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Verfahren zum nachträglichen Einbau eines Personenaufzugs - Dokument EP1380532
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation EP1380532 15.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001380532
Titel Verfahren zum nachträglichen Einbau eines Personenaufzugs
Anmelder Homelift Latvia S.I.A, Riga, LV
Erfinder Dipl.-Ing. Wilhelm Quast, 14715 Nennhausen, DE
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 50308308
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 10.07.2003
EP-Aktenzeichen 030157341
EP-Offenlegungsdatum 14.01.2004
EP date of grant 03.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse B66B 19/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einbau eines Personenaufzugs in ein mehrgeschossiges Haus, insbesondere Einfamilienhaus, sowie ein im Rahmen eines solchen Verfahren verwendbares Mehrfunktionsschachtgestell.

Ein erheblicher Teil der Ein- und Zweifamilienhäuser wird in mehrgeschossiger Bauweise, in der Regel mit zwei bis fünf Geschossen (einschließlich Keller und Dachgeschoß), errichtet. Diese Bauweise ermöglicht auf den heute üblichen kleinen Grundstücken Häuser mit relativ großen Wohnflächen. Zugleich wird dadurch aber das Problem verstärkt, das die zwischen den Geschossen erforderlichen Treppen für ältere, kranke oder behinderte Bewohner bilden.

Um die Probleme dieser Personengruppe zu lösen, sind folgende technische Möglichkeiten gebräuchlich:

  • Ein Aufzug oder eine Hebeplattform wird nachträglich in das bestehende Haus eingebaut. Dies ist sehr aufwendig und kostenintensiv, weil die bestehende Bausubstanz (Decken und Wände) grundlegend umgebaut werden muß. In vielen Fällen ist der nachträgliche Einbau eines Aufzugsschachtes samt Aufzug bautechnisch (z.B. aus statischen Gründen oder wegen der Platzverhältnisse) unmöglich.
  • Eine Aufzugsanlage wird von außen an das Haus angebaut. Dabei ist der Aufwand für den Um- bzw. Ausbau des Gebäudes ähnlich hoch wie beim nachträglichen Einbau eines Aufzugs im Innern des Hauses. Wegen der Veränderung des Hausgrundrisses ist eine Baugenehmigung erforderlich. In vielen Fällen ist ein solches Bauvorhaben wegen eines bestehenden Bebauungsplanes nicht zulässig oder aus räumlichen Gründen nicht möglich.
  • An oder auf einer vorhandenen Treppe wird ein Treppenlift eingebaut. Dies ist jedoch nur bei geeigneten baulichen Gegebenheiten möglich. Es ist jeweils eine Einzelanfertigung erforderlich, die individuell an die vorhandene Treppenkonstruktion angepaßt werden muß. Deswegen ist auch bei dieser Lösung der technische Aufwand erheblich und die Kosten sind sehr hoch. Deswegen werden Treppenlifte meist nur zwischen den Hauptgeschossen eingesetzt. Der Transport einer in einem Rollstuhl sitzenden Person ist nur mit sogenannten Plattform-Treppenliften möglich, die besonders aufwendig sind und nur bei günstigen räumlichen Verhältnissen verwendet werden können.

Die EP 1108828 A1 befaßt sich mit dem Problem, in einem bestehenden Gebäude mit verhältnismäßig einfachen und kostengünstigen Mitteln nachträglich einen Aufzugsschacht als Fahrweg für eine konventionelle Aufzugsanlage auszubilden. Zu diesem Zweck schlägt sie vor, daß zunächst im Zusammenhang mit der Errichtung des Gebäudes die für den Fahrweg des Aufzugs erforderlichen vertikal fluchtenden Deckendurchlässe hergestellt und mit einem sogenannten Schachtrahmen umrahmt werden. Dieser Schachtrahmen dient dazu, bei der Errichtung des Aufzugsschachtes die Schachtwände, die den Aufzugsschacht zwischen den Geschoßböden.begrenzen, zu lagern bzw. zu befestigen. Der Einbau der Schachtwände kann wahlweise bereits bei der Errichtung des Gebäudes oder erst zum Zeitpunkt des späteren Einbaus der Aufzugsanlage erfolgen. Solange, bis die Aufzugsanlage eingebaut wird, können die Deckendurchlässe geräusch- und staubdicht durch Bodenelemente verschlossen werden, deren Oberseite mit der Geschoßdecke fluchtet, so daß eine ebene Fläche entsteht.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird bei der Errichtung des Hauses eine sogenannte Vertikalstruktur eingebaut, an der beispielsweise die Wandelemente des Schachtes und die Schachttüren befestigt werden können. Diese Vertikalstruktur soll bis zum Einbau der Aufzugsanlage genutzt werden, um Einbaumodule wie beispielsweise eine Sanitärzelle, zu befestigen, durch die der später von dem Aufzugsschacht eingenommene Raum bis zu dessen Fertigstellung (in der Fertigstellungsstufe des Verfahrens) genutzt wird.

Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, mit dem der Aufwand und damit die Kosten für den nachträglichen Einbau einer Aufzugsanlage in Ein- und Zweifamilienhäuser erheblich vermindert wird. Die resultierende Aufzugsanlage soll es ermöglichen, eine in einem Rollstuhl sitzende Person und eine Begleitperson zu transportieren.

Dieses Problem wird gelöst durch ein zweistufiges Verfahren gemäß Anspruch 1.

Der Aufzugsschacht ist bei der Erfindung nicht, wie üblicherweise bei konventionellen Personenaufzügen und auch bei der EP 1 108 828 A1 , Teil des Bauwerkes. Vielmehr wird er von dem Mehrfunktionsschachtgestell gebildet, das so konstruiert ist, daß es mindestens folgende Funktionen erfüllt:

  • Es nimmt die gesamte Vertikallast des Aufzugs auf, trägt also das Gewicht der (beladenen) Aufzugskabine einschließlich Seilzug und Antrieb. Da das Mehrfunktionsschachtgestell im eingebauten Zustand auf dem Schachtfundament steht, wird die Vertikallast von dem Schachtgestell auf dieses Fundament übertragen. Konventionell wird die Vertikallast von dem Bauwerk getragen, d.h. der Aufzugsantrieb ist üblicherweise oberhalb des obersten von dem Aufzug bedienten Geschosses im Gebäude eingebaut und gelagert.
  • Es bildet auf sehr einfache Weise die erforderliche Führung für die Kabine des Aufzugs. Beispielsweise kann die Kabine an ihren Ecken mit Kunststoffrollen versehen sein, die auf der Innenseite L-förmiger Vertikalträger des Schachtgestells laufen. Bei konventionellen Aufzügen sind hingegen spezielle Führungsschienen erforderlich, die zusätzlich zu dem Aufzugsschacht vorhanden sind.
  • Die Schachtwände und die Türen zum Betreten und Verlassen der Aufzugskabine sind Bestandteil des Schachtgestells (vorzugsweise direkt oder indirekt) befestigt an dessen Vertikalträgern). Im Gegensatz zu der EP 1108828 sind sie nicht auf den Geschoßdecken gelagert und nicht Bestandteil der Bauwerkskonstruktion. An den Deckendurchlässen sind deshalb auch keine Schachtrahmen erforderlich, die zur Befestigung der Wand- und Türelemente vorbereitet sind.

