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Dokumentenidentifikation DE102006023553A1 22.11.2007
Titel Getriebe mit einer Drehzahlabgriffseinrichtung
Anmelder ZF Friedrichshafen AG, 88046 Friedrichshafen, DE
Erfinder Führer, Kim, 88131 Lindau, DE
DE-Anmeldedatum 19.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006023553
Offenlegungstag 22.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse G01P 3/44(2006.01)A, F, I, 20060519, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16H 59/38(2006.01)A, L, I, 20060519, B, H, DE   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft ein Getriebe mit einer Drehzahlabgriffseinrichtung, die einen drehfest mit einer Getriebewelle (3) verbundenen Drehzahlgeber (21) und einen feststehenden Drehzahlsensor aufweist, mittes dessen die Drehzahl der Getriebewelle (3) an dem Drehzahlgeber (21) abgegriffen werden kann. Der Drehzahlgeber (21) erstreckt sich radial nach außen in mindestens eine das Axialspiel des Drehzahlgebers (21) verringernde Führung (33, 35). Bei dem erfindungsgemäßen Getriebe ist eine besonders sichere Ermittlung der Drehzahl der Getriebewelle (3) gewährleistet.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Getriebe, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, mit einer Drehzahlabgriffseinrichtung, die einen drehfest mit einer Getriebewelle verbundenen Drehzahlgeber und einen feststehenden Drehzahlsensor aufweist, mittels dessen die Drehzahl der Getriebewelle an dem Drehzahlgeber abgegriffen werden kann.

Aus dem Stand der Technik sind Getriebe bekannt, die Drehzahlabgriffseinrichtungen zum Generieren eines Geschwindigkeitssignals für ein Kraftfahrzeug o. ä. aufweisen. Diese Drehzahlabgriffsseinrichtungen umfassen im Wesentlichen einen drehfest mit der entsprechenden Getriebewelle verbundenen Signal- oder Drehzahlgeber, dem ein feststehender Drehzahlsensor zugeordnet ist, um die Drehzahl an dem Drehzahlgeber abzugreifen.

So beschreibt die DE 198 14 758 A1 allgemein eine Vorrichtung zum Erfassen der Drehzahl einer Welle. Die bekannte Vorrichtung weist einen mit der Welle drehfest verbundenen Signalgeber auf, der in der Art eines Zahnrades ausgebildet ist, wobei die Zähne des Zahnrades jeweils eine steile und eine flache Zahnflanke aufweisen. Des Weiteren ist ein analoger Hall-Effekt-Sensor vorgesehen, der die Drehzahl in radialer Richtung am Umfang des Zahnrades, also an den Zähnen, abgreift. Dank der unterschiedlichen Flankensteigungen der beiden Zahnflanken ist es möglich, die Drehzahl und Drehrichtung der Welle mit nur einem Sensor und bei konstanter Aktualisierungsrate zu ermitteln, selbst wenn die Welle mit einer sehr geringen Drehzahl rotiert.

Die DE 103 47 494 A1 beschreibt eine ähnliche Anordnung, bei der das Drehmoment an Getriebewellen ermittelt werden soll. Die bekannte Vorrichtung umfasst zu diesem Zweck eine Getriebewelle, an der ein Drehzahlgeberzahnrad drehfest angeordnet ist, wobei dem Drehzahlgeberzahnrad wiederum ein feststehender Drehzahlsensor zugeordnet ist, der die Drehzahl in radialer Richtung am Umfang des Drehzahlgeberzahnrades, also an den Zähnen, abgreift. Dies bedeutet, dass die Zähne des Drehzahlgeberzahnrades beim Vorbeidrehen an dem Drehzahlsensor elektrische Impulse erzeugen, die einer entsprechenden Auswerteeinheit zugeleitet werden.

