PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE60307321T2 22.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001574109
Titel Schalteinheit und Verfahren für ein Telekommunikationsnetz
Anmelder Ericsson AB, Stockholm, SE
Erfinder LÜDERS, Ralf, 71549 Auenwald, DE
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 60307321
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 19.12.2003
EP-Aktenzeichen 038137030
WO-Anmeldetag 19.12.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/IB03/06420
WO-Veröffentlichungsnummer 2004057908
WO-Veröffentlichungsdatum 08.07.2004
EP-Offenlegungsdatum 14.09.2005
EP date of grant 02.08.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse H04Q 11/06(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vermittlungseinheit und ein Vermittlungsverfahren für ein Telekommunikationsnetzwerk. Insbesondere, obwohl nicht ausschließlich, betrifft die Erfindung eine Vermittlungseinheit und ein Verfahren für ein Zeitmultiplex-Telekommunikationsnetzwerk, welches unter Verwendung von Synchronous Digital Hierarchy (SDH) arbeitet.

Telekommunikationsnetzwerke enthalten eine Anzahl von Knoten, die miteinander durch Übertragungspfade verbunden sind. Die Übertragungspfade können elektrische Leitungen, optische Fasern oder Funkpfade sein.

Vermittlungseinheiten sind an den Knoten des Telekommunikationsnetzwerkes angesiedelt, um Informationssignale einzelner Verbindungen, die jeweils im Multiplex über einen ersten Übertragungspfad am Knoten eintreffen, auf einen entsprechend einem vorgesehenen Ziel des Informationssignals ausgewählten Ausgangs-Übertragungspfad zu vermitteln. Der auf jedem Übertragungspfad verwendete Signalmultiplex enthält eine Mehrzahl von Kanälen, die jeweils in der Lage sind, ein Informationssignal zu übertragen, von denen aber zu einem gegebenen Zeitpunkt unter normalen Betriebsbedingungen nur ein Teil für die Übertragung von Informationssignalen genutzt wird, die an ihrem beabsichtigten Ziel tatsächlich ausgewertet werden. Ein anderer Teil der Kanäle wird freigehalten, um dazu in der Lage zu sein, im Falle einer Übertragungsstörung auf einem der genutzten Kanäle das auf diesem Kanal beförderte Informationssignal sofort auf den freien Kanal umschalten zu können, oder er wird dazu benutzt, um Kopien der Informationssignale zu übertragen, so dass am Ziel zwei Versionen des Informationssignals ankommen, von denen die bessere daraus am Ziel ausgewertet wird.

Herkömmlicherweise haben die in einem SDH (Synchronous Digital Hierarchy) Telekommunikationsnetzwerk verwendeten Vermittlungseinheiten den in 1 gezeigten mehrfach (drei) stufigen Aufbau. Eine Eingangsstufe der Vermittlungseinheit ist durch eine Kopplungsmatrix gebildet, welche als MSP-Vermittler (Multiplex Section Protection-Switch) 1 bezeichnet wird. Der MSP-Vermittler 1 ist ein m × m Raum Vermittler, welcher m Eingangsanschlüsse und m Ausgangsanschlüsse hat und dazu in der Lage ist, jegliche der m Ausgangsanschlüsse mit jeglichen der m Eingangsanschlüsse zu verbinden. Von den m Eingangsanschlüssen werden k für Informationssignale während eines störungsfreien Betriebes verwendet, und werden l als Reserve-Einganganschlüsse verwendet, die im Allgemeinen genutzt werden, wenn die anderen Eingangsanschlüsse aufgrund einer Störung kein Signal oder ein Signal von schlechter Qualität empfangen. Jedem der k normalerweise genutzten Eingangsanschlüssen ist einer von k Übertragungspfaden zugeordnet, über die der Knoten SDH Multiplex-Signale empfängt. Der MSP-Vermittler 1 ist dazu ausgelegt, um jeden seiner Ausgangsanschlüsse mit einem beliebigen seiner Eingangsanschlüsse gemäß einer in einem zugeordneten Konfigurationsregister 2 gespeicherten Konfiguration zu verbinden. Auf den Ein- und Ausgangsanschlüssen des MSP-Vermittlers 1 werden Multiplex-Signale übertragen, die aus Daten einer Mehrzahl von zwischen unterschiedlichen Endgeräten bestehenden Kommunikationsverbindungen zusammengesetzt werden können. Der MSP-Vermittler 1 kann ein solches Multiplex-Signal jedem seiner Ausgangsanschlüsse von einem beliebig ausgewählten Eingang aus zuführen, er ist aber nicht dazu in der Lage, ein Multiplex-Signal, das er an einem seiner Eingangsanschlüsse empfängt, in Bestandteile, welche Verbindungen zwischen unterschiedlichen Endgeräten entsprechen, zu zerlegen (De-Multiplexen), und diese Bestandteile unabhängig voneinander in verschiedene Ausgangs-Multiplex-Signale einzufügen. Der MSP-Vermittler hat somit nur einen einzigen, räumlichen Vermittlungsfreiheitsgrad.

