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Dokumentenidentifikation DE602004005171T2 15.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001609900
Titel Nadelwebmaschine mit automatischem Wechsel des Schussfadens
Anmelder Zorini, Luigi Omodeo, Cilavegna, IT
Erfinder Zorini, Luigi Omodeo, 27024 Cilavegna (Pavia), IT
Vertreter v. Füner Ebbinghaus Finck Hano, 81541 München
DE-Aktenzeichen 602004005171
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 25.06.2004
EP-Aktenzeichen 044254621
EP-Offenlegungsdatum 28.12.2005
EP date of grant 07.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse D03D 35/00(2006.01)A, F, I, 20070206, B, H, EP
IPC-Nebenklasse D03D 47/10(2006.01)A, L, I, 20070206, B, H, EP   D03D 47/38(2006.01)A, L, I, 20070206, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung hat als Gegenstand eine Nadelwebmaschine mit automatischem Wechsel des Schussfadens.

Bei den Webmaschinen erfolgt die Bildung des der Webware unter gegenseitiger Verflechtung einer Vielzahl von Kett- und Schussfäden, die zweckmäßiger Weise von entsprechenden Weborganen ergriffen werden.

Wie bekannt umfassen die als Nadelwebmaschinen bezeichneten Webmaschinen einen oder mehrere Köpfe zur Bildung einer Webware, im Bereich derer die von entsprechenden, an einem Spulengatter eingebauten Kettbäumen kommenden Kettfäden und die Schussfäden verflochten werden, die von entsprechenden Spulen abgewickelt werden, die an einem ihnen zugeordneten und von geeigneten Vorrichtungen gespeisten Spulengatter angebracht sind. Die Nadelwebmaschinen werden zur Herstellung von Webwaren unbestimmter Länge, jedoch mit Breiten verwendet, die in der Größenordnung von wenigen Zentimetern, wie beispielsweise Bändern, Borten, Schulterstücke usw. enthalten sind.

Jeder Bildungskopf umfasst im Wesentlichen eine Tragplatte, welche die Ebene zur Bildung der Webware festlegt, mindestens ein Paar von Litzen, die dazu dienen, die der Tragplatte zugeführten Kettfäden wahlweise anzuheben und abzusenken, eine Sichel, die einen oder mehrere Schussfäden zwischen die Kettfäden in einer gegenüber den Kettefäden querliegenden Richtung bringt, eine Nadel, die dazu dienst, die Schussfäden zurückzuhalten, bevor diese zwischen den Kettfäden durch den Effekt der Litzenbewegung gefangen werden, und einen Kamm, der nach jeder Passage der Sichel die Schussfäden auf der schon gebildeten Webware verdichtet. Zweckmäßige vor der Bildungsstation angeordnete Mittel halten die Webware gespannt und ermöglichen deren Austritt aus der Webmaschine.

Bekannt sind Nadelwebmaschinen, die imstande sind, zwei oder mehrere Schussfäden verschiedener Farbe oder verschiedenen Materials der Sichel zuzuführen und zu wählen, welcher dieser Fäden bei jeder Passage der Sichel selbst in der Webware eingeschlossen werden soll. Nadelwebmaschinen dieser Art erlauben z.B. die Herstellung von Bändern mit vielfarbigen Quersträhnen.

Zu diesem Zweck besitzen die Webmaschinen des bekannten Standes der Technik eine besondere Führungsvorrichtung, die vor der Sichel angeordnet ist, welche die vertikale Bewegung eines jeden der Schussfäden zwischen einer aktiven Stellung, in der er von der Sichel eingehängt wird, und einer passiven Stellung erlaubt, in der die Sichel nicht imstande ist, ihn zu fangen.

Diese Vorrichtung ist in der Nähe der Tragplatte und des Kammes angeordnet und umfasst so viele bewegliche Führungsmaschen, wie viele es die Schussfäden sind. Jede Masche besitzt ein Auge, in dem ein Schussfaden durchläuft, bevor er die Sichel erreicht. Jede Masche ist üblicherweise zwischen einer unteren Stellung, einer Zwischenstellung und einer oberen Stellung vertikal beweglich. Die Sichel ist mit einem Haken versehen, von dem der Schussfaden ergriffen wird, sobald dieser letztere durch eine bewegliche Masche in die Zwischenstellung gebracht wird, während die anderen Maschen sich in einer der Endstellungen befindet.

Die Verstellung der Führungsmaschen gemäß dem Stand der Technik wird durch komplizierte Bewegungsübertragungsmechanismen erhalten, die mit der Hauptmotorwelle der Nadelwebmaschine verbunden sind und imstande sind, die periodische Bewegung der Welle in unterschiedliche, jedoch in Korrelation stehende Bewegungen der einzelnen Führungsmaschen umzuwandeln.

Die Übertragungsmechanismen bekannter Art werden durch mechanische Vorgelege und/oder magnetische Antriebe gebildet, die imstande sind, eine der Führungsmaschen aufgrund der Winkelarbeitsphase der Antriebswelle einzuhaken oder loszulassen.

Als Folge kann bei einem Großteil der bekannten Nadelwebmaschine das Bewegungsgesetz der Führungsmaschen nicht geändert werden, wenn nicht der gesamte Übertragungsmechanismus neu konstruiert wird.

Es sind überdies Nadelwebmaschinen bekannt, welche die Bewegungen der Führungsmaschen zu ändern erlauben, bei denen unvorteilhafter Weise die Übertragungsmechanismen materiell abgeändert werden müssen, über, z.B. den Austausch von Teilen oder die Montage derselben in verschiedenen Konfigurationen, um von einem Muster auf das andere überzugehen.

