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Dokumentenidentifikation DE60218748T2 15.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001472101
Titel SCHREIBGERÄT MIT SCHREIBSPITZENSTÜTZMITTEL
Anmelder Conte, Boulogne-sur-Mer, FR
Erfinder BEDHOME, Vincent, F-62240 Desvres, FR
Vertreter CBDL Patentanwälte, 47051 Duisburg
DE-Aktenzeichen 60218748
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 18.12.2002
EP-Aktenzeichen 028049450
WO-Anmeldetag 18.12.2002
PCT-Aktenzeichen PCT/FR02/04442
WO-Veröffentlichungsnummer 2003051648
WO-Veröffentlichungsdatum 26.06.2003
EP-Offenlegungsdatum 03.11.2004
EP date of grant 07.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse B43K 8/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B43K 17/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schreibgerät, bei dem die in einem Tank enthaltene Tinte zu einer Schreibspitze geleitet wird, die auf dem vorderen Teil des Körpers des Geräts mit Hilfe von Spitzenträgermitteln befestigt ist. Ein solches Schreibgerät ist aus dem Dokument EP 0 553 441 bekannt.

Der Einsatz von Spitzenträgermitteln in einem Schreibgerät ist hauptsächlich dann gerechtfertigt, wenn es sich um eine feine bzw. sehr feine Spitze handelt, die 0,8 bis 1 mm Durchmesser haben kann. Dieser Spitzentyp, der durch Extrusion eines Thermoplasts, insbesondere Polyacetal, hergestellt wird, ist bekannt. Die Weiterleitung der Tinte über die gesamte Länge der Schreibspitze wird durch eine innere Kapillarleitung erzielt, die bei der Extrusion vorgesehen wird. Die maximale Länge einer solchen Schreibspitze beträgt ungefähr 25 mm, andernfalls besteht eine große Gefahr einer Schreibunterbrechnung des Geräts, wenn dieses mit der Spitze nach oben positioniert wird.

Die Spitzenträgermittel, die allgemein verwendet werden, bestehen aus zwei Teilen, wobei der erste eine zylindrische Röhre ist, in die die Schreibspitze eingesetzt ist, und der andere aus Kunststoff ist, der die zylindrische Röhre und den hinteren Teil der Schreibspitze umgibt. Dieser zweite Teil aus Kunststoff kann einen im wesentlichen ringförmigen Absatz aufweisen, der als Rückschlaganschlag am vorderen Ende des Körpers des Geräts dient. Eventuell können die Spitzenträgermittel in einem einzigen Kunststoffteil an Stelle der beiden vorgenannten Teile bestehen.

Um die Weiterleitung der Tinte vom Tank, der sich im Körper des Geräts befindet, bis zur Schreibspitze zu gewährleisten, umfaßt das Gerät eine Kapillarverbindung. Wenn die Tinte in einem faserigen Kapillartank enthalten ist, dringt das hintere Ende der Verbindung in die faserige Masse des Kapillartanks ein und umgibt ihr vorderes Ende die Schreibspitze. Die in dem Kapillartank enthaltene Tinte fließt durch Kapillarität über die gesamte Länge der Kapillarverbindung und dringt in die Schreibspitze durch ihre innere Kapillarleitung ein.

Das erste von der Erfindung angestrebte Ziel ist die Vereinfachung der Herstellung eines solchen Geräts.

Dieses Ziel wird perfekt mit einem Schreibgerät erreicht, das auf bekannte Weise umfaßt:

  • a) einen Körper, umfassend einen inneren Tintentank, an dessen vorderen Ende eine Schreibspitze mündet,
  • b) eine Kapillarverbindung, die die Weiterleitung der Tinte zwischen dem Tank und der Schreibspitze sichert,
  • c) und Spitzenträgermittel, die am vorderen Ende des Körpers angeordnet sind, um die Anordnung der Spitze und der Kapillarverbindung zu tragen und zu gewährleisten.

Auf charakteristische Weise sind erfindungsgemäß die Kapillarverbindung und die Gesamtheit oder ein Teil der Spitzenträgermittel von einer kompakten und kapillaren einstückigen Einheit gebildet, die durch Sintern aus thermoplastischem Pulver erhalten wird.

