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Dokumentenidentifikation DE60312574T2 22.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001335056
Titel Abzugsvorrichtung für eine Rundstrickmaschine und damit ausgerüstete Maschine
Anmelder Pilotelli Macchine Tessili S.r.l., Cazzago San Martino, IT
Erfinder Renaud, Michel, 10120 Saint Andre les Vergers, FR
Vertreter Glawe, Delfs, Moll, Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60312574
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 03.02.2003
EP-Aktenzeichen 034250605
EP-Offenlegungsdatum 13.08.2003
EP date of grant 21.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.2007
IPC-Hauptklasse D04B 35/34(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die Erfindung bezieht sich auf eine sogenannte „Warenabzugsvorrichtung", das heißt eine Vorrichtung, die dafür ausgebildet ist, die von einer Rundstrickmaschine neu erzeugte Strickware abzuziehen und auf einer Rolle aufzuwickeln.

Die Erfindung bezieht sich auch auf eine Rundstrickmaschine, und insbesondere auf eine Maschine mit rotierenden Zylinder, die mit einer Warenabzugsvorrichtung mit der genannten Art ausgerüstet ist.

Stand der Technik

Auf dem Gebiet der Gestrickherstellung ist die Verwendung von Warenabzugsvorrichtungen bekannt, die unterhalb des Zylinders der Strickmaschine angeordnet sind und mit diesem rotieren, um das Gestrick in dem Maße, wie es auf dem Zylinder gebildet wird, aufzunehmen und auf einem Warenwickelbalken oder einer Warenwickelrolle aufzuwickeln. Es ist ferner bekannt, solche Warenabzugsvorrichtungen mit Schneidmitteln zu versehen, die fortlaufend das abgezogene schlauchförmige Gestrick entlang einer Längslinie schneiden, um es zu öffnen, so dass es nicht als schlauchförmiges Gestrick, sondern als einlagiges Gestrick auf der Warenaufwickelrolle aufgewickelt wird. Ein Beispiel einer Warenabzugsvorrichtung dieses Typs ist in EP-A-0456576 beschrieben.

Diese Warenabzugsvorrichtungen haben ein Paar von Ablenkrollen, deren Achsen parallel und nebeneinander angeordnet sind, die direkt unterhalb des Nadelzylinders der Strickmaschine angeordnet sind. Das in zylindrischer Form von dem Nadelbett gelieferte schlauchförmige Gestrick wird zwischen die Ablenkrollen geführt, um doppellagig flach gelegt zu werden. Unmittelbar hinter diesen Ablenkrollen befindet sich das Messer, welches das schlauchförmige Gestrick entlang einer Längslinie aufschneidet, und hinter dem Messer ist ein Paar von Spreizstangen angeordnet, die durch einen mit der Wirkung der beiden Umlenkrollen kombinierten Effekt das Gestrick öffnen und flachlegen. Das flachgelegte Gestrick durchläuft dann eine Folge von Spreiz- Zug- und Führungsrollen und wird dann auf dem Warenwickelbalken oder der Warenwickelrollen aufgewickelt.

Während die Warenabzugsvorrichtung durch eine (durch Zugarme erhaltene) Kopplung mit dem rotierenden Nadelzylinder der Strickmaschine, mit der sie verknüpft ist, zur Drehung angetrieben wird, erhalten die Teile der Warenabzugsvorrichtung ihren Antrieb typischer Weise von einer Rolle oder einem Zahnrad, das an der Basis befestigt ist und mit einem mechanischen Antrieb zusammenwirkt, der die Bewegung auf die Rollen der Warenabzugsvorrichtung verteilt. Die der Warenabzugsvorrichtung erteilte Drehbewegung bewirkt die Übertragung der Bewegung auf ihre Teile.

