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Dokumentenidentifikation DE60312130T2 15.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001477452
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Ermitteln der Last eines Kranauslegers
Anmelder Fassi Gru S.p.A., Albino, IT
Erfinder Fassi, Giovanni, 24100 Bergamo, IT;
Marinoni, Roberto, 24020 Peia (Bergamo), IT
Vertreter Witte, Weller & Partner, 70178 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 60312130
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 12.05.2003
EP-Aktenzeichen 034253005
EP-Offenlegungsdatum 17.11.2004
EP date of grant 28.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse B66C 23/90(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B66C 23/68(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   B66C 23/687(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   G01G 19/16(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Das Verfahren und die Vorrichtung nach der Erfindung zum Wiegen und Kontrollieren von Gewichten an handbetätigten und hydraulischen Auslegern wir nützlich angewendet insbesondere bei Kränen, die einen Turm haben, an welchen ein oder mehrere hydraulische Auslegerelemente angeschlossen sind, drehbar in einer vertikalen Ebene. Die Elemente werden durch Hydraulikzylinder betätigt; es sind ebenfalls ein oder mehrere handbetätigte Elemente vorhanden, welche der Bediener im Falle der Notwendigkeit direkt aktivieren kann. Die Umdrehung in der vertikalen Ebene der hydraulischen und handbetätigten Elemente erfolgt mit Hilfe eines Hauptarbeitszylinders.

Die Kräne sind normalerweise mit Gewichtsbegrenzungssystemen versehen, welche die Bewegung der hydraulischen Elemente verhindern, wenn solch eine Bewegung zu einem Überschreiten der maximalen Traglast des Kranes führen könnte. Wenn der Kran ein Gewicht anhebt, das ein Moment erzeugt, welches gleich der maximalen Nennlast des Kranes ist, müssen somit alle Bewegungen der hydraulischen Auslegerelemente, die zur Erhöhung des Momentes führen, verhindert werden. Bei diesen Kränen wird eine Erhöhung des Momentes, zurückzuführen auf die Belastung, nach einem mehr oder weniger linearen Gesetz in eine Erhöhung des Druckes an der Basis des Haupthydraulikzylinders umgewandelt, was eine Umdrehung der beweglichen hydraulischen Auslegerelemente bewirkt. Die Steuerung des durch die Last übertragenen Momentes und die Begrenzung desselben wird daher durch das Steuern und Begrenzen (im Verhältnis zu einem vorgegebenen maximalen Wert) des Flüssigkeitsdruckes an der Basis des Haupthydraulikzylinders ausgeführt.

Die handbetätigten Elemente sind im wesentlichen Auslegerarme, deren Abschnitt so berechnet ist, dass sie eine am Ende des Armes angebrachte Last aushalten. Daher ist es möglich, was auch tatsächlich geschieht, und da die Benutzung der handbetätigten Elemente nach dem Ermessen des Bedieners erfolgt und in jeder beliebigen Position der beweglichen hydraulischen Auslegerelemente vorgenommen werden kann, dass die an einem handbetätigten Element angebrachte Last nicht ausreichend ist, den maximal vorgegebenen Grenzwert der Flüssigkeit an der Basis des Hauptzylinders zu überschreiten (und somit nicht ausreichend, das Lastbegrenzungssystem zu aktivieren, welches eingreift, wenn die maximal zulässige Traglast für den Kran überschritten ist), aber ausreichend, um eine Verformung und auch den Bruch des handbetriebenen Auslegerelementes zu verursachen.

Um diesen Nachteil zu vermeiden, werden heute Lasten an den handbetätigten Elementen angebracht, und zwar unter Zwischensetzen eines Dynamometers, welcher den Umfang der Last misst und diese mit der zulässigen Traglast für das Element vergleicht; generell ist das Dynamometer mit einem Radiosender versehen, welcher ein Signal an den Bediener aussendet und damit letzteren in die Lage versetzt, eine Fernkontrolle des Lastenumfangs auszuführen und in einigen Fällen ein Alarmsignal auszulösen.

