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Dokumentenidentifikation DE602005000664T2 22.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001619646
Titel Abhängeanzeigevorrichtungen
Anmelder Augustus Martin Ltd., London, GB
Erfinder Barrow, Lascelles Augustus Augustus Martin L, E3 3PB, London, GB;
Patel, Dakshesh Shashikant Augustus Martin, E3 3PB, London, GB;
Pattison, Daniel Augustus Mar, E3 3PB, London, GB;
Stokes, Glyn Augustus Mar, E3 3PB, London, GB
Vertreter Richter, Werdermann, Gerbaulet & Hofmann, 20354 Hamburg
DE-Aktenzeichen 602005000664
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 06.06.2005
EP-Aktenzeichen 051048916
EP-Offenlegungsdatum 25.01.2006
EP date of grant 07.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse G09F 1/10(2006.01)A, F, I, 20060202, B, H, EP
IPC-Nebenklasse G09F 17/00(2006.01)A, L, I, 20060202, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft hängende Ausstellungsanordnungen und insbesondere derartige Anordnungen zum Aufhängen von Druckbogenmaterial zur Ausstellung.

Hintergrund

Es ist bekannt, Druckbogenmaterial zur Ausstellung durch Befestigen desselben an einem Stützglied, wie etwa einem steifen Trägerkarton, anzubringen, oder direkt auf einen starken, steifen Kartonbogen zu drucken, der entweder in erhöhter Position aufgehängt ist (z. B. an einer Decke), oder selbst durch ein sockelmontiertes Gestell (z.B. einen Dreibein, ein Regal, einen Tisch, Ladentisch oder den Boden oder Fußboden) gestützt ist. Um zu ermöglichen, das Ausstellungsmaterial von gegenüberliegenden Seiten zu sehen, ist außerdem bekannt, einen Ausstellungsmaterialdruckbogen vorzusehen, der auf jeder Seite eines gemeinsamen Stützglieds befestigt oder angebracht ist – wie beispielsweise in unserem nunmehr erteilten UK-Patent 2406952 (Anmeldungsnummer 0320826.1) offenbart. Die Erzeugung derartiger hängender Ausstellungen kann kostspielig sein, besonders wenn es notwendig ist, für jede gedruckte Ausstellung einen Trägerkarton vorzusehen, der die erforderliche Steifheit der stehenden oder hängenden Struktur vorsieht. Dieser Aufwand wird verschärft, wenn das Erfordernis besteht, das ausgestellte Druckbogenmaterial häufig auszutauschen. Das bloße Aufhängen eines flexiblen Substrats (z. B. Papier, flexibler, dünner Karton oder Folienbogen), das das gedruckte Bild trägt, welches ausgestellt werden soll, stellt eine Lösung dar, da es gewöhnlich keine ausreichende Steifheit zum Vorsehen einer qualitativ hochwertigen Ausstellung aufweist.

Andere Ausstellungsanbringungs- und/oder hängende Anordnungen sind beispielsweise aus US 200310217685A1, US 4177750, US4813369, GB 2282695, GB 19195 von 1909 und außerdem aus US-3881649-A bekannt, das als den neusten Stand der Technik darstellend betrachtet wird und eine Anordnung zum Aufhängen von Druckbogenmaterial zur Ausstellung beschreibt, wobei der Bogen zumindest auf einer Vorderseite bedruckt ist und eine Oberkante, die durch einen Rand des Bogens begrenzt ist, und zumindest eine Kerblinie aufweist. Alle diese Anordnungen weisen Nachteile auf und können nicht ohne weiteres zum Aufhängen eines flexiblen Substrats benutzt werden.

