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Dokumentenidentifikation DE60312067T2 15.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001348666
Titel Ölzuführvorrichtung in der hydraulischen Ausgleichleitung von einem verstellbaren Kranausleger
Anmelder SMS Synergie Management Service, Perpignan, FR
Erfinder Gallego, Antoine, 66250 Saint Laurent de la Salanque, FR
Vertreter Müller Schupfner Patentanwälte, 80336 München
DE-Aktenzeichen 60312067
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 27.03.2003
EP-Aktenzeichen 032907693
EP-Offenlegungsdatum 01.10.2003
EP date of grant 28.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse B66C 23/72(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft die Vorrichtungen, die den automatischen Ausgleich des Auslegers eines Krans mit Gelenk- oder Teleskoparmen in Abhängigkeit von der Veränderung der Ausladung dieses Auslegers gewährleisten, und im Besonderen eine solche automatische Ausgleichsvorrichtung mit hydraulischer Steuerung.

Gemäß dem französischen Patent Nr. 82.19842 (2 536 733) ist eine hydraulische Vorrichtung zum automatischen Ausgleich des Auslegers eines Krans bekannt, bei der eine Kammer des Hydraulikzylinders, der die Bewegung des Hilfsarms des Auslegers steuert, und eine Kammer des Hydraulikzylinders, der die Traverse des Gegengewichts des Auslegers steuert, in Reihe verbunden sind, während die andere Kammer jedes der zwei Zylinder mit Hilfe eines hydraulischen Verteilers selektiv entweder mit einer Quelle zur Versorgung mit Hydraulikflüssigkeit oder mit einem Vorratsbehälter für Hydraulikflüssigkeit verbunden wird. Dadurch erfolgt per Flüssigkeitsübertragung in der Ausgleichsleitung, die die zwei Zylinder verbindet, ein automatischer Ausgleich des Auslegers durch proportionale Verlagerungen der Schwerpunkte des Hilfsarms und des Gegengewichts.

Diese bekannte Vorrichtung erfährt einen verdienten Erfolg, aber sie bietet dennoch den Nachteil, dass auf Grund von Leckverlusten, die sich in den Hydraulikkreisläufen und im Besonderen an den Verbindungen ergeben können, bei den Bewegungen des Nebenarms und der Traverse des Gegengewichts ein Mangel an Gleichlauf entstehen kann, der die Funktion der Vorrichtung stört.

Die vorliegende Erfindung hat die Aufgabe, diesem Nachteil abzuhelfen, und sie schlägt zu diesem Zweck ein einfaches, zuverlässiges und kostengünstiges System vor, das das automatische oder manuelle Nachregeln dieses Gleichlauffehlers gestattet.

Durch das Dokument Fotorezeptor 1 135 807 kennt man ein automatisches Ausgleichssystem für einen Kran des Typs, der einen Ausleger umfasst, der aus einem einzigen Arm besteht, der an einem Ende auf einem Sockel angelenkt ist, wobei dieser Arm ein Gegengewicht trägt, das eingerichtet ist, um sich hin- und herbewegen zu können. Der Ausgleich wird sichergestellt durch einen federgespannten Kolben, an dem das Hubseil des Auslegers angebracht ist, wobei sich dieser Kolben in einem Hydraulikzylinder verschiebt, der mit einem Arbeitszylinder, der das Hin- und Herbewegen des Gegengewichts steuert, verbunden ist. Das Bereitstellen eines Zusatzdrucks für den Hydraulik- oder den Arbeitszylinder zum Korrigieren des Ausgleichs wird durch eine Pumpe sichergestellt, die mit einem Ölvorratsbehälter verbunden ist und manuell oder mittels Motor gesteuert wird.

Außerdem ist durch das Dokument EP 0 970 915 ein Kran bekannt, dessen Ausleger einen Hauptarm umfasst, an dem ein Hilfsarm an einem Ende angelenkt ist, während an seinem anderen Ende zwei Arme angelenkt sind, die jeweils ein Gegengewicht tragen und über einen Arbeitszylinder miteinander verbunden sind. Eine hydraulische Verbindung zwischen den zwei Zylindern stellt den Ausgleich des Auslegers sicher.

