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Dokumentenidentifikation DE602004005002T2 22.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001584207
Titel TELEKOMMUNIKATIONSDIENSTEVORRICHTUNG UND -VERFAHREN
Anmelder Intellprop Ltd., Guernsey, Channel Islands, GB
Erfinder WILSON, Jeffrey, Fareham, Hampshire PO16 7OH, GB
Vertreter Dr. Weber, Dipl.-Phys. Seiffert, Dr. Lieke, 65183 Wiesbaden
DE-Aktenzeichen 602004005002
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.01.2004
EP-Aktenzeichen 047019930
WO-Anmeldetag 14.01.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/GB2004/000134
WO-Veröffentlichungsnummer 2004064423
WO-Veröffentlichungsdatum 29.07.2004
EP-Offenlegungsdatum 12.10.2005
EP date of grant 28.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse H04Q 7/22(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H04L 12/58(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft das Feld der Telekommunikation und speziell das Feld der Festnetz- und/oder mobilen Telekommunikation, einschließlich, aber nicht begrenzt auf GSM, und bezieht sich speziell auf Telekommunikationsdienstevorrichtungen und -verfahren.

In der mobilen Telefonie sind Implementierungen bekannt, bei denen dieselbe Telefonnummer (wie etwa eine MSISDN(Mobilstation ISDN)-Telefonnummer) als Adresse für sowohl Sprachanrufe als auch Textnachrichten verwendet werden kann, und es ist auch üblich, dass für den Fall einer erfolglosen Sprachverbindung Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit eine Sprachnachricht hinterlassen werden kann

In den Spezifikationen des GSM-Standards wird überraschenderweise nur ein Zugang im selben Netz unterstützt, wenn man eine mobile Telefonnummer als Hostadresse benutzen möchte, und daher wurden verschiedene Lösungen für einen Zugang in allen Netzen vorgeschlagen. Dies hat zu einer Technik geführt, die allgemein als Virtuelles Mobilgerät (VM = Virtual Mobile) bekannt ist. Ein virtuelles Mobilgerät erlaubt es, dass Textnachrichten, die an Hostgeräte in einem bestimmten Netzwerk adressiert sind, von jedem beliebigen Netzwerk gesendet werden können.

Ein virtuelles Mobilgerät arbeitet, indem ein Standortverzeichnis (HLR) für eine virtuelle Telefonnummer zur Verfügung gestellt wird, d.h. eine, die nicht unbedingt mit einem realen physischen Telefongerät assoziiert ist. Die Standard-Routingoperationen von GSM liefern einen Anruf oder eine Nachricht an den korrekten Netzwerkknoten, indem bei dem HLR nachgefragt wird, um den Standort eines Telefons festzustellen. Indem dafür gesorgt wird, dass das HLR auf Anfragen antwortet, die sich auf virtuelle Mobilnummern beziehen, indem die Adresse eines Netzwerkknotens zurückgegeben wird, der dafür bestimmt ist, virtuelle Mobilanrufe oder Nachrichten zu bearbeiten, wird der Zugang zu diesem Netzwerkknoten von einem beliebigen Netzwerk aus möglich.

Die bisherigen virtuellen Mobilgerätesysteme haben sich auf die Textkonnektivität fokussiert, obwohl die Technik des Umleitens eines Sprachanrufes bekannt ist. Sprachanrufumleitung erlaubt es, dass ein normaler Sprachtelefonanruf an eine virtuelle Mobilnummer getätigt wird. Allerdings ist der aktuelle Stand solcher Umleitungstechniken, dass ein Sprachanruf normalerweise an ein anderes Telefon umgeleitet wird, damit jemand persönlich antworten kann, oder, in manchen Fällen, wird er auf ein Sprachansagesystem geleitet, das z.B. den Dienst erklären kann und den Anrufer auffordert, einen Text an die virtuele Mobilnummer zu schicken, um den Dienst zu nutzen.

Zurzeit ist es üblich, dass Textnachrichten an Endhosts über IP-Netzwerke ausgeliefert werden, die SMSC(Kurnachrichtservicecenter)-basierte Protokolle benutzen, obwohl manche Firmen auch Emailauslieferung an Hosts über das öffentliche Internet anbieten.

