die Spindelantriebswelle 98 in Betrieb setzen, indem sie eine Bedienungsvorrichtung an dem handgeführten Spindelmäher 2 bedient, welche Bedienungsvorrichtung hierin nachstehend detaillierter beschrieben wird, um eine Konuskupplung 106 in Eingriff mit dem Antriebsritzel 100 an der Spindelantriebswelle 98 zu schieben. Die Konuskupplung 106 ist verschiebbar, jedoch nicht-rotierbar, an der Spindelantriebswelle 98 befestigt. Somit wird, wenn die Konuskupplung 106 entlang der Spindelantriebswelle 98 und in Eingriff mit dem Antriebsritzel 100 geschoben wird, die Konuskupplung 106 den Antrieb von dem Antriebsritzel 100 zu der Spindelantriebswelle 98 übertragen, um zu beginnen, die Spindelantriebswelle 98 zu rotieren. Die Spindelantriebswelle 98 beinhaltet ein Abtriebsritzel 108 ihrem anderen Ende, wovon der Antrieb für die Schneidspindel 22 abgenommen werden kann. Dieses Abtriebsritzel 108 ist in 11 nicht gezeigt, ist jedoch in den 12 und 13 gezeigt.

Das hierin offenbarte integrierte Getriebe 44 hat viele Vorteile. Es ordnet praktischerweise sowohl den Traktions- als auch den Spindelantrieb 46 und 48 innerhalb eines einzigen Getriebes an. Dies vermeidet das unaufgeräumte Aussehen handgeführter Spindelmäher des Standes der Technik, wovon viele getrennte Getriebe für diese Antriebe verwenden. Es ordnet auch die Kupplungen 88 und 106 zur Steuerung oder Betätigung des Traktions- und des Spindelantriebs 46 und 48 innerhalb eines einzigen Getriebes an. Da das Getriebe 44 mit Öl geschmiert werden kann, werden sowohl der Traktions- als auch der Spindelantrieb 46 und 48 zusammen geschmiert gehalten, ohne dass getrennte Getriebe geschmiert gehalten werden müssen.

Zusätzlich bringt, unter Betrachtung allein des Traktionsantriebs 46, das einzelne Getriebe 44 sowohl einen Planetenraduntersetzungsantrieb als auch das Differentialgetriebe 54 unter. Dies vermeidet die Notwendigkeit der Plazierung des Differentialgetriebes 54 in der Zugtrommel 12 selbst, wie bei älteren Gestaltungen handgeführter Spindelmäher. Zusätzlich ist die Kupplung 88 zur Betätigung des Traktionsantriebs 46 eine einfache Bandbremse, die um die Traktionsantriebskupplungstrommel 74 gespannt ist, um zu veranlassen, dass der Antrieb der Planetenräder 64 bis durch das Ringrad 76 statt bis zu dem Planetenradträger 62 übertragen wird. Somit ist der Traktionsantrieb 46 kompakt, einfach und haltbar. Folglich wird der Traktionsantrieb auf hocheffiziente und leicht zu bedienende Weise zur Zugtrommel 12 übertragen.

Außerdem wird, wie vorangehend beschrieben, eine Parkbremse 56 leicht in die Einheit integriert, indem eine andere Kupplungstrommel 70 mit Ringrad 76 gebildet und eine zweite Bandbremse 94 verwendet wird, um diese Kupplungstrommel zu greifen. Wiederum ist dies eine kompakte, einfache und haltbare Struktur.

Die flexible, selbstschmierende Antriebswelle, welche die Schneidspindel 22 antreibt

Das an der Spindelantriebswelle 9 befindliche Abtriebsritzel 108 ist durch einen ersten Riemen- oder Kettentrieb 110, der sich von dem Getriebe 44 zu einem Punkt über der Spindelschneideinheit 18 erstreckt, mit der Schneidspindel 22 gekoppelt. Dieser erste Riemen- oder Kettentrieb 110 ist bevorzugt so angeordnet, dass er einen 1:1-Antrieb vorsieht, jedoch könnte auch ein anderer als ein 1:1-Antrieb verwendet werden. Dieser erste Riemen- oder Kettentrieb 110 befindet sich aufgrund des Standorts des Getriebes 44 generell über der Spindelschneideinheit 18. Somit ist es erforderlich, den Antrieb vom unteren Ende des ersten Riemen- oder Kettentriebs 110 hinüber zu einer Seite der Spindelschneideinheit 18 und dann hinunter zur Welle der Schneidspindel 22 zu übertragen. Der Antrieb muss übertragen und in richtigem Betrieb gehalten werden, obwohl die Spindelschneideinheit 18 in Bezug auf das Spindelmähergestell 4 durch Bewegung in Bezug auf zwei Achsen, d.h. die oben beschriebene x- und y-Achse, schweben bzw. sich bewegen kann.

Unter Bezugnahme auf 6 wird der Antrieb von dem ersten Riemen- oder Kettentrieb 110, der sich von dem Getriebe 44 abwärts erstreckt, durch eine quer verlaufende Antriebswelle 112 übertragen, die über der Spindelschneideinheit 18 angeordnet ist. Die Antriebswelle 112 umfasst flexible Verbindungssstücke 114 an beiden Enden, in der Art von Universalkopplungen, die aus einem massiven Stück Edelstahlmaterial mit einem darin gebildeten spiralförmigen Schlitz oder Nut geformt sind. Gleichartige Verbindungsstücke sind kommerziell beziehbar von Helical Products aus Santa Maria, Kalifornien, USA. Die Verbindungsstücke werden von Helical Products als flexible Spiral-Balkenkoppler bezeichnet.