Jedenfalls erlauben die Nadelwebmaschinen bekannter Art nicht, das Bewegungsgesetz der Führungsmaschen und daher die Verteilung der Kette in der Webware während der Bearbeitung zu ändern.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Beseitigung der oben angeführten Nachteile, indem eine Nadelwebmaschine mit automatischem Wechsel des Schussfadens vorgeschlagen wird, der sehr vielseitiger als die bekannten Webmaschinen ist.

Aus dem Dokument EP 1 353 000 ist auch eine Schussfadenkontrollvorrichtung für eine Webmaschine für Bänder bekannt, die Antriebe, die an einem Plattenkomplex angebracht sind, und Kontrollstangen umfasst, die jeweils beweglich an einem entsprechenden der Antriebe über einen Kontrollfaden verbunden ist und wobei jede Kontrollstange einen Faden für den Schuss in einem seinen distalen Ende derart besitzt, dass dem Schuss ermöglicht wird, über den Schussfaden gehen zu lassen. Es sind Federn angebracht, jede um eine entsprechende Kontrollstange, um der entsprechenden Kontrollstange eine Rückholkraft zu liefern. Die Verstellung der Kontrollstangen seitens der Antriebe ist imstande, den Schuss zu einer spezifischen Position für die Auswahl seitens der Webmaschine für Bänder zu führen.

Insbesondere ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Nadelwebmaschine vorzuschlagen, die erlaubt, das Bewegungsgesetz der Führungsmaschen der Schussfäden zu wechseln, um gleichfalls die Verteilung der Schussfäden in der Webware und daher die Art der hergestellten Ware zu ändern.

Es ist überdies Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Nadelwebmaschine mit automatischem Wechsel des Schussfadens zu schaffen, dessen Verstellmittel der Führungsmaschen konstruktiv einfach und zuverlässig sind.

Diese und weitere Aufgaben werden im Wesentlichen durch eine Nadelwebmaschine mit automatischem Wechsel des Schussfadens gelöst, umfassend die in einem oder mehreren beigefügten Patentansprüchen wiedergegebenen Merkmale.

Nun wird beispielsweise und nicht begrenzend die Beschreibung einer bevorzugten, jedoch nicht begrenzenden Ausführungsform einer Nadelwebmaschine mit automatischem Wechsel des Schussfadens wiedergegeben, wobei,

1 einen schematischen Stirnaufriss mit einigen ausgelassenen Teilen zur besseren Verständlichkeit von anderen, einer Nadelwebmaschine mit automatischem Wechsel des Schussfadens gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;

2 einen schematischen Seitenaufriss der Webmaschine aus 1 zeigt;

3 eine schematische Draufsicht der Webmaschine aus 1 zeigt; und

4 eine schaubildliche, vergrößerte Ansicht einer Einzelheit aus 1, 2 und 3 zeigen.

Unter Bezugnahme auf die genannten Figuren, ist mit der Bezugsziffer 1 eine Nadelwebmaschine mit automatischem Wechsel des Schussfadens gemäß der vorliegenden Erfindung angegeben.

Die Nadelwebmaschine 1 umfasst einen Tragaufbau 2, an dem mindestens ein Kopf 3 zur Bildung einer Webware "P" (im einzelnen in 4 erläutert) eingebaut ist. In den beigefügten Zeichnungen weist die Webmaschine 1 vier Bildungsköpfe 3 auf, die längs einer vorgegebenen Achse "X" (3) aneinander gereiht sind, die imstande sind gleichzeitig ebenso viele Webwaren "P" herzustellen.

Wie besser in 4 erläutert, umfasst gemäß einem Schema bekannter Art der Bildungskopf 3 eine Tragplatte 4, die eine vorgegebene Bildungsebene 5 aufweist, auf der die Webware "P" aufliegt.

Vor der Tragplatte 4 weist der Bildungskopf 3 mindestens zwei Litzen 6, bevorzugter Weise eine Vielzahl von Litzen 6 auf.

Aus Verständlichkeitsgründen sind in 1, 2 und 3 die Litzen 6 nicht erläutert und die Bildungsköpfe 3 sind nur schematisch dargestellt.

Die Litze 6 ist ein Element, das imstande ist, die Kettfäden "O" anzuheben und abzusenken, die von ihr ergriffen werden, während sie in Richtung der Tragplatte 4 zugeführt werden. Jede Litze 6 umfasst eine Vielzahl von Maschen 7, von denen jede mit einem Auge 8 versehen ist, die von einem Kettfaden "O" durchlaufen wird. Die Maschen 7 sind an einem Paar von Litzenschienen 6a (4) angebracht, die mit einer Hin- und Herbewegung längs einer zur Bildungsebene 5 senkrechten Ebene bewegt werden. Jede Litze 6 ergreift eine Gruppe von Kettfäden "O", von denen nur zwei in 4 dargestellt sind, und wird üblicherweise zwischen zwei oder drei Arbeitsstellungen bewegt.

Die Litzen 6 können durch eine Gleitkette oder einer Nockenkette geführt werden, die mit einer Hauptantriebswelle der Webmaschine 1 verbunden ist oder durch elektromechanische Antriebe, die gemäß vorgegebenen Programmen gesteuert werden.

Die Kettfäden "O" stammen von entsprechenden Kettbäumen bekannter und nicht dargestellter Art, die beispielsweise einem Spulengatter eingebaut sind und durch zweckmäßige Mittel der Tragplatte 4 über die Litzen 6 zugeführt werden. Insbesondere laufen die Kettfäden "O" durch die Augen 8 der Maschen 7 der Litzen 6 und laufen in Richtung der Bildungsebene 5 zusammen, wo sie mit mindestens einem Schussfaden "T" zur Bildung der Webware "P" (4) verflochten werden.