Eine zweite Stufe der Vermittlungseinheit ist durch eine als Virtual Container Vermittler VCS 3 oder TSI-Vermittler (Time Slot Interchange-Switch) bezeichnete Kopplungs-Matrix gegeben, deren m Eingangsanschlüsse an einem jeweiligen aus den m Ausgangsanschlüssen des MSP-Vermittlers 1 angeschlossen sind. Der VCS 3 ist dazu ausgelegt, um ein an einem seiner Eingangsanschlüsse empfangenes Multiplex-Signal in verschiedene Bestandteile zu zerlegen, welche verschiedenen Kommunikationen entsprechen, und diese Bestandteile auf unterschiedliche Ausgangsanschlüsse des VCS 3 zu vermitteln. Um eine solche Vermittlung ohne Kollisionen mit anderen Multiplex-Signalen durchführen, welche gleichzeitig vom VCS 3 verarbeitet werden, muss der VCS 3 auch dazu in der Lage sein, die zeitlichen Positionen der einzelnen Signalbestandteile in den Multiplex-Signalen, d.h. die Platzierung der Signalbestandteile in den Zeitschlitzen des Multiplex-Signals, zu verändern. Der VCS 3 hat also für jeden Signalbestandteil zwei Vermittlungs-Freiheitsgrade, nämlich einen räumlichen und einen zeitlichen.

Dem VCS 3 ist ebenfalls ein Konfigurationsregister 4 zugeordnet, welches für jeden Zeitschlitz eines jeden Ausgangs-Multiplex-Signals spezifiziert, als welcher Zeitschlitz von welchem Eingangs-Multiplex-Signal er vom VCS 3 empfangen wird. Wenn n die Anzahl der Zeitschlitze im Multiplex ist, so ist die Anzahl von Einträgen im Konfigurationsregister 4 n-mal größer als die der Anzahl von Einträgen des Konfigurationsregisters 2, und der Speicherverbrauch eines jeden Eintrags ist größer, da nicht nur der Eingangsanschluss, an dem der dem Eintrag zugeordnete Signalbestandteil empfangen wird, sondern außerdem noch der Zeitschlitz des Eingangs-Multiplexes spezifiziert werden muss, in welchem dieser Signalbestandteil enthalten ist.

Infolgedessen braucht eine Steuerlogik 5 zum Überschreiben des Inhaltes des Konfigurationsregisters 4 mit einer neuen Konfiguration mehr als n-mal länger als zum Überschreiben des Konfigurationsregisters 2.

Um diese Zeit zu reduzieren und die Arbeit der Steuerlogik 5 zu vereinfachen, ist ein sogenannter Bypass 6 bereitgestellt. Der Bypass 6 enthält einen Bypass-Pfad für jeden Ausgangsanschluss des MSP-Vermittlers 1, durch welchen die Ausgangs-Multiplex-Signale, welche auf den Ausgangsanschlüssen des MSP-Vermittlers 1 erscheinen, den VCS 3 umgehen können, und zwar ohne jegliche Modifikation des zeitlichen Aufbaus und ohne jegliche räumliche Kreuzverbindung. Jeder Bypass-Pfad enthält eine Verzögerungsschaltung 7, welche die Multiplex-Signale durch die Verweilzeit der Signale im VCS 3 verzögert. Die Bypass-Pfade und die Ausgangsanschlüsse des VCS 3 treffen abermals an Vermittlern 8 des Bypasses 6 aufeinander, die entweder ein Multiplex-Signal von der Verzögerungsschaltung 7 oder das entsprechende Multiplex-Signal vom VCS 3 an einen der m Ausgangsanschlüsse übertragen. Die Position der Vermittler 8 wird durch ein Bypass-Konfigurationsregister 9 gesteuert. Das Konfigurationsregister 9 ist viel kleiner als das MSP-Vermittler-Konfigurationsregister 2. Während letztgenanntes einen zugeordneten Ausgangsanschluss für jeden Eingangsanschluss des MSP-Vermittlers 1 zu spezifizieren hat, das heißt, es muss zumindest m (log2 m) Bits enthalten, benötigt das Bypass-Konfigurationsregister 9 lediglich m Bits zum Spezifizieren der Position von jedem der Vermittler 8.

