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Dokumentenidentifikation DE602004004139T2 15.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001646451
Titel DRUCKREGLER
Anmelder Nordson Corp., Westlake, Ohio, US
Erfinder DE LEEUW, Victor, NL-5081 RK Hilvarenbeek, NL
Vertreter Eisenführ, Speiser & Partner, 28195 Bremen
DE-Aktenzeichen 602004004139
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 06.07.2004
EP-Aktenzeichen 047661319
WO-Anmeldetag 06.07.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/EP2004/051367
WO-Veröffentlichungsnummer 2005005059
WO-Veröffentlichungsdatum 20.01.2005
EP-Offenlegungsdatum 19.04.2006
EP date of grant 03.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse B05B 12/08(2006.01)A, F, I, 20061205, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B05C 11/10(2006.01)A, L, I, 20061205, B, H, EP   G05D 16/10(2006.01)A, L, I, 20061205, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Druckregler mit zwei Partialvolumen zum Regeln des Betriebsdrucks von Fluiden, insbesondere Klebstoffen, am Einlass einer Verbrauchseinrichtung.

Ein Druckregler entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist bekannt aus EP-0509323.

Wenn beispielsweise Kaltkleber auf ein Substrat aufgebracht werden soll, wird in der industriellen Produktion im allgemeinen eine Kleberpumpe benutzt, die den Klebstoff mit bestimmtem Druck an einen oder mehrere Abgabeköpfe fördert. Die Abgabeköpfe werden pneumatisch oder elektrisch gesteuert und geben Kaltkleber entsprechend der Vorgabe des Steuersystems aus. Wenn der Klebstoff abgegeben wird, wird das Substrat üblicherweise gegenüber dem Abgabekopf bewegt. Abhängig von der Geschwindigkeit einer solchen Bewegung muss eine vorgebbare Menge an Kaltkleber von dem Abgabekopf abgegeben werden, damit eine spezifizierte Schichtdicke an Kaltkleber auf das Substrat aufgebracht wird. Ändert sich die Geschwindigkeit während des Auftrags oder wird das Aufbringen von Klebstoff unterbrochen, muss ein Ventil im Abgabekopf geschlossen werden oder die Ventilöffnung reduziert werden. Dies bedeutet gewöhnlich, dass das Rohrsystem für den Kaltkleber weiter unter dem hohem Druck steht, der für die Abgabe von Klebstoff notwendig war, bevor die Geschwindigkeit reduziert oder die Bewegung angehalten wurde. Wenn die Anlage wieder in Betrieb genommen wird, zum Beispiel nach dem Einsetzen eines neuen Substrats, war es bisher schwierig, zu verhindern, dass auf Grund des hohen Druckes eine erhöhte Klebstoffmenge abgegeben wurde. Dies kann sich nachteilig auf die Qualität der Klebstoffverbindung und/oder das Aussehen des geklebten Substrats auswirken. Diesen Nachteilen wurde bisher durch Öffnen eines Absperrventils entgegen gewirkt, nachdem die Anlage herunter gefahren wurde, wodurch jeglicher Überdruck reduziert und überschüssiger Kaltkleber aus dem System abgelassen wurde. Dieses Verfahren stellte sich langfristig jedoch als unbefriedigend heraus.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen Druckregler zu schaffen, insbesondere für die beschriebenen Fälle, durch den Spitzendrücke in dem abgegebenen Fluid ohne Fluidverluste im wesentlichen vermieden werden, wenn die Verbrauchseinrichtung abgeschaltet wird, wobei auch sichergestellt wird, dass eine optimal auf die Anforderungen eingestellte Fluidmenge zur Verfügung steht, wenn die Verbrauchseinrichtung wieder in Betrieb genommen wird.

Diese Aufgabe wird bei einem Druckregler entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die im Kennzeichen beschriebenen Mittel gelöst.

Bevorzugte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Versuche mit dem Druckregler gemäß der Erfindung haben gezeigt, dass er die an ihn gestellten Erwartungen voll erfüllt. Es soll in diesem Zusammenhang bemerkt werden, dass der Druckregler gemäß der Erfindung verhältnismäßig kostengünstig herzustellen ist, weil der Einstellabschnitt eine handelsübliche pneumatische Einrichtung sein kann.

