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Dokumentenidentifikation DE102006023303A1 29.11.2007
Titel Antriebsvorrichtung für ein Flurförderzeug
Anmelder ZF Friedrichshafen AG, 88046 Friedrichshafen, DE
Erfinder Stübner, Frank, 99894 Ernstroda, DE;
Bald, Dirk, 99867 Gotha, DE;
Hübner, Norbert, 99092 Erfurt, DE
DE-Anmeldedatum 18.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006023303
Offenlegungstag 29.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.11.2007
IPC-Hauptklasse B60K 7/00(2006.01)A, F, I, 20060518, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B66F 9/06(2006.01)A, L, I, 20060518, B, H, DE   B66F 9/075(2006.01)A, L, I, 20060518, B, H, DE   B60K 1/00(2006.01)A, L, I, 20060518, B, H, DE   B60K 17/30(2006.01)A, L, I, 20060518, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Antriebsvorrichtung für ein Flurförderzeug weist ein Motorgehäuse (2) auf, welches ortsfest mit einem Außenring (5) eines Drehkranzlagers (6) verbunden ist und eine Ausnehmung (12) aufweist, durch welche ein Bauteil (11) ragt, mittels welchem eine Drehbewegung auf das Getriebegehäuse (8) eingeleitet wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Antriebsvorrichtung für ein Flurförderzeug nach der im Oberbegriff von Anspruch 1 näher definierten Art.

Bei gattungsgemäßen Flurförderzeugen treibt ein Antriebsmotor, vorzugsweise ein Elektromotor, über ein Untersetzungsgetriebe ein Fahrzeugrad an. Die Lenkbewegung wird über eine Deichsel auf den Antrieb eingeleitet, wodurch das Fahrzeugrad im Sinne einer Lenkbewegung verdreht wird.

Die DE 44 08 775 C2 offenbart ein Flurförderzeug, bei welchem eine Lenkbewegung mittels einer Deichsel auf den Antrieb eingeleitet wird.

Die DE 197 20 783 A1 offenbart einen Antrieb für ein Flurförderzeug, bei welchem die Lenkbewegung von einer Deichsel direkt auf das Motorgehäuse übertragen wird, wodurch der Motor eine Drehbewegung ausführt, und das Motorgehäuse direkt mit dem Innenring des Drehkranzlagers verbunden ist, welches zusätzlich mit dem Getriebegehäuse verbunden ist, wodurch bei Drehung des Antriebsmotors das Fahrzeugrad eine Drehbewegung ausführt. Dadurch, dass der Motor bei jeder Lenkbewegung eine Drehbewegung ausführt, werden die Steuer- und Energieversorgungsleitungen ebenfalls mitbewegt, was eine Beschädigung bzw. einen Verschleiß dieser Leitungen mit sich bringt.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Antriebsvorrichtung für ein Flurförderzeug zu schaffen, bei welcher die Lebensdauer der Steuer- und Energieversorgungsleitungen erhöht wird.

Die Aufgabe wird mit einer, auch die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruchs aufweisenden, gattungsgemäßen Antriebsvorrichtung für ein Flurförderzeug gelöst.

Erfindungsgemäß sind das Motorgehäuse und der Außenring des Drehkranzlagers ortsfest im Fahrzeug gehalten. Das Antriebsmotorgehäuse weist eine Ausnehmung auf, durch welche die Lenkbewegung, beispielsweise von einer Deichsel, auf den Innenring des Drehkranzlagers übertragbar ist.

In einer Ausgestaltungsform der Erfindung ist das Motorgehäuse flanschartig ausgebildet und benachbart zum Außenring des Drehkranzlagers angeordnet. Es besteht die Möglichkeit, den Flansch des Motorgehäuses mit dem Außenring des Drehkranzlagers oder den Flansch des Motorgehäuses durch das Drehkranzlager mit dem Fahrzeug zu verschrauben, wodurch das Motorgehäuse und der Außenring des Drehkranzlagers ortsfest gehalten sind. Die Ausnehmung im Motorgehäuse kann im Flansch des Motorgehäuses angeordnet sein, wobei die Ausnehmung kreissegmentförmig konzentrisch zum zylindrischen Teil des Motorgehäuses angeordnet sein kann. Die Begrenzungsflächen der Ausnehmung können als Anschlag für das Bauteil dienen, mittels welchem die Drehbewegung auf den Innenring des Drehkranzlagers eingeleitet wird. Somit besteht die Möglichkeit, die Lenkdrehbewegung durch die Begrenzung der Ausnehmung zu begrenzen.

Es besteht die Möglichkeit, das Drehkranzlager mit einem Bauteil, welches durch die Ausnehmung geführt ist, zu verbinden oder das Drehkranzlager einstückig mit diesem Bauteil auszuführen.

In einer weiteren Ausgestaltungsform besteht die Möglichkeit, das Bauteil, welches die Ausnehmung durchdringt, ebenfalls kreissegmentförmig auszubilden.

