PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69935012T2 15.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001159652
Titel ETHYLEN-VINYLACETAT-KOHLENMONOXYD-TERPOLYMER ENTHALTENDES BILDAUFZEICHNUNGSMEDIUM
Anmelder 3M Innovative Properties Co., Saint Paul, Minn., US
Erfinder EMSLANDER, O., Jeffrey, Saint Paul, MN 55133-3427, US
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 69935012
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.07.1999
EP-Aktenzeichen 999373368
WO-Anmeldetag 20.07.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/US99/16385
WO-Veröffentlichungsnummer 2000052532
WO-Veröffentlichungsdatum 08.09.2000
EP-Offenlegungsdatum 05.12.2001
EP date of grant 24.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse G03G 7/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B41M 5/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   G03F 1/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft Filme, die als Bildaufnahmemedien für eine Vielfalt von Bilderzeugungsmaterialien geeignet sind, z.B. für Tinten und Toner.

Werbe- und Reklame-Anzeigevorrichtungen weisen oft Grafikbilder auf, die auf strukturellen Flächen erscheinen, z.B. auf Seitenflächen und Planen von LKWs, oder die als Banner frei hängen. Um die Anzeigevorrichtung herzustellen, kann ein Bild auf einem Bildaufnahmemedium mit Klebstoffrückseite gebildet werden, welches manchmal als Grafikmarkierungsfilm bezeichnet wird, welches dann auf das gewünschte Substrat geklebt wird. Alternativ kann das Bild zuerst auf einem vorläufigen Träger oder Bildübertragungsmedium gebildet werden und auf das Bildaufnahmemedium übertragen werden. Das Bildaufnahmemedium weist gewöhnlich ein Basismaterial mit einer darüber liegenden zusätzlichen Aufnahmeschicht auf. Bei dem Basismaterial handelt es sich typischerweise um einen weichgemachten Vinylfilm, allerdings kann auch Papier verwendet werden.

Obwohl die Grafik-Anzeigevorrichtung für eine Langzeitinstallation von fünf Jahren oder mehr vorgesehen sein kann, handelt es sich oft um eine kurzzeitige Außeninstallation (3 Monate bis 1 Jahr). Im Fall einer kurzzeitigen Anzeigevorrichtung handelt es sich bei dem Bildaufnahmemedium vorzugsweise um einen preisgünstigen, wetterfesten, haltbaren Markierungsfilm mit guter Bedruckbarkeit und Haftung von Tinten und/oder Tonern, welcher einfach auf eine Fläche aufgebracht und davon entfernt werden kann. Die Filme auf Vinylbasis, die derzeit in Grafikmarkierungsfilmen verwendet werden, sind im Allgemeinen zu teuer für eine Kurzzeitanwendung und weisen mit der Migration der Weichmacher, der Färbung durch Weichmacher und der Haftungsverankerung weitere Probleme auf. Medien auf Papierbasis sind nicht haltbar oder wetterfest genug und reißen leicht, wenn sie entfernt werden. Filme auf Polyolefinbasis sind preiswert und enthalten keinen Weichmacher, bieten aber keine gute Haftung für Tinte/Toner. Die Anwendung der Aufnahmeschicht über dem Basisfilm macht gewöhnlich einen weiteren Verfahrensschritt erforderlich und fügt dem Herstellungsverfahren weitere Kosten hinzu.

Die Bilder können durch eines von verschiedenen bekannten Verfahren erzeugt werden, z.B. Elektrographie, Siebdruck, Flexodruck, Lithographie, Tintenstrahldruck und Thermomassentransfer. Die Elektrographie beinhaltet das führen eines Substrats, normalerweise eines dielektrischen Materials, durch eine elektrographische Druckvorrichtung, von welchen eine Art ein elektrostatischer Drucker ist. In dem Drucker wird das Substrat mit statischen elektrischen Ladungen (wie z.B. von einer Nadel) adressiert, um ein unsichtbares Bild zu bilden, welches dann mit geeigneten Tonern entwickelt wird. Diese Technik ist besonders geeignet für die Herstellung von großformatigen Bildern zur Verwendung auf Postern und Schildern.

Am Ende des elektrographischen Verfahrens kann das bedruckte Substrat, wenn das Tonerbild auf dem dielektrischen Substrat entwickelt worden ist, zwischen zwei Schichten eines klaren Vinyl-Kunststofffilms eingefasst werden und direkt in einer Außenanwendung, z.B. einem Schild, benutzt werden. Weil die typischen dielektrischen Substrate auf Papierbasis sind, fehlt ihnen jedoch oft die für Schilder für den Außenbereich erforderliche Wetterfestigkeit. Haltbarere Substrate wie Filme aus Polyvinylchlorid (PVC) und Polyvinylacetat (PVA) sind wegen ihrer elektrischen und mechanischen Eigenschaften schwierig direkt mit Bildern zu versehen.

Um große Schilder herzustellen, welche für den Außengebrauch geeignet sind, kann das Tonerbild, welches elektrographisch auf einem dielektrischen Substrat aufgebracht wurde, auf ein wetterfesteres Bildaufnahmemedium übertragen werden. Das dielektrische Substrat ist dann als Bildübertragungsmedium bekannt. Diese Technik wird in US-Patentschrift 5,262,259 erörtert. Die Bildübertragung kann auch mit Bildern durchgeführt werden, die über eine Vielfalt anderer bekannter Techniken, z.B. Rakelauftrag, Walzenauftrag, Rotationstiefdruck, Siebdruck und Ähnlichem, erzeugt wurden.

Die Übertragung des Bildes von einem Bildübertragungsmedium auf ein Bildaufnahmemedium macht typischerweise die Anwendung von Druck und Wärme erforderlich, zum Beispiel durch Laminierung in einem erwärmten Druckwalzensystem (Heißwalzenlaminierung). Diese Art von Bildübertragungssystem ist in US-Patentschrift 5,114,520 beschrieben.

Die Bilder können unter Anwendungen von Techniken wie Siebdruck und Tintenstrahldruck auch direkt auf einem witterungsbeständigen, haltbaren Bildaufnahmemedium erzeugt werden.

