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Dokumentenidentifikation DE102006026281B3 29.11.2007
Titel Vorrichtung zum Wiegen
Anmelder Medisana AG, 40724 Hilden, DE
Erfinder Lindner, Ralf, 20149 Hamburg, DE
Vertreter Patentanwälte Ostriga, Sonnet, Wirths & Roche, 42275 Wuppertal
DE-Anmeldedatum 02.06.2006
DE-Aktenzeichen 102006026281
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.11.2007
IPC-Hauptklasse G01G 19/44(2006.01)A, F, I, 20060602, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01G 23/18(2006.01)A, L, I, 20060602, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Wiegen, insbesondere von Menschen, mit einem Lastaufnahmebereich, in dem auf mechanische und/oder elektronische Weise vorzugsweise das Gewicht, der Körperfett-, der Wasser-, der Muskel- und/oder der Knochenanteil eines Menschen ermittelt wird, dass der Lastaufnahmebereich aus einer transluzenten Platte gebildet wird, an der bodenseitig Fußelemente angeordnet sind, und dass die Vorrichtung ein Gehäuse aufweist, in dem die Steuerungs- und Anzeigeeinrichtungen sowie mindestens ein Leuchtmittel angeordnet sind.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine neue Vorrichtung zum Wiegen, insbesondere von Menschen zu schaffen, die eine verbesserte Beleuchtung aufweist.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das wenigstens eine Leuchtmittel innerhalb oder außerhalb der transluzenten Platte verdeckt angeordnet ist und dass die von dem Leuchtmittel erzeugten Lichtstrahlen überwiegend in die Plattenebene eintreten und dass diese Lichtstrahlen zumindest teilweise an der der Lichtquelle gegenüberliegenden Plattenbegrenzung sichtbar austreten.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Wiegen, insbesondere von Menschen, mit einem Lastaufnahmebereich, in dem auf mechanische und/oder elektronische Weise das Gewicht eines Menschen ermittelt wird, dass der Lastaufnahmebereich aus einer transluzenten Platte gebildet wird, an der bodenseitig Fußelemente angeordnet sind, und dass die Vorrichtung ein Gehäuse aufweist, in dem die Steuerungs- und Anzeigeeinrichtungen sowie mindestens eine Leuchtquelle angeordnet ist.

Eine derartige Vorrichtung ist beispielsweise aus der DE 20 2006 001 821 U1 bekannt. Dort ist eine Vorrichtung zum Wiegen von Menschen bekannt, mit einem Lastaufnahmebereich, in dem auf elektronische Weise das Gewicht, der Körperfett-, der Wasser- und/oder der Knochenanteil eines Menschen ermittelt wird, wobei die Vorrichtung ein Gehäuse aufweist, in dem eine abnehmbare Steuerungs- und Anzeigeeinrichtung angeordnet sind.

Darüber hinaus ist aus der Druckschrift DE 102 05 821 A1 eine Vorrichtung zum Wiegen von Menschen bekannt, deren Lastaufnahmebereich aus einer transluzenten Platte besteht.

Beim vorgenannten Stand der Technik wird jedoch die im Gerät angeordnete Beleuchtung als verbesserungswürdig angesehen.

Die Aufgabe der Erfindung besteht deshalb darin, eine neue Vorrichtung zum Wiegen, insbesondere von Menschen zu schaffen, die eine verbesserte Beleuchtung aufweist.

Die Lösung der Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des Anspruchs 1, insbesondere den Merkmalen des Kennzeichenteils, wonach die wenigstens eine Lichtquelle innerhalb oder außerhalb der transluzenten Platte verdeckt angeordnet ist und dass die von der Lichtquelle erzeugten Lichtstrahlen überwiegend in die Plattenebene eintreten und dass diese Lichtstrahlen zumindest teilweise an der der Lichtquelle gegenüberliegenden Plattenbegrenzung sichtbar austreten.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Wiegen weist den Vorteil auf, dass man mit wenigstens einer Lichtquelle quasi die gesamte Plattenbegrenzung erkennbar beleuchten kann, da die in die Plattenebene eindringenden Lichtstrahlen erst an der umlaufenden Plattenbegrenzung austreten.

Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann bei einer Ausführungsform vorteilhafter Weise zusätzlich zum Gewicht der Körperfett-, der Wasser- und/oder der Knochenanteil eines Menschen ermittelt werden.

Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann die wenigstens eine Lichtquelle auch nahe einer Stirnfläche der transluzenten Platte angeordnet sein.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass wenigstens die eine Lichtquelle innerhalb einer in der transluzenten Platte angeordneten Bohrung zu befestigen. Sofern dieses Lichtquelle im Winkel von 360° Lichtstrahlen in die Plattenebene abgibt, ist somit eine allseitige Beleuchtung der Plattenbegrenzung möglich.