Ein Wellenstumpf 116 ist an jedem Verbindungsstück gesichert und erstreckt sich einwärts, sodass die Wellenstümpfe 116 an den einander gegenüberliegenden Verbindungsstücken 114 zueinander weisen, nicht weg voneinander. Jeder Wellenstumpf 116 hat eine nicht-kreisförmige Querschnittskonfiguration. Mit anderen Worten, jeder Wellenstumpf 116 hat einen Außenumfang in Form einer Quadrat- oder Sechseckform oder dergleichen. Jeder Wellenstumpf 116 wird in der Innenbohrung 118 eines Zwischenkoppelstücks 120 aufgenommen. Die Bohrung 118 des Zwischenkoppelstücks 120 ist so geformt, dass sie mit der Querschnittskonfiguration der Wellenstümpfe 116 ineinanderpasst. Somit wird die Bohrung 118, wenn die Wellenstümpfe 116 eine Sechskant-Kopfkonfiguration haben, ebenfalls eine Sechskant-Kopfkonfiguration haben.

Wie deutlich sein sollte, wird jeder Wellenstumpf 116 verschiebbar in dem Zwischenkoppelstück 120 aufgenommen, sodass die Wellenstümpfe 116 sich in Bezug zu dem Zwischenkoppelstück 120 ein- und ausbewegen können, wenn die Spindelschneideinheit 18 um die x-Achse rollt. Die Wellenstümpfe 116 und das Zwischenkoppelstück 120 sind so gestaltet, dass die Wellenstümpfe 116 nie aus dem Zwischenkoppelstück 120 herauskommen, wenn die Spindelschneideinheit 18 während des Betriebs des handgeführten Spindelmähers 2 rollt, da dies den von der Antriebswelle 112 bereitgestellten Antrieb stören würde. Die Wellenstümpfe 116 sind lediglich in der Lage, innerhalb des Zwischenkoppelstücks 120 vor- und zurück zu gleiten, um die höchstzulässige Menge an Rollbewegung aufzunehmen, ohne das Zwischenkoppelstück 120 jemals außer Eingriff zu bringen. Beim Rotieren des Zwischenkoppelstücks 120 und des Wellenstumpfs 116 am dichtesten bei dem ersten Riemen- oder Kettentrieb 110 von Getriebe 44 wird diese Rotation durch das Zwischenkoppelstück 120 auf den Wellenstumpf 116 benachbart zur linken Seite der Spindelschneideinheit 18 übertragen. Ab diesem Punkt kann der Antrieb durch einen zweiten 1:1-Riemen- oder Kettentrieb 122 zur Welle der Schneidspindel 22 übertragen werden. Siehe 5.

Wünschenswerterweise sind sowohl die Verbindungsstücke 114 als auch das Zwischenkoppelstück 120 aus Materialien hergestellt, die keine äußere Schmierung erfordern. Beispielsweise ist das Koppelstück 120 aus einem Nylonmaterial hergestellt, das mit einem nicht auf Öl basierten Schmiermittel, wie etwa Molybdändisulfid, imprägniert ist. Dieses Material sieht seine eigene Schmierung vor, ohne dass es erforderlich ist, das Material in Öl zu tauchen oder baden. Die Verwendung solcher selbstschmierender Materialien in der Antriebswelle 112 ist ein Vorteil bei einem handgeführten Spindelmäher, da es keine Möglichkeit eines Öllecks gibt, das das Gras beschädigen könnte. Somit ist die hierin offenbarte Antriebswelle 112 eine effiziente und umweltfreundliche Struktur zum Antreiben der Schneidspindel 22 von dem Getriebe 44, obwohl die Spindelschneideinheit 18 sich in Bezug auf das Getriebe 44 neigen und rollen kann.

Die Antriebswelle 112 könnte auch an Spindelmähern verwendet werden, die auf Aufsitzmähern getragen oder als Teil von diesen gebildet sind.

Die Bedienungsvorrichtungen

Ein anderer Aspekt dieser Erfindung betrifft die Bedienungsvorrichtungen für den handgeführten Spindelmäher 2. Bezugnehmend auf 14 wird ein erster schwenkbarer Bedienungsgriff 124 an der Handgriffbaugruppe 8 des handgeführten Spindelmähers 2 an einem der Handgriffrohre getragen. Dieser erste Bedienungsgriff 124 betätigt die Parkbremse 56. Wenn der erste Bedienungsgriff 124 von einer Position in eine andere geschwenkt wird, wird ein Steuergestänge gezogen, das die Rotation des Hebelarms 96 für die Parkbandbremse 94 verursacht. Das veranlasst die Parkbandbremse 94, sich an der Parkbremskupplungstrommel 80 anzuspannen, um das Ringrad 76 daran zu hindern, sich während nicht angetriebener, unabsichtlicher Bewegung des handgeführten Spindelmähers 2 zu drehen, wie etwa, wenn der handgeführte Spindelmäher 2 eine Schräge hinunterrollen würde. Die Bewegung des ersten Bedienungsgriffs 124 zurück in seine Normalposition wird die Parkbandbremse 94 lösen und die Parkbandbremse 56 freigeben.

