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Dokumentenidentifikation DE102006023705A1 22.11.2007
Titel Haushaltsgerät mit einem oder mehreren Anschlüssen zu zentralen Versorgungsleitungen
Anmelder BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, 81739 München, DE
Erfinder Has, Uwe, Dr., 84579 Unterneukirchen, DE;
Weinbrenner, Konrad, 83368 St Georgen, DE
DE-Anmeldedatum 19.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006023705
Offenlegungstag 22.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse F24C 7/08(2006.01)A, F, I, 20060519, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G08C 17/00(2006.01)A, L, I, 20060519, B, H, DE   
Zusammenfassung Haushaltsgerät mit einzelnen individuell elektronisch ansteuerbaren, über je einen eigenen Stromversorgungsanschluss elektrisch betriebenen Verbrauchern, die insbesondere einer Mehrzahl von jeweils bevorzugt trennbaren bzw. getrennten einzelnen Geräteeinheiten zugeordnet sind. Die elektrisch betriebenen Verbraucher sind über jeweils eigene elektronische Steuereinheiten ansteuerbar, die eingangsseitig mit Steuereinheiten anderer zugeordneter Geräteeinheiten über jeweils vorgeschaltete Infrarot-Sende-Empfänger kommunizieren, wobei zumindest einer der Steuereinheiten Eingabe- und/oder Anzeigeorgane zugeordnet sind.
Durch diese Maßnahme wird zwischen den einzelnen elektronischen Steuereinheiten und damit zwischen den einzelnen elektrisch betriebenen Verbrauchern eine einfache und betriebssichere Kommunikationsverbindung geschaffen.
Stand der Technik DE 29615963 U1, DE 19537280 A1, DE 19857932 A1.

Beschreibung[de]

Haushaltsgerät mit einzelnen individuell elektronisch ansteuerbaren, über je einen eigenen Stromversorgungsanschluss elektrisch betriebenen Vebrauchern, die insbesondere einer Mehrzahl von jeweils bevorzugt trennbaren bzw. getrennten einzelnen Geräteeinheiten zugeordnet sind.

Ein Haushaltsgerät dieser Art ist beispielsweise ein Haushaltsherd, welcher in eine Kochmuldeneinheit und in eine Backofeneinheit unterteilt ist, wobei beide Einheiten eigenständige Geräteeinheiten bilden, die erst am Aufstellungsort in der Küche zusammen aufgestellt und einander zugeordnet werden.

Bei einer derartigen Konfigurationen ist es bekannt, jeder der Geräteeinheiten die für deren Betrieb benötigten Eingabe- und Anzeigeorgane zuzuordnen, so dass Steuerverbindungen zwischen den einzelnen Geräteeinheiten nicht erforderlich sind. Im breiten Maße sind aber die Eingabe- und Anzeigeorgane für eine aus zumindest zwei Geräteeinheiten bestehenden Konfiguration lediglich einer Geräteeinheit zugeordnet und diese Geräteeinheit steht mit der bzw. den weiteren Geräteeinheiten über Leitungsverbindungen in Kontakt. Bei der Erstellung der Gerätekonfiguration am Einsatzort müssen die Leistungsverbindungen unter Beachtung der richtigen Verknüpfungen vom Installateur zuverlässig realisiert werden.

Es ist auch bekannt geworden, zur Übertragung von Steuerinformationen drahtlose Übertragungswege, wie elektromagnetische Funkstrecken, Ultraschallverbindungen oder modulierte Infrarotübertragungswege herzustellen. Elektromagnetische Datenübertragungswege haben neben der Elektrosmogproblematik den Nachteil, dass durch die anzusteuernden nahen und relativ hohen Schaltspitzen nach sich ziehenden elektrischen Verbraucher eine nicht unerhebliche Beeinträchtigung der Informationsübertragung zu befürchten ist.

