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Dokumentenidentifikation DE102006004444B4 22.11.2007
Titel Verfahren und elektronischer Baustein zur Herstellung einer Sende-/Empfangseinheit für Fahrzeuge
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Burghardt, Andreas, 93049 Regensburg, DE;
Hildebrandt, Lars, Dr., 35094 Lahntal, DE;
Zlamal, Richard, 93055 Regensburg, DE
DE-Anmeldedatum 31.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006004444
Offenlegungstag 09.08.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse H01Q 1/24(2006.01)A, F, I, 20060131, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H01Q 1/22(2006.01)A, L, I, 20060131, B, H, DE   H01Q 1/32(2006.01)A, L, I, 20060131, B, H, DE   H01Q 23/00(2006.01)A, L, I, 20060131, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zusammenbau einer Sende-/Empfangseinheit für Fahrzeug, sowie einen elektronischen Baustein für eine Sende-/Empfangseinheit.

In Fahrzeugen werden vermehrt Sende- und Empfangseinheiten eingebaut, beispielsweise zum automatischen Verriegeln und Entriegeln des Fahrzeugs.

Die Sende-/Empfangseinheiten umfassen typischerweise ein Gehäuse, eine Antenne und einen Stecker, welcher zum Anschluss an eine Energiequelle und zum Datenaustausch dient.

Unter den Begriff Sende-/Empfangseinheit fallen in diesem Dokument sowohl Sendeeinheiten, als auch Empfangseinheiten, als auch Einheiten, die senden und empfangen können.

Heutzutage ist es üblich, die Bauteile einer Sende-/Empfangseinheit für Strassenfahrzeuge, insbesondere Antennen und Stecker zunächst auf einer Leiterplatte anzulöten. Anschliessend wird die Leiterplatte mitsamt den Bauteilen in ein Gehäuse eingebaut. In einem letzten Arbeitsschritt wird das Gehäuse mittels eines Deckels verschlossen.

Nachteilig an diesem Verfahren ist, dass die angelöteten Bauteile, insbesondere die Antenne sich durch die Vibrationen während des Fahrens des Fahrzeuges lösen können. Auch ergibt sich ein im Vergleich zu der Erfindung erhöhter Aufwand in der Herstellung.

Die Druckschrift DE 10 2004 043 234 A1 offenbart ein Navigationssystem mit einem Gehäuseteil, einer Antenne und einer Leiterplatte. Bei den in der Druckschrift in den 2und 3 dargestellten Ausführungsformen, wird ein jeweiliges Antennenelement letztlich mittels eines Leitungsdrahts mit einem entsprechenden Verbindungselement einer Platine verbunden. Dieses Verbinden mittels des Leitungsdrahts jedoch, ist aufgrund der entfernt liegenden Anordnungen insbesondere der Antennenpins von dem entsprechenden Verbindungselement auf der Platine schwerlich automatisiert durchführbar und ist somit aufwendig.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Sende-/Empfangseinheiten für Fahrzeuge zu ermöglichen, welche auf einfache Weise herstellbar sind und eine geringe Störungsanfälligkeit aufweisen.

Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 bzw. 4 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in weiteren Ansprüchen angegeben.

Dazu wird ein Verfahren zum Zusammenbau einer Sende-/Empfangseinheit vorgestellt. Die Sende-/Empfangseinheit umfasst ein Gehäuseteil, eine Antenne, eine Leiterplatte, und einen Stecker zur Energieversorgung der Sende-/Empfangseinheit und zum Datenaustausch. Die Antenne und der Stecker werden in einem ersten Verfahrensschritt zunächst stoffschlüssig, kraftschlüssig und/oder formschlüssig in oder an dem Gehäuseteil derart befestigt, dass Antennenpins der Antenne und Steckerpins des Steckers an der Leiterplatte mittels Press-Fit-Verfahren und/oder Pin-in-Paste-Technologie anschließbar sind. In einem darauf folgenden Verfahrensschritt wird die Leiterplatte an die Antenne und den Stecker angeschlossen, indem die Leiterplatte mittels Press-Fit-Technologie und/oder Pin-in-Paste-Technologie an die Steckerpins und/oder die Antennenpins angeschlossen wird.

