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Dokumentenidentifikation DE69935037T2 15.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001052999
Titel CHELATIERTES 8-HYDROXYCHINOLIN ZUR BEHANDLUNG VON EPITHELIALEN VERLETZUNGEN
Anmelder Dermex Pharmaceuticals, LLC, Parker, Col., US
Erfinder JORDAN, T., Russel, Fort Collins, CO 80525, US;
HANSON, C., Carl, Parker, CO 80138, US;
POTESTIO, S., Frank, Parker, CO 80138, US
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69935037
Vertragsstaaten AT, BE, CH, CY, DE, DK, ES, FI, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.02.1999
EP-Aktenzeichen 999059116
WO-Anmeldetag 10.02.1999
PCT-Aktenzeichen PCT/US99/02817
WO-Veröffentlichungsnummer 1999039721
WO-Veröffentlichungsdatum 12.08.1999
EP-Offenlegungsdatum 22.11.2000
EP date of grant 31.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse A61K 33/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A61K 33/24(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
1. Fachgebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft die therapeutische Verwendung von Metallchelatiertem 8-Hydroxychinolin zum Behandeln von Krebserkrankungen, präkanzerösen Läsionen und anderen abnormen Geweben.

2. Problemstellung

Eine bevorzugte Art der Behandlung vieler Krebserkrankungen besteht in der chirurgischen Exzision der kanzerösen Läsion. Jedoch ist eine chirurgische Exzision nicht immer wünschenswert, wenn der chirurgische Eingriff Nerven beschädigen könnte oder wenn dadurch Narben entstehen könnten, welche normale Bewegungen in Geweben in der Nähe der Operationsstelle beeinträchtigen.

Chemikalien wurden entwickelt, mit denen Krebserkrankungen behandelt werden können. „Rate-sensitive" zytotoxische Arzneistoffe wirken auf alle Gewebetypen zytotoxisch, sind jedoch gegen bestimmte Karzinome besonders wirksam, deren Stoffwechselrate größer ist als die normaler Zellen. Die gesteigerte Stoffwechselrate dieser Karzinome hat zur Folge, dass sie für die Zytotoxizität der Arzneistoffe empfindlicher sind. Auf diese Weise ist es möglich, eine Dosis bereitzustellen, die für Krebszellen tödlich ist, während die gleiche Dosis für normale Zellen nicht tödlich ist. Z.B. beschreibt das US Patent 5 684 169 die Bildung von Cyclodextrin-Komplexen von Taxol, wodurch die Löslichkeit von Taxol in Wasser verbessert wird. Taxol ist ein zytotoxischer Arzneistoff, von dem angenommen wird, dass er Krebszellen mit einer Rate-sensitiven Wirkung angreift und abtötet.

Andere Chemikalien wurden spezifisch zum Behandeln von Hautkrebs und von in der Nähe der Haut liegenden Karzinomen entworfen. Das US Patent 5 605 700 beschreibt ein transdermales Präparat, das Toremifen enthält, für die Verwendung zum Behandeln von Karzinomen der Haut oder Karzinomen, die in geringem Abstand zur Haut liegen, wie metastatische Läsionen von Brustkrebs. Die transdermalen Präparate sollen in der Behandlung von Melanom, Lymphom, Kaposi-Sarkom und Mycosis fungiodes von besonderem Interesse sein. Ätzmittel oder ätzende Chemikalien, wie Podophyllin oder Trichloressigsäure, die zum Behandeln von Hautkrebs, venerischen Warzen und humanem Papillomavirus eingesetzt werden, sind so gestaltet, dass sie eine chemische Verbrennung erzeugen, welche im Wesentlichen alle Gewebe zerstört, die mit der Chemikalie in Kontakt kommen. Keine dieser Chemikalien ist so selektiv, dass sie nur die Läsion zerstören und gesunde Gewebe, die in der Nähe der Stelle der Läsion liegen, intakt lassen würde, d.h. den Chemikalien fehlen die Selektivität und die Spezifität.

Die Chemikalie 8-Hydroxychinolin wird nicht zum Behandeln von Epithelläsionen, wie Epitheliomen und venerischen Warzen, eingesetzt. 8-Hydroxychinolin ist unter verschiedenen anderen Namen bekannt, einschließlich Oxychinolin, Oxin, 8-Hydroxychinolin, Hydroxybenzopyridin und 8-Oxychinilin. Die Bundesregierung hat 8-Hydroxychinolin in niedrigen Konzentrationen von weniger als fünf Prozent für die kosmetische Verwendung zugelassen. Bei diesen Konzentrationen wirkt 8-Hydroxychinolin als kosmetisches Biocid, wie in JACT 11(4), 1992, berichtet wird. Das US Patent 4 302 467 beschreibt die Verwendung von 8-Hydroxychinolin oder seiner Chelate in Kombination mit Dehydroessigsäure oder Sorbinsäure. Es wird berichtet, dass die Kombination gegen Bakterien und Pilze synergistisch wirkt. Gemäß Merck Index, 11. Aufl., Merck & Co. Publ., S. 4779, (1989), wird 8-Hydroxychinolin als Fungistatikum, als Chelatbildner zum Bestimmen von Spurenmetallen und als Desinfektionsmittel verwendet.

In Kapitel 10 des Buchs: Albert, Selective Toxicity, 3. Aufl., New York, John Wiley & Sons, Inc. (1965), wird auf den Seiten 370–378 festgestellt, dass die antibakterielle Wirkung von Oxin auf einer Chelatbildung beruht. Eisen-chelatierte Formen von Oxin sind für grampositive Bakterien toxisch, wenn sie mit Fe3+ in einem Molverhältnis von Oxin zu Eisen von 1:1 und von 1:2 gemischt werden, wobei die Toxizität jedoch bei einem Verhältnis von 1:3 abnimmt. Oxin und seine Derivate werden trotz ihrer starken antibakteriellen Effekte normalerweise nicht in die Blutbahn injiziert, da sie durch rote Blutkörperchen inaktiviert werden, welche eine Substanz ausscheiden, die Oxine bindet.

Es bleibt ein Bedarf für eine topisch angewendete therapeutische Zusammensetzung mit einer selektive Toxizität beim Behandeln von Epithelläsionen.

Lösung der Probleme

Die vorliegende Erfindung löst die vorstehend angeführten Probleme, indem sie eine topisch angewendete therapeutische Zusammensetzung bereitstellt, die beim Behandeln von Epithelläsionen eine selektive Toxizität aufweist. Die therapeutische Zusammensetzung zeigt eine selektive Toxizität auf menschlichen Lungenkrebs, Brustkrebs und Melanom. Weiterhin wurde die Zusammensetzung zum Behandeln menschlicher Patienten verwendet, wobei sie einen therapeutischen Index von 100 % mit selektiver Toxizität gegen venerische Warzen, Veruoca-Warzen bei Männern, durch humanes Papillomavirus verursachte Läsionen, Basalzellenkarzinom, Keratosis actinica und Kaposi-Sarkom zeigt. Bei Anwendungen in der Tiermedizin, wobei Hunde, Katzen und Pferde die Patienten sind, zeigt die Zusammensetzung einen therapeutischen Index von 100 % mit einer selektiven Toxizität gegen Augenkrebs, Sarkoide, Sarkom, malignes Melanom, rektales Adenom, Histiozytom und Adenoma sebaceum. In diesem Zusammenhang ist der therapeutische Index definiert als die Zahl von geheilten Patienten, geteilt durch die Zahl von behandelten Patienten. Mit der Zusammensetzung wird eine chemische Exzision dieser Läsionen erreicht, im Wesentlichen ohne dass hierdurch gesundes Gewebe verätzt wird.

Eine therapeutische Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung enthält 8-Hydroxychinolin, einen Metallchelatbildner und einen Träger. Das 8-Hydroxychinolin und der Metallchelatbildner liegen in wirksamen Mengen zum Behandeln von Epithelläsionen von Säugern vor, die aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus kanzerösen Läsionen, präkanzerösen Läsionen und Warzen besteht. Diese Epithelläsionen von Säugern schließen insbesondere venerische Warzen, Veruoca-Warzen bei Männern, durch humanes Papillomavirus verursachte Läsionen, Basalzellenkarzinom, Keratosis actinica, Kaposi-Sarkom, Augenkrebs, Sarkoide, Sarkom, malignes Melanom, rektales Adenom, Histiozytom und Adenoma sebaceum ein.

