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Dokumentenidentifikation DE602004005098T2 22.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001475474
Titel Wäschetrockner mit verbesserter Lüfteranordnung
Anmelder Electrolux Home Products Corporation N.V., Zaventem, BE
Erfinder Favret, Ugo, 33072 Casarsa Pordenone, IT;
Cimetta, Silvano, 31100 Treviso, IT;
Noviello, Flavio, 33081 Aviono Pordenone, IT
Vertreter Baumgartl, G., Dipl.-Ing.Univ., Pat.-Ass., 90429 Nürnberg
DE-Aktenzeichen 602004005098
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 23.04.2004
EP-Aktenzeichen 040096505
EP-Offenlegungsdatum 10.11.2004
EP date of grant 07.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse D06F 58/24(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine verbesserte Wäschetrocknermaschine, vorzugsweise von dem in Haushalten verwendeten Typ, die im Betrieb besonders ruhig, also geräuscharm ist.

Obwohl in der nachstehenden Beschreibung durchgehend Bezug auf eine normale, unabhängige Wäschetrocknermaschine genommen wird, ist zu beachten, dass die nachstehenden Ausführungen ebenso gut auf kombinierte Wäschewasch- und Trocknermaschinen anwendbar und für solche geeignet sind.

Von Wäschetrocknermaschinen ist in der Fachwelt weitgehend bekannt, dass sie allgemein nach unterschiedlichen Prinzipien und Funktionsweisen betrieben werden, darunter der Kondensatormodus, d. h. ein Betrieb auf Basis der Kondensierung der Feuchtigkeit, die in einem Trockenluftstrom enthalten ist, der zunächst durch die Trommel geblasen wird, wo er die Feuchtigkeit aus der Wäsche zieht und schließlich aus der Trommel hinaus und in den Kondensator hinein strömt, und der Abluftmodus, bei dem der Strom feuchtigkeitshaltiger Heißluft als solcher aus der Maschine abgeführt wird.

Von diesen Maschinen ist weitgehend bekannt, dass sie im wesentlichen durch die Installation eines Belüftungssystems implementiert werden, d. h. in der Regel mit einem Gebläse, das von einem Ventilator und einem damit verbundenen Elektromotor gebildet wird, und einer Heizanordnung, die Luft von außen anziehen und über eine zweckmäßige Leitungsanordnung diese Luft aufheizen und sie in die und durch die Trommel blasen, in der die zu trocknende Wäsche enthalten ist.

In der genannten Leitung ist ein Heizelement installiert, das, wenn es entsprechend mit Energie versorgt wird, die Luft aufheizt, die durch Wirkung des Gebläses darüber strömt, so dass Luft in die Trommel eingelassen wird, die ausreichend heiß ist, um die in der Wäsche enthaltene Feuchtigkeit zum Verdampfen zu bringen.

Nachdem sie auf diese Weise in die Trommel geblasen wurde, veranlasst die Heißluft die in der Wäsche enthaltene Feuchtigkeit dazu, zu verdampfen und wird mit dieser verdampften Feuchtigkeit beinahe gesättigt oder auch gänzlich gesättigt. Die resultierende heiße, feuchtigkeitshaltige Luft wird dann vom Gebläse weitergetrieben, um einen kontinuierlichen Strom zu erzeugen, der in und durch eine geeignete Kondensationsanordnung befördert wird, die in der Regel durch einen Wärmetauscher gebildet wird, der – über den sogenannten „Heißweg" – von dem Strom heißer, feuchtigkeitshaltiger Luft und – über den sogenannten „Kaltweg" – von einem im wesentlichen kontinuierlichen Luftstrom durchströmt wird, der von der Umgebung genommen und wieder in die Umgebung abgegeben wird, nachdem er auf die beschriebene Weise durch den Wärmetauscher geströmt ist.

Normalerweise wird auch dieser Luftstrom durch den Kaltweg des Wärmetauschers von einem Gebläse erzeugt und aufrecht erhalten, das aus einem von einem entsprechenden Elektromotor betriebenen Ventilator gebildet wird.

