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Dokumentenidentifikation DE102006023592A1 22.11.2007
Titel Durchflussmengenmessadapter und Montagewerkzeug
Anmelder Wilhelm Friedrich Wilkes e.K, 38112 Braunschweig, DE
Erfinder Wilkes, Wilhelm Friedrich, 38268 Lengede, DE;
Reska, Armin, 38304 Wolfenbüttel, DE;
Miottel, Ralf, 38226 Salzgitter, DE
Vertreter Thömen und Kollegen, 30175 Hannover
DE-Anmeldedatum 19.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006023592
Offenlegungstag 22.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse G01F 15/18(2006.01)A, F, I, 20060519, B, H, DE
Zusammenfassung Es wird ein Durchflussmengenmessadapter beschrieben, der aus einem mit einem WKV-Gehäuse einer Wasserleitung verbindbaren Adapteraufsatz mit einem Durchlass sowie einem Trenneinsatz aus einer in das WKV-Gehäuse hineinragenden Zunge und einem in einer Quernut des Adapteraufsatzes gehalterten Querschenkel besteht. Der Trenneinsatz unterteilt den Durchlass in einen Vorlauf und einen Rücklauf.
Die Zunge des Trenneinsatzes durchgreift das KWV-Gehäuse und der Querschenkel ist in einer Quernut des Adapteraufsatzes gehaltert.
Ferner wird ein Montagewerkzeug beschrieben, um den Trenneinsatz ein- und auszubauen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Durchflussmengenmessadapter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und ein Montagewerkzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 8.

Durchflussmengenmesser werden insbesondere in Warmwasser- oder Heizwasserleitungen zur Messung der Durchflussmenge eingesetzt. In Verbindung mit einer Temperaturmessung kann aus der Durchflussmenge der Energieverbrauch bestimmt werden.

Ein bekannter Durchflussmengenmesser arbeitet nach dem Venturi-Prinzip. Der Querschnitt einer Leitung wird reduziert und der durch die erhöhte Strömungsgeschwindigkeit an der Reduktionsstelle entstehende Unterdruck wird genutzt, einen Teil des durch die Leitung fließenden Wassers über einen Bypass zu leiten und die Durchflussmenge durch den Bypass zu messen. Über einen Rechenalgorithmus kann dann näherungsweise der Gesamtdurchfluss bestimmt werden.

Bei dem bekannten Durchflussmengenmesser wird der Querschnitt der Leitung durch die Zunge eines Trenneinsatzes reduziert, der in ein Warmwasserkostenverteiler-Gehäuse, nachfolgend als WKV-Gehäuse benannt, der Wasserleitung hineinragt. Ein Querschenkel des Trenneinsatzes ist in einer Quernut des Aufsatzes gehaltert, und zwar befindet sich die Quernut auf der dem WKV-Gehäuse zugewandten Seite des Aufsatzes. Der Trenneinsatz kann bei Wartungs- und Reparaturarbeiten nicht ohne Demontage des Aufsatzes entfernt werden, so dass bei Wandeinbauten zusätzliche Stemm- und anschließende Verputzarbeiten nötig werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Durchflussmengenmessadapter zu schaffen, der für handelsübliche Messkapseln bei Wartungs- und Reparaturarbeiten ohne Demontage des unter Putz liegenden WKV-Gehäuses eingesetzt werden kann und darüber hinaus eine hohe Messgenauigkeit aufweist.

Diese Aufgabe wird bei einem Durchflussmengenmessadapter nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die Merkmale dieses Anspruchs gelöst.

Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Bei der erfindungsgemäßen Ausführung kann das WKV-Gehäuse in der Wand verbleiben, wenn der alte und ungenaue Trenneinsatz entfernt wird und neue Messkapseln montiert werden müssen.

Stemmarbeiten, Heraussägen des alten WKV-Gehäuses, Einbau eines neuen, mit modernen Wasseruhren kompatiblen WKV-Gehäuses und anschließende Verputzarbeiten erübrigen sich daher.

Das freie Ende der Zunge kann gegenüber dem an den Querschenkel angrenzenden Bereich breiter sein, einen x Kreisbogen aufweisen und der Radius des Kreisbogens dem Innendurchmesser der Wasserleitung im WKV-Gehäuse entsprechen.

Das freie Ende der Zunge des neuen Trenneinsatzes ist an den Querschnitt der Wasserleitung im WKV-Gehäuse dichtend angepasst und erzwingt einen Durchfluss durch den neuen Aufsatz. Dieser Durchfluss führt das gesamte in der Leitung führende Wasser, wodurch eine wesentlich genauere Messung als bei dem bekannten Durchflussmessadapter über den Venturi-Effekt möglich ist.