Eine weitere Drehzahlabgriffseinrichtung für ein Getriebe eines Kraftfahrzeuges ist in der DE 102 23 625 A1 offenbart. Bei dieser Drehzahlabgriffseinrichtung, die ebenfalls einen Signalgeber und einen Sensor umfasst, ist der Signalgeber in eine Staubschutzabdeckung für einen abtriebsseitigen Wellendichtring integriert. Die Staubschutzabdeckung ist außerhalb des Getriebegehäuses angeordnet und drehfest mit der Abtriebsseite des Getriebes verbunden, während der Sensor außen an dem Gehäuse befestigt ist und die Drehzahl in radialer Richtung am Umfang der Staubschutzabdeckung abgreift.

Während bei den zuvor genannten Drehzahlabgriffseinrichtungen die Drehzahl in radialer Richtung abgegriffen wird, sind aus der Praxis weitere Drehzahlabgriffseinrichtungen bekannt, bei denen der Drehzahlsensor die Drehzahl in radialer Richtung an dem Drehzahlgeber, Signalgeber oder Drehzahlgeberzahnrad abgreift.

Die aus dem Stand der Technik bekannten Drehzahlabgriffseinrichtungen haben sich bewährt, bieten jedoch bei Getriebewellen, die schwimmend gelagert sind und/oder ein großes Axialspiel aufweisen, keine hinreichende Lösung. So ist bei Getrieben mit einer derartigen Getriebewelle nicht ohne weiteres gewährleistet, dass die Drehzahl sicher an dem Drehzahlgeber abgegriffen werden kann.

Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zu Grunde, ein Getriebe mit einer Drehzahlabgriffseinrichtung zu schaffen, die auch bei schwimmend gelagerten Getriebewellen bzw. bei Getriebewellen mit einem großen Axialspiel stets ein sicheres Abgreifen der Drehzahl gewährleistet.

Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt an Hand der in Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Das erfindungsgemäße Getriebe, das beispielsweise in einem Kraftfahrzeug verwendet werden kann, weist eine Drehzahlabgriffseinrichtung auf. Die Drehzahlabgriffseinrichtung umfasst einen drehfest mit einer Getriebewelle verbundenen Drehzahlgeber und einen feststehenden Drehzahlsensor, mittels dessen die Drehzahl der Getriebewelle an dem Drehzahlgeber abgegriffen werden kann. Bei dem Drehzahlsensor kann es sich beispielsweise um einen Hall-Effekt-Sensor, einen Induktionssensor o. ä. handeln. Der Drehzahlgeber erstreckt sich radial nach außen in mindestens eine das Axialspiel des Drehzahlgebers verringernde Führung. Eine solche Führung kann beispielsweise an dem Getriebegehäuse oder einem anderen Getriebeteil vorgesehen sein.

Die Erfindung hat den Vorteil, dass das Axialspiel des Drehzahlgebers durch die Führung eingeschränkt ist, so dass der Drehzahlgeber selbst bei einem besonders großen Axialspiel der Getriebewelle in einem Bereich gehalten und geführt wird, in dem der feststehende Drehzahlsensor die Drehzahl an dem Drehzahlgeber abgreifen kann.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getriebes wirkt die Führung derart mit dem Drehzahlgeber zusammen, dass das Axialspiel des Drehzahlgebers auf einen vorbestimmten Wert verringert werden kann. So kann der vorbestimmte Wert durch entsprechende Ausgestaltung der Führung auf die Eigenschaften des Drehzahlsensors eingestellt sein.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getriebes ist der vorbestimmte Wert daher kleiner als ein vorbestimmter Toleranzwert des Drehzahlsensors. Unter dem vorbestimmten Toleranzwert kann beispielsweise das maximal zulässige Axialspiel des Drehzahlgebers verstanden werden, bei dem noch ein Abgreifen durch den Drehzahlsensor möglich ist. Bei dieser Ausführungsform ist stets ein zuverlässiges und sicheres Abgreifen der Drehzahl an dem Drehzahlgeber gewährleistet.

In einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getriebes ist der vorbestimmte Wert kleiner als das Axialspiel der Getriebewelle. Auf diese Weise ist die Drehzahlabgriffseinrichtung insbesondere bei Getrieben einsetzbar, deren Getriebewelle schwimmend gelagert ist oder ein besonders großes Axialspiel hat.