Auch wenn die Erfindung vorzugsweise die Schreibgeräte mit feiner Schreibspitze betrifft, ist diese Anwendung nicht ausschließlich. Die Schreibspitze kann eine normale Spitze oder auch eine Schreibspitze vom Typ Kugelschreiber oder Filzschreiber (Roller) sein.

Beim Sintern von thermoplastischem Pulver wird ein Netz von offenen Poren erhalten, das die Weiterleitung der Tinte durch Kapillarität ermöglicht. Ferner ist es durch Sintern von Pulver möglich, eine Einheit zu erhalten, deren Kompaktheit und somit mechanische Festigkeit ausreichend sind, um den Halt der Schreibspitze zu sichern.

Bei einer ersten Ausführungsform handelt es sich um ein Schreibgerät mit feiner Spitze, insbesondere sehr feiner und extrudierter Spitze, umfassend einen ersten Spitzenträgerteil, der eine zylindrische Röhre ist, in die die Spitze eingesetzt ist. Erfindungsgemäß sind die zylindrische Röhre und die Spitze in die einstückige Einheit eingesetzt.

Es ist anzumerken, das die feine Spitze, insbesondere die sehr feine extrudierte Spitze, im allgemeinen vom Spitzenhersteller in ihrer mit dem ersten Spitzenträgerteil zusammengebauten Ausführung geliefert wird. So ist es dank der vorliegenden Erfindung möglich, einen Gerätekörper, der ursprünglich für eine normale Schreibspitze, die einen großen Durchgangsdurchmesser erfordert, vorgesehen war, mit einer feinen Spitze, insbesondere einer sehr feinen extrudierten Spitze, zu versehen, wobei die mit dem ersten Spitzenträgerteil vorzusammengebaute feine Spitze in eine einstückige Einheit eingesetzt wird, die gleichzeitig als zweites Trägermittel für eine feine Spitze, insbesondere sehr feine extrudierte Spitze, und als Kapillarverbindung dient. Die einstückige Einheit wird in einer Gußform hergestellt, die Elemente umfaßt, die es ermöglichen, eine Innenhöhlung einzuarbeiten, die es ermöglicht, dieses Einsetzen durchzuführen. Ferner nimmt die einstückige Einheit den gesamten Durchgangsdurchmesser des vorderen Teils des Körpers des Geräts ein und verwirklicht somit das Halten der Spitze in ihrer Position in Bezug zum Körper des Geräts.

Bei einer zweiten Ausführungsform ersetzt die einstückige Einheit die Spitzenträgermittel und die Kapillarverbindung zur Gänze. Natürlich bringt diese zweite Version eine maximale Vereinfachung bei der Herstellung des Schreibgeräts. Auf Grund dessen, daß diese Einheit durch Sintern eines Pulvers erhalten wird, ist es möglich, ihr durch eine sorgfältige Auswahl der Gußform eine geometrisch komplexe Ausführung, ohne eine mechanische Einzelfertigung zu erfordern, und eine ausreichende mechanische Festigkeit zu verleihen, um einen ausgezeichneten Halt der Spitze zu erzielen, auch in dem Fall, in dem der Durchmesser der Spitze deutlich kleiner als der Durchgangsdurchmesser des vorderen Teils des Körpers des Geräts ist, oder in dem folglich die einstückige Einheit den gesamten Durchgangsdurchmesser einnimmt, wobei sie sich auf die Innenseite des Körpers stützt, mit Ausnahme eines Luftzirkulationskanals, der beim Formguß vorgesehen wird.

Überdies ist es möglich, durch ein sorgfältiges Mischen von Pulvern oder Fasern, lokal in der einstückigen Spitzenträgereinheit die Kapillarität und/oder die mechanische Festigkeit und/oder den hydrophilen/hydrophoben Charakter in Bezug zur Tinte zu variieren. Beispielsweise ist es möglich, die Kapillarität für den hinteren Teil des Geräts und die mechanische Festigkeit und eventuell den hydrophoben Charakter für den vorderen Teil zu bevorzugen, wobei der hintere Teil der Teil ist, durch den die Tinte vom Tank bis zum hinteren Ende der Spitze weitergeleitet wird.

