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Dokumentenidentifikation DE102006004017B4 29.11.2007
Titel Fahrzeug mit einer Frontklappe
Anmelder AUDI AG, 85057 Ingolstadt, DE
Erfinder Dix, Norman, 85055 Ingolstadt, DE;
Reuschel, Jens Dietmar, Dr., 85053 Ingolstadt, DE
DE-Anmeldedatum 27.01.2006
DE-Aktenzeichen 102006004017
Offenlegungstag 09.08.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.11.2007
IPC-Hauptklasse B62D 25/12(2006.01)A, F, I, 20060127, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B62D 25/10(2006.01)A, L, I, 20060127, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Fahrzeug mit einer in Scharnieren aufgenommen Frontklappe, einem im vorderen Frontklappenbereich angeordneten Schloss, einer Vorrichtung zum Anheben der Hinterkante der Frontklappe und einer Einrichtung zum Abdecken des bei angehobener Hinterkante entstehenden Spaltes zwischen der Frontklappe und einer sich daran nach hinten anschließenden Windschutzscheibe, wobei sich ein abragendes, flächiges Abdeckteil bei angehobener Hinterkante in den Raum zwischen der Frontklappe und der Windschutzscheibe hineinerstreckt.

Gattungsgemäße Vorrichtungen sind bspw. aus der DE 100 39 107 A1, der DE 101 32 950 A1 und der DE 20 2004 014 928 U1 bekannt. So ist beispielsweise schon vorgeschlagen worden, durch einen Airbag die Fuge abzudecken, die bei einer aktiven Frontklappe entsteht, das heißt, wenn sich die Hinterkante der Frontklappe in ihrer angehoben Stellung befindet, um einen verbesserten Fußgängerschutz zu erreichen. Es sind auch Einrichtungen bekannt, bei denen eine an der Innenseite der Frontklappe verschiebbar gelagerte Platte herausgefahren wird, wenn die Frontklappe aktiv ist. Die bekannten Einrichtungen zum Abdecken des bei angehobener Hinterkante entstehenden Spaltes zwischen der Frontklappe und der Windschutzscheibe sind insgesamt sehr aufwendig und teilweise nicht reversibel.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Einrichtung zum Abdecken des bei angehobener Frontklappen-Hinterkante entstehenden Spaltes zu schaffen, die bei größtmöglicher Zuverlässigkeit besonders kostengünstig realisierbar ist.

Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Vorrichtung zum Anheben der Hinterkante der Frontklappe mindestens einen Ausstellhebel umfasst und dass das flächige Abdeckteil an diesem Ausstellhebel angeordnet ist.

Das flächige Abdeckteil lässt sich einfach herstellen und durch die Anordnung am Ausstellhebel leicht befestigen. Die Bewegung des Abdeckteiles erfolgt synchron mit der Anstellung der Hinterkante der Frontklappe. Durch diese Zuordnung wird darüber hinaus keine Sensorik und/oder zusätzliche Aktuatorik zur Bewegung des Abdeckteiles benötigt. Ein besonderer Vorteil besteht auch darin, dass die vorgeschlagene Lösung reversibel und nur durch in Augenscheinnahme kontrollierbar ist.

Die Anordnung des abragenden, flächigen Abdeckteiles an einem Ausstellhebel ist so getroffen, dass das Abdeckteil durch die Bewegung beim Anstellen der Hinterkante der Frontklappe zunächst nach oben durch den stets vorhandenen Spalt zwischen der Frontklappen-Hinterkante und der Windschutzscheibe bewegt wird und dann eine Schwenkbewegung ausübt, wenn die Hinterkante der Frontklappe angestellt wird. In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, dass das Abdeckteil an dem Ausstellhebel festgelegt ist, da dieser meist eine größere Schwenkbewegung vollführt als die Frontklappe.

Das Abdeckteil kann in der Ausgangslage in dem bei den meisten Fahrzeugen vorhandenen Raum unter dem rückwärtigen Bereich der Frontklappe, dem so genannten Wasserkasten, angeordnet sein. Insofern wird ein ohnehin vorhandener Raum genutzt und kein oder nur ein geringfügiger zusätzlicher Bauraum benötigt.

Die Unteransprüche 2 bis 4 beinhalten vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung, wobei insbesondere die Umsetzung mit einer Vorrichtung zum Anheben der Hinterkante der Frontklappe gemäß dem Unteranspruch 4 zweckmäßig ist und sich leicht umsetzen lässt.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigen

1 eine Vorrichtung zum Anheben der Hinterkante einer Frontklappe und eine damit in Verbindung stehende Einrichtung zum Abdecken des bei angehobener Hinterkante entstehendes Spaltes zwischen der Frontklappe und einer sich daran nach hinten anschließenden Windschutzscheibe und

2 die Anordnung gemäß 1 bei aktiver Frontklappe, dass heißt, wenn die Hinterkante der Frontklappe angestellt ist.

Die 1 und 2 zeigen einen Teil einer Frontklappe 3 mit einer Hinterkante 5 und einer seitlichen Verstärkung 7. Die Hinterkante 5 der Frontklappe 3 ist durch eine Vorrichtung 9 von der in 1 dargestellten Ausgangslage in eine angehobene Stellung bewegbar, in der ein verbesserter Fußgängerschutz erreicht wird (2). In der Zeichnung ist nur eine von auf jeder Seite der Frontklappe 3 angeordneten Vorrichtung 9 gezeigt.

