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Dokumentenidentifikation DE602004004837T2 15.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001491367
Titel Lauffläche für Reifen
Anmelder The Goodyear Tire & Rubber Co., Akron, Ohio, US
Erfinder RATLIFF, Jr, Billy Joe Jr, Clinton, Ohio 44216, US;
LANDERS, Jr, Samuel Patrick, North Canton, Ohio 44720, US;
POLING, Jr, David Charles, Uniontown, Ohio 44685, US;
SCHMALIX, Jr, Charles Kenneth, Canal Fulton, Ohio 44616, US;
LOSEY, Jr, Robert Allen, Kent, Ohio 44240, US
Vertreter Kutsch, B., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., Colmar-Berg, LU
DE-Aktenzeichen 602004004837
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.06.2004
EP-Aktenzeichen 041026725
EP-Offenlegungsdatum 29.12.2004
EP date of grant 21.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse B60C 11/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B60C 11/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B60C 11/03(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung ist auf eine Reifenlauffläche mit verbesserter Leistung bei Schnee und Eis und unter normalen Laufbedingungen gerichtet. Die Lauffläche ist mit einer Mittelrippe und mit einer Serie steil schräggestellter Rillen benachbart zu der Rippe versehen. Die Rippe und die benachbarten Profilblöcke sind zur Verschaffung verbesserter Allwetterleistung konfiguriert.

Hintergrund der Erfindung

Bei einem herkömmlichen Reifen zur typischen Anwendung, wie etwa an einem Personenwagen oder Lieferwagen, ist die Reifenlauffläche mit einer Serie von Rillen, entweder umfangsgerichtet oder lateral verlaufend, oder einer Kombination von beidem versehen, um eine Vielzahl von Blöcken zu bilden.

Die Ziele eines Reifens während Winterfahrbedingungen sind die Aufrechterhaltung guten Fahrbahnkontakts, während erhöhte Traktion verschafft wird. Da erhöhte Traktion jedoch am besten durch Vorsehen höchst griffiger Kanten an dem Profilmuster erzielt wird, während Fahrbahnkontakt durch Vorsehen größeren Oberflächengebiets für Laufflächenkontakt erzielt wird, stehen diese Ziele oft miteinander im Widerspruch.

US-A-2001-0017177 offenbart einen Luftreifen gemäß der Einleitung von Anspruch 1. EP-A-1090 781 betrifft einen Winterreifen, wobei eine Lamellendichte in der Mittelrippe größer ist als in den Seitenbereichen.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung ist auf einen Reifen mit verbesserten Winterfahrbedingungen gemäß Anspruch 1 gerichtet.

Die abhängigen Ansprüche decken bevorzugte Ausführungen der Erfindung ab.

In einem Aspekt der Erfindung hat der Block, an dem axial inneren Teil des Blocks, eine Lamellendichte von 1 bis 5 Lamellen pro Zoll (0,393–1,97 Lamellen/cm). An dem axial äußeren Teil des Blocks hat der Block eine Lamellendichte von 0,5 bis 3 Lamellen pro Zoll (0,2 bis 1,18 Lamellen/cm).

Die Seitenkanten der Rippe können eine Vielzahl von seitlich verlaufenden Kanten und umfangsgerichtet verlaufenden Kanten aufweisen. Die seitlich verlaufenden Kanten an jeder Seite der Rippe sind umfangsgerichtet von den seitlich verlaufenden Kanten an der gegenüberliegenden Seite der Rippen versetzt. Vorzugsweise erstrecken sich Abfasungen von den seitlich orientierten Kanten der Rippe und entlang der Seitenkante der Rippe, die in Breite von der seitlich orientierten Kante zu der umfangsgerichtet benachbart seitlich orientierten Kante abnehmen.

Die radiale Höhe der Rippenabfasung kann allmählich von der seitlich orientierten Kante zu der umfangsgerichtet benachbart seitlich orientierten Kante abnehmen.

Um die Rippenflexibilität zu erhöhen, wenn sich die Lauffläche abnutzt, können die Lamellen der Profilrippe sich in die Abfasungen erstrecken.