Selbstverständlich ist es auch denkbar, dass mehrere Lichtquellen nahe einer oder unterschiedlicher Stirnflächen einer transluzenten Platte angeordnet sind, so dass der Effekt der Beleuchtung der Plattenbegrenzung verstärkt wird.

Auch ist eine Variation vorstellbar, bei der die Strahlungsrichtungen, der nahe der Stirnfläche der transluzenten Platte angeordneten Lichtquellen unterschiedlich sind. Dies hat zum Ziel, gegebenenfalls von einem Standort mehrerer Lichtquellen aus, eine gleichmäßige Beleuchtung sämtlicher Plattenbegrenzungsbereiche zu schaffen.

Eine besondere Ausführungsform der Erfindung ist zusätzlich dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der transluzenten Platte zumindest teilweise eingearbeitete Strukturen aufweist und das in diesen Bereichen ein Teil der eingeleiteten Lichtstrahlen nach oben hin austritt. Bei dieser Ausführungsform kann man neben der Beleuchtung der Plattenbegrenzung zusätzlich beispielsweise auch durch die vorgenannten eingearbeiteten Strukturen, Bereiche kennzeichnen. So ist es denkbar, dass beispielsweise der Trittbereich für die Füße durch eine solche eingearbeitete und beleuchtete Struktur gekennzeichnet ist.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die transluzente Platte aus Glas gebildet ist. In diesem Zusammenhang ist es denkbar, dass die transluzente Platte sandwichartig aus zwei aneinander befestigten dünnen Platten gebildet wird und das die Oberfläche der unteren Platte eingearbeitete Strukturen aufweist, an denen ein Teil der eingeleiteten Lichtstrahlen zur Oberfläche der transluzenten Platte hin reflektiert wird und dort austritt. Bei dieser Ausführungsform wird der Vorteil darin gesehen, dass die äußere Oberfläche keine eingearbeiteten Strukturen aufweist, was rein aus reinigungstechnischen und hygienischen Gründen vorteilhaft ist.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels. Es zeigen:

1 eine Draufsicht auf eine Vorrichtung zum Wiegen,

2 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Ansichtspfeil II in 1,

3 eine Unteransicht der Vorrichtung gemäß 1,

4 eine Seitenansicht der Vorrichtung gemäß Ansichtspfeil IV in 3,

5 eine Teilansicht bezüglich der Diodenanordnung der Vorrichtung gemäß 1 und

6 eine weitere Teilansicht bezüglich einer anderen Diodenanordnung der Vorrichtung gemäß 1.

In den Zeichnungen ist eine Vorrichtung zum Wiegen, insbesondere von Menschen insgesamt, mit der Bezugsziffer 10 bezeichnet.

Die Vorrichtung zum Wiegen 10 wird aus einer rechteckigen Glasplatte 11, vier Fußelementen 12, einem Gehäuse 13 und einer Anzeigevorrichtung 14 gebildet. Die Fußelemente 12 sind an einer Unterfläche 15 der Glasplatte 11 befestigt und weisen nicht dargestellte Gewichtssensoren auf. Die von den Gewichtssensoren erfassten Daten werden über auf der Unterseite 15 angeordnete Leiterbahnen 16 dem Gehäuse 13 zugeführt. Das Gehäuse 13 ist ebenfalls im Wesentlichen an der Unterseite 15 der Glasplatte 11 in einem Ausschnitt A letztlich befestigt und weist einerseits auf nicht dargestellte Weise eine Steuerungseinrichtung und andererseits eine an der Unterfläche 15 der Glasplatte angeordnete Anzeigeeinrichtung 14 sowie ein Batteriefach 17 auf.

Auf einer Oberfläche 18 der Glasplatte 11 ist eine Bedienleiste 19 zu erkennen, von der auf der Oberfläche 18 angeordnete Leiterbahnen 20 ausgehen. Diese Leiterbahnen 20 bilden nahe der beiden Längsseiten 21 jeweils unterschiedliche Kontaktflächen 22a und 22b aus, auf die während des Wiegevorgangs die Füße auf nicht dargestellte Weise gestellt werden müssen. Während die Kontaktfläche 22b vollständig geschlossen ausgebildet ist, weist die Kontaktfläche 22a dargestellte Unterbrechung auf. Zwischen den Kontaktflächen 22a ist unterhalb des mittleren Bereiches der Glasplatte 11, die Anzeigevorrichtung 14 zu erkennen. Von oben nach unten erkennt man auf der Anzeigevorrichtung 14 das Gewicht 23 (83 kg), den Wasseranteil 24 (56,8%) sowie den Fettanteil 25 (23%).

