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Dokumentenidentifikation DE202007011318U1 22.11.2007
Titel Maschinensicherheitsscheibe
Anmelder HEMA Maschinen- und Apparateschutz GmbH, 63500 Seligenstadt, DE
Vertreter Schumacher, B., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 63454 Hanau
DE-Aktenzeichen 202007011318
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 22.11.2007
Registration date 18.10.2007
Application date from patent application 13.08.2007
IPC-Hauptklasse C03C 27/12(2006.01)A, F, I, 20070813, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Neuerung betrifft eine Maschinensicherheitsscheibe mit einem Scheibenverbund aus einer durchsichtigen maschinenseitigen Glasscheibe und einer durchsichtigen sowie rückhaltefähigen bedienerseitigen Polycarbonatscheibe, zum maschinenseitigen Anbringen eines durchsichtigen Drehfensters an der Glasscheibe.

Drehfenster haben eine an einem feststehenden Rahmen drehbar gehaltene und elektromotorisch angetriebene Durchsichtscheibe. Aufgrund der schnellen Drehbewegungen derselben wird diese fliehkraftbedingt sauber und damit durchsichtig gehalten. Der Rahmen wurde bisher auf die Glasscheibe der Maschinensicherheitsscheibe aufgeklebt. Diese Verbindung ist problematisch, weil sie einen sehr sauberen Arbeitsvorgang und eine ausreichend ebene Scheibenoberfläche voraussetzt. Außerdem kann sich die Verklebung beispielsweise durch den Einfluß von aggressivem Kühlmittel unbeabsichtigt lösen. Auch ein beabsichtigtes Lösen des montierten Drehfensters – beispielsweise aus Wartungs- oder Austauschgründen – ist mit Schwierigkeiten verbunden.

Der Neuerung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Maschinensicherheitsscheibe der im Oberbegriff genannten Art mit einfachen sowie preiswerten Maßnahmen so auszubilden, daß ein unkompliziertes und schnelles Befestigen und Lösen eines Drehfensters möglich ist.

Zur Lösung der gestellten Aufgabe zeichnet sich eine Maschinensicherheitsscheibe der im Oberbegriff von Anspruch 1 genannten Art erfindungsgemäß durch die im Kennzeichen dieses Anspruchs aufgeführten Merkmale aus, nämlich dadurch, daß die Maschinensicherheitsscheibe mit wenigstens einem in diese integrierten mechanischen Halter ausgebildet ist und daß die Glasscheibe in dessem benachbarten Bereich wenigstens einen Durchbruch zum lösbaren mechanischen Befestigen des Drehfensters an dem Halter aufweist.

Durch diese Maßnahmen lassen sich alle mit dem bekannten verklebenden Befestigen des Drehfensters verbundenen Nachteile vermeiden. Das Drehfenster kann nunmehr auf sehr einfache, schnelle und betriebssichere Weise auf rein mechanischem Wege an der Maschinensicherheitsscheibe befestigt und von dieser wieder gelöst werden, beispielsweise durch Schraub-, Klemm- oder Rastverbindungen. Dadurch lassen sich die Montagekosten und die wartungsbedingten Stillstandszeiten erheblich vermindern.

Gemäß der Weiterbildung von Anspruch 2 ist es möglich, für mehrere Durchbrüche der Glasscheibe einen einstückigen gemeinsamen Halter oder mehrere separate Halter vorzusehen. Diese mehrfachen Befestigungsstellen gewährleisten einen sicheren Halt und Betrieb des Drehfensters.

In der Praxis hat es sich bewährt, den Halter nach Anspruch 3 mit einer an der Glasscheibe innenseitig anliegenden Trägerplatte auszubilden. Diese kann gemäß Anspruch 4 mit wenigstens einem in einen Durchbruch eingreifenden Halteansatz versehen sein, der nach Anspruch 5 ein zum Anschrauben des Drehfensters dienendes Innengewinde haben kann, was besonders einfache, schnelle und sichere Befestigungs- und Demontagevorgänge des Drehfensters ermöglicht.

Es gibt verschiedene Fixierungsmöglichkeiten für die Trägerplatte. Diese kann beispielsweise gemäß Anspruch 6 an der Glasscheibe angeklebt oder gemäß Anspruch 7 zwischen der Glasscheibe und der Polycabonatscheibe eingeklemmt sein. Auch kann sie gemäß Anspruch 8 in oder zwischen Einlagen des Scheibenverbundes gehalten sein.

Bei einer bevorzugten praktischen Ausführungsform ist die Trägerplatte nach Anspruch 9 ringförmig und mit mehreren den Befestigungsstellen zugeordneten Gewindebereiche ausgebildet.

Die Neuerung wird nachfolgend an einem zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:

1 in einer vereinfachten perspektivischen Darstellung eine durchsichtige Maschinensicherheitsscheibe mit einem maschinenseitig angebrachten Drehfenster,

2 die Maschinensicherheitsscheibe aus 1 in einer Schnittdarstellung und

3 einen vergrößerten Detailausschnitt A aus 2.

Gemäß den 1 bis 3 besteht eine Maschinensicherheitsscheibe 10 aus einem Scheibenverbund einer maschinenseitig anzuordnenden durchsichtigen Glasscheibe 12 und einer bedienerseitig anzuordnenden rückhaltefähigen, durchsichtigen Polycabonatscheibe 14. Im vorliegenden Beispiel befindet sich zwischen den Scheiben ein freier Zwischenraum 16. Ein umlaufender Scheibenrand 18 sorgt für einen geeigneten gegenseitigen Scheibenabstand und gegebenenfalls auch für ein Verschließen des Zwischenraums 16.