Um die vorstehende Ausführungsform in vorteilhafter Weise zu verwirklichen, ist der Drehzahlgeber in einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getriebes axial verschiebbar an der Getriebewelle angeordnet.

Bei schwimmend gelagerten Getriebewellen kann es auch zu einer so genannten Taumelbewegung kommen. Damit das Getriebe auch in diesem Fall ein sicheres Abgreifen ohne Beschädigungen an der Führung oder dem Drehzahlgeber ermöglicht, ist der Drehzahlgeber in einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getriebes derart an der Getriebewelle angeordnet, dass der Drehzahlgeber gegenüber der Längsachse der Getriebewelle geneigt werden kann. Führt die Getriebewelle eine Taumelbewegung aus, so wird kein Biegemoment über den Drehzahlgeber auf die Führung übertragen, vielmehr neigt sich der Drehzahlgeber entsprechend gegenüber der Getriebewelle, um dieser Belastung auszuweichen.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getriebes umfasst dieses mindestens eine zweite Getriebewelle, wobei die Führung als eine umlaufende Nut in oder an der zweiten Getriebewelle ausgebildet ist. Somit wird ein bereits vorhandenes Getriebeteil genutzt, das darüber hinaus – wenn es sich beispielsweise um eine Vorgelegewelle handelt – in der Nähe der ersten Getriebewelle angeordnet ist, so dass der Drehzahlgeber keinen besonders großen Durchmesser aufweisen muss, um bis zu der Führung in Form der umlaufenden Nut zu gelangen.

Um zu gewährleisten, dass der Drehzahlgeber weiterhin ein geringeres Axialspiel als die erste Getriebewelle hat, hat die zweite Getriebewelle in einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getriebes ein geringeres Axialspiel als die erste Getriebewelle.

Um den Herstellungsaufwand für die zweite Getriebewelle gering zu halten, weist die umlaufende Nut in einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getriebes zwei Nutflanken auf, die von den einander zugewandten Seiten zweier benachbarter Zahnräder an der zweiten Getriebewelle gebildet sind. Eine derartige Nut ist ohnehin bei zwei benachbarten Zahnrädern gegeben, wenn diese voneinander beabstandet sind, so dass eine Bearbeitung der Getriebewelle, wie z. B. das Eindrehen einer umlaufenden Nut, entfällt.

In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getriebes ist der Drehzahlsensor derart ausgerichtet, dass die Drehzahl in axialer Richtung an dem Drehzahlgeber abgegriffen werden kann. Da die Abgreifbarkeit der Drehzahl an dem Drehzahlgeber bei einer solchen Ausführungsform insbesondere von dem axialen Spiel des Drehzahlgebers abhängt, ist die erfindungsgemäße Verringerung des Axialspiels bei dieser Ausführungsform besonders vorteilhaft.

Um einem Verschleiß an dem Drehzahlgeber und der Führung bzw. umlaufenden Nut entgegen zu wirken, ist der Drehzahlgeber in einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getriebes als eine Drehzahlgeberscheibe ausgebildet, die auf ihrer dem Drehzahlsensor zugewandten Seite Vertiefungen aufweist. So können die Vertiefungen beispielsweise kreisförmig hintereinander liegend angeordnet sein und an dem Drehzahlsensor vorbeigedreht werden, so dass entsprechende Impulse in dem Drehzahlsensorerzeugt werden. Im Gegensatz zu den herkömmlicherweise verwendeten Drehzahlgeberzahnrädern ist der Verschleiß bei dieser Ausführungsform geringer, da die Vertiefungen lediglich an einer Seite der Drehzahlgeberscheibe vorgesehen sind, während bei den bekannten Drehzahlgeberzahnrädern durchgehende Zahnlücken zwischen den Zähnen vorhanden sind, die durch ein Angrenzen an seitliche Nutflanken beidseitig verschleißen würden. Darüber hinaus hat die Vertiefung im Gegensatz zu einer durchgehenden Öffnung, wie beispielsweise eine Zahnlücke, den Vorteil, dass ein weiteres, hinter der Vertiefung rotierendes Getriebeteil das Messergebnis nicht beeinflussen bzw. verfälschen kann.