Noch insbesondere liegen die durch eine einzelne Litze 6 gefangenen Kettfäden "O" in einer und derselben Ebene und die durch die Kettfäden "O" der verschiedenen Litzen 6 festgelegten Ebenen schneiden sich im Bereich der Tragplatte 4.

Nach der Tragplatte 4 weist die Webmaschine 1 zweckmäßige, nicht erläuterte Mittel bekannter Art auf, welche die schon gebildete Webware "P" und die von den Litzen 6 stammenden Kettfäden "O" in Spannung halten, wobei deren Austritt erlaubt wird.

Der Kopf 3 umfasst überdies mindestens eine Sichel 9, die abwechselnd mindestens zwei Schussfäden "T" quer durch die Kettfäden "O" bringt.

Jeder der Schussfäden "T" wird von einer entsprechenden, an einem Gatter angeordneten Spule abgewickelt und auf vorteilhafter Weise der Sichel 9 über Zuführmittel 10 (2) und einer entsprechenden beweglichen Führung 11 zugeführt, die in der Nähe der Tragplatte 4 angeordnet ist (2 und 4).

Jede der beweglichen Führungen 11 weist bevorzugter Weise einen Aufbau ähnlich einer Masche einer Litze 6 auf. Sie besteht aus einer vertikalen Stange, die mit einem Auge 12 versehen ist, innerhalb dem ein Schussfaden "T" (4) läuft, bevor er bei der Sichel 9 ankommt.

Jede der beweglichen Führungen 11 wird längs einer vertikalen Richtung mit einer Hin- und Herbewegung bewegt, die bevorzugter Weise gegenüber der Bewegungen der anderen Führungen 11 über in 1, 2, 3 und nur teilweise in 4 dargestellten Antriebsmittel 13 derart phasenverschoben ist, dass die Höhe der Augen 12 geändert werden, die die Schussfäden "T" und den Anteil der Schussfäden "T" selbst führen.

Die Sichel 9 weist einen U-förmig ausgebildeten Arm 14 mit einem ersten Ende 14a, das um eine zur vorgegebenen Bildungsebene 5 senkrechten Achse angelenkt ist und ein zweites Ende 14b auf, das mit einem, bevorzugter Weise schwalbenschwanzförmigen Haken 16 versehen ist, der imstande ist, einen der Schussfäden "T" zu fangen, um ihn in Eingriff mit den Kettfäden "O" an der Tragplatte 4 in Eingriff zu bringen.

Gemäß einem Schema bekannter Art, führt die Sichel 9 eine wechselweise ausgeführte Drehbewegung gemäß einem Kreisbogen derart aus, dass der Haken 16 sich gegenüber den Kettfäden "O" zyklisch den bzw. von den Kettfäden "O" nähern bzw. entfernen.

Insbesondere ist der Haken 16 zwischen einer ersten Stellung, in der er einem ersten seitlichen Ende 4a der Tragplatte 4 angereiht ist, und einer zweiten Stellung beweglich, in der er einem zweiten seitlichen Ende 4b der Tragplatte 4 angereiht ist.

Der Haken 16 der Sichel 6 fängt und fördert in Richtung des zweiten seitlichen Endes 4b der Tragplatte 4 den Schussfaden "T", der von der entsprechenden beweglichen Führung 11 im Bereich einer vorgegebenen Höhe angeordnet ist, während die anderen höher oder tiefer positionierten Schussfäden "T" nicht gefangen werden.

Um zu vermeiden, dass die vom Haken 16 nicht ergriffenen Schussfäden "T" nicht mit anderen Teilen der Webmaschine 1 sich überschneiden können oder, gegeben durch die hohen Geschwindigkeiten, beginnen zu schwingen, wobei es für die Sichel 9 unmöglich wird, sie in einem nachfolgenden Arbeitsgang zu fangen, weist die Sichel 9 bevorzugter Weise zwei übereinander liegende Arme 9a, 9b auf, die im Bereich des zweiten Endes 14b durch einen bogenförmigen Abschnitt 9c verbunden sind. Die beiden Arme 9a, 9b begrenzen einen Spalt 17, durch den alle Schussfäden "T" laufen, unabhängig von der Tatsache, dass sie mehr oder weniger durch den Haken 16 gefangen werden. In der dargestellten Ausführungsform, liegt der Haken 16 am oberen Arm 9a fest und erstreckt sich innerhalb des Spaltes 17.

Im Bereich des zweiten seitlichen Endes 4b der Tragplatte 4, weist der Kopf 3 mindestens eine bewegliche Nadel 18 auf, deren Aufgabe es ist, zeitweise am eigenen Ende den Schussfaden "T" zurückzuhalten, der von der Sichel 9 in der zweiten Stellung getragen wird, bis dieser Schussfaden "T" nicht mit den Kettfäden "O" verflochten wird. Die Nadel 18 bewegt sich gegenüber der Tragplatte 4 zwischen einer zurückgezogenen Stellung im Bereich der ersten Stellung der Sichel 9, und einer vorgerückten Stellung bewegt, die der zweiten Stellung der Sichel 9 entspricht. Eine der Nadeln 18 angereihte Nadelvorrichtung dient dazu, den Schussfaden "T" am Ende der Nadel 18 selbst zu laden.

Der Bildungskopf 3 umfasst schließlich einen Kamm 20, dessen Doppelfunktion darin liegt, die Kettfäden "O" getrennt zu halten und die Schussfäden "T" gegen die schon gebildete Webware "P" zu spannen, bevorzugter Weise nach jedem Durchgang der Sichel 9. Der Kamm 20 ist zwischen der Tragplatte 4 und den Litzen 6 eingebaut und weist einen Rahmen von Lamellen oder vertikalen Stangen auf, die parallel in einer starren Fassung befestigt sind. Der Kamm 20 ist zwischen einer Freigabestellung, in der er von der Tragplatte 4 und von der gebildeten Webware "P" beabstandet ist, und einer Verdichtungsstelle beweglich, in der er der Tragplatte 4 angenähert ist, um den oder die Schussfäden "T" zu verdichten.