Kurzdarstellung der Erfindung

In Hinsicht auf die Überwindung der oben angegebenen und/oder anderer Nachteile vordem bekannter Ausstellungshängeanordnungen sieht ein Aspekt der vorliegenden Erfindung eine Anordnung zum Aufhängen von Druckbogenmaterial zur Ausstellung vor, wobei der Bogen zumindest auf einer Vorderseite bedruckt ist und eine Oberkante, die durch einen Rand des Bogens begrenzt ist, und zumindest eine Kerblinie aufweist, wobei die Anordnung dadurch gekennzeichnet ist, dass

der Rand zum Definieren von einer oder mehreren Zungen profiliert ist,

eine entsprechende Anzahl Zungenaufnahmeschlitze in oder benachbart der Kante oder der Kerblinie vorgesehen ist und

eine Öffnung derart in der oder jeder Zunge vorgesehen ist, dass die Oberkante, wenn die Oberkante umgefaltet und die oder jede Zunge in den oder die zugeordneten Zungenaufnahmeschlitze eingeführt ist, sodass sie davon nach oben vorstehen, die Steifheit des Bogens verstärkt und die Öffnung oder Öffnungen in der vorstehenden Zunge oder den vorstehenden Zungen ein Mittel zum Aufhängen des Bogens vorsehen.

Vorzugsweise ist die Kante mit mehreren zusätzlichen Kerblinien versehen, entlang denen die Kante derart umgefaltet sein kann, dass die Länge der Kante entlang ein Tunnel vorgesehen ist.

Optional kann eine Leine, ein Draht oder ein ähnliches flexibles Element den Tunnel durchlaufen, um alternative Mittel zum Aufhängen des Bogens vorzusehen.

Zum Ausbilden eines Tunnels mit einem im Allgemeinen dreieckigen Querschnitt kann die Kante vier streifenartige Abschnitte umfassen, von denen der erste Abschnitt im Allgemeinen koplanar mit dem Rest des Bogens ist und optional einiges von dem Gedruckten trägt, das durch den Bogen ausgestellt sein soll, der zweite Abschnitt vom ersten Abschnitt in einem Winkel, z.B. 90°, zum ersten Abschnitt nach hinten vorsteht, der dritte Abschnitt von dem zweiten Abschnitt nach vorne zur Rückseite des Rests des Bogens hin vorsteht und der vierte Abschnitt mit der oder den Zungen versehen ist. Es ist offensichtlich, dass Grenzen zwischen den streifenartigen Abschnitten durch Linien definiert sein können, die in den Bogen gekerbt sind, z.B. während des Druckens des Gegenstands, der ausgestellt werden soll, und dass die umgefaltete Beziehung der mehreren streifenartigen Abschnitte die Oberseite des Bogens mit erhöhter Steifheit versieht.

Günstigerweise kann eine oder mehrere der oben genannten Kerblinien mehrere schlitzartige Perforationen enthalten, die längs zu der Kerblinie gerichtet sind. Dies kann die Flexibilität oder das Biegen des Bogens um die Kerblinie verbessern.

Vorzugsweise weist die Länge der oder jeder Zunge eine genügende Ausdehnung auf, um zu ermöglichen, dass sie durch ihren zugeordneten Schlitz vorsteht, wenn der zweite und dritte Abschnitt im Wesentlichen koplanar sind. Dies ermöglicht, dass das Aufhängen als im Wesentlichen flache Packung oder Verpackung vorgesehen ist, aber trotzdem in effektiv vormontierter Form, wobei sich die oder jede Zunge in den oder jeden zugeordneten Schlitz vorstreckt.

Optional können zwei längs voneinander beabstandete Ringösen oder Schlaufenösen an oder benachbart der Falz zwischen der Kante und dem Rest des Bogens an dem Bogen angebracht sein, um dadurch alternative Mittel zum Aufhängen der Bogenanordnung vorzusehen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Es werden nun unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen Ausführungsformen dieser Erfindung als Beispiel beschrieben.