Die Dynamometer weisen jedoch verschiedene Nachteile auf erstens sind sie eher teuer, so dass es bei einem Kran fast üblich ist, nur mit einem ausgestattet zu sein, und zweitens sind Batterien notwendig, die sich ohne Warnung entladen können, wobei sie die Dynamometer vorübergehend ausser Betrieb setzen. Ebenfalls ist es möglich, dass der Bediener in der Eile die Last an einem Element einhakt, ohne das Dynamometer zu benutzen, was zu einer unkontrollierten Belastung führt, nur vertrauend auf die subjektive Bewertung des Bedieners.

Das Dokument EP 0 353 099 legt ein Überwachungssystem für Lastträger offen, welches eine Anzahl von Messwertaufnehmern enthält, die an eine Zentraleinheit angeschlossen sind, um die Variablen zu messen, welche die Tragfähigkeit des Lastträgers beeinflussen. Speichermittel sind ebenfalls vorgesehen und speichern Daten, welche die Wechselbeziehung zwischen den Variablen festlegen. Die Daten bestimmen die Wechselbeziehungen bezüglich der multidimensionalen Flächen oder Verteiler mit einer Abgrenzung entsprechend den Betriebsgrenzen des Systems. An die Messwertaufnehmer angeschlossene Kalkulationsmittel und die Speichermittel führen in Realzeit die Berechnung des Systemzustands durch, und zwar durch Substitution der von den Messwertaufnehmern erhaltenen Werte der Variablen.

Das Dokument EP 0 731 054 legt einen beweglichen Schub-Turmkran offen, in der Lage, die generelle Vielseitigkeit bei der Verwendung in einem normalen Kranbetrieb und einem Turmkranbetrieb zu verbessern und durch die Bestimmung verschiedener Begrenzungen als Reaktion auf jede Arbeitsweise Sicherheit während des Betriebes zu gewährleisten. Ein Haupthaken ist an einem Basisauslegerelement eines zweiten Auslegers vorgesehen, und ein Hilfshaken ist vorgesehen an einem oberen Endauslegerelement des zweiten Auslegers. Es kann eine Betriebsweise B mit der Benutzung des Haupthakens oder eine Betriebsweise A mit der Benutzung des Hilfshakens gewählt werden, bei welchen die Begrenzung des Kranwinkels, die Länge des Auslegers, die Nennlast und die Drehgeschwindigkeit des Auslegers in jeder Betriebsweise festgelegt werden können.

Das Dokument EP 0 728 696 legt eine Detektorvorrichtung der Hängelast und des Kippmomentes bei einem mobilen Kran offen, welche eine Hängelast und ein Kippmoment mit hoher Genauigkeit erfassen kann und das Verhindern einer übermässigen Belastung anwendet, wobei die Sicherheit gewährleistet wird. Aus diesem Grund ist die Vorrichtung mit Fühlern zum Erfassen einer Auslegerlänge, eines Auslegerwinkels und eines Achsengewichtes von einem Hebezylinder des Auslegers an einer zweiten Auslegerseite versehen, und ist versehen mit einem Steuergerät zum Betätigen einer an einem zweiten Ausleger angebrachten Hängelast, basierend auf Signalen, die von diesen Fühlern kommen. Zusätzlich, zum Auslösen eines Kippmomentes, sind ein Auslegerlängenfühler und ein Auslegerwinkelfühler an einer ersten Auslegerseite vorgesehen.

Hauptzweck der vorliegenden Erfindung ist, eine Abhilfe bezüglich der obigen Nachteile zu bieten, und zwar durch Vorsehen eines Verfahrens und einer Vorrichtung zum Aktivieren des Verfahrens, welche in allen Fällen und unverzüglich eine Auswertung des an einem handbetriebenen oder hydraulischen Auslegerelement eines Kranes angebrachten Lastenumfangs vorsieht.

Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist, dass sie ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens vorsieht, welche wirtschaftlich und an bereits vorhandenen Kränen anwendbar sind.

