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Röntgendetektor - Dokument DE102006022596A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006022596A1 22.11.2007
Titel Röntgendetektor
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Janssen, Silke, Dr., 91094 Langensendelbach, DE;
Stierstorfer, Karl, Dr., 91052 Erlangen, DE
DE-Anmeldedatum 15.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006022596
Offenlegungstag 22.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse G01T 1/29(2006.01)A, F, I, 20060515, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04N 5/325(2006.01)A, L, I, 20060515, B, H, DE   G03B 42/02(2006.01)A, L, I, 20060515, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein Röntgendetektor zum Nachweis von Einzelquanten weist mehrere Detektorelemente (2) sowie eine mit diesen datentechnisch verbundene Auswerteeinheit (4) auf, welche derart eingerichtet ist, dass jedem Detektorelement (2) eine erste Energieschwelle (e1) zugeordnet ist, wobei jeweils ein Teil verschiedener mit dem Detektorelement (2) aufnehmbarer Strahlungsspektren (Sp1, Sp2) eine Energie unterhalb der Energieschwelle (e1) und ein weiterer Teil (s1(k), s2(k)) des jeweiligen Strahlungsspektrums (Sp1, Sp2) eine Energie oberhalb der Energieschwelle (e1) aufweist und wobei die Energieschwellen (e1) verschiedener Detektorelemente (2) derart unterschiedlich eingestellt sind, dass das Verhältnis (r(k)) zwischen dem bei einem ersten Strahlungsspektrum (Sp1) eine Energie oberhalb der Energieschwelle (e1) aufweisenden Teil (s1(k)) des Strahlungsspektrums (Sp1) und dem bei einem zweiten Strahlungsspektrum (Sp2) eine Energie oberhalb der Energieschwelle (e1) aufweisenden Teil (s2(k)) des Strahlungsspektrums (Sp2) bei den verschiedenen Detektorelementen (2) aneinander angeglichen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen zum Nachweis einzelner Quanten geeigneten Röntgendetektor sowie ein Verfahren zum Betrieb eines Röntgendetektors.

Ein zur Detektion von Einzelquanten vorgesehener Detektor ist beispielsweise aus der DE 40 18 859 A1 bekannt. Dieser Detektor ist sowohl zur Anwendung in der zerstörungsfreien Materialprüfung als auch zum Einsatz in der Medizintechnik, zum Beispiel bei Dosisverteilungsmessungen, vorgesehen.

Bei Strahlungsdetektoren, die zur Erfassung der Energie einzelner Ereignisse geeignet sind, sind häufig Energieschwellen einstellbar, die festlegen, wie Ereignisse zu kategorisieren sind, beispielsweise unterhalb welcher gemessenen Energie ein detektiertes Ereignis zu verwerfen ist. Derartige Energieschwellen dienen insbesondere dazu, einer bestimmten Strahlungsquelle zuzuordnende Ereignisse von sonstigen Ereignissen, die nicht registriert werden sollen und lediglich das Messergebnis verfälschen würden, abzugrenzen.

Bei bildgebenden Verfahren, die die Energie einzelner Ereignisse ortsaufgelöst aufnehmen, kann es je nach Einstellung einzelner Energieschwellen zu Artefakten, beispielsweise in Form von regelmäßigen Mustern, kommen. Die Entstehung solcher Verfälschungen von Messergebnissen kann damit zusammenhängen, dass verschiedene Bereiche eines Strahlungsdetektors in unterschiedlicher, nur unzureichend mit geschlossenen Ansätzen beschreibbarer Weise der auftreffenden Strahlung ausgesetzt sind. Um derartige Artefakte, die zum Beispiel als Ringe auf einer zweidimensionalen Darstellung sichtbar sein können, zu vermeiden, können aufwändige Einstellarbeiten am Strahlungsdetektor notwendig sein.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Nachweis einzelner Quanten bei der Detektion von Röntgenstrahlung zu ermöglichen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Röntgendetektor mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Verfahren zum Betrieb eines Röntgendetektors mit den Merkmalen des Anspruchs 6. Im Folgenden im Zusammenhang mit dem Röntgendetektor erläuterte Merkmale und Vorteile gelten sinngemäß auch für das Verfahren und umgekehrt.

