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Dokumentenidentifikation DE102006024863A1 29.11.2007
Titel Vereinzelungsanlage
Anmelder Ragg, Gottfried, 73730 Esslingen, DE
Erfinder Ragg, Gottfried, 73730 Esslingen, DE
Vertreter Patentanwalts-Partnerschaft Rotermund + Pfusch + Bernhard, 70372 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 24.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006024863
Offenlegungstag 29.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.11.2007
IPC-Hauptklasse E06B 11/00(2006.01)A, F, I, 20060524, B, H, DE
Zusammenfassung Vereinzelungsanlage mit zumindest einer von Personen praktisch nur einzeln und hintereinander begeh- bzw. befahrbaren Passage, dadurch gekennzeichnet, dass die Passage (8) an zumindest einer Seitenflanke durch eine aus zaunartigen Absperrelementen (1 bis 3) gebildete Doppelwand begrenzt ist, welche an ihren Stirnenden durch mit den Absperrelementen der Doppelwand formschlüssig verbundene weitere Absperrelemente (2, 3) abgeschlossen ist, wobei das an der Eingangsseite der Passage (8) angeordnete weitere Absperrelement (3) die Absperrelemente (1) der Doppelwand vorzugsweise halbkreisförmig mit außenliegender Konvexseite verbindet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vereinzelungsanlage mit zumindest einer, von Personen praktisch nur einzeln, hintereinander begeh- bzw. befahrbaren Passage.

In der Eingangszone von Großveranstaltungen müssen die Besucher regelmäßig für eine wirksame Eingangskontrolle vereinzelt werden. Hierzu sind Vereinzelungsanlagen grundsätzlich bekannt. Diese bestehen im wesentlichen aus zumindest einer mehr oder weniger langen Passage, deren Breite so bemessen ist, dass sie von den Besuchern im wesentlichen nur einzeln und hintereinander begehbar oder mit einem Rollstuhl befahrbar ist.

Bei großen Freiluftveranstaltungen muss das Gelände der Veranstaltung mit Absperrzäunen gesichert werden. In diesem Zusammenhang sind aus der DE 34 22 471 C2 sowie der DE 93 13 754 U1 Zaunsysteme bekannt, die sich einerseits durch hohe Stabilität auszeichnen und andererseits schnell auf- und abgebaut werden können.

Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine für Freiluftveranstaltungen geeignete Vereinzelungsanlage zu schaffen, die sich schnell aus Absperrelementen erstellen lässt.

Dabei ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Passage an zumindest einer Seitenflanke durch eine aus zaunartigen Absperrelementen gebildete Doppelwand begrenzt ist, welche an ihren Stirnenden durch mit den Absperrelementen der Doppelwand formschlüssig verbundene weitere Absperrelemente abgeschlossen ist, wobei das an der Eingangsseite angeordnete weitere Absperrelement die Absperrelemente der Doppelwand vorzugsweise halbkreisförmig mit außen liegender Konvexseite verbindet.

Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, die Passagen der Vereinzelungsanlage zumindest an einer Seitenflanke durch eine Doppelwandanordnung zu begrenzen, die aus zaunartigen Absperrelementen zusammengesetzt ist, wobei die Absperrelemente der Doppelwand an deren Stirnenden durch weitere Absperrelemente formschlüssig miteinander verbunden sind. Im Ergebnis wird damit ein äußerst stabiler Verbund der die Doppelwand bildenden Absperrelemente erreicht, so dass eine wünschenswert hohe Stndsicherheit gegeben ist, und zwar auch dann, wenn hohe Kräfte senkrecht zur Doppelwand auftreten. Hier wird der Tatsache Rechnung getragen, dass bei großem Publikumsandrang sehr viele Menschen gleichzeitig von außen gegen die Doppelwand drängen können, so dass bei schwach belastbaren Seitenflanken der Passagen die Personen innerhalb der Passagen eingeklemmt werden könnten.

Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung können die Passagen jeweils an ihren beiden Seitenflanken durch Doppelwandanordnungen der oben beschriebenen Art begrenzt sein. Dies bietet den Vorteil, dass parallele Passagen einen gewissen Querabstand aufweisen. Dadurch wird automatisch auf der Austrittsseite der Passagen eine entsprechend verminderte Menschendichte gewährleistet.