Vorteilhafter Weise und verschieden von den Webmaschinen bekannter Art, sind die zur Verstellung der beweglichen Führungen 11 der Schussfäden "T" vorgesehenen Antriebsmittel umfassen so. viele Elektromotoren 21, so viel wie es die beweglichen Führungen 11 eines einzelnen Bildungskopfes 3 (1, 2 und 3) sind. Jeder Elektromotor 21, bevorzugter Weise ein Schrittmotor oder Brushless, ist mit einer entsprechenden, beweglichen Führung 11 verbunden, um sie unabhängig von den anderen zu verstellen.

Bevorzugter Weise, wie in 1 dargestellt, ist jeder der Elektromotoren 21 mit den homologen beweglichen Führungen 11 der gesamten Köpfe 3 verbunden.

Unter dem Begriff "homologe Führungen" sind Führungen 11 der verschiedenen Köpfe 3 zu verstehen, die in derselben gegenseitigen Stellung gegenüber den übrigen beweglichen Führungen 11 eines einzelnen Kopfes 3 angeordnet sind und dieselbe Reihenfolge der Bewegungen ausführen.

Auf diese Art und Weise arbeiten alle durch eine einzige Gruppe von Elektromotoren 21 gesteuerten Köpfe 3 einer einzelnen Webmaschine 1 parallel um identische Fertigwaren herzustellen. Gemäß nicht erläuterten Ausführungsvarianten, gehört dem Schutzbereich der vorliegenden Erfindung auch eine Webmaschine 1 an, die mit Elektromotoren 21 versehen ist, die spezifisch den beweglichen Führungen 11 eines jeden einzelnen Kopfes 3 zugeordnet sind, die daher imstande sind, gleichzeitig verschiedene Fertigwaren herzustellen.

Die Elektromotoren 21 sind wirksam mit einer programmierbaren Kontrolleinheit 22 (schematisch erläutert in 2), bevorzugter Weise mit einem Mikroprozessor verbunden, der imstande ist, die Verstellung einer jeden einzelnen Führung 11 aufgrund von spezifischen von einer Bedienungsperson eingestellten Arbeitsprogrammen zu verwalten.

Die Einheit 22 ist überdies mit, nur schematisch erläuterten Fühlermitteln 23 verbunden, die mindestens einen Parameter des Arbeitsganges der Webmaschine 1 erfassen und der Einheit 22 selbst übertragen, welche die Funktion eines Bezugssignals für diese Einheit 22 erfüllt. Bevorzugter Weise bestehen die Fühlermittel 23 aus einem Encoder, der beispielsweise in der Nähe der Hauptantriebswelle angeordnet ist, um in jedem Augenblick die Winkelstellung der Welle und den genauen Arbeitsgang der Webmaschine 1 zu erfassen. Der Encoder 23 erlaubt über die Software die Winkelstellung der Hauptantriebswelle einzustellen, im Bereich der der Eingriff der Elektromotoren 21 und die Verstellung der beweglichen Führungen 11 erfolgt.

Die Elektromotoren 21 sind an einem oberen Abschnitt 24 des Tragaufbaus 2 oberhalb der Bildungsköpfe 3 angeordnet. Insbesondere begrenzt der obere Abschnitt 24 eine horizontale Ebene 15, auf der die Motoren 21 aufliegen und befestigt sind, jeder mit der eigenen Welle 26, die parallel zur Achse "X" der gegenseitigen Ausrichtung der Bildungsköpfe 3 (3) ausgerichtet sind.

In der erläuterten Ausführungsform weist die Webmaschine 1 zwei Bildungsköpfe 3 auf, von denen jeder mit drei beweglichen Führungen 11 versehen ist, die zueinander angereiht sind und vertikal innerhalb von Stützen 27 verschiebbar sind, die auf dem Tragaufbau 2 (1, 2 und 4) fest angebracht sind.

Auf der horizontalen Ebene 25 sind drei Elektromotoren 21 angeordnet, die den beweglichen Führungen 11 zugeordnet sind.

Bewegungsübertragungsmittel 28 sind zwischen jedem Elektromotor 21 und der entsprechenden beweglichen Führung 11 oder den entsprechenden, homologen beweglichen Führungen 11 zwischengeschaltet.

Eingehend auf die konstruktive Einzelheit der erläuterten Lösung, umfassen die Bewegungsübertragungsmittel 28 ein Vorlegegetriebe 29, das mit dem Elektromotor 21 verbunden ist, und ein biegsames Element 30.

Das biegsame Element 30 in der Form einer Schnur weist ein erstes Ende 30a, das mit einem ersten Ende 11a der beweglichen Führungen 11 verbunden ist, und ein zweites Ende 30b auf, das mit dem Vorlegegetriebe 29 verbunden ist. Eine Rückholfeder 31 verbindet ein zweites Ende 11b der beweglichen, der ersten abgewandten Führung 11 mit dem Tragaufbau 2.

Das Vorlegegetriebe 29 besteht aus einer Kurbel 32, einem Pleuel 33 und einem Kipphebel 34, die auf einer horizontalen Ebene 25 angeordnet sind. In der 2 ist einer der Elektromotoren 21 nicht dargestellt, um den Aufbau besser verständlich zu gestalten. Die Kurbel 32 ist auf der Welle 26 des Elektromotors 21 aufgekeilt, der Pleuel 33 besitzt ein erstes Ende 33a, das an der Kurbel 32 angelenkt ist, und ein zweites Ende 33b, das an einem ersten Ende 34a des Kipphebels 34 angelenkt ist (2).