Falls die einstückige Einheit gleichzeitig als Kapillarverbindung und als Spitzenträgermittel dient, umfaßt die Einheit vorzugsweise eine Längshöhlung, in der die Schreibspitze fest montiert werden kann.

Ebenfalls umfaßt die einstückige Einheit vorzugsweise mindestens einen Absatz, der einen Rückschlaganschlag an einem Teil des Körpers des Geräts bildet.

Bei einer ersten Variante des Geräts, dessen Körper eine Innenquerwand umfaßt, die die Lagerung des Tanks vorne begrenzt und eine Öffnung für den Durchgang der Verbindung aufweist, ist der Absatz, den die einstückige Einheit aufweist, nach hinten ausgebildet, auf Höhe der Anordnung der Vorderseite der Innenquerwand, wobei der Absatz nun auf der Vorderseite aufliegt.

Bei einer zweiten Variante ist der Absatz der einstückigen Einheit zum vorderen Bereich der Einheit hin ausgebildet und liegt am vorderen Ende des Körpers des Geräts auf.

Dank der vorliegenden Erfindung ist es möglich, ein Schreibgerät vorzuschlagen, das alternativ nach Wahl des Benutzers entweder mit einer feinen oder normalen Schrift oder als Marker mit einer breiten Schriftzone funktionieren kann. Es reicht dazu nämlich aus, daß mindestens eine Zone des vorderen Teils der einstückigen Einheit, die sich außerhalb des vorderen Endes des Körpers des Geräts befindet, durch Kapillarität mit Tinte, die vom Tank kommt, versorgt wird und derart angeordnet ist, daß sie als breiter Schreibkopf in Ergänzung zur Schreibspitze dient. So kann der Benutzer entweder das Gerät derart positionieren, daß die Schreibspitze an den Schriftträger angelegt wird, oder derart, daß die mit Tinte versorgte Zone der einstückigen Einheit an den Schriftträger angelegt wird.

Die Wahl zwischen diesen beiden Positionierungen hängt vom Neigungswinkel des Geräts zum Schriftträger ab.

Wenn vermieden werden soll, daß bei derselben Positionierung ein kumulativer Einsatz der Schreibspitze und der versorgten Zone der einstückigen Einheit stattfindet, ist es notwendig, daß die Schreibzone der einstückigen Einheit zur Längsachse des Geräts, die durch die Schreibspitze geht, geneigt ist, wobei diese Neigung im wesentlichen entlang einer allgemeinen Richtung erfolgt, die die Achse über das vordere Ende der Schreibspitze hinaus schneidet. Auf diese Weise, wenn der Benutzer die mit Tinte versorgte Zone der einstückigen Einheit verwendet, um eine breite Markierung auf den Schriftträger aufzubringen, kann das vordere Ende der Schreibspitze nicht mit dem Schriftträger in Kontakt sein, natürlich sofern dieser eben ist.

Es ist dank der Erfindung auch möglich, neue Vereinfachungen bei der Herstellung der Schreibgeräte vorzuschlagen.

Eine Vereinfachung besteht in der Tatsache, daß die einstückige Einheit ein symmetrischer Teil zu einer Quermittelebene ist. In diesem Fall umfassen die beiden Enden, das vordere und hintere, der einstückigen Einheit vorzugsweise eine Längshöhlung, die die Schreibspitze fest aufnehmen kann. Dank dieser Symmetrie wird der Zusammenbau des Geräts sehr erleichtert, da es nicht mehr notwendig ist, diese einstückige Einheit genau in einer vorbestimmten Position einerseits für das feste Einsetzen der Schreibspitze und andererseits für die Montage im Körper des Geräts anzuordnen.

Eine weitere Vereinfachung besteht in der Tatsache, daß in dieser einstückigen Einheit ein Standardteil für die Herstellung von zwei unterschiedlichen Schreibgeräten vorhanden ist, nämlich einerseits eines Geräts mit feiner oder normaler Spitze, wie oben, und andererseits eines Geräts vom Typ Marker mit breiter Schrift. Im ersten Gerät ist der betreffende Teil mit der Schreibspitze ausgestattet, während in dem zweiten Gerät dieser Teil alleine ohne Schreibspitze verwendet wird.