Die Erfindung wird nachfolgend im Detail anhand der in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsform erläutert. Es zeigen:

1 einen Druckregler in Perspektivdarstellung,

2 einen Druckregler im Schnitt,

3 einen Druckregler im Schnitt, wobei die Schnittebene gegenüber der senkrechten Achse Z-Z in 2 um 90° gedreht ist, und

4 eine vergrößerte Ansicht des Schnittes nach 3.

Der Druckregler 10 kann zur Druckregelung von verschiedenen Fluidarten, wie von Kaltklebern und anderen Fluiden, Heißschmelzklebern und anderen Fluiden benutzt werden, und wird im Folgenden unter Bezug auf die Regelung des Druckes von Kaltkleber beschrieben.

Wie in 1 zu sehen ist, besteht der Druckregler 10 hauptsächlich aus einem Reglerabschnitt 12 und einem Einstellabschnitt 90, die in einer gemeinsamen Achse Z-Z (2) angeordnet sind. Der Reglerabschnitt 12 hat einen Fluideinlass 16 und einen Fluidauslass 26 für flüssigen Kaltkleber oder ähnliches Fluid, und er kann mit einem Montagewinkel 84 befestigt werden. Dem Einstellabschnitt 90, der über dem Reglerabschnitt 12 angeordnet ist, kann von einem Druckluftanschluss 96 Druckluft zugeführt werden.

Wie 2 zeigt, weist der Druckregler 10 ein erstes Partialvolumen 14 auf, das in dem Reglerabschnitt 12 mit einem Fluideinlass 16 verbunden ist, und ein zweites Partialvolumen 24, das mit dem Fluidauslass 26 verbunden ist. Das zweite Partialvolumen 24 enthält einen zylindrischen Abschnitt 24a, einen Kanal 24b und einen Auslassabschnitt 24c. Der Fluideinlass 16 wird durch eine Einlassöffnung 18 und ein Einlassverbindungsglied 20 gebildet, während der Fluidauslass 26 durch eine Auslassöffnung 28 und ein Auslassverbindungsglied 26 gebildet wird. Ein Verbindungskanal 22 führt vom ersten Partialvolumen 14 zu dem zweiten Partialvolumen 24.

4 zeigt eine vergrößerte Ansicht eines Schnittes durch den Reglerabschnitt 12 entlang des ersten und des zweiten Partialvolumens 14, 24. In dem ersten Partialvolumen 14 ist ein zweiteiliger Dichtungskolben 32 mit einem Dichtungskörper 34 und einem Führungsglied 36 beweglich in einer zylindrischen Ventilführung 38 angeordnet. Der Dichtungskörper 34 hat eine Dichtungsfläche 40 mit einem Dichtungsring 42. Die Rückseite des Führungsgliedes 36 ist in den Dichtungskörper 34 eingesetzt. Ein Führungsdichtungsring 44 ist zwischen dem Dichtungskörper 34 und dem Führungsglied 36 angeordnet. Die Rückseite 46 des Führungsgliedes 36 ist dem zweiten Partialvolumen 24 zugewandt und dessen Druck ausgesetzt. Tote Zonen werden vermieden, weil die Ventilführung 38 so ausgebildet ist, dass sie zu dem zweiten Partialvolumen hin offen ist. Der Dichtungskörper 34 ist durch eine Ventilfeder 48 schwach in Schließrichtung vorgespannt.

Das erste Partialvolumen 14 ist am Boden durch eine Zwischenbasis 50 vom zweiten Partialvolumen isoliert und durch einen Dichtungsring 52 abgedichtet.

Der Verbindungskanal 22 verläuft durch einen Keramikkörper 23, der gegenüber dem Dichtungsring 42 angeordnet ist, mit dem er ein Ventil bildet.

Ein Arbeitskolben 54 ist verschiebbar in einem Zylinder 25 entlang einer Achse Z-Z (2) angeordnet und begrenzt das zweite Partialvolumen 24 an dem Ende, das seinem Fluidauslass 26 gegenüberliegt. Eine Kolbenstange 56 passiert den Arbeitskolben 54, erstreckt sich durch den Verbindungskanal 22 und kann auf der Dichtungsfläche 40 des Dichtungskörpers 34 aufliegen. Der Arbeitskolben 54 weist außerdem eine vordere und eine hintere Kolbenscheibe 58 und 60 auf, die mittels einer Gegenmutter 62 an dem Arbeitskolben 54 befestigt sind. Zwischen der vorderen und der hinteren Kolbenscheibe 58 und 60 ist eine Umfangslippendichtung 64 zum Abdichten des Arbeitskolbens gegenüber der Wand des Zylinders 25 vorgesehen.