Das geöffnete und flachgelegte Gestrick wird von einer oder mehreren Rollen gezogen, die nach der Zone angeordnet sind, in der das schlauchförmige Gestrick in längs Richtung geschnitten und flach gelegt wird. Dies bedeutet, dass die Stelle, an der das Gestrick gezogen wird, einen Abstand von der Stelle hat, an der der Längsschnitt gemacht wird. Auf Grund des Abstandes zwischen der Schneidvorrichtung und der ersten motorgetriebenen Rolle, die auf das Gestrick eine Zugkraft auswirkt, um diesem die richtige Spannung in der Schneid- und Öffnungszone zu verleihen, muss die von den darunter befindlichen Gummirollen ausgeübte Zugkraft erhöht werden.

In einer Maschine zur Herstellung von schlauchförmiger Strickware beträgt der Abstand zwischen der Zone, in der Gestrick erzeugt wird, und dem Paar von Warenabzugsrollen, das heißt dem Paar von motorgetriebenen Rollen, auf die das Gestrick zu erst trifft, ungefähr 65 cm. Wenn andererseits eine Schneidvorrichtung und die jeweiligen Teile zum Flachlegen des geöffneten Gestricks vorhanden sind, dann erhöht sich, auf Grund des komplizierten Förderweges des Gestricks, der Abstand zwischen der Zone, in der das Gestrick erzeugt wird, und der Zone, in der die Zugrollen für das Gestrick angeordnet sind, auf ca. 180 cm. Das bedeutet, dass der Förderweg für das Gestrick zwischen der Zone, in der das Gestrick erzeugt wird, und dem Punkt, an dem eine Zugkraft aufgebracht wird, um das Gestrick von der Herstellungszone in die Aufwickelzone zu ziehen, ca. 180 cm beträgt.

Dies macht es notwendig, auf das Gestrick eine beträchtliche Zugkraft aufzubringen. Diese erhöhte Zugkraft (verglichen mit Maschinen, bei denen das Gestrick nicht geschnitten und flach gelegt wird) bewirkt:

  • • Eine Änderung der Struktur des Gestricks, mit Beeinträchtigung der Qualität des Gestricks;
  • • Vergrößerung der Differenz zwischen dem Anfang und Ende des Wickels des aufgerollten Gestricks. Dieser Unterschied ist immer vorhanden, auf Grund der verwendeten Wicklungsart, die ein peripheres Wickeln ist, welches erhalten wird durch Ausüben einer Reibungskraft auf die Außenseite des in Bildung befindlichen Wickels. Diese Differenz wird unannehmbar groß, wenn die Länge des zu einer Rolle gewickelten Gestricks beträchtlich ist und wenn die auf das Gestrick ausgeübte Zugkraft beträchtlich ist. Diese Unannehmbarkeit beruht auf der einen Seite auf der Differenz des Gewichts pro qm2 zwischen dem Anfang und Ende jedes Stücks von Strickware, die auf jedem einzelnen Wickel aufgewickelt wird, und andererseits auf der Verkleinerung der Breite des Wickels vom Beginn zum Ende des Warenabschnitts.

Eine Vorrichtung gemäß der Präambel von Anspruch 1 ist aus EP-A-696658 bekannt. Die motorgetriebenen Umlenkrollen sind vor der Schneidvorrichtung angeordnet, und die auf das Gestrick beim Schneiden ausgeübte Zugkraft wird auch hier zur Gänze von Zug- und Führungsrollen erzeugt, die hinter der Schneidvorrichtung und zugeordneten Warenspreizstangen angeordnet sind. Diese bekannte Vorrichtung hat die gleichen Nachteile wie oben erwähnt.

Ziele und Zusammenfassung der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist die Herstellung einer Warenabzugsvorrichtung, welche die oben genannten Nachteile begrenzt oder vermeidet, in dem die auf das Gestrick ausgeübte Zugspannung, und damit auch die entsprechenden Konsequenzen für die Qualität der fertigen Ware, reduziert werden. Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst. Die abhängigen Ansprüche beziehen sich auf weitere vorteilhafte Merkmale und Ausführungsformen der Erfindung. Die motorgetriebenen Umlenkrollen sind unterhalb der Schneidvorrichtung angeordnet, um eine Zugkraft auf das Gestrick auszuüben.