Außerdem ist durch das Dokument WO 98 55289 eine Presse für die Herstellung von Elementen für die Konstruktion bekannt, die zwei Platten umfasst, von denen wenigstens eine unter der Wirkung der Kolben von zwei Hydraulikzylindern, die parallel zueinander angeordnet sind und in Reihe hydraulisch verbunden sind, in Richtung der anderen bewegt werden kann. Bei hydraulischen Leckverlusten zwischen den beiden Kammern eines selben Hydraulikzylinders entsteht dann eine Verlagerung zwischen den Kolben der zwei Hydraulikzylinder und somit eine Neigung der beweglichen Platte der Presse. Zum Ausgleich dieser Leckverluste wird eine Flüssigkeitszufuhr ausgehend von einem durch Druck oder durch fernerzeugte Signale gesteuerten Ventil bereitgestellt.

Erfindungsgemäß ist ein Kranausleger mit variabler Ausladung und mit hydraulischer Vorrichtung zum automatischen Ausgleich von dem Typ, der einen Hauptarm, der zum Drehen auf einem Tragturm montiert ist; einen Hilfsarm, der an einem Ende des Hauptarms angelenkt ist und dessen Neigung durch einen ersten doppeltwirkenden Hydraulikzylinder, der von dem Hauptarm getragen wird und dessen Stange an den Hilfsarm angekuppelt ist, gesteuert wird; ein Gegengewicht, das an dem hinteren Ende des Hauptarms angelenkt ist; einen zweiten doppeltwirkenden Hydraulikzylinder, der von dem Hauptarm getragen wird und dessen Stange an dem Gegengewicht angekuppelt ist; eine Hydraulik-Ausgleichsleitung, die alle ringförmigen Kammern des ersten und zweiten Zylinders verbindet; und eine Steuervorrichtung, die selektiv die Vollprofil-Kammer von einem des ersten und zweiten Hydraulikzylinders mit einer Quelle zur Versorgung mit Hydraulikflüssigkeit und die Vollprofil-Kammer des anderen der zwei Hydraulikzylinder mit einem Vorratsbehälter für Hydraulikflüssigkeit verbindet, umfasst. Er ist gekennzeichnet durch eine Leitung für Hydraulikflüssigkeitszufuhr, die die Quelle zur Versorgung mit Hydraulikflüssigkeit mit der Hydraulik-Ausgleichsleitung über eine Einrichtung zum Steuern von Flüssigkeitszufuhr zu der Ausgleichsleitung, die an der Leitung für Flüssigkeitszufuhr vorgesehen ist, und über Positionserfassungseinrichtungen, die einerseits in der Nähe der Gelenkverbindung zwischen dem Hauptarm und dem Hilfsarm und andererseits in der Nähe der Gelenkverbindung zwischen dem Hauptarm und dem Gegengewicht angeordnet sind, verbindet, wobei die Positionserfassungseinrichtungen bei Erfassen einer Pendelposition des Hilfsarms und Nichtvorliegen eines gleichzeitigen Erfassens einer vertikalen Position des Gegengewichts mit Hilfe eines Automaten die Aktivierung der Steuereinrichtung steuern, um eine Hydraulikflüssigkeitszufuhr zu der Ausgleichsleitung sicherzustellen.

Nach einer Ausführung der Erfindung mit automatischer Steuerung besteht die Flüssigkeitszufuhr-Steuereinrichtung aus einem Magnetventil.

Es versteht sich somit, dass bei einem Mangel an Gleichlauf bei den Bewegungen des Hilfsarms und des Gegengewichts, das heißt, wenn der Hilfsarm an einer Pendelposition angekommen ist, während sich das Gegengewicht noch nicht in dieser Position befindet, das Magnetventil automatisch aktiviert wird, um eine Ölzufuhr in der Ausgleichsleitung sicherzustellen und den Ausgleich des Auslegers wieder herzustellen.

Nach einer anderen Ausführung der Erfindung mit manueller Steuerung der Flüssigkeitszufuhr besteht die Flüssigkeitszufuhr-Steuereinrichtung aus einem Hydroventil oder einem Hahn mit manueller Steuerung.

