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Dokumentenidentifikation DE602005000454T2 15.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001586721
Titel Noppenplatte mit Falzlinie
Anmelder Isola A/S, Notodden, NO
Erfinder Julton, Svein, 3614 Kongsberg, NO
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 602005000454
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 15.04.2005
EP-Aktenzeichen 050082635
EP-Offenlegungsdatum 19.10.2005
EP date of grant 17.01.2007
Veröffentlichungstag der Übersetzung europäischer Ansprüche 09.02.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse E04F 13/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse E04F 15/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   E04F 15/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   E02D 31/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   E02B 3/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   E01C 13/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   E04B 1/66(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine gekuppte Platte, wie eine Platte aus einem folienähnlichen Material zur Verwendung als eine Auflage für Böden, Wände, Decken und Dächer, und insbesondere als eine Auflage für Fußbodenbelag auf Betonböden mit Fliesen, Bodenbeläge oder Holzböden. Die Erfindung betrifft auch die Verwendung der gekuppten Platte und ein Verfahren zum Verlegen der Platte.

Technischer Hintergrund

Viele verschiedene Arten von gekuppten Platten, die als Auflageplatten verwendet werden können, sind bekannt. Sie können verwendet werden als gewöhnliche Auflageplatten, Entwässerungsplatten, Entkopplungsplatten oder Gipsplatten zum Verputzen oder als Auflage für Haftmittel für Kacheln zum Beispiel bei einem Fußbodenbelag mit Keramikkacheln.

Alle Betonböden, die auf dem Erdboden liegen, enthalten Feuchtigkeit. Fußbodenbeläge wie Holzböden können daher nicht unmittelbar auf dem Beton verlegt werden. Viele Jahre können erforderlich sein, um den Betonboden auszutrocknen, der sich auf dem Erdboden befindet. Der Boden kann auch von aufsteigendem Dampf beeinträchtigt sein. Anfänglich enthalten alle Betonböden Restfeuchtigkeit und die oben geschilderten Probleme betreffen deshalb Keller, Kellergeschossböden, Bodenplatten auf Fußböden und Böden zwischen verschiedenen Stöcken aus verschiedenen Arten von Beton, einschließlich zum Beispiel Böden aus Blähtonbeton und Leichtbeton. Die Feuchtigkeit im Beton ist oft unsichtbar und schwierig nachzuweisen. Dies führt zu Nichtwahrnehmung von Risiken wie Fäulnis, Feuchteschäden usw. Ohne eine wirksame Dichtungsmembran mit ausreichenden Leistungsdaten wird die Feuchtigkeit aus dem Beton zum Beispiel Holzmaterialien aus der Unterlage angreifen. Dasselbe Problem betrifft auch mit Fliesen belegte Böden, bei denen die ausgefüllten Verbindungen ein Eindringen der Feuchtigkeit zulassen. Das Resultat sind beschädigte Böden mit Rissen, Schimmel und Fäulnis.

Außerdem kann es gefährliche Schimmelpilzsporen, schlechte Gerüche und schlechte Innenraumumgebung nach sich ziehen.

Derselbe Effekt kann sich einstellen an Betonwänden, wie auf Böden, und aufsteigenden Dampf enthalten oder davon betroffen sein, insbesondere Unterkellerungen mit unterirdischen Wänden.

Um dieses Problem zu lösen, werden gekuppte Platten für die meisten Aufgaben verwendet, die mit Feuchtigkeit in Kellern zu tun haben, wobei sie ein "passives" Lüften in Richtung des Raums vorsehen. Die gekuppten Platten weisen oft runde hohle Kuppen auf mit kreisförmigem oder abgerundetem Querschnitt, d. h. der Form des Umfangs der Kuppen, mit einer Höhe von 3 bis 5 mm. Die Kuppen sind oft verteilt in einem diamantartigen Muster oder Schachbrettmuster, wodurch eine angemessene Verteilung der Beladung als auch der Belüftung gewährleistet wird. Die gekuppten Platten sind Orte mit den Oberseiten der Kuppen nach unten in Richtung zum Fußboden, um einen Luftspalt auf der Unterseite der Platte, zwischen den Kuppen, zu erhalten.