Auf diese Weise wird die Zugkraft auf das Gestrick nahe der Schneidvorrichtung ausgeübt und damit wesentlich näher an der Zone, in der das Gestrick erzeugt wird, verglichen mit normalen Warenabzugsvorrichtungen. Das gesamte Gestrick unterliegt daher einer geringeren Zugspannung, woraus sich Vorteile für die Qualität des Gestricks ergeben.

Obwohl es möglich wäre, für den Antrieb der Umlenkrollen eine eigene Transmission vorzusehen, erhalten gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform die Umlenkrollen, die ihren Antrieb von mindestens einer motorgetriebenen Rolle in der Folge von Zug- und Führungsrollen, die hinter der Schneidvorrichtung angeordnet sind und die das flach gelegte Gestrick antreiben und führen.

In an sich bekannter Weise kann die Warenabzugsvorrichtung ein Paar von Ständern für die Folge von Zug- und Führungsrollen und ein Paar von Trägern aufweisen, die jeweils an einem ersten Ende von einem der Ständer abgestützt sind und mit ihren jeweiligen zweiten Enden konvergieren, um eine Halterung für die Umlenkrollen zu bilden. Gemäß der Erfindung kann sich in diesem Fall eine kinematische Transmission entlang mindestens einen der Träger erstrecken, um den Antrieb auf die Umlenkrollen zu übertragen. Die kinematische Transmission kann eine im Inneren des Trägers untergebrachte Welle aufweisen. Die Welle kann an den Enden mit Universalgelenken versehen sein für die Verbindung mit Achswellen, auf denen jeweils Zahnräder aufgekeilt sind, die den Antrieb über flexible Organe, insbesondere Ketten oder dergleichen, empfangen und übertragen.

Weitere vorteilhafte Merkmale und Ausführungsformen der Erfindung und der Maschine gemäß der Erfindung sind in den Ansprüchen umrissen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Dem besseren Verständnis der Erfindung dient die folgende Beschreibung mit beigefügten Zeichnungen, die ein nicht einschränkendes Beispiel der Erfindung zeigen. Es zeigt:

1 eine Seitensicht teilweise im Schnitt, einer Strickmaschine, die mit der verbesserten Warenabzugsvorrichtung gemäß der Erfindung ausgerüstet ist;

2 einen Schnitt nach der Linie II-II in 1;

3 eine Draufsicht auf die Warenabzugsvorrichtung an der Maschine entsprechend der Linie III-III in 2;

4 ein Detail IV in 1 vergrößert und im Schnitt in einer ??? Axialebene; und

5 perspektivisch ein Detail des Trägers der den Antrieb auf die Umlenkrollen überträgt.

Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung

Die Rundstrickmaschine umfasst eine feststehende ringförmige Struktur 1 (1), die einen Nadelzylinder 7 trägt, der sich um eine Vertikalachse Z-Z erstreckt, und mit dem drei Stützfüße 3 starr verbunden sind, die im Grundriss um ca. 120° zueinander winkelversetzt sind. In traditioneller Weise trägt diese ringförmige Struktur 1 mittels Kugellager einen Zylindertragring 5, an welchen der Nadelzylinder 7 und ein Abzugszahnrad 9 starr befestigt sind, welches seinen Antrieb von einem Motor mittels einer in der Zeichnung nicht gezeigten Transmission empfängt. Die Stützfüße 3 sind an dem unteren Teil der ringförmigen Stützstruktur 1 befestigt und erstrecken sich radial nach außen, so dass sie unter der Tragstruktur 1 einen großen Raum frei lassen, der eine Warenabzugsvorrichtung 11aufnimmt, die nachstehend beschrieben wird und die starr mit dem Nadelzylinder 1 um die Achse Z-Z umläuft.