Diese Wäschetrocknermaschinen sind ziemlich einfach, kostengünstig und zuverlässig funktionierende Geräte. Allerdings ist auch ein großer Nachteil bekannt, insofern als sie im Betrieb viel Lärm verursachen, was an dem Luftstrom liegt, der mit beträchtlichen Strömungsgeschwindigkeiten in die und durch die Einlass- und Auslassleitungen strömt.

Die praktische Folge dieser Tatsache sind Beschränkungen in der Nutzung dieser Maschinen zu bestimmten Zeiten oder an bestimmten Orten, die die Nutzung derselben für den Durchschnittsbenutzer bedeutend weniger interessant machen.

Die unmittelbarste, direkteste technische Lösung zur Implementierung im Hinblick auf die Bereitstellung der erforderlichen Zirkulation der zwei getrennten Luftströme ist diejenige, die auf die Anwendung entsprechender Ventilatoren abstellt, die in den entsprechenden Leitungen montiert sind und von entsprechenden unabhängig gesteuerten Motoren angetrieben werden.

Eine solche Lösung hat jedoch einen gerade für ein für den Massenmarkt konzipiertes Produkt schwer wiegenden Nachteil insofern als sie zusätzliche und gewiss keine vernachlässigbaren Kosten durch die Bereitstellung zweier getrennter Motoren mit den zugehörigen Anschluss- und Steuerungssystemen verursacht. Zudem erfordert die Bereitstellung eines zweiten Motors einen Platz, der innerhalb der Maschine normalerweise nicht zur Verfügung steht, es sei denn, andere Funktionen oder Leistungsmerkmale derselben Maschine werden dafür preisgegeben.

Mit Blick auf die Eliminierung dieser Nachteile ist es eine bekannte Praxis, beide Ventilatoren mit einem einzigen Elektromotor zu verbinden, und aus der Offenbarung in der italienischen Patentanmeldung Nr. PN92A000016 von diesem Anmelder ist auch die Praxis bekannt, diesen Motor wahlweise in zwei unterschiedliche Richtungen rotieren zu lassen.

Die Notwendigkeit dieser Funktion ergibt sich aus der Tatsache, dass, wenn die Trommel immer in die selbe Richtung angetrieben wird und auch der Heibluftstrom immer in die selbe Richtung strömt, die zu trocknenden Wäsche in der Trommel dazu neigt, sich zu verwickeln und zu einer Kugel zusammen zu ballen, worunter das Ergebnis des Trocknungsvorgangs in Geschwindigkeit und Qualität erheblich leiden würde.

Um solche Probleme zu vermeiden, wird der einzelne Antriebsmotor so gesteuert, dass er abwechselnd in zwei entgegengesetzte Richtungen rotiert, und zwar in eine Hauptrotationsrichtung, in der die Flügel oder Schaufeln so angeordnet sind, dass sie eine maximale Strömungsrate und Belüftungseffizienz erzeugen, und eine Gegenrotationsrichtung, die auch als Umkehrrotationsrichtung bezeichnet wird.

Es hat sich jedoch herausgestellt, dass der vom Ventilator in der Kühlluftleitung erzeugte Lärm im Hauptbetriebsmodus ziemlich hoch ist und beispielsweise an die 67 dB erreicht, wobei eine Strömungsgeschwindigkeit von annähernd 200 m3/h gehalten wird, wohingegen sich dieser Lärm im Umkehrbetriebsmodus abschwächt, beispielsweise auf annähernd 63 dB, wenn eine niedrigere Strömungsgeschwindigkeit von etwa 80 m3/h gehalten wird (die genannten Werte haben nur Beispielcharakter).

Im Sinne einer Verbesserung dieser Situation wurden Experimente zu einem Kühlventilatortyp durchgeführt, dessen Flügel im Vergleich zu herkömmlichen Flügeln auf "invertierte" Weise angeordnet sind. Dieser Ausdruck der "invertierten" Flügel oder Schaufeln soll bedeuten, dass die Flügel bogenartig gekrümmt sind, doch so, dass ihre Konkavität nicht in Richtung tangential zu ihrer Bewegung ausgebildet ist, sondern dass die Flügel in einem Winkel von 180° mit Bezug auf die Achse angeordnet sind, die durch sie verläuft und parallel zur Rotationsachse des Ventilators ist, so dass eigentlich ihre Konvexität in die Richtung ausgebildet ist, die tangential zur Bewegungsrichtung des Flügels ist.