Das Tintenstrahldruckverfahren ist heute wohlbekannt. In letzter Zeit sind Breitformatdrucker kommerziell erhältlich geworden, wodurch der Druck großformatiger Gegenstände wie Poster, Schilder und Banner ermöglicht worden ist. Tintenstrahldrucker sind verglichen mit vielen anderen Festkopie-Ausgabevorrichtungen, z.B. elektrostatischen Druckern, relativ preiswert. Im Allgemeinen sind Thermo-Tintenstrahldrucker-Tinten vollständig oder teilweise auf Wasserbasis, während Piezo-Tintenstrahltdrucker-Tinten lösungsmittelfrei oder auf Lösungsmittelbasis sein können. Tintenstrahlbilder können auf blankem Papier oder auf einem geeigneten Bildaufnahmemedium gedruckt werden, welches behandelt oder beschichtet worden ist, um seine Tintenstrahl-Aufnahmeeigenschaften zu verbessern. Zum Beispiel ist es bekannt, eine weitere Materialschicht auf ein Bildaufnahmemedium aufzubringen, um die Aufnahmefähigkeit für und die Haftung von Thermo-Tintenstrahldrucker-Tinten zu verbessern. Die Materialien, die gewöhnlich in einer solchen Tintenstrahl-Aufnahmeschicht anzufinden sind, haften nicht im Allgemeinen gut an vielen Basisfilmen von Bildaufnahmemedien, wie z.B. Vinyl oder Polyester.

Druckgeschäfte oder Grafikwerkstätten, welche mit mehr als einer Art von Druckverfahren arbeiten, müssen für jedes Verfahren ein anderes Bildaufnahmemedium lagern. Deswegen kann der Lagerbestand an Aufnahmemedien umfangreich und teuer sein.

Die Industrie steht einem Bedarf für preisgünstige, haltbare, wetterfeste Bildaufnahmemedien gegenüber, welche mit einer Vielfalt von Tinten und Tonern verwendet werden können, wie jene in US-Patentschrift 5,721,086 (Emslander u.a.) offenbarten.

EP-A-0 751 005 stellt eine Thermotransfer-Bildaufnahmefolie bereit, welche eine Substratfolie und eine Bildaufnahmeschicht aufweist, die auf einer Seite der Substratfolie bereitgestellt wird, wobei die Bildaufnahmeschicht ein Copolymer mit zumindest Vinylchlorid und Vinylacetat als Haupt-Comonomeren aufweist, welches einen mittleren Polymerisationsgrad von 800 bis 2000 aufweist.

EP-A-0 767 070 betrifft eine Thermotransfer-Bildaufnahmefolie, welche eine Substratfolie und eine Aufnahmeschicht aufweist, die auf mindestens einer Seite der Substratfolie bereitgestellt wird, wobei die Aufnahmeschicht aus einem die Aufnahmeschicht aufbauenden Harz gebildet ist, welches ein Ethylen-Terpolymer enthält, ausgewählt aus einem Terpolymer aus Ethylen, Vinylacetat und einem polare Gruppen enthaltenden Monomer und einem Terpolymer aus Ethylen, Acrylester und einem polare Gruppen enthaltenden Monomer.

In WO-A-98/49604 ist ein polymeres Bilderzeugungsmedium beschrieben, welches eine Aufnahmeschicht und eine Polyvinylchlorid-Trägerschicht aufweist.

WO-A-98/49605 betrifft ein polymeres Bilderzeugungsmedium, welches eine Aufnahmeschicht und eine Polycarbonat-Trägerschicht aufweist.

Es besteht ein Bedarf für preisgünstige, haltbare, wetterfeste Bildaufnahmemedien, welche mit einer Vielfalt von Tinten und Tonern verwendet werden können und solche Toner und Tinten ohne Vorbehandlung des Aufnahmemediums annehmen.

Die vorliegende Erfindung löst die Probleme der Technik mit einem Film zur Verwendung als Bildaufnahmemedium in einer Vielfalt von Druck- und Bildübertragungsverfahren und mit einer Vielfalt von Bilderzeugungsmaterialien wie Tinten und Tonern. Das Bildaufnahmemedium nimmt Bilder an, ohne dass eine Koronabehandlung, Oberflächenmodifikation oder andere Vorbehandlung erforderlich ist. Die vorliegende Erfindung profitiert von der Verwendung von Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymerharzen, um für eine ausgezeichnete Aufnahmefähigkeit für Siebdrucktinte zu sorgen, ohne dass eine Koronabehandlung erforderlich ist. Diese Harze sind so wirksam in der Förderung der Haftung von Siebdrucktinte, dass solche Harze durch Vermischen mit anderen Harzen verdünnt werden können und dieselben Ergebnisse für die Haftung der Tinte erzielen, wobei die anderen Harze andere wünschenswerte physikalische oder chemische Eigenschaften beitragen.

Vorzugsweise werden die Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymere mit anderen Harzen vermischt, z.B. mit Ethylen-Vinylacetat-Harzen, Ethylen-(Meth)acrylsäure-Copolymerharzen, Polyethylenharzen, Polypropylenharzen, Ionomeren, Ethylen-Methylacrylat-Harzen oder säuremodifizierten oder Säure/Acrylat-modifizierten Ethylen-Vinylacetat-Harzen, um die Viskosität des resultierenden Mischharzes zu erhöhen. Durch eine erhöhte Viskosität werden die Arbeitsschritte der Herstellung verbessert, insbesondere bei der Extrusions-Herstellung, um die Aufnahmemedien der vorliegenden der vorliegenden Erfindung herzustellen. Weitere Wahlmöglichkeiten für Mischharze sind z.B. jene, die preisgünstiger sind als Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymerharze und die Tintenhaftungseigenschaften der Bilderzeugungsschicht nicht verringern.

In einer Erscheinungsform ist das Bildaufnahmemedium nur aus nicht halogenierten Polymeren hergestellt und weist eine Bildaufnahmeschicht mit zwei gegenüberliegenden Hauptflächen auf. Die Bildaufnahmeschicht weist ein Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymer auf. Vorzugsweise, aber optional, weist die Bildaufnahmeschicht eine wirksame Menge Radikalfänger auf, wie z.B. eine Lichtstabilisatorverbindung aus einem gehinderten Amin („HALS"-Verbindung). Die Bildaufnahmeschicht verleiht dem Bildaufnahmemedium die Eigenschaften der Bildaufnahmefähigkeit. „Bildaufnahmefähigkeit" bedeutet, dass ein Bild, welches auf dem Bildaufnahmemedium gebildet wird oder auf dieses aufgebracht wird, vollständig oder nahezu vollständig haftet, nachdem es einem Klebeband-Einfangtest unterzogen wurde, in welchem 3M SCOTCHTM Tape Nr. 610 (kommerziell erhältlich von der 3M Company, St.Paul, MN, USA) fest auf das Bild aufgebracht und dann mit einer schnellen Zugbewegung entfernt wird. Wahlweise weist eine erste Hauptfläche der Bildaufnahmeschicht eine Grundierungsschicht auf. In diesem Fall ist die zweite Hauptfläche der Bildaufnahmeschicht eine äußere Fläche zur Aufnahme von Bildern.