An ihren auf den Boden aufsitzenden Enden sind die Füße 3 starr miteinander verbunden mittels einer flachen Basis 13 (siehe auch 3) aus miteinander verschweißten Metallprofilstangen, die sich nahe dem Boden erstrecken. Eine Abstützung 15 zum Tragen der Warenabzugsvorrichtung 11 derart, dass die Rotation um die Achse Z-Z möglich ist, ist starr mit der Basis 13 in Ausrichtung mit der Achse Z-Z befestigt.

Das Stützlager 15 (siehe 4) umfasst einen Kopplungsflansch 5A, der starr an einem an die Basis 13 angeschweißten Gegenflasch A befestigt ist und einstückig mit einem Stift 15B ist, der sich nach oben und koaxial zur Achse Z-Z erstreckt. Auf den Stift 15B ist, unter Zwischenfügung eines doppelten Kugellagers 15E, eine Leerlaufnabe 15C aufgesetzt, die dafür ausgebildet ist, die gesamte Masse der Warenabzugsvorrichtung und einer Warenwickelrolle oder eines Warenwickelbalkens, auf dem das Gestrick aufgewickelt wird, axial und radial zu tragen. Zu diesem Zweck hat ein Flansch, der mit Schrauben an der Nabe 15C befestigt ist, Speichen 16A, die nach außen und oben gerichtet sind und mittels Schrauben an einem unteren Querstück 17 der Warenabzugsvorrichtung befestigt sind. Am oberen Ende des Stifts 16B ist ein Zahnrad 15F befestigt für eine Riementransmission, die dafür ausgebildet ist, die Rollen der Warenabzugsvorrichtung 11 anzutreiben, wie noch näher erläutert wird.

Das Ende des unteren Querstücks 17 der Warenabzugsvorrichtung 11 ist mit entsprechenden Ständern 19, 21 versehen, (siehe 1 und 2) deren oberen Teile miteinander verbunden sind mittels einer horizontalen vorderen Stange 23 und zwei hinteren Stangen 25, die miteinander an einem Ende in Höhe der Sagittalebene auf der Linie a-a (3) der Warenabzugsvorrichtung verbunden sind. Die Warenabzugsvorrichtung 11 wird zusammen mit dem Nadelzylinder 7 zur Drehung um die Achse Z-Z angetrieben mittels zweier Zugarme 8 (siehe insbesondere 1). Jeder dieser Arme 8 ist an einem Ende an dem Zylindertragring 5 und an dem anderen Ende an dem entsprechenden Ständer 19 oder 21 der Warenabzugsvorrichtung 11 befestigt unter Zwischenfügung eines Drehmoment-Begrenzugstiftes 8A, der so ausgelegt ist, das er bricht oder sich löst, wenn ein unvorhergesehenes Ereignis die Rotation der Warenabzugsvorrichtung 11 verhindert, um Unversehrtheit der Maschine zu gewährleisten.

Jeweilige Stützen 27, 29 (siehe insbesondere 2 und 3) sind an dem mittleren Teil der Stange 23 und an den verbundenen Enden der Stangen 25 befestigt, um ein Paar von Umlenkrollen 31 zu tragen, mit horizontalen und zur vorderen Stange 23 rechtwinkligen Achsen. Die beiden Umlenkrollen 31 sind parallel und nebeneinander angeordnet, so dass das von dem Nadelzylinder der Rundstrickmaschine erzeugte schlauchförmige Gestrick flach gelegt und in einer vertikal Ebene ausgerichtet wird, die zwischen den beiden Rollen 31 verläuft, welche mit noch zu beschreibenden Teilen zusammen wirken, um das Gestrick zu öffnen und flach zu legen, nachdem es in noch zu beschreibender Weise in Längsrichtung geschnitten worden ist.