Erfindungsgemäß ist vorteilhafterweise eine Hydraulikflüssigkeitsablaufleitung zu einem Vorratsbehälter mit der Ausgleichsleitung in der Nähe von jedem der zwei Hydraulikzylinder verbunden, wobei an jeder Ablaufleitung ein Ablaufsteuerventil angeordnet ist. Es versteht sich somit, dass der Bediener durch Betätigung eines dieser Ablaufsteuerventile jeden Gleichlauffehler der Bewegungen des Hilfsarms und des Gegengewichts auf Grund eines Ölüberschusses in der Ausgleichsleitung korrigieren kann.

Zum guten Verständnis der Erfindung werden im Folgenden in beispielhafter Form ohne beschränkenden Charakter zwei bevorzugte Ausführungsformen mit Bezugnahme auf die beigefügten schematischen Zeichnungen beschrieben, bei denen:

1 eine Seitenansicht eines Kranauslegers mit Gelenkarmen und mit hydraulischer Vorrichtung zum automatischen Ausgleich ist, der mit einem erfindungsgemäßen System zur automatischen Ölzufuhr ausgestattet ist, wobei der Hilfsarm in horizontaler Position dargestellt ist;

2 eine Ansicht analog zu der 1 ist, jedoch mit dem Hilfsarm in Pendelposition; und

3 eine Seitenansicht eines Kranauslegers mit Gelenkarmen und mit hydraulischer Vorrichtung zum automatischen Ausgleich ist, der mit einem erfindungsgemäßen System zur manuellen Ölzufuhr ausgestattet ist.

Mit Bezugnahme auf die 1 und 2 wird ein Kranausleger mit Gelenkarmen dargestellt, der ausgestattet ist mit einer hydraulischen Vorrichtung zum automatischen Ausgleich, wie sie in dem französischen Patent, das unter der Nr. 2 536 733 veröffentlicht wurde, beschrieben wird. Der Kranausleger umfasst einen Hauptarm 1, der an einem Turm 2 um eine horizontale Achse herum angelenkt ist und dessen Neigung durch einen Hubzylinder 3 gesteuert wird. An dem Arm 1 sind an seinem vorderen Ende ein Hilfsarm 4 und an seinem hinteren Arm eine Traverse 5, die ein Gegengewicht 6 trägt, angelenkt. Ein doppeltwirkender Hydraulikzylinder 7 ist an dem vorderen Ende des Hauptarms 1 angebracht, und seine Stange ist an dem Hilfsarm 4 angekuppelt. Auf analoge Weise ist ein doppeltwirkender Hydraulikzylinder 8 an dem hinteren Ende des Hauptarms 1 angebracht und seine Stange ist an der Traverse 5 angekuppelt. Die Ringprofil-Kammer des Zylinders 7 ist über eine Leitung 9, d. h. Ausgleichsleitung, mit der Ringprofil-Kammer des Hydraulikzylinders 8 verbunden, während die Vollprofil-Kammern dieser zwei Zylinder über einen hydraulischen Verteiler 10 selektiv mit einer Pumpe 11 zur Versorgung mit Hydraulikflüssigkeit und mit einem Vorratsbehälter 12 für Hydraulikflüssigkeit verbunden.

Wie in dem vorgenannten Patent Nr. 2 536 733 erklärt wird, platziert der Bediener, wenn er ausgehend von der Position der 2 zu einer Längenzunahme der Ausladung des Auslegers übergehen möchte, den Verteiler 10 in die Position, die bei Betrachtung dieser Figur seinem rechtem Teil entspricht, so dass die Vollprofil-Kammer des Zylinders 8 mit Flüssigkeit versorgt wird und bei Verschieben der Stange dieses Zylinders gleichzeitig eine Neigung der Traverse 5 mit ihrem Gegengewicht 6 und, auf Grund der Verbindung zwischen den Zylindern 7 und 8, ein Anheben des Hilfsarms 4 erzeugt. Da der Wert des Gegengewichts anhand des Eigengewichts der Elemente des Auslegers und der Hebelarme berechnet wird, befindet sich der Ausleger folglich in ständigem Ausgleich.

