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Dokumentenidentifikation DE102006021920A1 22.11.2007
Titel Anordnung zur elektrischen Absicherung eines Scheinwerfers
Anmelder Hella KGaA Hueck & Co., 59557 Lippstadt, DE
Erfinder Hinderlich, Andreas, 59494 Soest, DE;
Pfingsten, Maik, 59555 Lippstadt, DE;
Rohde, Thorsten, 33014 Bad Driburg, DE
DE-Anmeldedatum 11.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006021920
Offenlegungstag 22.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse B60Q 1/076(2006.01)A, F, I, 20060511, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur elektrischen Absicherung eines Scheinwerfers.
Bekannte Absicherungen eines Fahrzeug-Scheinwerfers weisen eine einzige Sicherung in einer Zuleitung für ein geschaltetes Plus auf. Daher fällt der gesamte Scheinwerfer aus, wenn eine Überspannung in einem von mehreren Verbrauchern des Scheinwerfers eine Überspannung auftritt. Um dies zu vermeiden, sieht die Erfindung vor, den unterschiedlichen Verbrauchern rjeweils eine weitere Sicherung zuzuordnen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur elektrischen Absicherung eines Scheinwerfers gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein solcher Scheinwerfer ist zum Beispiel aus der DE 100 21 040 A1 bekannt. Der Scheinwerfer weist einen Reflektor und eine Lichtquelle auf, wobei der Reflektor um eine vertikale Ebene relativ zu einem Halteteil in eine Kurvenlichtposition verschwenkbar ist. Zum Verschwenken ist ein Stellelement in Form eines Schrittmotors angeordnet.

Weiterhin sind Scheinwerfer bekannt, bei denen – gegebenenfalls zusätzlich – die Leuchtweite und/oder eine Blendenwelle – dies ist eine optische Linse zur Beeinflussung der Hell-/Dunkelgrenze eines Abblendlichts – mittels elektrischer Stellmotore verstellbar sind. Diese verschiedenen Funktionen sind z.B. in der EP 935 728 B1 beschrieben.

Als Verbraucher sind im Folgenden elektrische Bauteile wie Leuchtmittel, Steuereinrichtungen und Motore definiert.

Die bekannten Scheinwerfersysteme sind mit einer Hauptsicherung je Scheinwerfer abgesichert. Dies hat den Nachteil, dass bei einer elektrischen Störung eines Verbrauchers des Scheinwerfers mit Überspannung der gesamte Scheinwerfer ausfällt, weil durch die Überspannung die einzige zugeordnete Hauptsicherung zerstört wird. Die Wahrscheinlichkeit einer Störung erhöht sich naturgemäß mit der Anzahl der Verbraucher und mit der Anordnung der Verbraucher in einem kritischen Bereich, wie er bei einem Scheinwerter infolge hoher Temperaturen und mechanischer Belastungen (Schwenkbewegungen) gegeben ist.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung zur elektrischen Absicherung eines Scheinwerfers zu schaffen, die eine Gefahr eines elektrischen Ausfalls des kompletten Scheinwerfers vermindert.

Die Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. In dem Gehäuse sind weitere Sicherungen für die unterschiedlichen Verbraucher angeordnet. Diese sind zwischen die Hauptsicherung und die Verbraucher geschaltet, wobei mindestens den Verbrauchern, die als störanfälliger bekannt sind als andere (relative Störanfälligkeit), eine eigene Sicherung zugeordnet ist. Daher fällt bei einer elektrischen Störung eines der Verbraucher mit Überspannung, wie z.B. einem Kurzschluss, nur der gestörte Verbraucher aus, während die übrigen Verbraucher weiter in Funktion bleiben. Wenn also z.B. die Kurvenlichtfunktion eines Scheinwerfers infolge eines Kurzschlusses ausfällt bleiben die Funktionen Licht, Niveauregelung usw. erhalten. Gegebenenfalls kann die gestörte Funktion durch eine entsprechende Software der Fahrzeugelektronik weitgehend kompensiert werden, so dass z.B. eine Blendung des Gegenverkehrs bei gleichzeitiger relativ guter Ausleuchtung des Fahrzeug-Vorfelds vermieden werden kann.

Die Unteransprüche beschreiben die vorteilhafte Ausführung der Erfindung.

Wenn nach den Ansprüchen 2 und 3 jedem der unterschiedlichen Verbraucher eine der weiteren Sicherungen zugeordnet ist und letztere auf den jeweiligen Verbraucher abgestimmt sind, ist eine optimale elektrische Absicherung des Scheinwerfers gegeben. Hierdurch ist es möglich, die elektrischen Leitungen von den Sicherungen zu den zugehörigen Verbrauchern geringer zu dimensionieren. Dies spart einerseits Material. Andererseits sind die geringer dimensionierten Leitungen flexibler und daher mechanisch in Bezug auf Bewegungen höher belastbar als dickere Leitungen, was zusätzlich die Zuverlässigkeit des Scheinwerfers als Gesamtheit erhöht.

Stellmotore nach Anspruch 4, insbesondere so genannte intelligente Schrittmotore, werden vielfach in Scheinwerfern zur Verstellung eingesetzt.

