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Dokumentenidentifikation DE60310234T2 22.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001528333
Titel Luftentfeuchter und Luftentfeuchtungsverfahren
Anmelder Hess, Spencer Ward, Whiting, N.J., US
Erfinder Hess, Spencer Ward, Whiting, New Jersey 08759, US
Vertreter Einsel und Kollegen, 38102 Braunschweig
DE-Aktenzeichen 60310234
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 31.10.2003
EP-Aktenzeichen 032569048
EP-Offenlegungsdatum 04.05.2005
EP date of grant 06.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse F24F 3/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf das Entfeuchten von Luft und auf den gewerblichen Bereich der Restaurierung im Allgemeinen, und auf das Entfeuchten oder Trocknen von wasserbeschädigten Gebäuden im Besonderen. Sie bezieht sich auch auf mit Dieselbrennstoff beheizte Trocknungsreaktivierungen.

Mobile Entfeuchtungsanlagen mit Trocknungsmitteln (siehe zum Beispiel die US-A-3036382) werden in den zurückliegenden Jahren mehr und mehr eingesetzt, um wasserbeschädigte Gebäude zu trocknen, um die Gesundheitsprobleme zu reduzieren, die von den entsprechenden Schimmelpilzen verursacht werden, die sich dann entwickeln. Wie es auch bekannt ist, wird häufig Kieselgel als Trocknungsmittel eingesetzt in einem Rad, durch welches die befeuchtete Luft aus den Wänden, dem Fußboden, dem Zement und dergleichen in eine Entfeuchtungskammer gezogen wird. Wenn das Kieselgel oder ein anderes eingesetztes Trocknungsmittel die Feuchtigkeit absorbiert, wird es allerdings erforderlich, außerdem Wärme dem Trocknungsmittel zuzuführen, um die von ihm gesammelte Feuchtigkeit wieder freizusetzen; dieses dient dann dazu, die Betriebsform in einem kontinuierlichen Zyklus zu optimieren und es dem Trocknungsmittel zu erlauben, kontinuierlich die Feuchtigkeit in dem Gebäude zu absorbieren. Wenn Trocknungsmittel in großem Umfange eingesetzt werden, wird die benötigte Wärmeenergie typischerweise durch eine elektrische Heizung oder Propangasheizung zur Verfügung gestellt. Allerdings bestehen Probleme mit diesen beiden Verfahren des Reaktivierens des Trocknungsmittels.

Beispielsweise benötigt elektrische Heizung eine große Menge an elektrischer Energie, die gerade in vielen beschädigten Gebäuden nicht zur Verfügung steht. Die Verwendung von alternativ geschaffenen Generatoren fügt auf der anderen Seite zusätzliche Ausgaben für ihre Miete zusammen mit einer sich ergänzenden hohen Brennstoffrechnung hinzu. Mit Propangas beheizte Entfeuchter zeigen auf der anderen Seite viele Nachteile ihrer eigenen Art:

  • a) spezielle Zulassungen werden häufig benötigt, um Propangas zur Arbeitsstelle zu schaffen;
  • b) weitere Zulassungen werden häufig zum Arbeiten mit Propangas mittels eines Zugfahrzeugs oder eines anderen Fahrzeugs an der Werkstätte selbst benötigt;
  • c) eine Wiederersetzung von Propangas kann nicht unmittelbar leicht erhältlich sein, also wenn das zu trocknende Gebäude sich an einer abgelegenen Stelle befindet oder wenn ein Ersatz mitten in der Nacht oder an einem Sonntag erforderlich wird;
  • d) das Beheizen des Entfeuchters mit dem Propangas erzeugt einen Befeuchtungseffekt, der unerwünscht die Verarbeitungsluft, die getrocknet werden soll, anfeuchtet; und
  • e) Propangas selbst ist leicht entflammbar.

Da allerdings das Bedürfnis zum Reaktivieren des Kieselgels oder anderer Trocknungsmittel fortbesteht, werden Entfeuchter dieser Art fortgesetzt verwendet, sowohl getragen auf der Zugplattform eines Zugfahrzeugs als auch wenn sie innerhalb des Gebäudes abgeladen werden.

Aspekte der vorliegenden Erfindung versuchen eine neue und verbesserte Form des Reaktivierens des Trocknungsmittels in diesen Entfeuchtungsgeräten vorzuschlagen.