Erfindungsgemäß verbindet eine Hydraulikleitung 13 die Pumpe 11 über ein Magnetventil 14 und ein Rückschlagventil 15 mit der Ausgleichsleitung 9. Das Magnetventil 14 wird über einen Automaten 16 durch Detektoren 17, 18 mechanischen, hydraulischen, elektrischen oder elektronischen Typs gesteuert, die jeweils an dem Hilfsarm 4 und an dem Hauptarm 1 installiert sind.

Drei Kontrollleuchten 19, 20 und 21, die in dem Automaten 16 installiert sind, gestatten das Verwalten des Zustands des Magnetventils 14, das heißt eine Kontrollleuchte 19 der Erfassung des Gegengewichts 6, die aufleuchtet, wenn der Detektor 18 nicht die Anwesenheit des Gegengewichts erfasst, und die erlischt, wenn der Detektor 18 das Gegengewicht in vertikaler Position erfasst, eine Kontrollleuchte 20 der Erfassung des Hilfsarms 4, die erlischt, wenn der Detektor 17 die Anwesenheit des Hilfsarms erfasst, und die aufleuchtet, wenn der Hilfsarm seine Pendelposition erreicht oder der Detektor 17 seine Erfassung verliert, und eine Kontrollleuchte 21 der Aktivierung des Magnetventils 14, die aufleuchtet, wenn die zwei Kontrollleuchten 19, 20 gleichzeitig aufleuchten.

In dem Normalbetriebsmodus des Krans ist, wenn sich der Ausleger in horizontaler Position befindet (1), die Kontrollleuchte 20 erloschen, da der Detektor 17 die Anwesenheit des Hilfsarms 4 erfasst, und die Kontrollleuchte 19 leuchtet auf, da der Detektor 18 die Anwesenheit der Traverse 5 nicht erfasst. Die Kontrollleuchte 21 ist dann erloschen und das Magnetventil 14 wird folglich nicht aktiviert.

Gleichsam, wenn der Hilfsarm 4 die Pendelposition erreicht (2), ebenso wie die Traverse 5, verliert der Detektor 17 die Erfassung des Hilfsarms 4 und die Kontrollleuchte 20 leuchtet auf, während gleichzeitig der Detektor 18 die Anwesenheit der Traverse 5 erfasst und die Kontrollleuchte 19 erlischt, so dass die Kontrollleuchte 21 erloschen bleibt und das Magnetventil 14 folglich nicht aktiviert wird.

Wenn auf Grund von Leckverlusten von Öl, die in dem Hydraulikkreislauf im Verlauf des Betriebs aufgetreten sind, der Hilfsarm 4 seine Pendelposition erreicht hat, während der Detektor 18 die Anwesenheit der Traverse 5 nicht erfasst, leuchtet die Kontrollleuchte 20 der Erfassung des Hilfsarms 4 auf, während die Kontrollleuchte 19 des Detektors des Gegengewichts noch aufleuchtet. Das gleichzeitige Aufleuchten der zwei Kontrollleuchten 19 und 20 löst das Aufleuchten der Kontrollleuchte 21 und die automatische Aktivierung des Magnetventils 14 aus, das über die Leitung 13 eine Ölzufuhr in der Ausgleichsleitung 9 ausgehend von der Pumpe 11 sicherstellt. Diese automatische Versorgung mit Öl stellt den Ausgleich wieder her, was dann die Deaktivierung des Magnetventils 14 zur Folge hat, und der Kran kehrt wieder in den Normalbetriebsmodus zurück.

Nach dieser Ausführungsform der 1 und 2 kann außerdem das Magnetventil 14 in dem manuellen Modus über eine in dem Führerhaus angeordnete Steuereinrichtung, wie zum Beispiel ein Tastknopf 22, aktiviert werden.

Das Drücken auf diesen Tastknopf 22 aktiviert das Magnetventil 14 und leitet Öl unter Druck in die Ausgleichsleitung 9 ein. Dieser Vorgang und die Steuerung der Erweiterung des Hilfsarms 4 durch den Verteiler 10 gestatten das Führen des Auslegers auf seinen Lagern in die gestreckte Position, und der Kran befindet sich wieder in dem Normalbetriebsmodus.