Andererseits kann es auch vorteilhaft sein, zwischen zwei aus Absperrelementen gebildeten Doppelwänden eine Doppelpassage mit zwei Parallelwegen anzuordnen, die voneinander durch eine aus Absperrelementen gebildete einfache Wand getrennt sind. Auf diese Weise wird eine raumsparende Anordnung ermöglicht, des weiteren wird die Doppelpassage durch die beidseitigen Doppelwandanordnungen gut gegen seitwärts andrängendes Publikum gesichert.

Zweckmäßig sind die Absperrelemente bodenseitig in Basisteilen gehaltert, welche mit in Querrichtung einer Doppelwand oder einer Passage benachbarten Basisteilen starr verbunden sind. Auf diese Weise wird ein besonders stabiler Verbund geschaffen und einer unerwünschten Verschiebung der Absperrelemente entgegengewirkt.

Gegebenenfalls können die Absperrelemente zur Bildung übermannshoher Wände bzw. Doppelwände auch vertikal übereinander angeordnet sein, wobei des weiteren vorgesehen sein kann, die übermannshohen Wände am Oberrand quer zu den Passagen miteinander zu verbinden. Auf diese Weise bilden die Passagen tunnelartige Strukturen, so dass benachbarte Passagen voneinander wirksam abgetrennt sind. Außerdem können die zwischen den Oberrändern der Wände angeordneten Verbindungen als Träger für Hinweistafeln oder dergleichen genutzt werden.

Um einen einfachen und schnellen Aufbau der Vereinzelungsanlage zu ermöglichen, ist es zweckmäßig, Absperrelemente gemäß der DE 34 22 471 C2 bzw. der DE 93 13 754 U1 zu verwenden.

Im übrigen wird hinsichtlich bevorzugter Merkmale der Erfindung auf die Ansprüche und die nachfolgende Erläuterung der Zeichnung verwiesen, anhand der eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung näher beschrieben wird.

Schutz wird nicht nur für ausdrücklich dargestellte Merkmalskombinationen sondern auch für prinzipiell beliebige Unterkombinationen der dargestellten Merkmale beansprucht.

In der Zeichnung zeigt

1 verschiedene Absperrelemente sowie Möglichkeiten zu deren Verbindung miteinander,

2 mehrere zu einer Wand verbundene Absperrelemente,

3 eine aus Absperrelementen gebildete Doppelwandanordnung und

4 eine Vereinzelungsanlage mit mehreren Passagen, die voneinander jeweils durch eine aus den Absperrelementen zusammengesetzte Doppelwandanordnung getrennt sind.

Die 1 zeigt Absperrelemente 1 bis 3 mit unterschiedlicher Form und Größe. Diese Absperrelemente besitzen jeweils einen stabilen, im wesentlichen rechteckigen Rohrrahmen, der ein mit dem Rahmen fest verbundenes Gitter oder Lochblech oder dergleichen umrandet. An den Vertikalseiten des Rahmens sind Rohre 5 angeschraubt oder angeschweißt, deren Länge der halben Rahmenhöhe entspricht. Dabei sind die Rohre 5 am jeweiligen Absperrelement 1 bis 3 versetzt angeordnet, derart, dass das Rohr 5 an der einen Vertikalseite des jeweiligen Absperrelementes 1 bis 3 in dessen oberer Hälfte und an der anderen Vertikalseite an dessen unterer Hälfte angeordnet ist. Die Rohre 5 besitzen in 1 nach oben offene Rohrenden. An den unteren Rohrenden sind jeweils verjüngte Fortsätze 6 angeordnet, die so bemessen sind, dass sie sich in die oberen offenen Enden der Rohre 5 im wesentlichen spielfrei einschieben lassen. Desweiteren sind Basisteile 7 vorgesehen, welche im wesentlichen aus einer Standplatte und darauf fest angeordneten vertikalen Rohrstücken bestehen, in die sich die Fortsätze 6 ebenfalls im wesentlichen spielfrei einschieben lassen. Indem nun die Fortsätze 6 der an den oberen Hälften der Absperrelemente 1 bis 4 angeordneten Rohres in die oberen offenen Enden der an der unteren Hälfte der Absperrelemente 1 bis 4 angeordneten Rohren 5 eingeschoben werden, und indem die über die Unterkante der Absperrelemente 1 bis 4 herausragenden Fortsätze 6 der an der unteren Hälfte der Absperrelemente 1 bis 4 angeordneten Rohre 5 in die Basisteile 7 eingesetzt werden, lassen sich die Absperrelemente 1 bis 4 zu dem in 2 dargestellten Band oder auch zu einer Doppelwandanordnung gemäß 3 verbinden.