Aspekte der Erfindung versuchen auch, eine derartige Form der Reaktivierung ohne das Hinzufügen von nachteiligen Begrenzungen vorzuschlagen.

Weitere Aspekte der Erfindung versuchen eine Art der Reaktivierung zur Verfügung zu stellen, die leicht zur Verwendung erhältlich ist und wirtschaftlich beim Betrieb ist.

Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zum Trocknen von innerhalb eines Gebäudes vorhandener befeuchteter Luft von einem außerhalb liegenden Punkt weist auf ein einen Wärmetauscher umschließendes Gehäuse, ein Trocknungsmittel, einen ersten Umgebungsluft von außerhalb des Gehäuses über den Wärmetauscher durch das Trocknungsmittel in eine erste Richtung ziehendes Gebläse, ein zweites die befeuchtete Luft durch das Trocknungsmittel in eine zweite Richtung ziehendes Gebläse und eine Einrichtung zum Beschicken des Wärmetauschers mit Dieselbrennstoff. Das Gehäuse kann in einer ersten Ausführungsform auf einer Grundfläche benachbart zu dem Gebäude ruhen, in welchem die befeuchtete Luft vorhanden ist. In einer zweiten Ausführungsform kann das Gehäuse auf einem Anhänger oder der Ladefläche eines Lastkraftwagens ruhen, auf welchem es zu einem Arbeitsplatz benachbart zu dem zu trocknenden Gebäude gezogen wird. In solchen Fällen kann das Trocknungsmittel eine Kieselgelzusammensetzung aufweisen, beispielsweise in der Form eines drehenden Kieselgelrades. Beim Betrieb wird die Umgebungsluft nach der Erwärmung durch das Trocknungsmittel in eine Richtung entgegengesetzt zu derjenigen gezogen, in welche die befeuchtete Luft gezogen wird. Die erwärmte Umgebungsluft dient somit zum Freisetzen der von dem Trocknungsmittel gesammelten Feuchtigkeit zur Reaktivierung desselben für den fortgesetzten Gebrauch.

Es wird so ein Verfahren zum Trocknen von innerhalb eines Gebäudes vorhandener befeuchteter Luft durch das Schaffen einer Trocknungskammer einschließlich eines Wärmetauschers und eines Trocknungsmittels vorgeschlagen. Umgebungsluft wird von außerhalb des Gebäudes, in welchem die befeuchtete Luft vorhanden ist, über den Wärmetauscher und durch das Trocknungsmittel in einer ersten Richtung gezogen. Die innerhalb des Gebäudes vorhandene befeuchtete Luft wird durch das Trocknungsmittel in einer zweiten Richtung gezogen, wobei das Trocknungsmittel selbst von der Umgebungsluft entfeuchtet wird, die über und um den Wärmetauscher herumläuft. In Übereinstimmung mit der Erfindung schließt das Verfahren das Beschicken des Wärmetauschers mit Dieselbrennstoff ein. In einer bevorzugten Ausführungsform schließt die zur Verfügung gestellte Trocknungskammer ein Trocknungsmittel als Kieselgelzusammensetzung ein, und in der Form eines drehenden Kieselgelrades.

Es wird von den Fachleuten verstanden werden, dass der bei dem Erhitzungsvorgang eingesetzte Dieselbrennstoff praktisch überall erhältlich ist, wo Dieselkraftfahrzeuge als Transportmittel verwendet werden. Da Dieselbrennstoff eine größere Menge an BTU pro Gallone zur Verfügung stellt als Propangas, wird weniger Brennstoff benötigt, um die Wärme für das Trocknungsmittel mit dem Dieselbrennstoff zur Verfügung zu stellen, als mit Propangas, was zu Kosteneinsparungen bei der Verwendung führt. Da außerdem der Dieselbrennstoff ohne das Erzeugen von Feuchtigkeit verbrennt, wird die verarbeitete Luft weit trockener werden, was eine Reaktivierung des Trocknungsmittels schneller bewirken kann, wodurch der Betriebswirkungsgrad steigt. Da der Entfeuchter des Trocknungsmittels gemäß der Erfindung wesentlich wirksamer arbeitet, erlaubt es sein Aufbau, die benötigte Leistung der Reaktivierungsgebläse zu reduzieren, die die Umgebungsluft durch den Wärmetauscher ziehen. Dies führt zu einer kompakteren Maschine für einen leichteren Transport.