Die m Ausgangsanschlüsse des Bypasses 6 sind ferner mit m Eingangsanschlüssen von einer Kopplungsmatrix verbunden, welches als MSP-Brücke 10 bezeichnet wird, wobei der Aufbau davon dem des MSP-Vermittlers 1 entspricht, das heißt, dass er ein m × m reiner Raum-Vermittler ist. Der Vermittlungszustand der MSP-Brücke 10 wird durch ein MSP-Brücken-Konfigurationsregister 11 gesteuert.

Der Grund für diesen komplizierten Aufbau der Vermittlungseinheit liegt in der Notwendigkeit, die Größe des Steuerdatenverkehrs zwischen der Steuerlogik 5 und den verschiedenen Vermittlungsmatrizen 1, 3, 10 und ihren jeweiligen Konfigurationsregistern 2, 4, 9, 11 klein zu halten. Theoretisch ist es möglich, den MSP-Vermittler 1, den Bypass 6 und die MSP-Brücke 11 zu entfernen, und die Eingangs- und Ausgangsanschlüsse der Vermittlungseinheit direkt mit den Eingangs- und Ausgangsanschlüssen des VCS (TSI-Vermittler) 3 zu verbinden. Jedoch würde dies erfordern, dass der Steuerdatenverkehr zwischen der Steuerlogik 5 und dem einzelnen verbleibenden TSI-Konfigurationsregister 4 des VCS 3 auf ein Mehrfaches des Verkehrs ansteigt, welcher herkömmlicherweise zwischen der Steuerlogik 5 und allen Konfigurationsregistern zusammen vorliegt. Wenn beispielsweise im MSP-Vermittler 1 die Verbindung zwischen zwei Eingangsanschlüssen und zwei Ausgangsanschlüssen über kreuz auszutauschen ist (kreuzverbunden), ist es bei der Vermittlungseinheit von 1 ausreichend, wenn die Einträge entsprechend der betreffenden Eingangsanschlüsse im MSP-Vermittler-Konfigurationsregister 2 überschrieben werden. Ein Durchführen von einer Modifikation, welche den gleichen Effekt durch das TSI-Konfigurationsregister 4 des VCS 3 hat, ist viel arbeitsaufwendiger, da eine hohe Anzahl von Ausgangsanschlüssen zur selben Zeit betroffen sein kann. Ferner gilt, dass, je größer die Zunahme des Datenverkehrs ist, desto größer ist die Anzahl m von Einganganschlüssen und Ausgangsanschlüssen der verschiedenen Matrizen und die Anzahl n der Bestandteile des Signal-Multiplexes.

Die Europäische Patentveröffentlichung EP 1 154 671 offenbart eine Vermittlungseinheit, welche einen dreistufigen Aufbau gemäß dem oben diskutierten Stand der Technik hat.

Die vorliegende Erfindung ist aus einer Bemühung entstanden, eine Vermittlungseinheit für ein Telekommunikationsnetzwerk bereitzustellen, welche eine Steuerung hat, welche mit der oben beschriebenen herkömmlichen Vermittlung kompatibel ist, und welche, zumindest zum Teil, einen vereinfachten Vermittlungsmatrix-Aufbau bereitstellt, ohne dass eine Zunahme eines Steuerdatenverkehrs zwischen der Steuerlogik und der Vermittlungsmatrix verursacht wird.

Gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine Vermittlungseinheit für ein Telekommunikationsnetzwerk bereitgestellt, welche eine befehlsgesteuerte Vermittlungsmatrix, welche zumindest zwei Vermittlungs-Freiheitsgrade hat, und eine Steuerlogik zum Erzeugen eines ersten Typs von Steuerbefehlen, welche für eine Gruppe von Verbindungen die Vermittlung dieser im ersten Freiheitsgrad bestimmen, und zumindest eines zweiten Typs von Steuerbefehlen, welche bei einer gegebenen Verbindung ihre Vermittlung in allen Freiheitsgraden bestimmen, hat, wobei die Vermittlungseinheit gekennzeichnet ist durch eine Umformungsschaltung, welche zwischen der Steuerlogik und der Vermittlungsmatrix verbunden ist, um Steuerbefehle des ersten Typs mit Steuerbefehlen des zweiten Typs zu einem Steuerbefehl des zweiten Typs zusammenzuführen. Die Umformungsschaltung der Vermittlungseinheit gemäß der Erfindung wirkt als ein Empfänger für alle Steuerbefehle betreffend dem Aufbau, welche durch die Steuerlogik ausgegeben werden, und zwar unabhängig davon, ob diese in einer herkömmlichen Vermittlungseinheit des in 1 gezeigten Typs zum MSP-Vermittler, zum VCS, zum Bypass oder zur MSP-Brücke gerichtet worden sind. Die Datenmenge der Steuerbefehle, welche durch die Steuerlogik der Vermittlungseinheit gemäß der Erfindung an die Umformungsschaltung gesendet werden, kann somit so gering beibehalten werden, wie beim herkömmlichen System von 1. Da die Umformungsschaltung in naher Nachbarschaft zur Vermittlungsmatrix platziert werden kann, können hohe Datenraten für die Übertragung von Steuerbefehlen zwischen der Umformungsschaltung und der Vermittlungsmatrix einfacher realisiert werden als zwischen der Steuerlogik und der Umformungsschaltung. Darüber hinaus kann, da die Umformungsschaltung dazu in der Lage ist, verschiedene Typen von Steuerbefehlen der Steuerlogik zu verarbeiten, und zwar insbesondere die Steuerbefehle, welche an den MSP-Vermittler, den VCS, den Bypass oder die MSP-Brücke in der herkömmlichen Vermittlungseinheit gesendet werden, die herkömmliche Steuerlogik im Kontext der vorliegenden Erfindung verwendet werden. Dies setzt voraus, dass das Steuerprogramm, welches durch die Steuerlogik 5 ausgeführt wird, zu einem herkömmlichen Steuerprogramm identisch sein kann, welches für eine Vermittlungseinheit verwendet wird, welche den in 1 gezeigten Aufbau hat. Daraus folgend ist die Vermittlungseinheit gemäß der Erfindung vereinfacht und es werden Kosten eingespart.

Wenn es beabsichtigt ist, die Vermittlungseinheit der vorliegenden Erfindung in einem Synchronous Digital Hierarchy (SDH)-Telekommunikationssystem zu verwenden, wird der erste Vermittlungs-Freiheitsgrad vorzugsweise ein räumlicher Freiheitsgrad sein, das heißt, dass der erste Freiheitsgrad bestimmt, an welchem physikalischen Ausgangsanschluss der Vermittlungsmatrix ein vorgegebener Signalbestandteil eines Zeit-Multiplex-Signals, welches an einem vorgegebenen Signal-Eingangsanschluss eingegeben wird, ausgegeben wird. Darüber hinaus ist der zweite Freiheitsgrad vorzugsweise ein zeitlicher Freiheitsgrad, das heißt, dass er den Zeitschlitz (oder die Zeitschlitze) bestimmt, in welchem ein vorgegebener Bestandteil eines Multiplex-Eingangssignals am Ausgangsanschluss der Vermittlungsmatrix erscheint.

Alternativ ist, wenn ein weiterer Typ von einer Multiplex-Übertragung verwendet wird, wie beispielsweise ein Frequenz-Multiplex, der zweite Vermittlungs-Freiheitsgrad vorzugsweise ein Frequenz-Freiheitsgrad.

Vorzugsweise ist die Steuerlogik dazu angepasst, ebenfalls Steuerbefehle eines dritten Typs bereitzustellen, welche bei einer Gruppe von Verbindungen, genauer gesagt, für alle Verbindungen, welche in einem Multiplex-Signal enthalten sind, eine Vermittlung der einzelnen Verbindungen im zweiten Freiheitsgrad erlauben oder unterdrücken.