Diese Zwecke und Vorteile und noch weitere werden alle erreicht durch die vorliegende Erfindung, wie sie in den nachstehenden Patentansprüchen gekennzeichnet ist.

Weitere Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen deutlicher aus der nachstehenden detaillierten Beschreibung der verschiedenen Phasen des Verfahrens nach der Erfindung hervor, so wie auch die mögliche, doch nicht ausschliessliche Ausführung einer Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens, dargestellt rein als ein nicht begrenzendes Beispiel in der beiliegenden Abbildungen der Zeichnungen, in welchen:

  • eine schematische Ansicht in vertikaler Erhebung eines Krans ist, an welchem das Verfahren und die Vorrichtung der Erfindung angewendet werden können, und zwar mit den hydraulischen Auslegerelementen zurückgezogen und den handbetriebenen Auslegerelementen ausgefahren;
  • ist eine schematische Ansicht in der Erhebung eines Krans, an welchem das Verfahren und die Vorrichtung angewendet werden können, und zwar mit den hydraulischen und den handbetriebenen Auslegerelementen ausgefahren;
  • ist ein mögliches Blockdiagramm der betreffenden Vorrichtung.

Das Verfahren nach der Erfindung wird insbesondere an Kränen angewandt, die einen Turm 1 enthalten, an welchen ein oder mehrere hydraulische Auslegerelemente in einer vertikalen Ebene drehbar angeschlossen sind. In den Abbildungen sind vier, jeweils mit 2, 3, 4 und 5 bezeichnete hydraulische Elemente vorhanden. Der Kran enthält ebenfalls einen Hauptausleger 1b, angeschlossen an den Turm 1, an welchen Hauptausleger 1b die hydraulischen Elemente angeschlossen sind, gestützt durch einen zweiten Hauptzylinder 10b.

Obiges kann an Kränen mit oder ohne Hauptausleger 1b angebracht werden, wie auch mit einer unterschiedlichen Zahl von hydraulischen Auslegerelementen. Ausserdem kann das, was in der Einführung unter Bezugnahme auf das Lesen des Druckes an der Basis des Hauptzylinders 10 erwähnt wurde, auch auf den zweiten Hauptzylinder 10b oder einen anderen, die vertikale Bewegung steuernden Hauptzylinder angewandt werden. Das Ausfahren der hydraulischen Elemente erfolgt wie bekannt mit Hilfe von hydraulischen Zylindern, welche schematisch in den Abbildungen dargestellt sind.

Der gezeigte Kran weist ein oder mehrere handbetätigte Elemente auf, welche in das Innere des letzten hydraulischen Elementes 5 eingesetzt sind. In den Abbildungen sind drei handbetriebene Auslegerelemente 6, 7 und 8 vorhanden; die nachstehende Beschreibung jedoch kann natürlich auf Kräne angewandt werden, die mit einer unterschiedlichen Zahl von handbetätigten Elementen ausgestattet sind. Diese Elemente werden durch den Bediener von Hand ausgefahren und sind mit handbetätigten Zapfen versehen, welche jedes Element in einer vollkommen zurückgezogenen Position oder vollkommen ausgefahrenen Position blockieren können.

Die Gruppe hydraulische Auslegerelemente – handbetriebene Auslegerelemente ist überhängend oder direkt an dem Turm montiert oder, wie in der Abbildung gezeigt ist, an dem Hauptausleger 1b, und wird entweder durch einen Hauptzylinder 10 oder, wie in den Abbildungen gezeigt ist, durch einen zweiten Hauptzylinder 10b gestützt, welche abgesehen davon, dass er die Ausleger stützt, auch die Umdrehung derselben in der vertikalen Ebene der Gruppe hydraulische Auslegerelemente – handbetriebene Auslegerelemente bewirkt. Wie vorstehend erwähnt wurde, sind diese Kräne generell mit Gewichtsbegrenzungssystemen versehen, welche Bewegungen der hydraulischen Elemente verhindern, die zu einem Überschreiten der maximal zulässigen Traglast des Kranes führen könnten. Die Systeme wirken durch Begrenzung (im Verhältnis zu einem vorgegebenen maximalen Wert) des Druckes der Flüssigkeit in der Basis des Hauptzylinders; was die handbetriebenen Elemente betrifft, so dürfen die angebrachten Lasten nicht die für deren Abschnitte berechneten Lasten überschreiten.

