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Dokumentenidentifikation DE102006023888A1 22.11.2007
Titel Oszillationsantrieb mit einem Tiefenanschlag und Tiefenanschlag für einen Oszillationsantrieb
Anmelder C. & E. Fein GmbH, 73529 Schwäbisch Gmünd, DE
Erfinder Schumacher, Hermann, 72770 Reutlingen, DE
Vertreter Witte, Weller & Partner, 70178 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 15.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006023888
Offenlegungstag 22.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse B23Q 5/02(2006.01)A, F, I, 20060515, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B26D 3/08(2006.01)A, L, I, 20060515, B, H, DE   B26B 7/00(2006.01)A, L, I, 20060515, B, H, DE   
Zusammenfassung Oszillationsantrieb (10) mit einer drehoszillierend angetriebenen Abtriebswelle (15) zum Antrieb eines Werkzeugs (14), mit einem Tiefenanschlag (12) zur Begrenzung einer Eindringtiefe des Werkzeugs (14), wobei der Tiefenanschlag (12) ein Befestigungsteil (16) aufweist, das am Oszillationsantrieb (10) im Wesentlichen parallel zu einer Oszillationsebene (22) des Oszillationsantriebs (10) befestigt ist, und an dem Befestigungsteil (16) ein Abstandshalter (20) angeordnet ist, der relativ zum Befestigungsteil (16) entlang einer Lagerungsachse (25) verschiebbar ist, wobei außerdem der Abstandshalter (20) in einer am Tiefenanschlag (12) ausgebildeten Halteeinrichtung (18) um die Lagerungsachse (25) verdrehbar gehalten ist und mindestens ein Abschnitt (31) des Abstandshalters (20) nicht rotationssymmetrisch zur Lagerungsachse (25) ausgeführt ist. Die Erfindung betrifft ferner einen entsprechenden Tiefenanschlag (12) für einen Oszillationsantrieb (10) mit einer drehoszillierend angetriebenen Abtriebswelle (15) zum Antrieb eines Werkzeugs (14) zur Begrenzung einer Eindringtiefe des Werkzeugs (14). Der gezeigte Oszillationsantrieb (10) und der Tiefenanschlag (12) erlauben es mit einfachen und kostengünstigen Mitteln, die Eindringtiefe des Werkzeugs (14) des Oszillationsantriebs (10) flexibel einzustellen.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Oszillationsantrieb mit einer drehoszillierend angetriebenen Abtriebswelle zum Antrieb eines Werkzeugs, mit einem Tiefenanschlag zur Begrenzung einer Eindringtiefe des Werkzeugs, wobei der Tiefenanschlag ein Befestigungsteil aufweist, das am Oszillationsantrieb im Wesentlichen parallel zu einer Oszillationsebene des Oszillationsantriebs befestigt ist, und an dem Befestigungsteil ein Abstandshalter angeordnet ist, der relativ zum Befestigungsteil entlang einer Lagerungsachse verschiebbar ist.

Die Erfindung betrifft ferner einen Tiefenanschlag für einen Oszillationsantrieb mit einer drehoszillierend angetriebenen Abtriebswelle zum Antrieb eines Werkzeugs zur Begrenzung einer Eindringtiefe des Werkzeugs, mit einem Befestigungsteil zur Montage des Tiefenanschlags an dem Oszillationsantrieb, wobei das Befestigungsteil für eine Befestigung im Wesentlichen parallel zu einer Oszillationsebene des Oszillationsantriebs ausgebildet ist, und an dem Befestigungsteil ein Abstandshalter angeordnet ist, der relativ zum Befestigungsteil entlang einer Lagerungsachse verschiebbar ist.

Ein solcher Oszillationsantrieb und ein solcher Tiefenanschlag sind aus der DE 199 38 106 C1 bekannt.

Unter einem Oszillationsantrieb soll ein Antrieb verstanden werden, dessen Abtriebswelle im Betrieb eine oszillierende Drehbewegung ausführt. Ein an der Abtriebswelle befestigtes Werkzeug kann so in vielfältiger Weise etwa zum Sägen, Schneiden oder Schleifen verwendet werden.

Handgeführte Oszillationsantriebe bieten eine große Flexibilität hinsichtlich ihrer möglichen Einsatzgebiete. Oszillationsantriebe erlauben ein sehr präzises Arbeiten, doch hängt das Arbeitsergebnis auch von der Fertigkeit des Benutzers im Umgang mit einem Oszillationsantrieb ab.