Die Vorrichtung 9 umfasst im Einzelnen einen Aktuator 11, dessen Kolbenstange 13 eine Linearbewegung nach oben ausführen kann. In der ausgefahrenen Stellung der Kolbenstange 13 kann diese arretiert werden, was in der Zeichnung jedoch nicht näher dargestellt ist. Der Aktuator 11 wird von einem Lagerteil 15 gehalten, welches mit Bohrungen 17 zu seiner Befestigung an der Karosserie des Fahrzeuges ausgebildet ist. Außerdem weist das Lagerteil 15 ein Festlager L auf, in dem das erste Ende eines Hebels 19 aufgenommen ist. Das zweite Ende des gekröpft ausgebildeten Hebels 19 ist über ein Gelenk E mit dem ersten Ende eines Ausstellhebels 21 verbunden.

Wie insbesondere 2 zeigt, steht das zweite Ende des Ausstellhebels 21 über ein Gelenk DA an der Verstärkung 7 der Frontklappe 3 in Verbindung. Schließlich ist zwischen den Gelenken E und DA am Ausstellhebel 21 ein Drehgelenk A vorgesehen, an dem das freie Ende der Kolbenstange 13 des Aktuators 11 angreift.

Das Gelenk DA bewegt sich beim Anheben der Hinterkante 5 der Frontklappe 3 von der Ausgangslage gemäß 1 entlang einer Kreisbahn in die in 2 gezeigte Stellung. Der Drehpunkt der Kreisbahn wird dabei durch einen Schlossbügel gebildet, welcher im vorderen Bereich der Frontklappe 3 angeordnet ist (in der Zeichnung nicht dargestellt).

Wie in den 1 und 2 deutlich zu erkennen, ist an dem Ausstellhebel 21 etwa im rechten Winkel ein flächiges Abdeckteil 23 befestigt. In der in 1 dargestellten Ausgangslage erstreckt sich das Abdeckteil 23 in den Raum unterhalb der Hinterkante 5 der Frontklappe 3 und einer sich daran anschließenden Windschutzscheibe 25.

Wird die Hinterkante 5 der Frontklappe 3 angehoben, wie dies in 2 dargestellt ist, dann wird durch das Abdeckteil 23 der Spalt zwischen der Hinterkante 5 der Frontklappe 3 und der Windschutzscheibe 25 größtenteils abgedeckt, so dass sich in dem Spalt keine Gliedmaßen eines auf die Frontklappe 3 aufschlagenden Fußgängers oder Zweiradfahrers verfangen können.

Das Abdeckteil 23 ist starr mit dem Ausstellhebel 21 verbunden. Durch die Kinematik des Ausstellhebels 21 in Verbindung mit dem Hebel 19, der Linearbewegung der Kolbenstange 13 des Aktuators 11 und den mit diesen Bauteilen in Verbindung stehenden Gelenken wird erreicht, dass zu Beginn Ausstellbewegung der Ausstellhebel 21 zunächst nach oben angehoben wird, so dass das Abdeckteil 23 ohne Kontakt mit dem unteren Rand der Windschutzscheibe 25 ebenfalls nach oben geführt wird. Erst im weiteren Bewegungsablauf erfolgt eine Schwenkbewegung des Ausstellhebels 21 und damit verbunden eine Schwenkbewegung des starr mit dem Ausstellhebel 21 verbundenen Abdeckteiles 23 in die in 2 gezeigte Position.


Anspruch[de]
Fahrzeug mit einer in Scharnieren aufgenommenen Frontklappe, einem im vorderen Frontklappenbereich angeordneten Schloss, einer Vorrichtung zum Anheben der Hinterkante der Frontklappe und einer Einrichtung zum Abdecken des bei angehobener Hinterkante entstehenden Spaltes zwischen der Frontklappe und einer sich daran nach hinten anschließenden Windschutzscheibe, wobei sich ein abragendes, flächiges Abdeckteil bei angehobener Hinterkante in den Raum zwischen der Frontklappe und der Windschutzscheibe hinein erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (9) zum Anheben der Hinterkante (5) der Frontklappe (3) mindestens einen Ausstellhebel (21) umfasst und dass das flächige Abdeckteil (23) an diesem Ausstellhebel angeordnet ist. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckteil (23) starr an dem Ausstellhebel (21) befestigt ist. Fahrzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckteil (21) aus mehreren Platten zusammengesetzt ist und sich über die gesamte Breite der Frontklappe (3) erstreckt. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (9) zum Anheben der Hinterkante (5) der Frontklappe (3)

– einen karosseriefest angeordneten Aktuator (11) umfasst, der in eine vorgegebene Richtung nach oben ausfahrbar ist,

– dass an dem Aktuator (11) ein Festlager L angeordnet ist, welches schwenkbar das erste Ende eines Hebels (19) aufnimmt,

– dass an dem zweiten Ende des Hebels (19) schwenkbar das erste Ende des Ausstellhebels (21) angeordnet ist,

– dass das zweite Ende des Ausstellhebels (21) schwenkbar mit der Frontklappe (3) verbunden ist und

– dass zwischen den Enden des Ausstellhebels (21) über ein Drehgelenk A der Aktuator (11) angreift.






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