Die Platten können mittels eines Dichtungsbands auf der Oberseite der Platten verbunden werden, um einen versiegelten Boden zu erhalten. Im Falle von gravierenden Problemen mit der Feuchtigkeit, Geruchs- oder anderen Emissionen kann der Luftspalt unter den gekuppten Platten mechanisch belüftet werden, um Luftströmung über der Betonplatte vorzusehen und einen negativen Druck im Verhältnis zum Raum zu erzeugen. Ein belüfteter Luftspalt kann ebenfalls zur Trocknung des Betons beitragen.

Vor Kurzem wurden Platten entwickelt, die Kuppen mit Unterschneidungen oder Überhängen umfassten, das heißt, dass die Fläche der Öffnung einer Kuppe kleiner ist als die Fläche auf der Oberseite der Kuppe, was eine gute Verankerung für Putz oder Haftmittel ergibt, unabhängig davon, auf welcher Seite der Putz oder das Haftmittel verwendet wird. Eine solche Platte ist zum Beispiel beschrieben in EP 1 068 413, erteilt am 10. August, 2004 für Isola AS.

Die Kuppen im oben erwähnten Patent sind gekennzeichnet durch eine gleichmäßige Form der Kuppen, welche auf der Platte in wiederkehrenden Mustern verteilt sind. Die Muster lassen oft eine Faltung der Platte in Längsrichtung und/oder Querrichtung zu, aber auch in einem 45°-Winkel.

Bei der oben erwähnten Lösung besteht jedoch das Problem, dass eine Platte, die am Boden angeordnet ist, an der Wand des Zimmers umgekantet sein sollte, um die feuchte Luft aus dem Luftspalt abzuführen. Mit anderen Worten muss der Luftspalt in Kontakt mit dem Zimmer sein. In der einfachsten Art wird dies erreicht durch Faltung der Platte am Übergang vom Boden und der Wand. Die Schwierigkeit bei dieser Lösung ist, dass all die oben erwähnten Platten dabei eine Falte erhalten, die entweder den Transport der feuchten Luft verhindert, oder die Platte kommt zum Beispiel unmittelbar in Kontakt mit dem Haftmittel, das an dem Boden verwendet wird, wodurch der Luftspalt blockiert wird.

Es ist ebenfalls ziemlich unüblich, die gekuppte Platte mit einer Struktur oder einem Gitter an der Oberfläche der Kuppen zu laminieren, um die Platte temporär oder dauerhaft auf den Betonboden zu kleben, sodass die Platte während der Installation des Bodenbelags oder der Fliesen gleichmäßig am Substrat befestigt ist. Die Struktur, die mit dem Haftmittel verwendet wird, wird ebenfalls zur Blockierung des Lufttransports beitragen, indem sie an der Falte der Platte gestreckt wird und dabei den Luftspalt blockiert.

Eine Lösung dieses Problems ist gewesen, die Platte am Boden in einem kleinen Abstand von der Wand anzuordnen und eine spezielle Randplatte zu verwenden, die auf die Oberseite bei der Kante der Platte auf dem Boden angeklebt ist, zum Abschließen der Belüftung in das Zimmer. Es besteht jedoch immer die Gefahr, dass Platten auf dem Boden zur Wand hin gestoßen werden und in Kontakt mit der Wand verbleiben oder dass das Haftmittel in die Verbindung zwischen der Türe und der Wand gepresst wird, wodurch die Belüftung blockiert wird.

Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die oben erwähnten Probleme zu lösen und eine Platte und ein Verfahren zu deren Anordnung anzubieten, sodass der Transport der Feuchtigkeit aus dem Substrat gesichert ist, wie ein Fußboden, auf eine einfache und sichere Art und Weise.

Kurze Beschreibung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine gekuppte Platte, bei der mindestens eine Kante in Längsrichtung der Platte eine Faltlinie aufweist, welche die Luftströmung aufrechterhält, sogar wenn die Platte um 90° entlang der Kante gefaltet ist. Die beschriebene gekuppte Platte sichert dabei die Belüftung und den Ausgleich des Wasserdampfdrucks entlang des Bodens sowie die Verminderung des Risikos von Kapillarwirkung.

Das Dokument WO 97/04178A offenbart eine gekuppte Platte, die die Merkmale des Oberbegriffs von Anspruch 1 umfasst.