Die vorliegende Erfindung wird durch die Studie der Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele eines Schreibgeräts mit feiner Spitze, die mit einer einstückigen Einheit versehen ist, die die Funktionen des Spitzenträgers und der Kapillarverbindung sichert, besser verständlich und ist durch die beiliegende Zeichnung dargestellt, wobei:

1 eine schematische Teilschnittansicht eines Schreibgeräts gemäß dem Stand der Technik ist;

2 eine schematische Teilschnittansicht eines Schreibgeräts gemäß einem ersten Beispiel der Erfindung mit einem metallischen Spitzenträger ist;

3 eine schematische Teilschnittansicht eines Schreibgeräts gemäß einem zweiten Beispiel der Erfindung ist, bei dem die einstückige Einheit die Spitzenträgermittel zur Gänze ersetzt;

4 eine Teilansicht eines dritten Beispiels eines Geräts ist, das eine feine Schrift und eine breite Markierung kombiniert, und

5 eine schematische Längsschnittdarstellung einer symmetrischen einstückigen Einheit ist.

Das Schreibgerät 1, das in 1 dargestellt ist, zeigt den Stand der Technik. Es umfaßt einen Körper 2, zu dessen vorderen Ende 2a eine feine Schreibspitze 3 mündet. Diese Schreibspitze ist mit diesem vorderen Ende 2a durch zwei Teile verbunden. Der erste Teil ist eine metallische Röhre 4, die teilweise von dem zweiten Teil 5 aus Kunststoff umgeben ist. Dieser zweite Teil 5 umfaßt einen Absatz 5a, der am Rand des vorderen Endes 2a des Körpers aufliegt. Er besitzt ferner nach hinten hin einen zylindrischen Hohlraum 5b. Dieser Hohlraum 5b ist derart ausgeführt, daß er eine Kapillarverbindung 6 aufnimmt, die die Schreibspitze 3 mit dem faserigen Kapillartank 7 verbindet, der sich zum hinteren Bereich des Körpers 2 über eine Innenquerwand 8 hinaus erstreckt. Wie in 1 dargestellt, dringt das hintere Ende 6a der Kapillarverbindung 6 in die faserige Masse des Kapillartanks 7 ein, während ihr vorderes Ende 6b das hintere Ende 3a der Schreibspitze 3 umgibt. Bei der Herstellung des Geräts wird die Schreibspitze 3, die vorher in den metallischen zylindrischen Teil 4 eingesetzt wurde, in den Kunststoffteil 5 eingesetzt, und schließlich wird die Kapillarverbindung in den hinteren Hohlraum 5b des zweiten Kunststoffteils 5 eingesetzt.

Erfindungsgemäß sind die Kapillarverbindung und die Gesamtheit oder ein Teil der Spitzenträgermittel von einer kompakten und kapillaren einstückigen Einheit gebildet, die durch Sintern von thermoplastischem Pulver erhalten wird.

Im ersten Beispiel der 2 ersetzt die einstückige Einheit 9, mit der das Gerät 10 versehen ist, die Kapillarverbindung und den zweiten Kunststoffteil des in 1 dargestellten Beispiels. Diese einstückige Einheit 9 hat eine ausreichende Kapillarität, um die Weiterleitung der Tinte vom faserigen Kapillartank 7 zur Schreibspitze 3 zu sichern, insbesondere wenn es sich um eine bis zum hinteren Ende 3b der Spitze 3 extrudierte Spitze handelt, d.h. bis zum Eingang der inneren Längskapillarleitung, die die Spitze 3 enthält. Ferner hat diese einstückige Einheit 9 eine ausreichende mechanische Festigkeit, um den Halt der Schreibspitze 3 in ihrer Position zu sichern, d.h. die Funktion des Spitzenträgers des zweiten Teils 5a zu erfüllen. Diese Kapillarität und diese mechanische Festigkeit werden insbesondere dadurch erhalten, daß als thermoplastisches Pulver ein Polyethylenpulver verwendet wird, das unter der Bezeichnung und der Referenz HOSTALEN GHR 8110 vertrieben wird, dessen durchschnittliche Größe 120 &mgr;m beträgt. Nach dem Sintern in einer geeigneten Form, beispielsweise aus Aluminium, bei einer Temperatur von 200 °C während ungefähr 5 min wird eine einstückige kompakte Einheit mit offenen Poren erhalten, deren durchschnittliche Größe der Poren ungefähr 15 &mgr;m beträgt, und die eine mechanische Festigkeit von 4,3 N/mm2 besitzt. Die Innenhöhlung der einstückigen Einheit, die das Einsetzen der Spitze 3 und der metallischen Röhre 4 ermöglicht, wird direkt beim Formguß oder eventuell durch mechanische Fertigung hergestellt.

