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Dokumentenidentifikation DE102006023371A1 22.11.2007
Titel Teleskopierbarer Kranausleger
Anmelder Terex-Demag GmbH & Co. KG, 66482 Zweibrücken, DE
Erfinder Conrad, Frank, Dipl.-Ing. (FH), 66500 Hornbach, DE;
Appel, Jürgen, Dipl.-Ing., 66497 Contwig, DE
Vertreter Meissner & Meissner, 14199 Berlin
DE-Anmeldedatum 16.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006023371
Offenlegungstag 22.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse B66C 23/687(2006.01)A, F, I, 20061108, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen teleskopierbaren Kranausleger, mit einem rohrförmigen Basisauslegerkasten und mindestens einem Auslegerkasten, der innerhalb des Basisauslgerkastens teleskopierbar angeordnet ist, sowie einem Kopf mit Umlenkrollen am außenseitigen Ende des innersten Auslegerkastens.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Demontage- bzw. Montageaufwand bei einem Umbau eines Auslegers zu einem längeren Ausleger zu verringern und einen nach dem Umbau übrigbleibenden und an dieser Stelle überflüssigen Auslegerkasten zu vermeiden.
Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass die Funktion des Kopfes und der vorderen Lagerung am Ende eines Kastens integriert sind und der Kopf (1) am Außenumfang des Auslgerkastens (3) derart ausgebildet ist, dass alle zum Kopf (1) gehörenden Teile außerhalb des freien Querschnittes des Auslgerkastens angeordnet sind und dass für eine Verlängerung des Auslegers mindestens ein weiterer Auslegerkasten einschiebbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen teleskopierbaren Kranausleger, mit einem rohrförmigen Basisauslegerkasten und mindestens einem Auslegerkasten, der innerhalb des Basisauslegerkastens teleskopierbar angeordnet ist, sowie einem Kopf mit Umlenkrollen am außenseitigen Ende des innersten Auslegerkastens.

Stand der Technik

Das Gesamtgewicht eines Mobilkrans mit Teleskopausleger, der für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen ist, wird durch die zulässige Achslast (z. B. 12 t in Deutschland) und der Anzahl der Achsen festgelegt. Teile des Krans, wie Gegengewicht und Hauptauslegerverlängerung, müssen oftmals getrennt transportiert werden, um innerhalb der zulässigen Achslasten zu bleiben. Auch die Länge des Teleskopauslegers, der aus biegesteifen Blechkästen besteht, schränkt die Transportmöglichkeiten und das maximal erlaubte Gewicht pro Einheit ein.

Der letzte Innenkasten, also der innerste Auslegerabschnitt, trägt am vorderen Ende einen Kopf mit einem Rollensatz zum Einscheren des Hubseils, zur Umlenkung des Hubseils (Einlaufrolle) und eventuell Befestigungspunkte für eine Hauptauslegerverlängerung sowie für eine Auslegerabspannung. Der Kopf ist in den Querschnitt des Kastens hineingebaut und verschließt diesen zum großen Teil durch Stahlbauteile und Montageteile, die außer durch komplette Demontage des Innenkastens nicht entfernt werden können.

Will man den Teleskopausleger durch zusätzliche Innenkästen verlängern, sind diese getrennt zu transportieren und auf der Baustelle zu montieren. Hierzu muss der bis dahin innerste Auslegerkasten mit dem Kopf zuerst entfernt werden. Anschließend muss ein Kasten ohne Kopf aber mit gleichem Querschnitt und vorderer Lagerung, ggf. mit zusätzlichen weiteren inneren Auslegerkästen, eingeschoben werden.

Nachteilig ist, dass man den innersten Auslegerkasten, mit dem daran angeordneten Kopf und dem zugehörigen Rollensatz erst demontieren muß, aber beim Langausleger nicht weiter verwenden kann, so dass für eine Verlängerung zwei Kästen mit gleichem Querschnitt benötigt werden. Ein Kasten bleibt nach der Verlängerung nutzlos übrig.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Demontage- bzw. Montageaufwand bei einem Umbau eines Auslegers zu einem längeren Ausleger zu verringern und einen nach dem Umbau übrigbleibenden und an dieser Stelle überflüssigen Auslegerkasten zu vermeiden.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß bei einem teleskopierbaren Kranausleger mit einem rohrförmigen Basisauslegerkasten und mindestens einem Innenkasten, der innerhalb des Basisauslegerkastens teleskopierbar angeordnet ist, sowie einem Kopf mit Umlenkrollen am außenseitigen Ende des innersten Auslegerkastens dadurch, dass die Funktionen des Kopfes und der vorderen Lagerung am Ende eines Kastens integriert sind und der Kopf am Außenumfang des Auslegerkastens derart ausgebildet ist, dass alle zum Kopf gehörenden Teile außerhalb des freien Querschnittes des Auslegerkastens angeordnet sind und dass für eine Verlängerung des Auslegers mindestens ein weiterer Auslegerkasten einschiebbar ist..