2 zeigt die Gesamtkonstruktion des Reglerabschnittes 12. Das erste Partialvolumen 14 und das zweite Partialvolumen 24 sind im wesentlichen in dem Reglergehäuse 66 gebildet. Das Reglergehäuse 66 wird am Boden durch eine Reglerbasis 68 abgeschlossen, die über eine Zwischendichtung 70 an dem Reglergehäuse 66 befestigt ist. Das obere Ende des Reglergehäuses 66 ist mit einer Abdeckplatte 72 versehen, die mit dem Reglergehäuse 66 durch sechs Innensechskantschrauben 74 verschraubt sind. Die Abdeckplatte 72 weist eine Durchgangsbohrung 76 zur Führung des Arbeitskolbens 54 über den hinteren Teil der Kolbenstange 56 auf. Die Durchgangsbohrung ist mit einem Gleitlager 78 versehen.

Am hinteren Ende der Kolbenstange ist rechtwinklig zur Z-Z-Achse eine Gewindebohrung 55 vorgesehen, in der eine Anzeigeschraube 57 befestigt ist, siehe 3. Die Anzeigeschraube 57 ist in einem Schlitz der Zylinderhülle 106 beweglich angeordnet, und (siehe 1) ist von außen zu sehen, so dass die Position des Arbeitskolbens 54 von außen erkannt werden kann. Es ist außerdem zu sehen, ob in dem System Blasen vorhanden sind. Schließlich geht aus 3 hervor, dass der Zylinder 25 eine Druckausgleichöffnung 80 mit einer Schutzkappe 82 am hinteren Teil des Arbeitskolbens 54 aufweist, diese Kappe dient als Schutz beim Transport. Durch die Druckausgleichsöffnung 80 wird dem Zylinder 25 des Reglerabschnittes 12 bei Inbetriebnahme Schmiermittel zugeführt.

Wie aus 2 zu sehen, ist im Einstellabschnitt 90 ein Einstellkolben 92 in einem Einstellzylinder 93 vorgesehen und bildet eine variable Grenze einer Druckkammer 94, in die der Stecker 96 zur Zufuhr von Druckluft führt. Der Einstellkolben 92 weist eine Einstellkolbenstange 100 mit einer axialen Gewindebohrung 102 auf, in deren Vorderende ein Gewindestopfen 104 eingeschraubt ist. Der Einstellkolben 92 kann über den Gewindestopfen 104 und die Kolbenstange 100 Kraft auf den Arbeitskolben 54 ausüben. Die Einstellkolbenstange 100 mit dem Gewindestopfen 104 ist teilweise durch eine Zylinderhülle 106 umschlossen. Der Einstellkolben 92 ist mittels einer Spannfeder 112 schwach in Richtung der Druckkammer 94 vorgespannt.

Der Druckkammer 94 kann über einen Druckluftanschluss 96, der einen Druckluftstecker 114 und eine Druckluftöffnung 116 aufweist, Druckluft zugeführt werden. Der Einstellzylinder 93 ist in einem Gehäuse 118 angeordnet. Gegenüber dem Reglerabschnitt 12 ist das Gehäuse 118 durch eine Basis 124 abgeschlossen. Im Gehäuse 118 befindet sich oberhalb der Basis 124 eine Druckausgleichsöffnung 126, die dazu dient, den Druck in der Kammer 128 zwischen der Basis 124 und dem Einstellkolben 92 zu egalisieren.

Der Einstellabschnitt 90 und der Reglerabschnitt 12 sind durch Stehbolzen 130 und vier Hutmuttern miteinander verbunden.