Vorzugsweise besteht die Zunge des Trenneinsatzes aus einem Material, das elastischer als der Aufsatz oder das WKV-Gehäuse ist. Dabei kann die Zunge aus einem gummielastischen Material, wie Gummi oder Kunststoff bestehen.

Dadurch kann sich die Zunge an die Innenwand der Wasserleitung im WKV-Gehäuse dichtend anlegen und den Durchfluss des Wassers durch den Ansatz ohne direkten Durchgang durch das WKV-Gehäuse sicherstellen.

Auf beiden Flachseiten der Zunge sind Stabilisierungsbleche angeordnet.

Die Ausrichtung der Zunge und damit die Abdichtung gegenüber der Innenwand der Wasserleitung im WKV-Gehäuse bleibt dadurch auch bei hohen Druckdifferenzen erhalten.

Vorzugsweise bestehen die Stabilisierungsbleche aus Edelstahl.

Dieses Material ist gegen Korrosion beständig und verhält sich trinkwasserneutral.

Ferner liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Montagewerkzeug zu schaffen, das eine Montage und Demontage des Trenneinsatzes eines Durchflussmengenmessadapters ermöglicht.

Diese Aufgabe wird bei einem Montagewerkzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 8 durch die Merkmale dieses Anspruchs gelöst.

Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den zugehörigen Unteransprüchen.

Mit Hilfe der Greiferklauen lässt sich der Trenneinsatz mit seiner Zunge in das WKV-Gehäuse hineinschieben und zentrieren.

Der Abstand zwischen den Greiferklauen kann der Dicke des Trenneinsatzes oder der Dicke der Zunge des Trenneinsatzes und der zwei Stabilisierungsbleche entsprechen.

Der Trenneinsatz kann so bündig übergriffen und präzise gehandhabt werden.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert, das in der Zeichnung dargestellt ist.

Darin zeigen:

1 eine Draufsicht auf einen Adapteraufsatz,

2 einen Längsschnitt durch einen Adapteraufsatz in Verbindung mit einem WKV-Gehäuse,

3 eine Ansicht eines Trenneinsatzes,

4 eine Ansicht eines Stabilisierungsbleches,

5 einen Schnitt durch ein in der Wand verputztes WKV-Gehäuse

6 eine Ansicht eines Montagewerkzeugs.

1 zeigt eine Draufsicht auf einen Adapteraufsatz 10, der als Bestandteil eines Durchflussmengenmessadapters auf einem WKV-Gehäuse einer Wasserleitung befestigt ist. Der Aufsatz 10 umfasst einen Flansch 12 mit Bohrungen 14 zur Befestigung mit einem Flansch des WKV-Gehäuses durch vier Schrauben, eine Ringnut 16 zur Aufnahme eines Dichtungsringes, einen kreisbogenförmigen Durchlass als Zulauf 18, einen kreisringförmigen Durchlass als Rücklauf 20 und eine Quernut 24 für die Abdichtung eines Trenneinsatzes.

2 zeigt einen Längsschnitt durch einen Aufsatz 10 nach 1 in Verbindung mit einem WKV-Gehäuse 36. Dort sind die Ringnut 16 zur Aufnahme des Dichtungsringes, der kreisbogenförmige Durchlass als Zulauf 18, der kreisringförmige Durchlass als Rücklauf 20 und die Quernut 24 für den Trenneinsatz 26 dargestellt. Der Trenneinsatz 26 durchgreift über einen Schlitz 22 das eingemauerte WKV-Gehäuse 36 quer und liegt mit seinem freien Ende 32 an einem Anschlag 38 an. Dadurch wird ein direkter Durchfluss vom Einlass 40 zum Auslass 42 des WKV-Gehäuses 36 gesperrt und stattdessen ein Bypass durch den Aufsatz 10 und ein Einbauteil 44 einer hier nicht dargestellten Messkapsel erzwungen. Durch den Anschlag 38 wird außerdem ein Ausbiegen des Trenneinsatzes 26 aufgrund der Druckdifferenz zwischen dem Einlass 40 und dem Auslass 42 des WKV-Gehäuses 36 vermieden.

3 zeigt eine Draufsicht auf einen Trenneinsatz 26. Der Trenneinsatz 26 unterteilt den Durchlass in einen Vorlauf und einen Rücklauf und besteht aus einer den Aufsatz durchgreifenden Zunge 28 und einem Querschenkel 30, der in der Quernut 24 des Adapteraufsatzes 10 gehaltert ist. Das freie Ende 32 der Zunge 28 ist gegenüber dem an den Querschenkel 30 angrenzenden Bereich breiter und weist einen x Kreisbogen auf. Der Radius des Kreisbogens entspricht dem Innendurchmesser der Wasserleitung im WKV-Gehäuse. Dadurch kann sich die Zunge 28 und 30 an die Innenwand der Wasserleitung im WKV-Gehäuse dichtend anlegen und den Durchfluss des Wassers durch den Adapteraufsatz ohne direkten Durchgang durch das WKV-Gehäuse sicherstellen.