Bei Anwendungen in der Tiermedizin wurden Lösungen gemäß der vorliegenden Erfindung mit Erfolg zum Behandeln von Hautläsionen eingesetzt, einschließlich Acanthosis nigricans, Akne, Leckdermatitis der Extremitäten, allergischer Reaktionen, eingegrenzter Kalzinose, Kalzinose der Haut, Asthenie der Haut, tiefe Pilzinfektion, Demodicose, akuter und chronischer Dermatitis, Hautmykose, Komplex des eosinophilen Granuloms, Epidermiszysten, Hypothyreose, Ichthyose, Insektenstiche, Lentigo, nodulärer Pannikulitis, Pemphigus, Hunde-Krätze und Thallium-Toxikose. Die Lösungen wurden auch in der Tiermedizin mit Erfolg zum Behandeln von Tumoren eingesetzt, einschließlich Basalzellentumoren, Fibrom, Fibrosarkom, Granulom, Hämangiom, Hämangioperizytom, Histiozytom, intrakutanes körniges Epitheliom, Lipom, Lymphosarkom, Mastzellentumor, Melanom, Papillom, Perianaladenom, Retikulosarkom, Talgdrüsentumor, Plattenepithelkarzinom, Schweißdrüsentumor (apokrin) und übertragbarer venerischer Tumor. Injizierbare Formen der Lösungen wurden verwendet, um die Wirkung von Bissen der braunen Einsiedlerspinne („brown recluse spider") zu bekämpfen, die entstellende und schmerzhafte Folgen haben können, sofern sie nicht behandelt werden.

Therapeutisch wirksame Mengen umfassen therapeutisch wirksame Konzentrationen sowie therapeutisch wirksame Verhältnisse von 8-Hydroxychinolin zu dem Metallchelatbildner. Das Molverhältnis von 8-Hydroxychinolin zu dem Metallchelatbildner liegt im Bereich von 1:1 bis 1:3. Bei dem Verhältnis von 1:N (wobei N der Oxidationszustand des Metallchelatbildners ist) wird das chelatbildende Oxin leicht durch die Zellmembran hindurch transportiert, da es eine neutrale Ladung besitzt. Außerdem wird festgestellt, dass auch geladene Formen therapeutisch wirksam sind. Das am stärksten bevorzugte Verhältnis ist etwa 1:2. Das 8-Hydroxychinolin liegt vorzugsweise in einer Menge im Bereich von 5 bis 20 Gew.-% der Zusammensetzung vor, und die am stärksten bevorzugte Menge von 8-Hydroxychinolin beträgt etwa 10 Gew.-%. Außerdem kann auch mehr 8-Hydroxychinolin verwendet werden. Z.B. können injizierbare Formen oder oral eingenommene Formen Konzentrationen von 5 % des chelatierten 8-Hydroxychinolin aufweisen, wobei diese als fortgesetzte Erhaltungsbehandlungen für einen Krebspatienten verwendet werden können, der sich in Remission befindet, bei dem jedoch das Risiko für ein Wiederauftreten der Krebserkrankung besteht. Die Menge von 8-Hydroxychinolin kann bis über etwa 20 Gew.-% erhöht werden, wobei es jedoch bei diesen höheren Konzentrationen, in Kombination mit dem Chelatbildner Zinkchlorid, wahrscheinlich ist, dass sie beim Patienten eine Sensibilisierungsreaktion auslösen. Die Verwendung dieser höheren Konzentrationen kann gerechtfertigt sein, wenn man mit einem Tumor oder einer Läsion konfrontiert ist, die besonders schwierig zu entfernen ist.

Wie vorstehend festgestellt umfassen die therapeutischen Zusammensetzungen einen Metallchelatbildner, einschließlich Zink. Bei diesem Mittel handelt es sich vorzugsweise um Zink, das an ein Halogen gebunden ist, wodurch das Metall in Lösung in ionischer Form vorliegt. Diese Reaktionsform ist für eine kovalente und koordinative Bindung mit Oxin in Lösung bereit. Das Zink wird vorzugsweise als ein Salz, einschließlich eines Metalls und eines Halogens, bereitgestellt, obwohl das Halogen für die Zwekke der Erfindung nicht unbedingt erforderlich ist. Es kann sein, dass das Halogen am Transportmechanismus durch die Zellmembran hindurch beteiligt ist. Chlor ist das am stärksten bevorzugte Halogen. Somit wird der am stärksten bevorzugte Metallchelatbildner als Zinkchlorid bereitgestellt.

Der Träger besteht vorzugsweise aus einer Gelgrundlage, wodurch die Zeit verlängert wird, in der die Zusammensetzung auf der Epithelläsion, auf die sie aufgetragen wurde, zurückgehalten wird. Lecithin wird vorzugsweise als Penetrationsverbesserer zugegeben, und die Penetrationswirkung von Lecithin kann durch die Verwendung von Dimethylsulfoxid (DMSO) gesteigert werden. Der Träger enthält außerdem einen Weichmacher, wie Isopropylpalmitat oder Isopropylmyristat. Die Gelgrundlage besteht aus einem hydrophilen Polymer, wie Polyacrylamid- oder Polyoxyalkylen-Derivaten von Propylenglykol. Auch andere hydrophile Gele können verwendet werden, z.B. hydrophile Petrolatum-Grundlagen. Ein topisches Steroid, wie 0,5 % Hydrocortison, kann zugegeben werden, um die Inzidenz oder Schwere einer Kontaktdermatitis in der Nähe der Stelle der topischen Anwendung zu verringern. Feuchthaltemittel, wie Propylenglykol, können zu gegeben werden, um das Eintrocknen der Läsion während des Verlaufs der Behandlung zu verringern. Außerdem sind Glykole als Zusatzstoffe, um die Fließeigenschaften der chelatierten Zusammensetzungen zu verbessern, und als Träger in Inhalationsmitteln gemäß der Erfindung nützlich.

Ein weiterer bevorzugter Aspekt der Erfindung ist die Verwendung von Antioxidantien zum Stabilisieren von chelatiertem 8-Hydroxychinolin in vivo. Nordihydroguajaretsäure, Derivate von Nordihydroguajaretsäure und funktionelle Homologe von Nordihydroguajaretsäure stabilisieren Zink-chelatiertes 8-Hydroxychinolin gegenüber einer Inaktivierung durch thermolabile Substanzen im Blut in Lösungen, die in den Körper injiziert werden. Genauso bilden 8-Hydroxychinolin und Zinkchlorid, mit Natriumascorbat gemeinsam ausgefällt, ein stabiles oral verabreichbares Produkt, das therapeutisch wirksam ist.

Die Zusammensetzung wird an die Epithelläsionen durch eine topische Anwendung, Injektion oder orale Verabreichung verabreicht. Wenn die Läsion vernarbt ist oder eine Verdickung festgestellt wird, wird die topische Wirksamkeit gesteigert, indem die Läsion vor der topischen Anwendung der Salbe mit einer Nadel oder einem Skalpell aufgekratzt und perforiert wird, so dass die Salbe besser in die Läsion eindringen kann. Typischerweise ist nur eine einzige topische Anwendung erforderlich, wobei zu erwarten ist, dass die gewebebildende Läsion nach etwa zwei bis vier Wochen schwarz und nekrotisch wird. Das abgestorbene Gewebe schält sich ab, und die Stelle der Wunde heilt typischerweise nach weiteren drei bis vier Wochen vollständig ab. Auch wenn große Läsionen auf dieser Weise entfernt wurden, kommt es typischerweise zu keiner Narbenbildung, wobei sogar die vollständige Funktion der Haarfollikel wiederhergestellt wird. Zusätzliche Mengen der Salbe können aufgetragen werden, wenn die Nekrose des Tumors nicht schnell genug voranschreitet. Nach Entfernung des nekrotischen Gewebes wird vorzugsweise zusätzliche Lösung auf die Wundränder aufgetragen, um sicherzustellen, dass alle Krebszellen eliminiert wurden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

In 1 ist der Mechanismus der Chelatbildung zwischen einem Metall und Oxin dargestellt.