Zu den schwierigeren Aufgaben bei der Arbeit mit einem Oszillationsantrieb zählt das Einschneiden in Werkstücke bis zu einer bestimmten Tiefe. Dies kann beispielsweise erforderlich sein, um Ausnehmungen in ein Werkstück einzubringen, ohne es zu zertrennen, oder um andere Bereiche des Werkstücks nicht zu beschädigen.

Eine wertvolle Hilfe bietet hier der zuvor erwähnte Tiefenanschlag, der die Eindringtiefe des aufgesetzten Werkzeugs, in das Werkstück begrenzt. Solange der Tiefenanschlag das Werkstück nicht berührt, kann das Werkzeug tiefer in das Werkstück eindringen. Liegt der Tiefenanschlag aber am Werkstück an, so verhindert er ein tieferes Eindringen des Werkzeugs.

Der Oszillationsantrieb gemäß der DE 199 38 106 C1 weist einen Tiefenanschlag auf, bei dem an einer Stellhülse, die koaxial zur Abtriebswelle des Oszillationsantriebs angeordnet ist, ein im Wesentlichen scheibenförmiger Anschlag von annähernd ovaler Grundform angeordnet ist. Der Anschlag ist mit einem Langloch versehen.

Die Stellhülse weist ein Gewinde auf, in das eine Schraube eingedreht werden kann, die durch das Langloch des Anschlags geführt ist. Der Anschlag kann zunächst gewünscht positioniert und dann fixiert werden, indem er mittels der Schraube gegen die Stellhülse gedrückt wird.

Der genannte Oszillationsantrieb hat sich in der Praxis bewährt. Bei bestimmten Arbeitssituationen, beispielsweise in Bereichen, die auf engem Raum komplex geformt sind, kann das genaue Festlegen der Eindringtiefe aber erschwert sein.

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Oszillationsantrieb zu schaffen, bei dem die Eindringtiefe des Werkzeugs mit kostengünstigen Mitteln noch flexibler eingestellt werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Oszillationsantrieb der eingangs genannten Art gelöst, bei dem der Abstandshalter in einer am Tiefenanschlag ausgebildeten Halteeinrichtung um die Lagerungsachse verdrehbar gehalten ist und mindestens ein Abschnitt des Abstandshalters nicht rotationssymmetrisch zur Lagerungsachse ausgeführt ist.

Die Aufgabe der Erfindung wird außerdem mit einem Tiefenanschlag für einen Oszillationsantrieb der eingangs genannten Art gelöst, bei dem der Abstandshalter in einer am Tiefenanschlag ausgebildeten Halteeinrichtung um die Lagerungsachse verdrehbar gehalten ist und mindestens ein Abschnitt des Abstandshalters nicht rotationssymmetrisch zur Lagerungsachse ausgeführt ist.

Die Besonderheit der Erfindung wird deutlich, wenn man die Positioniermöglichkeiten des Kontaktbereichs des bekannten Tiefenanschlags mit denen eines erfindungsgemäßen Tiefenanschlags vergleicht. Dabei soll unter dem Kontaktbereich des Abstandshalters der Bereich verstanden werden, der bei fortschreitendem Arbeitsgang mit dem Werkstück in Kontakt kommt und damit ein tieferes Eindringen des Werkzeugs blockiert. Je nach Ausführung des Tiefenanschlags kann der Abstandshalter über einen oder mehrere definierte Kontaktbereiche verfügen.

Bei dem bekannten Oszillationsantrieb, kann die Position des Kontaktbereichs des Tiefenanschlags bezogen auf die Abtriebswelle nur durch eine Verschiebung beeinflusst werden. Bei einer Drehung des bekannten Tiefenanschlags ändert sich die relative Position des Kontaktbereichs zur rotationssymmetrischen Abtriebswelle nicht.

Der erfindungsgemäße Oszillationsantrieb erlaubt hingegen neben der Verschiebung auch ein Verdrehen bzw. eine Rotation des Abstandshalters, wodurch sich eine weitere Möglichkeit ergibt, den Kontaktbereich des Tiefenanschlags relativ zur Abtriebswelle und zum Werkzeug zu verändern.