An den Enden der Stange 23 stehen jeweils horizontal geradlinige Spreizstangen 33, 35 (2 und 3) befestigt, unterhalb der Rollen 31 und mit einer Schrägstellung von ungefähr 55° im Grundriss relativ zu der Stange 23; diese Stangen laufen in einem Vereinigungselement 37 zusammen, das (in dem dargestellten Beispiel) mit einem Leerlaufrad 39 mit horizontaler Achse versehen ist. Auf den Stangen 33, 35 sind jeweils Rollen 33A 35A eingefügt, die feststehend oder leerlaufend sein können.

Unterhalb der Rollen 33A 35A umfasst die Warenabzugsvorrichtung 11 eine Folge von Antriebsrollen 41, 43, 45, 47 49, 51, 53, 55, 57 (in dieser Reihefolge in der Vorschubrichtung des Gestricks), von denen einige (41, 43, 49, 51, 53, 55) aus Stahl sind und (mit Ausnahme der Rolle 53) in bekannter Weise eine doppelte schraubenförmige Nut zum Flachlegen des Gestricks haben, während die anderen 45, 47, 57 mit einer Umfangsschicht aus Gummi beschichtet sind, um das Ziehen des Gestricks zu gewährleisten. Mindestens eine der Transmissionsrollen 41 bis 57 (und insbesondere die Rolle 45) wird durch die mechanische Transmission (in der Zeichnung nicht dargestellt) angetrieben, die ihren Antrieb von dem Zahnrad 15F empfängt.

Das von den Nadeln des Zylinders 7 kommende schlauchförmige Gestrick 59A wird zwischen den Umlenkrollen 31 gefördert und wird flachliegend gehalten mittels einer Führungsstruktur 60, gebildet von zwei Paaren von Stangen 61, 63, deren Enden nach unten gebogen und miteinander verbunden sind. An einem Ende sind die Stangen 61, 63 an einem gerundeten Führungsrad 65 für das Gestrick befestigt, während am anderen Ende nur die Stangen 61 miteinander verbunden und vereinigt sind, während die Stangen 63 eine Schneidvorrichtung 66 tragen, die in diesem Beispiel mit einem Messer 67 ausgerüstet ist, das dafür ausgebildet ist, das schlauchförmige Gestrick während seiner Herstellung entlang einer Erzeugenden zu schneiden. Das Messer kann durch andere feststehende oder bewegliche (rotierende) Schneidevorrichtungen ersetzt werden. Die Stangen 61, 63 sind mit einer Nabe 69, die eine Reguliervorrichtung enthält. Die Gestrick-Spreizvorrichtung kann auch ohne die Nabe 69 sein, da es auch möglich ist jede Komponente von Hand anstatt über eine zentralisierte Regulierung zu regeln. Tatsächlich ist die gesamte Führungsstruktur 60 an einer mit ihr verbundenen zentralen Welle aufgehängt, die zwischen obersten Teil der festen Maschinenstruktur nach unten erstreckt. Das Gestrick wird somit von dem Messer 67 aufgeschnitten und in zwei Lagen 59B 59C (1) abgelegt, die miteinander im Bereich der Erzeugenden verbunden sind, welche durch die in dem Beispiel mit dem Rad 39 zusammenfallende) Spitze des von den Rollen 33A bis 35A gebildeten Aufspreizers verläuft. Die Lagen werden auf die schrägen Rollen 33A, 35A geführt. Das Gestrick wird dann in einer einzigen Lage 59D liegend mittels der Rollen 41 bis 57 gefördert, um dann zu einer Rolle 70 gewickelt zu werden.

Die Rolle 70 ruht auf der letzen Rolle 57 aus Gummi und wird auf einem Warenwickelbalken oder einer Rolle 70A aufgewickelt, deren Enden in jeweiligen Nuten geführt werden, die ungefähr vertikal oder geneigt verlaufen und innerhalb jedes Ständers 19, 21 der Warenabzugsvorrichtung 11 ausgebildet sind.