Um den Verschleiß an der Drehzahlgeberscheibe und der Führung weiter zu reduzieren, sind die Vertiefungen in einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getriebes von dem Rand der Drehzahlgeberscheibe beabstandet. Die Vertiefung geht demzufolge nicht in den Rand des Drehzahlgebers über, wie dies bei einer nach außen weisenden Zahnlücke der Fall ist. Hierdurch kann die Drehzahlgeberscheibe auch auf der dem Drehzahlsensor zugewandten Seite reibungsloser in der Führung geführt werden, darüber hinaus ist ein Zusammenstoß zwischen dem Rand der Vertiefungen und der Verzahnung des Zahnrades auf der zweiten Getriebewelle weitgehend ausgeschlossen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getriebes ist die Drehzahlgeberscheibe aus einer Lochscheibe und einer Abdeckscheibe hergestellt, die flächig miteinander verbunden sind. Durch die Lochscheibe sind somit die Ränder bzw. Wände der Vertiefungen vorgegeben, wohingegen die Abdeckscheibe den Boden der Vertiefungen ausbildet. Die Loch- und Abdeckscheibe können beispielsweise miteinander verschweißt oder verlötet werden. Diese Ausführungsform hat zwei wesentliche Vorteile. Zum einen kann eine besonders flache Drehzahlgeberscheibe erzeugt werden, so dass die Gesamtgetriebelänge nur unwesentlich vergrößert wird. Zum anderen ist der Fertigungsaufwand geringer als bei einer Drehzahlgeberscheibe, bei der in einen einzelnen, dünnen Scheibenrohling die Vertiefungen eingebracht werden müssten.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getriebes ist eine der Nutflanken ausschließlich von den Zähnen eines Zahnrades gebildet, wobei die dem Drehzahlsensor abgewandte Seite der Drehzahlgeberscheibe dieser Nutflanke zugewandt ist. Da eine von den Zähnen des Zahnrades gebildete Nutflanke zu einem erhöhten Verschleiß an der Drehzahlgeberscheibe führen kann, ist es sinnvoll, dieser Nutflanke die verschleißfestere geschlossene Seite der Drehzahlgeberscheibe zuzuwenden.

In Anlehnung an die zuvor genannte Ausführungsform ist eine der Nutflanken bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getriebes zumindest teilweise von einem geschlossenen Abschnitt eines Zahnrades gebildet, wobei die dem Drehzahlsensor zugewandte Seite der Drehzahlgeberscheibe dieser Nutflanke zugewandt ist und die Vertiefungen in der Drehzahlgeberscheibe dem geschlossenen Abschnitt gegenüberliegend angeordnet sind. Die gegenüberliegende Anordnung betrifft hierbei selbstverständlich nur diejenigen Vertiefungen, die gerade in die umlaufende Nut rotiert sind.

Die durch die besondere Ausgestaltung der Drehzahlabgriffseinrichtung erreichten Vorteile kommen in einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Getriebes besonders zur Geltung, bei der die erste Getriebewelle die Hauptwelle und die zweite Getriebewelle eine Vorgelegewelle ist, wobei die Hauptwelle schwimmend zwischen zwei Vorgelegewellen gelagert ist.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer beispielhaften Ausführungsform unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform des Getriebes mit einer Drehzahlabgriffseinrichtung,

2 eine Draufsicht auf das Getriebe von 1 im Bereich der Drehzahlabgriffseinrichtung,

3 eine Seitenansicht des Getriebes von 1 und 2 im Be reich der Drehzahlabgriffseinrichtung und

4 eine Vorderansicht der Drehzahlgeberscheibe aus den 1 bis 3.

