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Dokumentenidentifikation DE60312170T2 22.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001529749
Titel Teleskopsäule für Hub- oder Zugvorrichtungen
Anmelder SIR Societa'Italiana Riduttori S.r.l., Valdagno, IT
Erfinder Battistella, Francesco, 36078 Valdagno (VI), IT
Vertreter Kador & Partner, 80469 München
DE-Aktenzeichen 60312170
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 10.11.2003
EP-Aktenzeichen 034257253
EP-Offenlegungsdatum 11.05.2005
EP date of grant 28.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse B66C 23/697(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse F16C 29/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   F16C 29/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Teleskopsäule gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1, die insbesondere zur Verwendung in Hub- und/oder Zugvorrichtungen geeignet ist.

Es ist bekannt, dass, um Linearbewegungen auszuführen, gelegentlich röhrenförmige Elemente verwendet werden, die ineinander gleiten, um so ein teleskopartiges Übertragungssystem zu erhalten.

Die röhrenförmigen Elemente können die Elemente sein, die die Bewegung direkt übertragen, wenn sie direkt mit einem Leistungsgenerator verbunden sind, oder sie können die mechanischen Führungselemente eines Translationssystems sein.

In weiteren Fällen können sie außerdem gleichzeitig beide der oben erwähnten Funktionen ausführen.

Gemäß dem Stand der Technik können die röhrenförmigen Elemente aus verschiedenen Materialien wie etwa Aluminium, Eisen, Stahl, Harze, imprägnierte Fasern, Kunststoffe usw. hergestellt werden, wobei sie mit unterschiedlichen Techniken wie etwa Warmfließpressen, Kaltfließpressen, Gießen, Kalandrieren, Warmumformen, Biegen usw. erhalten werden können.

Das gegenseitige Gleiten der röhrenförmigen Elemente während der Teleskopbewegung wird durch Gleitmittel geführt, die als Gleitschuhe bezeichnet werden.

Solche Gleitschuhe können Rutschmittel oder Kugel- und/oder Rollenelemente umfassen.

Zusätzlich zu der Führungsfunktion haben die Gleitschuhe außerdem die Funktion der Versteifung des Systems, um mögliche, zur linearen Bewegungsachse orthogonale Kraftkomponenten auszugleichen sowie das Teleskopsystem in einem Ruhezustand in irgendeiner Halteposition mechanisch zu unterstützen.

Da die durch die Gleitschuhe hergestellte Verbindung sowohl dynamisch als auch statisch ist, sollte sie aus diesem Grund sehr genau sein.

Tatsächlich erhöht eine zu feste Verbindung die Gleitreibung unter dynamischen Bedingungen deutlich, wobei sie bei der Haftreibung eine sehr hohe Belastung erfordert und daher eine sehr hohe Betätigungsleistung mit dem sich ergebenden Risiko für einen Ausfall, einen schnellen Verschleiß sowie eine Funktionsstörung.

Dagegen bewirkt eine zu lockere Verbindung eine Systeminstabilität, Schwingungen, Lärm sowie ein Verbiegen, falls es zu der Bewegung orthogonale Kraftkomponenten gibt.

Gemäß einem ersten Stand der Technik, sind die Gleitschuhe zwischen den röhrenförmigen Elementen eingefügt, wobei jeder Gleitschuh in Bezug auf die Oberfläche eines der röhrenförmigen Elemente durch Beilagen unterlegt wird, bis durch Ausprobieren die gewünschte spielfreie Verbindung erhalten wird.

Ein weiteres bekanntes Verfahren sieht vor, dass die Gleitschuhe einer Normgröße alle an einem Ende einer Gewindeschraube befestigt sind, die durch ein Gewindeloch hindurchgeht, das in der Oberfläche eines röhrenförmigen Elements ausgebildet ist, und deren Ende aus dem röhrenförmigen Element herausragt. Der Kontakt jedes Gleitschuhs wird mit einem Schraubendreher reguliert, um so die gewünschte Verbindung zu erhalten.

