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Dokumentenidentifikation DE202007010530U1 22.11.2007
Titel Ovales Geschirr und Deckel
Anmelder Oppermann, Rolf, 64409 Messel, DE
DE-Aktenzeichen 202007010530
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 22.11.2007
Registration date 18.10.2007
Application date from patent application 28.07.2007
IPC-Hauptklasse A47G 19/02(2006.01)A, F, I, 20070728, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65D 43/02(2006.01)A, L, I, 20070728, B, H, DE   B65D 77/08(2006.01)A, L, I, 20070728, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Geschirr mit ovaler Geometrie, bestehend aus Geschirr und optional einem Deckel, zur Anrichtung und Aufnahme von Speisen und bei Verwendung mit Deckel, zur auslaufsicheren Aufbewahrung und zum Platz sparenden Transport von festen und flüssigen Nahrungsmitteln. Bei dem ovalen Geschirr handelt es sich um ein hochwertiges Ess- und Tafelgeschirr, vorzugsweise aus Porzellan oder porzellanähnlichen Materialien gefertigt, welches mit einem speziellen Deckel auslaufdicht verschlossen werden kann und zur Platz sparenden Aufbewahrung und/oder zum Platz sparenden Transport von Speisen und Getränken dient, sofern viele gleichartige Geschirre benutzt werden, wobei eine lange, anhaltende Warmhaltung gewährleistet und ein Ineinanderlaufen von Nahrungsmitteln und somit ein Vermischen sicher vermieden wird.

Systeme von Geschirr, insbesondere solche, die durch Deckel verschlossen werden können, sind in zahlreichen Varianten aus dem täglichen Hausgebrauch und dem kommerziellen Einsatz in dem Nahrungsmittel- und Gaststättengewerbe bekannt. In den meisten Fällen wird das Gefäß, welches die Nahrung aufnehmen soll, durch einen Deckel oder eine Art Deckel verschlossen, der aus dem gleichen Material wie das Nahrungsmittel-aufnehmende Behältnis gefertigt ist und aus einem Kunststoff besteht. Ferner ist solches Ess- und Tafelgeschirr von runder oder rechteckiger, insbesondere quadratischer Geometrie.

Man muss dabei grundsätzlich zwei Gebrauchsvarianten voneinander unterscheiden. Die eine Variante betrifft Nahrungsmittelbehälter, die zum Befüllen mit Speisen oder Getränken dienen, die direkt nach ihrer Herstellung, z. B. als Konserven, für eine längere Lagerung zur Aufbewahrung geeignet sind, aber wobei beim ersten Öffnen durch den Verbraucher der Deckel bzw. der Verschluss irreparabel zerstört wird. In diesem Fall ist also eine Wiederverwendung des gleichen Behälters mit dem gleichen Deckel bzw. Verschluss ohne ein aufwendiges Recyclingverfahren nicht möglich, d. h. der Behälter samt Verschluss kann vom Verbraucher nicht in der gleichen Form wieder verwendet werden wie er ursprünglich eingesetzt wurde. Es handelt sich dabei um einen industriellen Verschluss (Deckel), der nur maschinell angebracht oder aufgesetzt werden kann, aber für den täglichen Gebrauch ungeeignet ist.

Bei der zweiten Gebrauchsvariante, kommt man in eine Kategorie zu der auch die vorliegende Erfindung gehört. Hierbei werden die Behälter mit Nahrungsmitteln gefüllt und dann mit einem Deckel oder einer Art Deckel verschlossen, um diese meist kurzfristig aufzubewahren, warm zu halten und/oder zu transportieren. Diese Variante wird vor allem in Großküchen, im Hotel- und Gaststättengewerbe, Altenheimen, Krankenhäusern, Essen-auf-Rädern, Behindertenheimen oder anderen öffentlichen Einrichtungen bzw. in privaten Haushalten verwendet. Solche Behälter samt Verschluss bzw. Deckel sollen nach entsprechender Reinigung wieder verwendbar sein, aber gleichfalls beim Gebrauch, dicht, vorzugsweise auslaufdicht oder besonders bevorzugt luftdicht verschlossen werden können, so dass insbesondere beim Verstauen und/oder Transport der Behältnisse keine Speisen oder Getränke austreten können und die Umgebung verunreinigen bzw. durch Austritt von Gerüchen andere Nahrungsmittel geschmacklich verfälschen oder sich mit diesen teilweise vermischen und damit für den Verbraucher ungenießbar bzw. unappetitlich werden. Gleichzeitig soll der Nahrungsmittelinhalt bei nahezu konstanter Temperatur gehalten, als isoliert zur Umgebung aufbewahrt werden, ohne das es zur starken Abkühlung oder Erwärmung des Inhalts kommen kann.