Genaue Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform

In 1 ist der Chelatbildungs-Mechanismus für 8-Hydroxychinolin dargestellt. Ein Metallchelatbildner M 100 hat einen Oxidationszustand N+. Der Metallchelatbildner M 100 reagiert mit 8-Hydroxychinolin 104, wodurch ein 1:1-Metalloxinat 104 mit einer Wertigkeit N-1 produziert wird. Ein zweites 8-Hydroxychinolin-Molekül 106 reagiert mit dem 1:1-Metalloxinat 104, wodurch ein 1:2-Metalloxinat 108 erzeugt wird. Dieser Prozess wird N-mal wiederholt, bis das resultierende Oxinat eine neutrale Ladung aufweist, wobei sogar dann noch eine koordinative Anziehung zwischen dem Metall M 100 und den heterocyclischen Stickstoffatomen in anderen Oxinaten vorliegt. Die Oxinate mit dem niedrigsten Verhältnis, z.B. das 1:1-Oxinat 104, sind aufgrund der sterischen Hinderung, die durch die großen Oxinatliganden bei der sich fortsetzenden Umsetzung erfolgt, die stabilsten Produkte. Wenn somit die Umsetzung durch das 8-Hydroxychinolin-Reagens eingeschränkt wird, werden die Formen mit dem niedrigeren Verhältnissen dominieren. Oxin hat eine hohe Reaktionsfähigkeit für Metalle, wobei die Umsetzung im Wesentlichen vollständig abläuft.

Bei ionischen Reaktionsprodukten, d.h. denjenigen, die ein Verhältnis von weniger als 1:N aufweisen, kommt es zu Auftrennungs-Effekten, wenn Zellmembranen die Aufnahme von Kationen regulieren. Andererseits sind ungeladene Komplexe fettlöslich und dringen sogleich in Zellmembranen in einer Weise ein, so dass die Zelle sie nicht regulieren kann. Während 8-Hydroxychinolin normalerweise nicht toxisch ist, weisen chelatierte Formen von 8-Hydroxychinolin in Säugerzellen zytotoxische Effekte auf. Dieser zytotoxische Effekt wird erfahrungsgemäß sowohl für die geladenen als auch für die ungeladenen Reaktionsprodukte festgestellt.

Eine allgemeine Theorie der Pharmakokinetik in der Erfindung besteht darin, dass abnorme Epithelzellen von Säugern Membranen aufweisen, die für chelatierte Formen von 8-Hydroxychinolin stärker permeabel sind als normale Zellmembranen. Somit wird das chelatierte 8-Hydroxychinolin durch abnorme Membranen hindurch in einer größeren Konzentration transportiert, als dies von normalen Zellmembranen zugelassen wird. Hieraus folgt, dass topisch angewendete, oral verabreichte oder injizierte Formen von chelatiertem 8-Hydroxychinolin eine größere zytotoxische Wirkung auf die abnormen Zellen ausüben, da abnorme Zellen es in einer größeren Konzentration absorbieren. Diese Theorie entspricht der festgestellten selektiven Toxizität gegenüber Epidermisläsionen und kanzerösen Tumoren. Es spielt nicht unbedingt eine Rolle, ob die Zytotoxizität innerhalb der Zelle durch den Metallchelatbildner oder das 8-Hydroxychinolin zustande kommt, jedoch besteht eine Wirktheorie zur Erklärung der festgestellten Zytotoxizität dann, dass das Oxychinolin das Transportmittel ist und der Metallchelatbildner, vorzugsweise ein Schwermetallchelatbildner, hauptsächlich für die festgestellte Zytotoxizität innerhalb der Zelle verantwortlich ist. Somit ist es möglich, die selektiven oder spezifischen zytotoxischen Effekte der chelatierten Verbindung zu steigern, indem die Toxizität des Schwermetalls erhöht wird, z.B. durch Auswählen von Osmium oder Arsen. Außerdem kann das Metall ein radioaktives Isotop mit einer kurzen Halbwertszeit von wenigen Tagen oder Stunden, wie 28Mg, 198Au, 111In und 52Fe, sein.

Bei Lösungen, die in den Patienten injiziert werden, wird zu den topischen Präparaten der Zusammensetzungen außerdem noch Nordihydroguajaretsäure zum Stabilisieren des chelatierten 8-Hydroxychinolin in Lösungen zugegeben. Nordihydroguajaretsäure ist ein Antioxidans, welches die chelatierten Oxin-Zusammensetzungen gegenüber einer Inaktivierung schützt, zu der es ansonsten aufgrund einer Aktivität im Blut kommen könnte, die dazu neigt, Oxin zu inaktivieren. Genauso wird ein oral verabreichbares Produkt gebildet, das auch in vivo angewendet werden kann, indem ein anderes Antioxidans, Natriumascorbat, gemeinsam mit Oxin und Zinkchlorid aus einer Lösung von Ethanol und Wasser ausgefällt wird.

Patienten berichten manchmal nach einem topischen Auftragen der chelatierten Oxinate von einem Brennen an der Läsion. Deshalb wird bevorzugt ein beruhigendes Mittel zu der Zusammensetzung zugegeben, um das Brennen zu lindern. Penetrationsverbesserer, wie Lecithin oder DMSO, steigern die Wirksamkeit der Zusammensetzungen.

Die folgenden Arbeitsbeispiele stellen bevorzugte Verfahren und Material zur Verwendung beim Durchführen der Erfindung dar.

Beispiel 1 Herstellen einer Zink-chelatierten Flüssigkeits-Lösung von 8-Hydroxychinolin für die Verwendung zum Behandeln von Epithelläsionen

Vorrats-Stammlösungen wurden für die spätere Verwendung als Zwischenprodukte zum Mischen der endgültigen Lösung hergestellt. Die Vorrats-Stammlösungen umfassten eine Gelgrundlage-Lösung, die verwendet wurde, um das Endprodukt zu stabilisieren und ihm für die vorgesehene Umgebung bei der Verwendung eine geeignete Dicke zu verleihen. Außerdem wurde eine Lecithin/Isopropylpalmitat-Lösung hergestellt.

Die Gelgrundlage-Lösung wurde hergestellt, indem 20 Gramm (g) von Pluronic

mit 0,2 g Kaliumsorbat gemischt wurden. Gereinigtes Wasser wurde zugegeben, so dass ein Gesamtvolumen von 100 ml erreicht wurde. Pluronic F127TM ist ein hochmolekulares Polyoxyalkylenether-Derivat von Propylenglykol, das wasserlöslich ist, oberflächenaktiv ist und Benetzungseigenschaften aufweist. Die Bestandteile wurden in einem Braun-Mixer gemischt, in einem Becher dicht verschlossen und unter Kühlung bei etwa 5°C gelagert, sobald alle Granula feucht waren. Die Lösung wurde gekühlt, um ein Festwerden des Gels zu verhindern, das bei Raumtemperatur erfolgt.
  • 1 Pluronic F127 ist ein Warenzeichen der BASF Corporation, Parisippany, New Jersey.

Die Lecithin/Isopropylpalmitat-Lösung wurde hergestellt, indem 100 g Sojalecithin-Granulat und 0,66 g Sorbinsäure in Isopropylpalmitat (100 g oder 117 ml) dispergiert wurden. Das dispergierte Gemisch ließ man über Nacht bei Raumtemperatur von etwa 20°C stehen. Es bildete sich eine Flüssigkeit mit einer sirupartigen Konsistenz.

Ein Aliquot der Gelgrundlage-Lösung von 100 g wurde mit 22 ml der Lecithin/Isopropylpalmitat-Lösung und 10 ml destilliertem Wasser gemischt. Das Gemisch wurde so lange gerührt, bis es homogen aussah. 10 g 8-Hydroxychinolin und 20 g ZnCl2 wurden zu dem Gemisch zugegeben, das wieder bis zur Homogenität gerührt wurde.