Normalerweise, wenn der erste Bedienungsgriff 124 abwärts und vorwärts in Bezug zur Handgriffbaugruppe 8 geschwenkt wird, wird die Parkbremse 56 nicht betätigt. Wenn der erste Bedienungsgriff 124 rückwärts und aufwärts relativ zu der Handgriffbaugruppe 8 geschwenkt wird, wird die Parkbremse 56 betätigt. Die Position des ersten Bedienungsgriffs 124 in 14 veranschaulicht die Position, in der die Parkbremse 56 betätigt ist.

Ein einziger, zweiter Bedienungsgriff 126 ist zum Bedienen sowohl des Traktionsantriebs 46 als auch der Schneidspindel 22 vorgesehen. Dies ist besonders vorteilhaft und stellt eine Verbesserung gegenüber handgeführten Spindelmähern des Standes der Technik dar. Der zweite Bedienungsgriff 126 ist detailliert in den 15 und 16 gezeigt.

Ein Bedienungsgehäuse 128 ist an demjenigen Handgriffrohr befestigt, woran der erste Bedienungsgriff 124 nicht montiert ist. Eine halbkreisförmige Hülse 130 ist angebracht, um um das Handgriffrohr herum aufgenommen zu werden, um das Bedienungsgehäuse 128 an dem Handgriffrohr zu befestigen. Ein im Wesentlichen horizontaler, feststehender Zapfen 132 erstreckt sich durch eine Wand des Bedienungsgehäuses 128 und wird in einer gefluchteten Bohrung 134 in einer Zwischenwand in dem Bedienungsgehäuse 128 aufgenommen. Dieser Zapfen 132 dient als feste Schwenkachse für den zweiten Bedienungsgriff 126.

Der zweite Bedienungsgriff 126 ist schwenkbar an dem feststehenden Zapfen 132 montiert, um um den feststehenden Zapfen 132 zu rotieren. Das untere Ende des zweiten Bedienungsgriffs 126 weist ein Joch 134 auf. Wie in 16 gezeigt, weist das Joch 134 beabstandete Arme 136 auf, die Öffnungen 138 zur Achslagerung des zweiten Bedienungshandgriffs 126 an dem feststehenden Zapfen 132 aufweisen. Das Joch 134 beinhaltet einen sich radial erstreckenden Arm 140, der an einem Ende einer Feder 142 befestigt ist. Das andere Ende der Feder 142 ist an einem Kabel oder Gestänge 144 befestigt, das den Hebelarm 90 an der Zugbandbremse 88 betätigt, um den Traktionsantrieb 46 zu betätigen.

Das Abwärtsschwenken des zweiten Bedienungsgriffs 126 um die von dem feststehenden Zapfen 132 gebildete Schwenkachse, d.h. in der Richtung von Pfeil C in 14, zieht durch die Feder 142 aufwärts an dem Kabel 144, das den Hebelarm 90 an der Zugbandbremse 88 betätigt. Das veranlasst das Anspannen der Zugbandbremse 88. Das Anspannen der Zugbandbremse 88 stoppt oder verriegelt den Planetenradträger 62. Dies wiederum gestattet den Planetenrädern 64, das Ringrad 76 zu rotieren. Somit setzt das Abwärts- und Vorwärtsdrehen des zweiten Bedienungsgriffs 126 den handgeführten Spindelmäher 2 durch Betätigen des Traktionsantriebs 46 in Bewegung. Der zweite Bedienungsgriff 126 ist in 14 in einer Position gezeigt, worin der Traktionsantrieb 46 in Eingriff ist.

Der zweite Bedienungsgriff 126 umfasst weiter ein selektiv bedienbares Kipphebelelement 146 auf diesem, zur Betätigung der Schneidspindel 22. Wenn das Kipphebelelement 146 sich koaxial auf einer Linie mit dem zweiten Bedienungsgriff 126 befindet, ist die Schneidspindel 22 stationär. Wenn der Benutzer jedoch zuerst das Kipphebelelement 146 auf eine Seite des zweiten Bedienungsgriffs 126 kippt, sodass das Kipphebelelement 146 jetzt in Bezug auf die Achse des zweiten Bedienungsgriffs 126 geneigt ist, wird die Schneidspindel 22 in Betrieb gesetzt, wenn der zweite Bedienungsgriff 126 in eine Richtung geschwenkt wird, die auch den Traktionsantrieb 46 einkoppelt.

Eine hin- und herbewegende Stange 148 befindet sich in dem zweiten Bedienungsgriff 126, welche Stange 148 in Bezug zu dem zweiten Bedienungsgriff 126 auf- und abbewegt wird, wenn das Kipphebelelement 146 gekippt wird. Das untere Ende des Kipphebelelements 146 ist durch ein Kippunterteil 150, das um einen querversetzten Drehzapfen 152 rotiert, schwenkbar an dem zweiten Bedienungsgriff 126 montiert. Das Kipphebelunterteil 160 ist auch bei 154 an der Oberseite der hin- und herbewegenden Stange 148 festgesteckt. Wenn das Kipphebelelement 146 koaxial mit dem zweiten Bedienungsgriff 126 gefluchtet ist, wird die festgesteckte Verbindung 154 zu der hin- und herbewegenden Stange 148 über den versetzten Drehzapfen 152 angehoben, wodurch die hin- und herbewegende Stange 148 relativ zu dem zweiten Bedienungsgriff 126 aufwärts gezogen wird. Wenn das Kipphebelelement 146 in Bezug zu dem zweiten Bedienungsgriff 126 auf eine Seite gekippt wird, wie in den 14-16 gezeigt, sodass die koaxiale Beziehung zwischen dem Kipphebelelement 146 und dem zweiten Bedienungsgriff 126 nicht mehr vorliegt, so wird die festgesteckte Verbindung 154 zu der hin- und herbewegenden Stange 148 jetzt in Bezug zu dem versetzten Drehzapfen 152 abgesenkt, sodass sie etwa auf derselben Höhe ist wie der versetzte Drehzapfen 152, wodurch sie die hin- und herbewegende Stange 148 in Bezug zu dem zweiten Bedienungsgriff 126 abwärts drückt.