Das Bildaufnahmemedium ist nur aus nicht halogenierten Polymeren hergestellt, was bedeutet, dass bestimmte Einschränkungen durch Vorschriften bei der Entsorgung von Abfallmaterialien (welche zum Beispiel Polyvinylchlorid (PVC) betreffen) vermieden werden. Das Bildaufnahmemedium weist eine Bildaufnahmefähigkeit bei einer breiten Vielfalt von Druckmaterialien auf, z.B. Siebdrucktinten, Elektrographieflüssigkeiten und trockenen Tonern, Thermomassentransfer-Materialien und Tintenstrahldrucker-Tinten (wenn die optionale Tintenstrahlschicht vorliegt).

Das Bildaufnahmemedium muss in keiner seiner Schichten Weichmacher enthalten, wodurch Probleme vermieden werden, die mit der Migration von Weichmachern und der Färbung durch Weichmacher zusammenhängen. Das Bildaufnahmemedium ist besonders geeignet als Grafik-Markierungsfilm oder Bannerfilm für relativ kurzzeitige Reklame- und Werbungs-Anzeigevorrichtungen, sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich.

Ein Merkmal der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung eines Polymers, welches eine Kohlenmonoxid-Einheit des Terpolymers enthält, durch welche die Zusammensetzung des Bildaufnahmemediums zusätzliche Polarität erhält, wodurch vermutlich die verbesserte Tintenhaftung bereitgestellt wird.

Ein anders Merkmal der vorliegenden Erfindung ist es, dass durch die Verwendung des Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymers Oberflächenbehandlungen wie Koronabehandlungen vermieden werden, welche innerhalb der vorgesehenen Gebrauchsdauer einer Bildgrafik ihre Wirksamkeit verlieren können.

Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung ist es, dass Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymer-Harz zu einem angemessenen Preis kommerziell erhältlich ist.

Die Ausführungsformen der Erfindung werden in Zusammenhang mit den folgenden Zeichnungen beschrieben, in welchen die Bezugs-Bildaufnahmemedien 10, 20 und 30 mit 12: Bildaufnahmeschicht; 13: äußere Fläche; 14: Substrat; 16: Grundierungsschicht; 17: Klebstoffschicht; 32: oberste Schicht; 34: Bodenbeschichtung und 36: Tintenstrahlschicht dargestellt sind.

Bildaufnahmeschicht

Die Bildaufnahmeschicht umfasst ein Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid(„EVACO")-Terpolymer allein oder mit einem anderen Polymer vermischt. Das Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymer ist von Anbietern wie DuPont in Wilmington, Delaware, USA, unter der Marke ElvaloyTM-Harz kommerziell erhältlich.

Wie von DuPont auf deren Website, „www.dupont.com", für ElvaloyTM-Harz angegeben, verleihen ElvaloyTM-Harz-Modifikatoren Materialien wie Straßenbelägen, Dach- und Geomembranen, Kunststoffharzen, Auskleidungen von unterirdischen Rohren und Draht- und Kabelummantelungen eine langanhaltende Festigkeit und Flexibilität. Als Schlüsselbestandteil in solchen Anwendungen ersetzt ElvaloyTM-Harz oft flüssige Weichmacher oder andere leistungsschwächere Weichmacher, welche oxidieren oder aus dem Material heraus migrieren können, was zu einer vorzeitigen Versprödung führt. ElvaloyTM-Harz ist ein thermoplastischer Festphasenmodifikator, welcher sich selbst in die molekulare Struktur von Grundmaterialien wie Asphalt, Polyvinylchlorid-Kunststoffen und -Legierungen und Acryl-Butadien-Styrol(ABS)-Kunststoffen und -Legierungen einschließt. Verbunden mit diesen Materialien verbessert ElvaloyTM die Verarbeitung und verleiht eine anhaltende Flexibilität. Auf der DuPont-Website ist auch eine Vielfalt von Klassen und Extrusionstechniken angegeben, für welche ElvaloyTM-Harze geeignet sind. Derzeit wird das ElvaloyTM-Harz der Klasse 741 bevorzugt.

Die Menge der drei Monomere in dem Terpolymer kann für das Ethylenmonomer im Bereich von 50 Gewichts-% bis 80 Gewichts-%, vorzugsweise im Bereich von 65 Gewichts-% bis 75 Gewichts-%; für das Vinylacetatmonomer im Bereich von 10 Gewichts-% bis 30 Gewichts-%, vorzugsweise im Bereich von 20 Gewichts-% bis 24 Gewichts-%, und für das Kohlenmonoxidmonomer im Bereich von 4 Gewichts-% bis 15 Gewichts-%, vorzugsweise im Bereich von 8 Gewichts-% bis 10 Gewichts-%, liegen.

Bei dem anderen Polymer, welches mit dem EVACO-Polymer, typisiert durch das ElvaloyTM-Harz, vermischt werden kann, kann es sich um irgendein Polymer handeln, welches bei der Verwendung mit dem EVACO wirksam ist, z.B., ohne beschränkend zu wirken, Ethylen-Vinylacetat-Harze, Ethylen-(Meth)acrylsäure-Copolymerharze, Polyethylenharze, Polypropylenharze, Ionomere, Ethylen-Methylacrylat-Harze, säuremodifizierte oder Säure/Acrylat-modifizierte Ethylen-Vinylacetat-Harze. Von den Acrylat-Harzen wird weitergehend offenbart, dass sie mindestens zwei monoethylenisch ungesättigte Monomereinheiten aufweisen, wobei eine Monomereinheit ein substituiertes Alken umfasst, wobei jede Verzweigung von 0 bis 8 Kohlenstoffatome umfasst und wobei eine andere Monomereinheit einen (Meth)acrylsäureester eines nichttertiären Alkylalkohols umfasst, in welchem die Alkylgruppe von 1 bis 12 Kohlenstoffatome enthält und Heteroatome in der Alkylkette enthalten kann, und in welchem der Alkohol linearer, verzweigter oder zyklischer Natur sein kann.

Nicht beschränkende Beispiele für die ersten Monomereinheiten sind Ethylen, Propylen, Buten, Isobutylen, Hexen, Octen und Ähnliches. Nicht beschränkende Beispiele für die zweiten Monomereinheiten sind Methyl(meth)acrylat, Ethyl(meth)acrylat, Butyl(meth)acrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Ethoxyethylacrylat, Hexylacrylat und Ähnliches.