Es hat sich indessen herausgestellt, dass eine solche Designvariante zwar einerseits eine tatsächliche Reduzierung des im Hauptbetrieb erzeugten Lärms mit sich bringt, so dass dieser von etwa 67 dB auf etwa 64 dB zurück geht, aber anderseits der im Umkehrbetriebsmodus erzeugte Lärm unerwünscht ansteigt, z.B. von normalerweise 64 dB auf etwa 70 dB.

In der Praxis werden die unterschiedlichen Lärmerzeugungsmuster der beiden Ventilatorarten am besten von den zwei Diagrammen in 1 und 2 illustriert, in denen das erste Diagramm das Lärmerzeugungsmuster der Flügel auf dem Stand der Technik und das zweite Diagramm das Lärmerzeugungsmuster der oben erwähnten "invertierten" Flügel veranschaulicht.

Es zeigt sich klar, dass der höhere Lärmpegel (70 dB) im Umkehrbetriebsmodus durch die "invertierten" Flügel nur und ausschließlich genau in den kurzen Zeiträumen stattfindet, in denen die Maschine im Umkehrmodus arbeitet. Obwohl dieser Lärm unter den geltenden Standardbestimmungen vollständig akzeptabel ist, kann sich dieser dennoch als ziemlich -störend und für regelmäßige Benutzer unangenehm erweisen.

Um einen solchen Lärm weniger inakzeptabel zu machen, besteht natürlich die Möglichkeit, die Maschine so zu konzipieren und auszustatten, dass der Zeitraum, in dem der Motor im Umkehrmodus arbeiten muss, damit die Wäschestücke sich nicht verwickeln bzw. zu eine Kugel zusammenballen, in Relation zu der Zeit, in der der Motor im Hauptbetriebsmodus arbeiten kann, auf ein Minimum reduziert wird.

Allerdings wird auch in diesem Fall der vom Ventilator im Kühlluftkreislauf erzeugte Lärm sehr oft für das Empfinden des Durchschnittsbenutzers als exzessiv empfunden.

Überdies ergibt sich in der ersten Phase des Trocknungszyklus die Notwendigkeit, sowohl die zu trocknende Wäsche wie auch die Trocknungsluft auf eine Dauertemperatur aufzuheizen, so dass sich die Kondensation in ihrem Ausmaß als ziemlich reduziert erweisen und folglich ein Abkühlen der Trocknungsluft geradezu nutzlos machen würde, wenn nicht sogar kontraproduktiv oder nachteilig.

Während der folgenden Phasen des Trocknungsprozesses, also wenn die Luft bereits auf Prozesstemperatur erhitzt ist, hat sich anderseits herausgestellt, dass – im Sinne eines zu erzielenden adäquaten Kondensationseffekts – der Kondensator nicht von anhaltenden Frischluftströmen durchströmt werden muss und unter diesen Umständen auch eine reduzierte Strömungsgeschwindigkeit einer solchen Kühlluft ausreicht (in einigen extremen Fällen bedarf es in der Tat überhaupt keines Kühlluftstroms).

In diesem Zusammenhang sollte ein Blick auf 3 geworfen werden, in der anhand einer Kurve die Strömungsgeschwindigkeit P der kondensierten Feuchtigkeit und die Temperatur T der aus der Trommel strömenden Luft in Relation zu der Zeit dargestellt sind, die seit Anfang des Trocknungsprozesses vergangen ist.

In dieser Figur ist leicht festzustellen, dass in der Anfangsphase des Trocknungsprozesses die Strömungsgeschwindigkeit P0 ein Maximum erreicht, auch wenn im selben Zeitraum die Temperatur noch weit von den hohen Werten entfernt ist, die sie in den Endphasen des Trocknungszyklus erreichen muss.

Fachleute erkennen demzufolge ohne weiteres, dass die Funktion des Kühlluftventilators in den Anfangsphasen des Trocknungsprozesses in der Praxis einfach weggelassen oder jedenfalls auf ein Minimum reduziert werden könnte, ohne deshalb der Trocknungsleistung der Maschine zu schaden, während anderseits eine signifikante Reduzierung in der zur Durchführung des Trocknungszyklus erforderlichen Gesamtzeit sowie eine Reduzierung des Energieverbrauchs infolge der vom Kühlluftventilator verlangten geringeren Stromzufuhr erreicht wird.