In den meisten Fällen werden nicht identische Eigenschaften der Kapillarität und der mechanischen Festigkeit für das gesamte Volumen der einstückigen Einheit 9 angestrebt. Die mechanische Festigkeit wird für den vorderen Teil 9a angestrebt, der den genauen Halt der Spitze 3 und in dem Beispiel der 2 des metallischen Teils 4 im Inneren des vorderen Endes 2a des Körpers 2 des Geräts sichert. Was die Kapillarität betrifft, wird sie für den hinteren Teil 9b der einstückigen Einheit 9 angestrebt, d.h. den Teil, der die Weiterleitung der Tinte, wie vorher angeführt, sichert. Es ist somit möglich, dank einer geeigneten Pulvermischung eine einstückige Einheit 9 herzustellen, die, da sie aus einem Stück ist, dennoch eine strukturelle Heterogenität aufweist, wobei sie auf dem vorderen Teil 9a mehr starr und auf ihrem hinteren Teil 9b mehr kapillar und somit weniger starr ist.

Es ist auch möglich, durch eine geeignete Pulvermischung oder eine lokale Behandlung das Aufsteigen der Tinte in den vorderen Teil 9a der einstückigen Einheit und somit die Gefahren einer Verschmutzung der Finger des Benutzers zu vermeiden. Dies kann eine lokale Behandlung sein, die einen Hauteffekt entlang dieses vorderen Teils 9a erzeugt. Dies kann eine Pulverauswahl sein, die einen hydrophoben Charakter hat und den vorderen Teil 9a bildet.

In dem in 2 dargestellten Beispiel umfaßt die einstückige Einheit 9 einen Absatz 11, der an der Vorderseite 8a der Innenquerwand 8 um die Durchgangsöffnung 12 anschlagen kann. In dem dargestellten Beispiel hat die einstückige Einheit 9 tatsächlich eine global zylindrische Ausführung, deren hinterer Teil 9b zwei Abschnitte mit unterschiedlichem Durchmesser aufweist, wobei der Durchmesser kleiner als jener der Durchgangsöffnung 12 am hinteren äußersten Teil ist, während er größer als jener der Durchgangsöffnung 12 im Bereich des Absatzes 11 ist.

Das zweite Ausführungsbeispiel, das in 3 dargestellt ist, unterscheidet sich von dem soeben beschriebenen dadurch, daß die einstückige Einheit 13 sowohl die Kapillarverbindung als auch die Gesamtheit der Trägermittel der Schreibspitze 3 ersetzt.

Die Herstellung einer solchen einstückigen Einheit ist ferner im Vergleich mit dem vorhergehenden Beispiel vereinfacht, da es für die Anbringung der Schreibspitze 3 ausreicht, eine Längsinnenhöhlung 13a vorzusehen, die beim Formguß eingearbeitet wird, damit der Innendurchmesser das feste Einsetzen der Schreibspitze 3 ermöglicht. Wenn dieses feste Einsetzen erfolgt ist, ist es sehr schwierig, die Schreibspitze 3 aus der einstückigen Einheit 13 herauszuziehen.