Um die Funktion des Druckreglers gemäß der Erfindung zu beschreiben, wird zunächst Bezug auf 3 genommen, und es wird angenommen, dass im Gegensatz zu der Zeichnung das Ventil 23, 32 geschlossen ist. Diese Ventileinstellung ist möglich,

  • – wenn in der Druckkammer 94 kein Druck ist und der Einstellkolben 92 sich daher unter der Vorspannkraft der Feder 112 zu seinem oberen Endanschlag im Gehäuse 118 bewegen kann, wodurch die Druckkammer ihr kleinstes Volumen hat und
  • – weil die Einstellkolbenstange 100 mit der Schraube 104 sich außerdem von der Kolbenstange 56 des Arbeitskolbens 54 im Reglerabschnitt 12 getrennt hat, so dass die Ventilfeder 48 den Arbeitskolben 54 ein bißchen anhebt und der Zwischenraum zwischen dem Dichtungskörper 34 und dem Einsatz 23 auf Grund der Vorspannung der Ventilfeder 48 geschlossen wird.

Die angehobene Position des Arbeitskolbens 54 wird durch die Anzeigeschraube 57 nach außen sichtbar gemacht.

Aus 4 ist zu sehen, dass der Dichtungskörper 34 mit seiner Dichtungsfläche 40 und dem Dichtungsring 42 gegen den Keramikeinsatz 23 abdichtet, wenn das Ventil geschlossen ist. Der Dichtungskolben 32 wird durch die Ventilfeder 48 in die geschlossene Position gebracht und in dieser gehalten.

Steht die Druckkammer 94 nicht unter Druck und gelangt deshalb Kaltkleber unter Druck durch den Fluideinlass 16 (2) in das erste Partialvolumen 14, wobei das Ventil 23, 32 sich in der geschlossenen Position befindet, wird der Dichtungskörper 34 unter der Vorspannkraft der Ventilfeder 48 durch den Druck des Kaltklebers zusätzlich gegen den Keramikeinsatz 23 gepresst. Der Dichtungseffekt des Ventils 23, 32 wird hierdurch verstärkt. In der geschlossenen Position des Ventils 23, 32 erreicht der Kaltkleber im ersten Partialvolumen 14 nicht das zweite Partialvolumen 24, das daher nicht unter Druck steht und frei von Kaltkleber ist, wenn die Vorrichtung in Betrieb genommen wird.

Wird der Druckkammer 94 nun über den Druckluftanschluss 96 Luft mit einem vorbestimmten Druck zugeführt, um den Betrieb aufzunehmen, erzeugt der Einstellzylinder 93 eine Regelkraft und drückt den Einstellkolben 92 (in der Zeichnung) nach unten. Diese Bewegung und diese Regelkraft werden über den Schraubstopfen 104 auf die Kolbenstange 56 übertragen und außerdem, durch die Bewegung des Arbeitskolbens 54, auf den Dichtungskörper 34, der das Ventil 23, 32 gegen die Kraft der Ventilfeder 48 öffnet und einen Endanschlag für den Dichtungskörper 34 bildet, der die Größe des Zwischenraums zwischen dem Ventilkörper 34 und dem Einsatz 23 bestimmt.

Die vergrößerte Schnittansicht nach 4 zeigt das Ventil 23, 32 in der offenen Position. Ist das Ventil 23, 32 offen, strömt der mit einem konstanten Vordruck in das erste Partialvolumen 14 durch eine Pumpe (nicht gezeigt) gepumpte Kaltkleber durch den Zwischenraum zwischen dem Dichtungsring 42 und den Keramikeinsatz 23, dann durch den Verbindungskanal 22 in das zweite Partialvolumen 24 und durch den Fluidauslass 26 zu den Abgabeköpfen (ebenfalls nicht gezeigt). Der Druck des Kaltklebers im ersten Partialvolumen 14 ist daher effektiv auch im zweiten Partialvolumen 24 vorhanden und somit auch an den Abgabeköpfen. Die Anforderung der Abgabeköpfe nach Kaltkleber hängt unter anderem von der Zuführgeschwindigkeit des Substrats ab, auf das der Kaltkleber aufgebracht werden soll. Die abgegebene Menge wird an den Abgabeköpfen z.B. durch Druckluft bestimmt. Abhängig von der Zuführgeschwindigkeit des Substrats liefert in diesem Beispiel ein Proportionalventil Druckluft an die Druckkammer 94 des Einstellabschnittes 90.