Die Lamellen in der Profilrippe sind aus wenigstens zwei geneigten Teilen gebildet. Wenn sie aus zwei Teilen gebildet sind, so folgen die Lamellenteile Idealerweise demselben Neigungswinkel wie die seitlich orientierten Kanten der Rippe. In einer Ausführung sind die Lamellen aus drei Teilen gebildet.

Die Lamellen in den Profilblöcken sind vorzugsweise senkrecht zu den steil schräggestellten Rippen orientiert. Die Profilblocklamellen können auch in derselben Richtung wie der am dichtesten benachbarte Lamellenteil der Profilrippe geneigt sein.

Die steil schräggestellten Rillen könen eine nicht konstante Breite haben, wenn die Rillen sich von dem Mittenbereich zu den Schultern erstrecken, wobei die Rillen eine maximale Breite in den zentralen 15% jedes Seitenbereichs der Lauffläche haben. Die Rillen können eine maximale Breite von wenigstens 1,5 Mal der minimalen Rillenbreite der steil schräggestellten Rillen haben.

In einem anderen Aspekt der Erfindung nimmt das Netto-Brutto-Verhältnis des Reifens von der Laufflächenkante bis zur Laufflächenmitte ab, bei einem maximalen Netto-Brutto-Verhältnis an der Äquatorebene des Reifens.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung wird als Beispiel und unter Verweis auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, worin

1 und 1B Draufsichten des Reifens sind; die

25 verschiedene Ausführungsformen der Rippenabfasungen sind ; die

5a5b von der Abfasung von 5 genommene Querschnittsansichten sind;

6 ein Teil der Rippe und eine Abfasung ist, die eine andere Ausführung der Lamellierung illustrieren ; und

7 eine andere Alternative der Lauffläche ist.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

1 und 1B sind Draufsichten einer Lauffläche für einen Reifen in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung. Die Laufflächenkonfiguration ist zur Verwendung an einem Personenkraftwagen oder einem Lieferwagen gedacht. Die dargestellte Lauffläche hat eine richtungsgebundene Konfiguration, wobei die bevorzugte Richtung zur Vorwärtsbewegung die durch den Pfeil D gezeigte ist. Die Lauffläche ist in drei Bereiche unterteilt, einen Mittenbereich A und zwei Seitenbereiche B. Der Mittenbereich ist auf der Äquatorebene des Reifens zentriert und hat eine Breite von etwa 15% bis 30% der Laufflächenbreite W, wobei die Laufflächenbreite von einer Profilschulter zu der gegenüberliegenden Profilschulter gemessen wird.

Beim Betrieb unter Winterfahrbedingungen hat der Mittenbereich des Reifens den meisten Einfluss auf die Leistung des Reifens. Bei der vorliegenden Reifenlauffläche ist die Mitte der Lauffläche mit einer kontinuierlich verlaufenden Rippe 10 versehen. Die Rippe 10 weist Lamellen 12 auf, die sich über die volle seitliche Breite der Rippe 10 erstrecken. Die Rippe 10 hat eine hohe Lamellendichte, innerhalb des Bereichs von 2 bis 8 Lamellen pro Zoll (0,78 bis 3,15 Lamellen/cm), mit einer bevorzugten Dichte von 3 bis 7 Lamellen pro Zoll (1,18 bis 2,76 Lamellen/cm). Das Vorhandensein der Rippe 10 sorgt für einen guten Bodenkontakt des Reifens, während die starke Lamellierung der Rippe 10 und somit des Mittenbereichs der Reifenlauffläche für erhöhte Traktion sorgt, da die mehrfachen Lamellen 12 sich offenbiegen, wodurch sie Profilkanten zur Verfügung stellen, wenn die Lauffläche mit dem Boden in Kontakt kommt.

Die Lamellen 12 haben eine nichtlineare Konfiguration aus wenigstens zwei geneigten Teilen. Die Lamellen 12 in 1 sind aus zwei geneigten Teilen 14, 16 gebildet. Die geneigten Teile 14, 16 sind in im Wesentlichen gleichartigen, jedoch entgegengesetzt geneigten Winkeln plaziert, um eine umgekehrte V-Konfiguration zu bilden, wobei der Scheitel des V sich etwa an der Äquatorebene EP des Reifens befindet. Der Zwischenabstand zwischen in Umfangsrichtung benachbarten Lamellen 12 ist konstant, kann jedoch variiert werden, um eine Steigungsanpassung des Reifens zur Optimierung der Geräuschmerkmale des Reifens zu gestatten.