EP 1 004 784 offenbart eine Teleskopsäule gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1, ein Hebezeug, das aus zwei konzentrischen Röhren von unterschiedlichem Durchmesser mit einem Leistungssystem besteht, dass die Röhren in Bezug zueinander entlang einer gemeinsamen Längsachse gleiten lässt. Die Röhren sind durch ein Lager getrennt, das aus zwei Teilen mit Grenzflächen besteht, dessen Breite einstellbar ist.

Ein erster Nachteil der bekannten Konstruktionsverfahren besteht darin, dass dann, wenn die Gleitschuhe durch Gebrauch abgenutzt sind, das Spiel vergrößert ist, wobei die Unmöglichkeit einer Wiederherstellung der Anfangsverbindung bewirkt, dass die Verbindung zwischen den Teleskopelementen immer instabiler und daher ihr Betrieb zunehmend unzuverlässig wird.

Ein weiterer Nachteil, der insbesondere die erste oben erwähnte, bekannte Lösung betrifft, besteht in der Notwendigkeit der Ausführung einer selektiven Einstellung der Gleitschuhe durch mehrere Versuche, was sich somit auf die Montagezeit und folglich die Gesamtkosten der Säule auswirkt.

Ein weiterer Nachteil, der insbesondere die zweite oben erwähnte, bekannte Lösung betrifft, ist die Notwendigkeit der Ausführung mechanischer Arbeiten an den röhrenförmigen Elementen, um die durchgehende Gewindebohrung herzustellen.

Ein weiterer Nachteil besteht im komplexen Auswechselvorgang der Gleitschuhe, der ein Zerlegen der röhrenförmigen Elemente erfordert.

Die vorliegende Erfindung ist darauf gerichtet, diese Nachteile zu überwinden.

Eine der Aufgaben der Erfindung ist die Schaffung einer Teleskopsäule mit zwei oder mehr koaxial ineinander gleitenden, röhrenförmigen Elementen, die trotz Gewährleistung einer sehr genauen Gleitbewegung keine Ausgleichsvorgänge mittels Beilagen der gegeneinander beweglichen Teile in der Montagephase erfordert.

Eine weitere Aufgabe ist das Regulieren der Verbindung zwischen den röhrenförmigen Elementen durch Einstellen der Verbindungskraft und daher der Gleitreibungen zwischen den Elementen in Abhängigkeit von der geplanten Verwendung.

Eine weitere Aufgabe ist die Möglichkeit einer einfachen Regulierung zu irgendeinem Zeitpunkt, ohne dass irgendein Zerlegungsvorgang erforderlich ist.

Eine weitere Aufgabe der Säule der Erfindung besteht außerdem im Ausführen einer verstärkten elektrischen Isolierung zwischen den röhrenförmigen Elementen in Übereinstimmung mit den derzeit gültigen Vorschriften.

Noch eine weitere Aufgabe ist es, dass die Gleitmittel mit unterschiedlichen Materialien ausgeführt werden können, um die Reibungskoeffizienten zu minimieren und gleichzeitig die mechanische Beständigkeit des Systems zu optimieren, so dass folglich ein Verschleiß reduziert wird.

Die oben erwähnten Aufgaben werden durch Bereitstellen einer Teleskopsäule für Hub- und/oder Zugvorrichtungen gelöst, die gemäß dem Hauptanspruch Folgendes umfasst:

  • – zwei oder mehr teleskopartig miteinander verbundene, koaxiale, röhrenförmige Elemente, die eine Längs-Gleitrichtung definieren;
  • – Gleitmittel, die in dem zwischen den röhrenförmigen Elementen definierten Zwischenraum eingefügt sind;
wobei jedes der Gleitmittel Folgendes umfasst:
  • – wenigstens einen ersten Gleitschuh, der fest an einem ersten röhrenförmigen Element verankert ist;
  • – wenigstens einen zweiten Gleitschuh, der fest am ersten Gleitschuh verankert ist und Kontakt mit einem zweiten, röhrenförmigen Element hat, das koaxial mit dem ersten, röhrenförmigen Element verbunden ist;
  • – einen Zwischen-Gleitschuh, der zwischen dem ersten Gleitschuh und dem zweiten Gleitschuh angeordnet ist;
  • – Reguliermittel, die geeignet sind, die Position von dem Zwischen-Gleitschuh zu verändern, um den ersten Gleitschuh sowie den zweiten Gleitschuh zu bewegen und die Haftung an den röhrenförmigen Elementen zu verändern.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weisen der erste und der zweite Gleitschuh Kontaktflächen mit dem Zwischen-Gleitschuh auf, die in Bezug auf die Längsachse der röhrenförmigen Elemente geneigt sind.

