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Dokumentenidentifikation DE102006022517A1 22.11.2007
Titel Karosserie für ein Kraftfahrzeug
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
Erfinder Günthner, Robert-Johann, 85080 Gaimersheim, DE
DE-Anmeldedatum 15.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006022517
Offenlegungstag 22.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse B62D 25/18(2006.01)A, F, I, 20060515, B, H, DE
Zusammenfassung Eine Karosserie für ein Kraftfahrzeug weist einen Kotflügel, einen Stoßdämpfer und eine mit dem Stoßdämpfer verbundene Halteeinrichtung für einen Scheinwerfer auf. Die Verbindung zwischen dem Stoßfänger und der Halteeinrichtung ist mittels einer in einem der beiden Bauteile vorgesehenen Ausnehmung und einem an dem anderen Bauteil angebrachten Vorsprung hergestellt, und der Kotflügel weist in seinem mit dem Stoßfänger in Verbindung stehenden Bereich eine schräge Fläche auf.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Karosserie für ein Kraftfahrzeug nach der im Oberbegriff von Anspruch 1 näher definierten Art.

Aus der DE 102 29 754 A1 ist eine Karosserie mit einer Haltevorrichtung für einen Kotflügel bekannt. Dabei wird die Anbringung eines Scheinwerfers an der Haltevorrichtung beschrieben, wobei derselbe zusätzlich an einer außenseitig am Kotflügel angebrachten, länglichen Führungsschiene befestigt werden kann.

Bei aus dem allgemeinen Stand der Technik bekannten Karosserien wird zur Einstufung des Kraftfahrzeugs in bestimmte Versicherungsklassen ein Crashtest durchgeführt. In den meisten Fällen führt dabei das Auftreffen des Stoßfängers auf einem Hindernis dazu, dass derselbe bei seiner sich daraus ergebenden Verschiebung den Kotflügel beschädigt. Dadurch ist eine aufwändige Reparatur der Karosserie erforderlich, wodurch die Einstufung des Kraftfahrzeugs in eine bestimmte Vollkasko-Schadensklasse verschlechtert wird.

Andererseits ist eine in gewissem Maße starre Anbringung des Stoßfängers an dem Kotflügel erforderlich, um beispielsweise bei hohen Geschwindigkeiten oder dem Durchfahren von Waschanlagen ein Verschieben des Stoßfängers gegenüber der restlichen Karosserie zu verhindern.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Karosserie für ein Kraftfahrzeug zu schaffen, bei welcher eine sichere Anbringung des Stoßfängers an den restlichen Teilen der Karosserie gewährleistet ist, wobei sich im Schadensfalle eine möglichst geringe Beschädigung der einzelnen Bauteile ergeben soll.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die in Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.

Die erfindungsgemäße Verbindung zwischen dem Stoßfänger und der Halteeinrichtung gewährleistet in normalen Belastungszuständen, also beispielsweise wenn sich das Fahrzeug in einer Waschanlage oder dergleichen befindet, ein sicheres Verbleiben sämtlicher Bauteile an ihrem Ort. Wenn jedoch bei einem sogenannten Typschadensfall das Kraftfahrzeug mit dem Stoßfänger auf ein Hindernis prallt, löst sich der Vorsprung aus der Ausnehmung, sodass sich die Verbindung zwischen dem Stoßfänger und der Halteeinrichtung für den Scheinwerfer löst. Um Beschädigungen des Kotflügels zu verhindern, ist derselbe mit einer schrägen Fläche ausgestattet, an welcher der Stoßfänger bei dem Aufprall auf das Hindernis abgleiten kann. Auf diese Weise bleibt der Kotflügel bzw. die Karosserie im Typschadensfall bzw. bei einem Aufprall mit geringer Geschwindigkeit schadensfrei. Beim Lösen des Stoßfängers gegenüber der Halteeinrichtung für den Scheinwerfer kann es im Typschadensfall, nicht jedoch, wenn der Stoßfänger zu Reparaturzwecken gelöst wird, zu einem Brechen der Halteeinrichtung kommen, was jedoch aufgrund der relativ kostengünstigen Ersetzbarkeit derselben nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Eine konstruktiv besonders einfach Ausführungsform ergibt sich, wenn der Stoßfänger die Ausnehmung und die Halteeinrichtung den Vorsprung aufweist.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Stoßfänger, die Halteeinrichtung und der Kotflügel mittels einer weiteren, in Längsrichtung des Kraftfahrzeugs wirkenden Verbindungseinrichtung verbunden sind. Auf diese Weise ist eine zusätzliche Haltekraft für die genannten Bauteile in x-Richtung gegeben.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den restlichen Unteransprüchen. Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung prinzipmäßig dargestellt.

Es zeigt:

1 Eine Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Karosserie in ihrem Normalzustand; und

2 die Karosserie aus 1 in einem Schadensfall.