Innerhalb des Reglerabschnittes 12 wirkt der Druck des Kaltklebers nach Öffnen des Ventils 23, 32 nicht nur auf die Dichtungsfläche 40 des Dichtungskolbens 32, sondern auch auf die Rückseite 46 des Führungsgliedes 36 des Dichtungskolbens 32. Die auf den Dichtungskolben 32 wirkenden Drücke sind im wesentlichen ausgeglichen. Eine in Schließrichtung wirkende Kraft stammt nur aus der Vorspannung durch die Ventilfeder 48; die Kraft der Feder ist jedoch vergleichsweise gering. Dementsprechend wird der Dichtungskörper 34 also nur mit kleiner Kraft gegen den durch die Kolbenstange 56 gebildeten Endanschlag gedrückt. Der vorher erwähnte Zwischenraum wird nicht erkennbar verkleinert.

Der Druck des Kaltklebers wirkt nicht nur auf den Dichtungskolben 32, sondern auch auf das vordere Ende 59 des Arbeitskolbens 54 (der in der Zeichnung nach unten zeigt), insbesondere auf dessen Kolbenscheibe 58, und ist deshalb der Regelkraft entgegengerichtet, die durch die Druckluft in der Druckkammer 94 erzeugt wird.

Wenn die Größe der auf den Arbeitskolben 54 aufgrund des Druckes des Kaltklebers in dem zweiten Partialvolumen 24 wirkenden Kraft den Regeldruck überschreitet, führt dies zu einer Bewegung des Arbeitskolbens 54 nach oben (in 4 gesehen) und somit zu dem vorher erwähnten Endanschlag. Somit bewegt sich der Dichtungskolben 32 mit dem Dichtungskörper 34 ebenfalls in Schließrichtung, so dass der Zwischenraum oder die Entlüftungsöffnung zwischen dem Dichtungsring 42 und dem Keramikeinsatz 23 in der Größe reduziert wird. Dies hat zur Folge, dass der Strom von Kaltkleber von dem ersten Partialvolumen 14 zu dem zweiten Partialvolumen 24 gebremst wird, so dass der Druck des Kaltklebers in dem zweien Partialvolumen 24 nicht aufrechterhalten werden kann und entsprechend reduziert wird. Auch führt die Bewegung des Arbeitskolbens 54 zu einer Expansion des Zylinderabschnitte 24a des zweiten Partialvolumens 24, wodurch die Reduzierung des Druckes im zweiten Partialvolumen 24 zusätzlich unterstützt wird.

Die Abnahme des Druckes des Kaltklebers im zweiten Partialvolumen 24 führt jedoch auch zu einer Reduzierung der Kraft, die der Regelkraft entgegen wirkt; diese Kraft wird durch den Druck erzeugt, der auch auf die vordere Seite 59 des Arbeitskolbens 54 wirkt. Dies bedeutet, dass der Bewegung des Arbeitskolbens 54 ebenso entgegengewirkt wird, bis ein Gleichgewicht zwischen der Regelkraft und der auf den Arbeitskolben 54 wirkenden Kraft besteht, die durch den Druck im zweiten Partialvolumen 24 erzeugt wird. Der Druck des Kaltklebers im zweiten Partialvolumen 24 ist dann proportional zu der Regelkraft.

2 zeigt, wie die Regelkraft erzeugt wird. Der zylindrischen Druckkammer 94 kann über den Druckluftanschluss 96 mit dem Druckluftstecker 114 und einer Druckluftöffnung 116 Druckluft zugeführt werden. Der Einstelldruck, der sich als Resultat in der Druckkammer 94 aufbaut, wirkt somit auf den Einstellkolbenkopf 98 des Einstellkolbens 92 und führt zu einer Regelkraft, die in Richtung auf den Arbeitskolben 54 wirkt. Ist die Regelkraft gleich der Stärke der Kraft, die durch den Druck in dem zweiten Partialvolumen 24 auf den Arbeitskolben wirkt, so ergibt sich ein Gleichgewichtszustand.

