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Dokumentenidentifikation DE102007023180A1 22.11.2007
Titel Verfahren zur Anordnung eines Displays vor einem Zeiger-Messinstrument in einem Instrumentenblock
Anmelder Visteon Global Technologies Inc., Van Buren, Mich., US
Erfinder Luettgen, Michael J., Bloomfield Hills, Mich., US;
Weindorf, Paul F. L., Novi, Mich., US;
Schweitzer, Brain C., Plymouth, Mich., US
Vertreter Sperling, Fischer & Heyner Patentanwälte, 01277 Dresden
DE-Anmeldedatum 09.05.2007
DE-Aktenzeichen 102007023180
Offenlegungstag 22.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse B60K 35/00(2006.01)A, F, I, 20070808, B, H, DE
Zusammenfassung Instrumentenblock für ein Kraftfahrzeug, welcher eine Analoganzeige-Baugruppe mit einem Zeiger, der drehbar mit einem Antriebselement verbunden ist, um durch dieses bewegt zu werden, umfasst sowie eine Display-Baugruppe, welche eine Bildschirmanzeige zur Informationsausgabe am Kraftfahrzeuginsassen mit einschließt, und welcher außerdem eine mit der Analoganzeige-Baugruppe und der Display-Baugruppe elektrisch verbundene Leiterplatte umfasst. Zusätzlich ist die Leiterplatte elektrisch mit der elektrotechnischen Masse verbunden und ein metallener Trägerrahmen ist an der Leiterplatte befestigt und dadurch ebenfalls an die elektrotechnische Masse angeschlossen. Der metallene Rahmen schließt eine Aufnahmemulde ein, welche sich in gewissem Abstand von der Leiterplatte befindet, so dass dadurch ein Zwischenraum zwischen Aufnahmemulde und Leiterplatte entsteht. Schließlich ist die Display-Baugruppe in wärmeleitender Verbindung mit der Aufnahmemulde montiert und der Rahmen und die Leiterkarte bilden im Zusammenwirken einen Pfad für die statische Entladung zwischen der Display-Baugruppe und der elektrotechnischen Masse.

Beschreibung[de]
STAND DER TECHNIK 1. Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein Instrumentenblöcke von Kraftfahrzeugen. Spezieller betrifft die Erfindung Instrumentenblöcke, bei welchen ein Anzeigenfeld (Display) so vor einem analogen Zeiger-Messinstrument angeordnet ist, dass der Analog-Zeiger sichtbar bleibt.

2. Beschreibung des Standes der Technik

Ursprünglich handelte es sich bei Instrumenten in Kraftfahrzeugen um analog arbeitende Geräte. Unter Anwendung mechanischer oder elektromechanischer Mittel zeigten sie den Betriebszustand und das Betriebsverhalten des Kraftfahrzeuges an. Jedoch konnten dem Fahrer nur solche Faktoren angezeigt werden, welche einer direkten Messung zugänglich waren. Übliche Messinstrumente dieser Art sind Geschwindigkeitsmesser (Tachometer), Drehzahlmesser, Weglängenmesser (Kilometer- bzw. Meilenzähler), Messinstrumente für den Füllstand im Kraftstofftank, den Öldruck und dergleichen. Jedes dieser analog arbeitenden Instrumente ist mit einem entsprechenden Sensor verbunden, welcher ein Signal liefert, das in direktem Verhältnis zum gemessenen Wert steht.

Mit der Entwicklung der Technik sind an Stelle analog arbeitender Messinstrumente und Sensoren digitale Messinstrumente und Sensoren getreten. Eine digitale Instrumententafel ist im Allgemeinen, anstatt direkt mit den Sensoren verbunden zu sein, welche das Betriebsverhalten des Fahrzeuges erfassen, vielmehr mit einer digitalen Steuereinheit verbunden, welche ihrerseits mit den Sensoren verbunden ist. Die Steuereinheit erfasst und überwacht dann die Ausgaben der Sensoren, verarbeitet die Informationen und gibt diese auf der Instrumententafel in einer für den Fahrer zweckmäßigen Weise aus.