Der den Nachweis von Einzelquanten ermöglichende Röntgendetektor weist mehrere Detektorelemente sowie eine mit diesen datentechnisch verbundene Auswerteeinheit, welche in ein umfassenderes Datenverarbeitungsnetzwerk eingebunden sein kann, auf. Die Auswerteeinheit ist derart eingerichtet, dass jedem Detektorelement eine erste Energieschwelle zugeordnet ist, wobei jeweils ein Teil verschiedener mit dem Detektorelement aufnehmbarer Strahlungsspektren eine Energie unterhalb dieser Energieschwelle und ein weiterer Teil des jeweiligen Strahlungsspektrums eine Energie oberhalb der Energieschwelle aufweist. Die Energieschwellen der verschiedenen Detektorelemente sind derart unterschiedlich eingestellt, dass das Verhältnis zwischen dem bei einem ersten Strahlungsspektrum eine Energie ober- oder unterhalb der Energieschwelle aufweisenden Teil des Strahlungsspektrums und dem bei einem zweiten Strahlungsspektrum eine Energie ober- bzw. unterhalb der Energieschwelle aufweisenden Teil des Strahlungsspektrums bei den verschiedenen Detektorelementen aneinander angeglichen ist. Bevorzugt werden hierbei die weiteren Teile mit den Energiebereichen oberhalb der Energieschwelle ins Verhältnis gesetzt. Dies hat den Vorteil, dass kein oder nur ein geringer störender Einfluss von Rauschen vorliegt.

Unter einer Angleichung der Verhältnisse zwischen den durch die für jedes Detektorelement spezifisch eingestellte Energieschwelle begrenzten Teilen der verschiedenen Strahlungsspektren wird hierbei nicht nur eine vollständige Gleichsetzung dieser für jedes Detektorelement separat bestimmten Quotienten verstanden. Vielmehr ist die Situation vor der Angleichung der Energieschwellen, das heißt bei für alle Detektorelemente identisch eingestellten Energieschwellen, mit der Situation nach der Änderung der Energieschwellen zu vergleichen:

Von einer Angleichung der Quotienten, die das Verhältnis zwischen der Anzahl der bei der Aufnahme eines ersten Strahlungsspektrums registrierten Ereignisse und der Anzahl der bei der Aufnahme eines zweiten Strahlungsspektrums registrierten Ereignisse angeben, wird gesprochen, sobald die Summe der Abweichungen der einzelnen, jeweils einem Detektorelement zugeordneten Quotienten vom mittleren Quotienten aller Detektorelemente nach der Verstellung der Energieschwelle zumindest eines einzigen Detektorelementes geringer ist als im Fall von identisch eingestellten Energieschwellen sämtlicher Detektorelemente. Unter registrierten Ereignissen sind hierbei Ereignisse mit einer Energie oberhalb der verstellbaren Energieschwelle zu verstehen. In idealer Weise sind die den einzelnen Detektorelementen zugeordneten Quotienten auf zumindest annähernd identische Werte eingestellt. Es hat sich gezeigt, dass auf diese Weise unter bewusster Inkaufnahme unterschiedlich eingestellter Energieschwellen der einzelnen Detektorelemente Artefakte in der Bildgebung mit besonders hoher Zuverlässigkeit vermieden werden.