In einer weiteren Ausgestaltungsform kann dieses Bauteil direkt mit der Deichsel befestigt werden. Dadurch wird eine sehr kostengünstige Verbindung der Deichsel mit dem Antrieb geschaffen.

In einer weiteren Ausgestaltungsform der Erfindung können Lüftungsöffnungen im zylindrischen Teil des Motorgehäuses im Bereich des Flansches entfallen, indem das Motorgehäuse eine Verbindung zur Ausnehmung aufweist, über welche ein Kühlluftstrom durch die Ausnehmung abgeführt werden kann.

Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Antriebsvorrichtung ist das Motorgehäuse ortsfest im Fahrzeug gehalten, wodurch die Steuer- und Energieversorgungsleitungen bei einer Lenkbewegung keine Bewegung ausführen müssen. Durch eine Abluftverbindung des Motorgehäuses mit der Ausnehmung wird ein Eindringen von Schmutz von der Seite des Antriebsrades verhindert und eine effektive Kühlung wirkungsvoll geschaffen.

Weitere Merkmale sind der Figuren-Beschreibung zu entnehmen. Es zeigen:

1 einen Schnitt durch die erfindungsgemäße Antriebsvorrichtung und

2 eine Draufsicht auf die Antriebsvorrichtung.

Fig. 1:

Ein Antriebsmotor 1, vorzugsweise ein Elektromotor, weist ein Motorgehäuse 2 mit einem zylindrischen Abschnitt 3 und einem Flansch 4 auf. Es besteht auch die Möglichkeit, den Flansch 4 und den zylindrischen Abschnitt 3 mehrstückig auszubilden. Der Flansch 4 des Motorgehäuses 2 ist drehfest mit einem Außenring 5 eines Drehkranzlagers 6 verbunden. Der Innenring 7 des Drehkranzlagers 6 ist drehfest mit einem Getriebegehäuse 8 verbunden. Über ein Untersetzungsgetriebe 9 wird das Fahrzeugrad 10 angetrieben. Der Innenring 7 ist mit einem Bauteil 11 verbunden oder einstückig mit diesem ausgebildet, welches eine Ausnehmung 12 im Flansch 4 durchdringt. Das Bauteil 11 kann so ausgeführt sein, dass es direkt mit der Deichsel verbindbar ist. Im Zwischenraum 13, zwischen dem Bauteil 11 und der Ausnehmung 12, kann Kühlluft vom Antriebsmotor 1 entweichen. Wird das Bauteil 11 im Sinne einer Drehbewegung verdreht, so dreht sich der Innenring 7 und das Getriebegehäuse 8, wodurch das Fahrzeugrad 10 ebenfalls im Sinne einer Lenkbewegung verdreht wird. Der Antriebsmotor 1 steht dabei still.

Fig. 2:

Die Ausnehmung 12 ist kreissegmentförmig im Flansch 4 angeordnet und weist eine erste Endfläche 14 und eine zweite Endfläche 15 auf. Das Bauteil 11 durchdringt die Ausnehmung 12 und kann so weit in der Ausnehmung 12 verdreht werden, bis die Endfläche 16 an der Endfläche 14 oder die Endfläche 17 an der Endfläche 15 anliegt. Dadurch wird eine mechanische Lenkwinkelbegrenzung erzeugt.

1
Antriebsmotor
2
Motorgehäuse
3
zylindrischer Abschnitt
4
Flansch
5
Außenring
6
Drehkranzlager
7
Innenring
8
Getriebegehäuse
9
Untersetzungsgetriebe
10
Fahrzeugrad
11
Bauteil
12
Ausnehmung
13
Zwischenraum
14
Endfläche
15
Endfläche
16
Endfläche
17
Endfläche


Anspruch[de]
Antriebsvorrichtung für ein Flurförderzeug mit einem Antriebsmotor (1) zum Antrieb eines Fahrzeugrades (10), wobei der Antriebsmotor (1) ein Motorgehäuse (2) aufweist, mit einem Drehkranzlager (6), mittels welchem das Fahrzeugrad (10) im Sinne einer Lenkbewegung drehbar gelagert ist, wobei ein Außenring (5) des Drehkranzlagers (6) ortsfest befestigbar ist, und ein Innenring (7) des Drehkranzlagers (6) mit dem Fahrzeugrad (10) in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass das Motorgehäuse (2) drehfest mit dem Außenring (5) in Verbindung steht und eine Ausnehmung (12) aufweist, über welche eine Lenkbewegung auf den Innenring (7) übertragbar ist. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (12) kreissegmentförmig ausgebildet ist. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bauteil (11) mit dem Innenring (7) verbunden oder mit diesem einstückig ausgebildet ist, welches aus der Ausnehmung (12) ragt und mit einer Deichsel verbindbar ist. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (12) Begrenzungsflächen (14, 15) aufweist, welche als Begrenzung des Lenkwinkels ausgebildet sind. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Motorgehäuse (2) an seinem, dem Drehkranzlager (6) zugewandten Ende (4) flanschartig ausgebildet und die Ausnehmung (12) im Flansch (4) angeordnet ist. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (4) mit dem Außenring (5) verbindbar ist.






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