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Dokumentenidentifikation DE102006023817A1 22.11.2007
Titel Tür
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70327 Stuttgart, DE
Erfinder Smith, Lea Thomas, 71120 Grafenau, DE;
Feldhues, Christian, Dipl.-Ing., 48607 Ochtrup, DE;
Hunger, Helmut, 33335 Gütersloh, DE
DE-Anmeldedatum 20.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006023817
Offenlegungstag 22.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse E06B 1/52(2006.01)A, F, I, 20060520, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47K 3/30(2006.01)A, L, I, 20060520, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Tür (1) mit einem Türrahmen (2) und einem daran beweglich gelagerten Flügel (24).
Um eine besonders effektive Raumausnutzung und eine ästhetische Gestaltung zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass der Türrahmen zumindest entlang einer gewissen Erstreckung auf der zum Innenraum (12) und der zum Außenraum (13) hin gerichteten Seite durchscheinend ausgebildet und in seinem Inneren eine Lichtquelle (35) aufgenommen ist, die zugleich den Innenraum (12) und den Außenraum (13) beleuchtet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Tür gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.

Eine solche Tür ist aus der DE 20 2005 003 303 U1 bekannt. Dort ist eine Holztür mit einem Drehflügel gezeigt, der über Scharniere an einem Rahmen drehbar befestigt ist. Der Drehflügel ist aus einem Holzblatt gebildet, an welchem ein Leuchtelement angeordnet ist. Aufgehängt ist das Türblatt über Bänder, die mittels Scharniere an dem Rahmen befestigt werden. Diese Scharniere dienen gleichzeitig als elektrischer Kontakt und Übergang zwischen dem Türrahmen und dem Türblatt, um dem Leuchtelement auf den Türblatt über das Scharnier elektrische Energie zuzuleiten.

Aus der DE 83 32 646 U1 ist eine Duschabtrennung bekannt, die einen Sichtschutz in Form eines Rollos aufweist, das außen auf die Duschkabine aufsetzbar ist, und eine in den Rollokasten integrierte Leuchte aufweist.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Tür zur Abtrennung von Räumen zu schaffen, die kompakt baut, und dabei ästhetisch ansprechend gestaltet ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Tür gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Die Tür weist einen Türrahmen auf, der entlang einer gewissen Strecke sowohl zudem Innenraum als auch zu dem Außenraum, der durch die Tür abgetrennt wird, durchscheinend ausgebildet ist, und in seinem Inneren eine Lichtquelle aufnimmt. Durch diese Lichtquelle wird ermöglicht, dass bei geschlossener Tür sowohl der Innenraum als auch der Außenraum von dieser Lichtquelle beleuchtet wird. Da die Lichtquelle im Inneren des Türrahmens aufgenommen ist, bedeutet dies zudem eine sehr Platz sparende Lösung.

Der Türrahmen kann zudem in seiner Gestaltung dem Design des Innenraums wie auch des Außenraums angepasst werden, und ist somit ästhetisch ansprechend gestaltbar. Zudem weist der Türrahmen durch die in den Türrahmen integrierte Lichtquelle, einen weiteren Gestaltungsgrad auf, um den Türrahmen ästhetisch noch ansprechender zu gestalten.

Um durch die Tür den Innenraum von dem Außenraum weitgehend zu trennen, ist vorgesehen, dass die Tür ein Flügel aufweist, der in einer Schließstellung mit seiner Schließkante eine Falzkante des Rahmens überdeckt oder in diese eingreift. Durch diese Falzkante wird ermöglicht, dass eine spaltfreie Abdeckung der Türöffnung erreicht wird. Es ist vorgesehen, dass der Türrahmen zumindest entlang der Erstreckung der Falzkante der zum Innenraum und der zum Außenraum hin gerichteten Seite durchscheint, ausgebildet ist und zwischen diesen Seiten eine Lichtquelle aufweist.