Aus EP-A-0434 169 ist eine Wäschetrocknermaschine des Kondensatortyps bekannt, die mit zwei unterschiedlichen Ventilatoren 29 und 30 für die Zirkulation der Kühlluft über einen ersten Weg im Dampfkondensator 13 und der heißen und feuchtigkeitshaltigen Luft im Trocknungsluftkreislauf, d. h. über die Trommel 22 und im zweiten Weg des selben Dampfkondensators 13, ausgestattet ist; überdies werden die beiden Ventilatoren von einem gemeinsamen Motor 19 aktiviert.

Auch wenn diese Lösung eine Rotation der Trommel und der beiden Ventilatoren in entgegengesetzte Richtungen erlaubt, besteht keine Möglichkeit, die Ventilatoren in eine Hauptrotationsrichtung zu rotieren, worin der der Kühlluft zugeordnete Ventilator 29 mit höherer Effizienz arbeitet, und in eine Sekundärrotation, worin der selbe Ventilator 29 mit geringerer Leistung arbeitet.

In GB 2219849 A wird ein Haushalttrommeltrockner abgeleitet, der mit einem Ventilator zum Kühlen einer Kondensatorvorrichtung ausgestattet ist. Der Lufteinlass des Ventilators ist mit einem statischen Deflektor ausgerüstet, der radiale Flügel aufweist, die eine Rotation der angesaugten Luftströme verursachen, wodurch der Betrieb geräuschloser wird.

In EP 1 108812 A1 und aus DE 199 04 993 A1 werden zwei Arten von Wäschetrockenmaschinen offenbart, bei denen eine Rotation der Ventilatoren in eine Hauptrotationsrichtung möglich ist, wobei der Ventilator, der der Kühlluft zugeordnet ist, mit höherer Effizienz arbeitet, und eine Sekundärrotation, bei der der selbe Ventilator mit geringerer Leistung arbeitet und wobei der der Trocknungsluft zugeordnete Ventilator in beiden Rotationsrichtungen mit gleicher Leistung arbeitet.

Es wäre deshalb wünschenswert, einen Kühlluftventilator zu schaffen, der mindestens im Umkehrbetriebsmodus geeignet ist, die Luft mit signifikant reduzierter Strömungsgeschwindigkeit und über kürzere Zeit in den entsprechenden Kreislauf zu drücken, um einerseits den Energieverbrauch zu senken, ohne natürlich die Kondensationsleistung zu beeinträchtigen, und die Gesamtzeit zur Durchführung des Trocknungszyklus zu verkürzen.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird dieses Ziel gemeinsam mit anderen aus der nachstehenden Beschreibung hervorgehenden Zielen in einer Wäschetrocknermaschine mit den in den angehängten Ansprüchen aufgeführten Merkmalen erreicht.

Die Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden jedenfalls besser verstanden aus der Beschreibung, die nachstehend anhand eines nicht einschränkenden Beispiels unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen gegeben wird:

4 ist eine allgemeine, symbolische, schematische Ansicht einer Wäschetrocknermaschine mit einer Kondensatoranordnung und zwei Ventilatoren, die starr aneinander befestigt sind, gemäß der vorliegenden Erfindung;

5 und 6 sind perspektivische Vorder- und Rückansichten eines Ventilators zur Zirkulation der Kühlluft im Kondensator einer Wäschetrocknermaschine gemäß der vorliegenden Erfindung;

7 und 8 sind eine Vorder- und eine Median-Querschnittansicht des selben Kühlluftventilators;

9 und 10 sind eine Rück- und eine Seitenansicht des selben Kühlluftventilators;

11 ist eine diagrammatische Ansicht, in der in einem einzelnen Diagramm zwei spezifische Kurven bezüglich des Temperaturmusters der Trocknungsluft für einen wechselnden Betriebsmodus eines Kühlventilators ab Beginn des Trocknungszyklus gemäß dem Stand der Technik (Kurve A) bzw. für einen Sekundär-Betriebsmodus des selben Ventilators während der Anfangsphase des Trocknungszyklus (Kurve B) veranschaulicht sind;

12 und 12A sind schematische Ansichten der Strömungsrichtungen der Kühlluft während der Sekundärphase für einen Ventilator nach dem Stand der Technik (12) bzw. einen Ventilator gemäß der vorliegenden Erfindung (12A).