Unter diesen Polymeren werden Ethylenmethylacrylate (EMAc) und Ethylenethylacrylate (EEAc) bevorzugt, weil sie kommerziell erhältlich sind. Bei dem Polymer kann es sich um ein statistisches oder um ein Block-Copolymer handeln.

Vorzugsweise liegt die Anzahl der Kohlenstoffatome im Bereich von 2 bis 4 für die erste Monomereinheit und von 4 bis 8 für die zweite Monomereinheit, obwohl die Anzahl der Kohlenstoffatome dieselbe oder unterschiedlich sein kann und ein Gemisch aus Monomeren verschieden langer Kohlenstoffketten verwendet werden kann.

Die Menge der Polymere der vorliegenden Erfindung in der Bildaufnahmeschicht ist vorzugsweise innerhalb der Grenzen der Funktionserfordernisse des Bildaufnahmemediums maximiert. Es können Routinearbeiten erforderlich sein, um diese Menge zu optimieren. Die optimale Menge hängt von der gewünschten Anwendung und den angestrebten Kosten für das Bildaufnahmemedium ab.

Das Gewichtsverhältnis des Gemisches EVACO:Anderes Polymer kann von 100:0 bis 5:95 betragen, vorzugsweise von 85:15 bis 15:85, am besten 80:20 bis 20:80, wobei das gewünschte Verhältnis stark von den chemischen Eigenschaften des anderen Harzes abhängt, welches mit dem EVACO-Harz vermischt wird, und vom Fachmann ohne unangebrachte Experimente ermittelt werden kann. Die Funktion der Polymere der vorliegenden Erfindung kann durch andere Additive in der Bildaufnahmeschicht beeinflusst werden.

Die Polymere der vorliegenden Erfindung in der Bildaufnahmeschicht bieten eine Bildaufnahmefähigkeit für eine breite Vielfalt von Bilderzeugungsmaterialien, die in der Elektrographie, dem Siebdruck, dem Thermomassentransfer oder anderen Druckverfahren verwendet werden. Die Polymere der vorliegenden Erfindung können vorzugsweise zu einer im Wesentlichen zweidimensionalen Folie extrudiert oder coextrudiert werden und können ohne Ablösen mit einer benachbarten Substratschicht verbunden werden, wenn die Schichten coextrudiert oder laminiert werden. Alternativ können die Polymere die Form einer Dispersion aufweisen, welche durch ein Verfahren wie Walzenauftrag auf eine Substratschicht aufgebracht werden kann.

Die Bildaufnahmeschicht kann auch andere Komponenten enthalten, wie z.B. Pigmente, Füllstoffe, Ultraviolett(UV)-Stabilisatoren, Antiblockiermittel, Antistatikmittel und Trägerharze für Additive wie Pigmente, welche alle dem Fachmann bekannt sind. Diese Additive werden vorzugsweise so gewählt, dass sie nicht die Bildaufnahmefähigkeit stören.

Ein bevorzugtes Additiv für die Bildaufnahmeschicht ist ein Radikalfänger, welcher in einer Menge von 0,05 bis 1,5 %, vorzugsweise von 0,2 bis 0,8 Gewichtsprozent der Gesamtzusammensetzung der Bildaufnahmeschicht, vorliegt. Nicht beschränkende Beispiele für den Radikalfänger sind Lichtstabilisator-Verbindungen aus gehinderten Aminen (HALS), Hydroxylamine, sterisch gehinderte Phenole und Ähnliches. Vorzugsweise handelt es sich bei dem Radikalfänger um einen regenerierenden, wie es z.B. bei den HALS-Verbindungen der Fall ist.

Besonders deutlich und unerwartet ist die verbesserte Haftung von UV-härtenden Tintensystemen, nachdem der Film mehrfach belichtet wurde, um die UV-Tintenhärtungsbestrahlung zu intensivieren, wie es gewöhnlich beim UV-Siebdruck der Fall ist. Bei vielen derzeitigen Grafikfilmen tritt ein Problem auf, wenn mehrere Farben mit UV-härtenden Tinten auf einen Grafikmarkierungsfilm gedruckt werden. Wenn jede Farbe gedruckt wird, wird die Grafik unter einer Bank von UV-Lampen hoher Intensität hindurchgeführt, um die zuletzt aufgebrachte Tinte zu härten. Nach verschiedenen Durchführungen wird es für die UV-Tinte schwierig, in den unbebilderten Bereichen an den Film zu binden, was zu einer schlechten Tintenhaftung führt. Es gibt verschiedene Wege, um die Tintenhaftung zu verbessern, nachdem dies geschieht, aber alle machen zusätzliche Verarbeitungsschritte und damit verbundene erhöhte Kosten erforderlich, welche alle nicht wünschenswert sind. Ein Film, welcher nach mehreren Durchgängen durch eine UV-Tintenhärtungskammer die Tintenhaftung bewahrt, ist wünschenswert, weil er zu weniger Verarbeitungsschritten und geringeren Kosten führen würde. Außerdem hätten aufgrund der geringeren Kosten für den Druck vieler Farben ohne die zusätzlichen Verarbeitungsschritte, die erforderlich sind, wenn der Film für eine UV-Belichtung in mehreren Durchgängen anfällig ist, einige Grafikhersteller die Möglichkeit, die Zahl der in ihren Grafiken verwendeten Farben zu erhöhen.

Wenn die Bildaufnahmeschicht mit einer Substratschicht verwendet wird, ist die Bildaufnahmeschicht verglichen mit der Substratschicht relativ dünn und weist vorzugsweise eine Dicke im Bereich von 2,5 bis 127 Mikronen (0,1 bis 5 mil) auf. Wenn die Bildaufnahmeschicht gemäß der vorliegenden Erfindung nicht mit einer Substratschicht verbunden ist, dann kann es sein, dass die Bildaufnahmeschicht dicker sein muss als der oben angegebene Bereich, um für die beabsichtigte Anwendung eine ausreichende Haltbarkeit und Formstabilität zu bieten. Eine dickere Bildaufnahmeschicht kann die Gesamtkosten des Bildaufnahmemediums erhöhen.