Die Seiten 18, 20 der Rippe 10 haben, von oben gesehen, eine ausgedehnte, gezackte Konfiguration an der Oberfläche der Rippe 10, die mit dem Boden in Kontakt kommt, wenn der Reifen neu und nicht abgenutzt ist. Jeder Zacken 22 ist aus einer seitlich orientierten Kante 24 und einer geneigten, in Umfangsrichtung verlaufenden Kante 26 gebildet; wobei der Schnittpunkt der zwei Kanten eine Zackenspitze bildet. Die Zacken 22 an jeder Seite 18, 20 der Rippe 10 sind seitlich voneinander versetzt. Die seitlich orientierte Kante 24 hat einen großen Neigungswinkel relativ zur Äquatorebene EP, während die umfangsgerichtet verlaufende Kante 26 einen kleinen Neigungswinkel relativ zur Äquatorebene EP hat.

Eine Abfasung 28 erstreckt sich von der seitlich orientierten Kante 24 entlang jeder Seite 18, 20 der Rippe 10. Die Abfasung 28 erstreckt sich in einer Umfangsrichtung von der seitlich orientierten Kante 24 des Zackens 22 zu dem nächsten in Umfangsrichtung benachbarten Zacken 22, entlang der Seite 18, 20 der Rippe 10.

Aufgrund der Abfasung 28 hat die Rippe 10 auf Profiltiefe eine nahezu gerade Konfiguration. Die Abfasungen 28 haben eine größte Breite dort, wo die Abfasung 28 an der seitlich orientierten Kante 24 des Zackens 22 beginnt. Die Breite der Abfasung 28 verschmälert sich, da die axial äußerste Kante 30 der Abfasung 28 im Wesentlichen parallel zur Äquatorebene EP des Reifens ist, während die Seiten 18, 20 der Rippe 10 in Umfangsrichtung geneigt sind. Das Vorsehen der Abfasungen 28 hinter der stark lamellierten Rippe 10 verschafft Unterstützung für die Rippe 10, da die Lamellen 12 sich offenbiegen, wodurch sie die Rippe 10 stärken und einen guten Bodenkontaktdruck für die Rippe 10 aufrechterhalten.

2 illustriert eine Seitenansicht der Abfasung 28. Die Abfasung 28 hat einen maximale Breite an der seitlich orientierten Kante 24 des Zackens 22 und nimmt allmählich an Breite ab, wenn die Abfasung 28 sich der nächsten benachbarten Zackenspitze nähert. Damit einhergehend nimmt die Höhe h der Abfasung 28, gemessen ab der Basis der Profiltiefe, allmählich in Umfangsrichtung ab, wodurch die Seitenwand 32 der Rippe 10 freigelegt wird.

3 illustriert eine Variante der Abfasung 28. Die obere Oberfläche der Abfasung 28 ist multiplanar. Wo die Abfasung 28 an die seitlich orientierte Kante 24 anschließt, ist die Oberfläche durch einen Krümmungsradius R1 definiert, der sich einwärts von der oberen Oberfläche der Abfasung 28 befindet. Zur Basis der Abfasung 28 hin ist die Oberseite durch einen Krümmungsradius R2 definiert, der sich auswärts von der oberen Oberfläche der Abfasung 28 befindet.

Die Abfasung 28 von 4 ist eine Variante von der von 3, wobei eine flache Verstärkungsrippe 34 entlang der halben Länge der Abfasung 28 eingesetzt wird. Die Abfasung 28 bildet an mehreren Stellen eine Tangenz zu einem Kreis, wie durch R3 und R4 ersichtlich.

In einer anderen Ausführungsform der Abfasung 28, 5, hat die Oberseite der Abfasung 28 eine unterschiedliche multiplanare Konfiguration. An der maximalen seitlichen Breite neigt die Oberseite der Abfasung 28 sich abwärts zur Laufflächenkante, siehe 5a. Wenn die Abfasungsbreite abnimmt, nimmt die axial äußere Kante 30 der Abfasung 28, relativ zur Äquatorebene EP des Reifens, relativ zur vollen Profiltiefe allmählich an Höhe zu. Damit einhergehend nimmt die axial innere Kante 36 der Abfasung 28 an Höhe ab, siehe 5b. Somit nimmt, wenn die Breite der Abfasung 28 abnimmt, die Höhe zu, wodurch die Oberseite der Abfasung 28 veranlasst wird, sich zu verdrehen.