Beispiel 2 Topische Anwendung einer Zink-chelatierten 8-Hydroxychinolin-Lösung zum Heilen kanzeröser Läsionen, die explantierten Proben eines menschlichen Lungenkrebses entsprechen, bei athymischen Nacktmäusen

Eine lebende menschliche Lungenkrebs-Zelllinie, Calu 1 oder SW-900, wie von Fogh, J., et al., J. Natl. Cancer Inst. 59: 221–225 (1977), beschrieben, ist ein epiduraler Lungenkrebs mit einer undifferenzierten Zytopathologie in vitro. Zelllinien dieses Typs sind dafür bekannt, dass sie zu Tumoren entsprechender Zytopathologie wachsen, wenn sie in athymische Nacktmäuse explantiert werden, wie von Fogh und Giovanella, Hrsg., „The Nude Mouse in Experimental and Clinical Research", Academic Press, London, S. 235–266 (1978), (vgl. insbesondere S. 239), berichtet. Athymische Nacktmäuse können von speziell gehaltenen Zuchtkolonien überall in den Vereinigten Staaten bezogen werden, etwa von der Zuchtkolonie an der Universität von Nevada in Reno, Nevada. Athymische Mäuse sind besonders wünschenswert, um die Wirksamkeit von Antikrebs-Zusammensetzungen zu testen, da den athymischen Mäusen das Immunsystem fehlt. Somit haben die Mäuse keine Immunsysteme, welche die in die Mäuse explantierten Tumoren angreifen können, und die Wirksamkeit von Antikrebs-Zusammensetzungen auf solche Karzinome ist in erster Linie auf die Zusammensetzungen alleine zurückzuführen.

Die nachstehend beschriebenen Testverfahren sind im Wesentlichen die gleichen wie diejenigen Verfahren, die bisher schon bei athymischen Nacktmäusen durchgeführt wurden. Die nachstehenden Verfahren wurden leicht modifiziert, so dass die am stärksten bevorzugte Art und Weise zum Durchführen der Verfahren dargestellt wurde.

150 athymische Nacktmäuse werden von einem anerkannten Lieferanten, z.B. von der Zuchtkolonie am Worchester Institut, Worchester, Massachusetts, bezogen. Die Mäuse werden in eine Behandlungs-Testpopulation von 50 Mäusen, eine Nicht-Behandlungs-Testpopulation von 50 Mäusen und eine Kontrollpopulation von 50 Mäusen aufgeteilt. Die Populationen werden als getrennte Gruppen gehalten, wobei herkömmliche Verfahren zum Halten von Zuchtkolonien athymischer Mäuse unter sterilen Bedingungen eingesetzt werden.

Eine menschliche epitheliale Lungenkrebs-Zelllinie, z.B. Calu-1, SW-900 oder MX-1 Lungen-Adenomkarzinomlinie, wird in einem geeigneten Wachstumsmedium, z.B. 50 ml Eagle-MEM-Medium (bezogen von Life Technologies, Inc., Gaithersburg, MD), angereichert mit 10 % fetalem Kälberserum und 50 &mgr;g/ml Gentamicin von Sigma Chemical Co., St. Louis, MO, gezüchtet. Die Zellen werden in einer feuchten Atmosphäre mit 5 % CO2 bei 37°C in 75-cm2-Gewebekulturflaschen aus Kunststoff gehalten, wobei Medienpassagen in Intervallen von 5 bis 7 Tagen durchgeführt werden.

Eine Probe von etwa 5 Millionen Krebszellen wird durch eine Hohlnadel Nr. 20 entnommen und in das subkutane Gewebe an der hinteren Basis des Halses einer athymischen Nacktmaus gespritzt. Die Prozedur wird bei jedem Mitglied der Behandlungs- und Nicht-Behandlungs-Testpopulationen wiederholt. Beim Arbeiten mit den Mäusen werden herkömmliche sterile Verfahren verwendet, um eine Infektion der Mäuse mit anderen Krankheitserregern als der Krebszelllinie zu vermeiden. Anstelle der gezüchteten Zelllinien kann auch ein durch Operation erhaltenes lebendes Gewebe von Patienten, die an einem humanen Lungenkrebs leiden, eingesetzt werden.

Man kann davon ausgehen, dass etwa 100 % der Mäuse die Prozedur der Transplantation überleben. Wenn saubere Explantationsverfahren verwendet werden, wie sie für den Fachmann solcher Verfahren geläufig sind, werden etwa 100 % der explantierten Krebszellen Epithelläsionen in der Nähe der Stelle hervorbringen, an welcher der Einstich mit der Hohlnadel in der Maus erfolgt war. Man lässt den explantierten Krebs etwa zwei bis drei Wochen wachsen, bis eine kanzeröse Epithelläsion von etwa 1,5 bis 2 cm im Durchmesser von außen sichtbar ist.

Die unbehandelte Testpopulation wird typischerweise innerhalb von 60 Tagen verenden. Sobald die ersten Tiere verenden, was üblicherweise innerhalb von etwa 30 Tagen erfolgt, sollte bevorzugt die gesamte unbehandelte Testpopulation getötet werden, um unnötiges Leiden zu vermeiden. Die Tiere verenden typischerweise durch Strangulation aufgrund des Wachstums des kanzerösen Tumors an der Basis des Halses.

Die topische Lösung, die in Beispiel 1 hergestellt wurde, wird aus der Kühlung entnommen und im Wesentlichen bis zur Homogenität gerührt. Ein Wattetupfer wird in die Lösung getaucht. Eine athymische Nacktmaus, die eine Läsion am hinteren Hals von etwa 1,5 bis 2 cm im Durchmesser aufweist, wird aus der Behandlungs-Testpopulation ausgewählt. Anhand einer Nadel wird der Epidermisteil der Läsion an Stellen, die einen Abstand voneinander von etwa 1 mm haben, perforiert. Die Lösung wird mit einem Tupfer aufgetragen, so dass die gesamte Läsion bedeckt ist und der behandelte Bereich mindestens S cm über die sichtbaren Ränder der Läsion hinausgeht. Dieses Verfahren wird bei jedem Mitglied der Behandlungs-Testpopulation wiederholt. Eine einzelne topische Anwendung der Lösung ist der einzige und ausschließliche Zeitpunkt, an dem die Lösung auf die Läsionen aufgetragen wird.

Die Behandlungs-Testpopulation wird nach dem topischen Auftragen der Lösung neun Monate lang überwacht. Hinweise, etwa auf das Fortschreiten des Karzinoms bei den Mäusen, werden notiert. Die Läsionen sehen am ersten Tag nach der topischen Anwendung entzündet aus. Drei bis fünf Tage nach der topischen Anwendung sehen die Läsionen schwarz aus, mit weißen Streifen auf der Oberfläche. Acht bis zehn Tage nach der topischen Anwendung sehen die Läsionen schwarz und nekrotisch aus. 14 bis 17 Tage nach der topischen Anwendung sind die Läsionen abgestoßen. Die pathologische Untersuchung von Gewebeproben, die von zehn einzelnen Mäusen an den inneren Rändern der abgestoßenen Läsion entnommen wurden, bestätigt, dass an den Rändern kein Krebs sichtbar ist. In drei bis vier Wochen nach der topischen Anwendung ist das Gewebe an den früheren Stellen der Läsionen abgeheilt, so dass es im Wesentlichen nicht von dem normalen Gewebe zu unterscheiden ist und keine Narbenbildung zu sehen ist. Die Behandlungs-Testpopulation zeigt eine Kachexie oder eine leichte Abmagerung, die einem durchschnittlichen Gewicht von etwa 4 bis 5 g weniger als bei der Kontrollpopulation entspricht.

Die Mäuse der Behandlungs-Testpopulation und die Mäuse der Kontrollpopulation werden nach der topischen Anwendung der Lösung neun Monate lang überwacht. Typischerweise überleben 100 % der Behandlungs-Testpopulation das Verfahren, ohne dass nach neun Monaten Hinweise auf einen Krebs vorliegen, d.h. der therapeutische Index der Lösung entspricht etwa 100 %. Dieser Erfolg steht im Gegensatz zu einer Mortalität von 100 % bei der unbehandelten Testpopulation, sofern die unbehandelte Testpopulation nicht getötet wurde, um unnötiges Leiden zu vermeiden.

