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Dokumentenidentifikation DE102006021351A1 29.11.2007
Titel Verfahren zum Einbringen und Anspannen eines Bandersatzes unter Ausnutzung der Gelenkfunktion
Anmelder Felmet, Gernot, Dr. med., 78054 Villingen-Schwenningen, DE
Erfinder Felmet, Gernot, Dr. med., 78054 Villingen-Schwenningen, DE
DE-Anmeldedatum 04.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006021351
Offenlegungstag 29.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.11.2007
IPC-Hauptklasse A61B 17/56(2006.01)A, F, I, 20060504, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61B 17/68(2006.01)A, L, I, 20060504, B, H, DE   
Zusammenfassung Problemstellung und Erfindung:
Am Beispiel des vorderen Kreuzbandersatzes wird üblicherweise der Bandersatz zunächst am Femur in der Fossa Intercondylica befestigt und dann an der Tibia nach mutmaßlicher Anspannung durch den Operateur statisch befestigt.
Die Erfindung beinhaltet ein Verfahren, welches es ermöglicht, einen Bandersatz derart einzusetzen, dass er sich durch die anatomische Gelenkfunktion selbst funktionsgerecht anspannt.
Lösung des Problems:
Als Ausgangslage wird eine Gelenkposition eingenommen, in der das zu ersetzende Band nicht angespannt ist (am Beispiel des vorderen Kreuzbandes in 90°-Beugung). In dieser Position wird der Bandersatz eingesetzt und angespannt. Wird das Gelenk dann in die Position bewegt, in der das Band typischerweise angespannt sein muss, entwickelt der Bandersatz durch die Art der Befestigung zum Beispiel mit Knochendübeln seine spezifische Anspannung durch Erreichen der Eigenelastizität und bei Überschreiten derselben durch Nachrutschen in der Befestigung an dem Ort des geringeren Widerstandes. Am Beispiel des vorderen Kreuzbandersatzes wird das Kniegelenk von der Beugung in die Streckung überführt und damit angespannt. Bei Überschreiten der Eigenelastizität rutscht der Bandersatz an der tibialen Verankerung typischerweise etwa nach.
Anwendungsgebiet:
Diese Form der Anspannungstechnik ist in der Orthopädie und Unfallchirurgie am Kniegelenk beim Ersatz des vorderen und hinteren Kreuzbandes sowie beim Einsatz von ...

Beschreibung[de]

Durch Unfälle können gelenkstabilisierende Kapsel-Bandstrukturen zerreißen. Am Beispiel des vorderen Kreuzbandersatzes wird üblicherweise der Bandersatz zunächst am Femur in der Fossa Intercondylica befestigt und dann an der Tibia nach mutmaßlicher Anspannung durch den Operateur statisch befestigt.

Nach wird üblicher Weise zunächst an einer Ansatzstelle a an Gelenkpartner A mit Schrauben g oder anderen Befestigungsmethoden ein Bandersatz c befestigt. Durch Zug am anderen Ende wird das Band c in die mutmaßliche Spannung gebracht und dann mit z.B. Schrauben g am anderen Gelenkpartner B festgesetzt.


Anspruch[de]
Die Erfindung beinhaltet ein Verfahren, welches es ermöglicht, einen Bandersatz derart einzusetzen, dass er sich durch die anatomische Gelenkfunktion selbst funktionsgerecht anspannt, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:

a. Die Formgebung, damit exzentrische Lage der Befestigungspunkte , a + b zur geometrischen Achse der Gelenkpartner A und B zueinander eine Position einnehmen, bei der das zu ersetzende Band c nicht angespannt ist,

b. in dieser Position an beiden Befestigungspunkten a und b in Verankerungskanäle e ein ersetzendes Band c eingezogen, angespannt und

c. mit Knochendübeln nach , d, so befestigt wird,

d. dass das Band c im Verankerungskanal e einliegt

e. auf einer Seite oder beidseits nach , d in A und B durch den in den Verankerungskanal e eindringenden Dübel d in den Verankerungskanal e hineingezogen wird,

f. dabei das Band c anspannt,

g. der Knochendübel d dazu nach in den Verankerungskanal e vertieft wird und den Kanaleintritt f mit dem festen Randknochen (Kortikalis) h hinterschneidet, so ein Herausrutschen des Knochendübels d aus dem Verankerungskanal e bei Zug auf dem Bandersatz c verhindert wird

h. dass nach Positionswechsel in die Gelenkposition, in der das Band physiologischer Weise angespannt ist, über die exzentrische Lage der Insertionspunkte der Bandersatz angespannt wird,

i. dabei die Eigenelastizität überschritten werden kann und das Band am Ort des geringsten Widerstandes in die funktionelle Spannung () überführt wird

Dies trifft für den vorderen Kreuzbandersatz dann zu, wenn das Band in Beugung eingebracht, oben (Femur) und unten (Tibia) befestigt wird. Physiologisch ist das Kreuzband in 90-120 Grad Kniebeugung nicht angespannt.

Wird das Kniegelenk mit dem in Beugung angespannten Bandersatz in die Kniestreckung geführt, spannt sich der Bandersatz weiter an, rutscht ggf. am Ort des geringeren Widerstandes (meist unten, an der Tibia) etwas nach und bleibt in der physiologischen Funktionslänge stehen.
eine Befestigung eines Bandersatzes nach Anspruch 1, befestigt mit Knochenersatzdübeln, wobei das Band im Verankerungskanal einliegt auf einer Seite oder beidseits durch den in den Verankerungskanal eindringenden Dübel in den Verankerungskanal hineingezogen wird, dabei das Band anspannend und nach Anspruch 1 durch Ändern der Position eines der Gelenkpartner zum anderen im Verankerungskanal soweit nachrutscht, dass es seine eigentliche Funktionslänge erreicht. eine Befestigung eines Bandersatzes nach Anspruch 1, befestigt mit Spreizdübeln, wobei das Band im Verankerungskanal einliegt auf einer Seite oder beidseits durch den in den Verankerungskanal eindringenden Dübel in den Verankerungskanal hineingezogen wird, dabei das Band anspannend und nach Anspruch 1 durch Ändern der Position eines der Gelenkpartner zum anderen im Verankerungskanal soweit nachrutscht, dass es seine eigentliche Funktionslänge erreicht. eine Befestigung eines Bandersatzes nach Anspruch 1, befestigt mit Schrauben oder schraubenähnlichen Dübeln, wobei das Band im Verankerungskanal einliegt auf einer Seite oder beidseits durch den in den Verankerungskanal eindringenden Dübel in den Verankerungskanal hineingezogen wird, dabei das Band anspannend und nach Anspruch 1 durch Ändern der Position eines der Gelenkpartner zum anderen im Verankerungskanal soweit nachrutscht, dass es seine eigentliche Funktionslänge erreicht. eine Befestigung eines Bandersatzes nach Anspruch 1, befestigt mit Knochenersatzdübeln, wobei das Band über eine Fadenverlängerung im Verankerungskanal einliegt auf einer Seite oder beidseits durch den in den Verankerungskanal eindringenden Dübel in den Verankerungskanal hineingezogen wird, dabei das Band anspannend und nach Anspruch 1 durch Ändern der Position eines der Gelenkpartner zum anderen im Verankerungskanal soweit nachrutscht, dass es seine eigentliche Funktionslänge erreicht.






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