Gleichzeitig mit diesen technischen Entwicklungen hat sich auch das Nutzerverhalten dahingehend verändert, dass Mobiltelefonbenutzer typischerweise abhängig von ihrer Persönlichkeit, ihrer Stimmung und den Umständen des Moments eine Mobiltelefonnummer anrufen oder ihr eine Textnachricht schicken. Die Merkmale von Text- und Sprachnachrichten sind unterschiedlich und jede ist für ihre eigenen Kommunikationsarten geeignet.

Die internationale Patentanmeldung WO 99/12364 offenbart ein mobiles Kommunikationssystem, in dem die Adressen einer Mobilstation und eines Dritten, der mit dem Internet verbunden ist, konvertiert werden, so dass ein SMSC eine Zuweisungsanfrage von der mobilen Station empfängt. Da Emailadressen mit mobilen Telefonieadressen assoziiert sind, ist es möglich, dass eine Kommunikation von einem Anrufer an eine Mobiltelefonadresse als Email an die assoziierte Emailadresse ausgeliefert wird. Die Kommunikation ist in Textnachrichtform und die Textnachricht wird als Email an die assoziierte Emailadresse ausgeliefert.

Die internationale Patentanmeldung WO 02/054800 offenbart ein mobiles Telekommunikationsnachrichtensystem, das in der Lage ist, eine Sprachkommunikation aufzunehmen und eine Datei an eine Emailadresse zu schicken, die für mindestens einen der Teilnehmer des Anrufes den Sprachanruf mindestens teilweise darstellt.

Es ist ein Ziel mindestens einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, die Brauchbarkeit einer Drittteilnehmerkonnektivität zu verbessern, indem einem Telefonbenutzer erlaubt wird, eine virtuelle Mobilnummer entweder anzurufen oder eine Textnachricht zu schicken, wobei beides per Email über ein Internet ausgeliefert werden kann.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung wird eine Telekommunikationsdienstevorrichtung für die Verwendung mit einem Telekommunikationssystem zur Verfügung gestellt, wobei die Vorrichtung betreibbar ist, um eine Emailadresse mit einer Mobiltelefonadresse zu verknüpfen, wobei die Vorrichtung Einrichtungen für das Ermöglichen der Zustellung einer Emailkommunikation von einem Anrufer zu der Emailadresse aufweist, die mit der Mobiltelefonadresse verknüpft ist, wobei, wenn die Kommunikation eine Textnachricht ist, die kommunikationsermöglichende Einrichtung derart ausgelegt ist, dass sie die Textnachricht per Email an die verknüpfte Emailadresse liefert, dadurch gekennzeichnet, dass die Mobiltelefonadresse eine virtuelle Mobiltelefonadresse ist und, wenn die Kommunikation ein Sprachanruf ist, die kommunikationsermöglichende Einrichtung derart ausgelegt ist, dass sie die Sprachnachricht aufzeichnet, so dass sie als Emailanhang an die verknüpfte Emailadresse auslieferbar ist, wobei die Sprachanrufe und die Textnachrichten zur selben virtuellen Mobiltelefonadresse geleitet werden.

Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung wird ein Telekommunikationsdiensteverfahren für die Verwendung mit einem Telekommunikationssystem zur Verfügung gestellt, wobei das Verfahren eine Emailadresse einer Mobiltelefonadresse zuordnet und das Verfahren das Ermöglichen der Zustellung einer Emailkommunikation von einem Anrufer zu der Emailadresse, die mit der Mobiltelefonadresse verknüpft ist, umfasst, wobei, wenn die Kommunikation eine Textnachricht ist, die Textnachricht per Email an die verknüpfte Emailadresse auslieferbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die mobile Telefonadresse eine virtuelle Mobiladresse ist und, wenn die Kommunikation ein Sprachanruf ist, eine Sprachnachricht aufgezeichnet wird und als Emailanlage an die verknüpfte Emailadresse lieferbar ist, weil sowohl Sprachanrufe als auch Textnachrichten auf dieselbe virtuelle Mobiltelefonadresse geleitet werden.