Bezug nehmend auf 4 wird in einer Wäschetrocknermaschine gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung eine Trommel 1 bereitgestellt, die zur Aufnahme der zu trocknenden Wäsche geeignet ist, welcher eine Leitung 2 zugeordnet ist, in der die Trocknungsluft zirkulieren soll; diese Leitung führt auch durch eine Kondensatoranordnung 3, die geeignet ist, die Feuchtigkeit zu kondensieren, die in der durch sie zirkulierenden Luft enthalten ist, wobei der Kondensator von einem Strom "kalter" Luft durchströmt wird, also Luft, die aus der Umgebungsluft entnommen und über die zugehörige Leitung 4 an den Kondensator 3 gesendet wird.

Beide Leitungen 2 und 4 enthalten die Ventilatoren 5 und 6, um die entsprechenden Ströme von Trocknungs- und Kühlungsluft zustande zu bringen; die Wellen der beiden Ventilatoren 5 und 6 sind auf allgemein bekannte Weise mit einem einzelnen Antriebsmotor 7 verbunden, auch über entsprechende kinematische Verbindungen, so dass die Rotation dieses Motors die Ventilatoren dazu veranlasst, synchron zu rotieren, wobei der Motor 7 von geeigneten (nicht dargestellten) Steuerungsmitteln gesteuert wird, die geeignet sind, ihn wahlweise zur Rotation in die zwei möglichen Rotationsrichtungen zu veranlassen, und dies versetzt klarer Weise die zwei Ventilatoren in die Lage, ihrerseits auf selektive, aber jedenfalls gegenseitig konsistente Weise zu rotieren (wobei unter "gegenseitig konsistent" zu verstehen ist, dass, wenn ein erster Ventilator in eine bestimmte Richtung rotiert, der zweite Ventilator unverändert in eine eigene, einzige und gleiche Richtung rotiert; und wenn die Rotationsrichtung des ersten Ventilators umgekehrt wird, ändert der zweite Ventilator ebenfalls seine eigene Rotationsrichtung).

Der Kühlluftventilator ist normalerweise in einem Gehäuse untergebracht, das allgemein als "Spiralgehäuse" bekannt ist und dessen Form so gestaltet ist, dass die vom Ventilator geblasene Luft effektiv genützt und unter möglichst geringem Energieverlust in die Leitung geführt wird, die zum Kondensator führt.

Im herkömmlichen Betriebsmodus kann der den Ventilator antreibende Motor auch dazu verwendet werden, über geeignete Übertragungsmittel auch die Wäschetrommel in Rotation zu versetzen, und es ist in diesem Zusammenhang in der Tat allgemeine Praxis, diesen Motor für kurze Zeiträume in der normalen bzw. Hauptrotationsrichtung laufen zu lassen, wobei diese Perioden mit anderen kurzen Zeitperioden wechseln, in denen er in die umgekehrte bzw. Sekundärrichtung rotiert.

Die vorgeschlagene Lösung gemäß der vorliegenden Erfindung basiert im wesentlichen auf der Beobachtung, dass gemäß dem Stand der Technik der Kondensator-Kühlventilator normalerweise vom sogenannten "Tangenten"-Typ ist, d. h. in Form eines geometrischen Hohlzylinders, in dem die zylindrische Seitenfläche von einer Mehrzahl von Flügeln 9 durchquert wird, die mit Bezug auf die in Rotationsrichtung projizierte Tangente unterschiedlich gekrümmt sind, also konkav oder konvex; wie bereits erwähnt, bringt die einfache Krümmung des Flügels eine exzessive Lärmerzeugung mit sich, die jedoch modifiziert wird, wenn vom Hauptbetriebsmodus in den Umkehr- oder Sekundärmodus geschaltet wird, wodurch die Möglichkeit einer Reduzierung der Durchschnittsamplitude des Lärms durch eine kürzere Dauer der Periode des Umkehrbetriebs geschaffen wird. Aus der Illustration in 2 lässt sich leicht ersehen, dass, wenn die Periode des Umkehrbetriebs auf einem Pegel von 70 dB verkürzt wird und alle anderen Bedingungen unverändert bleiben, die Durchschnittsamplitude des selben Lärms bestimmt reduziert wird.