Der Kipphebel 34 weist ein zweites Ende 34b auf, das mit dem zweiten Ende 30b des biegsamen Elementes 30 verbunden ist, und ein drittes Ende 34c, das am oberen Abschnitt 24 des Tragaufbaus 2 über einen Bügel 35 angelenkt ist.

Das zweite Ende 34b des Kipphebels 34 trägt an demselben angelenkt einen Haken 36, an dem ein Auge 37 angreift, das im Bereich des zweiten Endes 30b des biegsamen Elementes 30 (2 und 3) gebildet ist.

Die erläuterte Webmaschine 1 weist eine Vielzahl von biegsamen Elementen 30 auf, die jeden Elektromotor 21 zugeordnet sind, um den Kipphebel 34 mit den gesamten, homologen Führungen 11 der Bildungsköpfe 3 (1) zu verbinden.

Die biegsamen Elemente 30 sind in Richtung der entsprechenden Köpfe 3 über Langlöcher geführt, die in eigens dafür vorgesehenen Führungselementen 38 ausgenommen sind, die am Tragaufbau 2 zwischen den Motoren 21 und den Bildungsköpfen 3 angebracht sind.

In Übereinstimmung mit der bevorzugten und dargestellten Ausführungsform, ist die Webmaschine 1 überdies mit mindestens einer beweglichen Hilfsführung 39, bevorzugter Weise zwei, versehen, die im Aufbau ähnlich den beweglichen Führungen 11 für die Schussfäden "T" ähnlich sind, jedoch in der Nähe der Litze 6 positioniert sind, nach oder vor den Litzen 6 selbst gegenüber einer Vorschubrichtung der Kettfäden "O" in Richtung der Tragplatte 4. Auch die bewegliche Hilfsführung 39 ist innerhalb von Stützen 27 verschiebbar, die am Tragaufbau 2 festliegen.

Gemäß einem Schema bekannter Art, fangt die Hilfsführung 39 einen Hilfskettfaden "Oa" auf, der längs einer vertikalen Richtung bewegt werde muss, unabhängig von den Gruppen von Kettfäden "O", die von den Litzen 6 ergriffen werden. Insbesondere wird der Hilfskettfaden "Oa" für die Herstellung von zu kräuselnden Bändern, die an und für sich bekannt sind, bei denen der Hilfskettfaden "Oa" die Schussfäden "T" für vorgegebene Längsabschnitte des Bandes überlappt ist. Diese Konfiguration erlaubt dem Endverbraucher das Band zu kräuseln, indem einfach der Hilfskettfaden "Oa" gegenüber dem Rest der Webware zum Gleiten gebracht wird.

Während der Bildung der Ware werden die Litzen 6 vertikal zwischen zwei Endstellungen, eine obere und eine untere, bewegt, um die Kreuzung von zwei oder mehreren Kettfadengruppen "O" und die Verflechtung mit den von der Sichel 9 getragenen Schussfäden "T" zu bestimmen.

Die Hilfsführung 39 bewegt sich unabhängig von den Litzen 6 und hält den Hilfskettfaden "Oa" in der oberen oder unteren Stellung für eine vorgegebene Anzahl von Arbeitsanschlägen derart, dass im fertigen Produkt "P" der Hilfskettfaden "Oa" eine Vielzahl von Schussfäden "T" längs der vorgegebenen Längsabschnitte des Bandes überlappen.

Jede bewegliche Hilfsführung 39 wird durch ihr zugeordneten Verstellmitteln 40 bewegt, die, im Unterschied von den Webmaschinen bekannter Art, durch einen Hilfselektromotor 41 festgelegt sind. Der Hilfselektromotor 41 ist mit der Hilfsführung 39 über ein mechanisches Vorgelege 42 verbunden, das ähnlich den Bewegungsübertragungsmitteln 28 ist, die zwischen den Führungen 11 für den Schuss "T" und den entsprechenden Motoren (21) zwischengeschaltet ist.

In der dargestellten Ausführungsform, die eine Vielzahl von Bildungsköpfen 3 umfassen, die jeweils mit einer einzelnen Hilfsführung 39 versehen sind, ist der Hilfselektromotor 41 mit den homologen Hilfsführungen aller Köpfe 3 (1) verbunden.

Die dargestellte Ausführungsform zeigt den Hilfselektromotor 41, der die Hilfsführung 39 über den Hilfskettfaden "Oa" steuert, der in drei Elektromotoren 21 eingereiht ist, die den Führungen 11 der Schussfäden "T" zugeordnet sind.

Das mechanische Vorgelege 42 umfasst eine am Bügel 35 frei drehbar angeordnete Scheibe 43, die mit der Welle 44 des Hilfsmotors 41 über einen Riemen 45 verbunden ist. Der Riemen 45 umwickelt die Scheibe 43 und die Welle 44 selbst (2).

An der Scheibe 43 ist ein erstes Ende 46a eines biegsamen Elementes 46 angehängt, das durch eine Schnur festgelegt ist, ähnlich jenen die für die Verstellung der Führungen 11 der Schussfäden "T" verwendet werden. Die Schnur 46 ist im Bereich eines eigenen, dem ersten 46a abgewandten zweiten Endes 46b mit einem oberen Ende 39a der beweglichen Hilfsführung 39 verbunden. Die bewegliche Hilfsführung 39 ist überdies gleich der Führungen 11 der Schussfäden "T", auf dem Tragaufbau 2 über eine Rückholfeder 31 angebracht.

Jede Schnur 46 ist in Richtung der Köpfe 3 über Langlöcher geführt, die in dazu eigens vorgesehenen Führungselementen 38 ausgenommen sind, die am Tragaufbau 2 zwischen dem Motor 41 und den Bildungsköpfen 3 angebracht sind.

