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Dokumentenidentifikation DE202006009313U1 22.11.2007
Titel Vorrichtung zum Fixieren von Materialien oder Werkstücken durch Unterdruck und Aufnahme entstehenden Abriebs
Anmelder Morlock, Werner, 55118 Mainz, DE
DE-Aktenzeichen 202006009313
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 22.11.2007
Registration date 18.10.2007
Application date from patent application 12.06.2006
IPC-Hauptklasse B23Q 3/08(2006.01)A, F, I, 20060612, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B23Q 11/00(2006.01)A, L, I, 20060612, B, H, DE   B25B 11/00(2006.01)A, L, I, 20060612, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Zur Bearbeitung von Materialien oder Werkstücken müssen diese in der Regel fixiert werden. Dies geschieht durch mechanische Hilfsmittel wie Spannvorrichtungen, Schraubzwingen oder durch Festhalten des Werkstückes durch Helfer. Bekannt sind Vakuumtische zum Spannen oder Fixieren von Gegenständen die über einen oder mehrere Kanäle mit einer Vakuumpumpe verbunden oder verbindbare Bohrungen aufweisen (G 92 04 704.1) oder Vakuumspannvorrichtungen, die auf der Arbeitsoberfläche verteilte Austrittsbohrungen des Vakuumkanalsystems aufweisen, die mit Auflageelementen oder Verschleißelementen adaptierbar sind, durch die der Vakuumsog wirkt und auf denen die Werkstücke zur Auflage kommen und an der Unterseite durch den Vakuumsog beaufschlagt werden (DE 297 03 105 U1).

Diese Vorrichtungen benötigen teure Vakuumpumpen und setzen absolute „Dichtigkeit" zwischen Vorrichtung und Werkstück voraus. Die Stabilität der Vorrichtung wird in der Regel durch deren Eigengewicht und die Fixierung durch Saugteller erreicht.

Ebenfalls bekannt ist eine Vorrichtung zum Fixieren von Materialien oder Werkstücken durch Unterdruck AZ 20 2006 003 094.8 welche Saugteller zur Fixierung benötigen.

Zur Aufnahme des Abriebs bei Unterdruck-Fixiereinrichtungen wird neben dem Unterdruckaggregat zusätzlich ein Staubsauger benötigt.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde eine Vorrichtung so zu konstruieren, dass eine Fixierung von Materialien oder Werkstücken ohne mechanische Hilfsmittel wie z.B. Schraubzwingen oder ähnliches nur durch einen handelsüblichen Nass-Trockensauger oder dessen Aggregat im Standrohr fest eingebaut, welche keine absolute Dichtigkeit der Anordnung voraussetzt, erfolgt wobei die Stabilität der Vorrichtung durch den Unterdruck und nicht durch das Eigengewicht erreicht wird und die ohne Saugteller auskommt.

Das Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, das einerseits zwischen Bodenseite des Standrohrs und Boden unter Einsatz eines geeigneten Dichtrings und andererseits zwischen dem Standrohr welches ebenfalls mit einem Dichtungsring versehenen ist und Werkstück durch einen Nass-Trockensauger ein permanenter Unterdruck erzeugt wird, welcher eine absolute Dichtigkeit des Systems nicht notwendig werden lässt. Durch das Einbringen einer Filter- und Auffangpatrone im Unterdruckraum die mit einem Ansaugschlauch außerhalb des Unterdruckraums verbunden ist wird ein gleichzeitiges Absaugen des Abriebs mit nur einem Aggregat – ohne dass der Abrieb den Unterdruckraum verunreinigt – ermöglicht.

Ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel wird anhand von 1 erläutert.

1 zeigt einen Querschnitt durch die Vorrichtung

Zwischen Standfuß, bestehend aus einer Bodenplatte (1) in welche ein geeigneter Dichtring (2) eingelassen ist und Boden (3) wird über den Staubsaugeranschluss (4) oder ein im Standrohr eingebautes Unterruckaggregat (5) ein Unterdruck erzeugt. Im Unterdruckraum befindet sich eine Filter- bzw. Auffangpatrone (6) für den Abrieb, welche mit einem Ansaugschlauch (7) verbunden ist. Zum Anschluss weiterer Standfüße ist das Standrohr mit einer weiteren Öffnung (8) versehen, die im Alleinbetrieb des Standfußes mit einem Dichtungsdeckel verschlossen ist. Im Zentrum der Bodenplatte wird ein Standrohr (9) mit dem Unterdruckraum verbunden. Das saugende Rohrende ist mit einem Dichtungsring (10) versehen.

Ein weiteres Ausführungsbeispiel zeigt 2, bei dem das Standrohr am Boden und saugenden Ende mit einem Dichtring versehen ist sowie mit zusätzlich seitlich angebrachten Saugtellern.

Fig. 2
1
Boden
2
Unterer Dichtring
3
Filterpatrone
4
Verbindungsrohr (Staubsaugeranschluss)
5
Unterdruckaggregat
6
Saugteller
7
Ansaugstutzen für Abrieb
8
Anschluss für weitere Standfüsse
9
Standrohr
10
Oberer Dichtring
Fig. 3
1
Boden
2
Bodenplatte
3
Stellfuss
4
Anschluss für weitere Standfüsse
5
Unterdruckaggregat
6
Filtertpatrone
7
Verbindunsrohr (Staubsaugeranschluss)
8
Ansaugstutzen für Abrieb
9
Oberer Dichtring
10
unterer Dichtring


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Fixieren von Materialien oder Werkstücken durch Unterdruck sowie zur Aufnahme des durch die Bearbeitung des Werkstückes oder der Materialien entstehenden Abriebs (Staub, Späne) dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Saugteller mit einem oder mehreren geeigneten Dichtringen oder Saugtellern versehenen sind und zwischen Saugteller und Werkstück ein Unterdruck durch ein Aggregat, welches sich im inneren des Standrohrs oder außerhalb des Standrohrs befindet, erzeugt wird. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass durch den Einsatz geeigneter Dichtringe oder Saugteller, die mit Dichtringen versehen sind, ein Unterdruckraum einerseits zwischen Bodenseite des Standrohrs und Boden und andererseits zwischen Werkstückseite des Standrohrs und Werkstück erzeugt wird. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass im Standrohr eine Patrone welche mit einem Ansaugschlauch außerhalb des Standrohrs verbunden ist angebracht wird, die unter Nutzung des sich im Standrohr aufgebauten Unterdrucks, Abrieb ansaugen kann und als Auffangbehälter für diesen dient. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenseite des Standrohrs mit einer Bodenplatte durch Stellfüße und Langmuttern justierbar und der Unterdruck durch ein in der Bodenplatte angebrachtes Belüftungspedal aufhebbar ist.






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