Ein schwenkbares Koppelglied 156 ist schwenkbar an dem feststehenden Zapfen 132 in dem Bedienungsgehäuse 128 zwischen den beabstandeten Armen 136 des Jochs 134 in einer Position montiert, die unter dem unteren Ende des zweiten Bedienungsgriffs 126 liegt. Dieses schwenkbare Koppelglied 156 beinhaltet eine Kerbe 158 in einer Seite, die dazu dimensioniert ist, das untere Ende der hin- und herbewegenden Stange 148 in dem zweiten Bedienungsgriff 126 aufzunehmen. Das schwenkbare Koppelglied 156 ist in Bezug zu dem zweiten Bedienungsgriff 126 unabhängig schwenkbar, d.h. das schwenkbare Koppelglied 156 rotiert nicht unbedingt mit dem zweiten Bedienungsgriff 126, wenn der zweite Bedienungsgriff 126 rotiert. Es rotiert nur mit dem zweiten Bedienungsgriff 126, wenn das untere Ende der hin- und herbewegenden Stange 148 in dem zweiten Bedienungsgriff 126 in die Kerbe 158 an dem schwenkbaren Koppelglied 156 abgesenkt wird.

Das schwenkbare Koppelglied 156 ist weiter an einem Ende einer Feder 160 gesichert. Das andere Ende dieser Feder 160 ist an einem Kabel oder Gestänge 162 befestigt, das die Konuskupplung 106 an der Spindelantriebswelle 98 betätigt, um die Schneidspindel 22 zu betätigen. Aufwärtsziehen an diesem Kabel 162rotiert ein Kniehebelgestänge 164 oben auf dem Getriebe 44, welches Kniehebelgestänge 164 auf eine Weise mit der Konuskupplung 106 verbunden ist, um die Konuskupplung 106 auf der Spindelantriebswelle 98 vor- und zurückzuschieben.

Wenn das Kipphebelelement 146 zu der Seite gekippt wird, wie in den 14-16 gezeigt, wird die hin- und herbewegende Stange 148 so nach unten bewegt, dass das untere Ende der hin- und herbewegenden Stange 148 in die Kerbe 158 in dem Koppelstück 156 eintritt. Wenn das untere Ende der hin- und herbewegenden Stange 148 in die Kerbe 158 eintritt, ist das Koppelstück 156 jetzt mit dem zweiten Bedienungsgriff 126 zur gemeinsamen Rotation damit verbunden. Somit wird ein Rotieren des zweiten Bedienungsgriffs 126 zur Betätigung des Traktionsantriebs 46 auch veranlassen, dass die Schneidspindel 22 in Betrieb gesetzt wird. Wenn die Bedienperson das Kipphebelelement 146 nicht zu der Seite kippt, bevor sie den zweiten Bedienungsgriff 126 rotiert, sodass die hin- und herbewegende Stange 148 in Bezug zu dem zweiten Bedienungsgriff 126 in einer angehobenen Position bleibt, wobei das untere Ende der hin- und herbewegenden Stange 148 aus dem Eingriff mit der Kerbe 158 in dem Koppelstück 156 ist, dann ist nur der Traktionsantrieb 46 in Eingriff, wobei die Schneidspindel 22 stationär bleibt.

Der integrierte Traktionsantrieb/Schneidspindel-Bedienungsgriff 126 ist vorteilhaft gegenüber handgeführten Spindelmähern des Standes der Technik, worin manchmal zwei getrennte Bedienungsgriffe vorgesehen sind oder worin der Schneidspindel-Bedienungsgriff sich unten am Spindelmähergestell 4 befindet. In dieser letztgenannten Situation muss die Bedienperson von hinter der Handgriffbaugruppe 8 herumlaufen, um die Schneidspindel 22 zu betätigen und wieder abzuschalten. Das kann umständlich und zeitraubend sein. Bei dem hierin offenbarten einzigen zweiten Bedienungsgriff 126 kann die Bedienperson die Schneidspindel 22 von hinter der Handgriffbaugruppe 8 in Eingriff und außer Eingriff bringen, ohne die normale Bedienposition zu verlassen.

Die Vorteile hierin werden am besten in Bezug auf die Verwendung eines handgeführten Spindelmähers dieses Typs beim Schneiden von Golfrasenflächen oder dergleichen erläutert. Beim Schneiden einer Anzahl solcher Rasenflächen wird die Bedienperson zuerst eine Rasenfläche schneiden. Anschließend an das Schneiden einer Rasenfläche wird die Bedienperson den handgeführten Spindelmäher 2 zu der nächsten Rasenfläche fahren. Auf dem Weg zur nächsten Rasenfläche ist es wünschenswert, dass die Schneidspindel 22 außer Eingriff ist und nur der Traktionsantrieb 46 in Eingriff ist.