Es zeigen:

1 eine perspektivische, teilweise weggebrochene Rückansicht, die eine Hängeanordnung gemäß einer ersten Ausführungsform dieser Erfindung darstellt,

2 eine perspektivische, teilweise weggebrochene Rückansicht, die eine Hängeanordnung gemäß einer zweiten Ausführungsform dieser Erfindung darstellt,

3 eine schematische Endansicht einer Modifizierung an der Hängeanordnung, die in 2 gezeigt ist,

4 eine schematische Endansicht der in 3 gezeigten Struktur in einer im Wesentlichen vormontierten, aber im Allgemeinen flachen Form, wobei alle Abschnitte koplanar sind oder in parallelen Ebenen liegen,

5 einer Vorderansicht der Hängeanordnung von 3 und 4 wie in dem im Allgemeinen flachen Zustand, der in 4 dargestellt ist,

6 eine schematische Perspektivansicht der Hängeanordnung von 3 bis 5 wie in dem vollständig aufgerichteten Zustand von 3,

7 eine Vorderansicht eines Zuschnitts zum Ausbilden einer Hängeanordnung gemäß einer dritten Ausführungsform dieser Erfindung,

8 eine 7 gleichende Ansicht, jedoch von einer vierten Ausführungsform der Erfindung, und

9 die Ausführungsform von 8 in teilweise vormontierter, vorgeformter Flachpackungsform, die zur Lagerung/zum Versenden an einen Endbenutzer geeignet ist.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG EINES BEISPIELS (VON BEISPIELEN) DER ERFINDUNG

Die Hängeanordnung 10, die in 1 gezeigt ist, umfasst einen Bogen 12 Papier oder Karton, der zumindest auf einer Vorderseite 14 (in 1 nicht sichtbar) bedruckt ist. Der Druckbereich erstreckt sich zumindest nach oben zum Rand einer Oberkante 135, die dem Umfangsrand 18 des Bogens benachbart ist. Die Kante 135 ist entlang der gekerbten Faltlinie 37 von dem Bogen 12 nach hinten umgefaltet.

In der Ausführungsform von 1 umfasst die Kante 135 vier streifenartige Abschnitte 135a, 135b, 135c und 135d. Der erste Abschnitt 135a ist im Wesentlichen koplanar mit dem Rest des Bogens 12. Der zweite Abschnitt 135b ist vom ersten Abschnitt 135a entlang der ersten Kerblinie 37 nach hinten gebogen, sodass er in einem Winkel &agr;, z.B. rechtwinklig, zum ersten Abschnitt 135a verläuft. Der dritte Abschnitt 135c ist entlang einer Kerblinie 38 und in einer ähnlichen Faltrichtung wie der um die erste Kerblinie 37 nach unten und nach vorne gebogen, sodass er in einem Winkel &bgr;, z.B. ungefähr 45°, zu dem zweiten Abschnitt 135b verläuft. Der vierte Abschnitt 135d ist in derselben Faltrichtung entlang einer dritten Kerblinie 39 nach oben gebogen, sodass er in einem Winkel &ggr; zum dritten Abschnitt 135c und im Wesentlichen parallel zum Rest des Bogens 12 verläuft. Dieser vierte Abschnitt ist an seinem freien Rand mit einer oder mehreren zungenartigen Erweiterungen 128 versehen, die sich passend in und durch Schlitze 127 vorstehen, welche in dem zweiten streifenartigen Abschnitt 135b vorgesehen sind. Die zungenartigen Erweiterungen 128 können mit ausgestanzten Öffnungen 126 zum Gebrauch beim Aufhängen des Bogens 12 vorgeformt sein. Der zweite streifenartige Abschnitt 135b kann mit Ösen oder anderen Löchern (nicht gezeigt) zum Gebrauch als alternative Hängemittel an den offenen zungenartigen Erweiterungen 128 versehen sein. Bei wieder einer anderen Option können die Öffnungen 26 und die Ösen oder anderen Löcher, wenn vorgesehen, ignoriert sein, und das Aufhängen des Gegenstands kann durch Führen einer Leine oder eines ähnlichen Elements durch den Tunnel, der durch die umgefalteten Kantenabschnitte ausgebildet ist, ausgeführt sein. Dieses flexible Element kann – wie die offenen Zungen oder die Ösen – dann zum Aufhängen des Druckbogens 12 an einer starren Stütze benutzt sein, um eine hängende Ausstellung vorzusehen.