Infrarot-Übertragungswege haben gegenüber Ultraschallverbindungen wegen ihrer besseren Realisierbarkeit und Handhabbarkeit durchgesetzt, wobei auch diese Übertragungswege störungsanfällig erscheinen, zumal bei wärmeabgebenden Haushaltsgeräten mit beeinträchtigenden Strahlungen im Infrarotbereich gerechnet werden kann bzw. muss.

Aufbauend auf diesem Erkenntnisstand ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine drahtlose Übertragung von Steuer- und/oder Anzeigeinformationen auf der Basis von Infrarotverbindungen zwischen den Steuereinrichtungen von elektrischen Verbrauchern zu realisieren, die die für diese Geräte erforderlichen Bedien- und Betriebssicherheit bietet.

Ein Haushaltsgerät, das diesen Anforderungen genügt, ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch betriebenen Verbraucher über eigene elektronische Steuereinheiten ansteuerbar sind, die eingangsseitig mit Steuereinheiten anderer zugeordneter Baueinheiten über jeweils vorgeschaltete Infrarot-Sende-Empfänger kommunizieren, wobei zumindest einer der Steuereinheiten Eingabe- oder Anzeigeorgane zugeordnet sind.

Mit Hilfe dieser Infrarot-Sende-Empfänger werden die Steuerinformationen nicht nur von einer Steuereinheit zu einer weiteren Steuereinheit übertragen, um dort einen elektrisch betreibbaren Verbraucher zu steuern, sondern diese weitere Steuereinheit meldet die empfangene Information der ursprünglichen sendenden Steuereinheit zum Abgleich mit der ausgesendeten Information zurück. Damit werden Übertragungsfehler sofort erkannt und können z.B. durch Wiederholung des Übertragungsdialogs korrigiert werden. Es wird auch die Möglichkeit eröffnet, die Bedienungsperson sofort durch Signalgabe auf fehlerhafte Übertragungen von Steuerinformationen aufmerksam zu machen.

Nach einer bevorzugten Ausgestaltung ist bei einer aus Kochmuldeneinheit und Backofeneinheit bestehenden Konfiguration die Kochmulde oberhalb der Backofeneinheit angeordnet, wobei in der bestimmungsgemäßen Anordnung dieser beiden Einheiten zueinander die Infrarot-Sende-Empfänger beider Einheiten in direkter Strahlungsausrichtung einander gegenüber angeordnet sind. Als Alternative dazu können die Infrarot-Sende-Empfänger beider Einheiten über einen Strahlungskanal mit Infrarotstrahlung reflektierenden Wandungen einander gegenüber angeordnet sein. Dieser Strahlungskanal kann entweder der Kochmuldeneinheit oder der Backofeneinheit oder beiden Einheiten anteilig zugeordnet sein.

Zur Erhöhung der Übertragungssicherheit ist es zweckmäßig, im Rahmen der Erfindung die Sendeeinheit des Infrarot-Sende-Empfängers auf Wellenlängen im Bereich von 0,9 &mgr;m bis 1,3 &mgr;m auszulegen. Gleichermaßen ist es zweckmäßig, der Empfängereinrichtung des Infrarot-Sende-Empfängers einen optischen Filter für Wellenlängen für Durchlasswerte im Bereich von 0,9 &mgr;m bis 1,3 &mgr;m vorzulagern. Das Senden von Informationen in Wellenbereichen zwischen 0,9 &mgr;m und 1,3 &mgr;m wird dem Umstand gerecht, dass der sich bei Haushaltsgeräten auftretenden bzw. bildende Wasserdampf bzgl. seines Absorptionsverhaltens nicht nachteilig auswirkt. Durch die der Empfängerfunktion vorgeschalteten Filter wird eine Störung der Signalübertragung durch eventuell vorhandene andere Infrarotquellen wie z. B. Fernbedienungen oder Glühlampen minimiert. Dieser Filter sollte vor Sendediode passend sehr schmalbandig wirksam sein.

Ausführungsbeispiele nach der Erfindung sind im Folgenden anhand der Zeichnung kurz beschrieben.