Da mindestens ein Abschnitt des Abstandshalters nicht rotationssymmetrisch zur Lagerungsachse ausgeführt ist und die Rotationsebene senkrecht zur Lagerungsachse liegt, ist eine Verlagerung des nicht rotationssymmetrischen Abschnitts, an dem vorzugsweise der Kontaktbereich ausgebildet ist, in drei Dimensionen möglich, während der bekannte Oszillationsantrieb nur eine Verlagerung in zwei Dimensionen ermöglicht.

Damit ist die oben genannte Aufgabe vollständig gelöst.

Mittels des Befestigungsteils wird sichergestellt, dass der Tiefenanschlag sicher mit dem Oszillationsantrieb verbunden ist. Dabei wird das Befestigungsteil vorzugsweise in einer vorgegebenen Position relativ zum Oszillationsantrieb fixiert.

Abhängig von dem jeweiligen Arbeitseinsatz kann die gewünschte Eindringtiefe des Werkzeugs eingestellt werden. Dies geschieht, indem der Abstandshalter relativ zum Befestigungsteil verschoben und/oder verdreht wird und damit der Kontaktbereich des Abstandshalters in eine gewünschte Position relativ zum Werkzeug gebracht wird.

Da der Abstandshalter relativ zum Befestigungsteil verschiebbar und verdrehbar ist, kann die Eindringtiefe nicht nur bezogen auf ebene Flächen, sondern auch in Bezug auf schwierigere Arbeitssituationen, beispielsweise beim Arbeiten in Ecken oder auf gewellten Flächen, gut eingestellt werden.

Aufgrund der Halteeinrichtung ist es nicht mehr erforderlich, den Abstandshalter beidseitig der Abtriebswelle zu führen. Vielmehr ist es ausreichend, den Abstandshalter an einer Seite der Abtriebswelle zu halten, wodurch sich konstruktive Vereinfachungen und dadurch ein weitere Flexibilität ergeben. Die Halteeinrichtung kann auch einstückig mit dem Befestigungsteil ausgeführt sein.

Es handelt sich dabei auch um eine kostengünstige Lösung, da die genannte Verstellbarkeit des Abstandshalters auch mit einfachen Mitteln erzielt werden kann.

In einer Ausgestaltung der Erfindung ist die Halteeinrichtung drehbar oder verschwenkbar zum Befestigungsteil gelagert.

Dies ermöglicht es, die Halteeinrichtung und damit den Abstandshalter in verschiedenen Winkeln relativ zum Oszillationsantrieb zu positionieren. Auf diese Weise kann die Flexibilität des Tiefenanschlags hinsichtlich seiner Einstellmöglichkeiten nochmals gesteigert werden. Wenn die Peripherie des Befestigungsteils zudem kreis- oder teilkreisförmig ausgeführt ist, kann die Dreh- oder Verschwenkbarkeit der Halteeinrichtung mit einfachen Mitteln realisiert werden.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist das Befestigungsteil eine zentrale Befestigungsöffnung mit einer Mittelachse auf, und eine Drehachse der Halteeinrichtung fällt mit der Mittelachse zusammen.

Die zentrale Öffnung ermöglicht es, den Tiefenanschlag so am Oszillationsantrieb anzuordnen, dass die Abtriebswelle durch die zentrale Öffnung des Befestigungsteils führt. Vereinfacht gesagt, liegt das Befestigungsteil dann gewissermaßen koaxial zur Abtriebswelle, das heißt, die Mittelachse der zentralen Öffnung und die Mittelachse der Abtriebswelle fallen zusammen.

Wenn eine Drehachse der Halteeinrichtung mit der Mittelachse der zentralen Öffnung zusammenfällt, so kann ein kreisförmiger oder teilkreisförmiger Rand der Halteeinrichtung an einem kreisförmigen oder teilkreisförmigen Rand des Befestigungsteils geführt werden. Dies bietet eine gute Verstellbarkeit der Halteeinrichtung und damit des Abstandshalters, die zudem einfach realisiert werden kann.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Halteeinrichtung ein Klemmmittel zur Fixierung des Abstandshalters in der Halteeinrichtung auf.