In der Ausführungsform von 1 sind zwei Schlitze 127 für zwei Zungen 128 abstandsgleich von der Mitte der Breite des streifenartigen Abschnitts 135b vorgesehen. In der Ausführungsform von 2 sind die Schlitze 127 für die Zungen 128 im streifenartigen Abschnitt 135b näher an, d. h. eng benachbart zu, vorzugsweise in der Linie von der ersten Kerblinie 37 vorgesehen.

Eine weitere Modifizierung dieser letztgenannten Ausführungsform ist in 3 bis 6 dargestellt. Wie in diesen Figuren gezeigt, ist die Länge jeder der zungenartigen Erweiterungen 128 von genügender Ausdehnung, um zu ermöglichen, dass die zungenartigen Abschnitte 128 durch die dafür vorgesehenen Schlitze 127 vorstehen und dies sogar dann bewirken, wenn der zweite und dritte Kantenabschnitt im Wesentlichen koplanar sind. Dies ist dadurch erzielt, dass das Aggregat (a) „Höhe" der zungenartigen Erweiterungen 128 und (b) der „Breite" des vierten streifenartigen Abschnitts 135d größer als das Aggregat von (c) der „Höhe" oder der „Breite" des zweiten streifenartigen Abschnitts 135d und (d) der „Breite" des dritten streifenartigen Abschnitts 135c gelassen ist. Eine derartige Anordnung ermöglicht, dass das Hängen als Flachpackung, aber in im Wesentlichen vormontierter Form bereitgestellt ist, wobei sich die zungenartigen Erweiterungen 128 bereits teilweise in die Schlitze 127 erstrecken. Dies beseitigt das Erfordernis für den Endbenutzer, eine derartige Zunge-in-Schlitz-Einführung auszuführen, und ermöglicht, dass die Anordnung nahezu „gebrauchsbereit" ist.

Der „Flachpackungszustand" dieser modifizierten Anordnung – der zudem für Lagerung und/oder Transport geeignet ist – ist in 4 und 5 gezeigt, die darstellen, wie, obgleich in einem abgeflachten Zustand, in dem die Abschnitte 135a und 135d parallel zueinander sind und die Abschnitte 135b und 135c im Wesentlichen in derselben Ebene und parallel zu den Abschnitten 135a und 135d liegen, die Zungen 128 weiterhin durch die Schlitze 127 vorstehen. Letztere sind in oder eng benachbart zu der Falz- oder Kerblinie 37 vorgesehen, die die Grenze zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt 135a und 135d bildet. Es wird als möglich erachtet, die Anordnung durch Bereitstellen, dass diese Falz durch zwei eng benachbarte und parallel zueinander verlaufende Kerblinien 37a und 37b vorgesehen ist, wobei die Schlitze 127 in dem Raum zwischen den zwei parallel zueinander verlaufenden Kerblinien 37a und 37b vorgesehen sind, noch weiter zu verbessern.

Die Überführung in den vollständig aufgerichteten Zustand, der in 3 und 6 gezeigt ist, wird ohne weiteres durch Ziehen der Zungen 128 weiter durch die Schlitze, damit sie weiter nach oben, weg vom zweiten Abschnitt 135b vorstehen, bewerkstelligt. Dies hat zur Folge, dass sich die Abschnitte 135b und 135c derart seitlich nach außen um die Kerblinie 38 falten, dass sie die gezeigte, zueinander winklige Position annehmen.

Es ist ersichtlich, dass sich die bedruckte Seite 14 des Bogens 12 bei jeder dargestellten Ausführungsform zum oberen Ende der sichtbaren Seite der Ausstellung erstrecken kann.