Was bisher gesagt wurde, bezieht sich auf die Krankonstruktion nach dem normalen Stand der Technik.

Um das Ermitteln des Gewichtes an den handbetriebenen Elementen in voller Sicherheit durchzuführen, können die normalen Gewichtsbegrenzungssysteme nicht benutzt werden, und es wird somit das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung angewandt, enthaltend eine erste Phase der Bemusterung, welche durch den Hersteller des Krans durchgeführt wird.

Die Bemusterungsphase wird durchgeführt an jedem handbetriebenen Element durch Anbringen an einem jeden eines bestimmten Ladegewichts bei vollkommen ausgefahrenem Element. Aus Gründen, die nachstehend besser erklärt werden, wird vorzugsweise ein vorgegebenes Ladegewicht Null angebracht (das heisst gar kein Gewicht). Dieser „leere" Bemusterungszyklus wird durchgeführt, so dass der an der Basis des Hauptzylinders erzeugte Druck nur durch das Eigengewicht der hydraulischen und handbetriebenen Auslegerelemente bestimmt werden kann.

Die Bemusterungsphase wird durchgeführt mit einer bestimmten Anordnung des Krans in einer vertikalen Ebene; vorzugsweise entspricht diese Position einer Position der Elemente, in welcher an diesen eine Last angebracht werden kann.

Während dieser Bemusterungsphase wird der Druck an der Basis 10a des Hauptzylinders 10 in einer Vielzahl von Positionen der hydraulischen Elemente gemessen, die zwischen einer Ausgangsposition mit vollkommen zurückgezogenen Elementen und einer Endposition mit vollkommen ausgefahrenen hydraulischen Elementen enthalten sind. Da beobachtet werden konnte, dass das Druckdiagramm mehr oder weniger linear ist, ist es möglich, ohne Einbringung nennenswerter Fehler in das Verfahren das Bemusterungsverfahren durchzuführen, und zwar durch Übernahme der Werte bei vollkommen zurückgezogenen und vollkommen ausgefahrenen Elementen. Sobald diese Werte übernommen worden sind, werden sie gespeichert, um im Verhältnis zu einem jeden handbetriebenen Element ein Bemusterungsdiagramm zu erstellen, in welchem jeder Druckwert einem Lastenumfang entspricht, der diesen erzeugt hat. Da die Bemusterungsphase ohne angebrachte Lasten durchgeführt wird, das heisst nur mit dem Eigengewicht der Kranstruktur (natürlich ein bekannter Wert), werden die Druckwerte direkt auf die Ausfahrlänge des Krans bezogen, das heisst auf den Abstand des Ausfahrpunktes, an welchem die Last angebracht wird, von dem Hauptturm. Es ist zu bemerken, dass der Übergang von den Werten einer Grösse (Drücke, Ladung, Ausfahren) zu denen einer anderen Grösse ein rein mathematischer Vorgang ist, da die Grössen proportional zueinander sind.

In den in letzter Zeit häufigen Fällen, in denen die Planung und Entwicklung von Kränen unter Verwendung elektronischer Rechner erfolgt, welche alle Daten betreffend die Kranstruktur berechnen und speichern, kann die erste Bemusterungsphase in analytischer Weise durchgeführt werden, ausgehend von den in dem Rechner verfügbaren Daten, unter Verwendung welcher alle Betriebsfunktionen des Krans simuliert werden können. Der einzige Unterschied zu der direkten Bemusterung ist, dass die direkte Bemusterung alle Reibungen zwischen den verschiedenen Elementen des Krans berücksichtigt.

