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Dokumentenidentifikation DE102005043950B4 22.11.2007
Titel Fensterschachtleiste für die Tür eines Kraftfahrzeuges
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
Erfinder Jha, Amit Kumar, 85051 Ingolstadt, DE;
Mayerl, Helmut, 86706 Weichering, DE
DE-Anmeldedatum 15.09.2005
DE-Aktenzeichen 102005043950
Offenlegungstag 05.04.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse B60J 10/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60J 5/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Fensterschachtleiste zur Führung und zur Abdichtung der Fensterscheibe der Tür eines Kraftfahrzeuges von außen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Bekanntlich sind die Fensterschächte von Kraftfahrzeugtüren gegen äußere atmosphärische Einflüsse abzudichten, wobei die Abdichtung gleichzeitig der Führung der Fensterscheibe bei deren Bewegen aus und in den Fensterschacht dient. Gemäß der DE 197 11 487 sind hierfür geeignete Dichtungsprofile aus elastomerem Material bekannt geworden, die einen Dichtungsbereich und einen integralen Befestigungsbereich umfassen. Der Befestigungsbereich besteht aus einen im Querschnitt U-förmigen Grundkörper mit einem äußeren Schenkel und einem inneren Schenkel mit zwischenliegendem Stegelement und weist ein Verstärkungselement auf, das nur in dem äußeren Schenkel und in einem Teilbereich des Stegelementes ausgebildet ist, so dass der innere Schenkel mit Vorspannung beaufschlagt ist. Schließlich weist der Grundkörper mindestens eine Dichtlippe auf, die über einen Verbindungssteg an dem äußeren Schenkel angeordnet ist.

Eine gattungsgemäße Fensterschachtleiste zur Führung und Abdichtung einer Fensterscheibe einer Tür eines Kraftfahrzeuges ist in der JP 02 175 323 A offenbart. Die Fensterschachtleiste weist einen als Dichtungsprofil ausgebildeten Grundkörper mit einer an der Fensterscheibe anliegenden Dichtlippe auf. Der Grundkörper umfasst dichtend mittels seiner im Wesentlichen U-förmig ausgebildeten, ein klammerartig ausgebildetes Verstärkungselement aufweisenden Bereichs den zugewandten Türflansch der Kraftfahrzeugtür und weist an seinem unteren Ende einen T-förmig ausgebildeten Steg auf.

Aus der DE 42 24 486 C2 ist eine Seitentür für Kraftfahrzeuge mit einer versenkbaren Scheibe und einer zwischen dem Türkörper und der Außenseite der Scheibe angeordneten Dichtung bekannt. Der der Scheibe gegenüberliegende Endbereich der Dichtung ist hierbei formschlüssig in einem Dichtungsträger gehalten.

Zwar ist der Dichtungseffekt einer solchen vorbekannten Ausbildung einer Fensterschachtleiste zufriedenstellend, jedoch ist, wie die Erfahrung gezeigt hat, der Diebstahlschutz unzureichend, da die relativ einfache Montage einer solchen Fensterschachtleiste es mit sich bringt, dass diese von Unbefugten auch relativ einfach von außen wieder entfernbar ist, was den unbefugten Zugang zur Türschließeinheit und damit zum Kraftfahrzeuginnenraum erleichtert. Dies gilt auch für andere bekannte Fensterschachtleisten dieser Art.

Die Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, hier Abhilfe zu schaffen durch eine neue Ausbildung einer solchen Fensterschachtleiste.

Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Durch die erfindungsgemäße zweiteilige Ausbildung der Fensterschachtleiste in Grundkörper und Kunststoffformteil können diese einfacher als bisher an die jeweiligen Aufgaben optimal angepasst werden bei erheblicher Materialeinsparung in Folge reduziertem Materialeinsatz. Dies gilt insbesondere für die hochwertigen EPDM-Gummis und für die zur Erzielung der erforderlichen Federeigenschaft notwendigen Metalleinsätze für das metallische Verstärkungsglied beim Grundkörper. Das damit zu verbindende Kunststoffformteil ist ohne metallische Verstärkung und kann mit einem genügend langen Steg zwecks fester Verbindung mit einem Blechteil der Kraftfahrzeugtür – z. B. durch Clips – versehen werden. Insbesondere aber kann die Befestigung der Fensterschachtleiste infolge der Verhakung zwischen Grundkörper und Formteil tiefer als bisher üblich gelegt und gegenüber der Ebene des Türflansches nach innen versetzt angeordnet werden, so dass eine Demontage der Fensterschachtleiste von außen erheblich erschwert wird. Damit ist der Zugang zur Türschließeinheit der Kraftfahrzeugtür besser als bisher erschwert, was sich als erhöhter Diebstahlschutz auswirkt.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachfolgend anhand eines in der eine einzige Figur umfassenden Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel beschrieben.

