PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006023087A1 22.11.2007
Titel Verbundplatte für den Innenausbau
Anmelder Glunz AG, 49716 Meppen, DE
Erfinder Holzer, Hans Robert, 56077 Koblenz, DE;
Pfemeter, Alfred, Dr., 49716 Meppen, DE;
Kalwa, Norbert, Dr., 32805 Horn-Bad Meinberg, DE
Vertreter Rehberg Hüppe + Partner, 37073 Göttingen
DE-Anmeldedatum 16.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006023087
Offenlegungstag 22.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse E04C 2/284(2006.01)A, F, I, 20060516, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04C 2/24(2006.01)A, L, I, 20060516, B, H, DE   E04C 2/38(2006.01)A, L, I, 20060516, B, H, DE   E04F 13/077(2006.01)A, L, I, 20060516, B, H, DE   
Zusammenfassung Bei einer Verbundplatte (1) für den Innenausbau mit einer sich über die gesamte Fläche der Verbundplatte (1) erstreckenden Dämmschicht (4) und einer beim Innenausbau dem Innenraum zuzuwendenden und sich ebenfalls über die gesamte Fläche der Verbundplatte (1) erstreckenden Deckschicht (2) ist die Deckschicht (2) eine Dekorschicht; die Dekorschicht ist auf einer formsteifen Trägerschicht (3) angeordnet und dauerhaft mit dieser verbunden; und die Trägerschicht (3) ist dauerhaft mit der Dämmschicht (4) verbunden.

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG

Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbundplatte für den Innenausbau mit einer sich über die gesamte Fläche der Verbundplatte erstreckenden Dämmschicht und einer beim Innenausbau dem Innenraum zuzuwendenden und sich ebenfalls über die gesamte Fläche der Verbundplatte erstreckenden Deckschicht.

Die Erfindung bezieht sich nicht auf Dämmplatten mit weitgehend homogener Zusammensetzung über ihre gesamte Dicke, die allenfalls im Bereich ihrer Sichtseiten etwas verdichtet sind. D. h., die Deckschicht einer Verbundplatte, auf die sich die vorliegende Verbindung bezieht, besteht regelmäßig aus einem anderen Material als die Dämmschicht und ist zur Ausbildung der Verbundplatte mit der Deckschicht verbunden worden.

STAND DER TECHNIK

Alle Dämmplatten, die eine zu der Dämmschicht zusätzliche Deckschicht aufweisen, wobei sich sowohl die Dämmschicht als auch die Deckschicht über die gesamte Fläche der Dämmplatte erstreckt, sind Verbundplatten der eingangs beschriebenen Art. Solche Dämmplatten sind zwar bekannt und werden üblicherweise nach ihrem Verbau zum Innenraum hin weiter behandelt, indem sie beispielsweise gespachtelt und anschließend tapeziert oder direkt gestrichen werden. Beim Einsatz von Dämmplatten mit ausreichender Formsteifigkeit wird zwar relativ schnell eine relativ ebene an den Innenraum angrenzende Oberfläche erstellt, diese bedarf aber noch der beschriebenen Weiterbehandlung. Zudem weisen bekannte ausreichend formsteife Dämmplatten, die nicht mehr zusätzlich mit formsteifen Deckplatten verkleidet werden müssen, nur eine begrenzte wärmedämmende Wirkung auf.

Aus der DE 100 42 918 A1 ist ein Verbundelement aus Holz und einer Wärmedämmung bekannt, bei dem zwischen zwei im Wesentlichen parallel angeordneten Holzlatten ausschließlich Dämmstoff angeordnet und mit den Holzlatten verbunden ist, so dass ein im Wesentlichen steifes Verbundelement gebildet wird. Dieses Verbundelement ist als Stütze oder Stiel zwischen zwei Deckplatten vorgesehen, wobei mehrere Stützen bzw. Stiele mit Abstand parallel zueinander zwischen den Deckplatten verlaufen. Die zwischen den Verbundelementen verbleibenden Freiräume sind mit Dämmmaterial ausgefüllt, das im Gegensatz zu dem Dämmstoff der Verbundelemente keine tragende Funktion hat, d. h. die Deckplatten nicht aneinander abstützt.

AUFGABE DER ERFINDUNG

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verbundplatte der eingangs beschriebenen Art aufzuzeigen, deren Verwendung den Innenausbau beschleunigt, wobei gleichzeitig eine sehr gute Wärmedämmung erreicht wird.