Optionale Grundierungsschicht

Die Grundierungsschicht befindet sich auf der der äußeren Fläche gegenüberliegenden Fläche der Bildaufnahmeschicht. Die Grundierungsschicht dient dazu, die Bindungsfestigkeit zwischen der Substratschicht und einer Klebstoffschicht zu erhöhen, wenn die Bindungsfestigkeit ohne die Grundierungsschicht nicht hoch genug ist. Durch die Gegenwart einer Klebstoffschicht eignet sich das Bildaufnahmemedium als Grafikmarkierungsfilm. Obwohl es vorzuziehen ist, einen Haftklebstoff zu verwenden, kann irgendein Klebstoff verwendet werden, der für die Substratschicht und für die gewählte Anwendung besonders geeignet ist. Solche Klebstoffe sind die auf dem Fachgebiet bekannten, es kann sich z.B. um aggressiv klebrige Klebstoffe, Haftklebstoffe, neu positionierbare oder positionierbare Klebstoffe, Schmelzklebstoffe und Ähnliches handeln.

Die Klebstoffschicht ist vorzugsweise mit einer Decklage bedeckt, welche Schutz für den Klebstoff bietet, bis das Bildaufnahmemedium dafür bereit ist, auf eine Fläche aufgebracht zu werden.

Die Grundierungsschicht kann in einigen Anwendungen auch selbst als eine Klebstoffschicht dienen. Die Grundierungsschicht umfasst vorzugsweise ein Ethylen-Vinylacetat-Harz, welches von 5 Gewichts-% bis 28 Gewichts-% Vinylacetat enthält, und einen Füllstoff wie Talk, um für ein Maß an Oberflächenrauheit der Grundierungsschicht zu sorgen. Der Füllstoff hilft, ein Blockieren zu verhindern, und fördert die Haftung des Klebstoffs. Der Füllstoff liegt im Allgemeinen in einer Menge im Bereich von 2 Gewichts-% bis 12 Gewichts-%, vorzugsweise 4 Gewichts-% bis 10 Gewichts-%, insbesondere etwa 8 Gewichts-%, vor. Die Schicht kann auch andere Komponenten enthalten, wie z.B. Pigmente, Füllstoffe, UV-Stabilisatoren, Antiblockiermittel, Antistatikmittel und Ähnliches.

Optionale Tintenstrahlschicht

Die Tintenstrahlschicht wird vorzugsweise verwendet, wenn das Bildaufnahmemedium Bilder von einem Thermo-Tintenstrahldrucker aufnimmt, welcher Tintenstrahldrucker-Tinten auf Wasserbasis verwendet (welche entweder auf Farbstoffen oder Pigmenten basieren), um für die Eigenschaften der Farbstoff-Ausblutungsfestigkeit, des geringen Ausbleichens, des einheitlichen Ausbleichens und der schnellen Trocknung zu sorgen. In einer Ausführungsform umfasst die Tintenstrahlschicht mindestens zwei Schichten. Die oberste Schicht oder obere Beschichtung wirkt als schützende Durchdringungsschicht, um die Tinte auf Wasserbasis schnell aufzunehmen, während die untere Beschichtung als Tintenstrahlaufnahme wirkt. Die untere Beschichtung enthält dispergierte Teilchen einer derartigen Größe, dass die Fläche der oberen Beschichtung Vorsprünge aufweist oder aufgeraut ist. Bei den dispergierten Teilchen handelt es sich vorzugsweise um Maisstärke oder eine modifizierte Maisstärke. Die Zubereitung solcher Tintenstrahlschichten ist in US-Patentschrift 5,747,148 (Warner u.a.) beschrieben. Alternativ kann die Tintenstrahlschicht eine Einzelschicht umfassen (nicht dargestellt), wie in den US-Patentschriften 5,389,723 und 5,472,789 beschrieben.

Die vorliegende Erfindung kann zusätzlich zu der Bildaufnahmeschicht, der optionalen Grundierungsschicht, der optionalen Klebstoffschicht und der optionalen Tintenstrahlschicht noch andere Schichten aufweisen. Zusätzliche Schichten können dazu dienen, Farbe hinzuzufügen, die Formstabilität zu verbessern, die Haftung zwischen ungleichartigen Polymeren in den oben beschriebenen Schichten zu fördern und Ähnliches. Nachdem das Bildaufnahmemedium mit einem Bild bedruckt worden ist, kann eine optionale schützende überlaminierte Schicht auf die bedruckte Fläche geklebt werden. Die überlaminierte Schicht verbessert die Wetterfestigkeit des Films, indem sie hilft, den Film vor der Luftfeuchtigkeit der Umgebung, direktem Sonnenlicht und anderen Witterungseffekten zu schützen, ebenso wie das Bild vor Einschnitten, Kratzern und Spritzern zu schützen. Außerdem kann die überlaminierte Schicht dem Bild einen gewünschten Abschluss verleihen, z.B. Hochglanz oder Matt. Geeignete überlaminierte Schichten sind z.B. alle geeigneten transparenten Kunststofffolien-Materialien, welche auf einer Fläche einen Klebstoff aufweisen. Die Verwendung solcher überlaminierten Schichten ist zum Beispiel in US-Patentschrift 4,966,804 beschrieben.

Herstellung des Bildaufnahmemediums

Das Bildaufnahmemedium der vorliegenden Erfindung kann über eine Anzahl von Verfahren hergestellt werden. Die Klebstoffschicht kann mit den anderen Schichten coextrudiert werden, von einer Decklage auf das Bildaufnahmemedium übertragen werden oder in einem zusätzlichen Verfahrensschritt direkt auf das Bildaufnahmemedium aufgebracht werden. Für eine optimale Coextrusion sind die Polymermaterialien für jede Schicht so gewählt, dass sie ähnliche Eigenschaften aufweisen, z.B. eine ähnliche Schmelzviskosität. Coextrusionstechniken findet man in vielen Literaturstellen der Polymerverarbeitung, z.B. Progelhof, R.C., und Throne, J.L., „Polymer Engineering Principles", Hanser/Gardner Publications, Inc., Cincinnati, OH, 1993. Alternativ können eine oder mehrere Schichten als separate Folien extrudiert werden und zusammen laminiert werden, um das Bildaufnahmemedium zu bilden. Eine oder mehrere Schichten können auch gebildet werden, indem man eine wässrige Dispersion oder eine Dispersion auf Lösungsmittelbasis auf eine oder mehrere zuvor extrudierte Schichten aufbringt. Dieses Verfahren ist wegen der zusätzlichen Verfahrensschritte und des damit verbundenen zusätzlichen Abfalls weniger wünschenswert.

Das fertige Bildaufnahmemedium erfordert keine Oberflächenbehandlungsverfahren, wie z.B. eine Koronabehandlung, um die Bildaufnahmefähigkeit des Bildaufnahmemediums für bestimmte Anwendungen zu verbessern, wie sie im Stand der Technik beschrieben sind.