Von einer Kraftfahrzeugtür 10 eines nicht dargestellten Kraftfahrzeuges sind in der einzigen Figur lediglich ein Außenblech 11 und ein Innenblech 12 dargestellt, die an einem Ende durch eine flache Umbördelung miteinander verbunden sind und dort einen sich über die Breite der Tür erstreckenden sog. Türflansch 14 bilden. Ein aus EPDM-Gummi bestehender, als Profilleiste ausgebildeter Grundkörper 16 und ein Kunststoffformteil 17, sind mittels einer Rastverbindung 18 kraft- und formschlüssig miteinander verbunden und bilden gemeinsam eine Fensterschachtleiste 20.

Der Grundkörper 16 weist einen etwa U-förmig ausgebildeten Bereich auf mit einem einen Dichtfinger 22 aufweisenden äußeren Schenkel 23 und einem ebenfalls einen Dichtfinger 24 aufweisenden inneren Schenkel 26. Beide Schenkel begrenzen einen nach unten offenen Schlitz 28.

Die Innenfläche des Schenkels 23 trägt Dichtfinger 29 und die Innenfläche des Schenkels 26 trägt Dichtnoppen 31. Der Schlitz 28 ist dem Türflansch 14 zugeordnet und umgreift diesen federnd. Hierzu weist der Grundkörper in diesem Bereich ein U-förmig ausgebildetes federndes klammerartiges Metallverstärkungselement 34 auf, das sich bis in den T-förmig ausgebildeten Steg 35 des Grundkörpers 16 erstreckt. Sobald der Grundkörper 16 mit seinem Schlitz 28 auf den Türflansch 14 aufgeschoben ist, wird dieser durch die Federkraft, die diesem Schenkel innewohnt, in der aufgeschobenen Lage den Fensterschacht abdichtend gehalten.

Diese aufgeschobene Lage des Grundkörpers ist durch den Formschluss der Rastverbindung 18 zwischen dem Grundkörper 16 und dem am Innenblech 12 der Kraftfahrzeugtür befestigten Kunststoffformteil 17 fixiert. Hierzu weist das Kunststoffformteil 17 einen Klemmarme 38 und 39 tragenden, dem T-förmig ausgebildeten Steg 35 des Grundkörpers 16 zugewandten klammerförmigen Bereich auf; die Klemmarme 38 und 39 bilden eine Öffnung 40, die dem T-förmigen Steg 35 formschlüssig umschließt. Hierbei greifen die Klemmarme hinter die Widerlagerflächen 42 und 43 des T-förmigen Steges 35, so dass eine form- und kraftschlüssige Rastverbindung zwischen Grundkörper 16 und Kunststoffformteil 17 sichergestellt ist. Der der Rastverbindung abgewandte Bereich 44 des Kunststoffformteils 17 ist laschenförmig ausgebildet und dient der genannten Befestigung des Kunststoffformteiles 17 an dem Innenblech 12 der Kraftfahrzeugtür mittels Clips 45 in an sich bekannter Weise.

Zur Aufnahme der Rastverbindung 18 an dem Innenblech 12 der Kraftfahrzeugtür 10 ist dieses im Bereich des Klemmarmes 39 gegenüber der Ebene des Türflansches 14 nach innen versetzt und bildet in diesem Bereich eine sich an die Rastverbindung formschlüssig anschließende Einbuchtung 46. Auf diese Weise wird die Fensterschachtleiste unverrückbar und sicher in ihrer aufgesteckten und eingerasteten Lage gehalten und kann durch Unbefugte von außen nicht aus der eingenommenen Lage gebracht werden. Ein Zugang von außen zur Türschließeinheit durch Abziehen der Fensterschachtleiste ist daher nahezu unmöglich geworden.