Wenn es erwünscht ist, die Laufflächenflexibilität aufrechtzuerhalten, wenn die Lauffläche abgenutzt wird, so können die Lamellen 12 in der Mittelrippe 10 sich in die Abfasungen 28 erstrecken, siehe 6. Wenn die Lauffläche unabgenutzt ist, öffnen sich die Lamellen 12 in den Abfasungen 28 während der Rotation nicht, da kein Kontakt mit der Fahrbahnfläche vorliegt, und verschafft die Abfasung 28 weiterhin Unterstützung für die Rippe 10. Nach Beginn des Laufflächenverschleißes und wenn die oberste Fläche der Abfasung 28 langsam zu einem Teil der Bodenkontaktfläche der Lauffläche wird, nimmt die effektive Rippenbreite zu und beginnt die Lamellierung der Abfasung 28 mit der restlichen Lauffläche in Wechselwirkung zu treten. Eigentlich wirken die Lamellen 12 in der Abfasung 28 als vermehrte Rillung der Lauffläche, wenn die Profiltiefe aufgrund von Abnutzung abnimmt.

Die seitlich orientierte Kante 24 jedes Zackens 22 ist in einem Winkel von gleich oder kleiner 90° geneigt, jedoch nicht weniger als 45° relativ zur Äquatorebene EP. In der Lauffläche von 1 ist die seitlich orientierte Kante 24 jedes Zackens 22 um etwa 45° relativ zur Äquatorebene EP geneigt. Die seitlich orientierten Kanten 24 jedes Zackens 22 an jeder Seite 18, 20 der Rippe 10 sind als versetzte Spiegelbilder voneinander geneigt. Die umfangsgerichtet verlaufende Kante 26 ist in einem Winkel von etwa 0° bis 30° relativ zur Äquatorebene EP des Reifens geneigt. Wenn die umfangsgerichtet verlaufenden Kanten 26 im Wesentlichen parallel zur EP sind, dann sind die umfangsgerichtet benachbarten seitlich orientierten Kanten 24 in entgegengesetzte Richtungen geneigt; oder ansonsten wird die Rippe 10 über die Lauffläche "wandern". Da die Abfasungen 28 sich von den seitlich orientierten Kanten 24 aus erstrecken, erstrecken sich die Abfasungen 28 an jeder Seite 18, 20 der Rippe 10 in dieselbe Richtung.

Benachbart zur Mittelrippe 10 befindet sich eine Vielzahl steil schräggestellter Rillen 38 in jedem Seitenbereich B der Lauffläche. Die Rillen 38 in jedem Seitenbereich B der Lauffläche sind in Umfangsrichtung versetzt von den Rillen 38 in dem gegenüberliegenden Seitenbereich B. Die Rillen 38 beginnen am Schnittpunkt des Mittenbereichs A und der Seitenbereiche B. Am Schnittpunkt haben die Rillen 38 einen sehr niedrigen Neigungswinkel relativ zur EP der Reifenlauffläche und nehmen allmählich an Neigung zu. Der Großteil jeder Rille 38 hat einen Neigungswinkel &agr; von 20° bis 50° relativ zur Umfangsrichtung des Reifens, gemessen an der Mittellinie der Rille 38.

Wenn die Rillen 38 die Seitenbereiche B der Lauffläche überqueren, variiert die Rillenbreite. Dicht an der Mittelrippe 10 ist die Rillenbreite relativ groß, obwohl teilweise von der Abfasung 28 eingenommen, und wenn sie den Seitenbereich überquert, nimmt die Breite ab und erweitert sich dann, bevor sie an der Laufflächenkante wieder abnimmt. Der Bereich relativ größerer Breite im Mittelteil der Rille 38 befindet sich etwa am Mittelpunkt der Seitenbereiche B. Der Teil der Rille 38 mit der größten Breite, gemessen senkrecht zur Rillenmittellinie, hat eine maximale Breite Wx von 1,5 Mal der Breite Wn der minimalen Rillenbreite der steil schräggestellten Rillen 38.