Bei einer weiteren Ausführung kann die Bemusterung mit vollkommen in die hydraulischen Elemente zurückgezogenen handbetriebenen Elementen vorgenommen werden; diese Bemusterung kann nützlich sein, wie nachstehend mehr im Detail beschrieben wird, zum Wiegen einer an den hydraulischen Elementen (als wären sie handbetriebene Elemente) und nicht an den handbetriebenen Elementen angebrachten Last.

Mit dieser ersten Phase, welche, wie vorstehend erwähnt, durch den Hersteller des Krans durchgeführt wird, wird ein Bemusterungsdiagramm erhalten, das sozusagen ein charakteristisches Element des Krans darstellt, welches insofern unveränderlich ist, da es erhalten ist durch Betriebsabläufe, ausgeführt an den Strukturelementen des Kranes selbst.

Diese Bemusterungsphase wurde in Bezug auf einen Kran beschrieben, der nur eine Gruppe von hydraulischen Auslegerelementen hat. In den Fällen von Kränen mit zwei Gruppen von hydraulischen Auslegerelementen können die oben beschriebenen Abläufe natürlich bei jeder Gruppe wiederholt werden, wobei die andere Gruppe in einer bestimmten Konfiguration gehalten wird (zum Beispiel vollkommen ausgefahren oder vollkommen zurückgezogen). Auf diese Weise wird für jedes handbetätigte Element eine Anzahl von Diagrammen im Verhältnis zu einer Gruppe von hydraulischen Elementen erhalten, und zwar mit der anderen Gruppe in bestimmten Positionen. Das auf den Kran angewandte Verfahren ist vollkommen gleich dem Verfahren, das auf Kräne mit nur einer Gruppe von hydraulischen Elementen angewandt wird.

Wenn ein handbetätigtes Element zum Anheben einer Last von unbekanntem Umfang benutzt werden soll, enthält das Verfahren nach der Erfindung die folgenden Phasen.

Zunächst werden die hydraulischen Elemente des Krans in der geeigneten Position zum Anheben der Last angeordnet, das handbetätigte Element, an welchem die Last angebracht werden soll, wird vollkommen ausgefahren und, unter Verwendung eines Wahlsystems, wird das Musterdiagramm betreffend das ausgefahrene Element gewählt. Der Druck zum Tragen der Struktur an der Basis des Zylinders 10 (oder eines anderen Zylinders, zum Beispiel des zweiten Zylinders 10b), wird mit den Werten des Musterdiagramms verglichen, liefert unverzüglich den Befestigungspunkt der Last (Ladearmlänge) im Verhältnis zu dem Turm.

Für die bekannte Position ist es daher möglich, den Druck der maximal zulässigen Last auf das Element zu berechnen, der während des Anhebens der Last auf die Basis des Zylinders übertragen wird.

Die Last von unbekanntem Umfang wird dann an den ausgefahrenen Elementen angebracht und ein Hebevorgang ausgeführt, und zwar mit gleichzeitigem Lesen des Druckes, der durch die Last auf den Hauptzylinder ausgeübt wird. Aus dem Vergleich zwischen den in dem Bemusterungsdiagramm angegebenen Druckwerten und dem im Verhältnis zu der Last während der Hebephase erfassten Druckwert wird ein differenzierter Druckwert an der Basis des Hauptzylinders erhalten, welcher den Druckwert darstellt, den die in dieser Position angebrachte Last allein auf die Basis des Zylinders ausübt. Mit einer einfachen Verarbeitung des Differenzsignals wird der Umfang der anzuhebenden Last erhalten. Es ist zu bemerken, dass fast ohne Unterschied auf den Druck an der Basis des Zylinders oder auf den Umfang der Last Bezug genommen wird, da, sobald die Position der Last im Verhältnis zu dem Turm festgelegt ist (infolge des beschriebenen Verfahrens), der Druck und die Grösse proportionale Werte annehmen.