In praktischer Hinsicht jedoch entkoppeln viele Bedienpersonen die Schneidspindel 22 während eines solchen Wegs nicht, da sie die Position der Bedienperson verlassen müssen, um den Bedienungsgriff oder -hebel, der die Schneidspindel 22 steuert, zu erreichen, wobei solcher Bedienungsgriff oder -hebel normalerweise vor der Handgriffbaugruppe 8 an dem Spindelmähergestell 4 vorhanden ist. Zum Entkoppeln der Schneidspindel 22 muss die Bedienperson zunächst den Traktionsantrieb 46 entkoppeln, vor der Handgriffbaugruppe 8 herumlaufen, um die Schneidspindel 22 zu entkoppeln, dann hinter die Handgriffbaugruppe 8 zurücklaufen, um den Traktionsantrieb 46 wieder in Eingriff zu bringen, um zu gestatten, dass der handgeführte Spindelmäher 2 zur nächsten Rasenfläche gefahren wird. Wenn die nächste Rasenfläche erreicht ist, muss dieser Vorgang wiederholt werden. Um jetzt die Schneidspindel 22 wieder in Eingriff zu bringen, muss die Bedienperson nämlich den Traktionsantrieb 46 wieder entkoppeln, vor der Handgriffbaugruppe 8 herumlaufen, um jetzt die Schneidspindel 8 wieder in Eingriff zu bringen, und dann wieder hinter die Handgriffbaugruppe 8 laufen, um den Traktionsantrieb 46 wieder in Eingriff zu bringen.

Dieser Vorgang ist für viele Bedienpersonen so umständlich und ärgerlich, dass solche Bedienpersonen sich einfach nicht die Zeit nehmen, die Schneidspindel 22 zu entkoppeln, wenn sie den handgeführten Spindelmäher 2 von einem Standort zum anderen fahren. Stattdessen lassen sie einfach die Schneidspindel 22 angetrieben und kippen den handgeführten Spindelmäher 2 auf seiner Zugtrommel 12 nach hinten, um die Spindelschneideinheit 18 während des Transports angehoben zu halten. Das ist von Nachteil, da der Spindelschneideinheit 18 zusätzlicher Verschleiß auferlegt wird, da sie zu Zeiten, wenn sie es nicht müsste, betrieben wird. Zusätzlich ist es für die Bedienperson ermüdend, die Spindelschneideinheit 18 während des Transports vom Boden weg zu halten.

Im Gegensatz dazu gestattet der einzige Bedienungsgriff 126 dieser Erfindung es der Bedienperson, die Schneidspindel 22 mit einer Handbewegung und auf die Schnelle aus dem Eingriff zu bringen, während der Traktionsantrieb 46 in Eingriff bleibt. Alles, was die Bedienperson tun muss, ist, das Kipphebelelement 146 zurück in seine aufrechte, auf einer Linie liegende Position mit dem zweiten Bedienungshebel 126 zu kippen, und die hin- und herbewegende Stange 148 wird die Kerbe 158 in dem Koppelstück 156 verlassen. Die Feder 160 wird dann veranlassen, dass das Koppelstück 156 in seine unbetätigte Position zurückkehrt, und das Betätigungskabel 162 wird in seine Position zurückkehren, worin die Konuskupplung 106 entkoppelt ist. Der Traktionsantrieb 46 bleibt jedoch in Eingriff. Somit kann der handgeführte Spindelmäher 2 dieser Erfindung am Ende eines Mähvorgangs leicht zu einem anderen Standort gefahren werden, wobei die Schneidspindel 22 einfach durch Verstellen des Kipphebelelements 146 in seine aufrechte Position entkoppelt wird.

Wenn ein neuer Mähstandort erreicht ist, muss die Bedienperson den Traktionsantrieb 46 entkoppeln, bevor sie die Schneidspindel 22 wieder in Eingriff bringt. Mit dem hierin offenbarten zweiten Bedienungsgriff 126 ist das jedoch einfach durchzuführen, indem einfach der zweite Bedienungshebel 126 an der Handgriffbaugruppe 8 rückwärts und aufwärts in seine normale, unbetätigte Position rotiert wird. Dann können sowohl Traktionsantrieb 46 als auch Schneidspindel leicht wieder in Eingriff gebracht werden, indem zuerst das Kipphebelelement 146 auf eine Seite gekippt wird, um die hin- und herbewegende Stange 48 in die Kerbe 158 in dem Koppelglied 156 zu drücken, und dann der zweite Bedienungsgriff 126 nach unten und vorwärts in den Schlitz geschwenkt wird, in dem der zweite Bedienungsgriff 126 aufgenommen wird. Das kann rasch vollzogen werden und wahrend die Bedienperson in der normalen Bedienungsposition hinter der Handgriffbaugruppe 8 bleibt.

Wenn gewünscht, kann eine schwenkbare Drosselklappe 166 schwenkbar auf einem anderen Zapfen 168 gestützt werden, der an demselben Bedienungsgehäuse 126 getragen wird, das den zweiten Bedienungshebel 126 aufnimmt. Diese Drosselklappe 166 ist durch ein Betätigungskabel 170 mit der Drosselklappe an der Kraftquelle 6 verbunden, um es der Bedienperson zu gestatten, die von der Kraftquelle 6 bereitgestellte Kraft zu vergrößern oder zu verringern. Das Plazieren der Drosselklappe 166 an diesem Bedienungsgehäuse, sodass die Drosselklappe 166 sich benachbart zu dem zweiten Bedienungsgriff 126 befindet, gruppiert alle Bedienungsvorrichtungen zusammen, welche die Betätigung und Bedienung der angetriebenen Bauteile an dem handgeführten Spindelmäher 2 betreffen.

Offensichtlich könnten die betätigten/nicht betätigten Positionen des ersten und des zweiten Bedienungsgriffs 124 und 126 umgekehrt werden, falls erwünscht.

