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Dokumentenidentifikation DE102004050247B4 22.11.2007
Titel Scheibenseparator aus Kunststoff für Ringspinnmaschinen
Anmelder Saurer GmbH & Co. KG, 41069 Mönchengladbach, DE
Erfinder Krawietz, Stefan, 73061 Ebersbach, DE
DE-Anmeldedatum 14.10.2004
DE-Aktenzeichen 102004050247
Offenlegungstag 27.04.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse D01H 1/42(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Scheibenseparator aus Kunststoff für Ringspinnmaschinen mit verschleißfester Armierung mindestens seiner Vorderkante.

Die meisten Ringspinnmaschinen sind mit Scheibenseparatoren ausgestattet, die in Höhe der Kopse über den Ringbänken zwischen den Spindeln angeordnet sind. Sie haben die Aufgaben, ein Berühren der sich bisweilen weit aufbauchenden Fadenballone benachbarter Spinnstellen und das Schleudern der Enden gebrochener Fäden in benachbarte Fadenballone zu verhindern. Dies würde zu Fadenbrüchen an diesen benachbarten Fadenballonen führen, die sich zu Reihenfadenbrüchen auswachsen können.

Scheibenseparatoren werden heute meist aus Kunststoff hergestellt. Nach einem Fadenbruch wird häufig das Fadenende auf dem Kops auf die Vorder- oder Hinterkante des Scheibenseparators geschleudert und beim Drehen des Kopses über diese Kante gezogen. Dabei würden insbesondere Fäden aus synthetischem Material in die Kunststoffkanten der Scheibenseparatoren einschneiden und diese beschädigen. Solche Beschädigungen sind geeignet, Flug oder eingeschnittene Fadenreste zu fangen und können ihrerseits Ursache weiterer Fadenbrüche werden.

Um dies zu verhindern, ist es bereits bekannt (JP Publ.No. 10204732 A), die Vorder- und Hinterkanten von aus Kunststoff gefertigten Scheibenseparatoren mit Schutzhülsen aus Metall zu versehen. Die Kanten sind zu diesem Zweck wulstartig verdickt. Auf diese Wülste werden geschlitzte Metallhülsen aufgeschoben, die infolge ihrer Elastizität auf diesen gehalten werden.

Diese Anordnung erfordert enge Toleranzen zwischen den Wülsten und den Metallhülsen und elastische Metallhülsen. Sie setzen auch gerade Kanten voraus, auf die die Hülsen aufgeschoben werden können und beengen so die Möglichkeiten optimaler Formgebung für die Scheibenseparatoren.

In der US-PS 1,833,023 ist ein drahtförmiger, waagrecht liegender Ringseparator offenbart, der auf senkrecht stehende Scheibenseparatoren aufgesteckt ist. Er kann jedoch nicht dazu dienen, die Vorderkante eines Scheibenseparators vor Beschädigung durch schleudernde Fadenenden zu schützen.

Die US-PS 1,817,143 zeigt Scheibenseparatoren minimaler Dicke, die durch die Arme, an denen sie mit ihrer Rückseite und ihrer Unterseite befestigt sind, verstärkt werden. Da diese Arme sich nicht auf die Vorderkante der Scheibenseparatoren erstrecken, sind sie nicht geeignet, diese vor Beschädigung zu bewahren.

Auch die US-PS 2,265,410 offenbart einen Scheibenseparator offenbar aus dünnem Blech, dessen Hinterkante eingerollt ist, um ihn zu versteifen. Da sich dieses Einrollen auf die Hinterkante bezieht, ist diese Maßnahme nicht geeignet, dessen Vorderkante gegen Beschädigung zu schützen.

Die GB-PS 866,180 hat Scheibenseparatoren aus transparentem Material zum Gegenstand, die an ihrem Umfang mit einer Wulst versehen sind. Diese Wulst dient dazu, die Scheibenseparatoren in Halter einzuklippsen und zu haltern. Da diese Wülste aus demselben transparenten (Kunststoff-)Material bestehen wie die Scheibenseparatoren, sind auch sie nicht geeignet, dieses gegen Beschädigung durch schleudernde Fadenenden zu schützen.

Der Erfindung war daher die Aufgabe gestellt, einen wirkungsvollen Scheibenseparator mit einem Kantenschutz zu schaffen, der keine besonders hohen Anforderungen betreffend die Passgenauigkeit stellt und der möglichst leicht befestigbar und austauschbar. Diese Aufgabe wird durch einen Scheibenseparator gemäß Anspruch 1, 2 oder 3 gelöst. All diesen Scheibenseparatoren ist gemeinsam, dass ein Abweisbügel vor der Kante des Scheibenseparators angeordnet ist. Dadurch kann diese Kante beliebig geformt, insbesondere gebogen sein. Die in den Ansprüchen 1 und 2 vorgeschlagenen Klippsbefestigungen bzw. die in Anspruch 3 vorgeschlagene Steckbefestigung des Abweisbügels am Scheibenseparator erleichtert dessen Austausch bei Verschleiss oder Beschädigung.

In den Figuren der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen

1 die perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform;

2 eine zweite Ausführungsform in Darstellung wie in 1;

3 und 4 zwei weitere Ausführungsformen in Darstellung wie in den 1 und 2;

5 eine Variante der Ausführungsform nach 4, ausschnittweise;

6 einen Querschnitt in Ebene A-A der 4.

In den Figuren ist ein Scheibenseparator 1 dargestellt, dessen Fläche 2 an einem Teil ihrer Vorderkante 3, ihrer Unterkante 4 und ihrer Hinterkante 5 durch Wülste 6 verstärkt ist. In seinem hinteren Bereich läuft der Scheibenseparator in eine ösenförmige Halterung 7 aus, mittels deren er auf einer nicht dargestellten Haltestange festklemmbar ist.