Es ist möglich und nützlich, ein Signal zu erzeugen, zum Beispiel ein elektrisches Signal proportional zu dem Umfang der Last, und das Signal sichtbar zu machen, um eine unverzügliche Sichtbarmachung des Lastenumfangs zu erhalten. Somit wird die Last praktisch in dem gleichen Moment gewogen, in welchem der Hebevorgang begonnen hat.

Es kann nützlich sein, ein Alarmsignal zu erzeugen, zum Beispiel ein optisches oder akustisches Signal, welches den Bediener warnt, falls der Umfang der anzuhebenden Last grösser sein sollte als die maximal zulässige Traglast des benutzten handbetätigten Elementes. Es kann ebenfalls vorteilhaft sein, eine Absperrvorrichtung einzuschliessen, um den Hebevorgang anzuhalten, falls der anzuhebende Lastenumfang grösser sein sollte als die maximal zulässige Traglast des benutzten handbetätigten Elementes.

Die folgenden Umstände können während der Lastenhebevorgänge eintreten.

Der Druck an der Zylinderbasis könnte niedriger sein als jener der maximal zulässigen Traglast für das handbetätigte Element entsprechende. Die Last wird daher unproblematisch angehoben; das Verfahren führt ein unverzügliches Ablesen des Gewichtes der Last durch.

Der Druck an der Zylinderbasis könnte höher sein als jener der maximal zulässigen Traglast für das handbetätigte Element. Die Last wird nicht angehoben, da das Verfahren das Anhalten des Hebevorgangs bewirkt.

Wo der Umfang der Last leicht geringer oder gleich der zulässigen Traglast ist, kann sich die Last vom Boden heben und der Kran kann unverzüglich anhalten (das Verfahren sieht jedoch ein Ablesen des Lastgewichtes vor). Dies ist zurückzuführen auf das Übergewicht, das bei dem Vorgang durch die auf die Last ausgeübte Beschleunigung erzeugt wird. In diesem Falle kann der Vorgang wiederholt werden, jedoch langsamer und weicher.

Wenn eine Bemusterung an den handbetätigten Elementen in der vollkommen zurückgezogenen Position durchgeführt ist, oder wenn keine handbetätigten Elemente an dem Kran vorhanden sind, kann eine Last am Ende der hydraulischen Elemente angebracht und der Wiegevorgang an dieser selben durchgeführt werden.

Das beschriebene Verfahren kann durchgeführt werden unter Verwendung einer Vorrichtung, die einfache und bekannte Mittel enthält. Die Vorrichtung enthält ein Speichersystem 11 von bekanntem Typ, zum Beispiel eine elektronische Karte, in welcher die Bemusterungsdiagramme für jedes handbetriebene Element gespeichert werden, und möglichst ein Diagramm betreffend die handbetätigten Elemente, wenn sie vollkommen zurückgezogen sind, oder die hydraulischen Elemente, wo keine handbetätigten Elemente vorhanden sind. Die Diagramme können unter Verwendung eines herkömmlichen Wählers einzeln abgerufen werden. Die Vorrichtung enthält ausserdem einen Drucksensor 12, welcher den durch die Last während des Anhebens an der Basis des Hauptzylinders (oder eines anderen, die vertikale Bewegung steuernden Zylinders) hervorgerufenen Druck erfasst. Ebenfalls ist ein Kreiskomparator bekannten Typs vorgesehen, welcher generell in einen elektronischen Rechner 13 integriert ist, in welchen auch die Karte 11 eingesteckt werden kann, und mit Hilfe welchem die durch das Bemusterungsdiagramm festgelegten Druckwerte mit dem Druckwert verglichen werden, der während des Anhebens der Last erfasst wurde. Der Komparator erzeugt ein Differenzsignal, üblicherweise ein elektrisches Signal, welches proportional zu dem Differenzwert zwischen dem Druck an der Basis des Hauptzylinders, erhalten durch das Bemusterungsdiagramm, und dem durch die angehobene Last erzeugten Druck ist.