Die Korbmontage

Bei vielen handgeführten Spindelmähern dieses Typs des Standes der Technik wird der Grasfangkorb 172 an dem Spindelmähergestell 4 durch aufwärts und vorwärts geneigte zylindrische Zapfen getragen, die an zwei quer voneinander beabstandeten Stellen am Vorderteil des Spindelmähergestells 4 angebracht sind. Der Grasfangkorb beinhaltet eine nach hinten und abwärts geneigte Einpassnut an jeder Seite davon zur Aufnahme eines dieser Zapfen. Die Bedienperson kann den Grasfangkorb von dem Spindelmähergestell 4 abziehen, indem sie nach oben und vorwärts an dem Grasfangkorb zieht, um die Einpassnuten von den Zapfen zu entfernen.

Eine Schwierigkeit bei dieser bekannten Einpassnut/Zapfen-Anordnung ist, dass eine gewisse Manipulation des handgeführten Spindelmähers 2 hervorrufen kann, dass die Zapfen sich unabsichtlich aus den Nuten auskoppeln. Dies geschieht beispielsweise manchmal, wenn die Bedienperson an der Rückseite des Spindelmähers nach oben anhebt. Wenn die Bedienperson hoch genug hebt, und wenn die Vorderseite des Grasfangkorbs mit Grasschnitt beladen ist, können die Zapfen aus den Nuten gezwungen werden und wird der Grasfangkorb entkoppelt werden. Das zwingt die Bedienperson dazu, herumzugehen und den Grasfangkorb wieder an dem Spindelmähergestell 4 zu befestigen.

Zur Vermeidung dieses Problems offenbaren die Anmelder hierin zwei quer beabstandete Fassungen 174 an dem Spindelmähergestell 4 zur Aufnahme von Einpasszapfen 182 an dem Grasfangkorb 172. Dieses Erfindungsgegenstand ist am deutlichsten in den 17-19 gezeigt.

Jede Fassung 174 ist an der Vorderseite des Spindelmähergestells 4 befestigt, wobei sie generell über der Spindelschneideinheit 18 liegt. Jede Fassung 174 ist als eine aufwärts gewandte Mulde 176 geformt, die beabstandete Seitenwände 178 aufweist, die unten miteinander verbunden sind. Beispielsweise könnte die Mulde 176 eine Rinnenform mit vertikalen Seitenwänden und einem flachen Boden, eine V-Form, eine U-Form usw. aufweisen. Die Mulde 176 jeder Fassung 174 ist an der Vorderseite offen, ist jedoch an der Hinterseite durch eine obere Wand 180 verschlossen. Somit hat die Fassung 174 einen nach oben hin offenen vorderen Teil und einen nach oben hin geschlossenen hinteren Teil. Zusätzlich ist die Mulde 176 jeder Fassung 174 aufwärts geneigt, wenn sie sich vorwärts erstreckt. Siehe 19.

Der Grasfangkorb 172 hat zwei sich nach hinten erstreckende Einpasszapfen 182, die jeder einen abwärts geneigten distalen Schenkel 184 aufweisen. Wenn der Grasfangkorb 172 flach und horizontal ist, so entspricht der Neigungswinkel des distalen Schenkels 184 dem Neigungswinkel der Fassung 174, was das Einstecken des distalen Schenkels 184 in die Fassung 174 gestattet, wobei der Schenkel 184 dann in der Fassung 174 aufgenommen wird. Jeder Schenkel 184 passt in eine Fassung 174 hinein, wobei der Schenkel 184 lang genug ist, um bis in den nach oben hin geschlossenen hinteren Teil der Fassung 174 unter der oberen Wand 180 hinein zu passen. Das Vorderteil jeder Fassung 174 ist jedoch oben offen und wird nicht auf gleichartige Weise durch eine obere Wand 180 eingeschränkt.

Wenn die Bedienperson an der Hinterseite des handgeführten Spindelmähers 2 anhebt, so schwenkt die Vorderseite des handgeführten Spindelmähers 2 um die Zugtrommel 12 nach unten, sodass auch die Fassungen 174 nach unten zu schwenken beginnen. Diese Abwärtsschwenkbewegung der Fassungen 174 veranlasst effektiv die distalen Schenkel 184 der Zapfen 182, in Bezug zu den Fassungen 174 aufwärts zu schwenken, d.h. die distalen Schenkel 184 werden mindestens teilweise tatsächlich durch den nach oben hin offenen vorderen Teil der Fassungen 174 nach oben schwenken. Da jedoch der vordere Teil der Fassungen 174 nach oben hin offen ist und nicht von einer oberen Wand umschlossen ist, wird keine Eingriffskraft auf die distalen Schenkel 184 von den Fassungen 174 ausgeübt, die ausreichend ist, um die Zapfen 182 aus den Fassungen 174 herauszubewegen.

Das vermeidet ein unabsichtliches Abkoppeln des Grasfangkorbs 172 von dem Spindelmähergestell 4. Folglich wird der Grasfangkorb 172 mit der hierin gezeigten Konfiguration von Fassung 174 und Einpasszapfen 182 leichter an dem Spindelmähergestell 4 sitzen bleiben als bei Konfigurationen des Standes der Technik, sogar wenn der Grasfangkorb 172 mit Grasschnitt beladen ist.