Die vorliegende Erfindung ist deshalb eine gekuppte Platte, die eine erste Längskante und eine zweite Längskante umfasst, wobei zwischen den Kanten eine Hauptfläche in der Längsrichtung der Platte angeordnet ist, die einen ersten Typ Kuppen umfasst, wobei die Hauptfläche mindestens eine Teilfläche in der Längsrichtung der Platte mit einem zweiten Typ Kuppen umfasst, die eine gestreckte oder längliche Form in der Längsrichtung der Platte haben, und mindestens eine benachbarte Längsreihe einer ähnlichen Kuppe und/oder eines dritten Typs Kuppen eine zu der ersten Reihe von Kuppen in Längsrichtung benachbarte Grenze umfasst, wobei Kuppen in der ersten Reihe gegenüber den Kuppen in der benachbarten Reihe oder den benachbarten Reihen in der Längsrichtung versetzt sind.

Die vorliegende Erfindung ist auch ein Verfahren zur Anordnung einer solchen gekuppten Platte.

Der Hauptvorteil dieses Systems ist, dass ein ganzes Zimmer mit Platten eines Typs belegt werden kann ohne dass ein Bedürfnis nach anderen speziellen Platten und anderen Teilen als ein Verbindungsband bleibt.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Um die Erfindung ausführlicher zu erklären, wird die Grundlage gelegt in vier Ausführungsformen der Erfindung und den beigefügten Zeichnungen, in denen:

1 eine perspektivische Ansicht einer gekuppten Platte gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung, von der Unterseite aus gesehen, zeigt.

2 eine Draufsicht einer gekuppten Platte gemäß der zweiten Ausführungsform, von der Unterseite aus gesehen, zeigt.

3 zwei Querschnitte der gekuppten Platte von 2 entlang der Linien A-A bzw. B-B zeigt, die an einem tragenden Boden anliegt.

4 die gekuppte Platte von 2 mit einem angewandten Muster zeigt.

5 zwei Querschnitte der gekuppten Platte von 4 entlang der Linien C-C bzw. D-D zeigt, die an einem tragenden Boden anliegen.

6 zwei Querschnitte der gekuppten Platte von 4 entlang der Linien C-C bzw. D-D zeigt, die in einem aufgefalteten Zustand an einem tragenden Boden und Wand anliegen.

7 eine erweiterte Draufsicht der gekuppten Platte von 2 zeigt.

8 eine Draufsicht einer gekuppten Platte gemäß einer dritten Ausführungsform, von der Unterseite aus gesehen, zeigt.

9 eine Draufsicht einer gekuppten Platte gemäß einer vierten Ausführungsform, von der Unterseite aus gesehen, zeigt.

10 eine perspektivische Ansicht von zwei gekuppten Platten zeigt, in einer Innenecke an einem tragenden Boden und Wand anliegen.

Ausführliche Beschreibung

Die Erfindung wird in der Folge mithilfe von Beispielen von Ausführungsformen detaillierter beschrieben, welche nicht als Beschränkung des Rahmens der Erfindung aufzufassen sind, welche nur durch den angefügten Anspruchssatz definiert ist.

Die vorliegende Erfindung ist hauptsächlich gerichtet auf gekuppte Platten mit Kuppen, die nur auf einer Seitenfläche der Platte hervorragen. Platten, die jedoch auf beiden Seiten der Platte hervorragen, werden auch in Erwägung gezogen.

In der weiteren Beschreibung werden die folgenden Ausdrücke verwendet:

"Längs" ist der Richtung eines Blattes der Platte mit der größten Abmessung zugeordnet, welche die Produktionsrichtung sein kann und die Richtung, in der das Blatt aufgerollt sein kann.

"Quer" ist der Richtung eines Blattes der Platte zugeordnet, die rechtwinklig zu der Längsrichtung der Produktionsrichtung steht.

"Längskante" ist den Kanten der Platte zugeordnet, die parallel zur Längsrichtung verlaufen.

"Kuppen" ist den Vorsprüngen zugeordnet, die sich aus der Oberfläche der Platte nach außen erstrecken.

Mit "Grundseite" und "Unterseite" ist als Bezug zu der Seite der Platte gemeint, wo die Kuppen aus der Oberfläche der Platte herausragen, wobei die Fläche entsprechend der Form, Anzahl und Höhe der Kuppen in der Platte uneben ist.