An der Laufflächenkante steigt der Neigungswinkel der Rille 38 an, wobei er sich 85° nähert. An der Laufflächenkante haben die Rillen einen Winkel von 70°–85°.

In Umfangsrichtung benachbarte steil schräggestellte Rillen 38 bilden in Umfangsrichtung benachbarte Rippenblöcke 40. Die Blöcke 40 beginnen benachbart zu der Rippe 10 und erstrecken sich zur Laufflächenkante. An der Laufflächenkante steigt die Blockbreite an. Die Blöcke 40 erstrecken sich durchlaufend durch die Seitenbereiche B, jedoch können, falls dies für erhöhten Wasserfluss und Traktion gewünscht wird, umfangsgerichtete Rillen in den Seitenbereichen B vorgesehen sein, um kleinere Blöcke zu bilden.

An der axial innersten Kante 42 der Blöcke 40 und sich in den Schnittpunkt von benachbarten steil schräggestellten Rillen 38 erstreckend, verlaufen geneigte Abfasungen 44. Jede Abfasung 44 hat eine umfangsgerichtete Länge von 1/60-tel bis 1/40-tel der Umfangslänge des Reifens. Relativ zur Umfangslänge des zugeordneten Profilblocks 40 hat die Abfasung 44 eine Länge von 5% bis 20% der Blocklänge, wobei die Blocklänge entlang parallel zur Äquatorebene und unter Ausschluss der Abfasungslänge gemessen wird.

Da die Abfasung 44 sich in den Schnittpunkt der Rillen 38 erstreckt, nimmt das Gebiet der Rillen mit vermehrter Höhe der Abfasung 44 ab. Aufgrund der Positionierung der Blockabfasung 44 benachbart zu den Rippenabfasungen 38 wird jedoch die Fähigkeit, dass Wasser in die Rillen 38 fließen kann, nicht beeinträchtigt. Wenn die Rippenabfasung 28 an Breite und Höhe abnimmt, nimmt die Blockabfasung 44 an Breite und Höhe zu. Die Plazierung der umfangsgerichtet verlaufenden Rippenabfasungen 28 in Kombination mit den vorwiegend umfangsgerichtet verlaufenden Blockabfasungen 44 nähern sich effektiv einem Paar breiter umfangsgerichteter Rillen an. Somit wird der Wasserfluss in der Lauffläche aufrechterhalten, wie auch die Steifigkeit des zentralen Profilbereichs.

Die Rippenabfasung 44 kann jedes der Abfasungsprofile aufweisen, wie in den 25 gezeigt. Wenn die Abfasung von 5 als Rippenabfasung 44 verwendet wird, so sollte die Abfasungskante, die an Höhe abnimmt, die axial äußere Kante sein, relativ zur EP. Durch Plazieren dieser Kante als äußere Kante wird Wasser in die Rillen benachbart zu der Rippe 10 abgeleitet.

Das Netto-Brutto-Verhältnis der Lauffläche und der verschiedenen Bereiche der Lauffläche reflektiert die Fähigkeit, Wasser zu bewegen. Wenn mit nur zwei Zonen betrachtet, wie in 1 dargestellt, so hat der Mittenbereich ein Netto-Brutto-Verhältnis von 50 bis 63% und hat jeder Seitenbereich ein Netto-Brutto-Verhältnis von 55 bis 70%.

Zur umfassenderen Würdigung der Wasserflussleistung der Lauffläche können zusätzliche Zonen in jeder Laufflächenhälfte identifiziert werden. Die Zone F, welche die durch die benachbarten Abfassungen effektiv erzeugten breiten umfangsgerichteten Rillen umfasst, gemessen ab der axial innersten Kante der Rippenabfasung 28 und der axial äußersten Kante der Blockabfasung 44, hat ein Netto-Brutto-Verhältnis von 22 bis 35%, wenn die Lauffläche neu ist. wenn die Lauffläche sich abnutzt, nimmmt dieses Netto-Brutto-Verhältnis zu. von der axial äußersten Kante der Blockabfasung 44 zu einem Standort, wo die Rillen 38 an Breite abzunehmen beginnen, hat die Zone C ein Netto-Brutto-Verhältnis von 50% bis 65%. Die axial äußere Kante der Lauffläche, Zone E, hat ein Netto-Brutto-Verhältnis von 75% bis 85%, typisch für die Laufflächenkanten eines Reifens, um die Profilkantensteifigkeit aufrechtzuerhalten. Von der Laufflächenkante zur Laufflächenmitte verlaufend nimmt das Netto-Brutto-Verhältnis ab, bis es aufgrund der Rippe 10 an der Laufflächenmitte ein Maximum erreicht.