In modifizierten Ausbildungen jeglicher der dargestellten Ausführungsformen könnte das gedruckte Bild nicht nur auf die Seite 14 aufgebracht sein, sondern zudem oder alternativ auf die „Rückseite" 24. In den Fällen, in denen ein gedrucktes Bild auf die „Rückseite" 24 aufgebracht ist, kann eine zusammenpassende Erweiterung dieses Bilds oder eine diesem zugeordnete Schlagzeile derart auf die „Vorderseite" gedruckt sein, dass sie auf dem streifenartigen Kantenabschnitt 135c von 1 oder 2 oder 3 bis 6 erscheint.

In der Ausführungsform von 7 umfasst die Anordnung 210 einen Kartonbogen 212, der auf seiner Vorderseite 214 bedruckt ist und zum Vorsehen einer einzelnen, zentralen Zunge 228, die von der Kante 235 vorsteht, vorgeschnitten ist. Letztere weist nur drei identifizierbare streifenartige Abschnitte auf, von denen derjenige, der dem Hauptkörper des Bogens 212 am nächsten liegt, mit 235b bezeichnet ist. Die Grenze zwischen diesem streifenartigen Abschnitt 235b und dem Hauptkörper des Bogens 212 ist durch einen zentralen, gestreckten Zungenaufnahmeschlitz 227 (mit durchgezogenen Linien gezeigt) gebildet, der an jedem Ende durch eine Kerblinie 237 (mit gestrichelten Linien gezeigt) zum nächsten Rand des Bogens 212 fortgesetzt ist. Dies ermöglicht das Biegen des streifenartigen Abschnitts 235b von dem Bogen nach hinten.

Der zwischenliegende streifartige Abschnitt 235c ist durch eine Kerblinie 238 von dem streifenartigen Abschnitt 235b und durch eine andere Kerblinie 239 vom Kantenabschnitt 235d abgegrenzt, von dem sich die zentrale Zunge 228 erstreckt und mit dem sie koplanar ist (und durch keinerlei Kerblinie davon abgeteilt). Die Zunge 228 ist in der Mitte ihrer Länge mit einer Öffnung 226 zum Gebrauch beim Aufhängen des Bogens 212 versehen.

Die Breite D des Kantenabschnitts 235 mit seiner Zunge 228 ist größer als die aggregierte Breite d der streifenartigen Abschnitte 235b und 235c. Dies bedeutet, dass die Aufhängung durch Falten des Kantenabschnitts 235d des Kartons 212 nach hinten um die Kerblinie 239 und Einführen des Ober- oder Biegeteils der Zunge 228 in den Zungenaufnahmeschlitz 227 teilweise zu einer nahezu gebrauchsfertigen Form vormontiert oder vorgeformt sein kann. Dies ermöglicht es dem Endbenutzer der Aufhängung, einfach diesen vorstehenden Teil der Zunge 228 weiter durch den Schlitz 227 zu ziehen und die vorher verdeckte (und geschützte) Öffnung 226 offen zu legen. Übereinstimmend mit diesem weiteren Durchziehen der Zunge 228 falten sich die streifenartigen Abschnitte 235b und 235c von ihrem vorher im Allgemeinen koplanaren Zustand nach hinten und einwärts zueinander hin.

Zuschnitt und Hängeanordnung 310 von 8 und 9 gleichen denen von 7 unter Ausnahme der folgenden Hauptmerkmale. Die einzelne zentrale Zunge 328 ist anders geformt und durch eine Kerblinie 328a (mit einer kurzgestrichelten Linie gezeigt) begrenzt, wo sie an den Rest des Endkantenabschnitts 335d anstößt. Die Zunge 328 ist mit unterschnittenen Abschnitten 328b benachbart ihrer Grundseite und zur Linie der Kerblinie 328a führend versehen.