Auf diese Weise nimmt der Zwischen-Gleitschuh ein keilförmiges Profil an.

Zudem weisen der erste und der zweite Gleitschuh an der Seite, die der entsprechenden geneigten Oberfläche gegenüberliegt, eine Gleitfläche parallel zur Längsachse der röhrenförmigen Elemente auf, die mit dem angrenzenden röhrenförmigen Element in Kontakt steht.

Durch Einwirken auf die Reguliermittel ist es möglich, den Zwischen-Gleitschuh längslaufend zu bewegen, so dass der gegenseitige Abstand zwischen dem ersten und dem zweiten Gleitschuh in einer Richtung orthogonal zur Längsachse verändert wird, um die Haftung an den röhrenförmigen Elementen zu verändern.

Vorteilhafterweise ist jeder Zwischen-Gleitschuh mit einem Spiel in einem im ersten Gleitschuh ausgebildeten Sitz angeordnet, das ein begrenztes, gegenseitiges Quergleiten der Gleitschuhe zulässt, um zwischen den röhrenförmigen Elementen die Verwindungstoleranz und die Parallelitätstoleranz wieder herzustellen.

Nochmals vorteilhaft werden unter Verwendung von Gleitschuhen, die aus unterschiedlichen Materialien hergestellt sind, die mechanischen Eigenschaften wie etwa die Festigkeit oder die Funktionsmerkmale wie etwa der Gleitbetrieb optimiert.

Die vorerwähnten Aufgaben und Vorteile werden besser verständlich durch die folgende Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung, wobei:

1 eine perspektivische Ansicht eines zu der Teleskopsäule der Erfindung gehörenden Paars röhrenförmiger Elemente ist;

2 eine Teilschnittlängsansicht von 1 ist;

3 eine perspektivische Explosionsdarstellung von Einzelheiten von 2 ist;

4 eine Längsschnittansicht der zusammengesetzten Einzelheiten von 3 ist;

5 eine Vorderansicht einer der Einzelheiten von 4 ist; und

6 eine Draufsicht der Einzelheit von 5 ist.

Wie in den 1 und 2 gezeigt ist, umfasst die allgemein mit dem Bezugszeichen 1 angegebene Teleskopsäule der Erfindung ein Paar koaxialer röhrenförmiger Elemente, die eines in das andere eingesetzt sind, und insbesondere ein aus dem äußeren röhrenförmigen Element 2 bestehendes erstes röhrenförmiges Element sowie ein aus dem inneren röhrenförmigen Element 3 bestehendes zweites röhrenförmiges Element, die eine Längs-Gleitrichtung X koaxial zu beiden Elementen definieren.

In der Ausführungsform der Erfindung, die im Folgenden beschrieben werden soll, gibt es zwei koaxiale, röhrenförmige Elemente, wobei jedoch selbstverständlich die folgende Beschreibung auf eine Teleskopsäule ausgedehnt werden kann, die irgendeine Anzahl röhrenförmiger Elemente aufweist.

Überdies können die röhrenförmigen Elemente, die eine achteckige Form aufweisen, wenn sie im orthogonalen Schnitt betrachtet werden, ebenso Querschnitte anderer Form besitzen.

In dem zwischen dem äußeren röhrenförmigen Element 2 und dem inneren röhrenförmigen Element 3 definierten Zwischenraum G sind Gleitmittel eingefügt, von denen jedes allgemein in 2 mit dem Bezugszeichen 4 angegeben ist.

In der beschriebenen Ausführungsform sind die Gleitmittel 4 paarweise auf verschiedenen Seiten der röhrenförmigen Elemente anordnet und eines hinter dem anderen ausgerichtet, um ihr Gleiten entlang der Längsrichtung X zu verbessern.