Mit "Oberseite" ist als Bezug zu der Seite der Platte gemeint, die normalerweise nach deren Anordnung auf dem Substrat sichtbar ist, wobei die Fläche verhältnismäßig sanft mit Hohlräumen in die Platte führt.

"Kanäle" beziehen sich auf Räume, die zwischen den aus der Platte herausragenden Kuppen ausgebildet sind.

"Unterschneidung" oder "Überhang" bezieht sich auf Kuppen mit nicht-rechtwinkligen Wänden im Verhältnis zur Oberfläche der Platte. Bei den folgenden Ausführungsformen weisen einige der Kuppen eine kleinere Öffnung auf der Oberseite der Platte auf, als der Oberteil der Kuppe, wodurch sich eine Unterschneidung oder Überhang der Kuppe ergibt. In den Zeichnungen, die von der Unterseite aus gesehen sind, kann dieser Effekt als von den durchbrochenen Linien der Kuppen angesehen werden, die das Loch der Öffnung der Kuppe an der gegenüberliegenden Oberseite der Platte darstellen, die kleiner sein kann als die durchgehenden Linien der Kuppe, die den äußeren Umfang zuoberst auf der Kuppe, die an dem Substrat anliegt, darstellen. Die Position der Öffnung der Kuppe kann sich außerdem von der Position des Oberteils der Kuppe unterscheiden, was einen größeren oder geringeren Grad von Überhang in verschiedenen Teilen der Kuppe verleiht.

Eine erste Ausführungsform der Erfindung ist in 1 dargestellt, die ein Teil einer erfindungsgemäßen gekuppten Platte ist. Die Platte hat eine Längsrichtung L und normalerweise werden solch Blätter aufgerollt zu Längen von 20 Metern. Die Platte weist eine Querrichtung W auf und die Breite des Blatts beträgt normalerweise etwa 1 bis 2 Meter. Die Höhe der Kuppen ist in diesem Beispiel konstant bei etwa 3 Millimeter, aber kann kleiner oder größer oder möglicherweise von veränderlicher Höhe sein.

In der Längsrichtung ist die Platte in Flächen verschiedener Breiten aufgeteilt, die verschiedene Typen von Kuppen 11, 12, 13 und 14 verschiedener Formen und Größen umfasst, wenn man der Linie a-b folgt. Die Breite der verschiedenen Flächen kann variieren und die Linie c-d bezeichnet eine unbestimmte Breite. Die Linie e-f markiert eine unvollständige Längskante, da die Platte verschiedene Breiten aufweisen kann, entweder mit demselben Typ Kuppen oder anderen Kuppen, wie in 1 in anderen Teilen der Platte dargestellt ist.

Wie aus 1 ersichtlich ist, ist eine Kantenfläche von kleinen runden Kuppen 11 entlang einer Längskante vorhanden. Diese Kuppen 11 haben einen konstanten Umfang über die gesamte Tiefe der Kuppe und der Durchmesser in diesem Beispiel beträgt etwa 8 Millimeter. Die Breite der Fläche kann beispielsweise von etwa 3 bis etwa 5 Zentimeter betragen.

Bei der vorliegenden Erfindung wird eine Verbesserung der Platte von EP 1 068 413 verwendet, wobei die Längskanten des Blattes einen anderen Typ Kuppen enthalten, wie im hinterlegten Norwegischen Design 77826 und dem entsprechenden US Design No. 29,178/693 vorgegeben. Die Kuppen 11 in den Längskanten haben das Sicherheitsmerkmal, dass in der Verbindung der Platten ein durchgängiger Luftspalt aufrechterhalten wird, und an den Kanten und Verbindungen der Platten außerordentliche Tragfestigkeit vorgesehen ist. Die kreisförmigen Kuppen 11 sind kleiner und anders geformt als die Hauptkuppen 12, die bei dieser Ausführungsform viereckig sind, und in einem Muster verteilt sind, bei dem mehr Kanäle als Hauptkuppen 12 vorgesehen sind. Bei der Verbindung mit den Hauptkuppen 12 werden die kleinen Kuppen 11 sicherstellen, dass der Luftspalt durchgehend quer zur Verbindungen verläuft und verhältnismäßig guten Transport der Feuchtigkeit gewährleistet, die quer vorbeigeführt wird.