Es können verschiedene Arten von digitalen Anzeigen verwendet werden: Numerische Anzeigen wurden und werden genutzt, um beispielsweise die Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeuges in einem beleuchteten alphanumerischen Display anzuzeigen. Andere Arten von Anzeigeinstrumenten schlossen und schließen LCD-Anzeigefelder (Flüssigkristall-Anzeigefelder) zur Ausgabe sekundärer Informationen, beispielsweise des Fahrzeugkilometer-Standes (bzw. Fahrzeugmeilen-Standes) oder des Öldruckes, mit ein.

Einige Informationen sind durch Verwendung einer digitalen Anzeige der Interpretation besser zugänglich: So gestattet es beispielsweise eine digitale Anzeige im Falle der Feststellung eines Problems durch die Steuereinheit besser, als das Aufleuchten einer allgemeinen „Motor überprüfen"-Leuchte, detailliertere Informationen, wie „Ölwechsel vornehmen" oder „zu niedriger Reifendruck" zu vermitteln. Außerdem kann ein einziges digitales Display mehrere Funktionen haben, wodurch Platz eingespart wird. Wenn ein großes Farbdisplay verwendet wird, ist es schließlich möglich, dass die Steuereinheit ein Navigationssystem mit einschließt. Eine derartige Konfiguration kann Karten zu Navigationszwecken anzeigen, welche – wenn sie mit einem GPS-System (von engl.: Global Positioning System – weltweites satellitenbasiertes System zur Ortsbestimmung über ortsveränderliche Empfänger-Einheiten) verknüpft sind, die Fahrzeugposition anzeigen können.

Ungeachtet der Flexibilität von digitalen Anzeigen und Displays haben die Kunden bislang die Eigenschaften und das Erscheinungsbild traditioneller analoger Anzeigeinstrumente bevorzugt. Durch Anbringung des Zeigers an einem kleinen Motor, welcher elektrisch mit der Steuereinheit verbunden ist, können diese Instrumente auch in Verbindung mit einer solchen digitalen Steuereinheit Verwendung finden. Die Steuereinheit steuert dann den Motor so an, dass sich der Zeiger zwischen Zahlen auf einer Skale bewegt, welche beispielsweise Kilometer (bzw. Meilen) pro Stunde repräsentieren und die auf die Frontplatte des Instruments aufgedruckt sind.

Ein Nachteil großer Digital-Displays besteht darin, dass sie einen beträchtlichen Flächenbedarf haben. Daher können, falls beispielsweise eine LCD-Anzeige eingeschlossen ist, einige analog arbeitende Anzeigen weggelassen werden. Wie bereits oben erwähnt, bevorzugen viele Kraftfahrzeug-Kunden analog arbeitende Anzeigen zur Überwachung bestimmter Kennwerte. Einige dieser Anzeigen, wie beispielsweise für die Fahrgeschwindigkeit, können recht groß sein. Dadurch wird der für ein ebenfalls großes digitales Display – wie ein LCD – verfügbare Platz eingeschränkt.

Jedoch hat der Mittelbereich eines typischen analog arbeitenden Anzeigeinstruments keine wichtige Funktion: Die gewünschte Information wird dem Fahrer vorrangig über die Bewegung des äußeren Endes des Zeigers übermittelt. Demgemäß kann der Mittelbereich eines analog arbeitenden Anzeigeinstruments zu anderen Zwecken genutzt werden. Infolgedessen wird bei vielen Instrumentenblöcken diese Stelle genutzt, um große Flüssigkristalldisplays (LCD) oder andere digitale Displays unterzubringen, während die analog arbeitenden Anzeigen erhalten bleiben und wodurch es gleichzeitig zur Verminderung des Platzbedarfes auf dem Instrumentenblock kommt.

Um jedoch eine Beeinträchtigung des analog arbeitenden Anzeigeinstrumentes durch das LCD zu vermeiden, wird letzteres üblicherweise mit Abstand dem Zeiger vorgebaut. Dies ermöglicht, dass der Zeiger sich innerhalb seines Ausschlagsbereiches frei bewegen kann, ermöglicht aber darüber hinaus auch die Anbringung des Displays im Mittelbereich des Anzeigeinstruments.