Um eine Neuverwendung von einer bestehenden Steuerlogik in einer Vermittlungseinheit gemäß der Erfindung zu vereinfachen oder um eine Aufrüstung von bestehenden Vermittlungseinheiten in Vermittlungseinheiten gemäß der Erfindung zu vereinfachen, ist es vorteilhaft, wenn jeder Typ von Steuerbefehl, welcher durch die Steuerlogik ausgegeben werden kann, eine eigene Schnittstelle der Umformungsschaltung zum Empfangen dieser dazu zugewiesenen Steuerbefehle entsprechend der verschiedenen Konfigurationsregister der herkömmlichen Vermittlungseinheit hat.

Um dazu in der Lage zu sein, eine hohe Menge von Steuerbefehlen schnell und wirksam zwischen der Umformungsschaltung und der Vermittlungsmatrix zu übertragen, ist es vorteilhaft, wenn die Vermittlungsmatrix und die Umformungsschaltung in derselben Anordnung implementiert sind, beispielsweise eine gemeinsame Schaltplatine. Die Steuerlogik kann jedoch in einer zweiten Anordnung implementiert sein, wie beispielsweise auf einer zweiten Schaltplatine, welche durch ein Bus-System mit der ersten Schaltplatine verbunden ist. Eine solche Steuerlogik kann ebenfalls nicht nur zum Steuern der Vermittlungsmatrix, sondern ferner ebenfalls von Bauteilen der Vermittlungseinheit bereitgestellt werden.

Gemäß eines weiteren Aspektes der Erfindung ist ein Vermittlungsverfahren für ein Telekommunikationsnetzwerk bereitgestellt, welches die Schritte enthält: Erzeugen eines ersten Typs von Steuerbefehlen, welche für eine Gruppe von Verbindungen die Vermittlung derer in einem ersten Freiheitsgrad spezifizieren; Erzeugen von zumindest einem zweiten Typ von Steuerbefehlen, welche bei einer gegebenen Verbindung die Vermittlung derer in allen Freiheitsgraden spezifizieren; Zusammenführen der Steuerbefehle des ersten Typs mit Steuerbefehlen des zweiten Typs, um einen Steuerbefehl des zweiten Typs auszubilden; und Eingeben des Steuerbefehls, welcher durch das Zusammenführen erlangt wird, in eine befehlsgesteuerte Vermittlungsmatrix, welche zumindest zwei Vermittlungs-Freiheitsgrade hat.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Beschreibung einer Vermittlungseinheit gemäß der Erfindung deutlich, welche nun mittels Beispiel lediglich mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben wird, in denen:

1, wie bereits diskutiert, ein Blockdiagramm einer herkömmlichen Vermittlungseinheit zur Verwendung in einem SDH-Telekommunikationsnetzwerk ist;

2 ein Blockdiagramm von einer Vermittlungseinheit gemäß der Erfindung ist, welche eine Vermittlungsmatrix und weitere Bauteile enthält, welche durch eine gemeinsame Steuerlogik gesteuert werden;

3 ein Blockdiagramm der Vermittlungsmatrix von 2 ist; und

4 schematisch die Verarbeitung in einer Umformungsschaltung gemäß der Erfindung darstellt.

Bezugnehmend auf 2 ist ein schematisches Blockdiagramm einer Vermittlungseinheit für ein Telekommunikationsnetzwerk gemäß der vorliegenden Erfindung gezeigt. Die Vermittlungseinheit ist aus einer Mehrzahl von Schaltplatinen 12, 13, 17 ausgebildet, welche auf einer gemeinsamen Rückebene befestigt sind und unter Verwendung eines Bus-Systems 14 kommunizieren, welches sich auf dieser Rückebene befindet.

Auf der Schaltplatine 12 ist eine Steuerlogik 5 ausgebildet, welche im Aufbau und in der Funktion der oben beschriebenen Steuerlogik 5 von 1 entsprechen kann. Die Steuerlogik 5 ist als ein Mikro-Steuersystem implementiert, welches eine Routing-Information der verschiedenen Verbindungen, welche durch die Vermittlungseinheit durchzulassen sind, empfängt, und eine Vermittlungsmatrix auf der Schaltplatine 13 steuert.

Die Schaltplatinen 17 werden ebenfalls Verkehrskarten zum Abschließen von Informationssignalen, welche von außerhalb ankommen, und zum Umformen derer in ein Format, welches die Vermittlungseinheit in der Lage ist, zu verarbeiten, um Fehlfunktionen in den Informationssignalen zu erfassen, usw., genannt.