LÖSUNG

Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine Verbundplatte mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der neuen Verbundplatte sind in den Unteransprüchen 2 bis 15 beschrieben.

BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Bei der neuen Verbundplatte ist die beim Innenausbau dem Innenraum zuzuwendende Deckschicht eine Dekorschicht, also eine solche Schicht, die ohne Weiterbearbeitung der verbauten neuen Verbundplatte eine ansehnliche dem Innenraum zugewandte Oberfläche bereitstellt. Mit anderen Worten ist der Innenausbau mit dem Einbau der neuen Verbundplatte abgeschlossen. Um die Deckschicht in ihrer ebenen Form zu stabilisieren und um beispielsweise auch das Einschlagen von Nägeln oder das Befestigen von Wandanhängungen mit Schrauben zu ermöglichen, ist die Dekorschicht der neuen Verbundplatte auf einer formsteifen Trägerschicht angeordnet und dauerhaft mit dieser verbunden. Die Trägerschicht ihrerseits ist dauerhaft mit der in Bezug auf den Innenraum hinter ihr liegenden Dämmschicht verbunden. Die neue Verbundplatte weist also einen dreilagigen Aufbau auf, wobei jeder Lage des Aufbaus eine spezielle Funktion zugeordnet ist. Die Dekorschicht bildet die ohne weitere Bearbeitung fertige, dem ausgebauten Innenraum zugewandte Sichtfläche aus; die formsteife Trägerschicht stabilisiert die Deckschicht und auch die Dämmschicht, so dass die neue Verbundplatte insgesamt eben bleibt; und die Dämmschicht sorgt für die erwünschte Wärmedämmung und kann, da die tragende Funktion bereits von der Trägerschicht erfüllt ist, ganz an die Dämmfunktion angepasst sein, also beispielsweise eine sehr geringe Rohdichte aufweisen.

Die Deckschicht der neuen Verbundplatte kann eine Farbschicht, insbesondere eine Lackschicht sein, aber auch eine Klarlackschicht, die den Blick auf eine ansehnliche Trägerschicht freigibt. D. h., es handelt sich jeweils um eine Schicht, die bereits für die Integrität ihrer zweidimensionalen und nicht nur ihrer ebenen Ausrichtung auf die Trägerschicht angewiesen ist. Die Deckschicht kann aber auch ein mit einem Harz, wie beispielsweise einem Melaminharz, getränktes und mit diesem Harz auch auf die Trägerschicht aufgeklebtes Dekorpapier sein. Eine andere Möglichkeit stellt die Ausbildung der Deckschicht durch eine Kunststofffolie dar. Dabei kann die Kunststofffolie mit einem separaten Klebemittel auf die Trägerschicht aufgeklebt sein oder zu diesem Zweck selbstklebend ausgebildet sein.

Die Deckschicht kann ihrerseits mit einem abziehbaren Schutzüberzug versehen sein, der nach dem Verbauen der neuen Verbundplatte abgezogen wird und bis dahin die Deckschicht vor Beschädigungen und Verunreinigungen schützt. Bei einer weniger empfindlichen Deckschicht kann aber auf solch einen Schutzüberzug ohne weiteres verzichtet werden.

Die Trägerschicht kann eine Hartfaser-, HDF-, Span-, OSB- oder Sperrholzplatte sein. Bevorzugt ist eine formsteife Faserplatte, weil bei dieser der Aufbau der Trägerschicht auch dann besonders homogen ist, wenn sie eine nur vergleichsweise geringe Dicke aufweist. Konkret sind Trägerschichten bevorzugt, die gemeinsam mit der Deckschicht in eine Dicke von 3,0 bis 6,0 mm resultieren. Die Trägerschicht sollte auch deshalb möglichst dünn gehalten werden, weil sie typischerweise eine recht hohe Rohdichte aufweist, was bei einer vergleichsweise dickeren Trägerschicht in ein deutlich höheres Gewicht der Verbundplatte pro Flächeneinheit und bei einer gleich bleibenden Gesamtdicke der Verbundplatte, bei der eine dickere Trägerschicht zu Lasten der Dämmschicht geht, zusätzlich in eine schlechtere Wärmedämmung resultiert.

Besonders geeignete Faserplatten für die Bereistellung der Dämmschicht sind auf der Basis von Lignocellulose-haltigen Fasern ausgebildet.