Beispiel 3 Topische Anwendung einer Zink-chelatierten 8-Hydroxychinolin-Lösung zum Heilen kanzeröser Läsionen, die explantierten Proben anderer menschlicher Karzinome entsprechen, bei athymischen Nacktmäusen

Das Verfahren von Beispiel 2 wird für andere Karzinome wiederholt, einschließlich des menschlichen Brustkrebses, menschlichen Kolonkrebses und menschlichen Melanoms. Es ist anzumerken, dass Lungen-, Brust- und Kolonkarzinome als maligne Epitheltumoren klassifiziert sind, während das Melanom ein maligner Nicht-Epitheltumor ist. Somit betrifft die Studie sowohl Epithel- als auch Nicht-Epitheltumoren. Spezifische Zelllinien, die verwendet werden können, schließen SW-613 (Brust-Duktus-Adenoca), SW-620 (Kolon-Adenoca) und RPMI-7262 (Melanom) ein. Eine Diskussion dieser Zelllinien findet sich in Fogh, J:, et al., J. Natl. Cancer Inst. 59: 221–225 (1977), und Fogh und Giovanella, Hrsg., "The Nude Mouse in Experimental and Clinical Research", Academic Press, London, S. 235–266 (1978), (vgl. insbesondere S. 238–239).

Der therapeutische Index ist bei alten diesen explantierten Krebsarten in Nacktmäusen typischerweise eine Wirksamkeit von 100 %, wobei 100 % der Tiere durch die Behandlung überleben, eine Selektivität für die Zerstörung lediglich des erkrankten Gewebes besteht und es zu keiner offensichtlichen Vernarbung an der früheren Stelle der Läsion kommt. In den behandelten Testpopulationen war nach neun Monaten kein Hinweis auf ein Wiederauftreten der Karzinome zu sehen.

Beispiel 4 Herstellen von Zink-chelatierten 8-Hydroxychinolin-Lösungen für die Injektion in athymische Nacktmäuse

Die folgenden Bestandteile werden unter sterilen Bedingungen gewogen und miteinander kombiniert: Nordihydroguajaretsäure (30 g), 3 % Kochsalzlösung in Wasser (30 g), 8-Hydroxychinolin (10 g) und ZnCl2 (20 g). Die Bestandteile werden im Wesentlichen bis zur Homogenität gerührt und unter Kühlung bei etwa 5°C gelagert, wodurch eine injizierbare Lösung bereitgestellt wird.

Rohere Formen von injizierbaren Lösungen werden bereitgestellt, indem die Lösungen von Tabelle 1 mit 40 bis 90 Gew.-% Alkohol oder normaler Kochsalzlösung kombiniert werden. Isopropylalkohol ist für die Verwendung in diesen Lösungen besonders bevorzugt. Andererseits kann Zink-chelatiertes Oxychinolin direkt mit Alkohol gemischt werden, um eine injizierbare Rohlösung herzustellen.

Beispiel 5 Injektion einer Zink-chelatierten 8-Hydroxychinolin-Lösung zum Heilen menschlicher Krebsläsionen bei athymischen Nacktmäusen

Die Experimente der Beispiele 2 und 3 werden in identischer Weise wiederholt, mit der Ausnahme, dass die injizierbare Nordihydroguajaretsäure-Lösung oder die Alkohol-basierte Lösung von Beispiel 4 anstelle der topischen Lösung von Beispiel 1 eingesetzt wird. In jedem Fall wird eine Menge von S ml der Lösung von Beispiel 4 direkt in subkutanes Gewebe in der Nähe der Läsion injiziert.

Der therapeutische Index der injizierten Lösung ist bei allen explantierten Lungen-, Brust-, Kolon- und Melanom-Karzinomen in athymischen Nacktmäusen typischerweise eine Wirksamkeit von 100 %, wobei durch die Behandlung 100 % der Tiere überleben und es zu keiner offensichtlichen Narbenbildung an der früheren Stelle der Läsion kommt. Nach neun Monaten war in den behandelten Testpopulationen kein Hinweis auf ein Wiederauftreten der Karzinome zu sehen. Die therapeutischen Effekte sind außerordentlich gut, wobei nekrotische Effekte an der Stelle der Läsion etwa drei Tage früher festgestellt werden als im Fall der topischen Salbe.

Beispiel 6 Verschiedene Formulierungen von chelatierten 8-Hydroxychinolin-Lösungen für die Verwendung zum Behandeln von kanzerösen und präkanzerösen Epithelläsionen

Tabelle 1 zeigt verschiedene topische Produktformulierungen, die zum Zubereiten von therapeutisch wirksamen Mengen von 8-Hydroxychinolin und Zinkchlorid verwendet werden können. In der nachstehenden Tabelle 1 stellt „NDGA" Nordihydroguajaretsäure dar. „P20%" bedeutet eine Lösung, die 20 Gew.-% Pluronic 127 NFTM und außerdem 0,2 % Kaliumsorbat und 79,8 % destilliertes Wasser enthält. „P30%" stellt eine Lösung dar, die 30 Gew.-% Pluronic 127 NFTM und außerdem 0,2 % Kaliumsorbat und 69,8 % destilliertes Wasser enthält. „P40%" bedeutet eine Lösung, die 40 Gew.-% Pluronic 127 NFTM und außerdem 0,2 % Kaliumsorbat und 59,8 % destilliertes Wasser enthält. „Lec/Is" bezieht sich auf eine Lösung, die 100 g Sojalecithin-Granulat, 100 g Isopropylpalmitat und 0,66 g Sorbinsäure enthält.

Die Pluronic 127 NFTM-Lösungen besitzen eine Pharmakoaktivität, die den Transport großer Moleküle durch epidermale Gewebe hindurch erleichtert. Auf diese Weise dienen die Gele als Adjuvans, welches die Wirksamkeit von chelatierten 8-Hydroxychinolin-Zusammensetzungen verbessert. Ein Nachteil von Pluronic 127 NFTM-Gelen besteht darin, dass sie bei Temperaturen unter 40°F hergestellt und gelagert werden müssen, da die Gele bei höheren Temperaturen fest werden. Auch andere Gelgrundlagen können verwendet werden, einschließlich Aquabase oder anderer Polymere, die in einem geeigneten Lösungsmittel für 8-Hydroxychinolin dispergiert sind. Ferner können Lecithin und andere Penetrationsverbesserer, einschließlich Dimethylsulfoxid, innerhalb der vorgeschriebenen Grenzen verwendet werden, um die Aktivität der chelatierten Oxychinolin-Zusammensetzungen zu steigern. In Tabelle 1 wird der Begriff „q.s." verwendet, der bedeutet, dass eine ausreichende Menge des Gels zugegeben wurde, um das Gesamtgewicht der kombinierten Bestandteile auf das in der Spalte angegebenen Gewicht, d.h. 100 g, zu bringen.

Auch andere kommerziell verfügbare Gelgrundlagen können verwendet werden, wenn sie gemäß den Anweisungen des Herstellers eingesetzt werden. Beispiele dieser Gelgrundlagen schließen

wobei es sich um eine hydrophile Kombination von Petrolatum, Mineralöl, Mineralwachs, Wollwachs, Alkohol und Cholesterin handelt, und Plastibase 50-WTTM² ein.
  • 1 Aquabase ist ein Warenzeichen der Paddock Laboratories, Minneapolis, Minnesota.
  • 2 Plastibase W-50 ist ein eingetragenes Warenzeichen von E.R. Squibb & Sons, Princeton, New Jersey.