10
Kraftfahrzeugtür
11
Außenblech
12
Innenblech
14
Türflansch
16
Grundkörper, als Profilleiste ausgebildeter
17
Kunststoffformteil
18
Rastverbindung
20
Fensterschachtleiste
22
Dichtfinger am äußeren Schenkel
23
Äußerer Schenkel
24
Dichtfinger am inneren Schenkel
26
Innerer Schenkel
28
Nach unten offener Schlitz
29
Dichtfinger an Innfläche von äußerem Schenkel 23
31
Dichtnoppen an Innenfläche von innerem Schenkel 26
34
Federndes Metallverstärkungselement
35
Steg des Grundkörpers
38, 39
Klemmarme an Steg 35
40
Öffnung von 38 und 39 umschlossen
42, 43
Widerlagerflächen von Steg 35
44
Laschenförmiger Bereich von 17
45
Clips
46
Einbuchtung


Anspruch[de]
Fensterschachtleiste zur Führung und zur Abdichtung der Fensterscheibe der Tür eines Kraftfahrzeuges (10) von außen, mit einem eine an der Fensterscheibe anliegenden Dichtlippe aufweisende, als Dichtungsprofil ausgebildeten EPDM-Grundkörper (16) und einem mit diesem verbundenen der Befestigung der Fensterschachtleiste mit einem Blechteil der Kraftfahrzeugtür dienenden Kunststoffformteil (17), wobei der Grundkörper (16) mittels seines im Wesentlichen U-förmig ausgebildeten, ein klammerartig ausgebildetes Verstärkungselement aufweisenden Bereich den zugewandten Türflansch (40) der Kraftfahrzeugtür (10) dichtend umfasst und der Grundkörper (16) einen T-förmig ausgebildeten Steg aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (16) und das als Befestigungsglied ausgebildete Kunststoffformteil (17) als über eine Rastverbindung (18) kraft- und formschlüssig verbindbare autonome Bauteile ausgebildet sind, wobei der T-förmig ausgebildete Steg (35) des Grundkörpers (16) von einem zugewandten klammerförmig ausgebildeten Stirnbereich des Kunststoffformteiles (17) formschlüssig umfasst ist, das mit seinem abgewandten laschenförmigen Bereich (44) mittels Clips (45) mit dem Innenblech (12) der Kraftfahrzeugtür (10) fest verbunden ist, wobei die Rastverbindung (18) zwischen dem T-förmigen Steg (35) des Grundkörpers (16) und dem klammerförmig ausgebildeten Stirnbereich des Kunststoffformteils (17) in einer gegenüber der Ebene des Türflansches (14) nach innen versetzten Einbuchtung (46) des Innenblechs (12) der Kraftfahrzeugtür (10) angeordnet ist. Fensterschachtleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der U-förmig ausgebildete Bereich (35) des Grundkörpers (16) einen äußeren, einen Dichtfinger (22) aufweisenden Schenkel (23) und einen inneren, Dichtwulste (31) umfassenden Schenkel (26) umfasst, die einen einseitig offenen, den Endbereich des Türflansches (14) zugeordneten Schlitz (28) begrenzen, wobei der innere Schenkel (26) in den T-förmig ausgebildeten Steg (35) ausläuft, dessen der Stirnseite abgewandte Flächen Widerlagerflächen (42, 43) bilden. Fensterschachtleiste nach den Ansprüchen 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass der klammerförmige Stirnbereich (39) des als Befestigungsglied dienenden Kunststoffformteils (17) zwei ungleichförmig ausgebildete Klemmarme (38, 39) umfasst, die bei bestehendem Formschluss zwischen den Stirnbereichen von Grundkörper (16) und Kunststoffformteil (17) hinter die Widerlagerflächen des Grundkörpers (16) greifen. Fensterschachtleiste nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtlippe (22) des Grundkörpers (16) einen eine Hohlkammer aufweisenden, eine zweite Dichtlippe (24) bildenden Teilbereich umfasst.






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