Die Fläche mit keinen Kuppen 11 grenzt an eine Fläche mit den erwähnten Hauptkuppen 12 an. In diesem Beispiel weisen die Kuppen eine gerundete viereckige Form auf und liegen in einem Diagonalmuster in der Längsrichtung L. Die Hauptkuppen 12 enthalten Unterschneidungen nachdem sie an der Öffnung in Bezug zum Oberteil der Kuppe gestutzt wurden. Diese Überhänge oder Unterschneidungen können zur Verankerung verschiedener Arten von Materialien verwendet werden, wie Putz oder Haftmittel für Fliesen auf einer der Seiten der Platte. Die Kuppen in diesem Beispiel sind von einer mittleren Breite und Länge von etwa 1,7 Zentimeter und die Fläche, die diese Kuppen enthält, ist etwa 8 bis 10 Zentimeter breit. Teilkuppen 13 mit einer dreieckigen Form sind entlang der Kante dieser Fläche von Hauptkuppen 12 angeordnet.

Die nächste Fläche hat längliche Kuppen 14, die in entlang der Längsrichtung L der Platte 1 ausgerichteten Reihen angeordnet sind. Diese Kuppen definieren eine Faltlinie, deren Zentrum in 1 durch die Linie k-k angezeigt ist. Die Teilfläche mit den länglichen Kuppen 14 ist in diesem Beispiel etwa 2,5 Zentimeter breit.

Auf der anderen Seite der Teilfläche mit den länglichen Kuppen 14 grenzen Halbkuppen 13 an eine andere Fläche von Hauptkuppen 12, die sich nach der Linie e-f fortsetzt. Die Breite dieser Fläche mit Kuppen 12 ist von der Breite der Platte 1 abhängig und macht den Hauptteil der Platte aus, die an dem Boden anliegt. Diese Fläche kann mit demselben Typ Hauptkuppen 12 oder vorzugsweise mit einer Randfläche mit kleinen runden Kuppen 11 zur Vereinfachung der möglichen Verbindungen an Platten vervollständigt werden, die zugeschnitten sind, oder zur Erhöhung der Festigkeit.

Wie aus 1 ersichtlich, bieten die Reihen der länglichen Kuppen 14 Kanäle in der Längsrichtung 21 mit dazwischen liegenden Queröffnungen 20, wobei die Öffnungen 20 in Beziehung zueinander in der Längsrichtung versetzt sind. Die Kanäle 21 sind insbesondere für die Faltung der Platte bestimmt, zum Beispiel beim Übergang von einem Boden zu einer Wand. Die länglichen Kuppen 14 enthalten keine Unterschneidungen in dieser Ausführungsform.

Um die Form der Kuppen besser zu verstehen, wird eine zweite ähnliche Ausführungsform einer gekuppten Platte 1 in 2, die von der Unterseite aus gesehen wird, mit zwei markierten Schnittlinien A-A und B-B gezeigt. In 3 sind die Profile der Querschnitte A-A und B-B dargestellt mit der Platte, die an einem Substrat 3 anliegt.

Um die gekuppte Platte am Substrat zu befestigen, ist es von Vorteil, wie eingangs erwähnt, eine Struktur oder Gitter 2 zu verwenden, wie in 4 gezeigt, das auf eine gekuppte Platte zum Voraus angewandt werden kann. Der Oberteil der Kuppen 11, 12, 13 und 14 in 1 ist zum Beispiel mit einer Struktur 2 aus einem geeigneten Material durch Kleben oder Laminieren versehen. Die Struktur 2 kann in der Folge zum Fixieren der Platte an das Substrat wie einen Betonboden oder eine Wand entweder dauerhaft oder temporär verwendet werden. In 5 sind die Profile der Querschnitte C-C und D-D entsprechend wiedergegeben, wenn die Platte 1 mit Struktur 2 an dem Boden 3 anliegt. Wie aus 5 ersichtlich, sieht die versetzte Anordnung der Queröffnungen 20 in der Längsrichtung immer mindestens eine längliche Kuppe 14 in der Faltlinie vor, die an dem Substrat, in diesem Fall dem Boden, anliegt.