Die Drehung der Welle 44 des Hilfselektromotors 41 sowohl im Uhrzeigersinn als auch im Gegenuhrzeigersinn bestimmt die teilweise Aufwicklung/Abwicklung der Schnur 46 auf der Scheibe 43 und das Anheben/Absenken der Hilfsführung 39.

Wie in 2 erläutert, ist auch der Hilfselektromotor 41, der derselben Art wie die Motoren 21 für die Schussfäden "T" sein kann, mit der programmierbaren Kontrolleinheit 22 verbunden, um die Verstellung einer jeden beweglichen Hilfsführung 39 aufgrund des durch die Bedienungsperson eingegebenen Arbeitsprogramms zu verwalten.

Eine oder mehrere, durch entsprechende Hilfselektromotoren 41 verstellten beweglichen Hilfsführungen 39, können nach dem oben beschriebenen Schema an der Nadelwebmaschine 1 auch in Abwesenheit der Vorrichtung zum Wechseln des Schusses oder mit einer Schusswechselvorrichtung anwesend sein, die verschieden von der oben beschriebenen ist.

Unter besonderen Bezug auf 2, sind die Mittel 10 zur Zuführung der Schussfäden "T" vor dem Bildungskopf 3 und den beweglichen Führungen in einem hinteren Bereich 47 des Tragaufbaus 2 positionieren.

Die Mittel 10 zur Führung der Schussfäden "T" umfassen so viele Hilfselektromotoren 48, wie viele es bewegliche Führungen 11 und Schussfäden "T" eines jeden Kopfes 3 gibt. Die Mittel 10 zur Zuführung umfassen überdies eine Vielzahl von Scheiben 49, welche die Schussfäden "T" ergreifen. Eine jede Scheibe 49 ist einer entsprechenden beweglichen Führung 11 zugeordnet.

In der erläuterten, mit einer Vielzahl von Bildungsköpfen 3 versehenen Ausführungsform, ist jeder der Hilfselektromotoren 48 mit einer Vielzahl von homologen Scheiben 49 verbunden, die den beweglichen, homologen Führungen 11 alller Köpfe 3 zugeordnet sind. Die homologen Scheiben 49 werden durch eine einzelne Getriebewelle 50 getragen, die sich durch den Tragaufbau 2 erstreckt und parallel zur vorgegebenen Achse "X" liegt, an der die Bildungsköpfe 3 aneinandergereiht sind. Die Wellen 50 sind zueinander parallel und werden durch entsprechende Hilfselektromotoren 48 drehbewegt. Jede Welle 50 gehört einem Getriebeorgan 51 der Bewegung an, das zwischen dem Hilfselektromotor 48 und einer der Scheiben 49 zwischengeschaltet ist.

Die Hilfselektromotoren 48, die gleicher Art wie die in beweglichen Führungen 11 für die Schussfäden "T" zugeordneten Hilfsmotoren 21 sein können, sind an einem hinteren Abschnitt 47 des Tragaufbaus 2 mit der eigenen Welle 52 eingebaut, die horizontal und parallel zur vorgegebenen Achse "X" (3) ausgerichtet ist. Das Getriebeorgan 51 der Bewegung umfasst überdies einen Riemen 53, der die Welle 52 des entsprechenden Hilfselektromotors 48 und die entsprechende Getriebewelle 50 umwickelt. Insbesondere ist der Riemen 53 ein Zahnriemen und an einem ersten Zahnrad 54 aufgewickelt, das auf der Welle 52 verkeilt ist und auf einem zweiten Zahnrad 55, das an der Getriebewelle 50 verkeilt ist.

Die Hilfselektromotoren 48 sind mit einer programmierbaren Kontrolleinheit 22 verbunden, der sie derart steuert, dass ihre Winkelgeschwindigkeit geändert wird, um die Schussfäden "T" bei jedem Arbeitsgang in Spannung zu halten. Zu diesem Zwecke können die Hilfsmotoren 48 gesteuert werden, um in beiden Richtungen gedreht zu werden, auch wenn üblicherweise die Drehrichtung eine einzige ist.

Alle Bewegungen der oben beschriebenen Elemente werden elektronisch durch die Kontrolleinheit 22 gesteuert, damit sie im Gleichlauf erfolgen, gemäß dem Arbeitsschema, das nachstehend beschrieben wird.

In Verwendung befindet sich in einem ersten Arbeitsgang der Nadelwebmaschine 1, während die beiden Kettfädengruppen "O" von den beiden Litzen 6 beabstandet sind, die Sichel 9 in der ersten Stellung mit dem Haken 16, der dem ersten Seitenende 4a der Tragplatte 4 angereiht ist. Die Nadel 18 ist zurückgezogen und hält zeitweise den Schussfaden "T" zurück, die Nadelvorrichtung 19 befindet sich in der abgesenkten Stellung und der Kamm 20 in der Verdichtungsstellung.

An dieser Stelle bewirken die in entgegengesetzten Richtungen verstellten Litzen 6 die Kreuzung der beiden Kettfädengruppen "O" und die Verflechtung mit der Schuss "T".

Der Kamm 20 wird in die Freigabestellung verstellt und erlaubt der Sichel 9, sich in Richtung der zweiten Stellung bewegt zu werden, die sich in der Nähe des zweiten seitlichen Endes 4b der Tragplatte 4 befindet.

Während dieser Bewegung, ergreift der Haken 16 der Sichel 9 den Schussfaden "T", der an diesem Zeitpunkt die vorgegebene Fanghöhe erreicht, zurückgehalten durch eine der beweglichen Führungen 11.