In der Publikation Wilschut J: "PLUG-AND-PLAY-LIFT" BOUWWERELD, MISSET. DOETINCHEM, NL, Nr. 12, 16. Juni 1997 (1997-06-16), Seiten 52-54 , XP000703394, ISSN: 0026-5942 ist eine Aufzugsanlage bekannt, bei der zwei Aluminiumprofile sowohl als Führung, als auch zur Aufnahme der vertikalen Kräfte des Aufzugs dienen. Die aus den Führungsprofilen und der Kabine bestehende Anlage wird in einen konventionellen bauseits vorgegebenen Aufzugsschacht eingebaut, wobei sie einschließlich der Führung in der Fabrik zusammengebaut, zu der Baustelle transportiert und dort durch eine Aussparung im Dach in den vorbereiteten Schacht abgelassen wird. Eine Besonderheit dieser Anlage besteht darin, daß sich die Kabine über vier Räder entlang der vertikalen Kastenprofile, die aus extrudiertem Aluminium hergestellt sind, bewegt. Der Antrieb erfolgt mittels eines Motors, der sich unter der Kabine befindet. Durch eine spezielle Oberflächenbehandlung der Lauffläche und zusätzliche Maßnahmen soll die mit einem derartigen Antrieb verbundene Rutsch-/Schlupfgefahr vermieden werden. Die aufwendige Konstruktion führt zu hohen Kosten. Der Einbau erfolgt wie üblich beim Bau des Objektes. Hinweise auf die mit der nachträglichen Ausrüstung von Ein- oder Zweifamilienhäusern mit einer Aufzugsanlage verbundenen Probleme sind dem Dokument nicht zu entnehmen.

Ein weiteres Schachtgestell, das sowohl Führungsfunktionen erfüllt als auch Vertikalkräfte aufnimmt, ist aus der FR 2 481 246 A bekannt. Dabei soll eine schnelle Montage dadurch erreicht werden, daß Elemente, die in der Fabrik vorgefertigt wurden, bei der Montage des Aufzugsschachtes übereinander angeordnet und miteinander verbunden werden.

Obwohl die Konstruktion des Mehrfunktionsschachtgestells die Vertikalkräfte aufnimmt, ist sie vorzugsweise nicht freistehend selbsttragend. Vielmehr wird das Multifunktionsschachtgestell im Bereich der Deckendurchlässe gegen Ausknicken infolge von (in horizontaler Richtung wirkenden) Querkräften abgestützt. Eine solche stützende Wirkung wird mit einfachen Mitteln dadurch erreicht, daß die Spalten zwischen dem Mehrfunktionsschachtgestell und den Deckendurchlässen durch Ausschäumen geschlossen werden. Um das Knicken nach innen zu verhindern, sind vorzugsweise spezielle Querverankerungselemente vorhanden, die im Bereich der Deckendurchlässe mit der Geschoßdecke verbunden sind und die Querkräfte aufnehmen. Die Länge der Querverankerungselemente ist vorzugsweise verstellbar, um die vertikale Ausrichtung des Mehrfunktionsschachtgestells in dem Gebäude zu justieren.

Die Erfindung ermöglicht auf sehr rationelle Weise den nachträglichen Einbau eines Aufzugs, insbesondere in ein Ein- oder Zweifamilienhaus. Dieser Rationalisierungseffekt und damit die Kostenersparnis wird zusätzlich verbessert, wenn gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform das Mehrfunktionsschachtgestell (in der Fertigstellungsstufe des Verfahrens) in voller Länge außerhalb des Hauses, bevorzugt bereits im Herstellerwerk, montiert und insgesamt in das Haus abgelassen wird. Besonders vorteilhaft ist es, wenn auch die Kabine und deren Antrieb schon außerhalb des Hauses (bevorzugt im Herstellerwerk) montiert und die komplette Einheit in das Haus abgelassen wird.

Um den Einbau zu erleichtern und den Platzbedarf in dem Gebäude zu minimieren, sollte das Mehrfunktionsschachtgestell möglichst leicht sein und möglichst kleine Querschnittsabmessungen haben. Vorzugsweise sind die Innenmaße der Aufzugskabine nur unwesentlich größer als die Normmaße eines Krankenrollstuhls. Erfindungsgemäß sind folgende Abmessungsbereiche besonders bevorzugt: Innenbreite der Aufzugskabine zwischen 0,75 m und 0,85 m; Innenlänge zwischen 1,25 m und 1,35 m. Soweit die DIN-Norm 18025 eingehalten werden soll, kann auch eine etwas größere Bauweise mit einer Innenbreite der Aufzugskabine zwischen 1,25 m und 1,35 m und einer Innenlänge der Aufzugskabine zwischen 1,50 m und 1,70 m gewählt werden. Beide Varianten lassen sich im Rahmen eines Baukastensystems unter teilweiser Verwendung baugleicher Teile herstellen.