Ein Blockdiagramm des Aufbaus der Vermittlungsmatrix ist in 3 gezeigt. Die Vermittlungsmatrix enthält vier Konfigurationsregister, welche in der Funktion und Größe den Konfigurationsregistern 2 (MSP-Vermittler-Konfigurationsregister), 4 (TSI-Konfigurationsregister), 9 (Bypass-Konfigurationsregister) und 11 (MSP-Brücken-Konfigurationsregister) von 1 entsprechen, und daher durch die gleichen Bezugsziffern und Abkürzungen gekennzeichnet werden. Im Gegensatz zu der bekannten Vermittlungseinheit von 1, steuern diese Konfigurationsregister nicht direkt Vermittlungsmatrizen oder Vermittler, sondern sind jeweils mit einer Umformungsschaltung 15 verbunden, welche den Inhalten dieser Register beitritt, um diese in einem Gesamtaufbau zu verarbeiten, welcher den Vermittlungszustand eines einzelnen VCS (TSI) 3 bestimmt, wobei die m Eingangs- und Ausgangsanschlüsse derer unmittelbar die Eingangs- und Ausgangsanschlüsse der Vermittlungsmatrix ausbilden. Dies setzt voraus, dass der Gesamtaufbau, welcher durch die Umformungsschaltung 15 erlangt wird, für jeden Zeitschlitz des Multiplex-Signals an jedem Ausgangsanschluss des VCS 3 einen Eingangsanschluss und einen Eingangs-Zeitschlitz spezifiziert, welcher ihm zugeordnet ist. Die Steuerdatenrate zwischen der Umformungsschaltung und dem VCS 3, welche notwendig ist, um den Aufbau des VCS 3 aktualisiert zu halten, ist im allgemeinen höher als die Datenrate, welche durch die Steuerlogik 5 an die Umformungsschaltung 15 gesendet wird, jedoch kann diese Anforderung einfach erfüllt werden, da die Umformungsschaltung 15 und der VCS 3 auf derselben Schaltplatine 13 sind, so dass die Steuerdatenleitung 16 zwischen den beiden kurz ist und bei einer hohen Rate betrieben werden kann. Darüber hinaus ist die Steuerdatenleitung 16 ausschließlich für die Kommunikation zwischen der Umformungsschaltung 15 und dem VCS 3 verfügbar, wohingegen eventuell mehrere Schaltplatinen 13, 17 mit einer Steuerinformation bereitzustellen sind, welche jeder von ihnen spezifiziert ist.

Im Gegensatz zu der Steuerlogik 5, welche durch einen Mikroprozessor oder eine Mikrosteuerung und ein entsprechendes Steuerprogramm realisiert werden kann, ist eine fest verdrahtete Logik für die Umformungsschaltung 15 bevorzugt, um höchstmögliche Verarbeitungsgeschwindigkeiten zu erreichen.

Die durch die Umformungsschaltung 15 durchzuführende Verarbeitung ist nicht sehr kompliziert, sie erfordert lediglich viele Berechnungen unter strikten zeitlichen Beschränkungen, weil zum Umformen eines modifizierten MSP (Multiplex Section Protection)-Vermittlungsaufbaus, eines VCS-Aufbaus, eines Bypass-Aufbaus oder eines MSP-Brücken-Aufbaus, welche durch die Steuerlogik 5 der Umformungsschaltung 15 in einem Gesamtaufbau für den VCS 3 bereitgestellt sind, weniger als 50 ms zur Verfügung stehen.