Unter diesen Umständen wurde deshalb angenommen – und später experimentell verifiziert -, dass durch die Bereitstellung der Flügel auf dem zylindrischen Umriss des Ventilators 6 in Form einfacher planer Flügel 9, wie beispielsweise in 5 bis 10 dargestellt (diese Flügel stehen radial mit Bezug auf die Achse X desselben Ventilators vor, aber mit einer darauf bezogenen Radialdimension D, die ziemlich limitiert mit Bezug auf den Radius des Hohlzylinders ist, so dass die planen Flügel 9 sich als an den Grenzen des Zylinders angeordnet herausstellen und in deren Inneren im wesentlichen nicht vorhanden sind), das Ergebnis eine beträchtlich geringere Lärmerzeugung ist, in der Regel von etwa 64,5 bis 65 dB.

Jedoch ist die auf diese Weise erzielbare Lärmreduzierung noch immer recht beschränkt in ihrem Ausmaß, und ferner ist anzuerkennen, dass der Kühlluftventilator weiterhin angetrieben wird, also in Betrieb bleibt, auch wenn dies sicher nicht erforderlich ist, und deshalb problemlos weggelassen werden könnte, namentlich in den Anfangsphasen des Trocknungszyklus', wenn die Trocknungsluft noch zu kalt ist, so dass jede weitere Abkühlung des Kondensators nichts weiter bewirken würde als eine schlechtere Kondensationsleistung.

Um diese sicherlich nicht ideale Situation zu verbessern, wurde der Ventilator 6 gemäß der vorliegenden Erfindung zusätzlich zu der bezüglich der Achse des von ihnen begrenzten Zylinders radial angeordneten ersten Flügeln 9 mit einer zusätzlichen Mehrzahl von zweiten Flügeln 10 ausgestattet, wobei diese zwischen der Achse X des geometrischen Hohlzylinders und der zugehörigen äußeren Zylinderoberfläche, oder genauer: zwischen dem Schnittpunkt 0 der X-Achse mit einer der zwei Basen des Zylinders und dem Abschnitt 11 der Außenoberfläche des geometrischen Zylinders angeordnet sind, die angrenzend an die Basis liegt, symbolisch angezeigt mit dem Bezugszeichen 12, wie am besten illustriert in 5 bis 10.

Die zweiten Flügel 10 sind ihrerseits radial in dem Sinne angeordnet, dass sie Ventilator-artig vom Mittelpunkt 0 abstehen, von dem sie abzweigen.

In den oben erwähnten Figuren sind die zweiten Flügel 10 in Form von gekrümmten Oberflächen (es handelt sich um gekehlte Oberflächen, einem Spezialfall gekrümmter Oberflächen), dargestellt, deren Vorder- oder Rückprojektion jedoch aussieht wie eine entsprechende Mehrzahl von gleichen Dreiecken mit einem Scheitel am Punkt 0, wie in 7 und 8 exemplifiziert. In dieser Darstellung sind die Flügel in Form gekrümmter Dreiecksflächen dargestellt, die im wesentlichen mit Bezug auf die Ebene gekrümmt sind, welche die Basis 12 enthält.

Es ist natürlich zu beachten, dass die zweiten Flügel 10 auch andere Formen annehmen können, z.B. können sie zungenförmig sein oder die Form von Schraubflügeln haben, wobei sie in allen Fällen eine geometrische Gesamtkonfiguration haben müssen, so dass, wenn der Ventilator 9 in eine bestimmte Richtung rotiert, die zweiten Flügel Luft axial von der Außenumgebung durch den Abschnitt des Zylinders, der symbolisch mit dem Bezugszeichen 13 markiert ist und auf der gegenüber liegenden Seite mit Bezug zur Basis 12 liegt, aufnehmen, mit anderen Worten: in dieser Rotationsrichtung nehmen die zweiten Flügel die Außenluft axial auf und bringen sie dazu, in den geometrischen Zylinder zu strömen, so dass diese Luft schließlich leichter aufgenommen und von den ersten Flügeln 9 tangential dazu weiter gedrückt wird.