Die Kraft der Feder 112 ist klein und ist nur bei geringen Drücken wichtig, insbesondere im drucklosen Zustand. Im Gleichgewichtszustand ist das Druckverhältnis zwischen dem Einstelldruck in der zylindrischen Druckkammer 94 und dem Druck im zweiten Partialvolumen 24 im wesentlichen gleich dem Verhältnis in Bereichen zwischen der effektiven Fläche auf der vorderen Seite 59 des Arbeitskolbens 54 und der effektiven Fläche des Einstellkolbenkopfes 98 des Einstellkolbens 92. Im gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt dieses Verhältnis 1:3, so dass ein Druck von einem Bar in der Druckkammer 94 zu einem Druck von 3 Bar für den Kaltkleber im zweiten Partialvolumen 24 führen kann. Der Druck des Kaltklebers im zweiten Partialvolumen 24 – und somit am Einlass der Abgabeköpfe – wird daher mit Hilfe des Druckes im Einstellzylinder 93 definiert. Durch Definieren eines auf den speziellen Zweck zugeschnittenen Flächenverhältnisses ist es möglich, den pneumatischen Regeldruck der Abgabeköpfe direkt zum Einstellen des Einstellabschnittes auf einen gewünschten Druck in dem zweiten Partialvolumen 24 zu verwenden.

Wird die Zuführung von Kaltkleber während des Auftragsvorganges gestoppt oder wenn das ausgegebene Volumen stark reduziert werden muss, z.B. bei einem Notstopp, muss der Einstelldruck in der zylindrischen Druckkammer 94 (2) dementsprechend reduziert werden. Dies kann z.B. eine Reduktion von 6 auf 1,5 Bar bedeuten und führt dazu, dass der Einstellkolben 92 und ebenso der Arbeitskolben 54 mit dem vorher erwähnten Endanschlag sich (in der Zeichnung gesehen) nach oben bewegen. Der Dichtungskolben 32 mit dem Dichtungskörper 34 folgt dann dem Endanschlag in Richtung der geschlossenen Position.

Wird der Luftdruck im Einstellzylinder ausreichend stark reduziert, wird die Verbindung zwischen dem ersten Partialvolumen 14 und dem zweiten Partialvolumen 24 unterbrochen. In einem solchen Fall fällt der Druck des Kaltklebers im zweiten Partialvolumen 24 ebenfalls ab. Aufgrund der Bewegung des Arbeitskolbens 54 führt der zylindrische Abschnitt 24a zu einer Erhöhung im zweiten Partialvolumen 24. In diesem vergrößerten Raum kann in den zu den Auftragsköpfen führenden Kaltkleber-Zuführleitungen angesammelter Kaltkleber zwischenzeitlich gespeichert werden. Diese Ansammlung von Kleber erfolgt bei einem Stopp (oder bei einer Verlangsamung des Abgabevorgangs) und dieser Kleber wurde bisher über ein Ablassventil nach außen abgelassen. Die Konsequenz dieser zwischenzeitlichen Speicherung ist, dass der Druck des Klebers im System entsprechend reduziert wird und dass sich beim erneuten Starten der Abgabeköpfe kein Kleber mit erhöhtem Druck an ihren Fluideinlässen befindet.

Um die Abgabe nach einer Unterbrechung wieder zu starten, wird der Einstelldruck in der Druckkammer 94 (2) erhöht. Dies führt zu einer entsprechenden Erhöhung der Regelkraft und somit zu einer Abwärtsbewegung des Einstellkolbens 92 (in der Zeichnung gesehen) und dann auch des Arbeitskolbens 54 mit dem vorher erwähnten Endanschlag. Diese Bewegung führt zuerst zu einer Größenreduzierung des zweiten Partialvolumens 24 im zylindrischen Abschnitt 24a und damit zu einer Erhöhung seines inneren Druckes. Der flüssige Kaltkleber, der zwischenzeitlich im zweiten Partialvolumen 24 gespeichert war, wird daher aus dem zweiten Partialvolumen 24 über den Fluidauslass 26 ausgepresst und steht unmittelbar an den Abgabeköpfen zur Verfügung. Die Bewegung des Arbeitskolbens 54 führt über den Endanschlag auch dazu, dass der Dichtungskörper 34 sich in Richtung auf die offene Position bewegt. Der flüssige Kaltkleber kann nun wieder aus dem ersten Partialvolumen 14 in das zweite Partialvolumen 24 ausfließen.

Der Strom von Kaltkleber vom zweiten Partialvolumen 24 zu den Abgabeköpfen, der durch Freigabe des im zylindrischen Abschnitt 24a gespeicherten Kaltklebers angeregt wird, wird durch den anschließenden Strom von Kaltkleber aus dem ersten Partialvolumen 14 in das zweite Partialvolumen 24 aufrecht erhalten. Jeglicher Kaltkleber, der anschließend erforderlich ist, wird dann durch die Pumpe durch den Fluideinlass 16 gefördert.

