PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006023021A1 22.11.2007
Titel Memo-Schreibstift
Anmelder Corallo, Enrico, 67435 Neustadt, DE
Erfinder Corallo, Enrico, 67435 Neustadt, DE
DE-Anmeldedatum 17.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006023021
Offenlegungstag 22.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse B43K 29/093(2006.01)A, F, I, 20060517, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf ein unauffälliges Informationsmedium in Form eines Schreibgeräts (z. B. Kugelschreiber), auf dessen Außenseite ein kleiner LCD-Bildschirm gespeicherte Notizen anzeigt, deren fortlaufender Inhalt durch z. B. Drehung des Stiftes und deren Auswahl aus gestaffelten Menüs durch die Einstellung verschiedener Ringe oder Aufdruck-Felder ausgewählt werden kann.

Beschreibung[de]

In Geschäftsgesprächen ist es vielfach peinlich, die Namen der Gesprächspartner oder bereits vereinbarte Preise oder Konditionen etc. nicht mehr zu wissen, weil die Menge der Informationen nicht merkbar ist. Jeweils nachsehen zu müssen, ist dagegen peinlich und wirkt inkompetent.

Wünschenswert ist dagegen, ohne erkennbar nach Informationen zu suchen, für jede Frage gewappnet zu sein.

Es sind verschiedenartige verdeckt ablesbare Speichermedien bekannt, wie Schrifttafeln, die nur bei einem bestimmten Beleuchtungsstand abrufbar sind, unauffällige Notizen in der Arbeitsmappe, etc.

Sie zu benutzen verlangt jedoch den Aufwand ausgebreiteten Zubehörs, in dem die Informationen unauffällig abgelesen werden können. Zudem ist die Vorbereitung von Memos für alle Fälle einer Verhandlung aufwändig.

Aufgabe vorliegender Erfindung ist es daher, ein unauffälliges Notizmedium zu schaffen, dessen Inhalte aus bestehenden Datenquellen schnell und übersichtlich geordnet übertragen werden können.

Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass ein Schreibstift, wie z.B. ein Kugelschreiber mit einem Speichermedium, wie etwa dem Chip einer SD-Speicherkarte, einem kleinen Bildschirm mit einstellbarem Reflexionswinkel, sowie einen kleinen Datenstecker, z.B. Mini-USB unter einer Hülse im Druckknopf, ausgestattet wird. Verschiedene Segmente des Kugelschreiber-Schaftes sind dazu als Drehring, sowie der Clip oder Sensorflächen als Umschalter ausgebildet, wobei jedes dieser Elemente die Auswahl gespeicherter Informationen in einer (Unter-)Ebene einer Datenbank steuert. Die Inhalte können aus einem der verbreiteten Standardprogramme für Business-Anwendungen, wie etwa Excel, Outlook oder Filemaker übertragen werden, wobei jeweils nur die Zahl der Felder und die Adressierung einem einheitlichen Schema unterliegen muss.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann der Mini-Bildschirm um den Schaft des Schreibstifts umlaufend ausgeführt werden, um bei Bedarf ein größeres Bildfeld anzuzeigen, dann aber durch eines der genannten Steuerelemente z.B. auf eine Anzeigen-Zeile verkleinert oder gänzlich abgeblendet werden.

In einer einfachen Ausführung enthält der Stift nur ein Anzeigenfeld, das der Benutzer zum Ablesen in Blickrichtung halten muss. Seine LCDs werden in Abhängigkeit von der Licht-Einfallsrichtung z.B. mit Hilfe der Drucksensor-Felder ... und ... so justiert, dass sich nur aus der Blickrichtung des Benutzers die erkennbare Struktur eines Textes oder Zahlen ergibt. Dabei können die LCDs durch längeren Aufdruck auf eines dieser Felder gänzlich abgedunkelt werden, so dass sie der – vorzugsweise daran angepassten – Farbe des Schaftes des Schreibstifts entsprechen.