Diese und weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung werden noch deutlicher verstanden werden durch eine Berücksichtigung der folgenden Beschreibung, die im Zusammenhang mit den beigefügten Zeichnungen zu nehmen ist, in welchen:

1 ein Blockschema ist, das beim Verstehen der Vorrichtung und des Verfahrens zum Trocknen befeuchteter, in einem Gebäude vorhandener Luft von einem Punkt außerhalb desselben hilft; und

2 stellt einen bevorzugten Aufbau des eingesetzten Trocknungsmittels dar.

Unter Bezugnahme auf die 1 und 2 folgen die Reaktivierungsvorrichtung für das Trocknungsmittel nach der Erfindung und ihre Betriebsweise beide aus der Verwendung eines Gehäuses 10 mit einem Wärmetauscher 12 und einem Trocknungsmittel 14. Das Bezugszeichen 20 kennzeichnet ein Gebäude, in dem befeuchtete Luft vorhanden ist, welche durch die erfindungsgemäße Vorrichtung getrocknet oder entfeuchtet werden soll, wobei das Gehäuse 10 eine Bodenfläche 16 besitzt, die auf einem Anhänger oder einer Ladefläche eines Lastkraftwagens benachbart zu dem Gebäude 20 ruht, nachdem sie zu ihrem Einsatzort gefahren wurde. Alternativ kann das Gehäuse 10 von dem Anhänger oder der Ladefläche des Lastkraftwagens auf den Boden selbst abgeladen werden. Ein Bezugszeichen 18 bezeichnet einen Brenner für Dieselbrennstoff mit einem Abgasschacht 22. Wie man erkennen kann, erhitzt der Brenner 18 für den Dieselbrennstoff den Wärmetauscher 12 von der Innenseite aus.

Ein erstes oder Reaktivierungsgebläse 24 zieht Umgebungsluft aus der Umgebung über ein Leitungsnetz 70 von 45,7 cm (18 Zoll) beispielsweise in das Gehäuse 10 über und um den von Dieselbrennstoff beschickten Wärmetauscher 12 und durch das Trocknungsmittel 14 in einer ersten Richtung, die von den Pfeilen 50 veranschaulicht wird; die von Feuchtigkeit befreite erwärmte Luft wird durch das Trocknungsmittel 14 aus dem Gehäuse 10 wie durch die Pfeile 51 und 52 angezeigt ausgegeben. Ein zweites oder Arbeitsluft-Gebläse 26 zieht die befeuchtete Luft von innerhalb des Gebäudes durch ein ähnliches Leitungsnetz 72 und das Trocknungsmittel 14 in einer zweiten Richtung (dargestellt durch die Pfeile 60), was die darin befindliche Feuchtigkeit einfängt, bevor die getrocknete Luft aus dem Gehäuse 10 heraus abgegeben wird, wie dies durch die Pfeile 61 und 62 angezeigt wird. Der mit Dieselbrennstoff beschickte Wärmetauscher 12 entfeuchtet somit das Trocknungsmittel 14 von der eingesammelten Feuchtigkeit aus der feuchten Gebäudeluft beim Reaktivieren des Trocknungsmittels 14 für eine fortgesetzte Verwendung. Wie bereits vorstehend vermerkt, ist der Dieselbrennstoff leicht erhältlich, brennt sauber und ist wirksam im Betrieb. Und als Ergebnis kann die Trocknungsvorrichtung für das Trocknungsmittel bei reduzierten niedrigen Kosten zur Verwendung vermietet werden, was die Ausgaben beim Restaurieren von mit Wasser beschädigten Gebäuden in ihren ursprünglichen Zustand reduziert.