Die anderen Schussfäden "T" die in die beweglichen, am höchsten oder am niedrigsten positionierten Führungen 11 übergehen, werden nicht gefangen, sondern durch eine Verlangsamung in Spannung gehalten, oder geradezu durch eine Umkehr, der Winkelgeschwindigkeit der Hilfsmotoren 48.

Gleichzeitig wird die Nadel 18 in die vorgerückte Stellung verstellt, wobei der schon verflochtene Schussfaden "T" losgelassen wird, der bereit ist, den wieder durch die Sichel 9 getragenen Schussfaden "T" zurückzuhalten.

Bevor die Sichel 9 in die erste Stellung zurückkehrt, wird die Ladevorrichtung 19 angehoben und hängt den Schussfaden "T" an die Nadel 18 während der Rückkehr dieses letzteren in die zurückgezogene Stellung. Sobald die Sichel 9 in die erste Stellung 9 zurückgekehrt ist, bewegt sich der Kamm 20 in Richtung der Tragplatte 4 um die neue Schusszeile zu verdichten.

Nun beginnt ein neues Arbeitsspiel zur Ausführung einer nachfolgenden Schusszeile. Gemäß dem vorher eingestellten Programm steuert die Kontrolleinheit 22 die Elektromotoren 21, damit sie die beweglichen Führungen 11 verstellen und den Schussfaden selbst oder einen anderen Schussfaden "T" die Fanghöhe während des Vorschubes der Sichel 9 zu erreichen oder an derselben anzuhalten.

Die mit der vorliegenden Nadelwebmaschine erhaltene Webware "P" wird durch eine Reihenfolge von Schussrängen gebildet, die von verschiedenen Schussfäden "T" gebildet werden, die mit den Kettfäden "O" verflochten sind. Die verwendeten Schussfäden "T" können aus verschiedenen Materialien bestehen oder einfach verschiedene Farben aufweisen.

Wahlweise zur Sichel der beschriebenen Art sowohl unter dem strukturellen als auch funktionellen Gesichtspunkt kann die Webmaschine, Gegenstand der Erfindung, andere, an und für sich bekannte Sichelarten aufweisen, die, auch wenn sie auf eine leicht verschiedene Art von der oben beschriebenen arbeiten, jedenfalls erlauben, wechselweise mindestens zwei Schussfäden "T" quer zwischen die Kettfäden "O" zu bringen.

Die Erfindung erzielt wichtige Vorteile.

Die Nadelwebmaschine mit automatischem Wechsel des Schussfadens gemäß der vorliegenden Erfindung ist sehr vielseitiger als die Webmaschinen bekannter Art.

Die Nadelwebmaschine gemäß der Erfindung erlaubt nämlich die verschiedenen Typologien von Bändern einfach auszuführen indem die Einheit, welche die Führungen der Schussfäden kontrolliert und die Führungen der Hilfskettfäden gewählt werden ohne der Notwendigkeit, Maschinenteile auszuwechseln oder dieselben in verschiedenen Konfigurationen zu montieren.

Die Nadelwebmaschine erlaubt überdies mit der vorliegenden Erfindung automatisch während der Bearbeitung die Schussfädenfolge und die Stellung des Hilfskettfadens zu ändern ohne die Notwendigkeit die Maschine stillzulegen.

Die Verwendung von Elektromotoren anstelle von Elektromechanischen Kontrollen herkömmlicher Art am Schuss erlaubt die Arbeitsgeschwindigkeit der Webmaschine bis zu ungefähr tausend Anschlägen pro Minute zu erfüllen.

Die elektronische Kontrolle der Hilfsmotoren erlaubt die Spannung der Schussfäden optimal zu gestalten und als Folge Bänder mit sehr regulären Längsrändern zu erhalten.

Die kombinierte Einwirkung der Hilfsantriebe auf die Schussfäden und der Spannmittel der von den Litzen stammenden Kettfäden erlaubt die Herstellung von Bändern veränderlicher Breite, indem einfach die Spannung der Kettfäden und der Schussfäden wechselweise aufgrund von voreingestellten Parametern in der Kontrolleinheit geändert werden.


Anspruch[de]
Nadelwebmaschine mit automatischem Wechsel des Schussfadens, umfassend:

– einen Tragaufbau (2);

– mindestens einen Kopf (3) zur Bildung einer Webware (P), der am Tragaufbau (2) angebaut ist;

wobei der Kopf (3) eine Tragplatte (4) zur Bildung der Webware (P), mindestens zwei Litzen (6) für das Abfangen einer Vielzahl von Kettfäden (O), die der Tragplatte (4) zugeführt werden, mindestens eine Sichel (9), um mindestens zwei Schussfäden (T) quer zwischen den Kettfäden (O) zu bringen, mindestens zwei bewegliche Führungen, von denen jede einen der mindestens zwei der Sichel (9) zugeführten Kettfäden (T) führt, Antriebsmittel (13), um die mindestens zwei beweglichen Führungen (11) zu verstellen und die von der Sichel (9) getragenen Schussfäden (T) zu wechseln, mindestens eine Nadel (18) um zeitweise mindestens einen der mindestens zwei von der Sichel (9) getragenen Schussfäden (T) zurückzuhalten, und einen Kamm (20) aufweist, der zwischen einer Freigabestellung und einer Verdichtungsstellung beweglich ist, um die Schussfäden (T) gegen die schon gebildete Webware (P) zu verdichten;

in der die Antriebsmittel (13) zur Verstellung der mindestens zwei beweglichen Führungen (11) mindestens zwei Elektromotoren (21) umfassen, von denen jeder mit einer entsprechenden beweglichen Führung (11) verbunden ist, um jede Führung (11) unabhängig von den anderen zu verstellen;