Eine kompakte Bauweise des Schachtes wird auch dadurch gefördert, daß die Differenzen zwischen dessen Außenabmessungen und den Innenabmessungen der Kabine sehr gering sind. Vorzugsweise ist die Differenz zwischen den Kabineninnenabmessungen und den Durchlaßmaßen der Deckendurchlässe allseits kleiner als 10 cm. Die dabei verbleibende geringe Spaltbreite reicht zum Vorbeifahren eines Gegengewichtes an der Kabine nicht aus. Deswegen wird der Aufzug vorzugsweise mittels eines gegengewichtslosen Seilzuges gefahren.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Figuren schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Die beschriebenen Besonderheiten können einzeln oder Kombination verwendet werden, um bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung zu schaffen. Es zeigen:

Fig. 1
einen Längsschnitt eines Hauses mit einem gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren eingebauten Aufzug;
Fig. 2
einen Längsschnitt entsprechend Figur 1 nach Abschluß der Vorbereitungsstufe des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 3
einen Längsschnitt durch einen Deckendurchlaß, der nach Abschluß der ersten Stufe mit einem herausnehmbaren Bodenelement verschlossen ist;
Fig. 4
ein Detail eines Längsschnittes gemäß Fig. 3
Fig. 5
einen Längsschnitt durch ein Schachtfundament nach Abschluß der ersten Stufe des erfindungsgemäßen Verfahrens;
Fig. 6
einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes Mehrfunktionsschachtgestell einschließlich Aufzugskabine, Zugseil und Antrieb;
Fig. 7
eine Längsschnittsdarstellung entsprechend Figur 1 während des Ablassen des Mehrfunktionsschachtgestelles in das Haus;
Fig. 8
eine Querschnittsdarstellung eines Mehrfunktionsschachtgestells einschließlich Kabine im Bereich oberhalb einer Geschoßdecke (Linie C-C in Figur 10);
Fig. 9
eine Querschnittsdarstellung eines Mehrfunktionsschachtgestells im Bereich einer Geschoßdecke (Linie D-D in Figur 10);
Fig. 10
eine Längsschnittdarstellung eines Mehrfunktionsschachtgestells mit Kabine längs der Linie A-B in Figur 8;
Fig. 11
eine Detail zu Figur 10;
Fig. 12
ein weiteres Detail zu Figur 10.

Der in Figur 1 dargestellte in einem Haus 1 eingebaute Aufzug 2 besteht im wesentlichen aus einem Mehrfunktionsschachtgestell 3, einer Kabine 4, einem Seilzug 5 mit zwei Zugseilen 6 und 7 und einem Antrieb 8, der die Zugseile 6,7 synchron auf bzw. abwickelt und dadurch die Kabine 4 hebt bzw. senkt. Das synchrone Auf- und Abwickeln der Zugseile 6,7 läßt sich (wie dargestellt) mittels zweier getrennter synchron laufender Seiltrommeln 9,10 erreichen. Alternativ kann eine Seiltrommel mit zwei parallel laufenden oder (besonders vorteilhaft) gegenläufigen Rillen eingesetzt werden.

Das Mehrfunktionsschachtgestell 3 steht auf einem Schachtfundament 14, das am Boden 15 des untersten von dem Aufzug bedienten Geschosses 16 (in der Regel des Kellergeschosses) vorgesehen ist. Die Vertikalträger 18 des Mehrfunktionsschachtgestelles 3 erstrecken sich durch sämtliche von dem Aufzug bediente Geschosse, hier das Kellergeschoß 16, das Erdgeschoß 19, das erste Obergeschoß 20 und das Dachgeschoß 21 des Hauses 1. Die hierfür erforderlichen Deckendurchlässe 22 der Geschoßdecken 23,24,25 sind etwas größer als die Außenmaße des Mehrfunktionsschachtgestelles 3, so daß das Mehrfunktionsschachtgestell 3 insgesamt durch die Deckendurchlässe 22 in das Haus 1 abgelassen werden kann.

Der Einbau des Aufzugs 2 erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Figur 2 zeigt den Zustand des Hauses 1 am Ende der Vorbereitungsstufe. Die Deckendurchlässe 22 sind dabei mit herausnehmbaren Bodenelementen 28 derartig geschlossen, daß ihre Flächenbelastung mindestens genauso groß wie die Flächenbelastung der jeweiligen Geschoßdecke 23 bis 25 ist. Die Bodenelemente 28 sind so ausgebildet, daß der Übergang zu der benachbarten Geschoßbodenfläche 27 glatt und frei von Schwellen ist und der erforderliche Schutz gegen Schallübertragung und Gasaustausch erreicht wird. Die Räume mit den Deckendurchlässen 22 können demzufolge uneingeschränkt genutzt werden.

Bei der dargestellten Ausführungsform wurde in der Vorbereitungsstufe ein spezielles Dachdurchlaßelement 29 eingebaut, durch das das Mehrfunktionsschachtgestell 3 in der Fertigstellungsstufe das Haus abgelassen werden kann. Es kann beispielsweise in Form eines Dachfensters oder Dachzustiegs mit einer verschließbaren Öffnung passender Größe realisiert sein. Alternativ besteht die Möglichkeit, den Dachdurchlaß lediglich bautechnisch in der Weise vorzusehen, daß vertikal fluchtend über den Deckendurchlässen 22 ein ausreichender Raum zwischen den Dachsparren vorhanden ist, um nach vorübergehender Entfernung der Dacheindeckung das Mehrfunktionsschachtgestell in das Haus ablassen zu können. Der ausreichende Abstand der Dachsparren kann in bekannter Weise mittels Sparrenwechsel sichergestellt werden.

In den Figuren 4 und 5 ist eine Konstruktion dargestellt, die die genannten Anforderungen an die Bodenelemente 28 und deren Fixierung in den Geschoßdecken 23 bis 25 erfüllt. Dabei ist der Deckendurchlaß 22 von einem Deckendurchlaßrahmen 36 umgeben, der mittels eines in den Beton der Geschoßdecke 23 eingegossenen Stahlankers 37 verankert ist. An den Deckendurchlaßrahmen 36 sind Lagerteile 38 angeschweißt, auf denen ein Tragrahmen 39 liegt, der zur Entkopplung gegen Schallübertragung eine Neoprenschicht 40 enthält. Der Tragrahmen 40 stützt über Gewindebolzen 41 einen Gitterrost 42 ab, der die Horizontallast aufnimmt. Er ist mit einer Weichfaserplatte 43 bedeckt. Darüber ist, analog wie zu dem benachbarten Bereich der Geschoßdecke 23 eine Trittschalldämmung 44 und ein Zementestrich 45 vorgesehen. Der Spalt zwischen dem Bodenelement 28 und der benachbarten Geschoßdecke 23 ist teilweise mit Montageschaum 46 ausgeschäumt und teilweise mit Estrich-Randstreifen 47 ausgefüllt.

