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Dokumentenidentifikation DE102007023018A1 22.11.2007
Titel Vorrichtung zur Abdeckung einer Fensteröffnung
Anmelder Beck, Walter, Dipl.-Ing., 35794 Mengerskirchen, DE
Erfinder Beck, Walter, Dipl.-Ing., 35794 Mengerskirchen, DE
Vertreter Patent- und Rechtsanwälte Böck - Tappe - v.d. Steinen - Weigand, 35390 Gießen
DE-Anmeldedatum 15.05.2007
DE-Aktenzeichen 102007023018
Offenlegungstag 22.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse E06B 9/24(2006.01)A, F, I, 20070515, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E06B 9/17(2006.01)A, L, I, 20070515, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (01, 10) zur Abdeckung einer Fensteröffnung, mit mehreren Lamellen (02, 03), die gelenkig miteinander verbunden sind. An der Vorrichtung (01, 10) ist eine Zusatzeinrichtung (04, 11) befestigt, die ebenfalls vor der Fensteröffnung angeordnet werden kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Abdeckung einer Fensteröffnung mit mehreren Lamellen, die jeweils gelenkig miteinander verbunden sind.

Derartige Vorrichtungen können beispielsweise, jedoch keineswegs ausschließlich, die Gestalt eines Rollladens haben und dienen zur Abdeckung einer Fensteröffnung. Diese Rollläden haben dabei den Nachteil, dass bei Anordnung der Lamellen vor der Fensteröffnung nur noch wenig Licht in den Innenraum hinter den Lamellen fallen kann. Außerdem wird der Luftaustausch durch die massiven Lamellen stark eingeschränkt bzw. gänzlich verhindert.

Um beispielsweise einen ausreichenden Sonnenschutz zu gewährleisten, ist es deshalb bekannt, an den Fenstern Sonnenschutzmarkisen anzubringen. Dies ist jedoch außerordentlich aufwendig und erfordert einen hohen baulichen Einsatz. Auch sind Insektenschutzgitter bekannt, die mit einem separaten Rahmen vor dem Fenster angebracht werden. Diese Insektenschutzrahmen haben jedoch den Nachteil, dass sie ein Öffnen des Fensters unmöglich machen und außerdem wiederum einen hohen baulichen Aufwand zusätzlich erfordern.

Insbesondere der Sonnenschutz zur Vermeidung einer unangenehmen Aufheizung von Innenräumen gewinnt zunehmend an Bedeutung, da andere geeignete Gegenmaßnahmen, beispielsweise die Klimatisierung der Innenräume, aufgrund der hohen Energiekosten nicht mehr zukunftsfähig sind.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine neue Vorrichtung zur Abdeckung einer Fensteröffnung vorzuschlagen, die einfach an bestimmte Zusatzbedürfnisse angepasst werden kann und dabei keinen hohen baulichen Aufwand verursacht.

Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung nach der Lehre des Anspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung beruht auf dem Grundgedanken, dass an der Vorrichtung eine Zusatzeinrichtung befestigt ist, die ebenfalls vor der Fensteröffnung angeordnet werden kann. Aufgrund der Befestigung der Zusatzeinrichtung an der Vorrichtung selbst, kann auf die Installation anderer Befestigungselemente zur Fixierung der Zusatzeinrichtung weitgehend bzw. vollkommen verzichtet werden. Denn die vorhandene Vorrichtung ist bereits geeignet ausgestattet, um eine ausreichende Führung auf der Zusatzeinrichtung vor der Fensteröffnung zu gewährleisten.

Welche Funktion die Zusatzeinrichtung erfüllt, ist grundsätzlich beliebig. Nach einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist die Zusatzeinrichtung in der Art einer Sonnenschutzeinrichtung ausgebildet. Auf diese Weise kann eine unerwünschte Aufheizung des Innenraumes auch bei Nichtbenutzung der Lamellen in einfacher Weise dadurch gewährleistet werden, dass statt der Lamellen die Sonnenschutzeinrichtung zum Einsatz kommt.

Die konstruktive Ausbildung der Sonnenschutzeinrichtung ist grundsätzlich beliebig. Nach einer ersten, besonders einfachen Ausführungsform dient als Sonnenschutzeinrichtung eine starre Sonnenschutzblende.

Die starre Sonnenschutzblende kann dabei bevorzugt rechtwinklig von den ausgerollten Lamellen abkragen, um eine hohe Beschattungswirkung zu gewährleisten.

Alternativ zu einer starren Sonnenschutzblende kann auch ein verstellbar gelagertes Sonnenschutzelement, insbesondere ein ausrollbares Sonnenschutzrollo, als Zusatzeinrichtung zum Einsatz kommen. Die Verstellbarkeit des Sonnenschutzelements hat dabei den Vorteil, dass die Beschattungswirkung auf den jeweiligen Sonneneinfall abgestimmt werden kann. Bei starkem Sonneneinfall kann das Sonnenschutzrollo weiter herabgelassen werden und dadurch beispielsweise die gesamte Fensteröffnung abdecken.