Die Gegenmessermontage

Unter Bezugnahme auf 20 ist das Gegenmesser 24 typischerweise an der Unterseite eines dreieckigen Untergestellstange 186 montiert, die selbst an schwenkbaren Stützarmen 188 auf beiden Seiten der Spindelschneideinheit 18 befestigt ist. Die Stützarme 188 schwenken um eine als 190 identifizierte Schwenkachse. Gegenmesserstellvorrichtungen 32 wirken auf bekannte Weise durch Schwenken der Stützarme 188 um die Schwenkachse 190 in Richtung der Pfeile C in 20.

Wenn die Schneidspindel 22 abschleißt, schrumpft der Außendurchmesser der Spindel 22 und steigt der Abstand zwischen dem Gegenmesser 24 und dem Außendurchmesser der Spindel 22 an. Wenn dieser Abstand zu groß wird, wird die Schnittqualität beeinträchtigt. Somit ist es von Zeit zu Zeit erforderlich, das Gegenmesser 24 in einer Richtung (z.B. einem Gegenuhrzeigersinn in 20) zu rotieren, die das Gegenmesser 24 aufwärts zur Spindel 22 bewegt, um Verschleiß an der Spindel 22 zu kompensieren. Wiederum ist dies der grundlegende Zweck der Gegenmesserstellvorrichtungen 32, und die Verwendung solcher Stellvorrichtungen für diese Art der Einstellung ist in der Technik geläufig.

Bei Spindelmähern dieses Typs des Standes der Technik mit einem schwenkbaren Gegenmesser, das zur Schneidspindel hin schwenkt, um Spindelverschleiß zu kompensieren oder einzustellen, würde die Kombination von Untergestellstange und Gegenmesser typischerweise um eine Schwenkachse schwenken, die sich generell am rückwärtigen Teil der Untergestellstange 186 befindet. Diese Schwenkachse des Standes der Technik ist in 20 als 192 gezeigt. Die Anmelder haben entdeckt, dass die Plazierung der Schwenkachse 192 des Standes der Technik und der Geometrie der Untergestellstange 186 in Bezug zur Spindel 22 die Vorderkante des Gegenmessers 24 veranlassen, sich auch rückwärts in Bezug zur Spindel 22 zu bewegen, wenn sie sich aufwärts bewegt. Somit verschob sich bei Spindelmähern des Standes der Technik, wenn das Gegenmesser progressiv nach oben geschwenkt wurde, um Verschleiß in der Schneidspindel zu kompensieren, die Kontaktlinie zwischen dem Gegenmesser und der Schneidspindel progressiv nach hinten. Wenn dies stattfindet, entdeckten die Anmelder weiter, dass die Schneidspindel aggressiver in ihrem Schneidverhalten würde und die Schnittqualität sich verändern würde.

Bei Spindelmähern dieses Typs, insbesondere den zum Schneiden von Rasenflächen auf Golfanlagen auf sehr niedrige Schnitthöhen verwendeten, ist es wichtig, dass die Schnittqualität konsistent bleibt und sich nicht mit der Zeit verändert. Wie gerade vorangehend angemerkt, verändert sich die Schnittqualität bei Mähern des Standes der Technik, wenn das Gegenmesser aufwärts zu der Schneidspindel hin geschwenkt wird, um Verschleiß zu kompensieren.

Diese Erfindung betrifft einen neuen Standort 190 für die Schwenkachse für die Kombination aus Untergestellstange 186 und Gegenmesser 24, die sich von der üblichen Stelle 192 für diese Schwenkachse aus angehoben und etwas nach hinten befindet. Dieser neue Standort ist, im Zusammenwirken mit der Geometrie der Kombination aus Untergestellstange 186 und Gegenmesser 24 in Bezug zur Schneidspindel 22, so gewählt worden, dass das nach hinten Verschieben der Kontaktlinie zwischen Gegenmesser 24 und Spindel 22 NICHT auftritt. Mit anderen Worten, bei einem Spindelmäher gemäß dieser Erfindung schwenkt ein Gegenmesser 24 um die Schwenkachse 190, der neue Standort 190 für die Schwenkachse des Gegenmessers 24 gewährleistet, dass die Vorderkante des Gegenmessers 24 nun an annähernd demselben längsgerichteten Standort (innerhalb etwa 0,005 Zoll) in Bezug auf die Schneidspindel 22 bleibt, wenn die Vorderkante des Gegenmessers 24 sich anhebt. Das gewährleistet, dass die Schnittqualität viel konsistenter bleibt, selbst wenn das Gegenmesser 24 zum Ausgleich von Spindelverschleiß verstellt wird.

Das Gegenmesser 24 ist als getrenntes Bauteil an der Unterseite der Untergestellstange 186 gezeigt woden, um ein leichtes Entfernen des Gegenmessers 24 zwecks Schärfen oder Ersatz zu gestatten. Die Untergestellstange 186 und das Gegenmesser 24 könnten jedoch auch einstückig miteinander geformt sein oder das Gegenmesser 24 könnte auf andere Weise zwecks Schwenkbewegung an der Spindelschneideinheit 18 gestützt sein. Die hierin offenbarte schwenkbare Gegenmessermontage könnte auch an Spindelmähern verwndet werden, die an Aufsitzmähern getragen werden oder daran geformt sind.

Die Hinterplatte der Spindelschneideinheit

Unter Bezugnahme auf 21 ist eine verbesserte Hinterplatte für eine Spindelschneideinheit generell als 200 gezeigt. Die Hinterplatte weist einen oberen Teil 202 und eine untere Lippe 204 auf, die von dem oberen Teil 202 nach vorn und nach unten vorspringt. Der obere Teil 202 hat eine geschlossene, rohrförmige Querschnittskonfiguration in Form eines hohlen Balkens zur Bereitstellung von Festigkeit. Die untere Lippe 208 ist massiv anstatt hohl und ist im Vergleich zur Dicke des oberen Teils 202 relativ dünn.