Ein Nachteil dieser Anordnung ist, dass vorhandene Displays dem analog arbeitenden Anzeigeinstrument unter Verwendung eines einfachen Kunststoffrahmens vorgebaut werden. Kunststoff hat den Vorteil, ein leichtes und kostengünstiges Material zu sein, hat aber zugleich auch eine Reihe von Nachteilen. So ist es beispielsweise ein Material mit hoher Dielektrizität, es weist eine geringe Steifigkeit auf und seine Wärmeleitfähigkeit ist gering.

Somit fördern Kunststoffrahmen die Ausbildung elektrostatischer Felder, wodurch es zu einer Begünstigung des triboelektrischen Effektes (elektostatische Aufladung, im Allgemeinen infolge Reibung, in Ausnahmefällen auch durch Kontakt unterschiedlicher Materialien ohne nennenswerte Relativbewegung) kommt. Der triboelektrische Effekt liegt vor, wenn es einer elektrostatischen Ladung ermöglicht wird, sich auf dem LCD aufzubauen und die Ver- bzw. Entfärbung der Ausgabe des Displays herbeizuführen. Weiterhin sind derartige Displays relativ schwer und durch die geringe Steifigkeit des Kunststoffrahmens kann sich das Display während der Bewegung des Fahrzeuges durchbiegen und vibrieren. In Folge davon kann es zur Beeinträchtigung der Funktion des analog arbeitenden Anzeigeinstruments kommen bzw. zur Verhinderung dieser Beeinträchtigung muss ein großer Zwischenraum zwischen Display und Anzeigeinstrument vorgesehen werden, welcher einer Durchbiegung des Displays Rechnung trägt. In Folge dessen kommt es jedoch zur Vergrößerung der Gesamtbautiefe. Wegen der geringen thermischen Leitfähigkeit kann es zu einem Wärmestau kommen und dadurch wird der Helligkeit des Displays begrenzt. Daraus wiederum kann eine Beschränkung des Stromes erforderlich werden, welcher zur Ansteuerung des Displays genutzt wird.

Unter Berücksichtigung des im Vorangegangenen Erwähnten ist es offensichtlich, dass ein Erfordernis für einen verbesserten Display-Rahmen besteht, welcher die Nachteile und Beschränkungen der bislang bekannten Technik überwindet.

KURZDARSTELLUNG

Zur Erfüllung des genannten Erfordernisses sowie zur Überwindung der aufgeführten Nachteile und anderweitigen Beschränkungen der einschlägigen Technik nach dem derzeitigen Stand, stellt die vorliegende Erfindung einen Kraftfahrzeug-Instrumentenblock zur Verfügung, welcher eine analog arbeitende Anzeige-Baugruppe mit einem zum Zwecke der Bewegung drehbar mit einem Antriebselement verbundenen Zeiger umfasst sowie eine Display-Baugruppe, welche ihrerseits eine Bildschirmanzeige zu Ausgabe von Informationen an Insassen des Kraftfahrzeuges einschließt. Eine Leiterplatte ist elektrisch mit der Anzeige-Baugruppe, der Display-Baugruppe sowie der elektrotechnischen Masse verbunden. Auf der Leiterplatte ist ein metallener Trägerrahmen befestigt und dadurch mit der elektrotechnischen Masse verbunden. Der Rahmen schließt eine Aufnahmemulde – zum Zwecke der Hervorrufung eines Zwischenraumes zwischen der Mulde und der Leiterplatte in gewissem Abstand von der Leiterplatte angeordnet – ein, wobei die Mulde die Display-Baugruppe trägt und mit ihr in wärmeleitfähiger Verbindung steht. Zusätzlich bilden der Rahmen und die Leiterplatte im Zusammenwirken einen Leitungsweg für die elektrostatische Entladung zwischen Display-Baugruppe und der elektrotechnischen Masse. Schließlich ist der metallene Trägerrahmen aus einem starren Metall gefertigt und vermindert dadurch die dynamisch bedingte Verlagerung der Display-Baugruppe bei der Bewegung des Fahrzeuges. Dies ermöglicht auch eine Verringerung des Abstandes, welcher zur Vermeidung der gegenseitigen Beeinträchtigung zwischen Rahmen, Abdeckung und Analogzeiger erforderlich ist.