Den unteren Abschluß des Bodenelementes 28 bildet eine Gipskartonplatte 49, die über eine Federschiene 50 mit Hängelagern 51 verbunden ist, die ihrerseits an dem Dekkendurchlaßrahmen 36 angeschweißt sind. Einzelheiten dieser Konstruktion sind nicht bedeutsam. Es ist jedoch vorteilhaft, wenn - wie dargestellt - das Bodenelement 28 aus zwei Baugruppen (hier gebildet durch die Bauteile 38 bis 44 bzw. 49 bis 51) besteht, die unabhängig voneinan der mit der benachbarten Geschoßdecke 23 (über den Deckendurchlaßrahmen) verbunden werden.

Selbstverständlich können auch andere bautechnische Lösungen für die Konstruktion der Oberseite und den unteren Abschluß der Bodenelemente verwendet werden, wobei es vorteilhaft ist, jeweils die gleiche bautechnische Lösung wie für den umgebenden Geschoßboden bzw. die benachbarte Deckenkonstruktion einzusetzen.

Figur 5 zeigt Details des Schachtfundamentes 14. Es weist eine Vertiefung 52 auf, die in der Vorbereitungsstufe des Verfahrens mit einem Fülldeckel 31 so verschlossen, daß dessen Oberseite 32 mit der umgebenden Geschoßbodenfläche 33 fluchtet. Die Vertiefung 52 erfüllt eine doppelte Funktion: Einerseits dient sie als Positionierungsmittel zur Positionierung des unteren Endes des Mehrfunktionsschachtgestelles 3 in horizontaler Richtung. Ihre Querschnittsdimensionen sind deshalb nur geringfügig größer als die entsprechenden Außenmaße des Schachtgestelles. Zum zweiten ist die Tiefe t der Vertiefung 52 auf die Abmessungen der Kabine 4 und die Konstruktion am unteren Ende des Mehrfunktionsschachtgestelles 3 so abgestimmt, daß der Boden 54 der Kabine 4 in deren unterster Fahrposition mit der umgebenden Geschoßbodenfläche 33 fluchtet und somit der Aufzug auch im untersten Geschoß ebenerdig befahren werden kann.

Das in Figur 6 nochmals gesondert dargestellte Mehrfunktionsschachtgestell wird vorzugsweise als komplette Einheit im Herstellerwerk gefertigt und in der Fertigstellungsstufe zu der Baustelle transportiert. Die Bauweise ist so kompakt und leicht, daß die gesamte Einheit einschließlich der Aufzugskabine 4 und des Antriebs 8 komplett in das Haus 1 abgesenkt werden kann, wie dies in Figur 7 dargestellt ist. Hierzu eignet sich ein üblicher Autokran, an dessen Haken 55 das Mehrfunktionsschachtgestell aufgehängt ist.

Vorzugsweise sind sämtliche für den Fahrstuhlbetrieb erforderlichen Konstruktionselemente in das Mehrfunktionsschachtgestell integriert. Hierzu gehören:

  • Mindestens ein Tragelement 61 zur Befestigung des Antriebs 8 einschließlich Seiltrommeln 9,10. Das Tragelement ist so konstruiert, daß es die Gewichtskräfte der Kabine 4, der Seile 6,7 und des Antriebs 8 aufnimmt und auf die Vertikalträger 18 ableitet.
  • Die Steuerung und Elemente zur aufzugstypischen Bedienung von jeder Etage und aus der Kabine heraus, beispielsweise elektrische Schalter bzw. Taster, Sensoren und Kabel.
  • Die erforderlichen Sicherheits- und Nothilfeeinrichtungen, beispielsweise eine Notstromversorgung, eine Notbeleuchtung, ein Notbefreiungssystem, eine Notrufeinrichtung oder eine Fernüberwachung.

Idealerweise werden alle genannten Komponenten vor dem Ablassen des Mehrfunktionsschachtgestelles in das Haus insbesondere im Herstellerwerk, an bzw. in das Mehrfunktionsschachtgestell 3 montiert und in ihrer Funktion überprüft. Das in Figur 7 dargestellte Ablassen in das Haus erfolgt also vorzugsweise mit allen für die Funktion notwendigen Komponenten des Aufzugs 1.

Bei der in den Figuren 8 bis 12 dargestellten Ausführungsform eines Mehrfunktionsschachtgestells 3 werden die Vertikalträger 18 von Rundrohren gebildet, an denen außenseitig Metallplatten als Schachtwände 62 befestigt sind. Im Bereich der Deckendurchlässe sind weiter innen (also näher zu der Kabine) Gitterroste 63 als zusätzliche Querversteifung an die Vertikalträger angeschweißt. Die Gitterroste sind nach innen mit einem Deckblech 64 geschlossen und nach außen hin offen.

Die zur Aufnahme von Querkräften im Bereich der Deckendurchlässe eingesetzten Querverankerungselemente 65 werden bei der dargestellten Ausführungsform von Gewindebolzen 66 gebildet, die in entsprechende mit dem Deckendurchlaßrahmen 36 fest verbundene und in die jeweilige Geschoßdecke einbetonierte Gewindehülsen 67 eingeschraubt sind. Durch Verstellen der Einschraubtiefe der Gewindebolzen 66 (allgemein durch Verstellen der Länge der Querverankerungselemente 65) kann die vertikale Ausrichtung des Mehrfunktionsschachtgestells 3 justiert werden.

Zur Schwingungsdämpfung (und zugleich zur Geräuschisolierung) wird in den Zwischenraum zwischen dem Mehrfunktionsschachtgestell 3 und die benachbarte Innenwand des Deckendurchlasses (die hier von der Innenseite 36a des Deckendurchlaßrahmens 36 gebildet wird) ein elastisches Material eingebracht. Bevorzugt wird der gesamte Hohlraum zwischen dem Mehrfunktionsschachtgestell 3 und der benachbarten Geschoßdecke 23 mit (nur in Fig. 9 dargestelltem) elastischem Montageschaum 68 ausgefüllt, der vorteilhafterweise auch in den Gitterrost 63 von dessen offener Seite her eindringt. Dadurch wird gleichzeitig eine zusätzliche Versteifung und die gewünschte Abdichtung gegen Gerüche und Geräusche erreicht.