An den einzuschiebenden Auslegerkästen kann mindestens ein weiterer Auslegerkopf befestigt sein.

Vorzugsweise ist der weitere Auslegerkopf am innersten Innenkasten befestigt.

Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind an dem innersten einzuschiebenden Auslegerkasten Befestigungspunkte für eine Hauptauslegerverlängerung vorhanden.

Die Hauptauslegerverlängerung kann ein wippbarer Hilfsausleger sein oder ein Adapter für einen wippbaren Hilfsausleger.

Nach einer weiteren Ausführung kann der Kopf mindestens eine Einlaufrolle aufweist, die schwenk-, schieb-oder montierbar so am Kopf angeordnet ist, dass sie den freien Querschnitt nicht beinträchtigt.

Möglich ist auch, dass der Kopf (1) mindestens eine Einlaufrolle aufweist, die schwenk-, schieb-oder montierbar so am Kopf angeordnet ist, dass sie in den freien Querschnitt durch Schwenken, Schieben oder Montieren einbringbar ist.

Vorteilhaft ist es, wenn der Kopf aus miteinander verbundenen Querverbindungen besteht.

Dabei kann an den Querverbindungen der Rollensatz angeordnet ist.

An den Querverbindungen können Befestigungspunkte für eine Auslegerabspannung angeordnet sein oder es können an den Querverbindungen Gabelköpfe als Befestigungspunkte für eine Auslegerverlängerung angeordnet sein.

Nach einer weiteren Ausgestaltung können beide Kopfrollensätze zur Einscherung einer Unterflasche benutzbar sein.

Möglich ist aber auch, dass nur der Kopfrollensätze des äußeren Auslegerkastens zur Einscherung einer Unterflasche benutzbar ist.

Schließlich kann der Kopfrollensatz des inneren Auslegerkastens als Seilumlenkung dienen und es ist auch möglich, dass der Auslegerkopf lösbar am Auslegerkasten befestigt ist.

Beschreibung der Erfindung

Die Erfindung besteht darin, die Funktionen des Kopfes und einer vorderen Lagerung in einen Rahmen zu integrieren, der am Außenumfang des inneren Auslegerkastens oder eines anderen Kastens entweder fest installiert oder montiert ist, wobei der Querschnitt ohne großen Umrüstaufwand zugänglich bleibt, um weitere Innenkästen einzuschieben ohne eine Demontage des Kastens, an dem der Kopf befestigt ist, vornehmen zu müssen.

Die Erfindung soll nachfolgend an einem in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispiel erläutert werden.

Dabei zeigt:

1 den am Ausleger montierten Kopf mit Rollensatz,

2 eine Stirnansicht hierzu,

3 eine entsprechende Anordnung mit einer Einlaufrolle und

4 eine Stirnansicht hierzu,

5 den durch eine erfindungsgemäße Ausführung erzielbaren Verlängerungszustand mit gleichzeitig möglichem Zweikopf/Zweihakenbetrieb.

Der Kopf 1 besteht aus einem tragenden Stahlbau der vollständig außerhalb des Querschnitts 2 des Auslegerkastens 3 angeordnet ist. Die Gabelköpfe 4, 5, als Befestigungspunkte einer Hauptauslegerverlängerung, sind außerhalb der Kastenradien 6 angeordnet und jeweils horizontal und vertikal durch Querverbindungen 7 und 8 miteinander verbunden. Gleichzeitig sind sie in Längsrichtung 9 mit den Kastenradien 6 verbunden, um die Kräfte in den Auslegerkasten 3 einzuleiten.

An den unteren Gabelköpfen 4 sind Aufhängepunkte 10 für den Rollensatz 11 angeschlossen, dessen Kräfte über die vorhandenen Verbindungen zum Auslegerkasten 3 eingeleitet werden. Am hinteren Ende der oberen Gabelköpfe 5 kann jeweils links und rechts ein Abspannpunkt 12 für z. B. eine seitliche Auslegerabspannung angeordnet sein, dessen Kräfte ebenfalls über die vorhandenen Verbindungen in den Auslegerkasten 3 eingeleitet werden.