Nochmals in der in 2 beschriebenen besonderen Ausführungsform ist ein Paar der Gleitmittel 4 an vier Wänden der röhrenförmigen Elemente 2, 3 um 180° gegenüberliegend paarweise angeordnet, um eine optimale Führung zu erhalten.

Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass sich in der Regel die Anzahl von Gleitmitteln sowie deren Anordnung entsprechend der Querschnittsform der röhrenförmigen Elemente ändern kann.

Hinsichtlich der Gleitmittel 4 und außerdem Bezug nehmend auf die 3 bis 6 umfasst jedes von ihnen eine Gruppe aus drei Gleitschuhen, nämlich:

  • – einen ersten Gleitschuh 5, der am äußeren röhrenförmigen Element 2 bzw. am inneren röhrenförmigen Element 3 befestigt ist;
  • – einen zweiten Gleitschuh 6, der fest am ersten Gleitschuh 5 verankert ist und in Kontakt mit dem inneren röhrenförmigen Element 3 bzw. dem äußeren röhrenförmigen Element 2 steht;
  • – sowie einen Zwischen-Gleitschuh 7, der zwischen jedem ersten Gleitschuh 5 und jedem zweiten Gleitschuh 6 angeordnet ist.

Jeder erste Gleitschuh 5 weist eine geneigte Oberfläche 8 auf, die mit einer entsprechenden ersten geneigten Oberfläche 9, die zu dem entsprechenden Zwischen-Gleitschuh 7 gehört, in Kontakt steht, wobei ähnlich jeder zweite Gleitschuh 6 eine geneigte Oberfläche 10 aufweist, die mit einer entsprechenden zweiten geneigten Oberfläche 11, die zu demselben Zwischen-Gleitschuh 7 gehört, in Kontakt steht.

Auf diese Weise verändert jede Bewegung des Zwischen-Gleitschuhs in der Längsrichtung X die Gesamtbreite L jedes ersten Gleitschuhs 5 sowie des entsprechenden zweiten Gleitschuhs 6 in der Richtung quer zu der Längs-Gleitrichtung X der röhrenförmigen Elemente, wie in 4 gezeigt ist.

Da jeder Zwischen-Gleitschuh 7 ein Profil in der Form eines gleichschenkligen Trapezes besitzt, wird die Bewegung in der Richtung quer zu der Längsrichtung X in gleichen Teilen zwischen jedem ersten Gleitschuh 5 und dem entsprechenden zweiten Gleitschuh 6 geteilt.

Jeder der ersten Gleitschuhe 5 und der zweiten Gleitschuhe 6 besitzt auf der gegenüberliegenden Seite der entsprechenden geneigten Oberfläche 8 und 10eine Gleitfläche, die sich auf die entsprechende Oberfläche des entsprechenden röhrenförmigen Elements stützt.

Insbesondere weist jeder erste Gleitschuh 5 eine erste Gleitfläche 12 auf, die sich auf die innere Oberfläche des äußeren röhrenförmigen Elements 2 bzw. die äußere Oberfläche des inneren röhrenförmigen Elements 3 stützt, wobei ähnlich jeder zweite Gleitschuh 6 eine zweite Gleitfläche 13 aufweist, die sich auf die äußere Oberfläche des inneren röhrenförmigen Elements 3 bzw. die innere Oberfläche des äußeren röhrenförmigen Elements 2 stützt.

Vorzugsweise, jedoch nicht zwangsweise, weist jede Gleitfläche 12 und 13 außerdem entgegenwirkende Rillen S auf, die mit entsprechenden entgegengesetzten Gegenrillen Q zusammenpassen, die auf den entsprechenden Oberflächen der röhrenförmigen Elemente 2, 3 ausgebildet sind.

Daraus ist ersichtlich, dass durch ein Gleitenlassen jedes Zwischen-Gleitschuhs 7 entlang der Längsrichtung X die Breite L zwischen jedem ersten und zweiten Gleitschuh verändert werden kann, so dass sie zu der Breite des Zwischenraums G zwischen den röhrenförmigen Elementen passt, um ihr gegenseitiges Spiel und Festspannen zu regulieren.