Es besteht eine Kerblinie 339 zwischen den Kantenabschnitten 335d und 335c und eine Kerblinie 338 zwischen den Kantenabschnitten 335c und dem Hauptkörper des Kartons 312 der Anordnung. Jede der Kerblinien 338, 339 enthält eine Reihe durchgeschnittener Schlitze. Diese sind mit den lang-gestrichelten Linien in 7 und 8 gezeigt und zum Erleichtern des Biegens des Kartons 312 um diese Kerblinien vorgesehen.

Die Line des Zungenaufnahmeschlitzes 327 ist etwas von der Line der Kerblinie 337 (die die Grenze zwischen dem streifenartigen Kantenabschnitt 335b und dem Hauptkörper des Kartons 312 bildet) beabstandet und weist außerdem schlitzartige Erweiterungen 327a auf, die in einem spitzen Winkel zur Hauptlinie des Zungenaufnahmeschlitzes 327 ausgerichtet sind und beim Ausbilden einer Sperrzunge 327b für die Hauptzunge 328 unterstützen. Der obere Rand des Kantenabschnitts 325d – von dem sich die Zunge 328 erstreckt – ist mit 335e bezeichnet.

Wenn der Zuschnitt oder Karton 312 um die Kerblinie 339 (8) gefaltet wird, wird die Hauptzunge 328 in den Zungenaufnahmeschlitz 327 (d. h. unter die Sperrzunge 327b) eingeführt. Die resultierende Anordnung ist eine „Flachpackungsform", die zur Lagerung, Stapelung und zum Versenden an einen Endbenutzer geeignet ist. Zum Gebrauch wird das vorstehende Ende 328c der Zunge 328 (siehe 8) weiter durch den Schlitz 327 gezogen, bis die kleinen schlitzartigen Erweiterungen 327a mit den ähnlich gewinkelten, unterschnittenen Abschnitten 328b an der Grundseite der Zunge 328 zusammenpassen und beim Festsperren der Zunge 328 unterstützen. Es ist ersichtlich, dass wie in der Ausführungsform von 7 das Durchziehen der Zunge die vorher verdeckte (und geschützte) Öffnung 226 offen legt und zu einer übereinstimmenden scharnierartigen Faltung der streifenartigen Abschnitte 335b und 335c zum Ausbilden, mit dem streifenartigen Abschnitt 335d, eines Tunnels mit im Allgemeinen dreieckigen Querschnitt führt. Es ist ersichtlich, dass die Tunnelseiten – die durch die verschiedenen Kantenabschnitte vorgesehen sind – die Steifheit des Bogens verstärken und ermöglichen, dass er über die Öffnung 226 aufgehängt wird. Die gegenseitige Ineingriffnahme der Zungenunterschnitte 328b mit den Schlitzerweiterungen 327a halten den Tunnel unter Spannung, wenn die Hängeanordnung aufgehängt ist, und erhalten dadurch die Unversehrtheit der Ausstellung.

Obgleich die oben beschriebenen und dargestellten Ausführungsformen der Erfindung einen Tunnel mit im Allgemeinen dreieckigen Querschnitt vorsehen, ist ersichtlich, dass durch Ändern der Anzahl der Kantenabschnitte die allgemeine Querschnittsform des Tunnels geändert sein kann. Beispielsweise können anstelle der um 3 Kerblinien gefalteten 3 Kantenabschnitte der dargestellten Ausführungsformen Hängeanordnungen mit um 4, 5 oder mehr Kerblinien gefalteten 4, 5 oder mehr Kantenabschnitten vorgesehen sein. Sehr schmale Kantenabschnitte können zu einem im Allgemeinen halbkreisförmigen Gebilde mit einem breiteren Kantenabschnitt – der in einer Zunge (wie etwa 28, 128, 228 oder 338) endet – ausgebildet sein, welcher sich den „Durchmesser" des halbkreisförmigen Gebildes entlang erstreckt. Als Alternative zu dieser letzten Modifikation kann eine Hängeanordnung nur zwei Kantenabschnitte umfassen, die um nur zwei Kerblinien gefaltet sind, wobei der Kantenabschnitt, der sich vom Hauptkörper des Bogens erstreckt, von Hand in im Allgemeinen halbkreisförmige Form (ohne vorbestimmte Kerblinien) gebogen wird und sich der andere Kantenabschnitt (mit seinem Zungenende) „diametral" zu dem im Allgemeinen halbkreisförmigen Kantenabschnittsgebilde erstreckt.