Nach einer vorteilhaften Weiterbildung ist den Detektorelementen zusätzlich zur vorstehend beschriebenen ersten Energieschwelle jeweils eine zweite, höhere oder obere Energieschwelle zugeordnet, welche ein weiteres Kriterium bei der Messung verschiedener Strahlungsspektren festlegt. Insbesondere ist damit eine weitere Unterteilung des Energiebereichs möglich. Mit der zweiten höheren Schwelle ist festlegbar, ab welcher Energie ein mit dem Detektorelement gemessenes Ereignis einem weiteren, dritten Teil des jeweiligen Strahlungsspektrums zugeordnet ist. Analog der Einstellung der ersten Schwelle ist auch die zweite Schwelle spezifisch für die verschiedenen Detektorelemente einstellbar. Voraussetzung für diese zweite Schwellwertsetzung ist, dass die aufgenommenen Spektren eine Grenzenergie oberhalb der zweiten Energieschwelle haben.

Eine Umschaltung zwischen dem ersten und dem zweiten Strahlungsspektrum ist beispielsweise durch eine Änderung der Spannung einer Röntgenquelle möglich. Ist der Röntgendetektor Teil eines medizintechnischen Diagnosegerätes, so wird für die Einstellung der Energieschwellen der einzelnen Detektorelemente vorzugsweise dieselbe Röntgenquelle verwendet, die als Röntgenquelle des medizintechnischen Gerätes ohnehin zur Verfügung steht. Die durch die Einstellung der verschiedenen Energieschwellen des Röntgendetektors vorzunehmende Justage der bildwirksamen Eigenschaften des röntgentechnischen Diagnosegerätes ist somit ohne apparativen Zusatzaufwand, etwa in Form einer externen Röntgenquelle, möglich.

Eine weitere Möglichkeit der Änderung des Energiespektrums einer zur Einstellung der Energieschwellen verwendeten Strahlung ist durch eine Filterung der Strahlung gegeben. Dabei ist davon auszugehen, dass bereits ohne Verwendung eines zusätzlichen, das Strahlungsspektrum beeinflussenden Filters die auf den Detektor auftreffende Strahlung nicht an jedem Ort, an dem eine Messung mittels eines Detektorelementes erfolgt, ein identisches Energiespektrum aufweist. Vielmehr kann eine Ortsabhängigkeit des Strahlungsspektrums beispielsweise aufgrund eines Formfilters in dem mindestens eine Röntgenquelle und einen in der Art eines Detektorarrays aufgebauten Röntgendetektor umfassenden röntgentechnischen System, insbesondere medizintechnischen System, gegeben sein.

Wird zum Zwecke der in dem Verfahren zur Einstellung der Energieschwellen der einzelnen Detektorelemente erforderlichen Veränderung des Strahlungsspektrums ein Filter in den Strahlengang eingebracht, so bleiben gegebenenfalls vorhandene systembedingte Ortsabhängigkeiten der auf den Röntgendetektor auftreffenden Strahlung prinzipiell erhalten.

Beispielsweise kann das Strahlungsspektrum am Rand des flächigen Röntgendetektors, insbesondere bedingt durch einen im Röntgensystem vorhandenen Formfilter, auf gehärtet sein. Dies hat zur Folge, dass im Fall einer einheitlichen Einstellung der Energieschwellen aller Detektorelemente das Verhältnis zwischen dem über der Energieschwelle liegenden Teil eines ersten Spektrums und dem ebenso über der Energieschwelle liegenden Teil eines zweiten Spektrums nicht für alle Detektorelemente identisch ist. Als erstes Spektrum wird dabei das Spektrum ohne zusätzlichen Filter, als zweites Spektrum das mittels des zusätzlichen Filters und/oder Änderung der Spannung der Röntgenquelle modifizierte Spektrum bezeichnet.

In den Bereichen des Röntgendetektors, die im Vergleich zu den übrigen Detektorbereichen auf gehärteter oder in sonstiger Weise geänderter Strahlung ausgesetzt sind, ist sowohl das erste Spektrum als auch das zweite Spektrum in Relation zu den übrigen Bereichen des Detektors geändert. Diese Änderung ist anhand verschiedenster Verhältniszahlen, die beispielsweise das Verhältnis zwischen dem unter einer Schwelle liegenden Teil eines Spektrums und dem über dieser Schwelle liegenden Teil des Spektrums angeben, beschreibbar. Überraschenderweise wird eine besonders hohe Bildqualität erzielt, wenn die oberhalb einstellbarer Schwellen liegenden Teile verschiedener mit einem Detektorelement aufgenommener Spektren ins Verhältnis zueinander gesetzt werden und der damit gegebene Quotient als für die verschiedenen Detektorelemente anzugleichende Zielgröße bei der Einstellung der Energieschwellen der Detektorelemente herangezogen wird. Durch die Auswahl der oberhalb der Schwellen liegenden Teile der Spektren wird der Einfluß von Rauschen gering gehalten.