Wie die 1 zeigt, können auch jeweils mehrere gleichartige Absperrelemente 1 bis 3 vertikal übereinander angeordnet werden, um gegenüber den in den 2 und 3 dargestellten Anordnungen doppelt oder mehrfach hohe Anordnungen zu schaffen.

4 zeigt nun beispielhaft eine Vereinzelungsanlage mit mehreren Passagen 8, die so schmal bemessen sind, dass Personen praktisch nur einzeln und hintereinander durchgehen können.

In 4 sind die Passagen 8 voneinander jeweils durch Doppelwandanordnungen getrennt. Dies ist in der Regel vorteilhaft, weil dann die Menschen nach Durchschreiten der Vereinzelungsanlage mit vergleichsweise geringer Wahrscheinlichkeit sofort eine dichte Menschentraube bilden können. Abweichend von der Darstellung der 4 ist es jedoch auch möglich, zwischen benachbarten Passagen 8 jeweils nur eine einzige Wand in Form eines einzigen Absperrelementes 1 vorzusehen. Außerdem besteht die Möglichkeit, Basisteile 7 mit über die Passagen 8 durchlaufender Standplatte anzuordnen bzw. die dargestellten Basisteile 7 jeweils im Bereich einer der Passagen 8 vorzusehen, so dass die Breite der Passagen 8 durch die Basisteile 7 jeweils genau und unverrückbar vorgegeben wird. Selbstverständlich ist es auch möglich, die Doppelwandanordnungen zwischen den Passagen übermannshoch vorzusehen und dazu jeweils mehrere der Absperrelemente 1 bis 3 vertikal übereinander anzuordnen. Auf diese Weise lässt sich mit der Vereinzelungsanlage ein weithin sichtbarer Eingangsbereich schaffen, wobei die hohen Doppelwandanordnungen auch als Träger für Werbe- und Hinweistafeln genutzt werden können.


Anspruch[de]
Vereinzelungsanlage mit zumindest einer von Personen praktisch nur einzeln und hintereinander begeh- bzw. befahrbaren Passage, dadurch gekennzeichnet, dass die Passage (8) an zumindest einer Seitenflanke durch eine aus zaunartigen Absperrelementen (1 bis 3) gebildete Doppelwand begrenzt ist, welche an ihren Stirnenenden durch mit den Absperrelementen der Doppelwand formschlüssig verbundene weitere Absperrelemente (2,3) abgeschlossen ist, wobei das an der Eingangsseite der Passage (8) angeordnete weitere Absperrelement (3) die Absperrelemente (1) der Doppelwand vorzugsweise halbkreisförmig mit außenliegender Konvexseite verbindet. Vereinzelungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Passage (8) an beiden Seitenflanken durch aus Absperrelementen gebildete Doppelwände begrenzt ist. Vereinzelungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei aus Absperrelementen gebildeten Doppelwänden eine Doppelpassage mit zwei Parallelwegen angeordnet ist, die voneinander durch eine aus Absperrelementen gebildete einfache Wand getrennt sind. Vereinzelungsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei aus Absperrelementen gebildeten Doppelwänden mehrere parallele Passagen (8) angeordnet sind, die voneinander von durch aus Absperrelementen gebildete einfache Wände getrennt sind. Vereinzelungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Absperrelemente (1 bis 3) bodenseitig in Basisteilen (7) gehaltert sind, welche mit in Querrichtung einer Doppelwand oder einer Passage benachbarten Basisteilen starr verbunden sind. Vereinzelungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Absperrelemente (1 bis 3) zur Bildung übermannshoher Wände bzw. Doppelwände vertikal übereinander angeordnet sind. Vereinzelungsanlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die übermannshohen Wände am Oberrand quer zu den Passagen (8) miteinander verbunden sind. Vereinzelungsanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch Absperrelemente (1 bis 3), welche im wesentlichen rechteckig und aus Rund- oder Profilrohren gebildet sind, wobei an zwei gegenüberliegenden Seiten jedes Absperrelementes je ein Rohr (5) seitenparallel angeschweißt oder angeschraubt ist, dessen Rohrlänge der halben Elementhöhe entspricht, wobei das eine Rohr an der unteren Hälfte und das andere Rohr an der oberen Hälfte der Elementhöhe angeordnet ist, und wobei beide Rohre (5) an ihren in die eine Richtung weisenden Enden stirnseitig offen und an ihren in die andere Richtung weisenden Enden mit dem Innenmaß der Rohre angepassten, in die Stirnöffnungen der Rohre benachbarter Absperrelemente passenden Fortsätzen (6) versehen sind.






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