Weitere Aspekte der Erfindung stellen ein Computerprogramm zur Verfügung, um das oben genannte Verfahren auszuführen, sowie ein Speichermedium, auf dem ein solches Computerprogramm gespeichert ist.

Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erlaubt, dass eine Emailadresse mit einer virtuellen Mobilnummer assoziiert wird und dass entweder ein Sprachanruf oder eine Textnachricht, die an die virtuelle Mobilnummer geleitet wurden, als Email an die entsprechende Emailadresse jeweils als Sprachnachrichtanhang oder als Darstellung der Textnachricht ausgeliefert werden. Da ein potentieller Sender erkennt, dass Sprach- und Textkommunikation jeweils besser für unterschiedliche Umstände geeignet sind, wird er daher mit höherer Wahrscheinlichkeit eine Nachricht senden, wenn beide Möglichkeiten immer zur Verfügung stehen, da er zu jeder beliebigen Zeit die geeignetere Kommunikationsart auswählen kann. Das Bereitstellen beider Verfahren für dieselbe Nummer macht außerdem die Situation für den Benutzer einfacher und reduziert Kommunikationshemmnisse. Die vorliegende Technik erlaubt sowohl Privatleuten als auch Organisationen, eine Emailadresse mit einer virtuellen Mobiltelefonieadresse zu assoziieren, wobei diese Adresse als einzige Kontaktadresse verwendet werden kann, um sowohl Sprach- als auch Textkommunikationen zu empfangen, wobei die resultierende Kommunikation als Email ausgeliefert wird.

Es gibt daher eine einfache Schnittstelle für die Benutzer, so dass sie einfach anrufen oder an eine Telefonnummer, die mit einer Organisation assoziiert ist, einem Produkt, etc., eine Nachricht schicken können und es gibt auch ein einfaches Einrichtungsmittel für die Organisation oder möglicherweise die Person, um eine virtuelle Mobiltelefonnummer zu bekommen, die sie dann benutzen können, um Sprach- oder Textnachrichten per Email zu erhalten.

Es ist auch möglich, die Benutzbarkeit der Technik weiter auszuweiten, indem optional erlaubt wird, dass zu manchen Zeiten Sprachanrufen unmittelbar ausgeliefert werden, z.B. an einen Agenten oder eine Telefonvermittlung zu Geschäftszeiten, und dass ein Mittel zur Aufnahme von Sprachnachrichten benutzt wird, damit sie zu anderen Zeiten an eine Emailadresse ausgeliefert werden.

Die Erfindung wird nun beispielhaft beschrieben werden unter Bezugnahme auf die einzige Figur, die ein Blockdiagramm der Telekommunikationsdienstevorrichtung gemäß einer Ausführungsform der Erfindung zeigt.

Die virtuelle Mobilgerätfunktion, die in einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung benutzt wird, kann z.B. im Netzwerk A funktionieren, wobei hier MSISDN-Nummern verwendet werden, die aus dem Nummernbereich stammen, der Netzwerk A zugeordnet ist. In diesem Fall hat ein Netzwerk B keinen Einfluss auf den Betrieb dieser Technik. Optional kann die virtuelle Mobilgerätfunktion auch betrieben werden, indem MSISDN-Nummern benutzt werden, die aus dem Nummernbereich stammen, die einem Netzwerk B zugeordnet sind. In diesem zweiten Fall stellt Netzwerk A auch einen virtuellen Mobilgerätdienst für Netzwerk B zur Verfügung. Da dies der allgemeinere Fall ist, wird die Technik auf der Basis der zwei Netzwerke A und B beschrieben werden. Der erste Fall ist auch in der folgenden Beschreibung abgedeckt, in dem angenommen wird, dass Netzwerk A und Netzwerk B dasselbe Netzwerk sind.