Die Umlenkrollen 51 sind mit Gummi oder einem anderen Material mit hohem Reibungskoeffizienten beschichtet und werden zur Drehung angetrieben durch einen von der Rolle 15F abgeleiteten Antrieb, und zwar genauer durch den Antrieb, der von der motorgetriebenen Rolle 45 abgeleitet ist, die ihrerseits ihren Antrieb in an sich bekannter Weise von der Rolle 15F empfängt. Zu diesem Zweck ist auf die Welle der Rolle 54 in der Nähe des Pfosten 21 ein Rad 101 aufgekeilt, um welches eine erste Kette 103 angetrieben wird, um die Drehbewegung der Rolle 45 auf ein erstes Ritzel 105 zu übertragen, welches auf eine Wellenzapfen 107 aufgekeilt ist. Der Wellenzapfen 107 ist mittels eines Universalgelenks 109 mit einem ersten Ende einer Welle 111 verbunden, die sich innerhalb der Schiene 25 mit einer kastenförmigen Struktur erstreckt. Das andere Ende der Welle 111 ist über ein zweites universal Gelenk 113 mit einer Welle 115 verbunden, die von der Halterung 29 getragen wird und auf die ein zweites Ritzel 117 aufgekeilt ist.

Eine zweite Kette 119, die um das zweite Ritzel 117 angetrieben wird, überträgt den Antrieb von diesem auf ein drittes Ritzel 121. Dieses dritte Ritzel ist auf der Welle einer der beiden Umlenkrollen 31 aufgekeilt, auf die auch ein Zahnrad 123 aufgekeilt ist. Dieses Zahnrand kämmt mit einem identischen Zahnrad 125, das auf der Welle der anderen der beiden Umlenkrollen 31 aufgekeilt ist.

Gemäß der vorstehend beschriebenen Anordnung wird, wenn die Rundstrickmaschine und damit die Warenabzugsvorrichtung um die vertikale Achse Z-Z rotieren, die Drehbewegung mittels der Rolle 15F auf die Traktionsrolle 45 übertragen und wird auf die Umlenkrollen 31 übertragen, die in entgegengesetzten Richtungen und in Übereinstimmung mit der Vorschubrichtung des mit ihnen in Kontakt stehenden Gestricks umlaufen. Da die Rollen 31 mit einem Material mit hohem Reibungskoeffizienten beschichtet sind, üben sie eine Zugkraft auf das Gestrick 59A aus, wodurch die Zugkraft, die von der Rolle 45 auf dieses ausgeübt werden muss, reduziert wird und dadurch die Formationen des Gestrick reduziert werden.

Das Transmissionsverhältnis für die Rollen 31 kann geändert werden durch Austausch eines der Ritzel in der kinematischen Kette, und insbesondere des Ritzels 121, welches am einfachsten zugänglich ist. Auf dieses Weise ist es somit möglich, die Zugbedingungen, denen das Gestrick auf seinem Förderweg unterliegt, zu modifizieren.

Die Bewegungsübertragung auf die Rollen 31, 31 könnte auch in Höhe der Halterung 27 erfolgen, obwohl die hier beschriebene Anwendung vorteilhafter ist, da sie zu kleineren Abmessungen und weniger Schwierigkeiten in der Zone, die zum Auswechseln der Ware zugänglich sein muss, führt.

Ferner kann die Antriebstransmission auch mit anderen mechanischen Systemen, als in der spezifischen Ausführungsform dargestellt, erfolgen, so zum Beispiel mittels einer flexiblen Welle oder durch Hydraulikmotoren, die von den Rollen betätigt werden. Ferner können in der beschriebenen mechanischen Transmission die Gelenke an den Enden der Welle 111 durch andere Mittel ersetzt werden, wie zum Beispiel Paar von Kegelrädern, das heißt mit Eckantrieben.