Ferner ist ersichtlich, dass sich die oben beschriebenen und dargestellten Ausführungsformen zu einer qualitativ hochwertigen Ausstellung von Druckmaterial eigenen, das nicht nur auf die Vorderseite 12, 214, 314 des Zuschnitts 12, 212, 312 gedruckt ist, sondern außerdem auf die Rückseite 24, 324 des Zuschnitts. In einem solchen Fall ist die Rückseite (24, 324) normalerweise derart bedruckt, dass die Gesamtheit der Fläche des Hauptkörpers sicher für das Druckmaterial (z. B. Abdruck und Gestaltung), das ausgestellt sein soll, verfügbar ist. Optional können alle Kantenabschnitte Dekorierungen tragen, die mit dem Gedruckten auf dem Hauptbereich zusammenpassen und dadurch als Erweiterung der Gestaltung erscheinen. Indessen kann die Vorderseite (14, 314) mit einem ähnlichen oder anderen Bild wie bzw. als die Rückseite bedruckt sein. Wiederum steht der Hauptkörperbereich sicher für das Druckmaterial, das ausgestellt werden soll, zur Verfügung. Der nächste benachbarte Kantenabschnitt (135b, 235b, 335b) ist nur von oben sichtbar und sollte daher idealerweise für das Ausbluten des Bilds zwischen diesen zwei Bereichen Vorsorge treffen. Das Druckmaterial auf dem nächsten Kantenabschnitt (135c, 235c, 335c) sollte idealerweise von den entsprechenden Bereichen auf der Rückseite geschaffen, jedoch um 180° gedreht sein. Optional kann eine ähnliche Bilddrehungsanordnung für den letzten, der Zunge benachbarten Kantenabschnitt (135d, 235d, 335d) vorgesehen sein. Mittels einer derartigen Bilddrehung können die Bildbereiche auf der Vorder- und Rückseite zusammenpassen und sich in wesentlicher Ausrichtung an der Oberseite befinden, wenn die Kantenabschnitte zu dem Tunnelgebilde gefaltet sind.

Es ist außerdem ersichtlich, dass das Substrat für die Ausstellung Papier, Pappe, Karton oder synthetisches Material sein kann; und dass das Drucken durch einen Lithographie-, Siebdruck- oder digitalen Druckvorgang ausgeführt sein kann. Idealerweise ist das benutzte Substrat derart ausgewählt, dass es eine gute Farb- und Bildwiedergabe verleiht, während ein Opazitätspegel bewahrt ist, der genügt zu verhindern, dass das Bild von einer Seite auf die andere durchscheint.

Bei einer anderen Modifikation kann die oder jede Öffnung 26, 226 als Unterschnitt in einem Seitenrand der Zunge zum Formen der Zunge zu einem hakenartigen Gebilde ausgebildet sein.

Andere Modifikationen und Ausführungsformen der Erfindung, die für den Fachmann ohne weiteres ersichtlich sind, sind als unter den beanspruchten Anwendungsbereich der Erfindung erachtet, und die vorstehend beschriebene(n), besondere(n) Ausführungsformen) können in Bau und Detail variiert sein, z. B. durch Austauschen (wo angemessen oder erwünscht) verschiedener Merkmale von jedem derselben, ohne vom Anwendungsbereich der folgenden Ansprüche abzuweichen.