Lamellen 46 sind entlang der umfangsgerichteten Länge des Blocks 40 beabstandet. Die Lamellendichte ist zur Laufflächenmitte hin am größten und nimmt in Richtung der Laufflächenkanten ab. An dem axial inneren Teil des Blocks 40 hat die Lamellendichte eine maximale Dichte gleich der Rippenlamellendichte mit einer Mindestdichte von 1 bis 5 Lamellen pro Zoll (0,393–1,97 Lamellen/cm). An dem axial äußeren Teil des Blocks 40 liegt die Lamellendichte im Bereich von 0,5 bis 3 Lamellen pro Zoll (0,2 bis 1,18 Lamellen/cm). Die Schwankung in der Blocklamellendichte wirkt mit der hochdichten Lamellierung in der Profilrippe 10 zusammen, um die Laufflächensteifigkeit allmählich zu variieren. Zusätzlich, wie zuvor angemerkt, verbessert die stärkere Lamellierung in der Mitte der Lauffläche die Schneefahrleistung des Reifens durch Erhöhen der Anzahl von Laufflächenkanten in der Mitte des Reifens, während für eine steife Lauffläche an den äußeren Laufflächenzonen gesorgt wird.

An den axial äußersten 25% jedes Seitenbereichs B erstrecken die Lamellen 46 sich in die Profilschultern. Zur Unterstützung der Wasserabfuhr und Flexibilität an der Laufflächenkante können die Lamellen 46 eine erhöhte Breite haben, wie bei 1 illustriert. Jede Lamelle 46 in der Schulter hat einen Teil 48 mit breiter Breite und einen Teil 50 mit schmaler Breite. In jedem Block sind die Lamellen 46 so angeordnet, dass die Teile 48 mit breiter Breite und die Teile 50 mit schmaler Breite sich in Umfangsrichtung abwechseln.

Für die in 1 dargestellte richtungsgebundene Lauffläche sind die steil schräggestellten Rillen 38 in jedem Seitenbereich B Spiegelbilder, jedoch seitlich versetzt, der steil schräggestellten Rillen 38 in dem gegenüberliegenden Seitenbereich B. Auch sind aufgrund der richtungsgebundenen Natur der Lauffläche alle Rippenabfasungen 28 in eine Richtung gewendet und sind alle Blockabfasungen 44 in die entgegengesetzte Richtung gewendet.

7 illustriert die vorangehend beschriebene Reifenlauffläche als eine nicht richtungsgebundene Reifenlauffläche. Die steil schräggestellten Rillen 38 in jedem Seitenbereich B sind seitlich versetzte umgekehrte Spiegelbilder der Rillen 38 in dem gegenüberliegenden Seitenbereich B. Die seitlich orientierten Kanten 24 an der einen Mittelrippe 10 sind in derselben Richtung geneigt. Zur Aufrechterhaltung der gezackten Konfiguration sind die umfangsgerichtet verlaufenden Kanten 26 in derselben Richtung geneigt, parallel zueinander. Die Rippenabfasungen 28 an gegenüberliegenden Seiten der Rippe 10 weisen in entgegengesetzte Richtungen, während die Blockabfasungen 44 in jedem Seitenbereich B in die entgegengesetzte Richtung von den Blockabfasungen 44 in dem gegenüberliegenden Seitenbereich B weisen.

Die Lamellen 52 in der Rippe 10 der nicht richtungsgebundenen Lauffläche sind aus drei Teilen gebildet, wobei der erste und dritte Teil 52A, 52B der Lamelle 52 in im Wesentlichen gleichen Neigungswinkeln geneigt sind. Die Blocklamellen 54 in den Seitenbereichen B sind in Winkeln geneigt, die im Wesentlichen gleich, jedoch nicht mehr als 10° größer, als der benachbart zu dem relativen Seitenbereich befindliche Rippenlamellenteil sind. In der vorliegenden Lauffläche ist das Gesamtlamellenmuster für die gesamte Lauffläche in einem Winkel entgegengesetzt zu dem der steil schräggestellten Rillen geneigt.