Weitere Aufgaben, Merkmale und Vorzüge der vorliegenden Erfindung sind für entsprechende Fachleute ohne Weiteres nach Durchsicht der nachfolgenden Beschreibung und unter Berücksichtigung der anliegenden Zeichnungen und Patentansprüche, welche einen Bestandteil dieser Patentbeschreibung bilden, erkennbar.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine Teil-Vorderansicht eines fertig montierten Instrumentenblocks, welcher sich in der Instrumententafel eines Kraftfahrzeuges befindet.

2 ist eine Explosionsdarstellung des in 1 dargestellten Instrumentenblocks.

EINGEHENDE BESCHREIBUNG

Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen ist in 1 ein Instrumentenblock dargestellt, welcher die Grundzüge der vorliegenden Erfindung verkörpert, und mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet. Als Hauptbestandteile umfasst der Instrumentenblock 10 einen Analogzeiger 12, eine Display-Baugruppe 14 sowie eine Frontplatte 16, welche Markierungen 18 aufweist, die beispielsweise die Fahrzeuggeschwindigkeit repräsentieren. Zusätzliche, in 2 dargestellte Merkmale beinhalten einen Rahmen 20, welcher mechanisch und elektrisch mit einer Schaltkreisplatine 22 und einem Motor 24 verbunden ist, der durch Befestigung seinerseits ebenfalls mit der Schaltkreisplatine 22 und außerdem zur Erhöhung der Drehbewegung mit dem Zeiger 12 verbunden ist.

Eine genauere Betrachtung der Display-Baugruppe 14 zeigt, dass diese ein Flachdisplay 26 einschließt. Dieses Flachdisplay kann von beliebiger Art sein, sofern es denn in den Instrumentenblock passt, wobei typische Beispiele Flüssigkristall-Displays (LCD), Displays mit organischen Leuchtdioden (OLED) sowie Elektrochromie-Displays sind, die Auswahl aber nicht als auf diese Beispiele beschränkt zu verstehen ist. In einigen Ausführungsformen, wie in jener, die in 2 dargestellt ist, kann das Flachdisplay 26 auch eine Hintergrundbeleuchtungs-Matrix 28 erfordern. Diese Hintergrundbeleuchtungs-Matrix 28 kann von beliebiger in Fachkreisen bekannter Art sein, welche geeignet ist, den Beleuchtungsanforderungen des jeweiligen Flachdisplays 26 zu entsprechen. Diese schließt typischerweise Leuchtdioden (LED) 34 oder aber Leuchtstofflampen ein. In jedem Falle besteht der Zweck der Hinterleuchtungs-Matrix 28 darin, das Flachdisplay 26 von hinten her zu beleuchten und somit die Helligkeit des ausgegebenen Bildes zu bestimmen.

Beispielhaft ist das in 2 dargestellte Flachdisplay 26 eines vom LCD-Typ. Dies bedingt eine Hintergrundbeleuchtungs-Matrix und diese umfasst eine Vielzahl von Leuchtdioden (LED) 34. Im dargestellten Beispiel ist eine Anzahl von 21 LED 34 vorgesehen, jedoch kann deren genaue Anzahl abweichend sein. Andererseits ist ein Flachdisplay 26 auf OLED-Basis selbstbeleuchtend und erfordert folglich keine Hintergrundbeleuchtungs-Matrix 28. In jedem Falle (also mit oder aber ohne Hintergrundbeleuchtungs-Matrix 28) erzeugt jedoch die Displaybaugruppe 14 bei ihrem Betrieb Wärme. Mit zunehmender Helligkeit steigt auch die erzeugte Wärmemenge.