Um jeden Zwischen-Gleitschuh 7 entlang der Längsrichtung X zu bewegen, sind Reguliermittel, die mit 14 angegeben und in den 3 und 4 gezeigt sind, vorgesehen, wovon jedes eine Schraube 14a mit einem dem Bediener zugänglichen Regelkopf 14b aufweist und in einen in jedem ersten Gleitschuh 5 ausgebildeten Sitz 16 eingesetzt ist.

Jede Schraube 14 besitzt einen Schaft 14d, der in eine in Längsrichtung in dem Zwischen-Gleitschuh 7 ausgebildete, durchgehende Bohrung 17 eingesteckt ist, wobei sie mit einer Schraubenmutter 14c verbunden ist, die in einem in dem Zwischen-Gleitschuh ausgebildeten Schlitz 18 angeordnet ist.

Jeder erste Gleitschuh 5 ist außerdem mit einem Sitz 19, in dem die geneigte Oberfläche 8 ausgebildet ist, versehen, der den Zwischen-Gleitschuh 7 aufnimmt.

Zudem weist der erste Gleitschuh 5 außerdem eine vorstehende Kante 20 auf, die den zweiten Gleitschuh 6 fest unterstützt.

Der Sitz 19 und die vorstehende Kante 20 bewirken deshalb, dass die Gleitschuhe fest miteinander verbunden werden.

In den 3 und 4 ist ersichtlich, dass jeder erste Gleitschuh 5 außerdem mit einem geformten Kopf 21 versehen ist, der mit Bohrungen 22 versehen ist, die geeignet sind, um Befestigungsschrauben 23 aufzunehmen, die jeden ersten Gleitschuh 5 an dem entsprechenden röhrenförmigen Element befestigen.

Insbesondere ist jeder Befestigungsgleitschuh 23 in einem Längskanal befestigt, der an jedem röhrenförmigen Element verläuft, wovon in 2 lediglich die Längskanäle 24 des inneren röhrenförmigen Elements 3 gezeigt sind, die die Befestigungsschrauben 23 des ersten Gleitschuhs 5 aufnehmen.

Ähnliche Längskanäle sind natürlich in dem äußeren röhrenförmigen Element 2 vorgesehen, um die Schrauben 23 des anderen ersten Gleitschuhs 5 aufzunehmen.

Es ist außerdem ersichtlich, dass es in jedem ersten Gleitschuh 5 einen im geformten Kopf 21 ausgebildeten Kanal 25 gibt, der das Erreichen des Kopfs 14b der Regulierschraube 14a mit einem Werkzeug ermöglicht.

Vorzugsweise ist der Kopf 14b mit einer Führungskerbe 14e zum Aufnehmen der Spitze eines Schraubendrehers versehen.

Der Zwischenraum zwischen den röhrenförmigen Elementen wird durch eine ringförmige Dichtung 26 verschlossen, die den Zwischenraum G zwischen den röhrenförmigen Elementen verschließt und dieselbe Form des orthogonalen Schnitts der röhrenförmigen Elemente besitzt.

Anhand der vorhergehenden Beschreibung ist es verständlich, dass durch Einwirken auf die Regulierschraube 14 jedes Paars von Gleitschuhen der Druck der Gleitschuhe gegen die Oberflächen der röhrenförmigen Elemente reguliert werden kann, um die während der Bewegung erzeugte Reibung zu regulieren.

Gleichzeitig kann das zur Montagezeit bestehende Spiel wieder hergestellt werden, was in einem Wartungsbetrieb das Beheben eines möglichen Spiels gestattet, das durch Verschleiß verursacht sein kann.

Bei einer Konstruktionsvariante, die der Einfachheit halber nicht veranschaulicht ist, können die Reguliermittel anstelle von Schrauben und entsprechenden Schraubenmuttern aus Nockenmitteln bestehen, die außerdem außen betätigt werden und mit entsprechenden Gegennocken, die zu den Gleitschuhen gehören, zusammenarbeiten.

