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Dokumentenidentifikation DE202007011398U1 22.11.2007
Titel Matratze in Modulbauweise mit Segmenten
Anmelder Groenen, Joost, Best, NL
Vertreter Busse & Busse Patentanwälte, 49084 Osnabrück
DE-Aktenzeichen 202007011398
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 22.11.2007
Registration date 18.10.2007
Application date from patent application 14.08.2007
IPC-Hauptklasse A47C 27/15(2006.01)A, F, I, 20070814, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Matratze in Modulbauweise, die Segmente in einem Profil enthält.

Eine Matratze in Modulbauweise aus Segmenten in einem Profil aufzubauen, ist ein bekanntes Verfahren. Eine solche Matratze enthält ein Profil, das heißt einen Außenrand, in dem sich die einzelnen Segmente befinden. Im Vergleich zu konventionellen Matratzen, die als ein Ganzes hergestellt sind, hat dies den Vorteil, dass die Eigenschaften für die einzelnen Segmente gewählt werden können, so dass der Schlafkomfort genau auf die Person zugeschnitten werden kann, die in dem Bett schlafen wird. Solche Matratzen sind unter anderem aus dem internationalen Patentantrag WO 03/101257 und dem kanadischen Patentantrag CA 02290244 bekannt. In diesen Anträgen werden Matratzen mit Segmenten unterschiedlicher Festigkeit beschrieben.

Obgleich die bekannten Matratzen die Möglichkeit bieten, den Schlafkomfort den persönlichen Wünschen anzupassen, besteht der Bedarf, das Bett noch weiter zu verbessern.

Zu diesem Zweck ist die Matratze gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Matratze längliche Segmente enthält, die quer zur Schlafrichtung der Matratze verlaufen, und dass an mindestens einer Seite mindestens ein längliches Seitensegment parallel zur Schlafrichtung der Matratze angebracht ist.

Im Rahmen der Erfindung ist die Schlafrichtung der Matratze eine Richtung vom Fußende zum Kopfende der Matratze.

Die bekannten Matratzen haben bei CA 02290244 quadratische Segmente und bei WO 03/101257 Segmente, die quer zur Schlafrichtung des Bettes, also von links nach rechts angebracht sind. Solche Segmente werden hier im Folgenden als „Quersegment" bezeichnet.

Obgleich hierdurch der Schlafkomfort verbessert werden kann, indem man die Festigkeit der unterschiedlichen Segmente den persönlichen Umständen anpasst, hat der Erfinder erkannt, dass dies eventuell auch einen Nachteil hat, die Matratze hat nämlich an den Seiten eine Festigkeit, die ausschließlich von der Festigkeit der Quersegmente oder der Bettumrandung abhängt. Hierdurch kann es schwieriger sein, aus dem Bett zu kommen.

Eine Matratze gemäß der Erfindung ist an mindestens einer Seite mit mindestens einem Längssegment parallel zur Schlafrichtung ausgestattet. Ein solches Segment wird hier im Folgenden als „Seitensegment" bezeichnet. Dieses Seitensegment verschafft dem Rand der Matratze Festigkeit, wobei sich die Festigkeit den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen anpassen lässt, auch wenn diese sich nach einiger Zeit ändern sollten.

Insbesondere für Menschen, die aufgrund körperlicher Probleme Mühe mit dem Verlassen des Bettes haben, ist die Erfindung eine gute Lösung. Der Schlafkomfort kann durch die Verwendung der Quersegmente den persönlichen Umständen und Wünschen angepasst werden, falls notwendig oder nützlich auch nach dem Erwerb der Matratze. Wie leicht jemand aus dem Bett steigt, ist jedoch auch ein persönlicher Umstand. Die bekannten Matratzen bieten keine einzige Möglichkeit, dies zu berücksichtigen. Die bekannten Matratzen sind mit einem Standardprofil ausgestattet. Die Erfindung ermöglicht es, die Festigkeit der Ränder der Matratze den persönlichen Wünschen und Möglichkeiten anzupassen.

Eine der Ausführungen der Matratze ist eine Doppelmatratze. Bei einer Doppelmatratze können die verschiedenen Personen sehr unterschiedlich sein. Denkbar wäre zum Beispiel, dass eine der Personen Vorteil von einem Seitensegment hat, das hohe Festigkeit bietet, viel mehr als die Festigkeit, die die Quersegmente bieten, während die andere Person eine viel geringere Festigkeit am Matratzenrand benötigt. Für Doppelbetten ist die Erfindung auch sehr nützlich, falls die Personen, die in dem Bett schlafen, sich im Laufe der Zeit ändern.

Diese und weitere Aspekte der Erfindung werden im Folgenden beschrieben und anhand der Zeichnung illustriert.

Die Zeichnungen stellen Folgendes dar:

: eine Matratze, die aus dem kanadischen Patentantrag CA 02290244 bekannt ist,

: eine Matratze gemäß der Erfindung, und

: ein weiteres Beispiel einer Matratze gemäß der Erfindung.