Verwendung des Bildaufnahmemediums

Bei den Bilderzeugungsmaterialien, welche gemäß der vorliegenden Erfindung benutzt werden können, handelt es sich um Teilchen und semikristalline oder amorphe Materialien, welche ein filmbildendes oder harzartiges Bindemittel umfassen, bei welchem es sich im Allgemeinen um einen thermoplastischen Kunststoff handelt. Die Bilderzeugungsmaterialien enthalten auch Pigmente oder Farbstoffe, um das aufgebrachte Bild mit Kontrast oder Farbe zu versehen. Tinten und Toner sind Beispiele für wohlbekannte Bilderzeugungsmaterialien. Die Bilderzeugungsmaterialien können über eine Vielfalt bekannter Techniken aufgebracht werden, z.B. Elektrographie, Siebdruck, Rakel- oder Walzenauftrag, Rotationstiefdruck und Ähnliches.

Ein Beispiel für ein Bilderzeugungsverfahren, bei welchem das Bildaufnahmemedium der vorliegenden Erfindung verwendet wird, umfasst zunächst das Erzeugen eines Tonerbildes auf einem Bildübertragungsmedium in einem elektrostatischen Drucker unter Anwendung von Techniken und Materialien wie jenen in US-Patentschrift 5,262,259 beschriebenen und dann das Übertragen des Bildes auf die Bildaufnahmefläche des Bildaufnahmemediums. Die Bildübertragung kann auf viele auf dem Fachgebiet bekannte Weisen durchgeführt werden, z.B. durch Führen der Folien zusammen durch erwärmte Andrückwalzen in einem Verfahren, welches als Warmwalzen-Laminierung bekannt ist, oder durch Anordnen der Folien zusammen auf einer erwärmten Trägerplatte in einer Vakuum-Streckmaschine. Die Warmwalzen-Laminierung ist in US-Patentschrift 5,144,520 beschrieben. Das mit dem Bild versehene Medium wird dann vorzugsweise mit einer überlaminierten Schicht bedeckt. Wenn der mehrschichtige Film eine Klebstoffschicht und eine Decklage aufweist, kann die Decklage entfernt werden und das mit dem Bild versehene Medium unter Anwendung von Techniken, die auf dem Fachgebiet wohlbekannt sind, an einer Wand, einer Fahrzeugseite, einem Banner oder einer anderen Fläche befestigt werden.

In einem anderen Beispiel eines Bilderzeugungsverfahrens wird das Bildaufnahmemedium direkt durch Siebdruck bedruckt und nimmt dadurch das gewünschte Bild ohne den zusätzlichen Bildübertragungsschritt auf. Die Techniken und Materialien zur Ausübung des Siebdrucks sind in US-Patentschrift 4,737,224 beschrieben. Der mit dem Bild versehene Film wird dann wie oben beschrieben verwendet. Die Bildaufnahmeschicht der vorliegenden Erfindung ist insbesondere für den Siebdruck geeignet, weil die Bildaufnahmeschicht äußerst widerstandsfähig gegen die Wirkungen des UV-Lichts ist, welches verwendet wird, um die beim Siebdruck verwendeten lösungsmittelfreien Tinten zu härten. Ein Beispiel für solche Tinten ist in US-Patentschrift 5,462,768 offenbart.

In einem anderen Beispiel eines Bilderzeugungsverfahrens wird das Bildaufnahmemedium in einen Tintenstrahldrucker gegeben, direkt mit dem gewünschten Bild bedruckt und dann wie oben beschrieben überlaminiert und aufgebracht. Der Tintenstrahldrucker kann entweder unter Verwendung von Thermo-Tintenstrahldrucker-Tinten (was gegebenenfalls eine Tintenstrahlaufnahmevorrichtung erforderlich macht) oder unter Verwendung von Piezo-Tintenstrahldrucker-Tinten drucken. Thermo-Tintenstrahldrucker sind z.B. jene, welche von Idanit Technologies, Ltd., in Rishon Le Zion 75150, Israel, hergestellt werden.

In einem anderen Beispiel eines Bilderzeugungsverfahrens wird das Bildaufnahmemedium unter unter Verwendung eines Geräts wie dem Thermotransferdrucker GERBER EDGE (Gerber Scientific Products, Inc., Manchester, CT, USA) über ein Thermomassentransfer-Verfahren direkt mit einem Bild bedruckt. Der Bildfilm wird dann wie oben beschrieben verwendet.

Die vorliegende Erfindung vermeidet ein Problem mit der Langlebigkeit eines koronabehandelten Bildaufnahmemediums. Obwohl Laboruntersuchungen gezeigt haben, dass einige dieser Materialien eine gute Tintenhaftung nach einer Lebensdauer von mehr als zwei Jahren bieten, verbleibt immer noch der Wunsch, eine Bildaufnahmeschicht zu haben, welche keine Koronabehandlung benötigt.

Weitere mögliche Probleme mit der Koronabehandlung sind z.B. das Nachlassen aufgrund von unrichtigen Lagerungsbedingungen, die Möglichkeit einer unrichtigen Behandlung aufgrund von Fehlfunktionen der Koronabehandlungsvorrichtung, das Fehlen einer Koronabehandlung, weil vergessen wurde, die Behandlungsvorrichtung einzuschalten, und die Tatsache, dass eine Koronabehandlung das „Blockieren" einiger Materialien in Rollenform verstärken kann, bevor sie mit Klebstoff beschichtet werden. Wie dem Fachmann bekannt ist, bedeutet „Blockieren" das Zusammenkleben von Filmschichten, welche zu einer Rolle aufgerollt worden sind. Die resultierende „blockierte" Rolle kann nicht abgewickelt werden, und das Material ist für den beabsichtigten Zweck nicht verwendbar.

Die Entwicklung einer Bildaufnahmeschicht, welche keine Koronabehandlung erforderlich macht, würde ein breiteres Verfahrensfenster in der Filmherstellung ermöglichen und sicherstellen, dass das Material sogar bei einer unrichtigen Lagerung der Filme vor dem Bedrucken für Tinten aufnahmefähig bleibt.

Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele weiter veranschaulicht, aber die in diesen Beispielen angegebenen speziellen Materialien und deren Mengen, ebenso wie andere Bedingungen und Einzelheiten, sollten nicht fälschlicherweise so ausgelegt werden, dass sie die vorliegende Erfindung beschränken.