In den Figuren 10 und 11 sind Einzelheiten einer bevorzugten Kabinenkonstruktion zu erkennen. Die statischen Anforderungen werden von Horizontalträgern 70 und Vertikalträgern 71 eines insgesamt mit 72 bezeichneten Kabinengestells gebildet. Das Kabinengestell 72 ist nach innen mit einer Bodenkonstruktion 73 und Wandpaneelen 74 belegt. Eine solche Konstruktion ist besonders vorteilhaft, weil sie eine ausreichende Stabilität mit geringem Gewicht erreicht. Es sind jedoch auch andere Kabinenkonstruktionen möglich.

Die erforderliche Kabinenführung läßt sich auf sehr einfache Weise mittels Führungsrollen 76 erreichen, die an der Kabine 4 mittels einer geeigneten Federlagerung 77 so gelagert sind, daß sie federnd horizontal ausweichen können. Die Führungsrollen 76 laufen auf der Innenseite des Mehrfunktionsschachtgestelles, insbesondere der Vertikalträger 18, ohne daß zusätzliche konstruktive Maßnahmen erforderlich sind.

Der Zugang zu der Aufzugskabine 4 erfolgt über in jedem Geschoß vorgesehene Außentürelemente 80, die Bestandteil des Mehrfunktionsschachtes 3 sind und über eine Kabinentür 81 in einer der Wände der Kabine 4. Dabei können grundsätzlich übliche Schiebetürkonstruktionen verwendet werden, wobei eine möglichst leichte Bauweise vorteilhaft ist. Die Außentürelemente 80 können zur Anpassung der Vertikalposition der Türen an die jeweiligen Gebäudemaße in unterschiedlichen Positionen an den Vertikalträgern 18 des Mehrfunktionsschachtgestells 3 befestigt werden. Um dies in einer dichten Folge unterschiedlicher vertikaler Positionen zu ermöglichen, weisen die Vertikalträger 18 eine entsprechende Rasterlochung 83 auf. Eine weitere Anpassung an die Gebäudemaßnahme wird dadurch erreicht, daß auf dem Geschoßboden 23 ein einstellbarer Einfahrboden 84 so befestigt wird, daß nur ein sehr schmaler Spalt 85 zwischen dem Ende des Einfahrbodens 84 und der Kabine 4 verbleibt.

Derartige Feinanpassungsmaßnahmen sind in der Regel nur im Hinblick auf einen geringfügigen abschließenden Ausgleich der Maße zwischen Gebäude und Fahrstuhl erforderlich. Generell läßt sich eine sehr gute Maßhaltigkeit schon dadurch erreichen, daß gemäß einer bevorzugten Verfahrensweise die Maße am Bau nach Entfernung der Bodendeckel (beispielsweise mittels eines Laser-Meßverfahrens) bestimmt werden und das Mehrfunktionsschachtgestell aufgrund des Meßergebnisses im Herstellerwerk angepaßt wird. Diese Anpassung ist sehr kurzfristig möglich, wenn im Stahlbau übliche Maßnahmen, beispielsweise eine Rasterlochung zur Befestigung der Elemente, vorgesehen werden.


Anspruch[de]
Verfahren zum Einbau eines Personenaufzugs (2) in ein mehrgeschossiges Haus (1), insbesondere Einfamilienhaus, bei dem auf Basis einer vorab festliegenden Planung als aufeinander abgestimmte Verfahrensstufen der Bauausführung, a) in einer Vorbereitungsstufe in den Geschoßdecken (23,24,25), die der Aufzug (2) durchqueren soll, vertikal fluchtende Deckendurchlässe (22) hergestellt und b) in einer Fertigstellungsstufe der Aufzug (2) unter Nutzung der vorbereiteten Deckendurchlässe eingebaut wird, wobei in der Fertigstellungsungsstufe

ein Mehrfunktionsschachtgestell (3)

mit einer Führung für die Kabine (4) des Aufzugs (2) und Vertikalträgern (18) zur Aufnahme der Vertikallast des Aufzugs, wobei die Differenz zwischen den Innenabmessungen des Schachtes und den Außenabmessungen der Kabine (4) so gering ist, daß der dazwischen verbleibende Spalt zum Vorbeifahren eines Gegengewichtes an der Kabine (4) nicht ausreicht und die Kabine (4) mittels eines gegengewichtslosen Seilzuges (5) gefahren wird, und der Seilzug mindestens zwei Zugseile aufweist, wobei der Antrieb zum Heben und Senken der Kabine (4) die Zugseile (6,7) synchron auf- und abwickelt,

dessen Querschnittsabmessungen kleiner als die Horizontalabmessungen der Deckendurchlässe (22) sind,