Ein solches Klemmmittel kann einerseits ein einfaches Verstellen des Abstandshalters und andererseits ein sicheres Fixieren des Abstandshalters für den Arbeitseinsatz ermöglichen. Zum Einstellen des Abstandshalters wird das Klemmmittel zunächst gelöst. Der Abstandshalter wird dann innerhalb der Halteeinrichtung so positioniert, wie es für den jeweiligen Arbeitseinsatz erforderlich ist. Nachdem die gewünschte Einstellung vorgenommen wurde, wird das Klemmmittel angezogen und damit der Abstandshalter in der Halteeinrichtung fixiert.

Wird nun während des Arbeitseinsatzes eine Kraft auf den Abstandshalter ausgeübt, beispielsweise weil die gewünschte Eindringtiefe erreicht ist und der Abstandshalter gegen das Werkstück drückt, so verhindert die Klemmung eine Verlagerung des Abstandshalters innerhalb der Halteeinrichtung.

Ein solches Klemmmittel lässt sich vorzugsweise mittels zweier Klemmbacken realisieren, die mittels einer Spannschraube aufeinander zu bewegt werden können und so den Abstandshalter festklemmen.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Abstandshalter in der Halteeinrichtung derart gehalten, dass der Abstandshalter in eine Nut am Befestigungsteil eingreift.

Grundsätzlich ist es vorteilhaft, wenn Befestigungsteil und Halteeinrichtung voneinander separiert werden können. Damit ist es möglich, die Halteeinrichtung mit dem Abstandshalter vom Oszillationsantrieb abzunehmen, ohne das Befestigungsteil vom Oszillationsantrieb entfernen zu müssen. Da das Befestigungsteil demnach am Oszillationsantrieb verbleiben kann, kann der Abstandshalter bei Bedarf schnell montiert oder demontiert werden.

Wenn der Abstandshalter in eine Nut am Befestigungsteil eingreift, kann die Montage oder Demontage besonders leicht durchgeführt werden. Der Abstandshalter hat dann auch die Funktion, ein Separieren von Befestigungsteil und Halteeinrichtung zu blockieren. Zur Montage wird dabei lediglich die Halteeinrichtung auf das bereits am Oszillationsantrieb montierte Befestigungsteil gesetzt. Der Abstandshalter wird dann in die Halteeinrichtung eingeschoben, wobei er gleichzeitig in eine Nut am Befestigungsteil eingreift. Die Halteeinrichtung kann sich nun nicht mehr vom Befestigungsteil lösen.

Bei der Demontage wird in umgekehrter Reihenfolge vorgegangen. Zunächst wird der Abstandshalter in der Halteeinrichtung so verlagert, dass er nicht mehr in die Nut am Befestigungsteil eingreift, insbesondere kann der Abstandshalter ganz aus der Halteeinrichtung herausgezogen werden. Dadurch wird die Halteeinrichtung freigegeben und kann vom Befestigungsteil abgezogen werden.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist in der Nut mindestens ein elastisches Element angeordnet.

Bei dieser Ausführungsform liegt der Abstandshalter im eingesetzten Zustand an dem elastischen Element an, insbesondere übt er einen Druck auf das elastische Element aus. Das elastische Element wirkt damit als mechanischer Widerstand einer Verlagerung des Abstandshalters entgegen.

Sofern der Abstandshalter in der Halteeinrichtung während des Arbeitseinsatzes fixiert ist – dies wird regelmäßig der Fall sein, damit der Abstandshalter die eingestellte Position nicht verändert-, so wirkt das elastische Element dann auch einem Verdrehen der Halteeinrichtung entgegen.

Eine Verdrehsicherung kann auch mit einem gezahnten Kranz erreicht werden. Dabei greifen im fixierten Zustand Zähne am Befestigungsteil in Zähne an der Halteeinrichtung. Wird der Abstandshalter aus der Nut herausgezogen, kann die Halteeinrichtung abgenommen werden und in einer anderen Position wieder auf das Befestigungsteil gesetzt werden.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung legt eine Auflagefläche am Oszillationsantrieb, an der das Befestigungsteil bei Befestigung am Oszillationsantrieb anliegt, eine Montageebene fest und ist der Abstandshalter zwischen der Oszillationsebene und der Montageebene angeordnet.

Dadurch kann der Oszillationsantrieb insgesamt platzsparend gebaut werden.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Abstandshalter als Stab mit einem geradlinigen Abschnitt und vorzugsweise mit einem gekrümmten Abschnitt ausgeführt.