Die bekannte Methode zur Aktualisierung des Ortes für das Implementieren eines virtuellen Mobilgerätes wird in diesem Beispiel verwendet, da es besser geeignet ist für den Fall, dass Netzwerke A und B unterschiedliche Netzwerke sind. Wenn allerdings A und B dieselben Netzwerke sind, dann kann die bekannte interne HLR-Methode oder eine andere Methode stattdessen benutzt werden.

Unter Bezugnahme auf die Zeichnung beinhaltet das mobile Telefonnetzwerk ein Sendernetzwerk (1), ein Netzwerk A (2) und ein Netzwerk B (3), die miteinander verbunden sind. Netzwerk A und Netzwerk B können dasselbe Netzwerk sein oder auch nicht und das Sendernetzwerk kann ein beliebiges Netzwerk sein – einschließlich Netzwerk A oder B. Eine Empfängerfirma oder Organisation C (23) ist über das öffentliche Internet mit dem Emailgateway (18) verbunden, der zu Netzwerk A gehört.

Netzwerk A betreibt eine virtuelle Mobilgeräteinrichtung (13), die vorzugsweise mindestens einen SMS-Router (12) als Ziel für bestimmte virtuelle Mobilnummern beinhaltet, von denen eine oder mehrere Diensten für Netzwerk B zugewiesen sind und andere Nummern Diensten für Netzwerk A zugewiesen sind, wobei diese Dienste die vorliegende Technik verwenden und Sprach- und Textnachrichten über Email ausliefern. Der (oder die) SMS-Router (12) kann z.B. ein Telsis (RTM) SMS-Router sein, hergestellt durch Telsis Limited. Die Einrichtung ist in der Lage, eine Verbindung zu mobilen Telefonnetzwerken aufzubauen, wobei sie bekannte und standardisierte Signalisierungsprotokolle, einschließlich SS(7) und die TCP/IP benutzt. Wenn bekannte Signalisierungsroutingtechniken benutzt werden, kann das Netzwerk dafür sorgen, dass SMS-Nachrichten an die SMSCs des Netzwerkes geleitet werden, damit sie über den SMS-Router zu anderen Zielen geroutet werden.

Die virtuelle Mobilgeräteinrichtung (13) generiert periodisch MAP-LOCATION-UPDATE-Nachrichten für bestimmte MSISDNs, die mit Netzwerk B assoziiert sind, und diese aktualisieren das HLR (9) von Netzwerk B, um anzuzeigen, dass der Ort der virtuellen Mobilgeräte der SMS-Router (12) ist.

Wenn ein Benutzer (4) eine Textnachricht an eine der virtuellen Mobilnummern, die mit Netzwerk B assoziiert sind, schickt, schickt sein SMSC (5) eine SRI-SM-Anfrage (6, 8), die von GSM-Netzwerken über ein mobiles Schaltzentrum MSC (7) an das HLR (9) von Netzwerk B geroutet wird. Die Antwort (10, 11) auf diese Anfrage (6, 8) veranlasst den SMSC (5), die Nachricht an den SMS-Router (12) im Netzwerk A auszuliefern. Die virtuelle Mobilgeräteinrichtung (13) kann dann feststellen, dass die benutzte virtuelle Mobilnummer mit Netzwerk B assoziiert ist, und die Nachricht in ein Emailformat umwandeln und sie über den Emailgateway (18) ausliefern. Für Sprachanrufe vom Benutzer (4) sendet das HLR (9) von Netzwerk B eine MAP-PROVIDE-ROAMING-NUMBER-Anfrage (20) an den SMS-Router (12) von Netzwerk A und erhält eine Routingantwort (21), die Netzwerk B anweist, den Anruf (22) an das Sprachgerät (19) in Netzwerk A auszuliefern, das eine Nachricht aufnehmen, die Nachricht in ein Emailformat konvertieren und sie über den Emailgateway (18) ausliefern kann.