Die Abbildungen sind nicht maßstabgetreu gezeichnet, gleiche Teile werden in der Regel mit den gleichen Ziffern bezeichnet.

zeigt eine Matratze, die aus dem kanadischen Patentantrag CA 02290244 bekannt ist. Matratze 1 enthält ein Profil 2. Profil 2 enthält Segmente 3a bis 3f und 4a bis 4e. Durch die Verwendung von Segmenten ist es möglich, die Eigenschaften der Matratze den persönlichen Umständen und Vorlieben anzupassen, wie zum Beispiel dem Alter, breiten Schultern und Hüften und wenn jemand es bevorzugt, dass die Matratze an bestimmten Stellen fester ist. Diese Abbildung zeigt eine Doppelmatratze. Die Matratze hat an der Ober- und Unterseite eine Deckschicht, die hier nicht abgebildet ist, welche die Matratze zu einem Ganzen zusammenfügt. Obgleich die bekannte Matratze Vorteile bietet, hat der Erfinder gesehen, dass eine weitere Verbesserung möglich ist.

zeigt eine Matratze gemäß der Erfindung. Die Matratze enthält ein Profil 2, in diesem Fall ein U-förmiges Profil, und Quersegmente 5. Diese Segmente verlaufen quer zur Schlafrichtung S des Bettes, der Richtung vom Fußende zum Kopfende. Vorzugsweise sollte die Zahl der Quersegmente 5 mehr als 10 betragen. Die Matratze enthält außer diesen Quersegmenten mindestens ein Seitensegment 6, das parallel zur Schlafrichtung S verläuft. Vorzugsweise erstreckt sich ein Seitensegment 6 fast vom Kopfende bis zum Fußende der Matratze. Die Seitensegmente haben den Vorteil, dass die Eigenschaften der Ränder der Matratze verstellbar sind und sich einfach und ohne große Kosten den persönlichen Umständen anpassen lassen. Für Menschen mit einem körperlichen Problem ist es oft schwierig, aus dem Bett zu steigen. Die Seitensegmente ermöglichen es, die Festigkeit eines Matratzenrandes nach Bedarf zu erhöhen. Mittels eines Pfeils ist angegeben, dass, wenn zwei Seitensegmente verwendet werden, beide an der gleichen Seite der Matratze oder an jeder der Seiten jeweils ein Seitensegment angebracht werden kann.

Dabei ist zu bedenken, dass Matratzen eine Ware sind, die für einen längeren Zeitraum angeschafft werden, manchmal für Jahrzehnte. Die Wahrscheinlichkeit, dass während eines solchen Zeitraums ein Käufer durch Älterwerden oder durch eine Krankheit wie Multiple Sklerose oder Rheuma oder Rückenschmerzen Bedarf nach einem festen Matratzenrand bekommt, der ihn beim Aussteigen aus dem Bett ausreichend unterstützt, lässt sich gewiss nicht ausschließen. Eine Änderung ist relativ schnell möglich.

Die bekannten Matratzen in Modulbauweise bieten keine einfache Möglichkeit, geänderte Umstände zu berücksichtigen. In diesem Beispiel kann an beiden Seiten ein Seitensegment vorhanden sein. In den Ausführungsformen kann nur an einer Seite ein Seitensegment vorhanden sein oder an einer Seite zwei nebeneinander liegende Seitensegmente. Die Position der Seitensegmente kann vom Benutzer selbst geändert werden. Die Seitensegmente haben vorzugsweise eine relativ geringe Breite von 4 bis 10 cm. Eine solche Breite bietet ausreichenden Halt, ohne dass dadurch der Schlafkomfort beeinträchtigt würde.

zeigt ein weiteres Beispiel einer Matratze gemäß der Erfindung. Diese Beispiel zeigt eine Doppelmatratze. Bei Doppelmatratzen zeigt sich der Vorteil der Erfindung noch stärker. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine der beiden Personen, die in dem Bett schlafen, die Erfindung nutzen kann, ist höher als für eine einzelne Person. Die bevorzugte Ausführungsform der Matratze hat an jeder der beiden Seiten ein Seitensegment und die Seitensegmente haben unterschiedliche Eigenschaften. Unter unterschiedlichen Eigenschaften wird im Rahmen der Erfindung unter anderem Folgendes verstanden:

  • – unterschiedliche Festigkeit
  • – unterschiedliches spezifisches Gewicht
  • – unterschiedliches Material

Bei den bevorzugten Ausführungsformen weist das Seitensegment mindestens eine Eigenschaft auf, die anders ist als bei den Quersegmenten.

Es möge deutlich sein, dass im Rahmen der Erfindung viele Variationen möglich sind, und sich die Erfindung nicht auf die oben dargestellten Beispiele beschränkt.


Anspruch[de]
Matratze in Modulbauweise (1), die Segmente in einem Profil (2) enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Matratze (1) längliche Quersegmente (5) enthält, die quer zur Schlafrichtung (S) der Matratze (1) verlaufen, und an mindestens einer Seite mindestens ein längliches Seitensegment (6) parallel zur Schlafrichtung (S) der Matratze angebracht ist. Matratze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Matratze an zwei gegenüberliegenden Seiten mit einem Seitensegment ausgestattet ist. Matratze nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Seitensegment fast vom Kopfende bis zum Fußende der Matratze erstreckt. Matratze nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Seitensegment eine Breite von 4 bis 10 cm hat. Matratze nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Matratze eine Doppelmatratze ist. Matratze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Matratze an beiden Seiten ein Seitensegment hat und die Seitensegmente unterschiedliche Eigenschaften haben. Matratze nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Eigenschaft des Seitensegments von der der Quersegmente unterscheidet. Matratze nach einem der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Matratze mehr als zehn Quersegmente enthält.






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