Beispiel 7 Verwendung von Zink-chelatierten 8-Hydroxychinolin-Lösungen zum Behandeln von Läsionen bei Menschen

Eine Lösung, die der Probe B aus Tabelle 1 in Beispiel 6 entsprach, wurde topisch angewendet, um kanzeröse Läsionen, präkanzeröse Läsionen und Warzen bei menschlichen Patienten zu behandeln. Die Behandlung schloss eine bis drei einzelne topische Anwendungen der Salbe ein und war in jedem Fall erfolgreich. Ein bevorzugtes Behandlungsschema umfasst das Aufkratzen der Oberfläche von Epithelläsionen vor der Anwendung der Salbe, wobei diese Behandlung besonders zum Behandeln von harten Warzen günstig ist. Die Läsion wird etwa zwei Tage nach der Behandlung begutachtet. Etwa eine Woche nach der ersten Anwendung wird weitere Salbe aufgetragen, wenn noch keine Nekrose zu sehen ist. Etwa eine bis zwei Wochen später wird das nekrotische Gewebe der Läsion mit einer Pinzette abgeschält. Auf die Wundränder wird nochmals Salbe aufgetragen, um sicherzustellen, dass die Krebszellen oder andere erkrankte Zellen eliminiert sind. In der nachstehenden Tabelle 2 sind die Arten von Läsionen, die erfolgreich behandelt wurden, und außerdem die Zahl von Läsionen, die erfolgreich behandelt wurden, zusammengestellt. Die Zeit insgesamt, die von der topischen Anwendung bis zum Abstoßen des kranken Gewebes verstrichen ist, lag in jedem Fall im Durchschnitt bei etwa zwölf Tagen. Die Patienten, bei denen eine Behandlung von venerischen Warzen durchgeführt wurde, berichteten, dass diese Behandlung viel weniger unangenehm war als das normalerweise übliche chemische Entfernen von venerischen Warzen.

Tabelle 2 Erfolgreiche Verwendung von chelatiertem 8-Hydroxychinolin bei Menschen

Beispiel 8 Verwendung von Zink-chelatierten 8-Hydroxychinolin-Lösungen zum Behandeln von Läsionen bei Tieren

Eine Lösung, die der Probe B aus Tabelle 1 in Beispiel 6 entsprach, wurde topisch aufgetragen, um kanzeröse Läsionen und präkanzeröse Läsionen bei Tieren zu behandeln. Die Behandlung war in jedem Fall erfolgreich, mit Ausnahme einer Katze, die an einem Sarkom starb, bevor die Behandlung abgeschlossen war. In der nachstehenden Tabelle 3 sind die Arten von Läsionen, die erfolgreich behandelt wurden, und die Tierart, an welcher eine Behandlung erfolgreich war, zusammengestellt.

Tabelle 3 Erfolgreiche Verwendung von chelatiertem 8-Hydroxychinolin bei Tieren

Beispiel 9 Titration einer Zink-chelatierten 8-Hydroxychinolin-Lösung, um ätzende Effekte zu reduzieren und gleichzeitig die therapeutische Wirkung zu optimieren

Drei Proben einer Salbe wurden entsprechend der Probe B aus Tabelle 1 hergestellt, mit der Ausnahme, dass Lecithin/Palmitat nicht zugegeben wurde und die auf Gewicht bezogene prozentuale Menge von Zinkchlorid für die Proben 20 %, 40 %, 55 % bzw. 75 % umfasste. Die Lösungen wurden jeweils bei einer Population von 25 athymischen Nacktmäusen mit explantiertem Lungenkrebs wie in Beispiel 1 angewendet. Die 55 %- und 75 %-Proben erzeugten im Wesentlichen unmittelbare chemische Ätzeffekte. Die 40 %-Probe erzeugte in der Nähe der Stelle der Läsion eine verstärkte Rötung und war therapeutisch wirksam. Bei einer Konzentration von 40 % hat die Salbe die Wirkung, die Läsion selektiv wegzufressen, bevor das darunter liegende Gewebe die Möglichkeit hat, sich zu regenerieren. Die 20 %-Probe war therapeutisch wirksam, ohne zu brennen, und das darunter liegende Gewebe hat die Möglichkeit, sich zu regenerieren, ohne dass ein Ätzschorf gebildet wird, d.h. die 20 %-Lösung tendiert nicht dazu, an der Läsionsstelle ein Loch zu hinterlassen, vielmehr wird kein Ätzschorf gebildet, da das nekrotische Läsionsgewebe an der Stelle verbleibt, während das darunter liegende Gewebe sich zumindest teilweise regeneriert.

Vorzugsweise werden die Pluronic-Gele nicht bei hohen Konzentrationen von ZnCl2 verwendet, da festgestellt wurde, dass sich die Gele aufgrund eines veränderten pH-Werts der Lösung mit der Zeit zersetzen.

Beispiel 10 Verwendung von Zink-chelatiertem 8-Hydroxychinolin an menschlichen Patienten in einer klinischen Studie

Patient 1: Ein Mann kam in eine Klinik, um einen großen Tumor an seinem rechten Handgelenk behandeln zu lassen. Der Tumor war etwa 11 cm im Durchmesser und hatte mehr als 50 % des Handgelenks befallen. Aufgrund der Größe und der Lage des Tumors würde der Mann nach einer Operation eine eingeschränkte Beweglichkeit des Handgelenks haben. Der Tumor wurde als Basalzellenkarzinom diagnostiziert. Die Oberfläche des Karzinoms wurde mit einem Skalpell aufgekratzt. Eine Lösung, die der Probe B von Tabelle 1 entsprach, wurde mit einem Wattetupfer auf das Karzinom aufgetragen. Anschließend wurde der Patient zwei Monate überwacht. Der Patient klagte über ein Brennen zum Zeitpunkt der ersten Anwendung. Der Tumor sah am ersten Tag nach der Behandlung an seinen Rändern rot und entzündet aus. Eine Woche später sah der Tumor schwarz und nekrotisch aus. Zwei Wochen nach der Behandlung war der Tumor in einem Ausmaß schwarz und nekrotisch, dass der abgestorbene Tumor mit einer Pinzette abgetragen werden konnte. An den Wundrändern wurde sodann die Lösung B ein zweites Mal aufgetragen, um sicherzustellen, dass keine Zellen aus der ausgeschnittenen Krebsläsion der Behandlung entgangen waren. Die pathologische Untersuchung des Gewebes aus dem Wundrand bestätigte, dass im gesunden Gewebe am Rand der Wunde kein Basalzellenkarzinom vorlag. Sechs Wochen nach der Behandlung sah die Stelle der Wunde wie gesundes Gewebe aus, ohne jegliche Hinweise auf ein Basalzellenkarzinom oder auf eine Vernarbung. Die Haarfollikel waren an der Stelle der früheren Wunde und des Basalzellenkarzinoms intakt. Die vollständige Funktion des betroffenen Handgelenks blieb dem Mann erhalten.

Patient 2: Eine Frau kam mit einem Basalzellenkarzinom etwa einen Inch unter ihrem linken Augenwinkel in eine Klinik. Der Tumor hatte etwa einen Durchmesser von etwa S Inch. Die chirurgische Prognose bestand darin, dass die Frau nach der Entfernung des Tumors mit einer teilweisen Lähmung der Gesichts- und Augenmuskeln rechnen musste. Die Oberfläche des Karzinoms wurde mit einem Skalpell aufgekratzt. Eine Lösung, die der Lösung B aus Tabelle 1 entsprach, wurde unter Verwendung eines Wattetupfers auf das Karzinom aufgetragen. Anschließend wurde die Patientin zwei Monate überwacht. Die Patientin klagte über ein Brennen zum Zeitpunkt der ersten Anwendung. Der Tumor sah am ersten Tag nach der Behandlung an seinen Rändern rot und entzündet aus. Eine Woche später sah der Tumor schwarz und nekrotisch aus. Zwei Wochen nach der Behandlung war der Tumor so schwarz und nekrotisch, dass das Karzinom mit einer Pinzette abgetragen werden konnte. Die pathologische Untersuchung des Gewebes aus dem Wundrand bestätigte, dass im gesunden Gewebe am Rand der Wunde kein Basalzellenkarzinom vorlag. Die pathologische Untersuchung des Gewebes aus dem Wundrand im Gesicht der Patientin bestätigte, dass kein Basalzellenkarzinom vorlag. Sechs Wochen nach der Behandlung sah die Stelle der Wunde wie gesundes Gewebe aus, ohne jegliche Hinweise auf ein Basalzellenkarzinom oder auf eine Vernarbung. Die Haarfollikel waren an der Stelle der früheren Wunde und des Basalzellenkarzinoms intakt. Bei der Frau blieb die vollständige Funktion der Muskeln des Gesichts und Auges erhalten.