In der Ausführungsform der 1 und 2 ist dem Scheibenseparator 1 auf einem Teil seiner Vorderkante 3 ein Abweisbügel 8 zugeordnet, der aus zwei parallel zueinander liegenden Zweigen 9 und 10 aus Metalldraht, insbesondere aus Stahldraht besteht. Die beiden Zweige 9, 10 des Drahtbügels sind über eine Öse 11 miteinander verbunden, die auf einen Zapfen 12 auf der Unterkante 4 des Scheibenseparators 1 aufgeklippst ist. Von dort aus erstrecken sich die beiden Zweige entlang der Vorderkante 3 des Scheibenseparators nach oben, wo sie beide wieder Ösen 13 formen, mit denen sie Zapfen 14 umgreifen, die von den einander gegenüber liegenden Seiten der Fläche 2 des Scheibenseparators abragen.

Der Zapfen 12 dient zugleich als Abstützung des Scheibenseparators 1 auf der Ringbank und sichert so die korrekte Stellung des Scheibenseparators.

Nach Aufklippsen der Öse 11 auf den Zapfen 12 und der Ösen 13 auf die Zapfen 14 ist der Abweisbügel 8 auf dem Scheibenseparator fixiert. Die Zapfen können mit flachen endständigen Wülsten versehen sein, die die Ösen 11 bzw. 13 haltern. Der Abweisbügel kann leicht wieder von den Zapfen 12 und 14 abgeklippst und gegen einen anderen ausgetauscht werden.

In der Ausführungsform der 2 ist der Abweisbügel 8 so geformt, dass er mit einem geringen Abstand vor der Vorderkante 3 des Scheibenseparators 1 steht.

Wie aus 3 ersichtlich, kann der Abweisbügel 8' auch aus einem einfachen Drahtbügel bestehen, der in Bohrungen 15, 16 in den Wülsten 6 der Vorderkante 3 oder/und der Unterkante 4 des Scheibenseparators 1 einsteckbar ist. Auch ein derartiger Abweisbügel mit nur einem Zweig kann aber alternativ Ösen aufweisen, mittels deren er auf Zapfen des Scheibenseparators 1 aufklippsbar ist.

In 4 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei der der Abweisbügel 8'' aus einem entsprechend gebogenem Blechstreifen besteht, der an seinem unteren Ende in eine offene oder geschlossene Öse 11' ausläuft, mittels deren er auf den Zapfen 12 aufklippsbar ist. An seinem oberen Ende besitzt er eine Einrollung 17, die von der Seite her in eine Ausnehmung 18 im Wulst 6 der Vorderkante 3 des Scheibenseparators 1 einsteckbar ist.

In der in 5 und 6 dargestellten Ausführungsvariante besitzt der aus Blech gefertige Abweisbügel 8'' der 4 an seinem unteren Ende und in seinem oberen Bereich Halteklammern 19, mittels deren er auf eine Wulst 6 des Scheibenseparators 1 aufklippsbar ist.

Obwohl nicht näher dargestellt, kann auch die Hinterkante 5 des Scheibenseparators 1 mit einem Abweisbügel versehen sein.

1
Scheibenseparator
2
Fläche
3
Vorderkante
4
Unterkante
5
Hinterkante
6
Wülste
7
Halterung
8, 8', 8''
Abweisbügel
9
Zweig
10
Zweig
11, 11'
Öse
12
Zapfen
13
Ösen
14
Zapfen
15
Bohrung
16
Bohrung
17
Einrollung
18
Ausnehmung
19
Halteklammer


Anspruch[de]
Scheibenseparator aus Kunststoff für Ringspinnmaschinen mit verschleißfester Armierung mindestens seiner Vorderkante, dadurch gekennzeichnet, dass am Scheibenseparator (1) ein Abweisbügel (8) aus Metall derart befestigt ist, dass sich seine Vorderkante vor und im Abstand zu der Vorderkante (3) des Scheibenseparators (1) befindet und dass der Abweisbügel (8) zwei Zweige (9, 10) aufweist, die an ihrem unteren Ende über eine Öse (11) miteinander verbunden sind, mittels der er auf einen Zapfen (12) am Scheibenseparator (1) aufklippsbar ist und bei dem jeder der beiden Zweige (9, 10) am oberen Ende eine Öse (13) aufweist, mittels der er auf Zapfen (14) am Scheibenseparator (1) aufklippsbar ist. Scheibenseparator aus Kunststoff für Ringspinnmaschinen mit verschleißfester Armierung mindestens seiner Vorderkante, dadurch gekennzeichnet, dass am Scheibenseparator (1) ein Abweisbügel (8') aus Metall derart befestigt ist, dass sich seine Vorderkante vor und im Abstand zu der Vorderkante (3) des Scheibenseparators befindet und dass der Abweisbügel (8') aus einem Drahtbügel mit nur einem Zweig besteht, der mit seinen Enden in Bohrungen (15, 16) in einem Wulst (6) des Scheibenseparators (1) einsteckbar ist. Scheibenseparator aus Kunststoff für Ringspinnmaschinen mit verschleißfester Armierung mindestens seiner Vorderkante, dadurch gekennzeichnet, dass am Scheibenseparator (1) ein Abweisbügel (8'') aus Metall derart befestigt ist, dass sich seine Vorderkante vor und im Abstand zu der Vorderkante (3) des Scheibenseparators befindet und dass der Abweisbügel (8'') aus einem Blechstreifen besteht, der an seinem unteren Ende und in seinem oberen Bereich mittels Halteklammern (19) auf einen Wulst (6) des Scheibenseparators (1) aufklippsbar ist.






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