In anderen Ausführungen ist es möglich, das Display mit Microballs wie bei sog. "elektronischem Papier" oder mit OLEDs auszustatten. In diesem Fall kann entweder das Sichtfeld ebenfalls mit einer verdunkelbaren LCD-Schicht abgedeckt werden.

In einfachen Ausführungen wäre es aber ebenfalls möglich, das Sichtfeld mit hinter einer transparenten Hülle als Teil des Schaftes mit von außen verschiebbaren Kulissen abzudecken oder im einfachsten Fall eine Hülse über den Ausschnitt des Sichtfensters zu verschieben oder deren entsprechenden transparenten Teil oder Ausschnitt entsprechend darüber zu drehen.

Der Vor- oder Rückschritt innerhalb ausgewählter Inhalte erfolgt dann z.B. mit einem Drehring, die Wahl des Menues oder Untermenues der angezeigten Inhalte kann z.B. durch Sensor- oder elektromechanische Tasten bewirkt werden.

In einer weiter vorteilhaften Ausführung ist es möglich, den Anzeigebereich zu vergrößern und die Suche durch einfache Drehung des Stiftes zu ermöglichen.

Hierzu wird der ganze Schaft des Schreibstiftes als LCD-Bildschirm ausgeführt, bei dem eine darunter angebrachte reflexive Folie in Verbindung mit den einstellbaren LCDs bewirkt, dass in Abhängigkeit vom Lichteinfall jeweils nur die in Blickrichtung des Benutzers liegende Zone eine Schrift- oder Zahlenstruktur erkennbar werden lässt.

Hierzu hält der Benutzer den Stift zunächst in einer Stellung, die zur Vorbereitung des Schreibens dienen würde. Dabei wird das LCD des umlaufenden Bildschirms so eingestellt, dass nur im gewählten Einblickwinkel mit Hilfe der reflexiven Folie ein Anzeigenbereich erkennbar wird. Dieser wandert auf Grund der speziellen Lichteinfallrichtung bei Drehung des Stiftes um seine Mittelachse mit.

Durch einen Lagesensor werden mit der Stiftdrehung Informationsinhalte je nach Vorund Rückdrehung zeilenweise vor- oder rückgespult.

Eine bevorzugte Ausführung wird nachfolgend an Hand der Zeichnungen 1 bis 4 beschrieben:

1 zeigt den Memo-Stift 1 in der einfacheren Version. Dabei ist die vordere Stiftkappe 2, die als Batterieträger fungiert und vorzugsweise eine entsprechend geformte Lithium-Polymerbatterie-Hülse enthält, über die Kontakte 3 und 5 mit der im Schaft des Memo-Stiftes angeordneten Elektronik (siehe 2) verbunden. In abgeschraubtem Zustand kann die Stiftkappe 2 mit dem Ladegerät (siehe 3) wieder aufgeladen werden.

Die Mine 4 des Stiftes wird in der einfachsten Ausführung von vorne eingeschoben und ist in dieser Form nicht einfahrbar, kann aber durch vordrehen der Stiftkappe 2 geschützt werden.

Es ist aber auch möglich, im oberen Teil des Schaftes eine für Kugelschreiber übliche Druckmechanik zu integrieren, die durch Aufdruck mit der Schutzkappe 13 auf den Innenschaft mit dem Mini-USB-Stecker 12 betätigt wird.

Der Sensorknopf 6 dient vorzugsweise dem Spaltenvorschub, dementsprechend der Knopf 10 dem Spalten-Rücksprung und durch Daueraufdruck jeweils dem schnellen Vorund Zurückscannen über die Spaltenreihen (hier 8 und 9) der Inhalte im Displayfenster 14. Rückseitige Knöpfe in ähnlicher Position können der Anpassung der LCDs auf die Sichtbarkeit des reflexiven Displays dienen.