Vorzugsweise kann die Hinterplatte 200 einstückig aus Aluminium extrudiert sein. Somit ist die Hinterplatte 200 aufgrund der Hohlbalkenkonfiguration des oberen Teils 202 leicht, aber doch stark. Die Hinterplatte 200 kann ausreichend stark hergestellt werden, sodass sie allein ausreichende Festigkeit bereitstellt, um die Seitenplatten 24 zu vereinen, ohne die üblichen zusätzlichen Querelemente oder Längsversteifungsträger aufzuweisen, die normalerweise an jedem Ende an den Seitenplatten 24 befestigt sind, um für Festigkeit zu sorgen. Die Hinterplatte 200, wie hierin offenbart, kann an Spindelschneideinheiten für handgeführte Spindelmäher oder für Aufsitzmäher verwendet werden.

Verschiedene andere Modifikationen dieser Erfindung werden den Fachleuten deutlich sein. Dementsprechend ist die Erfindung nur durch die beigefügten Ansprüche einzuschränken.


Anspruch[de]
Handgeführter Spindelmäher (2), welcher umfasst

(a) ein Spindelmähergestell (4), worauf eine Kraftquelle (6) getragen wird;

(b) eine sich aufwärts erstreckende Handgriffbaugruppe (8), die an ihrem unteren Ende mit dem Spindelmähergestell (4) verbunden ist, wobei die Handgriffbaugruppe (8) einen Teil (10) beinhaltet, den die Bedienperson ergreifen kann, um das Spindelmähergestell (4) zu lenken, während die Bedienperson hinter dem Spindelmähergestell (4) läuft;

(c) einen Zugantrieb zum Voranbewegen des Spindelmähergestells (4) über den Boden, wobei der Zugantrieb von der Kraftquelle (6) kraftbetrieben wird;

(d) eine auf dem Spindelmähergestell (4) getragene Spindelschneideinheit (18), wobei die Spindelschneideinheit ein Schneideinheitgestell (34) aufweist, das eine Schneidspindel (22) trägt, die um eine im Wesentlichen horizontale Querachse rotierbar ist und die mit einem Gegenmesser (24) zusammenwirkt, um Gras zu schneiden; und

(e) gekennzeichnet durch wenigstens ein Paar geneigter starrer Glieder (42) zum schwenkbaren Verbinden des Spindelschnitteinheitgestells (34) mit dem Spindelmähergestell (4), sodass die Spindelschneideinheit (18) von einer Seite zur anderen um eine längsgerichtete Vor-Rück-Achse (X) rollen kann, und dadurch, dass jedes Glied (42) in dem wenigstens einen Paar sich versetzt von einer längsgerichteten Vor-Rück-Mittellinie der Spindelschneideinheit (18) befindet, sodass die Glieder (42) auf entgegengesetzten Seiten der Mittellinie liegen, und dass die Glieder (42) in dem wenigstens einen Paar weiter relativ zueinander und relativ zu einer durch das obere Ende jeden Gliedes (42) verlaufenden vertikalen Linie einwärts geneigt sind, sodass das untere Ende jedes Gliedes (42) sich näher an der längsgerichteten Mittellinie der Spindelschneideinheit (18) befindet als das obere Ende jedes Gliedes (42).
Handgeführter Spindelmäher (2) von Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Glieder (42) gezogene Linien zueinander geneigt sind und einander an einem Fokuspunkt (F) schneiden, und dass der Fokuspunkt (F) in Bezug zu der Spindelschneideinheit (18) relativ niedrig angeordnet ist. Handgeführter Spindelmäher (2) von Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Fokuspunkt (F) sich entlang der Längsachse (X), um die die Spindelschneideinheit (18) rollt, befindet. Handgeführter Spindelmäher (2) von Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Fokuspunkt (F) sich am Zentrum des Gegenmessers (24) befindet, wenn die Spindelschneideinheit (18) auf flachem und ebenem Boden sitzt. Handgeführter Spindelmäher (2) von Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Spindelschneideinheitgestell (34) ein quergerichtetes Querelement (36) beinhaltet, das an seinen beiden Enden sich nach unten erstreckende, vertikale Stützarme (38) aufweist, dass die geneigten starren Glieder (42) sich zwischen dem Querelement (36) des Schneideinheitgestells (34) und dem Spindelmähergestell (4) erstrecken, und dass die vertikalen Stützarme (38) schwenkbar mit dem Spindelschneideinheitgestell (34) verbunden sind. Handgeführter Spindelmäher (2) von Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Ende jedes vertikalen Stützarms (38) eine einwärts vorragende kreisförmige Nabe (40) beinhaltet, die rotierbar an einer Welle der Schneidspindel (22) angreift oder diese trägt. Handgeführter Spindelmäher (2) von Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Glieder (42) gezogene Linien zueinander geneigt sind und einander an einem Fokuspunkt (F) schneiden werden, und dass der Fokuspunkt (F) sich unter der Befestigung der vertikalen Arme (38) an dem Spindelschneideinheitgestell (34) befindet. Handgeführter Spindelmäher (2) von Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Glieder (42) gezogene Linien zueinander geneigt sind und einander an einem Fokuspunkt (F) schneiden, der sich an der Mitte des Gegenmessers (24) befindet.






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