1 zeigt eine schematische Darstellung einer Ausführungsform des Getriebes 1 für ein Kraftfahrzeug. Das Getriebe 1 ist ein gleichachsiges Getriebe mit einer Antriebswelle 2, einer Hauptwelle 3 und einer Abtriebswelle 4; die hintereinander liegend auf einer Achse 5 angeordnet sind. Die Hauptwelle 3 ist mit der Abtriebswelle 4 über ein lediglich schematisch angedeutetes Planetenradgetriebe 6 verbunden. Es sind ferner zwei Vorgelegewellen 7, 8 vorgesehen, die sich parallel zu der Antriebswelle 2, der Hauptwelle 3 und der Abtriebswelle 4 entlang zweier Achsen 9, 10 erstrecken. Die Hauptwelle 3 ist mit großem Axial- und Radialspiel zwischen der Antriebswelle 2 und der Abtriebswelle 4 gelagert. Das Getriebe 1 weist ferner ein Getriebegehäuse 11 auf, durch das sich die der Hauptwelle 3 abgewandten Enden der Antriebs- und Abtriebswelle 2, 4 nach außen erstrecken.

An den Vorgelegewellen 7, 8 ist jeweils ein Antriebszahnrad 12, 13 befestigt, das mit einem Abtriebszahnrad 14 der Antriebswelle 2 im Eingriff ist, so dass die Vorgelegewellen 7, 8 durch die Antriebswelle 2 angetrieben werden können. Darüber hinaus sind an der Vorgelegewelle 7 bzw. 8 weitere Festzahnräder 15, 16 bzw. 17, 18 vorgesehen, die mit Loszahnrädern 19, 20 auf der Hauptwelle 3 im Eingriff stehen. Dabei bilden die Festzahnräder 15, 17 und das Loszahnrad 19 den Radsatz des zweiten Gangs, während die Festzahnräder 16, 18 und das Loszahnrad 20 den Radsatz des ersten Gangs bilden. Um eine drehfeste Verbindung bzw. eine Kopplung der Hauptwelle 3 mit einem der Loszahnräder 19, 20 zu bewirken, ist ferner mindestens eine schaltbare Kopplungseinrichtung an der Hauptwelle 3 vorgesehen, auf deren Darstellung aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet wurde.

Das Getriebe 1 weist ferner eine Drehzahlabgriffseinrichtung zur Ermittlung der Drehzahl der Hauptwelle 3 auf. Die Drehzahlabgriffseinrichtung umfasst im Wesentlichen einen Drehzahlgeber 21, der drehfest mit der Hauptwelle 3 verbunden und zwischen den Loszahnrädern 19, 20 angeordnet ist, und einen feststehenden Drehzahlsensor 22, der über einen Haltearm 23 (3) an dem Getriebegehäuse 11 befestigt ist. Die Drehzahl der Hauptwelle 3 kann mit Hilfe des Drehzahlsensors 22 an dem Drehzahlgeber 20 abgegriffen werden, wobei die in dem Drehzahlsensor 22 erzeugten Impulse über eine Leitung 24 an eine Auswerteeinheit 25 weitergegeben werden.

Nachstehend wird die Drehzahlabgriffseinrichtung des Getriebes 1 unter Bezugnahme auf die 2 bis 4 eingehender erläutert. Der Drehzahlgeber 21 ist in der dargestellten Ausführungsform als Drehzahlgeberscheibe 26 ausgebildet. Die Drehzahlgeberscheibe 26 weist in ihrer dem Drehzahlsensor 22 zugewandten Seite Vertiefungen 27 auf. Diese Vertiefungen 27 sind kreisförmig und voneinander beabstandet in der genannten Seite der Drehzahlgeberscheibe 26 vorgesehen, wie dies insbesondere in 4 zu erkennen ist, die eine Vorderansicht der Drehzahlgeberscheibe 26 zeigt. Dabei sind die Vertiefungen 27 in einem vorbestimmten Abstand zu dem Rand 28 der Drehzahlgeberscheibe 26 angeordnet, d. h. diese gehen nicht in den Rand 28 über, wie dies bei Drehzahlgeberzahnrädern der Fall ist. Auch handelt es sich bei den Vertiefungen 27 nicht um durchgehende Öffnungen in der Drehzahlgeberscheibe 26. Dennoch weist die Drehzahlgeberscheibe 26 eine zentrale Öffnung 29 auf, die eine drehfeste Anbringung an der Hauptwelle 3 ermöglicht. Diejenige Seite der Drehzahlgeberscheibe 26, in der die Vertiefungen 27 vorgesehen sind, ist dem Drehzahlsensor 22 zugewandt, der derart ausgerichtet ist (3), dass die Drehzahl der Hauptwelle 3 in axialer Richtung an der Drehzahlgeberscheibe 26 abgegriffen werden kann.