Diese zuletzt genannte Gebrauchsvariante mit allen ihren Eigenschaften, ist zugleich diejenige, wofür die vorliegende Erfindung bestimmt ist.

Den nächsten Stand der Technik bildet die Druckschrift DE 299 04 672 U1. Aus dieser Druckschrift ist ein Geschirr aus Keramik mit Kunststoffdeckel zur Aufbewahrung und zum Transport von Speisen und Getränken bekannt. Der Deckel besteht aus Plastik und ist vollständig von einer Randdichtung mit Dichtlippe umgeben. Dies ergibt sich insbesondere aus den 1 und 2, dem Anspruch 4 und dem letzten Absatz der Seite 1 der genannten Druckschrift. Ferner ist aus der Druckschrift DE 298 04 303 U1 bekannt, zwei unterschiedliche Komponenten eines Deckels für einen Lebensmittelbehälter zur dauerhaften Verbindung durch das Zweikomponenten-Spritzverfahren, dauerhaft zu verbinden, welches bei der vorliegenden Erfindung wegen hoher Kosten und einer eingeschränkten Benutzungsmöglichkeit und Handhabung aber nicht der Fall ist.

Die auf dem Markt befindliche Tupperware® umfasst beispielsweise relativ dicht verschließbare Behälter mit Deckel, die aber in allen Fällen einen Deckel besitzen, der aus dem gleichen Material oder der gleichen Materialgruppe, wie der Behälter selbst gefertigt ist. Im Fall der Tupperware® ist dies Kunststoff. So sind die meisten Kunststoffbehälter relativ gut mit Deckeln oder Verschlüssen zu verschließen, wobei die Deckel oder Verschlüsse aber wiederum auch aus Kunststoff gefertigt sind. Derartige Behälter sind aber wenig geeignet, um die darin befindlichen Nahrungsmittel direkt zu servieren. Die Akzeptanz des Verbrauchers, direkt aus dem Kunststoffbehälter die darin befindliche Nahrung aufzunehmen, ist überaus gering und wird insbesondere im Hotel- und Gaststättengewerbe, aber auch in Großküchen, Altenheimen, Krankenhäusern, bei Essen auf Rädern, also Nahrungsmittelbringdiensten oder anderen öffentlichen Einrichtungen sowie in privaten Haushalten, aufgrund der mangelnden Verbraucherakzeptanz und der fehlenden Hygiene abgelehnt. Ferner kann es zum Durchmischen benachbarter Speisen kommen. Die Folge ist, dass man auf andere Materialien ausweichen muss, oder aber gezwungen wird, die Nahrungsmittel, nach dem Transport und/oder dem Aufbewahren in anderes Geschirr umzufüllen. Hierdurch wird ein nicht akzeptabler Wärmeverlust bei den Speisen hervorgerufen. Zudem ist die Methode zeit- und kostenaufwendig, zerstört zum Teil die bereits bei der Herstellung und Verpackung der Nahrungsmittel beachtete ansprechende Gestaltung (Dekoration) und bedeutet insbesondere bei der kommerziellen, öffentlichen Verwendung, einen wirtschaftlich nicht vertretbaren Mehraufwand durch notwendiges weiteres Personal, zusätzliche Verunreinigung von Geschirr und damit verbundene höhere Energiekosten durch notwendige Reinigung von Zusatzgeschirr und höhere Kapazität bei den Spülvorrichtungen sowie größere Geschirrbevorratung.