durch die Deckendurchlässe (22) in das Haus (1) auf ein Schachtfundament (14) am Boden (15) des untersten von dem Aufzug (2) bedienten Geschosses (16) abgelassen wird, so daß die Vertikalträger (18) durch die Deckendurchlässe (22) und sämtliche von dem Aufzug bediente Geschosse (16,19,20,21) verlaufen.
Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem der Antrieb (8) zwei getrennte, synchron laufende Seiltrommeln (9,10) zum Auf- und Abwickeln der Zugseile (6,7) aufweist. Verfahren nach Anspruch 1, bei welchem der Antrieb (8) eine Seiltrommel mit zwei parallel laufenden, vorzugsweise gegenläufigen Rillen aufweist. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Kabine eine Innenbreite zwischen 0,75 m und 0,85 m und eine Innenlänge zwischen 1,25 m und 1,35 m hat. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die Differenz zwischen den Kabineninnenabmessungen und den Durchlaßmaßen der Deckendurchlässe allseits kleiner als 10 cm ist. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in der Fertigstellungsstufe zwischen das Mehrfunktionsschachtgestell (3) und die Begrenzungswände (36a) der Deckendurchlässe (22) ein schwingungsdämpfend wirkendes Material (68) eingebracht wird. Verfahren nach Anspruch 6, wobei das schwingungsdämpfende Material einen Montageschaum einschließt, durch den auch eine Abdichtung gegen Gerüche und Geräusche erreicht wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in der Fertigstellungsstufe das Mehrfunktionsschachtgestell (3) mittels Querkräfte aufnehmenden Querverankerungselementen (65) im Bereich der Deckendurchlässe (22) mit der Geschoßdecke (23-25) verbunden wird. Verfahren nach Anspruch 8, wobei in der Vorbereitungsstufe die Deckendurchlässe (22) jeweils mit einem Deckendurchlaßrahmen (36) versehen und die Querverankerungselemente (65) bauseits an dem Deckendurchlaßrahmen (36) befestigt werden. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Deckendurchlässe (22) in der Vorbereitungsstufe mit herausnehmbaren Bodenelementen (28) verschlossen und in der Fertigstellungsstufe durch Herausnehmen der Bodenelemente (28) geöffnet werden. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Wände (62) und Türen (80) des Aufzugsschachtes als Bestandteile des Mehrfunktionsschachtgestells (3) direkt oder indirekt an dessen Vertikalträgern (18) befestigt werden. Verfahren nach Anspruch 11, wobei die Schachttüren (80) zur Anpassung ihrer Vertikalposition an die jeweiligen Gebäudemaße in unterschiedlichen Positionen an den Vertikalträgern (18) des Mehrfunktionsschachtgestells befestigt werden. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in der Fertigstellungsstufe das Mehrfunktionsschachtgestell (3) in voller Länge außerhalb des Hauses (1), insbesondere im Herstellerwerk, montiert und insgesamt in das Haus (1) abgelassen wird. Verfahren nach Anspruch 13, wobei auch die Kabine (4) und deren Antrieb (8) in bzw. an dem Mehrfunktionsschachtgestell (3) montiert werden, bevor es in das Haus abgelassen wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in der Vorbereitungsstufe ein mit den Deckendurchlässen (22) vertikal fluchtendes Dachdurchlaßelement (29) geschaffen wird, durch das das Mehrfunktionsschachtgestell (3) in der Fertigstellungsstufe in das Haus abgelassen wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei in der Vorbereitungsstufe am Boden (15) des untersten von dem Aufzug bedienten Geschosses ein mit Positionierungsmitteln (52) zur Positionierung des Mehrfunktionsschachtgestells (3) versehenes Schachtfundament (14) hergestellt wird. Verfahren nach Anspruch 16, wobei das Schachtfundament (14) mit einer Vertiefung zur Aufnahme der Kabine (4) hergestellt wird, wobei die Tiefe der Vertiefung auf die Abmessungen der Kabine (4) so abgestimmt ist, daß der Boden (54) der Kabine (4) in deren unterster Fahrposition mit dem umgebenden Geschoßboden (15) fluchtet und daß die Vertiefung in der vorbereitungsstufe mit einem Fülldeckel (31) so verschlossen wird, daß dessen Oberseite (32) mit dem umgebenden Geschoßboden (33) fluchtet. Mehrfunktionsschachtgestell (3) für einen Personenaufzug zum Einbau in ein Haus (1) während der Fertigstellungsstufe des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend

eine Führung (76,77) für eine in seinem Innenraum fahrbare Kabine,

Vertikalträger (18) zur Aufnahme der Vertikallast des Aufzugs,

Türelemente (80) mit Türen zum Betreten und Verlassen des Aufzugs und

Wandelemente (62) an den nicht mit Türelementen (80) versehenen Seiten des Mehrfunktionsschachtes,

wobei die Differenz zwischen den Innenabmessungen des Schachtes und den Außenabmessungen der Kabine (4) so gering ist, daß der dazwischen verbleibende Spalt zum Vorbeifahren eines Gegengewichtes an der Kabine (4) nicht ausreicht und die Kabine (4) mittels eines gegengewichtslosen Seilzuges (5) gefahren wird, und

der Seilzug mindestens zwei Zugseile aufweist, wobei der Antrieb zum Heben und Senken der Kabine (4) die Zugseile (6,7) synchron auf- und abwickelt.
Mehrfunktionsschachtgestell nach Anspruch 18, umfassend ein Tragelement (61) zur Befestigung des Antriebs (8) einschließlich mindestens einer Seiltrommel (9), durch das die Gewichtskräfte von Kabine (4), Seil (6,7) und Antrieb (8) aufgenommen und auf die Vertikalträger (18) übertragen werden. Mehrfunktionsschachtgestell nach einem der Ansprüche 18 oder 19, umfassend eine Steuerungseinrichtung zur Steuerung des Aufzugsbetriebs sowie Elemente zur Bedienung des Aufzugs von jeder Etage und aus der Kabine (4) heraus. Mehrfunktionsschachtgestell nach einem der Ansprüche 18 bis 20, umfassend Sicherheits- und Nothilfeeinrichtungen, beispielsweise eine Notstromversorgung, Notbeleuchtung, ein Notbefreiungssystem, eine Not.-rufeinrichtung und eine Fernüberwachung. Mehrfunktionsschachtgestell nach einem der Ansprüche 18 bis 21, welches einen rechteckigen Querschnitt hat und die Vertikalträger (18) in seinen Ecken verlaufen. Mehrfunktionsschachtgestell nach einem der Ansprüche 18 bis 22, bei welchem die Vertikalträger (18) aus Rund- oder Profilstahl bestehen. Mehrfunktionsschachtgestell nach einem der Ansprüche 18 bis 23, bei welchem die Vertikalträger (18) eine Rasterlochung (83) aufweisen, die es ermöglicht, Türelemente (80), insbesondere zur Anpassung der Vertikalpositionen der Türen an die jeweiligen Gebäudemaße, in einer dichten Folge unterschiedlicher vertikaler Positionen zu befestigen.
Anspruch[en]
Method for fitting a passenger lift (2) in a multi-storey house (1), in particular a single-family house, in which, on the basis of a pre-established plan, as mutually adapted method stages of the construction work, a) in a preparation stage, vertically aligned ceiling passages (22) are produced in the storey ceilings (23, 24, 25) through which the lift (2) is to pass and b) in a completion stage, the lift (2) is fitted using the prepared ceiling passages, wherein in the completion stage

a multi-function shaft frame (3)

with a guide for the car (4) of the lift (2) and vertical beams (18) for bearing the vertical load of the lift, wherein the difference between the internal dimensions of the shaft and the external dimensions of the car (4) is so small that the gap remaining in between is not sufficient for a counterweight to pass by the car (4), and the car (4) is driven by means of a cable line (5) without a counterweight, and the cable line comprises at least two traction cables, wherein the drive for raising and lowering the car (4) winds up and unwinds the traction cables (6, 7) in synchronism,

having cross-sectional dimensions which are smaller than the horizontal dimensions of the ceiling passages (22),