Die Display-Baugruppe 14 wird vom Rahmen 20 getragen und ist mit diesem mechanisch verbunden. Wie in 2 dargestellt, ist eine Aufnahme 36 ausgebildet, um die Display-Baugruppe 14 innerhalb des Rahmens 20 aufzunehmen. Beliebige herkömmliche Befestigungselemente können angewendet werden, um die Display-Baugruppe 14 innerhalb der Aufnahme 36 zu sichern, darunter Schrauben, Klettband, Klebeband, Kleber, Klammern (Clips), Befestigungslaschen und dergleichen. Alternativ kann die Aufnahme 36 auch weggelassen werden und die Display-Baugruppe 14 direkt an einer anderen Oberfläche des Rahmens 20 befestigt werden. Zusätzlich ist die Display-Baugruppe 14 elektrisch mit dem Rahmen 20 verbunden, beispielsweise mittels Metallschrauben oder eines zwischen Display-Baugruppe 14 und Rahmen 20 befestigten Drahtes. Schließlich ist die Display-Baugruppe 14 durch eine möglichst große Kontaktfläche zwischen den beiden Baukomponenten 14 und 20 auch thermisch mit dem Rahmen 20 verbunden. Die Wärmeübertragung kann auch durch Einbeziehung eines Wärmeleitmediums, wie Wärmeleitpaste oder Wärmeleitband, zwischen der Display-Baugruppe 14 und dem Rahmen 20 verbessert werden. Dieses Wärmeleitmedium füllt zum Zwecke der Verbesserung der Wärmeübertragung sämtliche Fehlstellen bzw. Spalten zwischen den beiden Komponenten 14 und 20 aus.

Weiterhin ist der Rahmen 20 mechanisch und elektrisch mit der Schaltkreisplatine 22 verbunden und so ausgebildet, dass er die Display-Baugruppe 14 mit Abstand vor dem Zeiger 12 hält. Der Rahmen 20 ist aus einem steifen Metall gefertigt, welches Magnesium, Aluminium, Stahl, Zink bzw. Kupfer enthält, dessen Material aber nicht notwendigerweise auf diese Metalle beschränkt ist. Durch mehrere geeignete Befestigungselemente, beispielsweise Metallschrauben oder -bolzen, welche durch Bohrungen bzw. Durchbrüche 38 im Rahmen 20 hindurch in die Schaltkreisplatine 22 eingesetzt werden, wird der Rahmen 20 mit der Schaltkreisplatine 22 verbunden. Dadurch besteht auch die Möglichkeit, den Rahmen 20 mit leitfähigen Oberflächenbereichen (nicht dargestellt) der Schaltkreisplatine 22 zu kontaktieren. Alternativ kann der elektrische Kontakt auch dadurch hergestellt werden, dass ein leitfähiger Draht durch geeignete leitfähige Mittel wie beispielsweise Lote, Schrauben oder eine anderweitige elektrische Verbindung sowohl mit dem Rahmen 20 als auch mit der Schaltkreisplatine 22 verbunden wird. Die Schaltkreisplatine 22 und/oder der Rahmen 20 werden dann mit der elektrotechnischen Masse 32 des Fahrzeuges verbunden, wodurch ein Weg für die statische Entladung vorgegeben ist.

Zum Betreiben der Display-Baugruppe 14 ist zwischen der Schaltkreisplatine 22 und der Display-Baugruppe 14 ein elektrischer Anschluss 40 vorgesehen, welcher mehrere Leitungsdrähte umfasst. Die Leitungsdrähte sind mit den Komponenten 14 und 22 durch Anwendung beliebiger geeigneter Befestigungsmittel wie Löten oder einen abziehbaren Stecker verbunden und so gestaltet, dass sie elektrische Signale von der Schaltkreisplatine 22 an die Display-Baugruppe 14 weiterleiten. Über den Anschluss 40 steuert die Schaltkreisplatine 22 die Display-Baugruppe 14 und speist sie mit elektrischer Energie.

Schließlich ist die Frontplatte 16 auf dem Rahmen 20 in einer solchen Weise befestigt, dass der Analogzeiger 12 und das Flachdisplay 26 durch Öffnungen 30 in der Platte 16 sichtbar sind. Die Frontplatte 16 kann durch Verwendung beliebiger der oben aufgeführten geeigneten Befestigungselemente befestigt sein. Demgemäß sind lediglich die Markierungen 18, das Ende des Analogzeigers 12 und das Flachdisplay 26 sichtbar, wenn die Baueinheit vollständig zusammengebaut ist (siehe 1). Eine der Öffnungen 30 ist so eingerichtet, dass sich der Zeiger 12 entlang eines Bewegungsweges relativ zu den Markierungen 18 bewegen kann. Bei geeigneter Einrichtung kann die Lage des Zeigers 12 dann beispielsweise die Fahrzeuggeschwindigkeit oder die Drehzahl des Fahrzeugmotors (min–1) ausweisen.