Ein großes Problem ist außerdem ein Vermischen verschiedener Nahrungsmittel bzw. der Austritt von Nahrungsmitteln beim Transport aufgrund einer nicht absolut dichten Verdeckelung und Abriegelung der innenliegenden Speisenfächer, insbesondere dann, wenn komplette Menüs transportiert werden müssen. Ferner ist bei dem Transport oder auch der Aufbewahrung eine optimale Stapelung und Raumausnutzung wünschenswert, um auf kleinem Raum, z. B. in einem Fahrzeug, möglichst viel Geschirr unterbringen zu können

Es ist daher wünschenswert, dass man die Speisen und Getränke für den Transport und/oder die Aufbewahrung direkt in Behältnisse füllt, die unmittelbar zum Servieren geeignet sind und kein umständliches Umfüllen erforderlich machen, aber gleichfalls dicht verschlossen werden können und somit verhindern, dass weder Speisen oder Getränke austreten können und die Umgebung verunreinigen bzw. durch Austritt von Gerüchen andere Nahrungsmittel geschmacklich verfälschen oder sich mit diesen teilweise vermischen.

Die Art des Materials des Deckels bzw. der Vorrichtung zum Verschließen des Geschirrs zur Aufbewahrung und/oder zum Transport der Speisen und Getränke ist dabei hinsichtlich der Akzeptanz durch den Verbraucher unkritisch, da man den Verschluss (Deckel) vor dem Verzehr entfernt und damit keinerlei optischer Eindruck beim Servieren verbunden ist. Dennoch gibt es eine Reihe von Anforderungen, die dieses System, bestehend aus vorzugsweise Porzellangeschirr und Deckel, vorzugsweise Kunststoffdeckel, besonders bevorzugt, erfüllen muss.

So müssen beispielsweise folgende Eigenschaften vorhanden sein bzw. folgende Anforderungen von dem System erfüllt werden:

  • – ein dichtes, vorzugsweise auslauf-, besonders bevorzugt luftdichtes Verschließen der Porzellanbehälter durch den Deckel oder den deckel-ähnlichen Verschluss;
  • – eine einfache und zugleich bequeme Handhabung, ggf. auch mit nur einer Hand;
  • – ein kraftarmes leichtes Aufsetzen und Abnehmen des Deckels auf das Geschirr, auch bei Benutzern mit Erkrankungen wie z. B. Arthrose oder rheumatoider Arthritis, denen das Öffnen und Schließen der Behälter ansonsten schwer fällt;
  • – Geschmacksneutralität;
  • – eine Gewährleistung besonderer hygienischer Anforderungen und eine einfache, aber gründliche Reinigung, möglichst wartungsfrei;
  • – eine hohe Flexibilität bei gleichzeitiger Formbeibehaltung (Steifigkeit) der Kunststoffteile, insbesondere nach dem Reinigen;
  • – eine lange Lebensdauer, die eine häufige Wiederverwendung gewährleistet;
  • – eine warmhaltende oder kühlhaltende Eigenschaft über eine bis mehrere Stunden;
  • – temperatur-unabhängiger Einsatz durch Isolation, d. h. Verwendung zur Aufbewahrung von warmen (heißen) oder aber auch kalten Speisen, ohne gravierende Änderung der Temperatur über eine bis mehrere Stunden;
  • – platzsparende Stapelung/Aufbewahrung, die eine optimale Raumausnutzung gewährleistet;
  • – eine gleichmäßige Spannungsverteilung auf den Geschirrrand durch den Deckel zur Erreichung einer optimalen Dichtigkeit.