Der Abstandshalter hat dann eine im Wesentlichen längliche Erstreckung, wobei er dabei zusätzlich eine oder mehrere Krümmungen aufweisen kann. Der Stab hat vorzugsweise einen geringen Durchmesser, um so ein Positionieren des Kontaktbereichs des Abstandshalters auch in engen Zwischenräumen zu ermöglichen. Wenn der Stab einen kreisförmigen Querschnitt hat, ist es besonders einfach, ihn verdrehbar in der Halteeinrichtung zu führen.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das Befestigungsteil mittels einer Schraub- und/oder Klemmverbindung am Oszillationsantrieb befestigt.

Dies ist vorteilhaft, da das Befestigungsteil und damit der gesamte Tiefenanschlag auf einfache Weise vom Oszillationsantrieb gelöst bzw. am Oszillationsantrieb befestigt werden kann.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung näher dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

1 einen Oszillationsantrieb mit einem Tiefenanschlag;

2 die Halteeinrichtung mit einem eingesetzten Abstandshalter des Tiefenanschlags gemäß 1;

3 das Befestigungsteil des Tiefenanschlags gemäß 1;

4 den Tiefenanschlag für einen Oszillationsantrieb gemäß 1;

5 eine rückwärtige Ansicht des Tiefenanschlags aus 1;

6 einen Schnitt durch den Tiefenanschlag aus 5; und

7 den Oszillationsantrieb mit Tiefenanschlag gemäß 1 in einer Seitenansicht.

1 zeigt einen Oszillationsantrieb 10 mit einem Tiefenanschlag 12, der eine Eindringtiefe eines Werkzeugs 14 des Oszillationsantriebs 10 begrenzt. Das Werkzeug 14 ist auf einer Abtriebswelle 15 angeordnet, die hier senkrecht zur Zeichenebene steht.

Die Abtriebswelle 15 wird im Betrieb des Oszillationsantriebs 10 in eine um eine Längsachse 53 der Abtriebswelle 15 hin und her oszillierende Drehbewegung versetzt. Das Werkzeug 14 bewegt sich so in einer Oszillationsebene 22 oszillierend hin und her.

Der Tiefenanschlag 12 weist ein Befestigungsteil 16, eine Halteeinrichtung 18 und einen Abstandshalter 20 auf. Das Befestigungsteil 16 ist im Wesentlichen parallel zur Oszillationsebene 22 des Oszillationsantriebs 10 bzw. des Werkzeugs 14 angeordnet. Die Oszillationsebene 22 ist hier mittels zweier Pfeile eines Koordinatensystems symbolisch dargestellt und entspricht hier der Zeichenebene.

Die Oszillationsrichtung des Werkzeugs 14 wird mittels des Doppelpfeils 24 angedeutet. Eine übliche Oszillationsfrequenz liegt im Bereich von etwa 5.000 bis 25.000 Oszillationen pro Minute und ein typischer Oszillationswinkel zwischen etwa 0,5° und 7°.

Der Abstandshalter 20 ist innerhalb der Halteeinrichtung 18 sowohl entlang einer Lagerungsachse 25 verschiebbar (Doppelpfeil 26) als auch um die Lagerungsachse 25 verdrehbar (Doppelpfeil 28) gehalten. Ferner ist der Abstandshalter 20 mit der Halteeinrichtung 18 drehbar (Doppelpfeil 30) zum Befestigungsteil 16 gelagert.

Ein gekrümmter Abschnitt 31 schließt sich an einen geradlinigen Abschnitt 33 des Abstandshalters 20 an und ist nicht rotationssymmetrisch zur Lagerungsachse 25 ausgeführt. Dieser Abschnitt 31 weist einen Kontaktbereich 32 auf, der beim Arbeitsvorgang mit einem Werkstück in Kontakt tritt, wenn die gewünschte Eindringtiefe erreicht ist und ein weiteres Eindringen des Werkzeugs 14 blockiert. Auf den Kontaktbereich 32 ist hier eine Schutzkappe 34 aus Kunststoff aufgesetzt.

Der Tiefenanschlag 12 weist ein Klemmmittel 36 auf, das der Fixierung des Abstandshalters 20 in der Halteeinrichtung 18 dient.