is lowered through the ceiling passages (22) into the housing (1) onto a shaft foundation (14) at the floor (15) of the lowest storey (16) which is served by the lift (2), so that the vertical beams (18) extend through the ceiling passages (22) and all the storeys (16, 19, 20, 21) which are served by the lift.
Method according to claim 1, in which the drive (8) comprises two separate cable drums (9, 10), which run in synchronism, for winding up and unwinding the traction cables (6, 7). Method according to claim 1, in which the drive (8) comprises a cable drum with two grooves which extend in parallel, preferably in opposite directions. Method according to any one of the preceding claims, wherein the car has an internal width of between 0.75 m and 0.85 m and an internal length of between 1.25 m and 1.35 m. Method according to claim 4, wherein the difference between the internal car dimensions and the passage dimensions of the ceiling passages is less than 10 cm on all sides. Method according to any one of the preceding claims, wherein, in the completion stage, a material (68) with a vibration-damping action is introduced between the multi-function shaft frame (3) and the boundary walls (36a) of the ceiling passages (22). Method according to claim 6, wherein the vibration-damping material encompasses a PUR foam through which a seal against smells and noises is also obtained. Method according to any one of the preceding claims, wherein, in the completion stage, the multi-function shaft frame (3) is connected to the storey ceiling (23-25) by means of transverse anchorage elements (65) bearing transverse forces in the region of the ceiling passages (22). Method according to claim 8, wherein, in the preparation stage, the ceiling passages (22) are provided with a ceiling passage frame (36) and the building-side fastening of the transverse anchorage elements (65) connects to the ceiling passage frame (36). Method according to any one of the preceding claims, wherein, in the preparation stage, the ceiling passages (22) are closed by removable floor elements (28) and in the completion stage are opened by removing the floor elements (28). Method according to any one of the preceding claims, wherein the walls (62) and doors (80) of the lift shaft are fastened as component parts of the multi-function shaft frame (3) directly or indirectly to the vertical beams (18) of the latter. Method according to claim 11, wherein the shaft doors (80) are fastened to the vertical beams (18) of the multi-function shaft frame in varying positions adjusted for adaption of their vertical position to the respective building dimensions. Method according to any one of the preceding claims, wherein the multi-function shaft frame (3) is assembled over its full length outside of the house (1), in particular in the manufacturer's works, and, in the completion stage, is lowered as a whole into the house (1). Method according to claim 13, wherein the car (4) and its drive (8) are also assembled in or at the multi-function shaft frame (3) before it is lowered into the house. Method according to any one of the preceding claims, wherein, in the preparation stage, a roof passage element (29) is created which is vertically aligned with the ceiling passages (22), through which element the multi-function shaft frame (3) is lowered into the house in the completion stage. Method according to any one of the preceding claims, wherein, in the preparation stage, a shaft foundation (14), which is provided with positioning means (52) for positioning the multi-function shaft frame (3), is produced at the floor (15) of the lowest storey which is served by the lift. Method according to claim 16, wherein the shaft foundation (14) is produced with a cavity for accommodating the car (4), wherein the depth of the cavity is adapted to the dimensions of the car (4) such that the floor (54) of the car (4) is aligned with the surrounding storey floor (15) when the car is in its lowest travelling position, and that, in the preparation stage, the cavity is closed by a filler cover (31) such that its top side (32) is aligned with the surrounding storey floor (33). Multi-function shaft frame (3) for a passenger lift for fitting in a house (1) during the completion stage of the method according to any one of the preceding claims, comprising

a guide (76, 77) for a car which can travel in its interior,

vertical beams (18) for bearing the vertical load of the lift,

door elements (80) with doors for entering and leaving the lift and

wall elements (62) at the sides of the multi-function shaft which are not provided with door elements (80),

wherein the difference between the internal dimensions of the shaft and the external dimensions of the car (4) is so small that the gap remaining in between is not sufficient for a counterweight to pass by the car (4), and the car (4) is driven by means of a cable line (5) without a counterweight, and

the cable line comprises at least two traction cables, the drive for raising and lowering the car (4) winding up and unwinding the traction cables (6, 7) in synchronism.
Multi-function shaft frame according to claim 18, comprising a supporting element (61) for fastening the drive (8) including at least one cable drum (9), through which element the weights of the car (4), cables (6, 7) and drive (8) are borne and transmitted to the vertical beams (18). Multi-function shaft frame according to either of claims 18 and 19, comprising a control device for controlling the lift operation as well as elements for operating the lift from each storey and from the car (4). Multi-function shaft frame according to any one of claims 18 to 20, comprising safety and emergency assistance devices, for example an emergency power supply, emergency lighting, an emergency release system, an emergency call device and a remote monitoring system. Multi-function shaft frame according to any one of claims 18 to 21, which has a rectangular cross section and in the corners of which the vertical beams (18) extend. Multi-function shaft frame according to any one of claims 18 to 22, in which the vertical beams (18) consist of round-bar or profiled steel. Multi-function shaft frame according to any one of claims 18 to 23, in which the vertical beams (18) have a hole pattern (83) which enables door elements (80) to be fastened in a close sequence of different vertical positions, in particular in order to adapt the vertical positions of the doors to the respective building dimensions.
Anspruch[fr]
Procédé pour installer un ascenseur (2) dans une maison à plusieurs étages (1), en particulier une maison individuelle, dans lequel sur la base d'une planification préalablement établie sous forme d'étapes de procédé de la réalisation de construction adaptées les unes aux autres, a) dans une étape de préparation, des passages de paliers d'étage (22) alignés verticalement sont réalisés dans les paliers (23, 24, 25) que l'ascenseur (2) doit franchir et b) dans une étape de finition, l'ascenseur (2) est installé en utilisant les passages de paliers préparés, dans lequel pendant l'étape de finition

un bâti de cage multifonctionnel (3)

comportant un guide pour la cabine (4) de l'ascenseur (2) et des supports verticaux (18) pour supporter la charge verticale de l'ascenseur, la différence entre les dimensions intérieures de la cage et les dimensions extérieures de la cabine (4) étant si minime que le jour demeurant entre les deux n'est pas suffisant pour permettre la circulation d'un contrepoids le long de la cabine (4) et que la cabine (4) est transportée au moyen d'un dispositif de traction par câble (5) sans contrepoids, et le dispositif de traction par câble comportant au moins deux câbles de traction, l'entraînement pour lever et descendre la cabine (4) enroulant et déroulant les câbles de traction (6, 7) de manière synchrone,

dont les dimensions de section transversale sont inférieures aux dimensions horizontales des passages de paliers (22),