Die virtuelle Mobilgerät(VM)einrichtung (13) in der bevorzugten Ausführungsform kann auf einem oder mehreren SMS-Routern (12) in Netzwerk A implementiert sein. Indem Techniken verwendet werden, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt sind und oben beschrieben wurden, kann die virtuelle Mobilgeräteinrichtung (13) eingerichtet werden, um die HLR-Funktion für die zu benutzende virtuelle Mobilnummer zu beinhalten, um eine Ortsaktualisierungstechnik unter Verwendung einer HLR-Funktion in Netzwerk B zu implementieren oder um eine HLR-Funktion für einen besonderen Nummernbereich zu implementieren, wie etwa Dienstenummern. Wenn gewünscht ist, die Technik in Netzwerk A nur mit virtuellen Nummern, die zum Netzwerk A gehören, zu implementieren, dann kann jede Technik genutzt werden. Wenn beabsichtigt ist, die virtuelle Mobileinrichtung (13) im Netzwerk A für Netzwerk B unter Verwendung von virtuellen Nummern aus dem Nummernbereich von Netzwerk B zu verwenden, dann muss die Ortsaktualisierungsmethode benutzt werden.

Im folgenden Beispiel wird die Ortsaktualisierungsmethode verwendet, die es erlaubt, dass virtuelle Nummern verwendet werden, die zu einem beliebigen Netzwerk inklusive Netzwerk A gehören, obwohl in diesem Beispiel angenommen wird, dass sie zu Netzwerk B gehören, so dass das Beispiel die weiteste Anwendbarkeit hat, nämlich das Netzwerk A und Netzwerk B dasselbe Netzwerk oder unterschiedliche Netzwerke sind.

Um die Technik zu implementieren, ist die virtuelle Mobilgeräteinrichtung (13) so konfiguriert, dass für ausgewählte Nummern oder Nummernbereiche, die zu Netzwerk B gehören, periodische Ortsaktualisierungsnachrichten von der virtuellen Mobilgeräteinrichtung (13) generiert werden. Dies führt dazu, dass die Orte dieser virtuellen Nummern, wie sie von dem HLR (9) von Netzwerk B aufgezeichnet sind, die SMS-Router (12) sind, die ein Teil der virtuellen Mobilgeräteinrichtung (13) in Netzwerk A bilden. Nachrichten, die an diese virtuellen Nummern gerichtet werden, werden dann schließlich an die identifizierte Einrichtung in Netzwerk A geroutet werden. Netzwerk A kann dann virtuelle Mobildienste für Netzwerk B ohne Änderungen in Netzwerk B implementieren. Es ist nur notwendig für Netzwerk B, geeignete Nummern oder Nummernbereiche zuzuweisen und sie in seinem/n HLR(s) (9) in der gleichen Weise wie für neue Mobiltelefone vorzusehen, so dass die Ortsaktualisierungsnachrichten in normaler Weise akzeptiert werden.

Wenn ein Mobilabonnent eine Textnachricht an eine der virtuellen Mobilnummern, die mit Netzwerk B assoziiert sind, schickt, dann sendet sein SMSC (5) eine SRI-SM-Anfrage, die von den GSM-Netzwerken zum HLR (9) von Netzwerk B geroutet wird. Die Antwort auf diese Anfrage veranlasst das SMSC (5), die Nachricht an den SMS-Router (12) in Netzwerk A auszuliefern. Die virtuelle Mobilgeräteinrichtung (13) kann dann feststellen, dass die benutzte virtuelle Mobilnummer mit Netzwerk B assoziiert ist, da eine IMSI von Netzwerk B in der MAP-Nachricht vorliegt, und die Nachricht in ein Emailformat konvertieren und sie über den Emailgateway (18) ausliefern. Die virtuelle Mobilgeräteinrichtung (13) kann eine Datenbank oder Nachschlagtabelle (nicht dargestellt) pflegen, in die virtuelle Mobilnummern mit IMSIs und Emailadressen in Bezug setzt.