Das Letztere ist wichtig bei der Faltung der Platte 1 mit der Struktur 2, wie in 6 gezeigt, wobei die Querschnittsprofile von 5 in einem aufgefalteten Zustand dargestellt sind. Die Platte 1 liegt an einem Boden 3 an und die Längskante der Platte ist an einer Wand 4 aufgefaltet, und die Struktur 2 kann sowohl auf den Boden 3 als auch auf die Wand 4 aufgeklebt werden. Aus den Profilen von C-C ist ersichtlich, dass die Struktur 2 von den Kuppen 14 ausgestreckt wird und daran gehindert wird, die Oberfläche der Platte 1 zwischen den Kuppen zu berühren. Auf diese Weise werden die Queröffnungen 20 offen gehalten, wie vom Profil D-D in derselben Figur gezeigt. Es ist wichtig, dass weder die Breite noch die Länge der Queröffnung 20 zu groß ist, sodass die Struktur 2 die Oberfläche der Platte 1 zwischen den Kuppen berühren kann. In diesem Beispiel beträgt die Breite der Öffnung etwa 5 Millimeter und weist ungefähr dieselbe Breite auf wie die längliche Kuppe 14. Die Fachperson auf diesem Gebiet wird jedoch in der Lage sein, eine geeignete Breite ohne ungebührlichen experimentellen Aufwand ausgehend von der Offenlegung der vorliegenden Erfindung zu bestimmen. Es ist auch wichtig, dass es nicht zu viele Öffnungen 20 gibt und dass sie sich nicht in derselben Anordnung in benachbarten Reihen befinden, sodass es immer eine längliche Kuppe 14 gibt, die die Struktur 2 streckt, wie im Profil D-D gezeigt. Ein zu langer ununterstützter Abstand der Struktur 2, würde dazu führen, dass die Struktur die Platte berührt. Bei dieser Ausführungsform der Platte wird die Struktur, wie in 46 gezeigt, durch zwei Reihen von länglichen Kuppen 14 ausgestreckt, und sichert dabei die Fortsetzung des Luftschlitzes. Wie oben erwähnt, würde die Fachperson auf dem Gebiet auch in der Lage sein, dieses Merkmal ohne ungebührlichen experimentellen Aufwand ausgehend von der vorliegenden Offenbarung zu bestimmen.

7 zeigt eine typische Breite einer Platte 1, die aufgeschnitten ist in der Querrichtung mit Kanten 50, mit Längskanten 60 und 61, wobei die Hauptfläche 90 mit viereckigen Kuppen 12 von einer Teilfläche 100 mit länglichen Kuppen 14, die die Faltlinie ausmachen, aufgeteilt wird und wobei beide Längskanten der Platte 1 Flächen 80 mit kleinen runden Kuppen 11 aufweisen. Die Linien 200 und 300 sind ein Hinweis darauf, dass die Breite der Hauptfläche 90 auf keine Seite der Teilfläche 100 beschränkt ist.

8 zeigt eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Platte, die eine Faltlinie enthält. Bei dieser Ausführungsform umfassen die Hauptflächen zwei Typen von Kuppen, wie kreisförmige Kuppen 112 und propellerförmige Kuppen 110, wobei beide Unterschneidungen aufweisen, obwohl etwas versetzt. Die Faltlinie ist zusammengesetzt aus einer zentralen Längsreihe von länglichen propellerförmigen Kuppen 114 und einer Reihe auf jeder Seite, welche längliche Kuppen 113 umfasst. Wie in der früher beschriebenen Ausführungsform sichert diese Anordnung auch einen durchgehenden Luftspalt, wenn die Platte um 90° entlang der k-k-Linie gefaltet wird, die die Zentrallinie der Falte ist. Ein durchgehender Luftspalt ist durch die Kombination von Kanälen 120, die allgemein in der Querrichtung verlaufen, und Kanäle 121, die allgemein in der Längsrichtung verlaufen, gesichert. Die Staffelung der Kuppen in die drei Reihen der Faltlinie wird auch eine optionale Struktur 2 auf der Bodenseite der Platte an der Blockierung der Kanäle hindern.