Somit kann durch den Druckregler 10 gemäß der Erfindung der Arbeitsdruck des flüssigen Kaltklebers am Einlass eines Abgabekopfes leicht auf einen gewünschten Wert eingestellt werden. Unterbrechungen und Wiederanlauf des Materialabgabevorganges können unter Benutzung des Druckreglers ohne unerwünschte Spitzendrücke gemäß der Erfindung in gleichermaßen einfacher und vorteilhafter Weise ausgeführt werden.


Anspruch[de]
Druckregler mit Partialvolumen zum Regeln des Betriebsdrucks von Fluiden, insbesondere Klebstoffen, am Einlass einer Verbrauchseinrichtung, bei dem das erste Partialvolumen (14) an eine Fluidquelle anschließbar ist und das zweite Partialvolumen (24) mit dem Fluideinlaß der Verbrauchseinrichtung verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet,

dass das zweite Partialvolumen einen zylindrischen Abschnitt (24a) variabler Größe, einen Verbindungskanal (22) zum Verbinden des ersten und des zweiten Partialvolumens und ein in dem ersten Partialvolumen angeordnetes Ventil zum Öffnen und Schließen des Verbindungskanals hat,

dass das Ventil einen Einsatz (23) und einen beweglichen, abdichtenden Kolben (32) aufweist, dessen vorderes Ende (40) einen Dichtungskörper (34) zum Schließen des Verbindungskanals bildet und dessen hinteres Ende gegenüber dem ersten Partialvolumen abgedichtet ist,

dass in dem zylindrischen Abschnitt (24a) ein Arbeitskolben (54) zum Verändern des Volumens des zylindrischen Abschnittes angeordnet ist, wobei ein vorderes Ende (59) dem zylindrischen Abschnitt und dem abdichtenden Kolben gegenüber liegt,

dass eine Kolbenstange (56) zum Bewegen des abdichtenden Kolbens vorgesehen ist, die am vorderen Ende des abdichtenden Kolbens angreift und für diesen einen Endanschlag bildet,

dass das hintere Ende des abdichtenden Kolbens und das vordere Ende des Arbeitskolbens dem Druck des Fluids im zweiten Partialvolumen ausgesetzt sind und

dass ein beweglicher Einstellkolben (92) vorgesehen ist, dem Druckluft zugeführt werden kann und der mit dem Endanschlag gekoppelt ist, der bestimmt, bis zu welchem Grad das Ventil zwischen seiner geschlossenen und geöffneten Position öffnet.
Druckregler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der abdichtende Kolben (32) durch ein Spannelement, insbesondere eine Feder (48), in die geschlossene Position vorgespannt ist. Druckregler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einstellkolben (92) durch ein Spannelement, insbesondere eine Feder (112), in die geschlossene Position vorgespannt ist. Druckregler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine an dem Einstellkolben befestigte Einstellkolbenstange (100) und eine davon getrennte, an dem Arbeitskolben (54) befestigte Kolbenstange (56) vorgesehen sind, um die Einstellkraft von dem Einstellkolben. (92) an den abdichtenden Kolben (32) zu übertragen, dass beide Kolbenstangen entlang einer gemeinsamen Achse (Z-Z) verschiebbar sind und dass die Kolbenstange (56) sich durch den Arbeitskolben (54) erstreckt, über den Arbeitskolben (54) an dem der Einstellkolbenstange (100) abgewandten Ende hinaus vorsteht, wo sie den Endanschlag für den Abdichtkörper bildet. Druckregler nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das der Einstellkolbenstange (100) abgewandte Ende des Kolbens (56) sich durch den Verbindungskanal (22) erstreckt. Druckregler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anzeigemittel (Anzeigeschraube 57) an dem Kolben (56) angeordnet und solcher Weise positioniert ist, dass es von der Außenseite des Druckreglers abgelesen werden kann. Druckregler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die effektiven Kolbenflächen in dem pneumatischen Einstellabschnitt (90) des Druckreglers und dem hydraulischen Reglerabschnitt (12) des Druckreglers in einem vorbestimmten Verhältnis, insbesondere 1:3, zueinander stehen.






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