Es kann weiterhin eingerichtet sein, dass Sprachanrufe, die an eine dieser virtuellen Nummern geleitet werden, auf eine geeignete Spracheinrichtung (19) in der folgenden Weise geleitet werden. Wenn ein Sprachanruf von einem beliebigen Netzwerk zu einer der virtuellen Mobilnummern getätigt wird, die mit Netzwerk B assoziiert sind, wird ein ISUP-Sprachanruf in der normalen Weise geroutet, um an einem Gateway-Mobilschaltzentrum MSC in Netzwerk B anzukommen. Dieser Schalter tätigt dann eine SRI(Sende-Routing-Information)-Anfrage an das HLR (9) von Netzwerk B. Da allerdings die Ortsaktualisierungen von der virtuellen mobilen Einrichtung (13) in Netzwerk A durchgeführt werden, wird eine PRN(stelle Roamingnummer zur Verfügung)-Anfrage von dem HLR (9) an den SMS-Router (12) in Netzwerk A gesendet werden. Die virtuelle Mobilgeräteinrichtung (13) in Netzwerk A ist betreibbar, um auf solche Anfragen mit der MSISDN oder Verzeichnisnummer der geeigneten Spracheinrichtung zu antworten, die sich vorzugsweise in Netzwerk A befindet. Netzwerk A ist dann in der Lage, Sprachanrufe an diese virtuellen Nummern für Netzwerk B zu handhaben, zum Beispiel um Ansagen oder interaktive Sprachdienste zur Verfügung zu stellen. Eine geeignete Spracheinrichtung (19) würde ein Sprachdiensteschalter oder eine IVR(Interaktive Sprachantwort)-Einheit sein. Vorzugsweise ist die Spracheinrichtung (19) in der Lage, Nachrichten vom Anrufer aufzuzeichnen und sie über Email als Anhang an die Emailadresse auszuliefern, die ist mit der mobilen Nummer assoziiert, die von dem Anrufer benutzt wurde, oder optional einen Anruf direkt an eine Zieltelefonnummer zu routen, die mit der virtuellen Mobilnummer assoziiert ist, die vom Anrufer gewählt wurde, entsprechend z.B. der Tageszeit oder anderen Kriterien, die im System konfiguriert sind.

Vorzugsweise ist die Spracheinrichtung (19) konfiguriert, um Sprachaudiodateien in einem weitverbreiteten, komprimierten Audioformat wie etwa GSM aufzunehmen, so dass sie auf sehr vielen unterschiedlichen Computern dekomprimiert werden können, die mit Standard-Email-Clientsoftware laufen. Das Dekomprimieren der Audiodatei führt zu Vorteilen in Bezug auf Speicherplatz, der für Nachrichten in Emailsystemen und für effiziente Übermittlung zwischen Subsystemen innerhalb der mobilen und Emailnetzwerke benötigt wird.

Vorzugsweise ist die Spracheinrichtung (19) betreibbar, um über den Emailgateway (18) unter Beachtung normaler Sicherheitsprozeduren eine Audiodatei zu akzeptieren, die als Audioaufforderung genutzt werden soll, die für Sprachanrufer zum Dienst abgespielt werden soll. Auf diese Weise kann die Organisation ihre Sprachansage aktualisieren, indem einfach eine Email geschickt wird, die den geeigneten Audioanhang enthält.

Traditionell leiten virtuelle Mobilgerätimplementierungen Textnachrichten über Diensteprovider, die mit SMSCs verbunden sind. Mit der vorliegenden Technik können sowohl Sprach- als auch Textnachrichten vorzugsweise an dasselbe Ziel geleitet werden, das nicht unbedingt ein Serviceprovider sein muss, sondern ein Endbenutzer oder eine Organisation sein kann. Die Spracheinrichtung (19) kann optional konfiguriert sein, um Anrufe während gewisser Stunden direkt durchzurouten oder um Sprachnachrichten zu anderen Zeiten aufzunehmen und zu mailen und diese Umleitungsoptionen sind vorzugsweise von dem Endbenutzer konfigurierbar.