Die Glasscheibe 12 schützt die rückhaltefähige Polycabonatscheibe 14 vor den maschinenseitig auftretenden Schadstoffen, wie Kühlmittel und Materialspänen. Die Polycabonatscheibe 14 schützt die Bedienerseite im Falle eines Bruchs der Glasscheibe 12.

Bei alternativen Maschinensicherheitsscheiben kann der Zwischenraum 16 ganz oder teilweise entfallen und durch durchsichtige Einlagen bzw. Zwischenglieder ausgefüllt sein, wie durch eine Laminatfolie oder eine weitere Glasscheibe.

Ein auf die Glasscheibe 12 maschinenseitig aufzubringendes Drehfenster 28 mit einer schnell drehbaren, motorisch angetriebenen Durchsichtscheibe sorgt fliehkraftbedingt dafür, daß die Maschinensicherheitsscheibe 10 im Bereich des Drehfensters 28 durchsichtig bleibt und nicht von Kühlmittel, Materialspänen und dergleichen verschmutzt wird.

Im Unterschied zum Stand der Technik wird gemäß den 2 und 3 ein die drehbare Durchsichtscheibe aufnehmender Drehfensterrahmen (nicht bezeichnet) über eine Ringdichtung 30 auf die Glasscheibe 12 aufgesetzt und dann mittels Befestigungsschrauben 30 an inneren Bestandteilen der Maschinensicherheitsscheibe 10 angeschraubt. Zu diesem Zweck hat die Glasscheibe 12 an den Befestigungsstellen entsprechende Durchbrüche 26, wie Bohrungen. Eine im Zwischenraum 16 befindliche und dort auf die Glasscheibe 12 beipielsweise aufgeklebte ringförmige Trägerplatte 22 hat im vorliegenden Fall einzelne Halteransätze 24, die in die Durchbrüche 26 ragen und mit Innengewinden zum sicheren, jedoch leicht lösbaren Einschrauben der Befestigungsschrauben 30 ausgebildet sind. Außerdem ermöglichen die Halteransätze 24 eine einfache Positionierung der Trägerplatte 24 bei der Herstellung der Maschinensicherheitsscheibe 10.

Die zum lösbaren Befestigen des Drehfensters 28 dienende Innengestaltung der Maschinensicherheitsscheibe 10 kann im Rahmen der vorliegenden Neuerung vielfältig abgewandelt werden. Beispielsweise können statt einer einstückigen größeren Trägerplatte einzelne kleinere Trägerplatten vorhanden sein, die im Bereich der Durchbrüche 26 angeordnet und dort durch irgendwelche Maßnahmen gehalten sind. Es ist auch keine verklebende Fixierung der Trägerplatte oder Trägerplatten erforderlich. Stattdessen kann beispielsweise ein entsprechendes Verklemmen derselben zwischen den Teilen des Scheibenverbundes erfolgen. Auch ist eine entsprechende Lagefixierung durch im Zwischenraum 16 befindliche Einlagen bzw. Zusatzteile möglich, wie lagefixierende Anlagepoller oder entsprechende Vertiefungen oder Aussparungen in einer Zwischenscheibe. Auch können sich die Aufnahmegewinde für die Befestigungsschrauben 30 direkt in der oder den Trägerplatten 22 befinden. Grundsätzlich wäre es auch möglich, in die Durchbrüche 26 der Glasscheibe 12 mit Gewinde versehene Einsätze einzubringen und dort fest zu fixieren, wie einzukleben.


Anspruch[de]
Maschinensicherheitsscheibe mit einem Scheibenverbund aus einer durchsichtigen maschinenseitigen Glasscheibe (12) und einer durchsichtigen sowie rückhaltefähigen bedienerseitigen Polycarbonatscheibe (14), zum maschinenseitigen Anbringen eines durchsichtigen Drehfensters (28) an der Glasscheibe, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschinensicherheitsscheibe (10) mit wenigstens einem in diese integrierten mechanischen Halter (20) ausgebildet ist und daß die Glasscheibe (12) in dessem benachbarten Bereich wenigstens einen Durchbruch (26) zum lösbaren mechanischen Befestigen des Drehfensters (28) an dem Halter aufweist. Maschinensicherheitsscheibe, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasscheibe (12) mehrere Durchbrüche (26) aufweist, denen ein einstückiger gemeinsamer Halter (20) oder denen jeweils ein separater Halter (20) zugeordnet ist. Maschinensicherheitsscheibe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (20) als Widerlager mit einer an der Glasscheibe (12) innenseitig anliegenden Trägerplatte (22) ausgebildet ist. Maschinensicherheitsscheibe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (20) wenigstens einen in einen Durchbruch (26) der Glasscheibe (12) eingreifenden Halteransatz (24) aufweist. Maschinensicherheitsscheibe nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatte (22) und/oder der Halteransatz (24) mit einem zum Anschrauben des Drehfensters (28) dienenden Innengewinde ausgebildet ist. Maschinensicherheitsscheibe nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatte (22) des Halters (20) an der Glasscheibe (12) angeklebt ist. Maschinensicherheitsscheibe nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatte (22) des Halters (20) zwischen der Glasscheibe (12) und der Polycabonatscheibe (14) oder einer Einlage des Scheibenverbundes eingeklemmt ist. Maschinensicherheitsscheibe nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatte (22) des Halters (20) in einem Durchbruch oder einer Vertiefung einer Einlage des Scheibenverbundes oder zwischen mehreren gegen Verrutschen sichernden Einlagen des Scheibenverbundes gehalten ist. Maschinensicherheitsscheibe nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerplatte (22) des Halters (20) entsprechend der Anordnung der Befestigungsstellen eines Drehfensters (28) ringförmig ausgebildet ist und mehrere den Befestigungsstellen zugeordnete Gewindebereiche aufweist.






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