Vergleichsstudie: Ein Patient hatte seit der Kindheit im Gesicht noduläre pigmentierte Läsionen. Drei der Tumoren ulzerierten. Die Diagnose war nävoides Basalzellensyndrom, einschließlich multipler Basalzellenepitheliome. Drei der Tumoren ulzerierten. Diese wurden aufgekratzt, anschließend wurde die Lösung B aus Tabelle 1 auf diese Tumoren aufgetragen. Zwei Wochen später wurde das nekrotische Gewebe aus den Läsionen mit einer Pinzette abgetragen. Zehn andere Tumoren wurden durch Kryochirurgie entfernt. Keiner dieser Tumoren trat wieder auf.

Eine zweite Salbe wurden zubereitet, in der die Bestandteile von Lösung B enthalten waren, wobei jedoch das Oxychinolin fehlte. Eine dritte Salbe wurde zubereitet, in der die Bestandteile von Lösung B enthalten waren, wobei jedoch das Zinkchlorid fehlte. Die zweite und die dritte Salbe wurden auf Basalzelleneptheliome im Gesicht des Patienten aufgetragen. Die zweite und die dritte Salbe bewirkten nicht, dass die Eptheliome entfernt wurden.

Beispiel 11 Tiermedizinische Verwendung von Zink-chelatiertem 8-Hydroxychinolin in klinischen Tests

Weibliche Kurzhaar-Hauskatze mit allergischer Dermatitis: Eine weibliche Katze im Alter von sechs Jahren entwickelte im bauchwärts gelegenen Seitenbereich eine Läsion, die etwa vier Inch lang und zwei Inch breit war. An drei unterschiedlichen Tierkliniken wurden Behandlungen mit Antibiotika und chirurgische Verfahren versucht, jedoch ohne Erfolg. Die Läsion trat nach der chirurgischen Entfernung innerhalb von wenigen Wochen wieder auf. Von der Läsion wurde zum Zeitpunkt der Operation eine Biopsie entnommen. Der histopathologische Befund ergab eine schwere chronische (fibrotische) Entzündung in der oberen Dermis mit reichlich reifen Mastzellen und einer mittelmäßig starken Ausstreuung anderer gemischter Leukozyten. Die Epidermis wies vereinzelte Oberflächengeschwüre auf. Eine Färbung auf Pilze ergab ein negatives Ergebnis für Flechten und oberflächliche Hefen, außerdem lagen keine Parasiten vor. Die Diagnose war eine hypersensitive oder allergische Dermatitis.

Das Zink-chelatierte Oxychinolin-Präparat von Beispiel 1 wurde zweimal auf die Läsion aufgetragen, wobei die zweite Anwendung zwei Wochen nach der ersten Anwendung erfolgte. Die Läsion wurde vor jeder Anwendung aufgekratzt. Zwei Monate und vier Tage nach der ersten Anwendung war die Läsion auf die Größe eines Stecknadelkopfs geschrumpft. Eine zweite Biopsie bestätigte, dass in diesem sehr kleinen Bereich eine allergische Dermatitis vorlag.

Weiblicher Boston-Terrier mit Plattenepithel-Papillom und Talgdrüsen-Hyperplasie: Bei einem fettleibigen dreizehn Jahre alten Boston-Terrier wurden zahlreiche Plattenepithel-Papillomtumoren im Gesicht und ein Tumor am rechten Fuß diagnostiziert. Der Eigentümer des Hundes wünschte aufgrund des Alters des Hundes und der Probleme mit der Fettleibigkeit eine nicht-operative Behandlung. Eine Biopsie von Lippengewebe zeigte, dass das Epithel deutlich hyperblastisch war. Der darunter liegende Tumor enthielt Lobuli von blasenartigen Talgdrüsen. Außerdem wurden einige Melanozyten und Melanin-enthaltende Makrophagen festgestellt.

Fünf Tumoren wurden durch direktes Auftragen des Zink-chelatierten Oxychinolin-Präparats aus Beispiel 1 auf den Tumor behandelt. Die Anwendung erfolgte einmal pro Woche, wobei drei der Tumoren nach drei Anwendungen aufgelöst waren. Die zwei größten Tumoren umfassten eine Läsion auf der Stirn und eine am rechten Fuß. Der Tumor am rechten Fuß löste sich nach der vierten Behandlung auf, und der größte Tumor auf der Stirn war deutlich kleiner geworden. Die Behandlung wurde abgebrochen, als der Besitzer des Hundes vorübergehend wegzog.

Kodiakbär mit Weichteil-Fibrosarkom: Bei einem acht Jahre alten männlichen Kodiakbär wurde ein Tumor in der dorsolateralen Region in der Nähe des rechten Carpus diagnostiziert. Der Bär wurde anästhesiert und vom Tumor eine Biopsie entnommen. Die klinische Diagnose war ein myxoides Fibrosarkom mit Chondroid Differenzierungsgrad 2. Es bestand eine geringe bis mittlere Wahrscheinlichkeit der Metastasierung. Der Tumor hatte einen Umfang von 54,5 cm, 17 cm von proximal zu distal und 21 cm von lateral zur Basis des Tumors. Der diagnostizierende Arzt stellte eine gewisse Knocheninvasion fest und empfahl die Amputation der befallenen Gliedmaße.

Die Untersuchung der Biopsieproben zeigte einen mäßig differenzierten Tumor mit verschiedenen Differenzierungslinien, die von Faserbindegewebe bis zu einem frühen Knorpelgewebetyp reichten. Die Zellen umfassten Spindelzellen, die Bündel bildeten, die sich mit verschiedenen Winkeln kreuzten. Myxomatöses und faserartiges Stroma lagen vor. Die Kerne waren leicht pleomorph und oval und hatten deutliche Nukleoli. Mitosen lagen vereinzelt vor, außerdem gab es vereinzelte Riesenkernformen. In einigen Bereichen waren die Zellen faserförmig. In anderen Bereichen waren die Zellen rundlich mit myxoidem Material oder frühem embryonalem Knorpelmaterial. Ein Bereich zeigte eine Anaplasie, wo die Zellen auch einige Riesenkernformen und erhöhte Mitoseraten aufwiesen. Es lagen keine normalen Geweberänder vor.

Eine injizierbare Lösung wurde hergestellt, indem 10 g der Lösung Q aus Tabelle 1 mit 100 g Isopropylalkohol gemischt wurden. Eine Menge von 5 cc von 10 % Zink-8-Hydroxychinolin in Isopropylalkohol wurde in die Mitte der Tumormasse injiziert, und 3 cc wurden in jeden von vier Fingern des Tumors injiziert. Zwei Wochen später wurde der Tumor chirurgisch entfernt. Die Biopsie bestätigte, dass der Tumor zum Zeitpunkt der Entfernung eingekapselt war. Zu dem Zeitpunkt, als der Tumor chirurgisch entfernt wurde, war keine Knocheninvasion zu sehen.

Maultier mit einem Sarkoid: Bei einem acht Jahre alten Maultier wurde ein Sarkoid mit einem Durchmesser von 12 mm diagnostiziert, das zwischen dem Ohr und dem linken Auge lag. Die visuelle Diagnose wurde durch Biopsie bestätigt. Die Läsion wurde aufgekratzt und das Zink-chelatierte Oxychinolin-Präparat von Beispiel 1 so aufgetragen, dass die aufgekratzte Läsion bedeckt war. Die Läsion verschwand innerhalb von einem Monat. Bei der Nachuntersuchung zwei Monate nach der Behandlung wurde eine Totalremission festgestellt.