Der Vorteil der Erfindung liegt insbesondere darin, dass bei einem einzelne Röntgenquanten detektierenden medizintechnischen Diagnosegerät auf einfache weise unter Verwendung der vorhandenen Röntgenquelle des Diagnosegerätes eine Einstellung von Energieschwellen einzelner Detektorelemente durchführbar ist. Insbesondere ermöglicht das Verfahren eine Kalibrierung des Detektors ohne die Verwendung einer monochromatischen Strahlung, da das Verhältnis zweier Spektren und damit eine relative Größe betrachtet wird. Bei dem Verfahren werden daher zur Einstellung der detektorelement-spezifischen Energieschwellen bevorzugt Kalibrierspektren herangezogen, die nicht monochromatisch sind. Die Kalibrierspektren werden hierbei nach den einzustellenden Energieschwellen ausgewählt, d.h. für unterschiedliche Energiebereiche werden bevorzugt unterschiedliche Energieschwellen vor-ausgewählt, zu denen dann geeignete Kalibrierspektren ausgewählt werden. Zu einer jeweiligen vor-ausgewählten Energieschwelle werden dann die mit dem beschriebenen Verfahren detektorelement-spezifisch unterschiedlichen Energieschwellen ermittelt.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Hierin zeigen:

1 in schematischer Ansicht einen Röntgendetektor einschließlich einer Auswerteeinheit,

2 in einem Flussdiagramm ein Verfahren zur Einstellung von Energieschwellen des Röntgendetektors nach 1,

3 und 4 verschiedene mit dem Röntgendetektor nach 1 aufnehmbare Spektren.

In 1 ist symbolisiert ein Röntgendetektor 1 dargestellt, der einzelne Detektorelemente 2 sowie einen diesen vorgeschalteten Filter 3 aufweist und an eine Auswerteeinheit 4 mit einem Datenspeicher 5 angeschlossen ist. Der Röntgendetektor 1 ist ebenso wie eine Röntgenquelle 6 Teil eines nicht weiter dargestellten medizintechnischen Diagnosegerätes 7. Hierbei handelt es sich vorzugsweise um ein Computertomographiegerät.

Die in der Art eines Detektorarray 8 angeordneten Detektorelemente 2 ermöglichen eine orts- und energieaufgelöste Detektion einzelner Röntgenquanten. Abweichend von der schematisierten Darstellung können die Auswerteeinheit 4 sowie der zur Speicherung von mittels des Diagnosegerätes 7 akquirierten Daten vorgesehene Datenspeicher 5 Teile eines umfassenderen Datenverarbeitungsnetzwerks, beispielsweise eines Radiologie-Informationssystems (RIS) sein.

Jedem Detektorelement 2 sind Energieschwellen e1, e2 (3, 4) zugeordnet, die hardware- und/oder softwaretechnisch realisiert sein können. Die Einstellung der unteren Energieschwelle e1 wird im Folgenden anhand 2 erläutert:

In einem ersten Schritt S1 wird der Röntgendetektor 1 mittels der Röntgenquelle 6 einer Strahlung St mit einem ersten Energiespektrum Sp1 ausgesetzt. Ein Teil dieses Energiespektrums Sp1 liegt unterhalb, ein weiterer Teil des Spektrums Sp1 oberhalb der Energieschwelle e1, welche in diesem Schritt 51 für alle Detektorelemente 2 identisch ist. Jedes Detektorelement 2 liefert ein separates Signal an die Auswerteeinheit 4. Es wird auch von Kanälen k des Röntgendetektors 1 gesprochen, welche jeweils einem Detektorelement 2 entsprechen. Die während des Schrittes S1 mittels der Detektorelemente 2 erfassten Ereignisse werden in dem Datenspeicher 5 gespeichert. Die Anzahl der von jedem Detektorelement 2, das heißt in jedem Kanal k, registrierten Ereignisse mit einer Energie oberhalb der ersten Schwelle e1 wird mit s1(k) bezeichnet. In der Regel sind die Zahlen s1(k) für verschiedene Detektorelemente 2 unterschiedlich.

Im nächsten Schritt S2 wird bei unveränderten Energieschwellen e1, jedoch mit verändertem Strahlungsspektrum S2 eine zweite Messung mit dem Röntgendetektor 1 durchgeführt. Diese Messung liefert für jedes Detektorelement 2 eine Anzahl s2(k), die angibt, wie viele Ereignisse mit einer Energie oberhalb der Energieschwelle e1 registriert wurden. Auch die Anzahl s2(k) der mit dem zweiten Strahlungsspektrum S2, welches ebenfalls Anteile oberhalb und unterhalb der ersten Energieschwelle e1 hat, registrierten Ereignisse hängt in der Regel von der Lage des Detektorelements 2 innerhalb des Detektorarrays 8 ab.

Der dritte Schritt S3 wird mittels der Auswerteeinheit 4 nach dem Abschluss des zweiten Schrittes S2 durchgeführt: Es wird für jedes Detektorelement 2, das heißt für jeden Kanal k, ein Quotient r(k) = s1(k)/s2(k) bestimmt, der das Verhältnis zwischen der Anzahl der im ersten Schritt S1 registrierten, eine Energie oberhalb der ersten Energieschwelle e1 aufweisenden Ereignisse und der Anzahl der im zweiten Schritt S2 registrierten, ebenfalls eine Energie oberhalb der ersten Energieschwelle e1 aufweisenden Ereignisse angibt.

Im folgenden Schritt S4 wird automatisch abgefragt, ob die Quotienten r(k) für die verschiedenen Detektorelemente 2 ein vorgebbares Kriterium erfüllen, insbesondere innerhalb eines zulässigen Intervalls um den mittleren Quotienten r aller Kanäle k liegen. Ist dieses Kriterium noch nicht erfüllt, so wird im Schritt S5 die Energieschwelle e1 mindestens eines Detektorelements 2 verstellt, um den Quotienten r(k) des entsprechenden Kanals k in Richtung des mittleren Quotienten r zu verschieben.

Ist beispielsweise das Verhältnis r(k) eines bestimmten Kanals k im Vergleich zum mittleren Quotienten r zu klein, wobei das zweite Spektrum Sp2 durch Aufhärtung aus dem ersten Spektrum Sp1 hervorgegangen ist, so bedeutet dies, dass das betreffende Detektorelement 2 bei der Detektion höherenergetischer Strahlung im Vergleich zur Detektion von Strahlung mit niedrigerer Energie zu hohe Zählraten liefert. Dieses Missverhältnis der in unterschiedlichen Energiebereichen registrierten Anzahl an Ereignissen ist dadurch korrigierbar, dass die Energieschwelle e1 des Detektorelementes 2 gesenkt wird. Der prozentuale Anstieg der im ersten Spektrum Sp1 registrierten Ereignisse, jeweils einem einzelnen Röntgenquant entsprechend, ist bei einer solchen Herabsetzung der Energieschwelle e1 größer als der prozentuale Anstieg der Anzahl der Ereignisse, die bei der Messung des zweiten Spektrums Sp2 registriert werden. Der Quotient r(k) = s1(k)/s2(k) wird demzufolge erhöht, das heißt dem mittleren Quotienten r angenähert.