Die Drehzahlgeberscheibe 26 ist aus einer Lochscheibe 30 und einer Abdeckscheibe 31 hergestellt, die flächig miteinander verbunden sind, wie dies in den 2 und 3 zu erkennen ist. Bei einer derartigen Drehzahlgeberscheibe werden somit die Vertiefungsflanken von den Rändern der Löcher in der Lochscheibe 30 und der Boden der Vertiefung von der Abdeckscheibe 31 gebildet. Dies ermöglicht die kostengünstige Herstellung und Bereitstellung besonders dünner Drehzahlgeberscheiben, wodurch eine geringere Getriebegesamtlänge erzielt werden kann.

Die Drehzahlgeberscheibe 26 ist axial verschiebbar an der Hauptwelle 3 angeordnet, wie dies anhand des Doppelpfeils A veranschaulicht ist. Darüber hinaus ist die Drehzahlgeberscheibe 26 derart mit der Hauptwelle 3 verbunden, dass sie gegenüber der Längsachse 5 der Hauptwelle 3 geneigt werden kann (Doppelpfeil B). Eine derartige Verbindung mit den genannten Freiheitsgraden kann beispielsweise dadurch erzielt werden, dass der Durchmesser der Öffnung 29 in der Drehzahlgeberscheibe 26 größer als der Durchmesser der Hauptwelle 3 ist, was die genannte Neigbarkeit ermöglicht, während eine Passfeder (nicht dargestellt), die sich einerseits in die Hauptwelle 3 und andererseits in eine seitliche Aussparung 32 in der Öffnung 29 der Drehzahlgeberscheibe 26 erstreckt, eine drehfeste Verbindung bewirkt.

Die Festzahnräder 15 und 16 sind axial voneinander beabstandet an der Vorgelegewelle 7 befestigt, so dass zwischen den Festzahnrädern 15, 16 eine Führung 33 in Form einer umlaufenden Nut 34 ausgebildet ist. Entsprechendes gilt für die Festzahnräder 17, 18 an der Vorgelegewelle 8, zwischen denen eine weitere Führung 35 in Form einer umlaufenden Nut 36 ausgebildet ist. Die nachstehenden Ausführungen zu der Führung 33 gelten entsprechend für die Führung 35.

Die umlaufende Nut 34 umfasst eine erste Nutflanke 37, die von der Seite des Festzahnrades 16 gebildet ist. Das Festzahnrad 16 weist dabei einen derart kleinen Durchmesser auf, dass die erste Nutflanke 37 ausschließlich von der Seite der Verzahnung 38 des Festzahnrades 16 gebildet wird. Die umlaufende Nut 34 weist ferner eine der ersten Nutflanke 37 gegenüberliegende zweite Nutflanke 39 auf, die von der Seite des Festzahnrades 15 gebildet ist, wobei die zweite Nutflanke 39 sowohl von der Seite der Verzahnung 40 als auch von einem achsnahen geschlossenen Abschnitt 41 des Festzahnrades 15 gebildet ist. Der Nutgrund 42 der umlaufenden Nut 34 ist von der Außenfläche der Vorgelegewelle 7 gebildet.