Die Zeichnung soll lediglich ein Beispiel zur praktischen Demonstration der Erfindung zeigen, in der Erfindung kann innerhalb des Erfinderkonzeptes in Form und Anordnung variiert werden. Bezugszeichen in den Ansprüchen sollten das Lesen der Ansprüche unter Bezug auf die Beschreibung erleichtern und schränken den Schutzumfang der Ansprüche nicht ein.


Anspruch[de]
Abzugsvorrichtung (11) zum Aufnehmen und Aufwickeln eines von einer Rundstrickmaschine erzeugten Gestricks, umfassend ein Paar von motorgetriebenen Umlenkrollen (31, 31) mit parallel zueinander und nebeneinander angeordneten Achsen, denen eine Schneidvorrichtung (67) zugeordnet ist, die das von der Rundstrickmaschine erzeugte schlauchförmige Gestrick (59A) an einer längsverlaufenden Schneidelinie schneidet; stromabwärts der Schneidevorrichtung ein darunter befindliches Paar von Spreizstangen (33, 35), die das Gestrick öffnen und flachlegen; unterhalb der Stangen (33, 35) eine Folge von Zug- und Führungsrollen (4357), von dem mindestens eine motorgetrieben ist, um das Gestrick zu ziehen und auf einer Aufwickelwalze (70A) aufzuwickeln, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkrollen (31, 31) stromabwärts der Schneidvorrichtung (67) angeordnet sind, um auf das Gestrick nach dem Schneiden eine Zugkraft auszuüben. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkrollen senkrecht zu den Führungsrollen (4357) und zwischen der Schneidvorrichtung und den Spreizstangen (33, 35) angeordnet sind. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkrollen (31, 31) ihren Antrieb von der mindestens einen motorgetriebenen Rolle (45) der Folge von Zug- und Führungsrollen erhalten. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Paar von Ständern (13, 21) zum Abstützen der Folge von Zug- und Führungsrollen (4357) und ein Paar von Trägern (25) aufweist, die jeweils an einem ersten Ende von einem der Ständer abgestützt sind und mit ihren jeweiligen zweiten Enden konvergieren, um eine Halterung (29) für die Umlenkrollen (31, 31) zu bilden, wobei sich eine kinematische Transmission (101121) längs mindestens eines der Träger (25) erstreckt, um den Antrieb zu den Umlenkrollen (31, 31) zu übertragen. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die kinematische Transmission eine im Inneren des Trägers (25) untergebrachte Welle (111) aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Welle (111) an einem ersten Ende mittels eines ersten Gelenks (109) mit einer jeweiligen ersten Achswelle (107) verbunden ist, die ein erstes Zahnrad (105) trägt, welches von der motorgetriebenen Rolle (45) angetrieben wird, und die an ihrem zweiten Ende mittels eines zweiten Gelenks (113) mit einer zweiten Achswelle (115) verbunden ist, die ein zweites Zahnrad (117) trägt, welches den Antrieb auf die beiden Umlenkrollen (31, 31) überträgt. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass von dem ersten Zahnrad (105) eine erste Kette (103) angetrieben wird, die ihren Antrieb von einem auf der Welle der motorgetriebenen Rolle (45) aufgekeilten Zahnrad erhält. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Zahnrad (107) den Antrieb auf eine zweite Kette (119) überträgt, die um ein drittes Zahnrad (121) geführt ist, welches auf der Welle einer der beiden Umlenkrollen (31, 31) aufgekeilt ist, und dass die beiden Umlenkrollen miteinander kinematisch derart verbunden sind, dass sie in entgegengesetzten Richtungen mit der gleichen Oberflächengeschwindigkeit rotieren. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Umlenkrollen (31, 31) mit eines Paares von Zahnrädern (123, 125) kinematisch verbunden sind. Rundstrickmaschine mit einer Abzugvorrichtung gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9.






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