Tabelle 1 zeigt die Zubereitung der Bezugsbeispiele 1, 3, 9 bis 12, 14 und 16 und der Vergleichsbeispiele 2C, 4C bis 8C, 13C und 15C. Diese Zubereitungen wurden verwendet, um unter Anwendung der folgenden Extrusionstechniken Bildaufnahmemedien herzustellen, welche eine Bildaufnahmeschicht auf einer Substratschicht aufweisen:

Jede der Zubereitungen wurde auf einem 1,9cm-Brabender-Laborextruder extrudiert, auf einen 15,24 cm breite Polyester-Träger gegossen und verfestigt, indem sie durch einen gekühlten Dreiwalzenstapel geführt wurde.

Tabelle 1 zeigt auch qualitative Testergebnisse für die Tintenhaftung kommerziell erhältlicher Siebdrucktinten der Minnesota Mining and Manufcturing Company (3M) in St.Paul, Minnesota, USA, nach dem Drucken einer Bildgrafik unter Verwendung dieser Tinten auf eine 15 cm × 30 cm große Probe der Beispiels- oder Vergleichsbeispiels-Zubereitung. Beim Drucken wurde die folgende Technik angewandt:

Ein qualitativer Tintenhaftungstest, wie in US-Patentschrift 5,721,086 (Emslander u.a.) offenbart, wurde durchgeführt, um jedes Beispiel zu untersuchen. Im Allgemeinen bedeutet das Testergebnis „Schlecht", dass die Tintenhaftung fehlte, während das qualitative Testergebnis „Gut" bedeutet, dass Tinte auf dem Bilderzeugungsmedium haften blieb und den Test bestand.

Legende:

  • Elvaloy 741 – Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymer – 24 % Vinylacetat (VA), 10 % CO von DuPont
  • Elvaloy 742 – Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymer – 28,5 % Vinylacetat (VA), 9 % CO von DuPont
  • Elvaloy 4924 – Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymer – 20,5 % Vinylacetat (VA), 8 % CO von DuPont
  • Elvaloy HP662 – Ethylen-Kohlenmonoxid-n-Butylacrylat-Terpolymer – 30 % n-Butylacrylat, 10 % CO (anderes MWn als HP441) von DuPont
  • Elvaloy HP441 – Ethylen-Kohlenmonoxid-n-Butylacrylat-Terpolymer – 30 % n-Butylacrylat, 10 % CO (anderes MWn als HP662) von DuPont
  • Elvaloy AS – Ethylen/geschütztes Acrylat/Epoxid – vom Vertreiber keine Formulierung erhältlich, Harz vertrieben von DuPont
  • Bynel 3101 – Säure/Acrylat-modifiziertes Ethylen-Vinylacetat-Harz von DuPont
  • Elvax 265 – Ethylen-Vinylacetat-Harz von DuPont, welches 28 % Vinylacetat enthält
  • Surlyn 1705-1 – Ionomerharz von DuPont
  • Ampacet 11976 – TiO2-Konzentrat, welches 50 % TiO2 und 50 % Polyethylen niedriger Dichte enthält (von der Ampacet Corp., Tarrytown, NJ)
  • Polyfil MT 5000 – Talk-Konzentrat, welches 50 % Talk und 50 % Polyethylen niedriger Dichte enthält (Polyfil Corp., Dover, NJ)
  • Ampacet 10407 – UV-Konzentrat, welches 10 % Lichtstabilisator aus gehindertem Amin und 90 % Polyethylen niedriger Dichte enthält (Ampacet Corp.)

Die Bezugsbeispiele 1 und 3 und die Vergleichsbeispiele 2C und 4C bis 6C zeigen, dass von den Harzen der Marke ElvaloyTM nur die Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymere für eine gute Tintenhaftung sorgen, obwohl dies nicht alle Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Harze tun, wie Beispiel 2C zeigt, bei welchem das Terpolymer unerwünschte Additive enthielt, welche zur Oberfläche der Bilderzeugungsschicht ausblühten und die Tintenhaftung beeinflussten.

Das Bezugsbeispiel 9 zeigt im Vergleich zu den Vergleichsbeispielen 7C und 8C, dass das koronabehandelte Bynel-3101-Harz (Beispiel 7C) zu einem guten Tintenaufnahmemedium führt, das nicht koronabehandelte Material (Beispiel 8C) ein schlechtes Tintenaufnahmemedium ist, während das Gemisch aus 20 % ElvaloyTM 741 (verwendet in Beispiel 1) und 80 % Bynel 3101 (Beispiel 9) zu einer Zubereitung mit guter Tintenaufnahmefähigkeit führt.

Die Bezugsbeispiele 10 bis 12 stellen eine typische Aufnahmeschicht-Zubereitung dar, welche Pigmente, UV- und Antiblockiermittel enthält. Diese Zubereitung weist eine gute Tintenaufnahmefähigkeit auf, wenn sie frisch hergestellt ist (Beispiel 10), nach der Alterung bei erhöhter Temperatur (Beispiel 11) und nach der Belichtung unter intensiven UV-Tintenhärtungsbedingungen (Beispiel 12).

Das Vergleichsbeispiel 13C stellt ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymer (Elvax 265) dar, welches einen vergleichbaren Vinylacetat-Gehalt aufweist wie das in Beispiel 1 verwendete ElvaloyTM 741, aber das Elvax 265 ist kein wirksames Tintenaufnahmemedium. Dies veranschaulicht die Tatsache, dass die Kohlenmonoxid-Funktionalität bei der Haftung der Tinten eine entscheidende Rolle spielt. Diese Beobachtung wurde durch die Leistungseigenschaften des Bezugsbeispiels 14 verstärkt, welches dasselbe ist wie Bezugsbeispiel 13, jedoch 20 % des ElvaloyTM-741-Terpolymers enthält, was das Gemisch zu einem wirksamen Tintenaufnahmemedium machte.

Das Bezugsbeispiel 16 und der Vergleich 15C sind Extrembeispiele, welche die Wirksamkeit des ElvaloyTM-741-Terpolymers zeigen, die Tintenaufnahmefähigkeit zu fördern. Es ist für die UV-Tinten äußerst schwierig, an dem Ionomer Surlyn 1705-1 (Vergleichsbeispiel 15) zu haften, aber wenn eine richtige Menge ElvaloyTM-741-Terpolymer eingemischt wird (Beispiel 16), wird das Ionomer Surlyn 1705-1 auch zu einem wirksamen Tintenaufnahmemedium, wenngleich die physikalischen Eigenschaften des Gemisches gefährdet werden.

Als das Brynel-3101-Harz durch das Ethylen-Methylacrylat-Harz Chevron SP1305 ersetzt wurde, wurden mit den Bezugsbeispielen 9 bis 12 vergleichbare Ergebnisse erhalten.