Zwischen den oberen Gabelköpfen 5 ist mindestens eine Einlaufrolle 13 für den Rollensatz 11 angeordnet, die auch in der Breite verschieblich sein kann, um bei verschiedenen Einscherungen den Ablenkwinkel des Seils zu minimieren. Wenn diese Einlaufrolle 13 in den Querschnitt 2 hineinragt, ist sie durch Schieben, Drehen oder Wegheben aus dem Querschnitt zu bringen, um zusätzliche Innenkästen einschieben zu können. Es ist auch möglich die Einlaufrolle 13 außerhalb des Querschnittes 2 anzuordnen, so das sie aus diesem nicht entfernt werden muß.

In die Radien des Kastens 6, dessen Querschnitt 2 bis an das Ende des Kopfes erhalten bleibt, werden Gleitelemente 14 eingebaut.

Die Gleitelemente 14 übernehmen die Führung und Lagerung des einzuschiebenden Innenkastens 15, wie dies bei Teleskopauslegern Stand der Technik ist.

Die Querverbindungen 7, 8 der Gabelköpfe 4, 5 versteifen den Kastenquerschnitt 2, wodurch Lagerkräfte aufgenommen werden können.

Ein weiterer erfindungsgemäßer Nutzen eines Teleskopauslegers mit zwei Auslegerköpfen, bei dem also ein Kopf am Auslegerende und ein weiterer Kopf an einem der anderen Auslegerkästen vorhanden ist, wird durch die Möglichkeit eines Zweihakenbetriebs zum Drehen von Lasten dargestellt.


Anspruch[de]
Teleskopierbarer Kranausleger, mit einem rohrförmigen Basisauslegerkasten und mindestens einem Auslegerkasten, der innerhalb des Basisauslegerkastens teleskopierbar angeordnet ist, sowie einem Kopf (1) mit Umlenkrollen (11) am außenseitigen Ende des innersten Auslegerkastens (3), dadurch gekennzeichnet, dass die Funktion des Kopfes und der vorderen Lagerung am Ende eines Kastens integriert sind und der Kopf (1) am Außenumfang des Auslegerkastens (3) derart ausgebildet ist, dass alle zum Kopf (1) gehörenden Teile außerhalb des freien Querschnittes des Auslegerkastens angeordnet sind und dass für eine Verlängerung des Auslegers mindestens ein weiterer Auslegerkasten einschiebbar ist. Teleskopierbarer Kranausleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an den einzuschiebenden Auslegerkästen mindestens ein weiterer Auslegerkopf befestigt ist. Teleskopierbarer Kranausleger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Auslegerkopf vorzugsweise am innersten Innenkasten befestigt ist. Teleskopierbarer Kranausleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem innersten einzuschiebenden Auslegerkasten Befestigungspunkte für eine Hauptauslegerverlängerung vorhanden sind. Teleskopierbarer Kranausleger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptauslegerverlängerung ein wippbarer Hilfsausleger ist. Teleskopierbarer Kranausleger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptauslegerverlängerung ein Adapter für einen wippbaren Hilfsausleger ist. Teleskopierbarer Kranausleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf (1) mindestens eine Einlaufrolle (13) aufweist, die schwenk-, schieb-oder montierbar so am Kopf angeordnet ist, dass sie den freien Querschnitt nicht beinträchtigt. Teleskopierbarer Kranausleger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf (1) mindestens eine Einlaufrolle (13) aufweist, die schwenk-, schieb-oder montierbar so am Kopf angeordnet ist, dass sie in den freien Querschnitt durch Schwenken, Schieben oder Montieren einbringbar ist. Teleskopierbarer Kranausleger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf (1) aus miteinander verbundenen Querverbindungen (7,8) besteht. Teleskopierbarer Kranausleger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an den Querverbindungen (7, 8) der Rollensatz (11) angeordnet ist. Teleskopierbarer Kranausleger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an den Querverbindungen (7, 8) Befestigungspunkte für eine Auslegerabspannung angeordnet sind. Teleskopierbarer Kranausleger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an den Querverbindungen (7, 8) Gabelköpfe (4, 5) als Befestigungspunkte für eine Auslegerverlängerung angeordnet sind. Teleskopierbarer Kranausleger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass beide Kopfrollensätze zur Einscherung einer Unterflasche benutzbar sind. Teleskopierbarer Kranausleger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass nur der Kopfrollensätze des äußeren Auslegerkastens zur Einscherung einer Unterflasche benutzbar ist. Teleskopierbarer Kranausleger nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfrollensatz des inneren Auslegerkastens als Seilumlenkung dient. Teleskopierbarer Kranausleger nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslegerkopf lösbar am Auslegerkasten befestigt ist.






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