est descendue dans la maison (1) à travers les passages de paliers (22) sur des fondations de cage (14) sur le sol (15) de l'étage (16) le plus inférieur desservi par l'ascenseur (2), de sorte que les montants verticaux (18) s'étendent à travers les passages de paliers (22) et l'ensemble des étages (16, 19, 20, 21) desservis par l'ascenseur.
Procédé selon la revendication 1, dans lequel l'entraînement (8) comporte deux tambours de câbles (9, 10) distincts, fonctionnant de manière synchrone, pour enrouler et dérouler les câbles de traction (6, 7). Procédé selon la revendication 1, dans lequel l'entraînement (8) comporte un tambour de câble présentant deux rainures s'étendant parallèlement, de préférence de manière opposée. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la cabine a une largeur intérieure comprise entre 0,75 m et 0,85 m et une longueur intérieure comprise entre 1,25 m et 1,35 m. Procédé selon la revendication 4, dans lequel la différence entre les dimensions de la cabine et les mesures de passage des passages de paliers sont de toutes parts inférieures à 10 cm. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel dans l'étape de finition, un matériau amortisseur de vibration (68) est mis en place entre le bâti de cage multifonctionnel (3) et les parois de délimitation (36a) des passages de paliers (22). Procédé selon la revendication 6, dans lequel le matériau amortisseur de vibrations inclut une mousse de montage par laquelle est également obtenue une étanchéité aux odeurs et aux bruits. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel, dans l'étape de finition, le bâti de cage multifonctionnel (3) est relié au palier (23-25) dans la zone des passages de paliers d'étage(22) au moyen d'éléments d'ancrage transversaux (65) recevant des forces transversales. Procédé selon la revendication 8, dans lequel dans l'étape de préparation, les passages de paliers (22) sont chacun pourvus d'un cadre de passage de palier (36) et les éléments d'ancrage transversaux (65) sont fixés du côté de la construction au cadre de passage de palier (36). Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les passages de paliers (22) sont obturés dans l'étape de préparation par des éléments de plancher (28) amovibles et sont ouverts dans l'étape de préparation par retrait des éléments de plancher (28). Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel les parois (62) et les portes (80) de la cage d'ascenseur sont fixées directement ou indirectement en tant qu'éléments constitutifs du bâti de cage multifonctionnel (3) aux montants verticaux (18) de celui-ci. Procédé selon la revendication 11, dans lequel les portes de cage (80), pour adapter leur position verticale aux différentes mesures du bâtiment, sont fixées en différentes positions sur les montants verticaux (18) du bâti de cage multifonctionnel. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel dans l'étape de finition, le bâti de cage multifonctionnel (3) est assemblé dans sa longueur totale à l'extérieur de la maison (1), en particulier dans l'atelier du fabricant, et est descendu dans son ensemble dans la maison (1). Procédé selon la revendication 13, dans lequel la cabine (4) et son entraînement (8) sont également montés dans le bâti de cage multifonctionnel (3) ou sur celui-ci, avant qu'il ne soit descendu dans la maison. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel, dans l'étape de préparation, un élément de passage de toit (29) aligné verticalement avec les passages de paliers (22) est créé, par lequel le bâti de cage multifonctionnel (3) est descendu dans la maison dans l'étape de finition. Procédé selon l'une des revendications précédentes, dans lequel, dans l'étape de préparation, des fondations de cage (14) dotées de moyens de positionnement (52) pour positionner le bâti de cage multifonctionnel (3) sont réalisées sur le sol (15) de l'étage le plus inférieur desservi par l'ascenseur. Procédé selon la revendication 16, dans lequel les fondations de la cage (14) sont réalisées avec une cavité pour recevoir la cabine (4), la profondeur de la cavité étant adaptée aux dimensions de la cabine (4) de telle façon que le fond (54) de la cabine (4) dans sa position de déplacement la plus basse coïncide avec le sol d'étage (15) environnant et que dans l'étape de préparation, la cavité est obturée avec un plancher de fermeture (31) de telle façon que son côté supérieur est aligné avec le plancher d'étage (33) environnant. Bâti de cage multifonctionnel (3) pour un ascenseur à installer dans une maison (1) dans l'étape de finition du procédé selon l'une des revendications précédentes, comprenant

un guide (76, 77) pour une cabine se déplaçant dans son espace intérieur

des montants verticaux (18) pour supporter la charge verticale de l'ascenseur,

des éléments de portes (80) avec des portes permettant d'entrer et de sortir de l'ascenseur et

des éléments de parois (62) sur les côtés du bâti de cage multifonctionnel non pourvus d'éléments de porte (80),

la différence entre les dimensions intérieures de la cage et les dimensions extérieures de la cabine (4) étant si minime que le jour demeurant entre les deux n'est pas suffisant pour permettre la circulation d'un contrepoids le long de la cabine (4) et que la cabine (4) est transportée au moyen d'un système de traction par câble (5) sans contrepoids, et

le système de traction par câble comportant au moins deux câbles de traction, l'entraînement qui lève et descend la cabine (4) enroulant et déroulant les câbles de traction (6, 7) de manière synchrone.
Bâti de cage multifonctionnel selon la revendication 18, comprenant un élément porteur (61) pour fixer l'entraînement (8) y compris au moins un tambour de câble (9), par lequel les masses de la cabine (4), du câble (6, 7) et de l'entraînement (8) sont supportées et transmises aux montants verticaux (18). Bâti de cage multifonctionnel selon l'une des revendications 18 ou 19, comprenant un dispositif de commande pour commander le fonctionnement de l'ascenseur, ainsi que des éléments pour commander l'ascenseur à partir de chaque étage et à partir de la cabine (4). Bâti de cage multifonctionnel selon l'une des revendications 18 à 20, comprenant des dispositifs de sécurité et de secours, par exemple une alimentation électrique de secours, un éclairage de secours, un système de libération de secours, un dispositif d'appel de secours et une surveillance à distance. Bâti de cage multifonctionnel selon l'une des revendications 18 à 21, qui a une section transversale en rectangle et dans les angles de laquelle s'étendent les montants verticaux (18). Bâti de cage multifonctionnel selon l'une des revendications 18 à 22, dans lequel les montants verticaux (18) sont constitués d'acier rond ou profilé. Bâti de cage multifonctionnel selon l'une des revendications 18 à 23, dans lequel les montants verticaux (18) présentent une perforation suivant un schéma de grille (83) qui permet de fixer des éléments de portes (80) en particulier pour adapter la position verticale des portes aux différentes mesures du bâtiment, dans une succession serrée de différentes positions verticales.






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