Die Anordnung der weiteren Sicherungen an einem Deckel des Gehäuses nach Anspruch 5 bewirkt eine gute Erreichbarkeit.

Die Erfindung wird anhand der schematischen Zeichnung weiter erläutert. Die einzige Figur zeigt stark vereinfacht eine erfindungsgemäße elektrische Anordnung zur Absicherung eines Scheinwerfers.

Ein Scheinwerter umfasst ein Gehäuse 6. Wie aus der Figur ersichtlich, ist das Gehäuse 6 an einer Seite mit einem Deckel 7 verschlossen. An einer Außenseite des Deckels 7 ist eine nicht dargestellte Buchse ausgebildet, die mit einem entsprechenden Stecker 5 lösbar verbunden ist. In dem Gehäuse 6 sind, nicht dargestellt, mindestens ein um eine horizontale Achse und um eine vertikale Achse drehbar gelagerter Reflektor, mindestens ein Leuchtmittel und eine Blendenwalze angeordnet.

An dem Stecker 5 sind drei elektrische Leitungen 1, 2, 3 mit den Belegungen Klemme 15 für ein geschaltetes Plus hinter Batterie, Klemme 56b für Abblendlicht und Klemme 31 für Masse befestigt. Die Leitung 1 der Klemme 15 ist wie üblich durch eine Hauptsicherung 4 abgesichert, die auf die Gesamtheit der angeschlossenen Verbraucher abgestimmt ist. Die weitere Anbindung der Leitungen 2 und 3 in dem Scheinwerfer zu verschiedenen elektrischen Verbrauchern 8.1, 8.2, 8.3, 8.4 ist nicht dargestellt.

Dem Scheinwerfer sind die Verbraucher, hier ein Vorschaltgerät 8.1 für ein Xenon-Leuchtmittel, ein intelligenter Schrittmotor 8.2 für eine dynamische Kurvenlichtverstellung, ein intelligenter Schrittmotor 8.3 für eine Leuchtweiteneinstellung und ein intelligenter Schrittmotor 8.4 für eine Verstellung der Blendenwalze zugeordnet. Die Verbraucher 8.1, 8.2, 8.3, 8.4 sind elektrisch über die Klemme 15 mit dem geschalteten Plus verbunden.

Zwischen jedem der Verbraucher 8.1, 8.2, 8.3, 8.4 und dem geschalteten Plus ist eine weitere Sicherung 9.1, 9.2, 9.3, 9.4 geschaltet. Jede der Sicherungen 9.1, 9.2, 9.3, 9.4 ist auf den zugeordneten Verbraucher 8.1, 8.2, 8.3, 8.4 abgestimmt, so dass bei einem Kurzschluss z.B. am intelligenten Schrittmotor 8.2 für die dynamische Kurvenlichtverstellung die zugeordnete Sicherung 9.2 wirkt und den Strom hier unterbricht. Die übrigen Verbraucher 8.1, 8.3, 8.4 sind davon unberührt und bleiben weiter in Funktion. Die Sicherungen 9.1, 9.2, 9.3, 9.4 sind an der Innenseite des Deckels 7 befestigt.

Die Sicherungen 9.1, 9.2, 9.3, 9.4 sind als austauschbare Schmelzsicherungen oder als reversible elektronische Sicherungen ausgeführt.

Alternativ sind die Sicherungen 9.1, 9.2, 9.3, 9.4 im Scheinwerfer oder in der Elektronik angeordnet. Die Hauptsicherung 4 kann zwischen dem geschalteten und einem ungeschalteten Plus angeordnet sein.

Die Ansteuerung der Verbraucher 8.1, 8.2, 8.3, 8.4 ist bekannt und wird hier daher nicht weiter erläutert.


Anspruch[de]
Anordnung zur elektrischen Absicherung eines Scheinwerfers eines Fahrzeugs,

mit einem Scheinwerfer, der ein Gehäuse (6) umfasst und mittels verschiedener Antriebe relativ zu oder mit dem Gehäuse (6) verstellbar ist,

mit elektrischen Leitungen (1, 2, 3) zu dem Scheinwerfer und

mit einer Hauptsicherung (4) in der Leitung (1) zwischen einem geschalteten Plus und einem Scheinwerferstecker (5) oder einem ungeschalteten Plus,

dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse weitere Sicherungen (9.1, 9.2, 9.3, 9.4) für unterschiedliche Verbraucher (8.1, 8.2, 8.3, 8.4) angeordnet sind.
Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedem der unterschiedlichen Verbraucher (8.1, 8.2, 8.3, 8.4) eine der weiteren Sicherungen (9.1, 9.2, 9.3, 9.4) zugeordnet ist. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass jede der weiteren Sicherungen (9.1, 9.2, 9.3, 9.4) auf den zugeordneten Verbraucher abgestimmt ist. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens einen Stellmotor (8.1, 8.2, 8.3) als einen der Verbraucher (8.1, 8.2, 8.3, 8.4) umfasst. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Sicherungen (9.1, 9.2, 9.3, 9.4) an einem Deckel (7) des Gehäuses (6) angeordnet sind.






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