Das Klemmmittel 36 besteht hier aus einer oberen Klemmbacke 38 und einer unteren Klemmbacke 39 (die untere Klemmbacke 39 ist von der oberen Klemmbacke 38 verdeckt) und einer Spannschraube 40 mit einem Rändelrand, wobei die Spannschraube 40 in eine Mutter 62 (5) an der unteren Klemmbacke 39 eingreift. Wird die Spannschraube 40 angezogen, so bewegen sich die Klemmbacken 38, 39 aufeinander zu und klemmen den Abstandshalter 20 fest. Wird die Spannschraube 40 gelöst, vergrößert sich der Abstand zwischen den Klemmbacken 38, 39 und der Abstandshalter 20 wird in seiner Halterung gelockert bzw. freigegeben.

Im hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Befestigungsteil 16 mit zwei Schrauben 42 am Oszillationsantrieb 10 befestigt.

Anhand der 2, 3 und 4, die die Halteeinrichtung 18 mit dem Abstandshalter 20, das Befestigungsteil 16 und den Tiefenanschlag 12 zeigen, wird nun der Aufbau des Tiefenanschlags 12 genauer dargestellt.

Bei der Halteeinrichtung 18 ist ein ringförmiger Bereich 44 zu erkennen, dessen innerer Rand 46 mit einem äußeren Rand 48 des Befestigungsteils 16 zusammenwirkt.

Wird die Halteeinrichtung 18 auf das Befestigungsteil 16 aufgesetzt, so kann die Halteeinrichtung 18 relativ zum Befestigungsteil 16 gedreht werden. Dabei fällt die Drehachse 50 der Halteeinrichtung 18 mit der Mittelachse 52 des Befestigungsteils 16 – und mit der Längsachse 53 der Abtriebswelle 15, sofern der Tiefenanschlag 12 am Oszillationsantrieb 10 befestigt ist – zusammen. Wie in den Figuren angedeutet, stehen die Drehachse 50 und die Mittelachse 52 senkrecht zur Zeichenebene.

Schließlich sei auf die Ausnehmungen 58 hingewiesen, die eine Montage des Befestigungsteils 16 und damit des Tiefenanschlags 12 am Oszillationsantrieb 10 ermöglichen.

4 zeigt die Vorderseite des Tiefenanschlags 12.

5 zeigt den Tiefenanschlag 12 von der Rückseite. Hier ist nun die Mutter 62 zu erkennen, die in der Klemmbacke 39 eingesetzt ist. Die Spannschraube 40 greift in die Mutter 62 ein und kann so die klemmende Wirkung des Klemmmittels 36 bewirken. Zudem ist eine Schnittlinie A darstellt.

6 zeigt die mit der Schnittlinie A korrespondierende Schnittansicht durch den Tiefenanschlag 12. Das Befestigungsteil 16 weist eine umlaufende Nut 54 auf. In der Nut 54 sind zwei elastische, ringförmige Elemente 56 eingelegt.

Wie in 2 zu erkennen ist, liegt ein Teil des Abstandshalters 20 im eingeschobenen Zustand im Inneren des ringförmigen Bereichs 44. In der Schnittansicht der 6 ist der Abstandshalter 20 in der Position dargestellt, wenn Befestigungsteil 16 und Halteeinrichtung 18 zusammengesetzt sind und der Abstandshalter 20 eingeschoben ist.

Es ist einerseits zu erkennen, dass der Abstandshalter in die Nut 54 eingreift. Dies verhindert, dass sich die Halteeinrichtung 18 vom Befestigungsteil 16 löst. Andererseits drückt der Abstandshalter 20 gegen einen Abschnitt der elastischen Elemente 56. Beim hier gezeigten Ausführungsbeispiel führt dies zu einer Deformation der elastischen Elemente 56.

Wenn der Abstandshalter 20 durch das Klemmmittel 36 fixiert ist, wird so einem versehentlichen Verdrehen der Halteeinrichtung 18 gegenüber dem Befestigungsteil 16 entgegengewirkt. Wird der Abstandshalter 20 aus der Halteeinrichtung 18 herausgezogen, kann die Halteeinrichtung 18 vom Befestigungsteil 16 gelöst werden.

7 zeigt schließlich den Oszillationsantrieb 10 mit dem Tiefenanschlag 12 in einer Seitenansicht. Dabei ist neben der Oszillationsebene 22 eine Montageebene 60 am Oszillationsantrieb 10 dargestellt. In dieser Montageebene 60 liegt eine Auflagefläche, an der das Befestigungsteil 16 im montierten Zustand am Oszillationsantrieb 10 anliegt.