Der Türrahmen kann aus einem vorgefertigten, ablängbaren Profil, welches kostengünstig als Meterware herzustellen ist, gefertigt sein, und im Bereich der Falzkante Aussparungen aufweisen, in welche Einsätze aus durchscheinendem Kunststoff oder Glas einsetzbar sind. So wird gewährleistet, dass der aus einem Leichtmetall oder einem Kunststoff gebildetem Rahmen mechanisch ausreichend stabil ist, um den an dem Rahmen beweglich gelagerten Flügel zu tragen, und zugleich mittels der durchscheinenden Einsätze gleichzeitig die erforderlichen durchscheinenden Eigenschaften aufweist.

In einer anderen Ausführung kann vorgesehen sein, dass der Türrahmen zumindest entlang der Erstreckung der Falzkante ein Profil aufweist, welches aus einem selbst tragenden und durchscheinenden Kunststoff, vorzugsweise Polykarbonat oder Polyethylen besteht. Damit wird gewährleistet, dass das gesamte Profil des Rahmens durchscheinend ausgebildet ist. Der Kunststoff kann optisch klar oder milchig getrübt ausgeführt sein, je nach dem ob man die in dem Inneren des Profils angeordnete Lichtquelle sichtbar oder verdeckt gestalten möchte.

Die Lichtquelle kann als Leuchtstoffröhre oder als Leuchtdiode ausgebildet sein. Letzteres hat den Vorteil einer Beleuchtung mit einem möglichst geringen Stromverbrauch. In alternativer Ausgestaltung kann die Lichtquelle auch als Glühbirne oder Halogenbirne ausgebildet sein, die einen besonders kostengünstigen Aufbau ermöglicht.

Für eine konstruktiv besonders einfache Ausführung des Türrahmens ist vorgesehen, dass der Türrahmen einstückig mit der Falzkante ausgebildet ist, in dem die Falzkante in den Querschnitt des Profils des Türrahmens eingeformt ist. Dadurch werden Montageschritte gespart und somit Kosten beim Aufbau der Tür gespart.

In einer Ausführung ist vorgesehen, dass der Flügel als Schiebeflügel ausgebildet ist, und in einem oberhalb und/oder unterhalb des Flügels verlaufenden Abschnitt des Türrahmens verschiebbar gelagert ist. Durch die Ausgestaltung des Flügels als Schiebeflügels kann die Tür an die gegebenen Raumverhältnisse und oder ästhetischen Anforderungen gut angepasst werden.

In alternativer Ausgestaltung kann ebenfalls vorgesehen sein, dass der Flügel als Drehflügel ausgebildet ist, und über Bänder an dem Türrahmen drehbar gelagert ist. Die universelle Ausgestaltung des Flügels als Drehflügel oder Schiebeflügel ermöglicht, dass die Tür optimal an die gegebenen Raumverhältnisse anpassbar ist.

In einer bevorzugten Ausführung kann vorgesehen sein, dass der Innenraum als Nasszelle, insbesondere als Duschkabine und der Außenraum als Wohn- oder Aufenthaltsraum ausgeführt ist. Dabei kann die Tür in einer Wand oder einem Raumteiler eingebaut oder als solcher ausgebildet sein, um die Nasszelle von dem Wohn- und Aufenthaltsraum zu trennen. Dabei ist die Tür insbesondere das Profil des Türrahmens wasserdicht ausgeführt, um so einerseits den Außenraum vor austretendem Spritzwasser der Nasszelle zu schützen und andererseits die in den Türrahmen angeordnete Lichtquelle gegen Eintreten des Wassers zu schützen. Dafür kann auch vorgesehen sein, dass in der Falzkante eine Dichtung zum Abdichten des Außenraums gegen die Nasszelle vorgesehen ist.

Eine Verwendung der Tür ist bei fest installierten Wänden und/oder Raumteilern zum Beispiel in Häusern oder Wohnungen denkbar, kann jedoch auch bei mobilen Raumteilern und/oder mobilen Türen oder Falltüren eingesetzt werden.