Die Sonnenschutzwirkung des ausrollbaren Sonnenschutzrollos wird dabei noch erhöht, wenn das Sonnenschutzrollo über einen rechtwinklig von den ausgerollten Lamellen abstehenden Kragarm umgelenkt wird.

Um die Anpassbarkeit des Sonnenschutzrollos an die jeweiligen Einstrahlbedingungen weiter zu erhöhen, ist es besonders vorteilhaft, wenn der Kragarm selbst ebenfalls verstellbar gelagert, insbesondere ausklappbar ist. Alternativ zur Gestaltung der Zusatzeinrichtung in der Art einer Sonnenschutzeinrichtung kann die Zusatzeinrichtung auch in der Art einer Insektenschutzeinrichtung ausgebildet sein. Dazu kann beispielsweise ein Insektenschutznetz in der Zusatzeinrichtung aufgespult sein. Selbstverständlich ist es dabei auch denkbar, dass die Zusatzeinrichtung sowohl eine Sonnenschutzeinrichtung als auch eine Insektenschutzeinrichtung beinhaltet.

Für die Befestigung der Zusatzeinrichtung an der Vorrichtung gibt es wiederum verschiedene Möglichkeiten. Nach einer ersten, besonders einfachen Möglichkeit ist die Zusatzeinrichtung, beispielsweise eine starre Sonnenschutzblende, einstückig an einer Lamelle angeformt.

Alternativ dazu ist es auch denkbar, dass die Zusatzeinrichtung lösbar an einer Lamelle der Vorrichtung befestigt ist.

Bei einer lösbaren Befestigung ist es insbesondere möglich, dass die Zusatzeinrichtung ein Sonderausstattungsmerkmal einer ansonsten als Standardprodukt vorgefertigten Vorrichtung darstellt und somit normalerweise bei Ausstattung der Vorrichtung mit diesem Sonderausstattungsmerkmal an einer Lamelle befestigt wird.

Zur Realisierung der lösbaren Befestigung der Zusatzeinrichtung an einer Lamelle kann die entsprechende Lamelle eine Aufnahmenut aufweisen, in die die Zusatzeinrichtung mit einem Formsprung formschlüssig eingesteckt wird.

Zur Sicherung der Zusatzeinrichtung an der Vorrichtung können Befestigungsschrauben Verwendung finden, die die Zusatzeinrichtung mit den Lamellen verbinden.

An welcher Lamelle der Vorrichtung die Zusatzeinrichtung angeordnet ist, ist grundsätzlich beliebig. Bevorzugt wird die Zusatzeinrichtung jedoch an der untersten Lamelle der Vorrichtung befestigt, um zu gewährleisten, dass die einzelnen Lamellen oberhalb der untersten Lamelle problemlos bewegt, insbesondere aufgespult werden können. Die unterste Lamelle der Vorrichtung kann dabei bevorzugt in der Art einer Endleiste ausgebildet sein, da eine gelenkige Verbindung zu einer noch unter der Endleiste befindlichen Lamelle nicht mehr erforderlich ist.

Bevorzugtes Anwendungsgebiet der Zusatzeinrichtung sind Rollläden, deren Lamellen in einem Gehäuse auf einer Welle aufgespult werden. Das Gehäuse weist dabei eine schlitzartige Öffnung auf, durch die die Lamellen herausgeführt und vor der Fensteröffnung angeordnet werden können. Die Zusatzeinrichtung kann dabei an der Endleiste des Rollladens befestigt sein und wird regelmäßig nicht in das Gehäuse des Rollladens aufgespult.

Zwei Ausführungsformen der Erfindung sind in den Zeichnungen schematisch dargestellt und werden nachfolgend beispielhaft erläutert.

Es zeigen:

1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung im Querschnitt;

2 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung im Querschnitt;

1 zeigt eine erste Ausführungsform 01 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, die in der Art eines Rollladens ausgebildet ist. Der Rollladen wird dabei aus einer Vielzahl von gelenkig miteinander verbundenen Lamellen 02 gebildet, die auf einer nicht dargestellten Welle in einem nicht dargestellten Gehäuse aufgespult werden können. Den unteren Abschluss des Rollladens 01 bildet eine Endleiste 03. An der Endleiste 03 ist außenseitig eine Sonnenschutzeinrichtung 04 befestigt, die in der Art einer starren Sonnenschutzblende ausgebildet ist. Die Sonnenschutzeinrichtung 04 kragt dabei rechtwinklig von der Endleiste 03 ab. Zur Befestigung der Sonnenschutzeinrichtung 04 ist außenseitig an der Endleiste 03 eine Aufnahmenut 05 vorgesehen, in die die Sonnenschutzeinrichtung 04 mit einem Vorsprung 06 formschlüssig eingesteckt wird. Gesichert wird die Sonnenschutzeinrichtung 04 mittels Befestigungsschrauben 07. Auf diese Weise kann die Sonnenschutzeinrichtung 04wahlweise als Sonderausstattungsmerkmal an der Vorrichtung 01 befestigt werden.