Um die beschriebenen Nachteile der reinen Kunststoffbehälter zu vermeiden und die Akzeptanz der Behälter bei direkter Verwendung als Servier- oder Essgeschirr zu erreichen, ist es unumgänglich, Porzellanbehälter oder porzellanähnliche Gefäße zur Aufnahme der Speisen und Getränke zu verwenden. Wenn auch die vorliegende Erfindung mit allen erdenklichen Materialien, die zur Befüllung mit Nahrungsmitteln geeignet sind, ausgeführt werden kann, so ist Porzellan aber in dieser Hinsicht das am besten akzeptierte Material, aber gleichzeitig auch am schwierigsten dicht zu verschließen, da es herstellungsbedingt nicht plan ist und relativ große Fertigungstoleranzen bei Serienproduktion aufweist. Die Porzellanbehälter können bislang nicht oder nur in unzureichendem Maße dicht verschlossen werden. Diese bislang bekannten und beschriebenen Anordnungen, also die Kombination von Behälter und Deckel oder deckelähnlichen Verschluss haben aber unter anderem den Nachteil, dass sie aufgrund der bei Porzellan, bedingt durch das Fertigungsverfahren, relativ großen Maßtoleranzen nie völlig dicht mit einem Standarddeckel oder Standardverschluss verschlossen werden können. Porzellan ist grundsätzlich nicht plan und kann daher auf herkömmliche Weise, wie sie bei reinen Kunststoffbehältern bekannt ist, nicht dicht verschlossen werden. Ein dicht abschließender Deckel oder Verschluss muss diese Abweichungen der Maße ausgleichen. Die bisher bekannten und im Handel erhältlichen Porzellanbehälter mit Kunststoffdeckel behelfen sich mit einer Quetschdichtung, die durch eine aufwendige Spannvorrichtung auf den Behälter gedrückt wird. Derartige Spannvorrichtungen sind schwer zu handhaben und bedürfen eines hohen Kraftaufwands, was insbesondere für behinderte oder ältere Menschen erhebliche Nachteile bringt, und können meist nur unzureichend oder schwierig gereinigt werden. Dies gilt insbesondere für die Fälle, wo die Spannvorrichtung aus Metall ist. Die Lebensdauer solcher Vorrichtungen ist daher ebenfalls sehr begrenzt.

Bei all diesen erhältlichen Porzellangeschirren mit Deckel, ist eine mangelnde Verbindung beider Komponenten und somit eine unzureichende Abdichtung kennzeichnend. Porzellanbehälter-Kunststoffdeckell-verschluss-Kombinationen, wobei der Deckel das aus Porzellan gefertigte Geschirr optimal umgibt und somit zufriedenstellend abdichtet sind bisher nicht vorhanden. Dadurch ergibt sich ein gebrauchstechnisch nicht zufriedenstellendes Angebot im Handel.

Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, eine im Aufbau einfache und für den technischen Einsatz zweckmäßiges Geschirrsystem, bestehend aus Deckel und Geschirr zum auslaufdichten Aufbewahren und zum Platz sparenden Transportieren von Nahrungsmitteln bereitzustellen, welches insbesondere für die Verwendung im Hotel- und Gaststättengewerbe, in Großküchen, Altenheimen, Krankenhäusern, Pflege- und Behindertenheimen, bei Essen auf Rädern, also Nahrungsmittelbringdiensten oder anderen öffentlichen Einrichtungen sowie in privaten Haushalten, eingesetzt werden kann und die genannten Nachteile nicht besitzt sowie die aufgezeigten Anforderungen zufriedenstellend erfüllt.

Ein System, welches diesen Anforderungen gerecht wird, ist die mit dieser Erfindung beschriebene Kombination, bestehend aus einem Deckel, vorzugsweise einem Kunststoffdeckel, besonders bevorzugt einem Silikondeckel zur besseren Wärmeisolierung und Handhabung und vorzugsweise Porzellangeschirr zur Aufbewahrung, zum Servieren und zum Transport von Speisen und Getränken, die sowohl warm, als auch kalt gehalten werden können.

Gegenstand der Erfindung ist somit Geschirr zur Aufbewahrung und zum Transport von festen und flüssigen Nahrungsmitteln, welches bei Bedarf auslaufdicht und luftdicht mit einem Deckel verschlossen werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass das Geschirr eine ovale Geometrie aufweist. Das ovale Geschirr ist ästhetisch ansprechend und kann gleichzeitig zum Servieren benutzt werden.

Ein ovales Geschirr vereinigt, im Vergleich zu einem eckigen Geschirr und einem runden Geschirr, verschiedene Vorteile in einer Form und Geometrie bei der Anwendung. Runde Gefäße ermöglichen ein gutes Verschließen, da der Spannungsdruck gleichmäßig auf den gesamten runden Geschirrrand verteilt wird, während dies bei eckigen Gefäßen nicht der Fall ist, den hier wirkt die Deckelspannung lediglich auf die vier Eckpunkte, während die übrigen Randpartien nahezu ohne Spannungsdruck sind und somit ein leichteres Austreten von flüssigen oder cremeartigen Nahrungsmitteln stattfinden kann, also keine hundertprozentig dichter Verschluss aufgrund der geringeren Anhaftung des Deckels in diesem Geschirrbereich erreicht wird.