Mit dem Drehring 11 können vorzugsweise die Inhalte zeilenweise durchgescannt werden, während der zweite Drehring 7 dazu dienen kann, unterschiedliche Dateien bzw. Spreadsheets oder Datenbanken zu verschiedenen Themeninhalten auszuwählen.

2 zeigt schematisch und im Schnittbild eine mögliche Ausführung des den Stift-Inhaltes, wobei die Hauptplatine 20 u.a. den Prozessor 21 und den Speicherbaustein 22 trägt. Das gewölbte Display 28 ist frontseitig mit der transparenten Außenhülle 23 verbunden.

3 zeigt in gleicher Weise die Ausführung der Elektronik in einer Form, die auswechselbare Speicher, z.B. in Form von miniaturisierten Memory-Sticks 42 zulasst. Hierbei ist die hintere Kappe des Stiftes 14 als Überwurfmutter ausgeführt und abschraubbar, der Mini-USB-Anschluß 12 wird dabei an der Flexplatine 40 abgeklappt und gibt den Zugang zur Platine 20 mit der Steck-Aufnahme 41 frei, in die (z.B. von Sony geplante) Mini-Memory-Sticks 42 aus- und einschiebbar sind.

4 zeigt die mögliche Ausführung eines Ladegeräts 30, mit dem eine als Stiftkappe ausgeführte Lithium-Polymer-Batterie (4 in 1) durch aufschrauben auf das Gewinde 31 über die Ladekontakte 32 und 33 mit den konzentrischen Ladekontaktbahnen (3 und 4 in 1) verbunden wird. Der Sockel 30 kann hier das elektronische Ladegerät enthalten (nicht dargestellt), das die von der Netzzuleitung 35 kommende Netzspannung zur Lade-Gleichspannung aufbereitet. Die Leuchtdioden 36 und 37 können den jeweiligen Ladezustand signalisieren.

Dem Fachmann sind derartige und ähnliche Lösungen bekannt, sie werden hier deshalb nicht weiter ausgeführt.

5 zeigt die erweiterte Version, bei der der gesamte Schaftteil 40 transparent und als reflexiver LCD-Monitor 29 ausgeführt ist. Der Drehring (41 in 1) dient hier nicht dem zeilenweisen Vor- oder Rückspulen der Inhalte, was in diesem Falle ja einfach durch Drehen des Stiftes erfolgt, sondern der Einstellung der LCD-Polarisierung, so dass bei gegebener Beleuchtung nur das im Einblickwinkel liegende Segment des Schaftes als Display erkennbar ist. Der Lagesensor 45 misst den Drehwinkel um die Längsachse und steuert damit den Zeilenvor- oder -Rücksprung der dargestellten Inhaltsfelder.

6 stellt einen Schnitt durch das Innere einer Stift-Ausführung unter Verzicht auf eine (vergleichsweise teuere) Spannungsversorgung über speziell geformte Lithium-Polymer-Akkus. Vielmehr wird hier eine Standard AAA-Batterie 50 eingesetzt und das Display und eine flexible Platine 29 und 51 mit einer Schutzschicht 52 als Hülse ausgebildet, die gleichzeitig als Batteriehalter dient.