Auch die Dämmschicht ist vorzugsweise eine Faserplatte, wie bereits angedeutet aber mit einer deutlich geringeren Rohdichte. So kann die Dämmschicht eine MDF-Platte mit einer mittleren Rohdichte kleiner als 250 kg/m3 sein. Bei einer solch niedrigen Rohdichte ergibt sich nicht nur eine gute Wärmedämmung, sondern auch eine gewisse Nachgiebigkeit der Trägerschicht, die auf der einen Seite durch die Trägerschicht kompensiert wird und die auf der anderen Seite zum Ausgleich von Unebenheiten einer Unterkonstruktion genutzt werden kann. Die Dicke der Dämmschicht kann je nach der gewünschten Wärmedämmung relativ frei gewählt werden. Bevorzugt ist eine Dicke in dem Bereich von 40 bis 80 mm, wobei zu berücksichtigen ist, dass eine sehr dicke Dämmschicht auch bei deutlich geringerer Rohdichte als diejenige der Trägerschicht doch erheblich zu dem Gesamtgewicht pro Flächeneinheit der neuen Verbundplatte beiträgt.

Während es zum Aufkleben der Deckschicht auf die Trägerschicht, beispielsweise wenn die Deckschicht aus einem harzgetränkten Dekorpapier besteht oder auf einem solchen aufbaut, durchaus möglich ist, eine Heißpresse einzusetzen, wird die Trägerschicht der neuen Verbundplatte regelmäßig mit einem kalt klebenden Klebemittel auf die Dämmschicht aufgeklebt. Zur exakt parallelen Ausrichtung der Trägerschicht und der Dämmschicht und zur Sicherstellung einer guten Verbindung der beiden Schichten durch das Klebemittel ist es aber auch hier sinnvoll, die beiden Schichten aneinander zu pressen. Das Klebemittel, mit dem die Trägerschicht und die Dämmschicht kalt verklebt werden, kann ein Schaum-bildendes Klebemittel sein. Dies ist aber nicht entscheidend für die Ausbildung der neuen Verbundplatte. Es ist ausreichend hier ein Klebemittel einzusetzen, das für eine dauerhafte Verbindung der Trägerschicht mit der Dämmschicht sorgt.

Wie bei verschiedenen Bauplatten durchaus üblich, kann auch die neue Verbundplatte, um sie mit anderen Verbundplatten zu verbinden, an mindestens einer ihrer Schmalseiten mit einer Nut versehen sein. Bei der neuen Verbundplatte ist diese Nut vorzugsweise innerhalb der Dämmschicht ausgebildet. Beim Bau der neuen Verbundplatte kann in die Nut ein Zwischenelement eingreifen, das auf seiner Rückseite in die Nut einer zweiten Verbundplatte eingreift.

Bevorzugt ist es jedoch, wenn aus der Dämmschicht an ihrer der Nut gegenüberliegenden Schmalseite eine in die Nut fassende Feder ausgebildet ist, so dass beim Verbau der neuen Verbundplatte jeweils die Feder einer weiteren Verbundplatte in die Nut der neuen Verbundplatte eingeführt wird.

Zur Befestigung der neuen Verbundplatte an einer Unterkonstruktion, wie beispielsweise einem Lattengerüst, können sich in der Nut abstützende Befestigungsklammern vorgesehen sein, die grundsätzlich dieselbe Grundform aufweisen wie, aber andere Abmessungen haben als die Befestigungsklammern, die zum Befestigen von mit Nuten und Federn versehenen Paneelbrettern an einer Unterkonstruktion verwendet werden.

Zusätzlich kann ein in der Nut der neuen Verbundplatte zu verankerndes Kunststoffprofil vorgesehen sein, das nach dem Verbau Stoßkanten zwischen den Deckschichten von aneinander anstoßenden einzelnen neuen Verbundplatten abdeckt. Durch dieses Kunststoffprofil können auch Versprünge und Nichtparallelitäten zwischen den im Bereich der Stoßkanten aneinander angrenzenden Verbundplatten kaschiert werden.

Alternativ kann die Trägerschicht der neuen Verbundplatte im Übergang zu den Schmalseiten der Verbundplatte angefast sein, wobei sich die Deckschicht über diese Fasen erstreckt. Hierdurch wird eine zwar optisch hervorgehobene, aber auch soweit verbreiterte Fuge zwischen den aneinander anstoßenden Verbundplatten geschalten, die das Auge ebenfalls über Nichtparallelitäten und Versprünge der Verbundplatten im Bereich ihrer Stoßkanten hinwegtäuscht.