Eckige Formen, besonders solche mit quadratischer Grundfläche, können bei der Stapelung zu einer dichtest möglichen Packung mit relativ wenig Luftzwischenraum angeordnet werden, so dass man von einer Minimalisierung des Todvolumens sprechen kann, während Behälter, wie z. B. Teller, mit kreisrunder Grundfläche bei Stapelung ein relativ großes Todvolumen zustande kommt. Ovale Geometrien bei solchen Geschirren vereinen beide Eigenschaften im positiven Sinn in einer Geometrie. Sie lassen sich zwar mit etwas mehr Todvolumen im Vergleich zur viereckigen, quadratischen Form stapeln, können aber mit einem Deckel absolut (100%) luft- und auslaufdicht verschlossen werden, da der Spannungsdruck sich gleichmäßig auf den gesamten ovalen Geschirrrand auswirkt und verteilt.

Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Geschirr mit einem Deckel, wobei der Deckel elastisch ist und die vollständig umlaufende Randdichtung eine gleichmäßige Spannungsverteilung auf den ovalen Geschirrrand gewährleistet. Der elastische Deckel besteht vorzugsweise aus Silikon.

Aufgrund der Akzeptanz und Ästhetik von Porzellan in der anspruchsvollen Darreichung von Nahrungsmitteln, ist das Geschirr vorzugsweise aus keramischen Werkstoffen, besonders bevorzugt aber aus Porzellan oder porzellanähnlichen Materialien gefertigt. Der Deckel muss in erster Linie eine gute, luft- und flüssigkeitsdichte Abriegelung sowie Isolierung bewirken. Dies ist sowohl notwendig, um das Austreten von Nahrungsmitteln aus dem Gefäß und auch, bei einer möglichen Menüaufteilung im inneren des Geschirrs, ein Ineinanderlaufen, Durchmischen oder Vermischen der verschiedenen Speisen zu verhindern. Das Material des Deckels, der ja vor dem Servieren entfernt wird, ist somit unkritisch und kann aus geeigneten Kunstoffen bestehen, vorzugsweise aber aus einem homogenen Material und besonders bevorzugt aus Silikon.

Gegenstand der Erfindung ist demnach auch ein Geschirr, das vorzugsweise aus Porzellan gefertigt ist und der Deckel aus Kunststoff besteht.

Der Deckel besitzt vorzugsweise eine gute Elastizität und lässt sich so leicht über den zu verschließenden Behälterrand des Porzellangeschirrs stülpen. Es wird ein leichtes Öffnen und Verschließen gewährleistet. Man erreicht dies z. B. durch Verwendung von Silikon, wodurch sich eine besonders ergonomische Konstruktion ergibt, die es insbesondere alten oder schwachen Menschen sowie Kindern ermöglicht, die Behältnisse leicht zu öffnen. Darüber hinaus ist das Öffnen mit einer Hand auch leicht möglich.

Gegenstand der Erfindung ist also auch ein Geschirr mit einem Deckel, wobei der Deckel elastisch ist, dass das Geschirr luft- und auslaufdicht verschlossen werden kann.

Gegenstand der Erfindung ist ferner ein System, wobei das zu verschließende Geschirr, welches vorzugsweise aus Porzellan gefertigt ist, dicht bzw. auslaufdicht oder aber auch luftdicht verschlossen werden kann, wobei die das Geschirr vollständig umgebende und anliegende Randdichtung des Deckels mit Dichtlippe sowie der Deckelrand mit einer daran ausgebildeten Schnappung so elastisch ist, dass die herstellungsbedingten Fertigungstoleranzen des Porzellangeschirrs oder auch eines Keramikgeschirrs sowie seine gegebenenfalls fehlende Planarität ausgeglichen werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist der Deckel eine sie vollständig umgebende Randdichtung mit Dichtlippe auf, die aus dem gleichen Material wie der Deckel gefertigt ist. Bevorzugtes Material ist Silikon.