Dadurch ist die Antenne besser fixiert, wodurch sich Vibrationen während dem Fahren weniger auf die Funktionsfähigkeit eines Sende-/Empfangseinheit auswirken können. Zudem lässt sich eine Sende-/Empfangseinheit leichter und kostengünstiger herstellen und es bestehen weniger Fehlermöglichkeiten bei der Montage.

Indem die Antenne und/oder der Stecker und/oder die Antennenpins und/oder die Steckerpins zumindest teilweise in das Gehäuseteil eingegossen werden, kann die Störungsanfälligkeit der Sende-/Empfangseinheit zusätzlich verbessert werden.

Besonders vorteilhaft ist es, die Leiterplatte mittels Press-Fit-Technologie und/oder Pin-in-Paste-Technologie und/oder Surface-Mounted-Device-Technologie an die Steckerpins und/oder die Antennenpins anzuschliessen. Dadurch lässt sich die Sende-/Empfangseinheit einfacher und kostengünstiger herstellen. Zudem erhöht sich die Stabilität der elektronischen Verbindungen.

Die Erfindung betrifft zudem einen elektronischen Baustein für eine Sende-/Empfangseinheit, welcher ein Gehäuseteil, eine Antenne, und einen Stecker zur Energieversorgung der Sende-/Empfangseinheit und zum Datenaustausch umfasst. Die Antenne und der Stecker sind stoffschlüssig, kraftschlüssig und/oder formschlüssig an dem Gehäuseteil derart befestigt, dass Antennenpins der Antenne und Steckerpins des Steckers an die Leiterplatte mittels Press-Fit-Verfahren und/oder Pin-in-Paste-Technologie angeschlossen sind. Ein solcher Baustein lässt sich einfach und kostengünstig herstellen und ist beständig gegen Vibrationen. Zudem weist diese Bauweise den Vorteil auf, dass sich ein solcher Baustein leicht verpacken, lagern und transportieren lässt, im Gegensatz zu einer Leiterplatte, auf welcher eine Antenne angelötet ist.

Besonders vorteilhaft ist es, die Antenne und/oder den Stecker und/oder die Antennenpins und/oder die Steckerpins zumindest teilweise in das Gehäuseteil einzugiessen. Dadurch ergibt sich eine hohe Beständigkeit des Bauteils.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Dabei zeigt:

1 einen elektronischer Baustein

1 zeigt einen elektronischen Baustein 10 in einer ersten Ausführungsform. Der elektronische Baustein 10 umfasst eine Gehäuseteil 12, in welchem eine Antenne 14, Antennenpins 18, ein Stecker 16 und Steckerpins 20 angeordnet sind. Die Antenne 14 ist über elektrische Leiter mit den Antennenpins 18 verbunden. Der Stecker 16 ist über weitere elektrische Leiter mit Steckerpins 20 verbunden. Die elektrischen Leiter sind vollständig in dem Gehäuseteil 20 eingegossen. Die Antenne 14, der Stecker 16, die Antennenpins 18, die Steckerpins 20 sind in dem Gehäuseteil 12 teilweise eingegossen. Die Antennenpins 18 und die Steckerpins 20 sind derart angeordnet, dass sie an einer Leiterplatte mittels Press-Fit-Verfahren angeschlossen werden können. Das Gehäuseteil 12 umfasst zudem säulenförmige Erhöhungen 22, welche als Stützpunkte 22 dienen und an welchen die Leiterplatte befestigt werden kann.

In einer zweiten Ausführungsform, welche das erfindungsgemässe Verfahren betrifft, wird die Antenne 14 in einem ersten Verfahrensschritt stoffschlüssig, kraftschlüssig und/oder formschlüssig in oder an dem Gehäuseteil 12 befestigt. Im ersten Verfahrenschritt kann zusätzlich ein Stecker 16 stoffschlüssig, kraftschlüssig und/oder formschlüssig in oder an dem Gehäuseteil 12 befestigt werden. Ebenso können im ersten Verfahrensschritt

mit der Antenne 14 verbundene Antennenpins 18 und/oder mit dem Stecker 16 verbundene Steckerpins 20 stoffschlüssig, kraftschlüssig und/oder formschlüssig in oder an dem Gehäuseteil 12 befestigt werden.

