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Dokumentenidentifikation DE202007009765U1 22.11.2007
Titel Klappsitz für eine Sitzbank
Anmelder Lütkemeier, Albert, 33100 Paderborn, DE
Vertreter Backhaus, M., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 33102 Paderborn
DE-Aktenzeichen 202007009765
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 22.11.2007
Registration date 18.10.2007
Application date from patent application 04.07.2007
IPC-Hauptklasse A47C 4/02(2006.01)A, F, I, 20070704, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47C 11/00(2006.01)A, L, I, 20070704, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Klappsitz für eine Sitzbank mit nur einem Sitzbrett.

Solche Sitzbänke werden häufig in Biergärten oder Bierzelgen angetroffen. Es sind einfache lange Bänke mit nur einem Sitzbrett und klappbaren Ständern, die zu ähnlichen Tischen gehören. Diese Sitzbänke sind relativ schmal. Da auch keine Rückenstütze vorhanden ist, ist ein längeres Sitzen auf solchen Bänken auf der schmalen Bank ohne Rückenlehne unbequem. Oft bringen Nutzer ein Sitzkissen mit, um den Aufenthalt angenehmer zu gestalten. Ein Sitzkissen bietet aber keine Rückenstütze und keine zusätzliche Schenkelstütze. Außerdem verrutscht es leicht.

Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Klappsitz anzugeben, der ein angenehmes Sitzen auch für längere Zeit ermöglicht.

Gelöst wird diese Aufgabe dadurch, dass ein Schenkelbrett auf dem Sitzbrett eingehakt ist und eine Lehne mit ihrem Schaft so in eine Öffnung des Schenkelbrettes eingesteckt ist, dass das Schenkelbrett und die Lehne zusammen auf dem Sitzbrett festgeklemmt sind.

Die Unteransprüche beschreiben eine Ausführungsform.

Der Klappsitz besteht aus zwei Brettern, dem Schenkelbrett und der Lehne, die getrennt transportiert werden können. Durch diese Konstruktion ist der Klappsitz einfach zu transportieren und kann auf jede Veranstaltung, ähnlich wie ein Sitzkissen, mitgenommen werden.

Der Klappsitz soll sicher auf dem Sitzbrett der Bank befestigt sein. Dazu wird das Schenkelbrett auf dem Sitzbrett eingehakt, den Schaft der Lehne nahezu senkrecht in eine Öffnung des Schenkelbrettes eingesteckt. Durch die Belastung der Lehne wird der Klappsitz auf dem Sitzbrett festgeklemmt und bietet einen angenehmen Sitz.

Damit das Schenkelbrett am Sitzbrett verhakt werden kann, ist unterhalb der Sitzfläche des Schenkelbretts eine Nutleiste angebracht in dessen Nute über die Kante des Sitzbrettes geschoben wird. damit wird der vordere Halt des Klappsitzes bewirkt.

In einem Abstand von der Nutleiste, der in etwa der Breite des Sitzbrettes der Bank entspricht, befindet sich eine Öffnung in dem Schenkelbrett.

Diese Öffnung ist rechteckig und etwas breiter als die Dicke der Lehne.

Die Öffnung ist etwas länger als die Breite der Schaft der Lehne beträgt. Auf diese Weise kann der Schaft der Lehne in die Öffnung gesteckt werden.

Der Schaft der Lehne ist so lang, dass er durch die Öffnung und über das darunter befindliche Sitzbrett hinaus reicht.

Wenn nun die eingesteckte Lehne belastet wird, wird das Sitzbrett zwischen der Nutleiste und dem Schaft eingeklemmt und damit der Klappsitz auf dem Sitzbrett sicher fixiert.

Es ist vorteilhaft, wenn sich die Öffnung in der Mitte zwischen den Seiten des Schenkelbrettes befindet. Damit weicht sie bei Belastung nicht zur Seite hin aus. Ebenso ist der Schaft entsprechend in der Mitte der Lehne angebracht.

Die Neigung der Lehne ist durch die Breite der Öffnung in dem Schenkelbrett bestimmt. Je breiter die Öffnung ist, umso weniger steil ist die Lehne. Um den Steilheit in einen komfortablen Winkel zu bringen oder Toleranzen in der Breite der Sitzbank auszugleichen, kann ein Keil vorgesehen sein, der mit dem Schaft zusammen in die Öffnung gesteckt wird. Je nach Breite des Keils wird die Steilheit der Lehne verstellt.