Die Erfindung betrifft außerdem ein System, bestehend aus Porzellangeschirr mit Deckel, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel aus lebensmittelechten Kunststoffmaterialien gefertigt und spülmaschinenfest und hitzebeständig ist und zudem eine geringe Wärmeleitfähigkeit besitzt, so dass er sich nur geringfügig erwärmen oder abkühlen und somit verformen kann. Darüber hinaus soll eine gute Isolierung gewährleistet sein, damit die Nahrungsmittel keinen großen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Die lebensmittelechten Kunststoffmaterialien sind plastische oder vorzugsweise elastische Materialien, wobei der gesamte Deckel aus einem Material gefertigt ist.

Durch die Wahl von elastischen Kunststoffmaterialien lässt sich ein Überschwappen und Vermischen bzw. Ineinanderlaufen der Nahrungsmittel vollständig vermeiden. Optional kann der Deckel auch eine oder mehrere Dichtlippen, die verzweigt oder unverzweigt sind, und quer über die Unterseite des Deckels, also der Nahrung zugewandten Seite verlaufen, aufweisen. Diese Dichtlippen sind dann in der Regel so angeordnet, dass sie unmittelbar auf den innen liegenden Stegen des Geschirrs, also der Menüunterteilung, aufliegen. Derartige Sondermerkmale sind aber nicht unbedingt notwendig, um die genannten Eigenschaften der Erfindung zu realisieren, die da sind Platz sparende Aufbewahrung und/oder zum Platz sparender Transport von Speisen und Getränken, lang anhaltende Warmhaltung und Vermeidung des Ineinanderlaufens bzw. Vermischens von Nahrungsmitteln.

Das erfindungsgemäße System, bestehend aus Deckel und Porzellangeschirr und soll als Einheit eine ovale Form annehmen. Die Achsen der ovalen Geometrie können dabei variieren. Die äußeren Konturen des Deckels und die des Geschirrs müssen allerdings kompatibel sein. Das Geschirr, vorzugsweise eine Schüssel welche, oder besonders bevorzugt ein Teller, der direkt zum Servieren von Speisen genutzt werden kann, ohne dass lästiges Umfüllen erfolgen muss. Der Teller kann optional eine Menüunterteilung durch Stege aufweisen, wobei die einzelnen Kompartments (Abteile) jeweils eine Komponente einer Mahlzeit aufnehmen können. Vorzugsweise sind die Geschirre durch einen Steg in zwei Abteile oder durch drei Stege, die sich dann bevorzugt im Zentrum oder seiner Peripherie treffen, in drei Kompartments aufgeteilt. Es sind aber auch andere Aufteilungen des ovalen Geschirrs möglich. Der Deckel ist für alle diese Unterteilungen in der Regel gleich, d. h. er kann Komplementärstege, die sich in Form von Dichtlippen zusätzlich auf die inneren Stege des Menütellers aufsetzen, aufweisen oder auch nicht. Beides ist möglich und dichtet durch seine elastische Form in allen Varianten die einzelnen Abteile zueinander ab, so dass Überschwappen von Speisen oder ein Ineinanderlaufen zu einhundert Prozent vermieden wird. Bevorzugt weist der Deckel aber innen liegende Dichtlippen auf der Deckelunterseite auf, die sich an die inneren Menütellerstege anschmiegen. Da der Deckelrand mit seiner äußeren Dichtlippe sehr anschmiegsam und überaus elastisch ist, kann der Deckel, ohne einen großen Gegendruck erzeugen zu müssen, vom Benutzer einfach auf den Porzellanbehälter aufgesetzt werden. Die Randdichtung mit Dichtlippe legt sich dabei an das zu verschließende Porzellangefäß an und erzeugt eine dichte, vorzugsweise auslaufdichte Abdichtung des Behälterinnenraumes, in dem sich die Nahrungsmittel befinden, während der Deckelrand mit Schnappung, den entsprechenden Gegendruck erzeugt und für eine feste Verbindung mit dem Behälter sorgt.

Die Deckel kann manuell, ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen vom Behälter getrennt werden. Der benötigte Kraftaufwand hierzu ist minimal. Daher ist das System auch für Personen/Patienten geeignet, die durch ihre körperliche Verfassung normalerweise nicht alleine befähigt sind, solche Behälter zu öffnen oder zu schließen, beispielsweise Personen, die unter rheumatoider Arthritis, Arthrose oder ähnlichen Erkrankungen leiden. Eine einfache und sichere Handhabung ist dadurch gewährleistet. Ebenso ist die Öffnung mit nur einer Hand möglich. Der Deckel kann bei einer Verschmutzung durch Speisereste, auf einfache Weise gereinigt werden. Hierdurch werden die hohen hygienischen Anforderungen bei einer Benutzung in Altenheimen, Krankenhäusern, Behindertenheimen oder anderen öffentlichen Einrichtungen in ausreichendem Maße erfüllt.