Anspruch[de]
Schreibstift, dadurch gekennzeichnet, dass er eine integrierte Datenspeicher- und -Anzeigefunktion aufweist. Schreibstift nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten-Speicherung elektronisch erfolgt. Schreibstift nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Datenspeicherung durch die Verbindung mit einem Tabellen-Kalkulations- oder Datenbank-Programm in Feldern übertragen wird, die in mehreren Ebenen (= Ordnern bzw. Blättern), Spalten und Zeilen zugreifbar sind. Schreibstift nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Speicherung auf Miniatur-Chips, vorzugsweise solcher in C-Mos-Technik erfolgt. Schreibstift nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromversorgung durch Miniatur-Batterien erfolgt. Schreibstift nach Anspruch 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromversorgung durch Lithium-Polymer-Batterien erfolgt, die gleichzeitig ein konstruktives Element des Schreibstifts darstellen. Schreibstift nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Batterien eine abschraubbare Kappe des Stiftes darstellen. Schreibstift nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kappe über ringförmige Kontakte mit dem Stift elektrisch verbunden ist. Schreibstift nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragung von Daten zum Stift durch einen Miniatur-Steckkontakt erfolgt. Schreibstift nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchse des Miniatur-Steckkontaktes nach der USB-Norm ausgeführt ist. Schreibstift nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchse des Steckkontaktes unter einer abziehbaren Hülse verborgen ist. Schreibstift nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Speicherelement auswechselbar ist. Schreibstift nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Speichermedium einem der industriell verfügbaren Standards entspricht Schreibstift nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige der Informationen durch ein LCD-Display erfolgt. Schreibstift nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das LCD-Display mit einem reflexiven Element hinterlegt ist. Schreibstift nach Anspruch 14 und 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Polarisierung des LCD-Elements so ausgelegt und einstellbar ist, dass die Anzeige des Displays nur bei einer eingestellten Lichteinfalls-Richtung sichtbar ist. Schreibstift nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige der Informationen durch ein OLED-Display erfolgt. Schreibstift nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige der Informationen durch ein Microball-Display (sog. "Elektronisches Papier") erfolgt. Schreibstift nach einem der Ansprüche 13 bis 16 und 17 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige der Informationen durch Knopfdruck unterdruckbar ist. Schreibstift nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige der Informationen durch Drehringe und Druck- oder berührsensorischen Tasten auf der Stiftoberfläche steuerbar ist. Schreibstift nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Informationen durch Sensortasten links und rechts des Displays spaltenweise ausgewählt wird. Schreibstift nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige der Informationen Zeilenweise durch einen den Stift umfassenden Drehring rechts neben dem Display erfolgt. Schreibstift nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Wahl des Sachgebiets in Ordnern, Unterordner und Blättern durch einen Drehring wie in Anspruch 22, jedoch links des Displays erfolgt, wobei die Wahl der Hierarchie durch gleichzeitigen Aufdruck auf die Sensortasten nach Anspruch 21 erfolgt. Schreibstift nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige der Informationen durch ein LCD-Display erfolgt, das in einer mittigen Zone den Stift umschließt. Schreibstift nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass das LCD-Feld und der Reflektor so ausgelegt sind, dass die Informationen jeweils nur bei einer einstellbaren Lichteinfallsrichtung und in einem dazu bestimmten Sichtwinkel erkennbar sind. Schreibstift nach Anspruch 24 und 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung der Anzeige über Drehringe und Sensorfelder wie unter Anspruch 22 verstellbar ist. Schreibstift nach Anspruch 24 bis 26, dadurch gekennzeichnet, dass der zeilenweise Vorschub und Rücksprung der Anzeige durch einfache Drehung des Stiftes erfolgt. Schreibstift nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehung durch einen elektrischen bzw. elektronischen Lagesensor, wie z.B. einem Mehrfach-Quecksilberschalter erfolgt. Schreibstift nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass der Lagesensor auf die Platine mit der Logik und dem Speicherbaustein integriert ist. Schreibstift nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein zugehöriges Sichtfeld mit Schiebern oder Drehgliedern verschlossen werden kann. Schreibstift nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass Schieber oder drehglieder innen vor dem Sichtfenster angebracht sind und durch Betätigungsringe von außen verdreht werden können. Schreibstift nach Anspruch 30 dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtfenster durch eine verschiebbare Hülse von Außen verdeckt werden kann. Schreibstift nach Anspruch 30 dadurch gekennzeichnet, dass das Sichtfenster durch eine auf dem Schaft des Schreibstiftes verdrehbare Hülse verdeckt werden kann, die eine Aussparung in Form des Sichtfensters enthält.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com