Die Drehzahlgeberscheibe 26 erstreckt sich ausgehend von der Hauptwelle 3 radial nach außen und taucht randseitig in die beiden umlaufenden Nuten 34, 36 ein, so dass das Axialspiel der Drehzahlgeberscheibe 27 durch die beiden Nutflanken 37, 38 eingeschränkt bzw. verringert ist. Das Axialspiel der Drehzahlgeberscheibe 26 gegenüber einem feststehenden Teil des Getriebes, wie beispielsweise dem Drehzahlsensor 22, ist somit auf einen vorbestimmten Wert verringert, der sich aus dem Axialspiel zwischen den Nutflanken 37, 38 und dem Axialspiel der Vorgelegewelle 7 bzw. 8 ergibt, wobei die Vorgelegewellen 7, 8 spielarm gelagert sind und ein geringeres Axialspiel als die schwimmend gelagerte Hauptwelle 3 haben. Der vorbestimmte Wert des Axialspiels der Drehzahlgeberscheibe 26 ist derart gewählt, dass er geringer als ein vorbestimmter Toleranzwert des Drehzahlsensors 22 ist. Auch ist der vorbestimmte Wert des Axialspiels der Drehzahlgeberscheibe 26 kleiner als das Axialspiel der Hauptwelle 3.

Um den Verschleiß an den Führungen 33, 35 und der Drehzahlgeberscheibe 26 gering zu halten, ist die dem Drehzahlsensor 22 abgewandte Seite der Drehzahlgeberscheibe 26, also diejenige Seite, die von der Abdeckscheibe 31 gebildet und geschlossen ausgebildet ist, der ersten Nutflanke 37 zugewandt. Andererseits ist die dem Drehzahlsensor 22 zugewandte Seite der Drehzahlgeberscheibe 26, in der die Vertiefungen 27 vorgesehen sind, der zweiten Nutflanke 39 zugewandt. Dabei sind die Vertiefungen 27, die in die umlaufende Nut 34 rotiert sind, derart angeordnet, dass diese dem geschlossenen Abschnitt 41 gegenüberliegen.

Nachstehend wird die Funktionsweise des Getriebes 1 unter Bezugnahme auf die 2 und 3 kurz erläutert. Während des Betriebs des Getriebes 1 kann es zu einer starken Axialverschiebung der schwimmend gelagerten Hauptwelle 3 kommen. Die Drehzahlgeberscheibe 26 folgt dieser Bewegung jedoch nicht vollständig, sondern wird vielmehr in dem Bereich zwischen den beiden Nutflanken 37, 39 gehalten, wobei sich die Drehzahlgeberscheibe 26 axial entlang der Hauptwelle 3 verschiebt. Durch diese Verringerung des Axialspiels der Drehzahlgeberscheibe 26 auf einen Wert unterhalb des zulässigen Toleranzwertes des Drehzahlsensors 22 ist ein zuverlässiges Abgreifen der Drehzahl an der Drehzahlgeberscheibe 26 unabhängig von der Axialverschiebung der Hauptwelle 3 jederzeit möglich. Des Weiteren kommt es bei der schwimmend gelagerten Hauptwelle 3 auch zu Taumelbewegungen derselben. Auch in diesem Fall wird das Axialspiel der Drehzahlgeberscheibe 26, insbesondere in deren Randbereich, durch die Führungen 33, 35 auf einen vorbestimmten Wert verringert, wobei die Neigbarkeit der Drehzahlgeberscheibe 26 gegenüber der Achse 5 der Hauptwelle 3 bewirkt, dass keine Belastungen auf die Drehzahlgeberscheibe 26 und die Führungen 33, 35 ausgeübt werden.

1
Getriebe
2
Antriebswelle
3
Hauptwelle
4
Abtriebswelle
5
Achse
6
Planetenradgetriebe
7
Vorgelegewelle
8
Vorgelegewelle
9
Achse
10
Achse
11
Getriebegehäuse
12
Antriebszahnrad
13
Antriebszahnrad
14
Antriebszahnrad
15
Festzahnrad
16
Festzahnrad
17
Festzahnrad
18
Festzahnrad
19
Loszahnrad
20
Loszahnrad
21
Drehzahlgeber
22
Drehzahlsensor
23
Haltearm
24
Leitung
25
Auswerteeinheit
26
Drehzahlgeberscheibe
27
Vertiefungen
28
Rand der Drehzahlgeberscheibe
29
Öffnung
30
Lochscheibe
31
Abdeckscheibe
32
seitliche Aussparung
33
Führung
34
umlaufende Nut
35
Führung
36
umlaufende Nut
37
erste Nutflanke
38
Verzahnung
39
zweite Nutflanke
40
Verzahnung
41
geschlossener Abschnitt
42
Nutgrund
A
Doppelpfeil
B
Doppelpfeil