Anspruch[de]
Anordnung (10; 210; 310) zum Aufhängen von Druckbogenmaterial (12; 212; 312) zur Ausstellung, wobei der Bogen (12; 212; 312) zumindest auf einer Vorderseite (14; 214; 314) bedruckt ist und eine Oberkante (135; 235; 335), die durch einen Rand (18) des Bogens begrenzt ist, und zumindest eine Kerblinie (37; 237; 337) aufweist, wobei die Anordnung dadurch gekennzeichnet ist, dass

der Rand (18) zum Definieren von einer oder mehreren Zungen (128; 228; 328) profiliert ist,

eine entsprechende Anzahl Zungenaufnahmeschlitze (127; 227; 327) in oder benachbart der Kante (135; 235; 335) oder der Kerblinie (37; 237; 337) vorgesehen ist und

eine Öffnung (126; 226) derart in der oder jeder Zunge (127; 227; 327) vorgesehen ist, dass die Oberkante (135; 235; 335), wenn die Oberkante (135; 235; 335) umgefaltet und die oder jede Zunge (128; 228; 328) in den oder die zugeordneten Zungenaufnahmeschlitze (127; 227; 327) eingeführt ist, sodass sie davon nach oben vorstehen, die Steifheit des Bogens (12; 212; 312) verstärkt und die Öffnung oder Öffnungen (126; 226) in der vorstehenden Zunge oder den vorstehenden Zungen (128; 228; 328) ein Mittel zum Aufhängen des Bogens (12; 212; 312) vorsehen.
Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kante (135; 235; 335) mit mehreren zusätzlichen Kerblinien (38, 39; 238, 239; 338, 339) versehen ist, entlang denen die Kante (135; 235; 335) derart umgefaltet sein kann, dass die Länge der Kante (135; 235; 335) entlang ein Tunnel (25) vorgesehen ist. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Leine, einen Draht oder ein ähnliches flexibles Element umfasst, das den Tunnel (25) durchläuft, um alternative Mittel zum Aufhängen des Bogens (12; 212; 312) vorzusehen. Anordnung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kante (135; 235; 335) zum Ausbilden eines Tunnels mit einem im Allgemeinen dreieckigen Querschnitt vier streifenartige Abschnitte (135a, 135b, 135c und 135d) umfasst, von denen der erste Abschnitt (135a) im Allgemeinen koplanar mit dem Rest des Bogens (12; 212; 312) ist, der zweite Abschnitt (135b) vom ersten Abschnitt (135a) in einem Winkel zum ersten Abschnitt (135a) nach hinten vorsteht, der dritte Abschnitt (135c) von dem zweiten Abschnitt (135b) nach vorne zur Rückseite (24) des Rests des Bogens (12; 212; 312) hin vorsteht und der vierte Abschnitt (135d) mit der oder den Zungen (128; 228; 328) versehen ist. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der erste streifenartige Abschnitt (135a) einiges von dem Gedruckten trägt, das durch den Bogen (12; 212; 312) ausgestellt sein soll. Anordnung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite streifenartige Abschnitt (135b) von dem ersten streifenartigen Abschnitt (135a) in einem Winkel von 90° zum ersten streifenartigen Abschnitt (135a) nach hinten vorsteht. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der oder jeder Zunge (128; 228; 328) eine genügende Ausdehnung aufweist, um zu ermöglichen, dass die oder jede Zunge (128; 228; 328) durch die Schlitze (127; 227; 327) vorsteht, wenn der zweite und dritte Abschnitt (135b, 135c) im Wesentlichen koplanar sind. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei längs voneinander beabstandete Ringösen (oder Schlaufenösen) an oder benachbart der Falz zwischen der Kante (135; 235; 335) und dem Rest des Bogens (12; 212; 312j an dem Bogen (12; 212; 312) angebracht sind, um dadurch alternative Mittel zum Aufhängen des Bogens (12; 212; 312) vorzusehen.






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