Die Dämmschicht der neuen Verbundplatte kann auf ihrer der Deckschicht abgekehrten Seite freiliegen. Sie kann aber auch mit einem flexiblen Witterungsschutzüberzug versehen sein. Dieser Witterungsschutzüberzug kann beispielsweise eine dampfdurchlässige Folie sein, die auch beim Verbau der neuen Verbundplatte auf dieser verbleibt. Zu denken ist aber auch an eine vollkommen dichte Folie, die ebenfalls beim Verbau der neuen Verbundplatte auf dieser verbleibt oder bei Wunsch einer diffusionsoffenen Bauweise auch zuvor von dieser entfernt werden kann. In diesem Fall besteht der Witterungsschutz nur bis zum Verbau der neuen Verbundplatte.

Die Dimensionierung der neuen Verbundplatte sollte sich in Bezug auf die Länge ihrer Schmalkanten daran orientieren, was beim Innenaufbau praktikabel ist. Günstig ist es, wenn jede einzelne neue Verbundplatte noch von einem Hand- oder Heimwerker getragen und beim Verbau ohne größere Schwierigkeiten ausgerichtet werden kann. Dies beschränkt die sinnvolle Maximalabmessung nach oben. Konkret kann das Format der neuen Verbundplatte 0,625 × 1,87 m oder auch 0,5 × 0,5 m betragen. Allgemein wird die Breite der neuen Verbundplatte in einem Bereich von 40 bis 70 cm liegen, während ihre Höhe zwischen 1,2 und 2,8 m liegt.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen. Die in der Beschreibungseinleitung genannten Vorteile von Merkmalen und von Kombinationen mehrerer Merkmale sind lediglich beispielhaft und können alternativ oder kumulativ zur Wirkung kommen, ohne dass die Vorteile zwingend von erfindungsgemäßen Ausführungsformen erzielt werden müssen. Weitere Merkmale sind den Zeichnungen – insbesondere den dargestellten Geometrien und den relativen Abmessungen mehrerer Bauteile zueinander sowie deren relativer Anordnung und Wirkverbindung – zu entnehmen. Die Kombination von Merkmalen unterschiedlicher Ausführungsformen der Erfindung oder von Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche ist ebenfalls abweichend von den gewählten Rückbeziehungen der Patentansprüche möglich und wird hiermit angeregt. Dies betrifft auch solche Merkmale, die in separaten Zeichnungen dargestellt sind oder bei deren Beschreibung genannt werden. Diese Merkmale können auch mit Merkmalen unterschiedlicher Patentansprüche kombiniert werden. Ebenso können in den Patentansprüchen aufgeführte Merkmale für weitere Ausführungsformen der Erfindung entfallen.

KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN

Im Folgenden wird die Erfindung anhand in den Figuren dargestellter bevorzugter Ausführungsbeispiele weiter erläutert und beschrieben.

1 zeigt einen Querschnitt durch einen Ausschnitt der neuen Verbundplatte.

2 zeigt einen Querschnitt durch zwei aneinander angrenzende Verbundplatten, wobei eine Feder der einen Verbundplatte in eine Nut in der anderen Verbundplatte eingreift und wobei zusätzlich eine Befestigungsklammer mit einer Befestigungsschraube dargestellt ist, die zum Befestigen der Verbundplatte an einer Unterkonstruktion dient; und

3 zeigt wiederum zwei aneinander angrenzende Verbundplatten mit einer Nut- und -Feder-Verbindung, wobei die Stoßkante der beiden Verbundplatten anders als in 2 ausgebildet und ein Kunststoffprofi zur Abdeckung dieser Stoßkante vorgesehen ist.