dadurch gekennzeichnet, dass sie überdies Zuführmittel (10) der mindestens zwei Schussfäden (T) umfasst, die vor dem Kopf (3) angeordnet sind; wobei die Zuführmittel (10) mindestens zwei, sekundäre Elektromotoren (48) umfassen, von denen jeder mit einer Scheibe (49) verbunden ist, die einer entsprechenden beweglichen Führung (11) zugeordnet ist, und an der ein Schussfaden (T) angreift.
Nadelwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Vielzahl von Köpfen (3) umfasst und dadurch, dass jeder der Elektromotoren (21) mit den homologen beweglichen Führungen (11) aller Köpfe (3) verbunden ist. Nadelwebmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Elektromotoren (21) ein Schrittmotor ist. Nadelwebmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der Elektromotoren (21) ein bürstenloser Motor ist. Nadelwebmaschine nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine programmierbare Überwachungseinheit (22) umfasst, die mit den Elektromotoren (21) wirksam verbunden ist, um die Verstellung einer jeder beweglichen Führung (11) zu steuern. Nadelwebmaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass sie überdies Fühlerelemente (23) umfasst, die mit der programmierbaren Überwachungseinheit (22) verbunden sind, um mindestens einen Indexparameter des Arbeitsschrittes der Webmaschine (1) zu erfassen. Nadelwebmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie überdies Bewegungsübertragungsmittel (28) umfasst, die zwischen jedem Elektromotor (21) und der entsprechenden beweglichen Führung (11) zwischengeschaltet sind. Nadelwebmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektromotoren (21) an einem oberen Abschnitt (24) des Tragaufbaus (2) angebracht sind. Nadelwebmaschine nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegungsübertragungsmittel (28) ein Umlenkgetriebe (29), das mit dem Elektromotor (21) verbunden ist, und ein biegsames Element (30) umfassen, mit mindestens einem Ende (30a), das mit einer der beweglichen Führungen (11) verbunden ist, und einem zweiten Ende (30b), das mit dem Umlenkgetriebe (30) verbunden ist. Nadelwebmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Umlenkgetriebe (29) eine Kurbel (32) umfasst, die an einer Welle (26) des Elektromotors (21) aufgepresst ist; eine Kuppelstange (23) mit einem an der Kurbel (32) angelenkten Ende (33a); einen Kipphebel (34), der mit dem zweiten Ende (30b) des biegsamen Elementes (30) und mit einem zweiten Ende (33b) der Kuppelstange (33) verbunden ist. Nadelwebmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kipphebel (34) ein erstes am zweiten Ende (33b) der Kuppelstange (33) angelenktes Ende (34a), ein zweites, mit dem zweiten Ende (30b) des biegsamen Elementes (30) verbundenes Ende und ein am oberen Abschnitt (24) des Tragaufbaus (2) angelenktes drittes Ende (34c) aufweist. Nadelwebmaschine nach einem beliebigen der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie überdies mindestens eine bewegliche Hilfsführung (39) für einen entsprechenden Hilfskettfaden (Oa) und Hilfsantriebsmittel (40) der Hilfsführung (39) umfasst, um die Hilfsführung (39) unabhängig von den Litzen (6) zu bewegen. Nadelwebmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfsantriebsmittel (40) mindestens einen Hilfselektromotor (41) und mindestens eine mechanische Umlenkung (42) zur Verbindung des Hilfselektromotors (41) mit mindestens einer Hilfsführung (39) umfassen. Nadelwebmaschine nach Anspruch 13, sollte 12 von 2 abhängen, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Hilfselektromotor (41) mit den homologen Hilfsführungen (39) aller Köpfe (3) verbunden ist. Nadelwebmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens ein Hilfselektromotor (41) gleicher Art wie die Elektromotoren (21) ist, die mit den beweglichen Führungen (11) für die Schussfäden (T) verbunden sind. Nadelwebmaschine nach Anspruch 3, sollte 12 von 5 abhängen, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens ein Hilfselektromotor (41) mit der programmierbaren Überwachungseinheit (22) verbunden ist. Nadelwebmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Verbindungsumlenkung (42) ein biegsames Element (46) mit einem ersten, mit dem Hilfselektromotor (41) verbundenem Ende (46a) und einem zweiten mit dem oberen Ende (39a) der beweglichen Hilfsführung (39) verbundenen Ende aufweist. Nadelwebmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Verbindungsumlenkung (42) überdies eine Scheibe (43), die am Tragaufbau (2) freidrehend angebracht ist, und einen Riemen (45) umfasst, der um die Scheibe (43) und an der Welle (44) des Hilfselektromotors (41) umläuft; wobei das erste Ende (46a) des biegsamen Elementes (46) an der Scheibe (43) angehängt ist. Nadelwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder der sekundären Elektromotoren (48) mit einer Vielzahl von Scheiben (49) verbunden ist, die den beweglichen, homologen Führungen (11) aller Köpfe (3) zugeordnet sind. Nadelwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei sekundären Elektromotoren (48) gleicher Art sind wie die Elektromotoren (21), die mit beweglichen Führungen (11) verbunden sind. Nadelwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei sekundäre Elektromotoren (48) mit der programmierbaren Überwachungseinheit (22) verbunden sind. Nadelwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die sekundären Elektromotoren (48) in einem hinteren Abschnitt (47) des Tragaufbaus (2) angebracht sind. Nadelwebmaschine nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens zwei Getriebeorgane (51) umfasst, von denen jedes zwischen einem sekundären Elektromotor (48) und einer entsprechenden Scheibe (49) zwischengeschaltet ist. Nadelwebmaschine nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass jedes der mindestens zwei Getriebeorgane (51) einen Riemen (53) umfasst, der an einer Welle (52) eines entsprechenden, sekundären Elektromotors (48) und einer den Riemen (49) tragenden Übertragungswelle (50) umläuft






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