In ähnlicher Weise zeigt 9 eine vierte erfindungsgemäße Ausführungsform der Platte, die eine Faltlinie enthält. Bei dieser Ausführungsform umfassen die Hauptflächen zwei Typen von Kuppen, solche wie eine kreuzförmige Kuppe 210 und eine kreisförmige Kuppe 212, die beide Unterschneidungen aufweisen, obschon etwas versetzt. Die Faltlinie ist zusammengesetzt aus einer Zentralreihe länglicher Propellerkuppen 214, und zwei angrenzenden Reihen, jede auf einer Seite, die gummibärchenförmige Kuppen 213 umfasst, die länglich sind auf der zur Zentralreihe von Kuppen 214 benachbarten Seite. Wie bei den früher beschriebenen Ausführungsformen sichert diese Anordnung ebenfalls einen durchgehenden Luftspalt, wenn die Platte um 90° entlang der k-k-Linie, welche das Zentrum der Faltlinie ist, gefaltet wird. Die Breite der gummibärchenförmigen Kuppen 214 hat den Vorteil, dass sie benachbarte Flächen der Faltlinie am Durchbiegen hindert, wenn die Platte gefaltet wird. Ein durchgehender Luftspalt ist gesichert durch Kanäle 220 und Kanäle 221 allgemein in den Längs- bzw. Querrichtungen. Die Staffelung der Kuppen in den drei Reihen der Faltlinie hindert auch eine optionale Struktur 2 am Blockieren der Kanäle.

10 zeigt ein Verfahren der Anordnung einer erfindungsgemäßen Platte.

10 zeigt, wie eine erste Platte 101 an einer inneren Ecke anliegt durch Vornahme eines Schnitts in der Hauptfläche des Teils der Platte, der an dem Boden 3 anliegt, sodass die aufgefaltete Kante der Wand 4 folgt. Bei dieser Ausführungsform haben die Hauptkuppen ein Diagonalmuster, das es einfach macht, die Platte an eine innere Ecke in einem Zimmer durch Zuschneiden der Platte in einem 45°-Winkel einher mit zwei Ecken anzupassen, wie in 2 angegeben, durch Schneiden der Linien m und n. Die sich daraus ergebenden Ecken werden dann Ecke an Ecke verlegt und können mit Dichtungsband abgedichtet werden. Eine andere Platte kann dann benachbart zu der ersten Platte angeordnet werden, dass runde Kuppen 11 einen durchgehenden Luftschlitz in der Verbindung an die zweite Platte 102 sichern.

Das durch die Verwendung einer erfindungsgemäßen Platte erhaltene Resultat ist eine sichere und gute Belüftung der Bodens, wobei die Platte an den Boden und/oder Wand entweder temporär oder permanent geklebt werden kann.

Die gekuppte Platte ist vorzugsweise in Blättern aus Plastik oder polymerfolienähnlichen Material hergestellt, wie zum Beispiel Polypropylen oder Polyethylen. Das Struktur- oder Gittermaterial kann von synthetischem Material umfasst sein, wie einem Polymer-Material.


