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Dokumentenidentifikation DE202006009353U1 22.11.2007
Titel Winkelmesser
Anmelder Jackl, Oswald, 94116 Hutthurm, DE
Vertreter Faul, C., Rechtsanw., 84364 Bad Birnbach
DE-Aktenzeichen 202006009353
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 22.11.2007
Registration date 18.10.2007
Application date from patent application 14.06.2006
IPC-Hauptklasse G01B 3/56(2006.01)A, F, I, 20060614, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung beschreibt eine Vorrichtung zum stufenlosen Messen und Anlegen von Innen- und Außenwinkeln sowie zum Ermitteln und Übertragen von Gehrungswinkeln z. B. im Schreinerhandwerk, Innenausbau, Stahlbau und anderen Handwerksbereichen.

Üblicherweise werden Innen- oder Außenwinkel mit Messzeugen wie Winkelschmiege, Geodreieck oder handelsüblichen halbrunden 180° bzw. runden 360° Winkelmessern ermittelt. Dies ist in den meisten Fällen nur mit zusätzlichen Hilfsmitteln möglich, zudem zeitaufwendig und ungenau. Elektronische Messwerkzeuge sind sehr teuer und stehen oft nicht zur Verfügung. Müssen Gegenstände auf Gehrung geschnitten werden, zeigt sich das Problem, den Winkel rechnerisch zu halbieren und mit den bereits erwähnten Mitteln umständlich und zeitraubend zu übertragen. Darunter leidet meistens auch die Genauigkeit des erzielten Ergebnisses.

Der Erfindung liegt die Idee zugrunde, dass durch einfaches Anlegen des Winkelmessers an das Objekt der Winkel an einer oder wahlweise mehreren Skalen abgelesen werden kann und gleichzeitig der halbierte Winkel (Gehrungswinkel) angezeigt wird.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der folgenden Beschreibung der Zeichnung.

Es zeigen:

1: die Form des Winkelmessers in der Position zum Messen von Innenwinkeln r,

2 die Form des Winkelmessers in der Position zum Messen von Außenwinkeln,

3 einen Schnitt durch ein Schiebestück (11),

4 eine Ansicht des Winkelmessers von der rechten Seite, insbesondere der Teile (13, 14, 15 und 16) sowie

5 und 6 ein Anwendungsbeispiel zum Übertragen von Gehrungswinkeln.

Bei der vorliegenden Erfindung erfolgt dies über ein doppeltes Parallelogramm, bei dem die Teile (1) und (2) als Anlegekante dienen und der gemessene Winkel auf der Winkelskala (Scheibe 10) abgelesen werden kann. Die gleichmäßige Verschiebung des Parallelogramms wird durch zwei Schenkel (3 und 4) und durch das Führungsteil (11) erreicht. Dies ist verschiebbar und über die Schenkel mit den Teilen (1) und (2) verbunden. (3) Die Teile (1, 2, 6, 7, 8 und 9) bilden das Parallelogramm Die Scheibe (10) mit wahlweise einer oder mehreren Winkelskalen ist mit einem Teil (8), einem der Schenkel, fest verbunden und jederzeit frei einsehbar. Mit Ausnahme der Punkte A, B und C sind die beweglichen Teile vernietet. An Punkt A, B und C ist die Verbindung nach unten mit einer zylinderförmigen Verlängerung (13, 14 und 15) an Punkt B zusätzlich mit einer oben liegenden Feststellschraube (16) versehen. (4) die Teile (13, 14 und 15) dienen als Anlegepunkte beim Übertragen von Gehrungswinkeln.

Um einen Innenwinkel zu messen, braucht man nur die Anlegekanten an das Objekt zu halten. (1) Der gemessene Winkel sowie der Gehrungswinkel können nun auf der Scheibe (10) abgelesen werden.

Zum Übertragen des Gehrungswinkels werden Teil (13 und 14) an ein Werkstück (17) angelegt und die Längskanten von Teil (7) bezeichnen den zu übertragenden Gehrungswinkel. Durch Anlegen von Teil 14 und 15 an das Werkstück (17) wird der zweite Gehrungswinkel übertragen, wobei die Längskanten von Teil (6) als Anreißkante dienen. (5 und 6)

Die Vorgehensweise bei Außenwinkeln (2) ist identisch. Ebenso ist es möglich, gegebene Winkel an den Skalen einzustellen, um dann genauso zu verfahren.

Auf diese Weise ist ein zeitsparendes und somit kostensparendes Arbeiten bei größtmöglicher Genauigkeit gewährleistet. Es können alle Innen- sowie Außenwinkel, die größer als etwa 15° sind, gemessen werden.


Anspruch[de]
Winkelmesser mit Gehrungsfunktion zum stufenlosen Messen von Innen- und Außenwinkeln; dadurch gekennzeichnet, dass ein doppeltes Parallelogramm (1, 2, 6, 7, 8, 9) mit zwei Schenkeln (3 und 4) und ein bewegliches Schiebeteil (11) verstellbar ist. Winkelmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der gemessene Winkel auf einer Scheibe (10) mit einer oder wahlweise mehreren Skalen ablesbar ist, wobei eine Scheibe (10) mit einem Teil (8), der einen der Parallelogrammteil bildet, fest verbunden ist. Winkelmesser Anspruch 1–2 dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät drei Anlegepunkte in zylindrischer Form (13, 14 und 15) zum Übertragen von Gehrungswinkeln aufweist. Winkelmesser Anspruch 1–3 dadurch gekennzeichnet, dass die Längskanten von Parallelogrammteilen (6 und 7) als Anreißkante zum Übertragen von Gehrungswinkeln dienen. Winkelmesser Anspruch 1–4 dadurch gekennzeichnet, dass die Vorderkanten von Parallelogrammteilen (1 und 2) als Anlegekanten zum Winkelmessen und als Anreißkanten zum Übertragen des Winkels dienen. Winkelmesser nach Anspruch 1–5 dadurch gekennzeichnet, dass eine Feststellschraube (16) zum Fixieren des Winkelmessers vorgesehen ist.






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