Eine Verwendung der erfindungsgemäßen Tür kann zudem in Fahrzeugen, insbesondere in so genannten Camping- oder Wohnmobilfahrzeugen erfolgen, wobei dort mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Tür auf die vorherrschenden beengten Platzverhältnisse und Beleuchtungsbedarfe besonders gut eingegangen werden kann.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Figuren sowie in der dazugehörigen Figurenbeschreibung beschrieben.

Es zeigen:

1 eine Drehtür in einer Wand,

2 eine perspektivische Darstellung eines Teils einer Schiebetür zwischen einem Innenraum und einem Außenraum,

3 einen horizontalen Schnitt durch die Schiebetür mit einer Auszugsdarstellung des Flügels, des Profils und der Wand.

In 1 ist die Tür 1 gezeigt, die eine Öffnung in einer Wand 11 verschließt. Die Tür 1 umfasst einen Türrahmen 2, der zwei vertikale Abschnitte 23 und 24 sowie einen diesen verbindenden oberen Abschnitt 21 aufweist. Dieser Türrahmen 2 ist um einen Drehflügel 24 umlaufend ausgebildet, wobei dieser Drehflügel 24 ein Türblatt, welches zum Beispiel aus Holz oder Kunststoff sein kann, aufweist. Der Drehflügel 24 ist über seitliche Bänder 25 mit dem vertikalen Abschnitt 23 des Türrahmens 2 drehbar verbunden.

Im Bereich seiner Schließkante 241 weist der Drehflügel 24 eine Zuhaltung 26 auf, mittels der der Drehflügel 24 in seiner Schließstellung, bei der er die Maueröffnung vollständig verdeckt, verriegelbar ist. Die Schließkante 241 verläuft senkrecht entlang des vertikalen Abschnitts 24 des Türrahmens 2. An der Schließkante 241 ist eine Falzkante 33 angebracht, die dafür sorge trägt, dass das Türblatt in seinem geschlossenen Zustand die Öffnung dicht verschließt. In dem vertikalen Abschnitt 24 des Türrahmens 2 ist eine Leuchte 3 angeordnet, die sowohl den hinter der Wand 11 liegenden Raum als auch den vor der Wand liegenden Raum beleuchtet.

In 2 ist eine alternative Ausgestaltung der Tür 1 dargestellt. Es ist in schematischer Draufsicht ein Innenraum 12 dargestellt, der von der Tür 11 von einem vorderen Raum 13 abgetrennt wird. Die Tür 1 ist über einen Rahmen 2 mit einer Wand 11 verbunden, und trennt den Innenraum 12 von dem Außenraum 13 ab. Der Rahmen 2 ist der Übersichtlichkeit halber nur zum Teil dargestellt, wobei hier der auf der Schließkante 241 des Flügels 24 sich erstreckende Teil des Türrahmens 2 dargestellt wird. In diesem Teil des Türrahmens 2 ist die Leuchte 3 angeordnet, die aus einem sich vertikal erstreckenden Profil 34, welches selbst tragend und durchscheinend ist, umfasst.

Der Flügel 24 ist mit dem hier gezeigten Beispiel als Schiebeflügel ausgebildet, der mehrere gelenkig miteinander verbundene Lamellen 27 aufweist. Diese Lamellen sind jeweils über Aufhängungen 28 in einem oberen Querträger des Türrahmens 2 verschiebbar gelagert, wobei dieser Querträger der Übersichtigkeit halber in der 2 nicht dargestellt ist. Die Leuchte 3 weist ein Profil 34 auf, welches an seiner Oberseite über eine Verschraubung 31 mit diesem Querträger fest verschraubt wird. Zudem weist die Leuchte 3 ein Profil auf, welches auf der einen Seite eine Falzkante in Form einer U-förmigen Profilnut 33 aufweist und auf der dieser Falzkante gegenüberliegenden Seite mit der Wand 11 mechanisch fest verbunden ist.