Der Schlüsselvorteil der oben beschriebenen Technik verglichen mit dem Stand der Technik ist, dass die Konnektivität verbessert ist. Organisationen können jetzt nur eine Kontaktnummer veröffentlichen, über die sie sowohl Sprach- als auch Textkommunikationen empfangen können. Mit dieser Technik benötigen Organisationen, die Textkommunikationen empfangen wollen, nicht länger eine extra Verbindung mit einem mobilen Operator, z.B. über X.25 oder TCP/IP, die sie mieten müssten. Stattdessen können sie nun wählen, Nachrichten über Email zu empfangen und dadurch ohne erhöhte Kosten die Emailmöglichkeiten benutzen, die sie wahrscheinlich sowieso haben. Außerdem kann das gleiche Medium benutzt werden, um aufgezeichnete Sprachanrufe als Dateianhänge zu empfangen. Das hat dahingehend einen Vorteil verglichen mit herkömmlichen Anrufbeantwortern und Anrufaufzeichnungsschemata, dass die gewählte Datei mit normalen Email-Handhabtechniken problemlos archiviert oder weitergeleitet werden kann.

Vorzugsweise sind die Organisation oder Person, deren Emailadresse mit der virtuellen Mobilnummer assoziiert ist, in der Lage, selber die Emailadresse zu überwachen, d.h. Kontrolle über die Einrichtung der Assoziierung zu haben, ohne auf den Netzwerkoperator zurückgreifen zu müssen. Dies kann z.B. erreicht werden, indem eine Textnachricht an die virtuelle Mobilnummer von einem spezifischen CLI geschickt wird, bei der der Inhalt der Textnachricht mit einer vordefinierten Syntax konform geht, die die Emailadresse spezifiziert. Alternativ könnte ein Sprachanruf mit DTMF-Detektion genutzt werden, die benutzt wird, um einen vordefinierten Zeichencode zu übermitteln, um die Emailadresse zu spezifizieren. Andere Methoden sind möglich.

Der Netzwerkoperator kann wünschen, voreingestellte Emailadressen für bestimmte Benutzer im Voraus verglichen mit anderen Benutzern zur Verfügung zu stellen, die eventuell ihre eigene gewählte Emailadresse spezifizieren.

Während mobile Telefonadressen üblicherweise mit Personen assoziiert sind, ist es nicht üblich für Mobiltelefonadressen, mit Organisationen oder Firmen assoziiert zu sein. Stattdessen haben diese die Tendenz, sich auf Festnetztelefone oder Emailadressen für Kontakt von außen zu beschränken. Es ist durch Hinzufügen einer geeigneten Infrastruktur zum Festnetz möglich, diese Technik auch für virtuelle Nummern im Festnetz zu implementieren.

Serviceklassen, z.B. zur Kontrolle der Aktivierung oder zusätzlicher Merkmale der vorliegenden Technik, könnten gemäß dem CLI des Anrufers bestimmt werden, wodurch verwirklicht wird, dass auf Abonnement-basierte Dienste basierend auf der Technik nur einigen Abonnenten zur Verfügung gestellt wird.

Soweit die Ausführungsformen der Erfindung zumindest teilweise unter Verwendung Software-gesteuerter Bearbeitungsvorrichtungen wie oben beschrieben implementiert werden können, wird bemerkt werden, dass ein Computerprogramm, das eine solche Softwaresteuerung zur Verfügung stellt, und ein Speichermedium, auf dem ein solches Computerprogramm gespeichert ist, als Aspekte der Erfindung in Betracht kommen.