Wallach mit einem Plattenepithelkarzinom: Bei einem 21 Jahre alten Wallach wurde ein Plattenepithelkarzinom diagnostiziert, das auf den unpigmentierten Bereichen des Penis lag. Sechs Läsionen lagen vor, deren Durchmesser von 5 mm bis 12 mm variierte. Die Läsionen wurden aufgekratzt und mit dem Zink-chelatierten Oxychinolin-Präparat von Beispiel 1 bedeckt. Eine Woche später wurde die Anwendung wiederholt, wobei an dem betroffenen Bereich eine leichte Schwellung festgestellt wurde. Bei einer Nachuntersuchung 30 Tage nach der zweiten Behandlung waren alle Läsionen vollständig abgeheilt.

Katze mit einem Lymphom der Haut: Eine Katze hatte Läsionen im Bereich der Ballen an allen vier Pfoten. Die Größe der Läsionen lag im Bereich von S bis 2 cm. Eine Operation zum Entfernen der Läsionen war aufgrund ihrer Lage und der Beeinträchtigung, die durch die operative Vernarbung entstanden wäre, unmöglich. Die Läsionen wurden mit einem Skalpell aufgekratzt und die Lösung B aus Tabelle 1 auf die Läsionen aufgetragen. Die Läsionen wurden abgestoßen und die Bereiche der Ballen waren innerhalb von vier bis sechs Wochen vollständig ausgeheilt.

Beispiel 12 Herstellen von oral verabreichbaren Zusammensetzungen

Eine Lösung wurde so gemischt, dass sie jeweils das gleiche Gewicht von 33 g von 8-Hydroxychinolin, Natriumascorbat und Zinkchlorid in 90 % Ethanol enthielt, wobei ausreichend Wasser zugefügt wurde, so dass die Bestandteile bei 110°F gerade gelöst wurden. Anschließend ließ man das Gemisch 24 Stunden bei Raumtemperatur unter einem Abzug stehen. Anhand eines Vakuum-Sauggebläses wurde die restliche Flüssigkeit entfernt, während die zurückbleibenden Stoffe gemeinsam aus der Lösung ausfielen. Der Niederschlag wurde aus dem Becherglas ausgeschabt, mit 5 g Ascorbinsäure versetzt und in einer Reibschale mit einem Stößel zur Homogenität zermahlen, so dass eine oral verabreichbare Zusammensetzung erhalten wurde.

Eine orale Grundlage kann anstelle einer der Substanzen PluronicTM, AquabaseTM oder PlastibaseTM in Tabelle 1 eingesetzt werden, wodurch oral verabreichbare Lösungen bereitgestellt werden. Die Lösungen mit der oralen Grundlage können direkt auf Läsionen im Mund aufgetragen werden, oder sie können verdünnt werden, so dass sie eingenommen werden können. Die orale Grundlage kann hergestellt werden, indem 1 g Gelatine, 2 g Natriumcarboxymethylcellulose, 1 ml Isopropylalkohol, 50 g PlastibaseTM und 500 mg Xanthangummi gemischt werden. 47 g destilliertes Wasser werden zum Kochen gebracht und zum Gemisch zugefügt, das man auf Raumtemperatur abkühlen lässt. Sodann wird PlastibaseTM zu dem abgekühlten Gemisch zugegeben, bis eine gewünschte Gel-Konsistenz erreicht wird.

Beispiel 13 Herstellen einer Zusammensetzung für die Inhalation

Eine Lösung wird so gemischt, dass sie 10 g 8-Hydroxychinolin, 10 g Wasser, 30 g Zinkgluconat und 50 g Propylenglykol enthält. Die Lösung wird so vernebelt, dass sie 12 Gew.-% des Nebels ausmacht, und als Inhalationsmittel verwendet, so dass therapeutisch wirksame Mengen von Zink-8-Hydroxychinolin zum Behandeln von Läsionen in der Lunge, z.B. von Lungenkrebs, bereitgestellt werden. Zinkchlorid kann anstelle von Zinkgluconat verwendet werden. Polyethylenglykol kann anstelle von Propylenglykol eingesetzt werden.


Anspruch[de]
Zusammensetzung für die Verwendung zum Behandeln von Epithelläsionen, umfassend:

8-Hydroxychinolin,

einen Metallchelatbildner, einschließlich Zink, und

einen Träger,

wobei das 8-Hydroxychinolin und der Metallchelatbildner in therapeutisch wirksamen Mengen zum Behandeln von Läsionen von Säugern vorliegen, die aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus kanzerösen Läsionen, präkanzerösen Läsionen, Zysten und Warzen besteht;

wobei die therapeutisch wirksamen Mengen mindestens 5 Gew.-% 8-Hydroxychinolin, bezogen auf die Zusammensetzung, einschließen, und der Metallchelatbildner in einem Molverhältnis, bezogen auf das 8-Hydroxychinolin, im Bereich von 1:1 bis 3:1 vorliegt.
Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei das Verhältnis etwa 2:1 beträgt. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die therapeutisch wirksamen Mengen 8-Hydroxychinolin in einer Menge im Bereich von 5 Gew.-% bis 20 Gew.-% einschließen. Zusammensetzung nach Anspruch 3, wobei die therapeutisch wirksamen Mengen Zinkchlorid als den Metallchelatbildner einschließen. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die therapeutisch wirksamen Mengen Zinkchlorid als den Metallchelatbildner einschließen, das in einer Menge im Bereich von 5 Gew.-% bis 40 Gew.-% der Zusammensetzung vorliegt. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die therapeutisch wirksamen Mengen Zinkchlorid als den Metallchelatbildner einschließen, das in einer Menge im Bereich von bis zu 40 Gew.-% der Zusammensetzung vorliegt. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei der Metallchelatbildner Zinkchlorid ist. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei der Träger aus einem Antioxidans besteht. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei der Träger eine Gelgrundlage darstellt. Zusammensetzung nach Anspruch 9, wobei die Gelgrundlage ein Polyoxyalkylenether-Derivat von Propylenglykol ist. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei der Träger einen Penetrationsverbesserer enthält. Zusammensetzung nach Anspruch 11, wobei der Penetrationsverbesserer aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Dimethylsulfoxid und Lecithin besteht. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei der Penetrationsverbesserer Dimethylsulfoxid ist. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei der Träger ein Antioxidans enthält. Zusammensetzung nach Anspruch 14, wobei das Antioxidans aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Nordihydroguajaretsäure, Nordihydroguajaretsäure-Derivaten und funktionellen Homologen von Nordihydroguajaretsäure besteht. Zusammensetzung nach Anspruch 14, wobei das Antioxidans aus der Gruppe ausgewählt ist, die aus Ascorbinsäure, Ascorbinsäure-Derivaten und funktionellen Homologen von Ascorbinsäure besteht. Verwendung einer Zusammensetzung zum Herstellen eines Medikaments zum Behandeln von Epithelläsionen von Säugern, die aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus kanzerösen Läsionen, präkanzerösen Läsionen, Zysten und Warzen besteht, wobei die Zusammensetzung enthält:

8-Hydroxychinolin,

einen Metallchelatbildner, einschließlich Zink, und

einen Träger,

wobei das 8-Hydroxychinolin und der Metallchelatbildner in wirksamen Mengen zum Behandeln der Epithelläsionen von Säugern vorliegen;

wobei die wirksamen Mengen mindestens 5 Gew.-% 8-Hydroxychinolin, bezogen auf die Zusammensetzung, einschließen und der Metallchelatbildner in einem Molverhältnis, bezogen auf das 8-Hydroxychinolin, im Bereich von 1:1 bis 3:1 vorliegt.
Verwendung nach Anspruch 17, wobei das Verhältnis etwa 2:1 beträgt. Verwendung nach Anspruch 18, wobei die wirksamen Mengen das 8-Hydroxychinolin einschließen, das in einer Menge im Bereich von 5 Gew.-% bis 20 Gew.-% der Zusammensetzung vorliegt. Verwendung nach Anspruch 17, wobei der Metallchelatbildner Zinkchlorid ist. Verwendung nach Anspruch 17, wobei die Verwendung topisch erfolgt. Verwendung nach Anspruch 17, wobei die Verwendung durch Injektion erfolgt. Verwendung nach Anspruch 17, wobei die Verwendung oral erfolgt. Verwendung nach Anspruch 17, wobei die Verwendung durch Inhalation erfolgt.






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