Eine solche Konstruktionsvariante der Reguliermittel kann nützlich sein, falls die Teleskopsäule der Erfindung entsprechend einer weiteren konstruktiven Änderung ausgeführt ist, bei der die Gleitschuhe in solch einer Weise angeordnet sind, dass die von ihnen definierte Gleitrichtung orthogonal zur Gleitrichtung der röhrenförmigen Elemente ist.

Eine weitere konstruktive Änderung sieht vor, dass sich zwischen der zweiten ebenen Oberfläche jedes zweiten Gleitschuhs und der entsprechenden gegenüberliegenden Oberfläche des röhrenförmigen Elements Kugel- und/oder Rollen-Gleitelemente befinden, die in entsprechenden Sitzen aufgenommen sind, die in dem entsprechenden zweiten Gleitschuh ausgebildet sind.

Auf diese Weise erfolgt der Gleitvorgang zwischen der Gleitschuhoberfläche und der Oberfläche des röhrenförmigen Elements durch Rollreibung der Kugeln und/oder der Rollen, die bekanntlich niedrigere Reibungskoeffizienten im Vergleich zu der Gleitreibung aufweisen, die im Fall der Gleitbewegung erzeugt wird, wenn die zwei Oberflächen direkt miteinander in Kontakt stehen.

Bei der Teleskopsäule der vorliegenden Erfindung, egal, welche Konstruktionsvariante es ist, über die sie hergestellt ist, werden alle Regulierungen ohne ein Zerlegen der Säule und deshalb auf eine einfache, schnelle und folglich billige Weise ausgeführt.

Anhand des bisher Gesagten ist klar, dass die beschriebene Teleskopsäule alle vorgesehenen Aufgaben löst.

In der Ausführungsphase können sich viele Änderungen an den röhrenförmigen Elementen der Säule, an den Gleitschuhen und an den Reguliervorrichtungen ergeben, wobei die Änderungen jedoch, wenn sie in den Umfang der beigefügten Ansprüche fallen, als durch das vorliegende Patent geschützt zu betrachten sind.


Anspruch[de]
Teleskopsäule (1) für Hub- oder Zugvorrichtungen, Folgendes umfassend:

– ein oder mehrere koaxiale, röhrenförmige Elemente (2; 3), die teleskopartig miteinander verbunden sind und eine Längs-Gleitrichtung (X) definieren;

– in den Zwischenraum (G) zwischen den röhrenförmigen Elementen (2; 3) eingefügte Gleitmittel (4);

wobei jedes der Gleitmittel (4) Folgendes umfasst:

• wenigstens einen ersten Gleitschuh (5), der fest an einem ersten röhrenförmigen Element (2; 3) verankert ist;

• wenigstens einen zweiten Gleitschuh (6), der fest am ersten Gleitschuh (5) verankert ist und Kontakt mit einem zweiten, röhrenförmigen Element (3; 2) hat, das koaxial mit dem ersten, röhrenförmigen Element (2; 3) verbunden ist;

dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitmittel (4) des Weiteren umfassen:

– einen Zwischen-Gleitschuh (7) zwischen dem ersten Gleitschuh (5) und dem zweiten Gleitschuh (6); und