Mit der geänderten Einstellung der Energieschwelle e1(k) zumindest eines Detektorelements 2, vorzugsweise mehrerer Detektorelemente 2, wird erneut im Schritt S3 für die verschiedenen Detektorelemente 2 der zugehörige Quotient r(k) bestimmt, wobei auch erneute Messungen durchführbar sind. Anschließend wird wiederum im Schritt S4 abgefragt, ob das Kriterium hinsichtlich der Übereinstimmung der den einzelnen Detektorelementen 2 zugeordneten Quotienten r(k) erfüllt ist. Ist dies der Fall, so ist das Ende E des Verfahrens zur Einstellung der Energieschwellen e1(k) der Detektorelemente 2 erreicht. Idealerweise werden alle Energieschwellen e1(k) derart eingestellt, dass die zugehörigen Quotienten r(k) auf einen identischen Wert justiert sind. Abweichend hiervon ist es auch möglich, die Kurve r(k), welche eine Ortsabhängigkeit innerhalb des Detektorarrays 8 aufweist, lediglich zu glätten. Eine solche Glättung ist in vielen Fällen ausreichend, um die Bildung von Artefakten auf mit dem Röntgendetektor 1 aufgenommenen Bildern zu vermeiden.

Die 3 und 4 zeigen jeweils das erste Energiespektrum Sp1 der mit der Röntgenquelle 6 erzeugten Strahlung St sowie ein im Vergleich zum ersten Spektrum Sp1 geändertes zweites Spektrum Sp2, Sp2'. In beiden Fällen weist sowohl das erste Strahlungsspektrum Sp1 als auch das zweite Strahlungsspektrum Sp2, Sp2' sowohl Anteile unterhalb der ersten Energieschwelle e1 als auch Anteile oberhalb der Energieschwelle e1 auf. Da der Röntgendetektor 1 ein zählender Detektor ist, können den verschiedenen Teilen der Spektren Sp1, Sp2, Sp2' Zahlen an Ereignissen zugeordnet werden. Hierbei entspricht die vom Detektorkanal k abhängige Anzahl s1(k) dem oberhalb der Energieschwelle e1 liegenden Teil des ersten Spektrums Sp1 und die Anzahl s2(k) dem oberhalb der Schwelle e1 liegenden Teil des zweiten Spektrums Sp2.

Das in 3 dargestellte zweite Spektrum Sp2 ist aus dem ersten Spektrum Sp1 durch Filterung mittels des Filters 3 erzeugt. Die Spannung, mit der die Röntgenquelle 8 betrieben wird, bleibt dabei mit 60 kV konstant. Dagegen ist in dem in 4 dargestellten Fall das Spektrum Sp2' aus dem Spektrum Sp1 nicht durch einen Filter, sondern durch Heraufsetzung der Spannung von 60 kV auf 80 kV hervorgegangen.

Wie aus den 3 und 4 ersichtlich ist, liegt die Grenzenergie sämtlicher Spektren Sp1, Sp2, Sp2' unterhalb der zweiten Energieschwelle e2. In diesem Fall braucht bei der Einstellung der ersten Energieschwellen e1(k) der einzelnen Detektorelemente 2 die zweite Energieschwelle e2 nicht beachtet zu werden. Andernfalls, bei innerhalb des zweiten Energiespektrums Sp2, Sp2' oder innerhalb des ersten Energiespektrums Sp1 liegender zweiter Energieschwelle e2, müsste bei der Einstellung der ersten Energieschwellen r1(k) die zweite Energieschwelle e2 aufhebbar sein. Im Übrigen ist die obere, zweite Energieschwelle e2(k) analog der ersten Energieschwelle e1(k) für jedes Detektorelement 2 separat einstellbar.