1 zeigt einen Teil einer Karosserie 1 für ein in seiner Gesamtheit nicht dargestelltes Kraftfahrzeug. Von der Karosserie 1 sind ein Kotflügel 2, ein Stoßfänger 3 und eine mit dem Stoßfänger 3 verbundene Halteeinrichtung 4 für einen nicht gezeigten Scheinwerfer dargestellt. Zwischen dem Stoßfänger 3 und der Halteeinrichtung 4 wird eine Verbindung durch eine in dem Stoßfänger 3 vorgesehene Ausnehmung 5 und einen an der Halteeinrichtung 4 angebrachten Vorsprung 6 hergestellt, welcher in die Ausnehmung 5 eingreift. Auf diese Weise ergibt sich eine ausreichend hohe Haltekraft für die genannten Bauteile in y-Richtung. Im Gegensatz zu der dargestellten Ausführungsform könnte auch der Stoßfänger 3 den Vorsprung 6 und die Halteeinrichtung 4 die Ausnehmung 5 aufweisen.

Die Haltekraft in x-Richtung erfolgt durch eine weitere Verbindungseinrichtung 7, welche einen Bolzen 8 und ein in dem Stoßfänger 3, der Halteeinrichtung 4 und dem Kotflügel 2 vorgesehenes Langloch 9 aufweist. Durch das Langloch 9 ist eine Bewegung des Stoßfängers 3 gegenüber dem Kotflügel 2 in y-Richtung trotz des Vorhandenseins des Bolzens 8 möglich. Dabei ist ein Verkippen des Bolzens 8 durch die geringe Klemmlänge möglich, wodurch die plastische Verformung des Stoßfängers 3 nicht beeinflusst wird. Die Verbindungseinrichtung 7, die nur gestrichelt gezeichnet ist, da sie sich nicht in der Zeichnungsebene befindet, ist an sich bekannt und der Bolzen 8 wird auch als Nullfugenbolzen bezeichnet. Um eine sichere Anlage der beteiligten Bauteile zu gewährleisten, weist die Halteeinrichtung 4 im Bereich der Verbindungseinrichtung 7 eine Verbreiterung 10 auf, die bewirkt, dass die Halteeinrichtung 4 einerseits an dem Stoßfänger 3 und andererseits an dem Kotflügel 2 anliegt bzw. mit diesen Bauteilen in Verbindung steht.

Wenn, wie in 2 dargestellt, die Karosserie 1 des Kraftfahrzeugs im Bereich des Stoßfängers 3 auf einem Hindernis 11 auftrifft, löst sich aufgrund der auftretenden Kraft der Vorsprung 6 der Halteeinrichtung 4 aus der Ausnehmung 5 des Stoßfängers 3 und der Stoßfänger 3 gleitet an einer schrägen Fläche 12 des Kotflügels 2 ab, die dieser in seinem mit dem Stoßfänger 3 in Verbindung stehenden Bereich aufweist. Dadurch wird eine Beschädigung des Kotflügels 2 verhindert, so dass mit geringeren Reparaturkosten und einer besseren Typklasseneinstufung für das Kraftfahrzeug zu rechnen ist. Die Verbindung zwischen dem Stoßfänger 3 und der Halteeinrichtung 4 wird also durch Ausnutzen der Verformung des Stoßfängers 3 und der Halteeinrichtung 4 durch die Hebelwirkung zwischen der Auflagefläche des Stoßfängers 3 an der Verbreiterung 10 und dem Vorsprung 6 gelöst. Zusätzlich ist zu erkennen, dass die Halteeinrichtung 4 für den Scheinwerfer im Bereich zwischen dem Vorsprung 6 und der Verbreiterung 10 bricht, wenn die Verformung ein bestimmtes Maß übersteigt, wodurch eine noch geringere Kraft auf den Kotflügel 2 übertragen wird.


Anspruch[de]
Karosserie für ein Kraftfahrzeug, mit einem Kotflügel, mit einem Stoßfänger und mit einer mit dem Stoßfänger verbundenen Halteeinrichtung für einen Scheinwerfer, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem Stoßfänger (3) und der Halteeinrichtung (4) mittels einer in einem der beiden Bauteile (3; 4) vorgesehenen Ausnehmung (5) und einem an dem anderen Bauteil (4; 3) angebrachten Vorsprung (6) hergestellt ist, und dass der Kotflügel (2) in seinem mit dem Stoßfänger (3) in Verbindung stehenden Bereich eine schräge Fläche (12) aufweist. Karosserie nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoßfänger (3) die Ausnehmung (5) und die Halteeinrichtung (4) den Vorsprung (6) aufweist. Karosserie nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stoßfänger (3), die Halteeinrichtung (4) und der Kotflügel (2) mittels einer weiteren, in Längsrichtung des Kraftfahrzeugs wirkenden Verbindungseinrichtung (7) verbunden sind. Karosserie nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungseinrichtung (7) einen Bolzen (8) und ein in dem Stoßfänger (3), der Halteeinrichtung (4) und dem Kotflügel (2) vorgesehenes Langloch (9) aufweist. Karosserie nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (4) im Bereich der Verbindungseinrichtung (7) eine derartige Verbreiterung (10) aufweist, dass die Halteeinrichtung (4) einerseits mit dem Stoßfänger (3) und andererseits mit dem Kotflügel (2) in Verbindung steht.






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