2 zeigt eine zweite Ausführungsform 10 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, die ebenfalls in der Art eines Rollladens ausgebildet ist. An der Endleiste 03 ist wiederum in der Aufnahmenut 05 eine Sonnenschutzeinrichtung 11 mit einem Vorsprung 06 eingesteckt und mittels einer Befestigungsschraube 07 gesichert. Die Sonnenschutzeinrichtung 11 ist in der Art eines ausrollbaren Sonnenschutzrollos ausgebildet. Eine textile Sonnenschutzmarkise 12 kann auf eine Welle 13 aufgespult werden. Die Sonnenschutzmarkise 12 wird nach außen über einen Kragarm 14 geführt und umgelenkt, wobei der Kragarm 14 in einem Gelenk 15 aus- bzw. eingeklappt werden kann. Mittels einer nicht dargestellten Antriebsmechanik kann die Welle 13 rotatorisch angetrieben und damit die Sonnenschutzmarkise 12 aufgespult werden.

Insbesondere ist es auch denkbar, dass das freie Ende 16 der Sonnenschutzmarkise am unteren Rand der Fensteröffnung fixiert wird, so dass beim Hochspulen der Lamellen 02 zugleich die Sonnenschutzmarkise 12 ausgerollt wird. Weiterhin ist es denkbar, dass in dem Gehäuse 17 der Sonnenschutzeinrichtung 12 zusätzlich auch noch eine Insektenschutzeinrichtung, beispielsweise in der Art eines Insektenschutznetzes aufgenommen ist.


Anspruch[de]
Vorrichtung (01, 10) zur Abdeckung einer Fensteröffnung, mit mehreren Lammellen (02, 03), die gelenkig miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass an der Vorrichtung (01, 10) eine Zusatzeinrichtung (04, 11) befestigt ist, die vor der Fensteröffnung angeordnet werden kann. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzeinrichtung in der Art einer Sonnenschutzeinrichtung (04, 11) ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sonnenschutzeinrichtung in der Art einer starren Sonnenschutzblende (04) ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die starre Sonnenschutzblende (04) im wesentlichen rechtwinkelig von den ausgerollten Lammellen (02, 03) abkragt. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sonnenschutzeinrichtung in der Art eines verstellbar gelagerten Sonnenschutzelements, insbesondere in der Art eines ausrollbaren Sonnenschutzrollos (11), ausgebildet ist. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das ausrollbaren Sonnenschutzrollos (11) über einen im wesentlichen rechtwinkelig von den ausgerollten Lammellen (02, 03) abstehenden Kragarm (14) umgelenkt wird. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kragarm (14) verstellbar gelagert, insbesondere um ein Gelenk (15) verschwenkbar, ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzeinrichtung in der Art einer Insektenschutzeinrichtung ausgebildet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzeinrichtung einstückig an eine Lammelle einstückig angeformt ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzeinrichtung (04, 11) lösbar an einer Lammelle (02, 03) befestigt ist. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzeinrichtung (04, 11) wahlweise als Sonderausstattungsmerkmal an einer Lammelle (02, 03) befestigt werden kann. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass zur Befestigung der Zusatzeinrichtung (04, 11) an der Vorrichtung (01, 10) an einer Lammelle (02, 03) eine Aufnahmenut (05) vorgesehen ist, in die die Zusatzeinrichtung (04, 11) mit einem Vorsprung (06) formschlüssig eingesteckt werden kann. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sicherung der Zusatzeinrichtung (04, 11) an der Vorrichtung (01, 10) Befestigungsschrauben (07) vorgesehen sind, die die Zusatzeinrichtung (04, 11) mit einer Lammelle (02, 03) verbinden. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzeinrichtung an (04, 11) der untersten Lammelle (02, 03) der Vorrichtung (01, 10), die insbesondere in der Art einer Endleiste (03) ausgebildet ist, angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (01, 10) in der Art eines Rollladens ausgebildet ist und die Lammellen (02, 03) in einem Gehäuse auf einer Welle aufgespult werden können, wobei das Gehäuse eine schlitzartige Öffnung aufweist, durch die Lammelen herausgeführt und vor der Fensteröffnung angeordnet werden kann.






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