Der Steg hinter der Öffnung im Schenkelbrett ist großen Belastungen ausgesetzt. Daher ist es günstig, diesen Steg durch eine Querleiste zu verstärken und ein Ausreißen der Öffnung zu verhindern.

Wie schon gesagt, sind die Sitzbretter von Bänken in Bierzelten sehr schmal. Es ist daher vorteilhaft, das Schenkelbrett so lang zu gestalten, dass die Schenkel der Nutzer unterstützt werden. Dies erhöht den Sitzkomfort erheblich.

Der Sitzkomfort kann auch dadurch erhöht werden, dass die Sitzfläche auf dem Schenkelbrett und/oder die Lehne mit einem Kissen belegt werden. Diese sind günstigerweise auf den jeweiligen Flächen befestigt.

Eine Ausführungsform der Erfindung ist in den Figuren beispielhaft dargestellt.

1 zeigt den Querschnitt durch ein Sitzbrett mit aufgesetztem Klappsitz.

2 zeigt die Draufsicht auf ein Sitzbrett.

3 zeigt die Draufsicht auf eine Lehne.

In 1 ist ein Klappsitz 1 mit seinem Schenkelbrett 2 und seiner Lehne 3 dargestellt. Das Schenkelbrett 2 klemmt das Sitzbrett 5 der nicht weiter dargestellten Bank mit der Nutleiste 8 und dem Schaft 6 der Lehne 3 ein, wobei der Schaft 6 durch die Öffnung 4 hindurch gesteckt ist. Das hintere Ende des Schenkelbrettes 2 ist durch die Querleiste 7 verstärkt. Das vordere Ende 9 ist soweit vorgezogen, dass sich eine angenehme Sitzfläche ergibt.

In 2 ist die Lehne 3 in Draufsicht dargestellt. An ihrem unteren Ende befindet sich mittig der Schaft 6 mit dem das Sitzbrett geklemmt wird.

Zum einfacheren Transport ist ein Griffloch 13 vorgesehen.

In 3 ist das Schenkelbrett 2 in Draufsicht dargestellt. An seinem hinteren Ende ist neben der Öffnung 4 zur Verstärkung die Querleiste 7 angebracht. Die Öffnung 4 nimmt den Schaft 6 der Lehne 3 (siehe 2) auf.

Unter dem Schenkelbrett 2 ist (gestrichelt dargestellt) die Nutleiste 8 angebracht. Zwischen der Nutleiste 8 und der Öffnung 4 wird das nicht dargestellte Sitzbrett geklemmt.

In 4 ist der gleiche Klappsitz 1 wie in 1 in einem Querschnitt dargestellt. Er enthält zusätzlich den Keil 10, der in die Öffnung 4 gesteckt werden kann, um die Neigung der Lehne 3 zu verändern.

Weiterhin sind hier Kissen die 11 und 12 gezeigt, die auf dem Schenkelbrett 2 bzw. der Lehne 3 angebracht sind und den Sitzkomfort erhöhen.

1
Klappsitz
2
Schenkelbrett
3
Lehne
4
Öffnung
5
Sitzbrett der Bank
6
Schaft der Lehne
7
Querleiste
8
Nutleiste
9
Verlängerung
10
Keil
11
Kissen der Lehne
12
Kissen des Schenkelbrettes
13
Griffloch


Anspruch[de]
Klappsitz für eine Sitzbank mit nur einem Sitzbrett, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schenkelbrett auf dem Sitzbrett eingehakt ist und eine Lehne mit ihrem Schaft so in eine Öffnung des Schenkelbrettes eingesteckt ist, dass das Schenkelbrett und die Lehne zusammen auf dem Sitzbrett festgeklemmt sind. Klappsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Schenkelbrettes eine Nutleiste angebracht ist, in dessen Nut das Sitzbrett eingehakt ist. Klappsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Nute und der Öffnung der Breite des Sitzbrettes entspricht. Klappsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung im Schenkelbrett rechteckig und etwas breiter als die Dicke der Lehne ist. Klappsitz nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung etwas länger als die Breite der Schaft der Lehne ist. Klappsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung der von den Seiten des Schenkelbrettes gleich weit entfernt ist. Klappsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steilheit der festgeklemmten Lehne durch einen Keil in der Öffnung einstellbar ist. Klappsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schenkelbrett hinter der Öffnung durch eine Querleiste verstärkt ist. Klappsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schenkelbrett so lang ist, dass die Schenkel eines Nutzers unterstützt werden. Klappsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Schenkelbrett und/oder die Lehne mit einem Kissen belegt sind.






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