FIGURENBESCHREIBUNG

Die in 1 in Form eines Ausschnitts wiedergegebene Verbundplatte 1 weist eine Deckschicht 2, eine Trägerschicht 3 und eine Dämmschicht 4 auf. Die Deckschicht 2 ist eine Dekorschicht, die nach dem Verbau der Verbundplatte 1 beim Innenausbau dem Innenraum zugekehrt ist und dazu vorgesehen ist, ohne weitere Bearbeitung zu verbleiben. Im Konkreten handelt es sich bei der Deckschicht um eine Lackierung der unter ihr liegenden Trägerschicht 3. Die Trägerschicht 3 ist eine HDF-Platte, die formsteif ist und insbesondere die ebene Ausrichtung der Deckschicht sicherstellt. Die Trägerschicht 3 ermöglicht es auch, an einer aus der Verbundplatte 1 ausgebildeten Wand Gegenstände anzuschrauben oder mit Hilfe von Nägeln aufzuhängen. Die Trägerschicht 3 ist flächig, d. h. mit einer sich über die gesamte Grenzfläche erstreckenden (hier nicht separat wiedergegeben) Klebstoffschicht auf die Dämmschicht 4 aufklebt und so dauerhaft mit dieser verbunden. Die Dämmschicht 4 besteht aus einer superleichten MDF-Platte, die ihrerseits nur begrenzt formstabil ist und beispielsweise bei lokaler Beanspruchung auf Druck nachgibt. Die Funktion der Dämmschicht 4 besteht darin, einen mit Hilfe der Verbundplatte 1 ausgebauten Innenraum gegenüber seiner Umgebung mit einer Wärmedämmung zu versehen. Die Leistungsfähigkeit dieser Wärmedämmung hängt im Wesentlichen von der Rohdichte der Dämmschicht 4 und ihrer Dicke ab. Die Deckschicht 2 kann zusätzlich mit einem hier nicht dargestellten, nach dem Verbau der Verbundplatte 1 zu entfernenden Schutzüberzug versehen sein. Die Dämmschicht 4 kann auf ihrer der Dämmschicht 4 abgekehrten Seite ebenfalls einen Schutzüberzug aufweisen. Dieser kann wahlweise vor dem Verbau der neuen Verbundplatte entfernt werden oder dauerhaft auf dieser verbleiben, insbesondere wenn es sich hierbei um eine diffusionsoffene Folie handelt.

2 zeigt den Übergangsbereich zwischen zwei Verbundplatten 1. Hier wird sichtbar, dass die Verbundplatten an einer Schmalseite mit einer Nut 5 versehen sind, die sich in die Dämmschicht 4 hinein erstreckt. An ihrer gegenüberliegenden Schmalseite sind die Verbundplatten 1 mit einer Feder 6 aus dem Material der Dämmschicht 4 versehen, die in ihren Abmessungen darauf abgestimmt ist, in die Nut 5 einzugreifen. Außer dieser Nut- und -Feder-Verbindung gehen aus 2 noch zwei weitere zusätzliche Details hervor. Die Trägerschichten 3 der Verbundplatten 1 sind im Übergang zu ihren Schmalseiten angefast, wobei sich die jeweilige Deckschicht 2 über die Fase 7 bis auf die Schmalseite der jeweiligen Verbundplatte 1 erstreckt. Hierdurch entsteht eine sichtbare Fuge 8 im Bereich der Stoßkante zwischen den Verbundplatten 1. Diese Fuge 8 betont zwar die Stoßkante, sie lässt aber kleinere Fehlausrichtungen der Verbundplatten 1 zueinander, was ihre Parallelität in der Fläche und die Parallelität ihrer Schmalseiten anbelangt, verschwinden. D. h., diese Fehlausrichtungen treten optisch weniger deutlich hervor, als wenn für die Fasen 7 nicht vorhanden wären. Weiterhin ist in 2 eine Befestigungsklammer 9 wiedergegeben, um die Verbundplatten 1 an einer hier nicht dargestellten Unterkonstruktion mit Hilfe einer oder mehrerer Schrauben 10 zu befestigen. Die Befestigungsklammer 9 greift mit einem Arm 11 in die Nut 5 ein. Der Arm 11 steht von einer Grundplatte 12 der Befestigungsklammer 9 hakenförmig ab. In der Grundplatte 12 ist eine Durchbrechung 13 vorgesehen, durch die hindurch die Schraube 10 in die hier nicht dargestellte Unterkonstruktion eingreift. Die Befestigungsklammer 9 wird in die Nut 5 eingeschoben und zur Befestigung der hier links dargestellten Verbundplatte 1 eingesetzt, bevor die rechts dargestellte Verbundplatte 1 mit ihrer Feder 6 in die Nut 5 eingeschoben wird, wodurch die Befestigungsklammer verdeckt wird. Die hier rechts dargestellte Verbundplatte 1 wird dann an ihrer gegenüberliegenden Schmalseite mit ihrer entsprechenden Befestigungsklammer 9 an der Unterkonstruktion befestigt.