Anspruch[de]
Gekuppte Platte (1), die eine erste Längskante (60) und eine zweite Längskante (61) umfasst, wobei zwischen den Kanten eine Hauptfläche (90) in der Längsrichtung der Platte (1) angeordnet ist, die einen ersten Typ Kuppen (12) umfasst, und die Hauptfläche (90) wenigstens eine Teilfläche (100) in der Längsrichtung der Platte (1) umfasst, die wenigstens eine erste Reihe eines zweiten Typs Kuppen (14, 114, 214) umfasst, die eine längliche Form in der Längsrichtung der Platte (1) haben, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine benachbarte Längsreihe einer ähnlichen Kuppe (14) und/oder eines dritten Typs Kuppen (13, 113, 213) eine zu der ersten Reihe von Kuppen (12) in Längsrichtung benachbarte Grenze umfasst, wobei Kuppen (14) in der ersten Reihe gegenüber den Kuppen in der benachbarten Reihe oder den benachbarten Reihen in der Längsrichtung versetzt sind. Gekuppte Platte (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptfläche einen vierten Typ Kuppe (110, 210) jeder beliebigen Form zusätzlich zu dem ersten Typ Kuppe (12, 112, 212) umfasst. Gekuppte Platte (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der ersten Reihe und benachbarten Reihen und/oder der Abstand zwischen den länglichen Kuppen (14) in der Längsrichtung ungefähr der gleiche ist wie die Breite der länglichen Kuppen (14). Gekuppte Platte (1) nach einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet, dass die länglichen Kuppen (14) eine rechteckige, dreieckige, trapezförmige oder propellerartige Form haben. Gekuppte Platte (1) nach einem der Ansprüche 1–4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Typ Kuppen (12) auf der Hauptfläche (90) eine annähernd quadratische Form hat und wahlweise in einem diagonalen Muster in Bezug auf die Längsrichtung angeordnet ist. Gekuppte Platte (1) nach einem der Ansprüche 1–5, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und/oder dritte Typ Kuppe (12, 112, 212, 110, 210) auf der Hauptfläche (90) Unterschnitte aufweist. Gekuppte Platte (1) nach einem der Ansprüche 1–6, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Längskantenfläche (80) benachbart zu der ersten Längskante (60) und/oder zweiten Längskante (61) der Platte (1) umfasst, die einen Typ Kuppen (11) umfasst, die eine kleinere Fläche haben als die Kuppen der Hauptfläche (90). Gekuppte Platte (1) nach einem der Ansprüche 1–7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kuppen (11) an der Kantenfläche (80) eine Kreisform und vorzugsweise eine konstante Querschnittsform über die gesamte Tiefe der Kuppe (11) haben. Gekuppte Platte (1) nach einem der Ansprüche 1–8, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (1) aus einem synthetischen Material, wie beispielsweise einem Polymermaterial oder Kunststoffmaterial, besteht. Gekuppte Platte (1) nach einem der Ansprüche 1–9, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (1) ein Netz oder ein Gewebe (2) aus geeignetem Material umfasst, das an der Oberseite der Kuppen der Platte (1) befestigt ist, um die Anbringung der Platte an einem Träger (3) mittels eines Klebstoffs zu erleichtern. Gekuppte Platte (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Netz oder Gewebe (2) aus einem synthetischen Material, wie beispielsweise einem Polymermaterial, besteht. Gekuppte Platte (1) nach einem der Ansprüche 1–11, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Typ Kuppen (12) auf der Hauptfläche (90) eine Breite zwischen 5 und 50 mm hat und/oder dass der zweite Typ Kuppen (14) auf der Teilfläche (100) eine Breite zwischen 2 und 25 mm sowie eine Länge zwischen 10 und 100 mm hat und/oder dass die Kuppen (11) in der Randfläche (80) einen Durchmesser zwischen ungefähr 3 und ungefähr 30 mm haben. Gekuppte Platte (1) nach einem der Ansprüche 1–12, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptfläche (90) eine Breite zwischen 5 und 300 cm hat und/oder dass die Teilfläche (100) eine Breite zwischen 2 und 10 cm hat und/oder dass die Kantenfläche (80) eine Breite zwischen 1 und 30 cm hat. Einsatz einer gekuppten Platte (1) nach einem der Ansprüche 1–13 als Dichtungsmembran und/oder Untergrund für Putz, Fußbodenbelag und Fliesen für Fußböden, Wände, Decken oder Dächer. Einsatz einer gekuppten Platte (1) nach einem der Ansprüche 1–13 als Dichtungsmembran und/oder Untergrund für Laminatfußboden, Fußbodenbelag, Linoleum, Holzfußboden, Parkett oder Aufbeton oder ähnliches gegossenes Material. Verfahren zum Verlegen einer gekuppten Platte (1) nach einem der Ansprüche 1–13 als Untergrund für Fußboden, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (1) mit einer Faltlinie in der Teilfläche (100) verlegt wird, wobei ein Teil der Hauptfläche (90) an einer Wand (4) anliegt und der zweite Teil der Hauptfläche (90) an dem Fußboden (3) anliegt. Verfahren zum Verlegen der gekuppten Platte (1) nach Anspruch 16 in einer Innenecke eines Raums, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil der Hauptfläche (90), der an der Wand (4) verlegt wird, der Wand in der Ecke folgt, und der Teil der Hauptfläche (90), der an dem Boden verlegt wird, mit einem geeigneten Schnitt, wie beispielsweise einem Schnitt von 90° in 45°, in Bezug auf die Längsrichtung der Platte geschnitten wird, so dass die Schnittkanten auf dem Boden Kante an Kante anliegen.






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