Mittel zum Verarbeiten des Differenzsignals sind ebenfalls vorgesehen, auch von bekanntem Typ und eingesetzt in den Rechner 13, welche durch einfache mathematische Operationen das Differenzsignal verarbeiten und einen Hinweis (allgemein ein neues elektrisches Signal) auf den Umfang der anzuhebenden Last liefern, welcher das Differenzsignal erzeugt hat.

Unter Verwendung des durch den Rechner 13 verarbeiteten Signals kann ein Display bekannter Art, versehen zum Beispiel mit einer Messskala in Kilogramm, direkt den Umfang der gemessenen Last anzeigen.

Das Signal kann ebenfalls in Zusammenwirkung mit einem Alarm 15 bekannten Typs benutzt werden, bestehend zum Beispiel aus einem Licht oder einer Sirene, wobei ein sichtbares oder hörbares Signal geliefert wird, wenn der Umfang der Last grösser ist als die maximal zulässige Traglast, die das benutzte handbetätigte Element tragen kann.

Das Signal kann ebenfalls in Zusammenwirkung mit einem Schalter 16 benutzt werden, welcher den Lastenhebevorgang anhält, wenn der erfasste Umfang der Last grösser ist als die maximal zulässige Traglast für das handbetätigte Element. Dieser Vorgang kann ausgeführt werden auch durch direktes Einwirken auf den Verteiler, der den Hauptzylinder mit Flüssigkeit speist, so dass der Fluss der Flüssigkeit in den Hauptzylinder unterbrochen wird.

Die verschiedenen oben beschriebenen Vorgänge können ausgeführt werden durch Verarbeiten der Drucksignale anstelle der elektrischen Signale. Natürlich werden in diesem Falle Verarbeitungsvorrichtungen für Drucksignale verwendet, ebenfalls von bekanntem Typ.


Anspruch[de]
Verfahren zum Wiegen und zum Kontrollieren von Gewichten, angebracht an handbetätigten Auslegerelementen oder hydraulischen Auslegerelementen eines Krans, wobei das Verfahren von einem an Kränen anzuwendenden Typ ist, welche wie folgt enthalten: einen Turm (1), an welchen in einer vertikalen Ebene drehbar ein oder mehrere hydraulische Auslegerelemente (2, 3, 4, 5) angeschlossen sind; ein oder mehrere handbetätigte Auslegerelemente (6, 7, 8), eingesetzt in das letzte hydraulische Auslegerelement (5) der hydraulischen Auslegerelemente (2, 3, 4, 5); einen Zylinder (10, 10b) zum Auslösen der Umdrehung in einer vertikalen Ebene der hydraulischen Auslegerelemente und der handbetätigten Auslegerelemente; dadurch gekennzeichnet, dass es wie folgt enthält:

– eine Bemusterungsphase, enthaltend die folgenden Phasen, ausgeführt an jedem handbetätigten Auslegerelement in vollkommen ausgefahrenem Zustand, und an welchem ein vorgegebenes Gewicht angebracht ist: eine Bemusterungsphase eines Druckes, erfasst an einer Basis (10a) des Hauptzylinders (10) für eine Anzahl von Positionen der hydraulischen Auslegerelemente, wobei die Anzahl von Positionen zwischen einer Ausgangsposition mit vollkommen zurückgezogenen hydraulischen Auslegerelementen und einer Endposition mit vollkommen ausgefahrenen hydraulischen Auslegerelementen enthalten ist; Speicherung der erfassten Werte, um ein Musterdiagramm für jedes Auslegerelement zu erstellen;