Wenn sich die Rotationsrichtung ändert, lässt sich leicht verifizieren – wie ja auch ohne weiteres zu vermuten ist -, dass die Wirkung der zweiten Flügel 10 darin besteht, die Luft vom Zylinderinneren nach außen hin zurück zu bewegen, allerdings wieder in Achsrichtung und durch die zweite Basis 13. Auf diese Weise wird eine Art Luftschirm geschaffen, der von der nach außen geblasenen Luft gebildet wird, wie schematisch durch den Pfeil F in 12A dargestellt (und wie am effektivsten und klarsten durch den Vergleich der Ströme/Pfeile in den zwei 12 und 12A verständlich), und der die Luft daran hindert, regelmäßig in den Ventilator transportiert zu werden und von hier weiter zu den ersten Flügeln desselben, mit dem Endergebnis, dass die Luftmenge, die vom ersten Flügel tangential geblasen wird, beträchtlich kleiner ist als die Luftmenge, die im Gegensatz dazu geblasen wird, wenn der Ventilator in die Gegenrichtung rotiert.

Darüber hinaus wurde auch festgestellt, dass, wenn der Ventilator in die die geringste Strömung erzeugende Rotationsrichtung rotiert, auch der von dem selben Ventilator erzeugte Lärm auf tiefen Pegeln ganz in der Nähe jener gehalten wird, die typisch für den in Hauptrotationsrichtung rotierenden Ventilator sind.

Wenn folglich der zweite Ventilator als Kühlluftventilator 6 benützt wird und so montiert ist, dass er während des sekundären Betriebsmodus nicht nur den geringsten Luftstrom erzeugt, sondern auch den geringsten Lärm, und wenn die Dauer der sekundären Betriebsmodi gleichzeitig verkürzt wird, so wird das angepeilte Ziel vollständig erreicht, da in der Tat kein Bedarf entsteht, dass der Kondensator während der Anfangsphasen des Trocknungsprozesses abgekühlt wird, wenn die Kondensation noch beschränkt ist, weil die Trocknungslufttemperatur noch keinen adäquaten Wert erreicht hat, wohingegen der geringe Verlust an Kondensationseffizienz, der sich im weiteren Verlauf des Trocknungsprozesses ergibt, leicht durch die verkürzte Dauer der sekundären Betriebsperioden kompensiert werden kann, so dass das Gesamtergebnis überhaupt nicht beeinträchtigt wird.

Wenn die voranstehenden Überlegungen in extremis angewendet werden, kann sogar geschlossen werden, dass es möglich und sogar vorteilhaft wäre, dass die Rotation des Kühlventilators in seinem Hauptbetriebsmodus während der Anfangsperiode des Trocknungsprozesses vollständig unterdrückt wird und dass der Kühlventilator nur in seinem sekundären Betriebsmodus rotieren gelassen wird, wodurch das doppelte Ergebnis einer zufrieden stellend niedrigen Lärmerzeugung und einer insgesamt kürzeren Trocknungszeit ohne Beeinträchtigung der Kondensationseffizienz erreicht würde. Diese Betriebsart kann von jeder Fachperson unter Anwendung weithin bekannter Mittel leicht implementiert werden und soll deshalb hier nicht weiter beschrieben oder illustriert werden.

Erst nach Abschluss der Anfangsphase des Trocknungsprozesses wird der Kühlluftventilator gemäß Programmsequenzen, die als solche in der Fachwelt bekannt und so konzipiert sind, dass sie während des Hauptbetriebsmodus des Kühlluftventilators einen effektiven Kondensationsprozess ermöglichen, abwechselnd in die zwei entgegen gesetzten Rotationsrichtungen versetzt, wohingegen der sekundäre Betriebsmodus so ausgewählt wird, dass er so kurz wie möglich ist und diesem gestattet ist, nur zu dem einzigen Zweck ausgeführt zu werden, die Wäschestücke, die sich in der Zwischenzeit möglicherweise zu einer Kugel geballt haben, zu entwirren.