Die obige Anordnung hat eine Reihe von bedeutenden Vorteilen gegenüber den Rahmen aus Kunststoff nach dem bisherigen Stand der Technik: Zum Ersten wird durch die elektrische Verbindung der Display-Baugruppe 14 mit dem Rahmen 20, der Schaltkreisplatine 22 und der elektrotechnischen Masse 32 des Fahrzeuges ein Pfad für die statische Entladung vorgegeben. Dadurch wird das Aufbauen einer elektrostatischen Ladung auf dem Display 26 verhindert, wodurch eine aus dem triboelektrischen Effekt herrührende Verzerrung vermindert bzw. vermieden wird. Zum Zweiten wird durch Fertigung des Rahmens 20 aus einem starren Metall die dynamisch bedingte Lageveränderung des Rahmens 20 und der auf Abstand gehaltenen Display-Baugruppe 14 bedeutend vermindert, wodurch der Zwischenraum, welcher erforderlich ist, um eine gegenseitige Beeinträchtigung von Rahmen 20, dem Analogzeiger 12 und der Frontplatte bzw. Abdeckung 16 zu verhindern, verringert werden kann. Dies ermöglicht eine kompaktere Bauweise des Instrumentenblocks 10.

Schließlich wird, da Erwärmung ein vorrangiger begrenzender Faktor für die Helligkeit der Display-Baugruppe 14 ist, durch den metallenen Trägerrahmen 20, welcher infolge seiner – gegenüber den Kunststoffrahmen nach dem bisherigen Stand der Technik – wesentlich größeren Wärmeleitfähigkeit als ein wirkungsvoller Wärmeabfuhrkanal wirkt, mit der vorliegenden Erfindung die Bereitstellung einer größeren Helligkeit ermöglicht, indem die LED-Hintergrundbeleuchtungs-Matrix 28 bei höherem Strom betrieben werden kann, als dies bei einem Kunststoffrahmen möglich wäre. Umgekehrt können Kosteneinsparungen realisiert werden, indem zur Erreichung eines gleichen Helligkeitsgrades nur weniger LED 34 bei einem dann höheren Strom betrieben werden müssen. In ähnlicher Weise kann ohne Vorhandensein einer Hintergrundbeleuchtungs-Matrix 28 ein selbstleuchtendes Display, wie das im Vorangegangenen erwähnte OLED-Display (aus organischen Leuchtdioden) bei einem höheren Strom betrieben werden. So können beispielsweise im Vergleich zur Anwendung eines Kunststoffrahmens die Wärmeabfuhreigenschaften des metallenen Rahmens 20 die Erzeugung einer um 40% größeren Lichtmenge durch die Hintergrundbeleuchtungs-Matrix 28 gestatten. Umgekehrt wäre, wenn alles andere unverändert bleibt, in dem im mit 2 dargestellten Ausführungsbeispiel nur noch eine um etwa 40% verringerte Anzahl von LED 34 vorzusehen erforderlich, um den gleichen Helligkeitsgrad zu erreichen. Wie jeder Fachmann erkennen wird, stellen die vordem aufgeführten Zahlen lediglich ein Beispiel dar. Der genaue Betrag der zusätzlich möglichen erzeugbaren Helligkeit bzw. die Anzahl der einsparbaren LED 34 in der Hintergrundbeleuchtungs-Matrix 28 kann – abhängig von den Bauteilen, der inneren Anordnung und der Geometrie der jeweiligen Ausführungsform – in bedeutendem Umfange abweichen.