Anspruch[de]
Getriebe mit einer Drehzahlabgriffseinrichtung, die einen drehfest mit einer Getriebewelle (3) verbundenen Drehzahlgeber (21) und einen feststehenden Drehzahlsensor (22) aufweist, mittels dessen die Drehzahl der Getriebewelle (3) an dem Drehzahlgeber (21) abgreifbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Drehzahlgeber (21) radial nach außen in mindestens eine das Axialspiel des Drehzahlgebers (21) verringernde Führung (33, 35) erstreckt. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (33, 35) derart mit dem Drehzahlgeber zusammenwirkt, dass das Axialspiel des Drehzahlgebers auf einen vorbestimmten Wert verringerbar ist. Getriebe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der vorbestimmte Wert kleiner als ein vorbestimmter Toleranzwert des Drehzahlsensors (22) ist. Getriebe nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der vorbestimmte Wert kleiner als das Axialspiel der Getriebewelle (3) ist. Getriebe nach einem vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehzahlgeber (21) axial verschiebbar an der Getriebewelle (3) angeordnet ist. Getriebe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehzahlgeber (21) derart an der Getriebewelle (3) angeordnet ist, dass dieser gegenüber der Längsachse (5) der Getriebewelle (3) neigbar ist. Getriebe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (1) mindestens eine zweite Getriebewelle (7, 8) umfasst, wobei die Führung (33, 35) als eine umlaufende Nut (34, 36) in oder an der zweiten Getriebewelle (7, 8) ausgebildet ist. Getriebe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Getriebewelle (7, 8) ein geringeres Axialspiel als die erste Getriebewelle (3) hat. Getriebe nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die umlaufende Nut (34, 36) zwei Nutflanken (37, 39) aufweist, die von den einander zugewandten Seiten zweier benachbarter Zahnräder (15, 16; 17, 18) an der zweiten Getriebewelle (7; 8) gebildet sind. Getriebe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehzahlsensor (22) derart ausgerichtet ist, dass die Drehzahl in axialer Richtung an dem Drehzahlgeber (21) abgreifbar ist. Getriebe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehzahlgeber (21) als eine Drehzahlgeberscheibe (26) ausgebildet ist, die auf ihrer dem Drehzahlsensor (22) zugewandten Seite Vertiefungen (27) aufweist. Getriebe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefungen (27) von dem Rand (28) der Drehzahlgeberscheibe (26) beabstandet sind. Getriebe nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahlgeberscheibe (26) aus einer Lochscheibe (30) und einer Abdeckscheibe (31) hergestellt ist, die flächig miteinander verbunden sind. Getriebe nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Nutflanken (37) ausschließlich von der Verzahnung (38) eines Zahnrades (16, 18) gebildet ist, wobei die dem Drehzahlsensor (22) abgewandte Seite der Drehzahlgeberscheibe (26) dieser Nutflanke (37) zugewandt ist. Getriebe nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Nutflanken (39) zumindest teilweise von einem geschlossenen Abschnitt (41) eines Zahnrades (15, 17) gebildet ist, wobei die dem Drehzahlsensor (22) zugewandte Seite der Drehzahlgeberscheibe (26) dieser Nutflanke (39) zugewandt ist und die Vertiefungen (27) in der Drehzahlgeberscheibe (26) dem geschlossenen Abschnitt (41) gegenüberliegend angeordnet sind. Getriebe nach einem der Ansprüche 7 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Getriebewelle (3) die Hauptwelle und die zweite Getriebewelle (7, 8) eine Vorgelegewelle ist, wobei die Hauptwelle schwimmend zwischen zwei Vorgelegewellen gelagert ist.






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