Der Abstandshalter 20 ist dabei in der Halteeinrichtung 18 zwischen der Oszillationsebene 22 und der Montageebene 60 angeordnet. Hier verläuft der geradlinige Abschnitt 33 vollständig zwischen der Oszillationsebene 22 und der Montageebene 60. Der gekrümmte Abschnitt 31 kann durch ein Verdrehen des Abstandshalters 20 auch vollständig zwischen der Oszillationsebene 22 und der Montageebene 60 positioniert werden.

Der gezeigte Oszillationsantrieb 10 und der Tiefenanschlag 12 erlauben es mit einfachen und kostengünstigen Mitteln, die Eindringtiefe des Oszillationsantriebs 10 flexibel einzustellen.


Anspruch[de]
Oszillationsantrieb (10) mit einer drehoszillierend angetriebenen Abtriebswelle (15) zum Antrieb eines Werkzeugs (14), mit einem Tiefenanschlag (12) zur Begrenzung einer Eindringtiefe des Werkzeugs (14), wobei der Tiefenanschlag (12) ein Befestigungsteil (16) aufweist, das am Oszillationsantrieb (10) im Wesentlichen parallel zu einer Oszillationsebene (22) des Oszillationsantriebs (10) befestigt ist, und an dem Befestigungsteil (16) ein Abstandshalter (20) angeordnet ist, der relativ zum Befestigungsteil (16) entlang einer Lagerungsachse (25) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter (20) in einer am Tiefenanschlag (12) ausgebildeten Halteeinrichtung (18) um die Lagerungsachse (25) verdrehbar gehalten ist und dass mindestens ein Abschnitt (31) des Abstandshalters (20) nicht rotationssymmetrisch zur Lagerungsachse (25) ausgeführt ist. Oszillationsantrieb (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (18) drehbar oder verschwenkbar zum Befestigungsteil (16) gelagert ist. Oszillationsantrieb (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsteil (16) eine zentrale Befestigungsöffnung mit einer Mittelachse (52) aufweist und eine Drehachse (50) der Halteeinrichtung (18) mit der Mittelachse (52) zusammenfällt. Oszillationsantrieb (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteeinrichtung (18) ein Klemmmittel (36) zur Fixierung des Abstandshalters (20) in der Halteeinrichtung (18) aufweist. Oszillationsantrieb (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter (20) in der Halteeinrichtung (18) derart gehalten ist, dass der Abstandshalter (20) in eine Nut (54) am Befestigungsteil (16) eingreift. Oszillationsantrieb (10) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Nut (54) mindestens ein elastisches Element (56) angeordnet ist. Oszillationsantrieb (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Auflagefläche am Oszillationsantrieb (10), an der das Befestigungsteil (16) bei Befestigung am Oszillationsantrieb (10) anliegt, eine Montageebene (60) festlegt und dass der Abstandshalter (20) zwischen der Oszillationsebene (22) und der Montageebene (60) angeordnet ist. Oszillationsantrieb (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter (20) als Stab mit einem geradlinigen Abschnitt (33) und vorzugsweise mit einem gekrümmten Abschnitt (31) ausgeführt ist. Oszillationsantrieb (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsteil (16) mittels einer Schraub- und/oder Klemmverbindung am Oszillationsantrieb (10) befestigt ist. Tiefenanschlag (12) für einen Oszillationsantrieb (10) mit einer drehoszillierend angetriebenen Abtriebswelle (15) zum Antrieb eines Werkzeugs (14) zur Begrenzung einer Eindringtiefe des Werkzeugs (14), mit einem Befestigungsteil (16) zur Montage des Tiefenanschlags (12) an dem Oszillationsantrieb (10), wobei das Befestigungsteil für eine Befestigung im Wesentlichen parallel zu einer Oszillationsebene (22) des Oszillationsantriebs (10) ausgebildet ist, und an dem Befestigungsteil (16) ein Abstandshalter (20) angeordnet ist, der relativ zum Befestigungsteil (16) entlang einer Lagerungsachse (25) verschiebbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter (20) in einer am Tiefenanschlag (12) ausgebildeten Halteeinrichtung (18) um die Lagerungsachse (25) verdrehbar gehalten ist und dass mindestens ein Abschnitt (31) des Abstandshalters (20) nicht rotationssymmetrisch zur Lagerungsachse (25) ausgeführt ist.






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