Wenn m = k + l die Anzahl von Eingangsanschlüssen (und Ausgangsanschlüssen) der Vermittlungseinheit ist, und jeder Rahmen gemäß dem SDH-Standard n = 63 Kanäle hat, welche unabhängig voneinander zu vermitteln sind, kann ein MSP-Vermittler-Aufbau (welcher in 4 als CMSP-S bezeichnet wird) als ein m-Bestandteil Vektor angesehen werden, wobei die Bestandteile dessen jeweils aus den Ganzzahlen 1 bis m ausgewählt sind, wobei der i-te Bestandteil des Vektors die Nummer des Eingangsanschlusses des MSP-Vermittlers anzeigt, welcher mit dem i-ten Ausgangsanschluss verbunden ist, wobei ein VCS-Aufbau (welcher in 4 als CVCS bezeichnet wird) als eine Matrix angesehen werden kann, welche m Zeilen und n = 63 Spalten hat, wobei die Elemente gleich Paare von Ganzzahlen sind, wobei das Element in Zeile i, Spalte j die Nummer ini,j des Eingangsanschlusses und die Nummer si,j des Zeitschlitzes an diesem Eingangsanschluss spezifiziert, bei welchem ein Informationssignal, welches im j-ten Zeitschlitz des i-ten Ausgangsanschlusses des VCS ausgegeben wird, empfangen wird. Die m Bits des Bypass-Aufbaus CB spezifizieren, welche der m Eingangsanschlüsse des VCS direkt durch den entsprechend nummerierten Ausgangsanschluss vermittelt werden, wodurch der VCS umgangen wird und die Notwendigkeit vermieden wird, Zeitschlitze innerhalb des Multiplex-Signals des entsprechenden Eingangs zu mischen. Der Aufbau und die Funktion des MSP-Brücken-Aufbaus CMSP-B sind analog zum MSP-Vermittler-Aufbau CMSP-S.

In den Vektoren CMSP-S, CMSP-B und der Matrix CVCS können Bestandteile sein, welche jeweils identische Nummern oder Paare von Nummern enthalten, wobei dies einer Vermittlung von jeweils einem Signal-Multiplex oder einem Signalbestandteil von einem Eingangsanschluss an mehrere Ausgangsanschlüsse entspricht.

Um einen Gesamtaufbau für den VCS 3 der Vermittlungseinheit gemäß der Erfindung aus diesen vier Aufbauten zu berechnen, fasst die Umformungsschaltung 15 zunächst den VCS-Aufbau CVCS und den Bypass-Aufbau CB zusammen, wie in 4 gezeigt, indem in jeder Linie i der Matrix CVCS, bei welcher ein Bit mit einem Wert von 1 im Bypass-Aufbau CB anzeigt, dass ein Bypass zu vermitteln ist (die zweite Linie im Beispiel von 4), die Elemente von dieser Linie durch Paare von Nummern i, j überschrieben werden, wobei j die Nummer der Spalte ist, in welcher sich das betreffende Element in der Aufbaumatrix CVCS befindet. Die somit modifizierte Linie entspricht, bei einer Vermittlungseinheit, welche den in 1 gezeigten herkömmlichen Entwurf hat, einem direkten Vermitteln des Multiplex-Signals vom Eingangsanschluss i = 2 zum Ausgangsanschluss i = 2 des VCS 3, während dessen zeitlicher Aufbau beibehalten wird.

Die somit erlangte Zwischenmatrix CINT muss immer noch mit den Aufbauten CMSP-S des MSP-Vermittlers und CMSP-B der MSP-Brücke zusammengefasst werden, um den Gesamtaufbau auszubilden. Die Reihenfolge, in welcher dieses vorgenommen werden kann, ist beliebig. Der MSP-Brücken-Aufbau CMSP-B ist ein m Bestandteil-Vektor, wobei der i-te Bestandteil dessen die Nummer des Eingangsanschlusses der MSP-Brücke spezifiziert, welcher mit dessen i-ten Ausgangsanschluss verbunden ist. Dies setzt voraus: Wenn, wie im Beispiel von 4, der erste Bestandteil von CMSP-B gleich 2 ist, der zweite gleich 1 ist und m-te gleich p ist, hat der erste Ausgangsanschluss den Signal-Multiplex, welcher durch die Bestandteile von der zweiten Linie von CINT, welche zu ihm weitergeleitet wird, bestimmt ist, hat der zweite Ausgangsanschluss den Signal-Multiplex von der ersten Linie, und hat der m-te Ausgang den von der p-ten Linie, welche daran weitergeleitet ist. Dies ist im Aufbau von der Matrix CINT von 4 widergespiegelt, welcher durch ein Zusammenfassen von CINT und CMSP-B erlangt wird.

Der MSP-Vermittler-Aufbau CMSP-S ist ein m Bestandteil-Vektor, wobei der i-te Bestandteil ci dessen im herkömmlichen Entwurf von 1 die Nummer des Eingangsanschlusses des MSP-Vermittlers spezifiziert, welcher mit dessen i-ten Ausgangsanschluss verbunden ist. Indem dieser Vektor mit CINT zusammengefasst wird, wird der Gesamtaufbau C erlangt, wie in 4 gezeigt, durch welchen die Umformungsschaltung 15 den VCS 3 der Vermittlungseinheit von der Erfindung steuert.