In 3 ist ein Querschnitt durch die in 2 dargestellte Tür aufgezeigt. Dabei ist der Schiebeflügel 24 mit den drehbar verbundenen Lamellen 27 dargestellt, der in das durchscheinend ausgebildete Profil 34 des Türrahmens 2 eingreift, in dem die letzte Lamelle 27 in die Falzkante 33 eingreift. Im Inneren des Profils 34 ist eine Leuchte 35 die Leuchtstoffröhre ausgebildet ist, angeordnet. Die Wandung des Profils 341 ist aus einem Kunststoff ausgebildet, welcher milchig durchscheinend ausgeführt ist. Diese Wandung ist an der Wand 11 mechanisch befestigt, vorzugsweise durch Kleben, Nieten oder Schrauben, und bietet so die notwendige mechanische Stabilität, um den Innenraum 12 von dem Außenraum 13 abzutrennen. In der Falzkante 33 kann zudem eine Dichtung angeordnet sein, um den Innenraum, der insbesondere als Nasszelle ausgebildet sein kann, von dem Außenraum 13 zu trennen. So kann die Tür 1 wie sie in den 2 und 3 dargestellt ist, zum Beispiel als Abtrennung für eine Duschkabine dienen, wie sie in Wohnmobilen anzutreffen ist.


Anspruch[de]
Tür zum Abtrennen eines Innenraumes von einem Außenraum, mit einem Türrahmen (2), und einem an diesem beweglich gelagerten Flügel (24), der in einer Schließstellung mit seiner Schließkante eine Falzkante (33) des Rahmens überdeckt oder in diese eingreift, dadurch gekennzeichnet, dass der Türrahmen (2) entlang der Erstreckung der Falzkante (33) auf der zum Innenraum (12) hin und der zum Außenraum (13) hin gerichteten Seite durchscheinend ausgebildet ist und im Inneren des Türrahmens (2) eine Lichtquelle (35) aufgenommen ist, die zugleich den Innenraum und den Außenraum beleuchtet. Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Türrahmen (2) zumindest entlang der Erstreckung der Falzkante (33) ein Profil aufweist, welches aus einem vorgefertigten, ablängbaren Profil, vorzugsweise aus Leichtmetall oder Kunststoff, ausgebildet ist und Einsätze aus durchscheinendem Kunststoff oder Glas aufweist. Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Türrahmen (2) zumindest entlang der Erstreckung der Falzkante (33) ein Profil aufweist, welches aus einem selbsttragenden und durchscheinenden Kunststoff besteht. Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (35) eine Leuchtstoffröhre oder eine Glühbirne oder eine Leuchtdiode aufweist. Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Türrahmen (2) einstückig mit der Falzkante (33) ausgebildet ist, indem diese in den Querschnitt des Profils des Türrahmens (2) eingeformt ist. Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Flügel (24) als Schiebeflügel ausgebildet und in einem oberhalb und/oder unterhalb des Flügels verlaufenden Abschnitt des Türrahmens (2) verschiebbar gelagert ist. Tür nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Falzkante (33) als U-förmige Nut ausgebildet und in das Profil eines vertikal verlaufenden Segments (22, 23) des Türrahmens (2) integriert ist, vorzugsweise einstückig mit diesem ausgebildet ist. Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Flügel (24) als Drehflügel ausgebildet ist und über Bänder (25) an dem Türrahmen (2) drehbar gelagert ist. Tür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenraum (12) als Nasszelle, vorzugsweise Duschkabine, und der Außenraum (13) als Wohn- oder Aufenthaltsraum ausgeführt ist und das Profil des Türrahmens (2) wasserdicht ausgeführt ist und so die Lichtquelle (35) gegen eintretendes Wasser schützt. Tür nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in der Falzkante (33) eine Dichtung zum Abdichten der Nasszelle angebracht ist.






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