4 zeigt eine Ansicht eines Stabilisierungsbleches 34. Zwei dieser Stabilisierungsbleche 34 werden auf jeweils einer Flachseite der Zunge angeordnet, um deren Ausrichtung und damit die Abdichtung gegenüber der Innenwand der Wasserleitung im WKV-Gehäuse auch bei Druckdifferenzen aufrecht zu erhalten.

5 zeigt einen Schnitt durch ein WKV-Gehäuse 36 mit einem Adapteraufsatz 10 und einem Trenneinsatz 26. Während der Querschenkel 30 des Trenneinsatzes 26 in der Quernut des Adapteraufsatzes 10 dichtend zentriert wird, durchgreift die Zunge 28 des Trenneinsatzes 26 das WKV-Gehäuse. Dort sperrt es den direkten Durchfluss und leitet das Wasser um, so dass es über einen Vorlauf zu einem Volumenmesser und von dort über einen Rücklauf wieder zum WKV-Gehäuse zurückfließen kann.

6 zeigt eine Ansicht eines Montagewerkzeugs 46. Dieses besteht aus einem Griff 48 und einem Schaft 50, dessen freies Ende in zwei beanstandete Greiferklauen 52 ausläuft. Mittels der Greiferklauen 52 lässt sich bei der Montage zunächst ein Trenneinsatz mit seiner Zunge durch das WKV-Gehäuse hindurchschieben und ausrichten. Anschließend können die beiden Stabilisierungsbleche eingesetzt werden.

10
Adapteraufsatz
12
Flansch
14
Bohrungen
16
Ringgnut
18
Zulauf
20
Rücklauf
22
Schlitz
24
Quernut
26
Trenneinsatz
28
Zunge
30
Querschenkel
32
freies Ende
34
Stabilisierungsbleche
36
WKV-Gehäuse
38
Anschlag
40
Einlass
42
Auslass
44
Einbauteil
46
Montagewerkzeug
48
Griff
50
Schaft
52
Greiferklauen


Anspruch[de]
Durchflussmengenmessadapter, bestehend aus einem mit einem WKV-Gehäuse (36) einer Wasserleitung verbindbaren Adapteraufsatz (10) mit einem Zu- und Rücklauf (18; 20) sowie einem Trenneinsatz (26) aus einer in das WKV-Gehäuse (36) hineinragenden Zunge (28) und einem in einer Quernut (24) des Adapteraufsatzes (10) gehalterten Querschenkel (30), wobei der Trenneinsatz (26) den Durchlass in einen Zulauf (18) und einen Rücklauf (20) unterteilt, dadurch gekennzeichnet, dass die Zunge (28) des Trenneinsatzes (26) das WKV-Gehäuse (36) durchgreift und der Querschenkel (30) in einer Quernut (24) des Adapteraufsatzes (10) gehaltert ist. Durchflussmengenmessadapter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende (32) der Zunge (28) gegenüber dem an den Querschenkel (30) angrenzenden Bereich breiter ist, einen x Kreisbogen aufweist und der Radius des Kreisbogens dem Innendurchmesser der Wasserleitung im WKV-Gehäuse (36) entspricht. Durchflussmengenmessadapter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zunge (28) aus einem Material besteht, das elastischer als der Aufsatz (10) ist. Durchflussmengenmessadapter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zunge (28) aus einem gummielastischen Material besteht. Durchflussmengenmessadapter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zunge (28) aus Gummi oder aus Kunststoff besteht. Durchflussmengenmessadapter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass auf beiden Flachseiten der Zunge (28) Stabilisierungsbleche (34) angeordnet sind. Durchflussmengenmessadapter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stabilisierungsbleche (34) aus Edelstahl bestehen. Montagewerkzeug (46) zur Montage und Demontage eines Trenneinsatzes eines Durchflussmengenmessadapters nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende eines Schaftes (50) in zwei beabstandete Greiferklauen (52) ausläuft. Montagewerkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den Greiferklauen (52) der Dicke des Trenneinsatzes (26) entspricht. Montagewerkzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den Greiferklauen (52) der Dicke der Zunge (28) des Trenneinsatzes (26) und der zwei Stabilisierungsbleche (34) entspricht.






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