Anspruch[de]
Röntgendetektor zum Nachweis von Einzelquanten, mit mehreren Detektorelementen (2) sowie einer mit diesen datentechnisch verbundenen Auswerteeinheit (4), welche derart eingerichtet ist, dass jedem Detektorelement (2) eine erste Energieschwelle (e1) zugeordnet ist, wobei jeweils ein Teil verschiedener mit dem Detektorelement (2) aufnehmbarer Strahlungsspektren (Sp1, Sp2) eine Energie unterhalb der Energieschwelle (e1) und ein weiterer Teil (s1(k), s2(k)) des jeweiligen Strahlungsspektrums (Sp1, Sp2) eine Energie oberhalb der Energieschwelle (e1) aufweist, und wobei die Energieschwellen (e1) verschiedener Detektorelemente (2) derart unterschiedlich eingestellt sind, dass das Verhältnis (r(k)) zwischen dem bei einem ersten Strahlungsspektrum (Sp1) eine Energie oberhalb oder unterhalb der Energieschwelle (e1) aufweisenden Teil (s1(k)) des Strahlungsspektrums (Sp1) und dem bei einem zweiten Strahlungsspektrum (Sp2) eine Energie oberhalb bzw. unterhalb der Energieschwelle (e1) aufweisenden Teil (s2(k)) des Strahlungsspektrums (Sp2) bei den verschiedenen Detektorelementen (2) aneinander angeglichen ist. Röntgendetektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass den Detektorelementen (2) jeweils eine zweite, obere Energieschwelle (e2) zugeordnet ist, welche festlegt, ab welcher Energie ein mit dem Detektorelement (2) gemessenes Ereignis einem weiteren, dritten Teil des jeweiligen Strahlungsspektrums (Sp1, Sp2) zugeordnet ist. Röntgendetektor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite, obere Energieschwelle (e2) deaktivierbar ist. Röntgendetektor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen zur Beeinflussung der Strahlungsspektren (Sp1, Sp2) den Detektorelementen (2) vorschaltbaren Filter (3). Röntgendetektor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abhängigkeit zwischen der Anordnung eines Detektorelementes (2) innerhalb eines Detektorarrays (8) und dem Strahlungsspektrum (Sp1, Sp2) am Ort des jeweiligen Detektorelementes (2) gegeben ist. Verfahren zum Betrieb eines mehrere zum Nachweis von Einzelquanten geeignete Detektorelemente (2) aufweisenden Röntgendetektors (1), mit folgenden Schritten:

– Die Detektorelemente (2) werden einer ein erstes Energiespektrum (Sp1) aufweisenden Strahlung ausgesetzt, wobei eine innerhalb dieses Energiespektrums (Sp1) liegende erste Energieschwelle (e1) für jedes Detektorelement (2) existiert,

– die Anzahl der mit jedem Detektorelement erfassten Ereignisse mit einer Energie ober- oder unterhalb der ersten Energieschwelle (e1) wird erfasst und als erste Anzahl gespeichert,

– die Detektorelemente (2) werden einer ein zweites Energiespektrum (Sp2) aufweisenden Strahlung ausgesetzt, wobei die erste Energieschwelle (e1) eines jeden Detektorelementes (2) unverändert bleibt,

– die Anzahl der mit jedem Detektorelement (2) erfassten Ereignisse mit einer Energie ober- bzw. unterhalb der ersten Energieschwelle (e1) wird erfasst und als zweite Anzahl gespeichert,

– es wird für jedes Detektorelement (2) ein Quotient (r(k)) aus der ersten Anzahl und der zweiten Anzahl gebildet,

– die ersten Energieschwellen (e1) mindestens eines Teils der Detektorelemente (2) werden derart geändert, dass eine Angleichung der Quotienten (r(k)) für die einzelnen Detektorelemente (2) erfolgt.
Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Quotienten (r(k)) für die einzelnen Detektorelemente (2) mittels der unterschiedlichen Einstellung der ersten Energieschwelle (e1) verschiedener Detektorelemente (2) auf zumindest annähernd identische Werte eingestellt werden. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der Energieschwellen (e1) unter Verwendung einer ebenso wie der Röntgendetektor (1) ein Teil eines Diagnosegerätes (7) bildenden Röntgenquelle (6) erfolgt.






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