Es zeigen die 1 und 2 Zuordnungen von Infrarot-Sende-Empfänger der Kochmulde und der Backofeneinheit.

Gemäß 1 ist eine Kochmuldeneinheit 1 oberhalb einer Backofeneinheit 2 angeordnet. Sowohl die Kochmuldeneinheit 1 als auch die Backofeneinheit 2 weisen je einen Infrarot-Sende-Empfänger 3, 4 auf, die ihrerseits jeweils der Steuereinrichtung der Kochmuldeneinheit 1 bzw. der Backofeneinheit 2 zugeordnet sind. Die Infrarot-Sende-Empfänger 3, 4 sind in ihren jeweiligen Geräteeinheiten derart angeordnet, dass eine ausreichende gestrichelt dargestellte Sichtverbindung 5 zwischen den beiden Infrarot-Sende-Empfängern durch Öffnungen 6, 7 in den Gehäusewandungen realisiert ist. Diese Öffnungen 6, 7 können auch strahlungsdurchlässig abgedeckt sein. Zweckmäßiger Weise erfolgt die Abdeckung dieser Öffnungen 6, 7 durch je ein Fensterfilter, welches auf Strahlungsdurchgangswerte entsprechend der Sendefrequenz ausgelegt ist.

Gemäß 2 sind die Infrarot-Sende-Empfänger 3', 4' der Kochmuldeneinheit 1' und der Backofeneinheit 2' derart zueinander versetzt, dass ein gradliniger Steuerungsweg zwischen ihnen nicht realisiert ist. Die Wandungen der beiden Geräteeinheiten gewährleisten jedoch eine Reflektion der Infrarotstrahlung, sodass eine indirekte Verbindung zwischen den beiden Infrarot-Sende-Empfänger in Form des gestrichelt dargestellten Strahlenweges 5' gegeben ist. Das Reflektionsverhalten der Gerätewandungen kann durch an sich bekannte Maßnahmen verbessert sein.


Anspruch[de]
Haushaltsgerät, mit individuellen elektronisch ansteuerbaren, über je einen eigenen Stromversorgungsanschluss elektrisch betriebenen Verbrauchern, die insbesondere einer Mehrzahl von jeweils bevorzugt trennbaren bzw. getrennten einzelnen Geräteeinheiten zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrisch betriebenen Verbraucher über eigene elektronische Steuereinheiten ansteuerbar sind, die eingangsseitig mit Steuereinheiten anderer zugeordneter Baueinheiten über jeweils vorgeschaltete Infrarot-Sende-Empfänger (3, 3'; 4, 4') kommunizieren, wobei zumindest einer der Steuereinheiten Eingabe- und/oder Anzeigeorgane zugeordnet sind. Haushaltsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Haushaltsgerät aus Kochmuldeneinheit (1, 1') und Backofeneinheit (2, 2') besteht. Haushaltsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kochmulde (1) oberhalb der Backofeneinheit (2) angeordnet ist und dass in der bestimmungsgemäßen Anordnung dieser beiden Einheiten zueinander die Infrarot-Sende-Empfänger (3, 4) beider Einheiten (1, 2) in direkter Strahlungsausrichtung (5) einander gegenüber angeordnet sind. Haushaltsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kochmulde (1') oberhalb der Backofeneinheit (2') angeordnet ist und dass in der bestimmungsgemäßen Anordnung dieser beiden Einheiten zueinander die Infrarot-Sende-Empfänger (3', 4') über einen Strahlungskanal (5') mit infrarotreflektierenden Wandungen einander gegenüber angeordnet sind. Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sendereinheit des Infrarot-Sende-Empfängers auf Wellenlängen im Bereich von 0,9 &mgr;m bis 1,3 &mgr;m ausgelegt sind. Haushaltsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Empfängereinheit des Infrarot-Sende-Empfängers einen optischen Filter für Wellenlängen für Durchlasswerte im Bereich von 0,9 &mgr;m bis 1,3 &mgr;m vorgelagert ist.






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