Das in der 1 wiedergegebene Ausführungsbeispiel zeigt, wie die Umgebungsluft von außerhalb des Gehäuses 10 durch das Trocknungsmittel 14 in einer Richtung entgegengesetzt zu derjenigen gezogen wird, in der die befeuchtete Luft aus dem Gebäude durch das Trocknungsmittel 14 gezogen wird. Bei einer derartigen Verwendung schließt ein Trocknungsmittel 14 eine Kieselgelzusammensetzung ein und ist besonders attraktiv beim Sammeln von Feuchtigkeit aus der Gebäudeluft eines wasserbeschädigten Gebäudes. Die 2 veranschaulicht das Trocknungsmittel 14 in einer Form eines drehenden Kieselgelrades 90 in einem Rahmen 92 innerhalb eines Gehäuses 10. Da die eingesetzte Vorrichtung mit der Dieselbrennstoffbeschickung von erhöhter Wirksamkeit ist, sind die Leistungsanforderungen des Gebläses 24 für die Reaktivierung, das die Umgebungsluft herauszieht, wesentlich reduziert, was eine geringere Größe des Gehäuses 10 erlaubt. Das Gehäuse kann dann permanent auf dem Anhänger befestigt werden und mobil zur Verwendung zu dem Einsatzort gebracht werden.

Das Verfahren zum Einsetzen der Erfindung folgt dann, unabhängig davon, ob ein Trocknungsmittel als Kieselgelzusammensetzung oder in der Form eines drehenden Rades oder andererseits vereinfacht durch das Schaffen der Trocknungskammer mit dem Wärmetauscher und dem Trocknungsmittel. Die Umgebungsluft von außerhalb des Gebäudes wird durch und über den Wärmetauscher durch das Trocknungsmittel in einer ersten Richtung gezogen, und die befeuchtete Luft aus dem Gebäude wird durch das Trocknungsmittel in einer zweiten Richtung herausgezogen. Während dieses Vorgangs wird der Wärmetauscher mit dem Dieselbrennstoff beschickt. Wie bei der beschriebenen Vorrichtung ergibt sich eine verbesserte Umgebungsaustrocknung, und zwar schnell, einfach und wirksam, und dadurch reduziert sie die erheblichen gesundheits- und/oder krebserzeugenden Probleme, die mit durch Wasser beschädigten Gebäuden verbunden sind.


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Trocknen von innerhalb eines Gebäudes (20) vorhandener befeuchteter Luft von einem außerhalb liegenden Punkt, aufweisend:

ein einen Wärmetauscher (12) umschließendes Gehäuse, ein Trocknungsmittel (14), einen ersten, Umgebungsluft von außerhalb des Gehäuses über den Wärmetauscher durch das Trocknungsmittel in eine erste Richtung ziehendes Gebläse (24), ein zweites, die befeuchtete Luft durch das Trocknungsmittel in eine zweite Richtung ziehendes Gebläse (26), und eine Einrichtung (18) zum Beschicken des Wärmetauschers mit Brennstoff,

dadurch gekennzeichnet,

dass dieser Brennstoff Diesel ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1, in welcher das Gehäuse (10) auf einer Grundfläche benachbart zu dem Gebäude (20) ruht, in welchem die befeuchtete Luft vorhanden ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, in welcher das Gehäuse (10) auf einem Anhänger oder Lastkraftwagengestell benachbart zu dem Gebäude (20) ruht, in welchem die befeuchtete Luft vorhanden ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, in welcher das Trocknungsmittel (14) eine Kieselgelzusammensetzung einschließt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, in welcher das Trocknungsmittel (14) ein drehendes Kieselgelrad einschließt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, in welcher die ersten und zweiten Gebläse (24, 26) die Umgebungsluft und die befeuchtete Luft durch das Trocknungsmittel (14) in entgegen gesetzte Richtungen ziehen. Verfahren zum Trocknen von innerhalb eines Gebäudes (20) vorhandener befeuchteter Luft von einem außerhalb gelegenen Punkt, aufweisend folgende Schritte:

eine Trocknungskammer (10) einschließend einen Wärmetauscher (12) und ein Trocknungsmittel (14) werden zur Verfügung gestellt;

Umgebungsluft wird von außerhalb des Gebäudes über den Wärmetauscher und durch das Trocknungsmittel in eine erste Richtung gezogen;

befeuchtete Luft wird innerhalb des Gebäudes durch das Trocknungsmittel in eine zweite Richtung gezogen; und

der Wärmetauscher wird mit Dieselbrennstoff beschickt.
Verfahren nach Anspruch 7, in welchem das Trocknungsmittel (14) eine Kieselgelzusammensetzung einschließt. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, in welchem das Trocknungsmittel (14) ein drehendes Kieselgelrad einschließt.






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