In einem zweiten Verfahrensschritt, welcher nach dem ersten Verfahrensschritt vorgenommen wird, wird eine Leiterplatte an die Antenne 14 angeschlossen.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform wird die Antenne 14 und/oder der Stecker 16 und/oder die Antennenpins 18 und/oder die Steckerpins 20 zumindest teilweise in das Gehäuseteil 12 eingegossen.

In einer weiteren besonders vorteilhaften Ausführungsform kann in einem dritten Verfahrensschritt eine Leiterplatte mittels Press-Fit-Technologie und/oder Pin-in-Paste-Technologie und/oder Surface-Mounted-Device-Technologie an die Steckerpins 20 und/oder die Antennenpins 18 angeschlossen werden.

In einem weiteren Verfahrensschritt wird ein Gehäusedeckel auf dem Gehäuseteil 12 befestigt.

10
elektronisches Bauteil
12
Gehäuseteil
14
Antenne
16
Stecker
18
Antennenpin
20
Steckerpin
22
Erhöhung


Anspruch[de]
Verfahren zum Zusammenbau einer Sende-/Empfangseinheit mit einem Gehäuseteil (12), mindestens einer Antenne (14), einer Leiterplatte und einem Stecker (16) zur Energieversorgung der Sende-/Empfangseinheit und zum Datenaustausch,

wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:

Befestigen der Antenne (14) und des Steckers (16) in einem ersten Verfahrensschritt stoffschlüssig, kraftschlüssig und/oder formschlüssig in oder an dem Gehäuseteil (12) derart, dass Antennenpins (18) der Antenne (14) und Steckerpins (20) des Steckers (16) an der Leiterplatte mittels Press-Fit-Verfahren und/oder Pin-in-Paste-Technologie anschließbar sind;

Anschließen der Leiterplatte an die Antenne (14) und den Stecker in einem weiteren Verfahrensschritt, indem die Leiterplatte mittels Press-Fit-Technologie und/oder Pin-in-Paste-Technologie an die Steckerpins (20) und/oder die Antennenpins (18) angeschlossen wird.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Antenne (14) verbundene Antennenpins (18) und/oder mit dem Stecker (16) verbundene Steckerpins (20) stoffschlüssig, kraftschlüssig und/oder formschlüssig in oder an dem Gehäuseteil (12) befestigt werden. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenne (14) und/oder der Stecker (16) und/oder die Antennenpins (18) und/oder die Steckerpins (20) zumindest teilweise in das Gehäuseteil (12) eingegossen werden. Elektronischer Baustein (10) für eine Sende-/Empfangseinheit, der Baustein (10) umfassend ein Gehäuseteil (12), eine Antenne (14), eine Leiterplatte und einen Stecker (16) zur Energieversorgung der Sende-/Empfangseinheit und zum Datenaustausch, wobei die Antenne (14) und der Stecker (16) stoffschlüssig, kraftschlüssig und/oder formschlüssig an dem Gehäuseteil (12) derart befestigt ist, dass Antennenpins (18) der Antenne (14) und Steckerpins (20) des Steckers (16) an die Leiterplatte mittels Press-Fit-Verfahren und/oder Pin-in-Paste-Technologie angeschlossen sind. Elektronischer Baustein (10) nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, dass die Steckerpins (20) und/oder die Antennenpins (18) stoffschlüssig, kraftschlüssig und/oder formschlüssig in oder an dem Gehäuseteil (12) befestigt sind. Elektronischer Baustein (10) nach Anspruch 4 oder 5 dadurch gekennzeichnet, dass die Antenne (14) und/oder der Stecker (16) und/oder die Antennenpins (18) und/oder die Steckerpins (20) zumindest teilweise in das Gehäuseteil (12) eingegossen sind.






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