Der Deckel ist vorzugsweise aus lebensmittelechten Kunststoffen gefertigt, welche zudem spülmaschinenfest und hitzebeständig sind. Die Art des Materials ist hierbei aber nicht kritisch, bevorzugt ist aber Silikon.

Ferner betrifft die Erfindung noch Geschirr, dass durch die ovale Geometrie im Vergleich zu runden oder eckigen Formen eine erhöhte Bruchfestigkeit aufweist und somit die Lebensdauer erheblich verlängert wird. Die Bruchfestigkeit kann auch durch eine dickere Porzellanschicht zusätzlich erheblich erhöht werden, ohne dass die Verschlussmöglichkeit mit dem Deckel in der auslauf- und schwappsicheren Weise darunter leidet.

Einige Ausführungsbeispiele sind in den nachfolgenden Zeichnungen dargestellt. Es ist anzumerken, dass in allen Fällen nur das Geschirr, nicht aber der Deckel gezeigt ist, wenn auch der Deckel in der beschriebenen Weise zum gesamten System gehört.

Es zeigen:

Zeichnung 1: Ovaler Porzellanteller (ungeteilt)

Zeichnung 2: Ovaler Porzellanteller (zweigeteilt)

Zeichnung 3: Ovaler Porzellanteller (dreigeteilt)

Zeichnung 4: Ovaler Porzellanteller (zweigeteilt – Draufsicht)

Die Zeichnungen stellen lediglich Beispiele dar, die die Erfindung in ihrer Gesamtheit nicht begrenzen soll.


Anspruch[de]
Geschirr zur Aufbewahrung und zum Transport von festen und flüssigen Nahrungsmitteln, welches bei Bedarf auslaufdicht und luftdicht verschlossen werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass das Geschirr eine ovale Geometrie aufweist. Geschirr gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das System aus einem Deckel und einem Porzellangeschirr besteht, wobei der Deckel eine ihn vollständig umgebenden Randdichtung mit Dichtlippe aufweist, so dass das Porzellangeschirr absolut luft- und auslaufdicht verschlossen werden kann. Geschirr nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zu verschließende Geschirr aus Porzellan gefertigt ist und der Deckel aus Kunststoff besteht. Geschirr nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel aus Silikon besteht. Geschirr nach Anspruch 1 oder einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die das Geschirr vollständig umgebende Randdichtung mit Dichtlippe des Deckels und der Deckelrand mit Schnappung elastisch sind, und die Fertigungstoleranzen des Porzellangeschirrs im Abdichtrand des Deckels ausgeglichen werden. Geschirr nach Anspruch 1 oder einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel elastisch ist und die vollständig umlaufende Randdichtung eine gleichmäßige Spannungsverteilung auf den ovalen Geschirrrand gewährleistet. Geschirr nach Anspruch 1 oder einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckels mit seiner Dichtlippe aus weichen, elastischen Kunststoff gefertigt ist, so dass ein Überschwappen und Vermischen bzw. Ineinanderlaufen der Nahrungsmittel vollständig vermieden wird. Geschirr nach Anspruch 1 oder einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die ovale Geometrie und eine dickere Porzellanschicht im Vergleich zu runden oder eckigen Formen, eine erhöhte Bruchfestigkeit besteht und somit die Lebensdauer erheblich verlängert wird. Geschirr nach Anspruch 1 oder einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die ovale Geometrie im Vergleich zu runden oder eckigen Formen eine optimale Dichtigkeit mit einer optimalen Raumausnutzung bei Stapelung und Aufbewahrung bzw. Transport vieler Behältnisse erreicht wird. Geschirr nach Anspruch 1 oder einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die ovale Geometrie eine hundert prozentige Dichtigkeit und ein optimales Öffnen und Schließen der Behältnisse erreicht wird.






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