Es ist festzustellen, dass das Rückschlagventil 15, das an der Leitung 13 für Ölzufuhr zwischen dem Magnetventil 14 und der Ausgleichsleitung 9 platziert ist, jede ungewollte Rückleitung des Ausgleichsdrucks hemmt.

An einem Ende der Ausgleichsleitung 9 ist zwischen einem Hydraulikventil 23 und der ringförmigen Kammer des Zylinders 7 ein Hydroventil 24 angeordnet, dessen Aktivierung das Ablaufen eines eventuellen Ölüberschusses in der Leitung 9 in Richtung eines Vorratsbehälters 25 gestattet. Gleichermaßen ist ein Hydroventil 26, das in den Vorratsbehälter 25 fördert, zwischen der ringförmigen Kammer des Zylinders 8 und einem Hydraulikventil 27, das an der Leitung 9 platziert ist, angeordnet.

In der 3 wird eine Ausführung mit manueller Steuerung der Ölzufuhrvorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt. Bei dieser Ausführungsform wurden dieselben Bezugszeichen verwendet, um dieselben Elemente wie diejenigen, die zu der Ausführungsform der 1 und 2 gehören, zu bezeichnen.

Bei dieser Ausführung findet man die Leitung 13 für Ölzufuhr, die die Ausgleichsleitung 9 über das Rückschlagventil 15 versorgt. An der Leitung ist stromaufwärts des Rückschlagventils 15 ein Hydroventil (oder ein Hahn) 28 platziert, das manuelles Steuern der Ölzufuhr in der Ausgleichleitung 9 gestattet.

Man findet außerdem die Hydroventile (oder Hähne) 24, 26, die das Ablaufen des eventuellen Ölüberschusses in der Ausgleichsleitung 9 in Richtung eines Vorratsbehälters 25 gestatten.

Wenn der Bediener einen Mangel an Gleichlauf des Hilfsarms 4 und der Traverse 5 des Gegengewichts 5 feststellt, das heißt, wenn der Hilfsarm 4 sich nicht an dem Streckungsanschlag befindet, während die Traverse 5 ihre äußeren Anschläge erreicht (was auf einen Ölmangel in der Leitung 9 hindeutet), öffnet er das Hydroventil oder den Hahn 28 unter Betätigung des Verteilers 10, um die Längenzunahme des Hilfsarms 4 zu steuern (rechte Position des Verteilers bei Betrachtung von 3).

Der Hydraulikdruck des Systems gestattet dann das Anheben des Hilfsarms 4, bis er seinen Streckungsanschlag erreicht (Position der 3). Wenn diese Ausgleichsposition erreicht ist, schließt der Bediener das Hydroventil (oder den Hahn) 28, und der Kran befindet sich wieder in der Arbeitskonfiguration.

Wenn der Bediener dagegen einen Gleichlaufmangel bei den Bewegungen des Hilfsarms 4 und der Traverse 5 des Gegengewichts feststellt, so dass der Arm 4 den Streckungsanschlag erreicht, während die Traverse 5 ihre äußeren Anschläge nicht erreicht hat (was auf einen Ölüberschuss in der Ausgleichsleitung 9 hindeutet), positioniert er den Ausleger des Krans in der hohen Position und er öffnet das Ventil oder den Hahn 26, um den Ölüberschuss in der Leitung 9 in Richtung des Vorratsbehälters 25 ablaufen zu lassen, bis die Traverse 5 durch Schwerkraft ihre äußeren Anschläge erreicht. Das Ventil oder der Hahn 26gestatten außerdem, das Fallen der Traverse 5 auf ihre Anschläge zu steuern.

Sobald diese Ausgleichsposition erreicht ist, schließt der Bediener das Ventil (oder den Hahn) 26 und der Kran befindet sich wieder in der Arbeitskonfiguration.

Es versteht sich, dass die obige Beschreibung lediglich als Beispiel ohne beschränkenden Charakter abgegeben wurde und dass bauliche Hinzufügungen oder Modifizierungen vorgenommen werden können, ohne den Umfang der vorliegenden Erfindung, die in den Ansprüchen definiert wird, zu verlassen.