3 zeigt den Übergangsbereich zwischen zwei Verbundplatten 1, die zwar auch hier einerseits mit einer Nut 5 und andererseits mit einer Feder 6 versehen sind, wobei aber auf die Fasen 7 verzichtet ist. Stattdessen ist in der Nut 5 ein Kunststoffprofil 14 verankert. Das Kunststoffprofil 14 greift mit einem Arm 15 in die Nut 5 ein und deckt mit seinem Sichtbereich 16 die Stoßkante zwischen den Verbundplatten 1 ab. Der Sichtbereich 16 überdeckt dabei etwaige Nichtparallelitäten der beiden Verbundplatten in der Fläche und auch in Bezug auf den Verlauf ihrer Schmalseiten. Die Befestigungsklammer 12 gemäß 2 ist hier nur weggelassen, um die Zeichnung zu vereinfachen, sie könnte aber zusätzlich zum Befestigen der Verbundplatten 1 an einer hier nicht dargestellten Unterkonstruktion eingesetzt werden.

1
Verbundplatte
2
Deckschicht
3
Trägerschicht
4
Dämmschicht
5
Nut
6
Feder
7
Phase
8
Fuge
9
Befestigungsklammer
10
Schraube
11
Arm
12
Grundplatte
13
Durchbrechung
14
Kunststoffprofil
15
Arm
16
Sichtbereich


Anspruch[de]
Verbundplatte für den Innenausbau mit einer sich über die gesamte Fläche der Verbundplatte erstreckenden Dämmschicht und einer beim Innenausbau dem Innenraum zuzuwendenden und sich ebenfalls über die gesamte Fläche der Verbundplatte erstreckenden Deckschicht, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht (2) eine Dekorschicht ist, dass die Deckschicht (2) auf einer formsteifen Trägerschicht (3) angeordnet und dauerhaft mit dieser verbunden ist und dass die Trägerschicht (3) dauerhaft mit der Dämmschicht (4) verbunden ist. Verbundplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht (2) eine Lackschicht, ein harzgetränktes Dekorpapier oder eine Kunststofffolie aufweist. Verbundplatte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschicht (2) mit einem abziehbaren Schutzüberzug versehen ist. Verbundplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (3) eine Hartfaser-, HDF-, Span-, OSB- oder Sperrholzplatte aufweist. Verbundplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (3) zusammen mit der Deckschicht (2) eine Dicke von 3,0 bis 6,0 mm aufweist. Verbundplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmschicht (4) eine Faserplatte auf der Basis Lignocellulose-haltiger Fasern aufweist. Verbundplatte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmschicht (4) eine MDF-Platte mit einer mittleren Rohdichte kleiner als 250 kg/m3 und einer Dicke von 40 bis 80 mm aufweist. Verbundplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (3) mit einem kalt klebenden Klebemittel auf die Dämmschicht (4) aufgeklebt ist. Verbundplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmschicht (4) an mindestens einer ihrer Schmalseiten mit einer Nut (5) versehen ist. Verbundplatte nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass aus der Dämmschicht (4) an ihrer der Nut (5) gegenüber liegenden Schmalseite ein in die Nut passende Feder (6) ausgebildet ist. Verbundplatte nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass in der Nut (5) abstützbare Befestigungsklammern (9) zum Befestigen der Verbundplatte (1) an einer Unterkonstruktion vorgesehen sind. Verbundplatte nach Anspruch 9, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein in der Nut (5) verankerbares Kunststoffprofil (14) zur Abdeckung von Stoßkanten zwischen den Deckschichten (2) von aneinander anstoßenden Verbundplatten (1) vorgesehen ist. Verbundplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschicht (3) im Übergang zu den Schmalseiten der Verbundplatte angefast ist, wobei sich die Deckschicht (2) über die Fase (7) erstreckt. Verbundplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmschicht (4) auf ihrer der Deckschicht (2) abgekehrten Seite frei liegt oder mit einem flexiblen Witterungsschutzüberzug versehen ist. Verbundplatte nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbundplatte eine Breite von 40 bis 70 cm und eine Höhe von 1,20 bis 2,80 m aufweist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com