Wie ein Fachkundiger unschwer erkennen wird, ist die obige Beschreibung eine Verdeutlichung der Umsetzung der Grundzüge der vorliegenden Erfindung gedacht. Diese Beschreibung beabsichtigt nicht, den Anspruchsbereich oder die Anwendung dieser Erfindung insofern einzuschränken, dass es zulässig sei, die Erfindung einer Modifikation, Variation und Abänderung zu unterziehen, ohne dass dabei nicht auch vom geistigen Gehalt dieser Erfindung abgewichen wird, wie er in den folgenden Ansprüchen zum Ausdruck gebracht wird.

BEZUGSZEICHENLISTE


Anspruch[de]
Instrumentenblock (10) für Kraftfahrzeuge, welcher umfasst:

– eine Analog-Anzeigeeinrichtungs-Baugruppe, welche einen Zeiger (12) aufweist, der in drehbarer Weise mit einem Antriebselement (24) verbunden ist, so dass dieser den Zeiger bewegen kann,

– eine Display-Baugruppe (14), welche eine Bildschirmanzeige (26) zur Informationsausgabe an Insassen des Kraftfahrzeuges einschließt,

– eine Leiterplatte (22), welche elektrisch mit der Anzeigeeinrichtungs-Baugruppe und der Display-Baugruppe verbunden ist und welche auch mit einer elektrotechnischen Masse (32) verbunden ist

– ein metallener Trägerrahmen (20) welcher an der Leiterplatte (22) befestigt ist und auf diese Weise mit der elektrotechnischen Masse (32) verbunden ist und welcher eine Aufnahmemulde (36) einschließt, die sich in gewissem Abstand von der Leiterplatte befindet, so dass sich ein Zwischenraum zwischen Letzteren ergibt, und wobei die Display-Baugruppe (14) auf der bzw. in der Aufnahmemulde (36) befestigt ist und sich in wärmeleitfähiger Verbindung mit ihr befindet und wobei weiterhin der Rahmen (20) und die Leiterplatte (22) im Zusammenwirken eine Bahn für die statische Entladung zwischen der Display-Baugruppe und der elektrotechnischen Masse bilden.
Instrumentenblock nach Anspruch 1, wobei die Display-Baugruppe (14) eine Hintergrundbeleuchtungs-Matrix (28) einschließt. Instrumentenblock nach Anspruch 2, wobei die Bildschirmanzeige (26) ein Flach-Flüssigkristalldisplay (LCD) ist. Instrumentenblock nach Anspruch 2, wobei die Hintergrundbeleuchtungs-Matrix (28) mehrere Lichtquellen umfasst. Instrumentenblock nach Anspruch 4, wobei die Lichtquellen Leuchtdioden (LED) sind. Instrumentenblock nach Anspruch 4 oder 5, wobei die Lichtquellen Leuchtstofflampen sind. Instrumentenblock nach Anspruch 1, wobei die Bildschirmanzeige ein Display aus organischen Leuchtdioden (OLED) ist. Instrumentenblock nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Rahmen (20) aus Magnesium, Aluminium, Stahl, Zink, Kupfer, Bronze oder Legierungen dieser Materialien besteht. Instrumentenblock nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Aufnahmemulde (36) die Display-Baugruppe (14) über einem Teil des Zeigers (12) der Anzeigeeinrichtungs-Baugruppe so positioniert ist, dass der Zeiger dem Fahrzeuginsassen teilweise verborgen bleibt. Instrumentenblock nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Mulde (36) mehrere von deren Rückseite aus verlaufende Rippen aufweist – wobei die Rückseite jene Seite der Mulde ist, welche der Leiterplatte (22) unmittelbar gegenüberliegt –, welche in den sich zwischen der Mulde und der Leiterplatte ergebenden Zwischenraum hineinreichen. Instrumentenblock nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Mulde (36) auskragend, also mit gewissem Abstand zu den darunter liegenden Bauteilen getragen wird. Instrumentenblock nach einem der Ansprüche 1 bis 11, welcher weiterhin eine Frontplatte (16) mit darauf ausgebildeten Markierungen (18) umfasst, wobei jene Frontplatte eine Öffnung (30) enthält, durch welche hindurch die Display-Baugruppe (14) sichtbar ist. Instrumentenblock nach Anspruch 11, wobei sich der Zeiger (12) durch eine zweite in der Frontplatte (16) ausgebildete Öffnung (30) hindurch erstreckt.






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