Anspruch[de]
Kranausleger mit variabler Ausladung und mit hydraulischer Vorrichtung zum automatischen Ausgleich, umfassend einen Hauptarm (1), der zum Drehen auf einem Tragturm (2) montiert ist; einen Hilfsarm (4), der an einem Ende des Hauptarms (1) angelenkt ist und dessen Neigung durch einen ersten doppeltwirkenden Hydraulikzylinder (7), der von dem Hauptarm getragen wird und dessen Stange an den Hilfsarm (4) angekuppelt ist, gesteuert wird; ein Gegengewicht (5, 6), das an dem hinteren Ende des Hauptarms (1) angelenkt ist; einen zweiten doppeltwirkenden Hydraulikzylinder (8), der von dem Hauptarm (1) getragen wird und dessen Stange an dem Gegengewicht (5, 6) angekuppelt ist; eine Hydraulik-Ausgleichsleitung (9), die alle ringförmigen Kammern des ersten (7) und zweiten (8) Zylinders verbindet; und eine Steuervorrichtung, die selektiv die Vollprofil-Kammer von einem des ersten (7) und zweiten (8) Hydraulikzylinders mit einer Quelle (11) zur Versorgung mit Hydraulikflüssigkeit und die Vollprofil-Kammer des anderen der zwei Hydraulikzylinder (7, 8) mit einem Vorratsbehälter (12) für Hydraulikflüssigkeit verbindet, gekennzeichnet durch eine Leitung (13) für Hydraulikflüssigkeitszufuhr, die die Quelle (11) zur Versorgung mit Hydraulikflüssigkeit mit der Hydraulik-Ausgleichsleitung (9) über eine Einrichtung (14, 28) zum Steuern von Flüssigkeitszufuhr zu der Ausgleichsleitung (9), die an der Leitung (13) für Flüssigkeitszufuhr vorgesehen ist, und über Positionserfassungsseinrichtungen (17, 18), die einerseits in der Nähe der Gelenkverbindung zwischen dem Hauptarm (1) und dem Hilfsarm (4) und andererseits in der Nähe der Gelenkverbindung zwischen dem Hauptarm (1) und dem Gegengewicht (5, 6) angeordnet sind, verbindet, wobei die Positionserfassungseinrichtungen (17, 18) bei Erfassen einer Pendelposition des Hilfsarms (4) und Nichtvorliegen eines gleichzeitigen Erfassens einer vertikalen Position des Gegengewichts (5, 6) mit Hilfe eines Automaten (16) die Aktivierung der Steuereinrichtung (14, 28) steuern, um eine Hydraulikflüssigkeitszufuhr zu der Ausgleichsleitung (9) sicherzustellen. Kranausleger mit variabler Ausladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitszufuhr-Steuereinrichtung aus einem Magnetventil (14) besteht. Kranausleger mit variabler Ausladung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassung des Eintretens der Pendelposition des Hilfsarms (4) über den Automaten (16) die Deaktivierung des Magnetventils (14) und die Unterbrechung der Hydraulikflüssigkeitszufuhr zu der Ausgleichsleitung (9) steuert. Kranausleger nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine manuelle Steuerung (22) zur Aktivierung des Magnetventils (14), die in der Bedienerkabine platziert ist. Kranausleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flüssigkeitszufuhr-Steuereinrichtung aus einem Hydroventil oder einem Hahn (28) mit manueller Steuerung besteht. Kranausleger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rückschlagventil (15) an der Leitung (13) für Hydraulikflüssigkeitszufuhr stromabwärts der Steuereinrichtung (14, 28) angeordnet ist. Kranausleger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hydraulikflüssigkeitsablaufleitung zu einem Vorratsbehälter (25) mit der Ausgleichsleitung (9) in der Nähe von jedem der zwei Hydraulikzylinder (7, 8) verbunden ist, wobei an jeder Ablaufleitung ein Ablaufsteuerventil angeordnet ist. Kranausleger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sicherheits-Hydraulikventil (23, 27) an der Leitung (13) für Hydraulikflüssigkeitszufuhr stromaufwärts der Verbindung dieser Leitung (13) mit jeder der zwei Ablaufleitungen angeordnet ist.






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