In dem in 4 dargestellten Beispiel kombiniert das Schreibgerät 15 zwei Funktionsweisen, die erste mit feinem Schreiben mit der Schreibspitze 3 und die zweite mit breitem Markieren mit einer Zone 14b, die sich auf dem vorderen Teil 14a der einstückigen Einheit 14 außerhalb des Körpers des Geräts befindet. Um natürlich eine solche Funktion zu sichern, ist es erforderlich, daß die Zone 14b ebenfalls mit Tinte versorgt wird, und daß somit die Kapillarität der einstückigen Einheit 14 entsprechend eingestellt wird. In dem dargestellten Beispiel hat der vordere Teil 14a der einstückigen Einheit 14 eine im wesentlichen kegelstumpfartige oder eventuell pyramidenartige Struktur, so daß ein Zone 14b ausgespart wird, die auf den Schreibträger auf einer bestimmten Länge d angelegt werden kann. Diese Länge d entspricht der Markierungsbreite im Rahmen der zweiten Funktionsweise des Geräts.

Es ist zu verstehen, daß der Benutzer seine Funktionsweise je nach dem Neigungswinkel des Geräts wählen kann, wenn er auf den Schreibträger schreibt. Wenn er das Gerät im wesentlichen vertikal oder ein wenig geneigt hält, kommt die feine Schreibspitze 3 mit dem Schreibträger in Kontakt. Wenn er hingegen das Gerät derart neigt, daß die Zone 14b mit dem Schreibträger in Kontakt ist, erhält er eine breite Markierung.

Wenn eine Interferenz zwischen den beiden Funktionsweisen vermieden werden soll, reicht es, wie in 4 dargestellt, aus, daß die allgemeine Richtung G der Zone 14b, die mit Tinte versorgt wird und außerhalb des Körpers 2 des Geräts mündet, die Längsachse DD' der Schreibspitze 3 über das vordere Ende 3c derselben hinaus schneidet.

Falls die einstückige Einheit 13 oder 14 auf ihrer gesamten Länge kapillar ist, es verständlich, daß sie selbst einen Schreibkopf zur breiten Markierung bilden kann, wenn keine Schreibspitze 3 in sie eingesetzt wird. So kann eine solche einstückige Einheit 13, 14 einen Standardteil bei der Herstellung von zwei Gerätetypen darstellen, wobei die Wahl je nach Bedarf erfolgt. Gemäß dem ersten Gerätetyp ist eine feine oder normale Schreibspitze 3 in die Längshöhlung des vorderen Teils der einstückigen Einheit eingesetzt. Es handelt sich nun um ein Gerät mit feiner oder normaler Schreibspitze. Im zweiten Fall wird die einstückige Einheit 13, 14 als solche verwendet. Es handelt sich nun um ein Schreibgerät mit breiter Markierung.

In 5 ist eine einstückige Einheit 16 dargestellt, die perfekt symmetrisch zu einer Quermittelebene ist, die zwei Längsinnenhöhlungen 17, 17' besitzt, die die Schreispitze 3 fest aufnehmen können. Eine solche einstückige Einheit ermöglicht es, die Vorgänge des Zusammenbaus des Geräts zu vereinfachen, da es nicht notwendig ist, die Anordnung der Einheit im Raum entlang des vorderen oder hinteren Endes für das Einsetzen der Schreibspitze und/oder ihre Montage im Körper des Geräts zu wählen. Bei der sehr vereinfachten Ausführung der 5 kann der Anschlag dieser einstückigen Einheit 16 im Körper des Geräts nur dank einer Umfangsleiste erfolgen, die im Inneren des Körpers des Geräts angeordnet ist.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die soeben beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Die Schreibspitze kann vom Typ Kugelschreiber oder Filzroller (Rollerpen) sein.


Anspruch[de]
Schreibgerät, umfassend:

a) einen Körper (2), der einen inneren Tintentank (7) umfaßt und an dessen vorderem Ende (2a) eine Schreibspitze (3) mündet,

b) eine Kapillarverbindung, die die Überführung der Tinte zwischen dem Tank (7) und der Schreibspitze (3) sichert,

c) und Spitzenträgermittel, die am vorderen Ende des Körpers eingerichtet sind, um die Anordnung der Spitze und der Kapillarverbindung zu tragen und sicherzustellen,

wobei das Schreibgerät eine kompakte und kapillare einstückige Anordnung (9, 13, 14) umfaßt, die gleichzeitig die Kapillarverbindung und ganz oder teilweise Spitzenträgermittel bildet,