Anspruch[de]
Telekommunikationsdienstevorrichtung für die Verwendung mit einem Telekommunikationssystem, wobei die Vorrichtung angeordnet ist, um eine E-Mail-Adresse mit einer Mobiltelefonadresse zu verknüpfen, wobei die Vorrichtung aufweist Einrichtungen zur Ermöglichung der Kommunikation (13, 18) für das Ermöglichen der Zustellung einer E-Mail-Kommunikation von einem Anrufer zu der E-Mail-Adresse, die mit der Mobiltelefonadresse verknüpft ist, wobei, wenn die Kommunikation eine Textnachricht ist, die kommunikationsermöglichende Einrichtung (13, 18) derart ausgelegt ist, daß sie die Textnachricht per E-Mail an die verknüpfte E-Mail-Adresse liefert, dadurch gekennzeichnet, daß die Mobiltelefonadresse eine virtuelle Mobiltelefonadresse ist, und, wenn die Kommunikation ein Sprachanruf ist, die kommunikationsermöglichende Einrichtung (13, 18) derart ausgelegt ist, daß sie die Sprachnachricht aufzeichnet, so daß sie als ein E-Mail-Anhang an die verknüpfte E-Mail-Adresse auslieferbar ist, wobei die Sprachanrufe und die Textnachrichten zur selben virtuellen Mobiltelefonadresse geleitet werden. Vorrichtung nach Anspruch 1, die eine Speichereinrichtung beinhaltet für das Speichern von Mobiltelefonadressen und entsprechenden E-Mail-Adressen. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der die Speichereinrichtung ebenso eine entsprechende internationale Mobiltelefonteilnehmeridentifizierer-IMSI speichert. Vorrichtung nach Anspruch 1, Anspruch 2 oder Anspruch 3, die eine interaktive Sprachantworteinheit (19) beinhaltet für das Aufzeichnen des Sprachanrufs. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, einschließlich einer Einrichtung für das Erzeugen von Signalen, die den Ort einer virtuellen Mobiladresse anzeigen, deren Nummer innerhalb eines Nummernbereiches ist, der mit einem anderen Telekommunikationsnetzwerk verknüpft ist, so daß eine Textnachricht zu dieser virtuellen Mobiltelefonadresse zu der Telekommunikationsdienstevorrichtung geroutet wird. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, die ein virtuelles Mobiltelefongerät (13) beinhaltet für das Bestimmen, welches Telekommunikationsnetzwerk mit einer bestimmten virtuellen Mobiltelefonadresse verknüpft ist. Vorrichtung nach Anspruch 6, bei der das virtuelle Mobiltelefongerät zumindest einen SMS-Router (12) aufweist. Telekommunikationsdiensteverfahren für die Verwendung mit einem Telekommunikationssystem, wobei das Verfahren einer Mobiltelefonadresse eine E-Mail-Adresse zuordnet, und das Verfahren das Ermöglichen der Zustellung einer E-Mail-Kommunikation von einem Anrufer zu der E-Mail-Adresse, die mit der Mobiltelefonadresse verknüpft ist, umfaßt, wobei, wenn die Kommunikation eine Textnachricht ist, die Textnachricht per E-Mail an die verknüpfte E-Mail-Adresse ausgeliefert werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die mobile Telefonadresse eine virtuelle Mobiladresse ist, und, wenn die Kommunikation ein Sprachanruf ist, eine Sprachnachricht aufgezeichnet wird und als E-Mai-Anlage an die verknüpfte E-Mail-Adresse lieferbar ist, wobei sowohl Sprachanrufe als auch Textnachrichten auf dieselbe virtuelle Mobiltelefonadresse geleitet werden. Verfahren nach Anspruch 8, das das Speichern von Mobiltelefonadressen und entsprechenden E-Mail-Adressen beinhaltet. Verfahren nach Anspruch 9, das ebenso das Speichern entsprechender internationaler Mobiltelefonteilnehmeridentifizierer-IMSI beinhaltet. Verfahren nach Anspruch 8, Anspruch 9 oder Anspruch 10, das das Aufzeichnen des Sprachanrufes mittels einer interaktiven Sprachantworteinheit (19) beinhaltet. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, das das Erzeugen von Signalen beinhaltet, die den Ort einer virtuellen Mobiltelefonadresse anzeigen, deren Nummer innerhalb eines Nummernbereiches liegt, der mit einem anderen Telekommunikationsnetzwerk verknüpft ist, so daß eine Textnachricht zu dieser virtuellen Mobiltelefonadresse zum ursprünglichen Netzwerk geleitet wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, das ein virtuelles Mobiltelefon-Equipment (13) beinhaltet für das Bestimmen, welches Telekommunikationsnetzwerk mit einer bestimmten virtuellen Mobiltelefonadresse verknüpft ist. Verfahren nach Anspruch 13, bei dem das virtuelle Mobiltelefon-Equipment zumindest einen SMS-Router (12) aufweist. Computerprogramm für das Implementieren eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 8 bis 14. Speichermedium, das ein Computerprogramm nach Anspruch 15 speichert.






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