Es wird für den Fachmann leicht verständlich sein, dass die Vermittlungseinheit und das Verfahren der vorliegenden Erfindung in Abhängigkeit von der beabsichtigten Anmeldung modifiziert werden können. Während beispielsweise die Vermittlungseinheit der Erfindung mit Bezug auf ein SDH-Telekommunikationsnetzwerk beschrieben wurde, wo sie insbesondere Anwendung findet, können die Vermittlungseinheit und das Verfahren der Erfindung bei weiteren Telekommunikationsnetzwerken angewendet werden, welche mit unterschiedlichen Multiplex-Schemata arbeiten, wie beispielsweise Frequenz-Multiplex-Netzwerke.


Anspruch[de]
Vermittlungseinheit für ein Telekommunikationsnetzwerk, welches eine befehlsgesteuerte Vermittlungsmatrix (3) hat, welche zumindest zwei Vermittlungs-Freiheitsgrade hat, wobei die Vermittlungsmatrix eine Steuerlogik (5) zum Erzeugen eines ersten Typs von Steuerbefehlen (CMPS-S, CMSP-B), welche für eine Gruppe von Verbindungen die Vermittlung dieser im ersten Freiheitsgrad bestimmen, und zumindest eines zweiten Typs von Steuerbefehlen (CVCS), welche bei einer gegebenen Verbindung ihre Vermittlung in allen Freiheitsgraden bestimmen, hat, gekennzeichnet durch eine Umformungsschaltung (15), welche zwischen der Steuerlogik (5) und der Vermittlungsmatrix (3) verbunden ist, um die Steuerbefehle des ersten Typs mit den Steuerbefehlen des zweiten Typs zu einem Steuerbefehl des zweiten Typs (C) zusammenzuführen. Vermittlungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Vermittlungs-Freiheitsgrad ein räumlicher Freiheitsgrad ist. Vermittlungseinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Vermittlungs-Freiheitsgrad ein zeitlicher Freiheitsgrad ist. Vermittlungseinheit nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Vermittlungs-Freiheitsgrad ein Frequenz-Freiheitsgrad ist. Vermittlungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerlogik (5) ferner dazu angepasst ist, Steuerbefehle eines dritten Typs (CB) zu erzeugen, welche bei einer Gruppe von Verbindungen eine Vermittlung der einzelnen Verbindungen dieser Gruppe im zweiten Freiheitsgrad erlauben oder unterdrücken. Vermittlungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder aus dem Typ von Steuerbefehlen (CMPS-S, CVCS, CB, CMSP-B) eine eigene Schnittstelle der Umformungsschaltung (15) hat, welche ihr zugewiesen ist, um diese Steuerbefehle zu empfangen. Vermittlungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umformungsschaltung (15) und die Vermittlungsmatrix (3) in einer selben Anordnung (13) implementiert sind. Vermittlungseinheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerlogik (5) in einer zweiten Anordnung (12) implementiert ist. Vermittlungseinheit nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerlogik (5) dazu angepasst ist, eine Mehrzahl von Anordnungen (13, 17) zu steuern. Vermittlungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheit dazu angepasst ist, virtuelle Container in einem SDH Telekommunikationsnetzwerk zu vermitteln. Vermittlungsverfahren für ein Telekommunikationsnetzwerk, welches die Schritte enthält:

Erzeugen eines ersten Typs von Steuerbefehlen (CMPS-S, CMSP-B), welche für eine Gruppe von Verbindungen die Vermittlung derer in einem ersten Freiheitsgrad spezifizieren; Erzeugen von zumindest einem zweiten Typ von Steuerbefehlen (CVCS), welche bei einer gegebenen Verbindung die Vermittlung derer in allen Freiheitsgraden spezifizieren; Zusammenführen der Steuerbefehle des ersten Typs mit Steuerbefehlen des zweiten Typs, um einen Steuerbefehl des zweiten Typs (C) auszubilden;

und Eingeben des Steuerbefehls, welcher durch das Zusammenführen erlangt wird, in eine befehlsgesteuerte Vermittlungsmatrix (3), welche zumindest zwei Vermittlungs-Freiheitsgrade hat.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com