Andere Merkmale der nicht richtungsgebundenen Lauffläche können identisch zu denen der richtungsgebundenen Lauffläche sein, mit zulässigen Abwandlungen in Übereinstimmung mit den bereits erörterten.


Anspruch[de]
Ein Luftreifen, umfassend eine Lauffläche und Schultern benachbart zu der Lauffläche, wobei die Lauffläche einen Mittenbereich (A) und ein Paar einander gegenüberliegender Seitenbereiche (B) umfasst, wobei die Lauffläche weiter eine in Umfangsrichtung verlaufende Rippe (10) in dem Mittenbereich (A) umfasst, und eine Vielzahl steil schräggestellter Rillen (38), die in einem Winkel relativ zur Umfangsrichtung des Reifens in jedem Seitenbereich (B) geneigt sind,

wobei die steil schräggestellten Rillen (38) in jedem Seitenbereich (B) am Schnittpunkt des Mittenbereichs (A) und der Seitenbereiche (B) beginnen und vorzugsweise in den Schultern enden, wobei sie in Umfangsrichtung benachbarte Profilblöcke (40) bilden, wobei die Blöcke (40) sich von dem Mittenbereich (A) zu den Seitenbereichen (B) oder den Schultern erstrecken und eine Vielzahl von Lamellen (46, 54) aufweisen,

wobei die Lauffläche dadurch gekennzeichnet ist, dass

die Rippe (10) eine Vielzahl von Lamellen (12) aufweist, die sich über die volle Breite der Rippe (10) erstrecken, wobei die Lamellen (12) eine Dichte von 2 bis 8 Lamellen pro Zoll (0,78–3,15 Lamellen pro cm) haben,

die Beabstandung zwischen benachbarten Lamellen (12) in den Blöcken (40) zu den Profilschultern hin zunimmt, und

die Lauffläche eine größere Lamellendichte im Mittenbereich (A) des Reifens hat als in den Seitenbereichen (B).
Der Reifen von Anspruch 1, wobei die Lamellen (12) in der Profilrippe (10) aus wenigstens zwei geneigten Teilen (14, 16) bestehen, Der Reifen von Anspruch 1 oder 2, wobei die Lamellen (46, 54) in den Blöcken (40) senkrecht zu den steil schräggestellten Rillen (38) orientiert sind. Der Reifen von wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Lamellen (12) in der Profilrippe (10) zwei Abschnitte haben, die aus Teilen, die mit gleichen, jedoch entgegengesetzten Winkeln geneigt sind, gebildet sind, und die Lamellen (46, 54) in den Blöcken (40) in derselben Richtung geneigt sind wie der am dichtesten benachbarte Lamellenteil in der Profilrippe (10). Der Reifen von wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Lamellen (46, 54) in den axial äußersten 25% jedes Seitenbereichs (B) sich in die Profilschultern erstrecken. Der Reifen von wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei jede sich in die Schulter erstreckende Lamelle (46, 54) einen Teil (48, 50) mit breiter und mit schmaler Breite aufweist, sodass der Teil (48) mit breiter Breite jeder Lamelle in einem Einzelblock in Umfangsrichtung einem Teil (50) mit schmaler Breite des benachbarten Blocks benachbart ist. Der Reifen von wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Block (40) an dem axial inneren Teil des Blocks (40) eine Lamellendichte von 1 bis 5 Lamellen pro Zoll (0,393–1,97 Lamellen/cm) hat und der Block (40) an dem axial äußeren Teil des Blocks (40) eine Lamellendichte von 0,5 bis 3 Lamellen pro Zoll (0,2–1,18 Lamellen/cm) hat. Der Reifen von wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Netto-Brutto-Verhältnis des Reifens von der Laufflächenkante zur Laufflächenmitte hin abnimmt, mit einem maximalen Netto-Brutto-Verhältnis an der Äquatorebene (EP) des Reifens.






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