– Reguliermittel (14), die geeignet sind, die Position von dem wenigstens einen Zwischen-Gleitschuh (7) zu verändern, um den ersten Gleitschuh (5) sowie den zweiten Gleitschuh (6) radial zu bewegen und so ihre Haftung an den röhrenförmigen Elementen (2; 3) zu verändern.
Die Teleskopsäule (1) gemäß Patentanspruch 1), dadurch gekennzeichnet, dass der erste Gleitschuh (5) einen Sitz (19) umfasst, der den entsprechenden Zwischen-Gleitschuh (7) und eine den entsprechenden zweiten Gleitschuh (6) tragende, vorstehende Kante (20) aufnimmt. Die Teleskopsäule (1) gemäß Patentanspruch 2), dadurch gekennzeichnet, dass jeder erste Gleitschuh (5) und jeder zweite Gleitschuh (6) eine einzige, hinsichtlich der Längsrichtung (X) geneigte Oberfläche (8; 10) aufweisen, die in Kontakt mit einem zwischen ihnen befindlichen Zwischen-Gleitschuh (7) steht. Die Teleskopsäule (1) gemäß Patentanspruch 3), dadurch gekennzeichnet, dass die geneigte Oberfläche (8) des ersten Gleitschuhs sich in dem Sitz (19) befindet. Die Teleskopsäule (1) gemäß Patentanspruch 2), dadurch gekennzeichnet, dass jeder erste Gleitschuh (5) und der zweite Gleitschuh (6) wenigstens eine Gleitfläche (12; 13) aufweisen, die an der gegenüber der geneigten Oberfläche (8; 10) liegenden Seite positioniert ist, in Kontakt mit dem entsprechenden, röhrenförmigen Element (2; 3) hat und parallel zur Längs-Gleitrichtung (X). Die Teleskopsäule (1) gemäß Patentanspruch 5), dadurch gekennzeichnet, dass jede der Gleitflächen (12; 13) entgegenwirkende Rillen (S) aufweist, die mit entgegengesetzten Gegenrillen (Q) an den röhrenförmigen Elementen (2; 3) zusammenpassen. Die Teleskopsäule (1) gemäß Patentanspruch 6), dadurch gekennzeichnet, dass Gleitmittel zwischen jeder der Gleitflächen (12; 13) und der entsprechenden, gegenüber liegenden Oberfläche des röhrenförmigen Elements (2; 3) eingefügt sind. Die Teleskopsäule (1) gemäß Patentanspruch 7), dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitmittel Kugelelemente sind. Die Teleskopsäule (1) gemäß Patentanspruch 7), dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitmittel Rollenelemente sind. Die Teleskopsäule (1) gemäß Patentanspruch 1) oder 2), dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischen-Gleitschuh (7) zwei einander entgegengesetzte, geneigte Flächen (9; 11) aufweist, die geeignet sind, ein Profil in der Form eines gleichschenkligen Trapezes für den Zwischen-Gleitschuh (7) zu definieren. Die Teleskopsäule (1) gemäß Patentanspruch 1), dadurch gekennzeichnet, dass die Reguliermittel (14) wenigstens eine Schraube (14a) aufweisen, deren Schaft (14d) in eine in Längsrichtung in einem entsprechenden Zwischen-Gleitschuh (7) verlaufende, durchgehende Bohrung (17) eingesteckt ist, wobei diese Schraube in eine Mutterschraube (14c) gekuppelt ist, die sich in einem Langloch (18) im Zwischen-Gleitschuh (7) befindet, und die Schraube (14a) mit einem dem Bediener zugänglichen Regelkopf (14b) versehen ist. Die Teleskopsäule (1) gemäß Patentanspruch 11), dadurch gekennzeichnet, dass der Regelkopf (14b) sich in einem Sitz (16) in einem geformten Kopf (21) des ersten Gleitschuhs (5) befindet. Die Teleskopsäule (1) gemäß Patentanspruch 11), dadurch gekennzeichnet, dass sich im geformten Kopf (21) ein Kanal (25) befindet, der mit dem Sitz (16) zum Einsetzen einer Antriebsvorrichtung für den Kopf (14b) der Schraube (14a) kommuniziert. Die Teleskopsäule (1) gemäß Patentanspruch 13), dadurch gekennzeichnet, dass jedes der röhrenförmigen Elemente (2; 3) Längskanäle (24) aufweist, von denen ein jeder geeignet ist, Verbindungsmittel des geformten Kopfs (21) eines entsprechenden Gleitschuhs aufzunehmen. Die Teleskopsäule (1) gemäß Patentanspruch 14), dadurch gekennzeichnet, dass diese Verbindungsmittel Schrauben (23) sind. Die Teleskopsäule (1) gemäß Patentanspruch 1), dadurch gekennzeichnet, dass sie eine ringförmige Dichtung (26) zum Schließen des Zwischenraums (G) zwischen den röhrenförmigen Elementen (2; 3) umfasst. Die Teleskopsäule (1) gemäß Patentanspruch 1), dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschuhe (5; 6; 7) aus dem gleichen Material bestehen. Die Teleskopsäule (1) gemäß Patentanspruch 1), dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschuhe (5; 6; 7) aus unterschiedlichen Materialien bestehen.






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