Die obigen Daten zeigen die Wirksamkeit von Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymeren für die Tintenhaftung. Ohne an eine bestimmte Theorie gebunden zu sein, ist anzunehmen, dass die erhöhte Polarität dieser Materialien zu ihrer Wirkung als Tintenaufnahmemedien beiträgt, und die Sauerstoff-Funktionalität des Kohlenmonoxids kann auf irgendeine Weise eine Reaktionsstelle für Uv-härtbare Tinten bereitstellen.

Ethylen-Vinylacetat-Copolymere wirken ohne Koronabehandlung nicht gut als Tintenaufnahmemedien, wie oben in Beispiel 13C gezeigt. Ebenso nicht gut wirken Ethylen-Kohlenmonoxid-Copolymere. Durch ein Experiment, bei welchem die Ethylen-Kohlenmonoxid-Copolymere Shell CarilonTM verwendet wurden, zeigte sich, dass solche Copolymere, zu einem Film extrudiert und wie in allen obigen Beispielen 1 bis 16 untersucht, eine schlechte Tintenhaftung aufwiesen. Deswegen bietet ein Terpolymer unerwartet Tintenhaftungseigenschaften, welche keine Copolymer-Kombination bieten konnte.

Die Erfindung ist nicht auf die obigen Ausführungsformen beschränkt. Es folgen die Patentansprüche.

Figuren:

  • Bezugs-Fig. 1
  • Bezugs-Fig. 2
  • Bezugs-Fig. 3


Anspruch[de]
Bildaufnahmemedium, welches nur aus nicht halogenierten Polymeren hergestellt ist und eine Bildaufnahmeschicht mit zwei gegenüberliegenden Hauptflächen umfasst, wobei die Bildaufnahmeschicht ein Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymer umfasst und wobei die Bildaufnahmeschicht nicht mit einer Substratschicht assoziiert ist. Bildaufnahmemedium nach Anspruch 1, wobei die Bildaufnahmeschicht ferner mindestens ein anderes Polymer umfasst, welches mit dem Terpolymer vermischt ist, wobei das andere Polymer ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Ethylen-Vinylacetat-Harzen, Ethylen-(Meth)acrylsäure-Copolymerharzen, Polyethylenharzen, Polypropylenharzen, Ionomeren, säuremodifizierten oder Säure/Acrylat-modifizierten Ethylen-Vinylacetaten und einem Polymer, welches mindestens zwei monoethylenisch ungesättigte Monomereinheiten umfasst, wobei eine Monomereinheit ausgewählt ist aus der Gruppe aus Ethylen, Propylen, Buten, Isobutylen, Hexen und Octen; und wobei die zweite Monomereinheit ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Methyl(meth)acrylat, Ethyl(meth)acrylat, Butyl(meth)acrylat, 2-Ethylhexylacrylat, Ethoxyethylacrylat und Hexylacrylat. Bildaufnahmemedium nach Anspruch 1, welches ferner eine Grundierungsschicht auf einer ersten Hauptfläche der Bildaufnahmeschicht umfasst, wobei die zweite Hauptfläche eine Fläche zur Aufnahme von Bildern ist. Bildaufnahmemedium nach Anspruch 3, welches ferner eine wirksame Menge an Radikalfänger umfasst. Bildaufnahmemedium nach Anspruch 3, welches ferner eine Klebstoffschicht auf der äußeren Fläche der Grundierungsschicht umfasst. Bildaufnahmemedium nach Anspruch 3, wobei die Bildaufnahmeschicht mindestens 5 Gewichts-% des Terpolymers umfasst. Bildaufnahmemedium nach Anspruch 3, wobei die Grundierungsschicht ein Ethylen-Vinylacetat-Harz und einen Füllstoff umfasst. Bildaufnahmemedium nach Anspruch 2, wobei das andere Polymer ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Ethylen-Methylacrylat und Ethylen-Ethylacrylat. Bildaufnahmemedium nach Anspruch 4, wobei der Radikalfänger ein Lichtstabilisator aus einem gehinderten Amin ist. Verfahren zur Bereitstellung eines Bildes auf einem Bildaufnahmemedium, welches nur aus nicht halogenierten Polymeren hergestellt ist, wobei das Verfahren umfasst:

Drucken des Bildes auf dem Bildaufnahmemedium, welches nur aus nicht halogenierten Polymeren hergestellt ist, wobei das Bildaufnahmemedium umfasst:

eine Bildaufnahmeschicht mit zwei gegenüberliegenden Hauptflächen, wobei die Bildaufnahmeschicht ein Ethylen-Vinylacetat-Kohlenmonoxid-Terpolymer umfasst; und

eine Grundierungsschicht auf einer ersten Hauptfläche der Bildaufnahmeschicht, wobei die Bildaufnahmeschicht nicht mit einer Substratschicht assoziiert ist.
Verfahren nach Anspruch 10, wobei es sich bei dem Drucken um Siebdruck handelt; und wobei die Bildaufnahmeschicht ferner mindestens ein anderes Polymer umfasst, welches mit dem Terpolymer vermischt ist; wobei das andere Polymer ausgewählt ist aus der Gruppe, bestehend aus Ethylen-Vinylacetat-Harzen, Ethylen-(Meth)acrylsäure-Copolymerharzen, Polyethylenharzen, Polypropylenharzen, Ionomeren, säuremodifizierten oder Säure/Acrylat-modifizierten Ethylen-Vinylacetaten und einem Polymer, welches mindestens zwei monoethylenisch ungesättigte Monomereinheiten umfasst, wobei eine Monomereinheit ein substituiertes Alken umfasst, bei welchem jeder Zweig 1 bis 8 Kohlenstoffatome umfasst, und wobei eine andere Monomereinheit einen (Meth)acrylsäureester aus einem nichttertiären Alkylalkohol umfasst, bei welchem die Alkylgruppe 1 bis 12 Kohlenstoffatome enthält und Heteroatome in der Alkylkette enthalten kann, und bei welchem der Alkohol linearer, verzweigter oder zyklischer Natur sein kann, und aus Kombinationen solcher anderer Polymere. Verfahren nach Anspruch 10, wobei der Druckschritt mindestens 5 Belichtungen des Mediums mit ultraviolettem Licht umfasst, ohne einen merklichen Rückgang der Tintenhaftungseigenschaften in dem Medium. Verfahren nach Anspruch 10, wobei der Druckschritt mindestens 10 Belichtungen des Mediums mit ultraviolettem Licht umfasst, ohne einen merklichen Rückgang der Tintenhaftungseigenschaften in dem Medium.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com