dadurch gekennzeichnet, daß die kompakte und kapillare einstückige Anordnung (9, 13, 14) durch Sintern von thermoplastischem Pulver erhalten ist.
Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einstückige Anordnung (9, 13, 14) eine Porosität und/oder Beständigkeit und/oder hydrophilen-hydrophoben Charakter gegenüber der Tinte hat, die/der lokal differenziert ist. Gerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der hintere Teil der einstückigen Anordnung eine größere Porosität hat als der vordere Teil und umgekehrt der vordere Teil einen größeren Widerstand als der hintere Teil hat. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß es eine feine oder sehr feine Schreibspitze (3) und ein Spitzenträgermittel umfaßt, das aus einem zylindrischen Rohr (4) besteht, in welches die feine oder sehr feine Spitze (3) eingezogen ist, und dadurch, daß das zylindrische Rohr (4) und die feine oder sehr feine Spitze (3) in die einstückige Anordnung (9) eingezogen sind, die den gesamten Durchmesser eines Durchgangs des vorderen Endes (2a) des Körpers (2) des Gegenstandes einnimmt. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die einstückige Anordnung (13) vollständig als Kapillarverbindung und Spitzenträgermittel dient, und dadurch, daß sie eine Längshöhlung (13a) umfaßt, in die die Schreibspitze (3) eingedrückt werden kann. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die einstückige Anordnung (9) wenigstens eine Schulter (11) umfaßt, die einen Antirückkehranschlag gegen einen Teil des Körpers (2) des Geräts bildet. Gerät nach Anspruch 6, dessen Körper (2) eine Querinnenwand (8) umfaßt, die vorne den Sitz des Tanks (7) begrenzt und eine Öffnung (12) zum Durchtritt der Verbindung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schulter (11), die die einstückige Anordnung (9) aufweist, nach hinten auf der Ebene des Ortes der vorderen Seite (8a) der Querinnenwand (8) ausgebildet ist, wobei die Schulter (11) so zur Abstützung auf der vorderen Seite (8a) kommt. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schulter der einstückigen Anordnung zur vorderen Seite der Anordnung geformt ist, unter Abstützung auf das vordere Ende des Körpers des Gegenstandes. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Bereich (14b) des vorderen Teils (14a) der einstückigen Anordnung (14), der sich außerhalb des vorderen Endes (2a) des Körpers (2) des Gegenstandes (15) befindet, durch Kapillarität mit Tinte versorgt wird, die von dem Tank (7) kommt und eingerichtet ist, um als breiter Schreibkopf in Vervollständigung der Schreibspitze zu dienen. Gerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schreibbereich (14b) der einstückigen Anordnung (14) im Verhältnis zur Längsachse (DD') des Geräts (15) schräg durch die Schreibspitze (3) verläuft, wobei diese Schräge im wesentlichen gemäß einer allgemeinen Richtung (G) liegt, die die Achse (DD') oberhalb des vorderen Endes (3c) der Schreibspitze (3) schneidet. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die einstückige Anordnung (16) ein symmetrisches Stück im Verhältnis zu einer Quermittelebene ist. Standardisiertes Stück zur Herstellung eines Teiles eines ersten Schreibgeräts gemäß einem der Ansprüche 5–11 und andererseits eines zweiten Schreibgeräts vom Markierertyp mit breiter Schrift, wobei das Stück aus einer einstückigen, kompakten und kapillaren Anordnung (13) besteht, erhalten durch Sintern eines thermoplastischen Pulvers, und welches eine Längsausnehmung (13a) hat, die in dem ersten Gerät als Kapillarverbindung und Spitzenträgermittel dient, wobei die Schreibspitze (3) in die Ausnehmung eingedrückt ist und in dem zweiten Gerät als Kapillarverbindung und Schreibspitze dient. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11 und standardisiertes Stück nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die einstückige, kompakte und kapillare Anordnung mit offenen Poren ist, deren mittlerer Umfang in der Größenordnung von 15 &mgr;m liegt und deren mechanische Festigkeit in der Größenordnung von 4,3 N/mm2 liegt.






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