– eine Phase, in welcher ein handbetätigtes Auslegerelement benutzt wird zum Heben einer Last von einem unbekannten Gewicht, welche die folgenden Phasen enthält: Positionierung des Krans in einer vorgegebenen Position, geeignet zum Anheben einer Last; Erfassen eines durch die Ladung an der Basis des Hauptzylinders hervorgerufenen Druckes; Vergleich zwischen den Werten des Musterdiagramms betreffend die vorgegebene Position des Krans und einem erfassten Druckwert, der sich auf das Gewicht unbekannten Umfangs bezieht, um einen Wert zu erhalten; der eine Druckdifferenz an der Basis des Hauptzylinders ausdrückt; Verarbeitung durch Kalkulationen bekannter Art des Differenzsignals, um eine Menge des Gewichtes von unbekanntem Umfang zu erhalten; Erzeugen eines Signals, welches proportional zu der Gewichtsmenge ist.
Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Phase der Bemusterung durchgeführt wird unter Verwendung eine vorgegebenen Gewichtes, welches Null ist. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Phase der Bemusterung durchgeführt wird bei einer vollkommen zurückgezogenen Position der hydraulischen Auslegerelemente und bei einer vollkommen ausgefahrenen Position der hydraulischen Auslegerelemente. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Phase der Sichtbarmachung des Signals proportional zu der Gewichtsmenge enthält. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Phase des Erzeugens eines Alarmsignals enthält, wenn die erfasste Gewichtsmenge grösser ist als eine berechnete maximale Menge für ein verwendetes handbetätigtes Auslegerelement. Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Phase des Anhaltens des Lastenhebevorgangs enthält, wenn ein Lastengewicht grösser ist als eine berechnete maximale Menge für ein verwendetes handbetätigtes Auslegerelement. Kran mit einer Vorrichtung zum Wiegen und zum Kontrollieren von Gewichten, angebracht an handbetätigten Auslegerelementen und an hydraulischen Auslegerelementen eines Krans, welcher Kran wie folgt enthält: einen Turm (1), an welchen in einer vertikalen Ebene drehbar ein oder mehrere hydraulische Auslegerelemente (2, 3, 4, 5) angeschlossen sind; ein oder mehrere handbetätigte Auslegerelemente (6, 7, 8), eingesetzt in das letzte hydraulische Auslegerelement (5) der hydraulischen Auslegerelemente (2, 3, 4, 5); einen Zylinder (10, 10b) zum Auslösen der Umdrehung in einer vertikalen Ebene der hydraulischen Auslegerelemente und der handbetätigten Auslegerelemente; dadurch gekennzeichnet, dass es wie folgt enthält:

– ein Speichersystem (11) zum Speichern eines Musterdiagramms für jedes Auslegerelement, erhalten während einer Bemusterungsphase;

– einen Drucksensor (12) zum Erfassen eines Druckes, ausgeübt an der Basis des Hauptzylinders während der Phase der Benutzung eines handbetätigten Auslegerelementes zum Anheben einer Last von unbekanntem Umfang;

– einen Vergleichskreis (13) von bekanntem Typ zum Vergleichen von Werten, die durch das Musterdiagramm festgelegt sind, mit einem Druckwert, erfasst im Verhältnis zu dem Gewicht unbekannten Umfangs, sowie zum Erzeugen eines Differenzsignals, welches proportional ist zu dem Differenzwert zwischen dem in dem Musterdiagramm gespeicherten Druck an der Basis des Hauptzylinders und dem durch das Gewicht von unbekanntem Umfang erzeugten Druck;

– Verarbeitungsmittel (13) des Differenzsignals von bekanntem Typ zum Verarbeiten des Differenzsignals und zum Erstellen einer Menge des Gewichtes von unbekanntem Umfang, welches das Differenzsignal erzeugt hat.
Vorrichtung nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Display (14) bekannter Art zur Sichtbarmachung an einer Messleiste der erfassten Gewichtsmenge enthält. Vorrichtung nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Alarm (15) bekannter Art enthält, um ein sichtbares oder hörbares Signal auszusenden, wenn eine erfasste Menge der Last grösser ist als die berechnete maximale Last für ein verwendetes handbetätigtes Auslegerelement. Vorrichtung nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Schalter (16) bekannter Art enthält, um den Lastenhebevorgang anzuhalten, wenn ein Lastenumfang grösser ist als eine berechnete maximale Menge für ein verwendetes handbetätigtes Auslegerelement.






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