Für den einzigen Zweck, als symbolische Illustration zu dienen, zeigt 11 zwei unterschiedliche Kurven, die das Temperaturmuster der Trocknungsluft bei einem Kühlventilator nach dem Stand der Technik anzeigen, der abwechselnd in beide Richtungen rotiert, also von Anfang an abwechselnd in den Haupt- und Sekundärbetriebsmodi betrieben wird (Kurve A), und bei einem Kühlventilator gemäß der vorliegenden Erfindung, der nur in seine sekundäre Rotationsrichtung rotiert, also in der Anfangsphase des Trocknungsprozesses nur im zweiten Sekundärbetriebsmodus betrieben wird (Kurve B).

Es erscheint klar, dass im zweiten Fall die Lufttemperatur wesentlich rascher ansteigt, und diese Tatsache ist bei weitem kein Nachteil, sondern vielmehr ein Vorteil, da sie zu einer Verkürzung der Gesamttrocknungszeit und Lärmreduzierung beiträgt, ohne den Kondensationsprozess signifikant zu beeinträchtigen.

Die Funktion des Kühlluftventilators selbst ist folglich über entsprechende Befehle, die über externe Steuermittel eingegeben werden können, und auf der Grundlage anderer Parameter, wie beispielsweise Zeit, Temperatur oder dergleichen, selektiv steuerbar.

Die Bestimmung der tatsächlichen Kriterien jedenfalls, auf denen die Steuerung des Ventilatorbetriebs basieren soll, sowie eine Quantifizierung der entsprechenden Funktionen und die Implementierung der entsprechenden Steuerkreise liegen jedenfalls vollständig im Bereich der Möglichkeiten einschlägig bewanderter Fachleute, die auf der Grundlage von Routineexperimenten in der Lage sind, entsprechende Optimallösungen zu erkennen und zu implementieren.


Anspruch[de]
Wäschetrocknermaschine oder kombinierte Wäschewasch- und Trocknermaschine, umfassend eine Trommel (1) zur Aufnahme der zu trocknenden Wäsche, einen ersten Ventilator (5), der geeignet ist, einen ersten Trocknungsluftstrom durch die Trommel zu blasen, einen Kondensator (3), durch den der Trocknungsluftstrom geleitet wird, eine Kühlluftleitung (4), die einen zweiten Frischluftstrom durch den Kondensator (3) leitet, wobei der zweite Luftstrom von einem zweiten Ventilator (6) erzeugt wird, der mit der Kühlluftleitung (4) in Verbindung steht, wobei der zweite Ventilator eine Mehrzahl erster glatter Flügel (9) aufweist, die wie auf der Oberfläche eines Zylinders angeordnet erscheinen, und zwar radial mit Bezug auf die Achse (X) des Zylinders, wobei die Achse auch die Drehachse des zweiten Ventilators (6) bildet, des weiteren einen Motor (7), der geeignet ist, während eines Hauptbetriebsmodus selektiv in einer Hauptrichtung und während eines Sekundär-Betriebsmodus in eine zweite, dazu entgegengesetzte Richtung zu rotieren, die gemeinsam den ersten und den zweiten Ventilator (5, 6) antreiben, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Ventilator (6) auch eine Mehrzahl von zweiten Flügeln (10) umfasst, die auf einer Basis (12) des Zylinders angeordnet sind, wobei die zweiten Flügel dergestalt radial angeordnet sind, dass sie fächerartig vom Zentrum (0) der Basis vorstehen, von der sie abzweigen, wobei die zweiten Flügel (6) im Verhältnis zur Basis (12) geneigt sind, um einen Luftstrom zu erzeugen, der von der Basis (12) über das Innere des Zylinders auswärts gerichtet ist, wenn der zweite Ventilator (6) gemäß dem Sekundär-Modus rotiert. Wäschetrocknermaschine oder kombinierte Wäschewasch- und Trocknermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Flügel (10) so geformt sind, dass sie auf einer Ebene parallel zur Basis (12) einen dreieckigen Vorsprung ausbilden. Wäschetrocknermaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit Steuermitteln ausgestattet ist, die geeignet sind, den Motor (7) auf wahlweise definierbare Art und Weise gemäß dem Hauptbetriebsmodus und dem Sekundär-Betriebsmodus rotieren zu lassen. Wäschetrocknermaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel geeignet sind, den Motor zu veranlassen, während einer ersten Phase des Trocknungsprozesses nur nach dem Sekundär-Modus zu rotieren.






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