Das Körpergewicht 23 wird auf einfache Weise über die nicht dargestellten Gewichtssensoren in den Fußelementen 12 gemessen. Dagegen werden der Körperfettanteil und damit auch der Wasseranteil mit Hilfe von den vier Kontaktflächen 22a und 22b erfasst. Bei der Messung muss je ein Fuß gleichzeitig auf einer Kontaktfläche 22a und einer Kontaktfläche 22b stehen. Gemessen wird dann der komplexe Widerstand des Körpers mit einer sogenannten Vierleitermessung. Über zwei Elektroden wird ein kleiner Wechselstrom (< 2 mA) eingeprägt und an den beiden anderen Elektroden die abfallende Spannung gemessen. Der Einfluss des Übergangswiderstandes von den Kontaktflächen zur Haut wird durch das Messverfahren minimiert. Durch das Messen des Widerstandes bei verschiedenen Frequenzen kann anhand eines elektrischen Ersatzmodells des menschlichen Körpers und eines in die Steuerungseinrichtung integrierten Computers der Körperfettanteil errechnet werden.

In den 5 und 6 ist eine besondere Beleuchtung 26 mit einer Mehrzahl von Dioden 27 der Vorrichtung 10 dargestellt. Man erkennt, dass unterhalb der zeichnerisch weggebrochenen Bedienleiste 19 in dem Ausschnitt A der Glasplatte 11 in der 5 drei Dioden 27 dargestellt sind, bei der eine Diode 27 Lichtstrahlen in die Ebene der Glasplatte 12 in Richtung der gegenüberliegenden Stirnseite 28 immitiert, während zwei andere Dioden 27 diagonal in Richtung der Längsseiten 21 abstrahlen. Durch diese Art der verdeckten Anordnung der Leuchtdioden 26 unterhalb der Bedienleiste 19 wird es möglich, bei der beschriebenen Ausführungsform lediglich die aus den Längsseiten 21 und den Stirnseiten 28 gebildete Kontur der Vorrichtung 10 auf vorteilhafte Weise zu beleuchten.

Auf nicht dargestellte Weise wäre es grundsätzlich auch möglich, in die Oberfläche der Glasplatte 11 beispielsweise einen Markennamen oder auch gestalterische Strukturen einzuarbeiten, die dann dazu führen würden, dass an dieser Stelle jeweils die hinterleuchte, gut sichtbare Strukturen entstehen würden. So könnte bei einer Körperfettwaage auch die zur Messung notwendige Stellung jedes einzelnen Fußes auf beiden Kontaktflächen 22a und 22b gekennzeichnet werden.


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Wiegen, insbesondere von Menschen, mit einem Lastaufnahmebereich, in dem auf mechanische und/oder elektronische Weise das Gewicht eines Menschen ermittelt wird, dass der Lastaufnahmebereich aus einer transluzenten Platte gebildet wird, an der bodenseitig Fußelemente angeordnet sind, und dass die Vorrichtung ein Gehäuse aufweist, in dem die Steuerungs- und Anzeigeeinrichtungen sowie mindestens eine Lichtquelle angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Lichtquelle (27) innerhalb oder außerhalb der transluzenten Platte (11) verdeckt angeordnet ist und dass die von der Lichtquelle (27) erzeugten Lichtstrahlen überwiegend in die Plattenebene eintreten und dass diese Lichtstrahlen zumindest teilweise an der der Lichtquelle gegenüberliegenden Plattenbegrenzung (21, 28) sichtbar austreten. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zum Gewicht der Körperfett-, der Wasser-, der Muskel- und/oder der Knochenanteil eines Menschen ermittelt wird. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Lichtquelle (27) nahe einer Stirnfläche (28) der transluzenten Platte (11) angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Lichtquelle (27) innerhalb einer in der transluzenten Platte (11) angeordneten Bohrung befestigt ist. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Lichtquellen (27) nahe einer oder unterschiedlicher Stirnflächen (28) der transluzenten Platte (11) angeordnet sind. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, das die Strahlungsrichtung der nahe der Stirnfläche der transluzenten Platte (11) angeordneten Lichtquellen unterschiedlich ist. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche (18) der transluzenten Platte (11) zumindest teilweise eingearbeitete Strukturen aufweist und dass in diesen Bereichen ein Teil der eingeleiteten Lichtstrahlen nach oben hin austritt. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die transluzente Platte (11) aus Glas gebildet ist Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die transluzente Platte (11) sandwichartig aus zwei aneinanderbefestigten dünnen Platten gebildet wird und dass die Oberfläche der unteren Platte eingearbeitete Strukturen aufweist, an denen ein Teil der eingeleiteten Lichtstrahlen zur Oberfläche der transluzenten Platte hin reflektiert wird und dort austritt. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Lichtquelle Dioden (27) verwendet werden. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Körpergewichtsmessung mindestens ein in den Fußelementen (12) angeordneter Gewichtssensor vorhanden ist. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Messung des Körperfettanteils (25) auf der Oberfläche (18) der transluzenten Platte (11) mindestens zwei beabstandete, als Standfläche für die Füße vorgesehene Bereiche vorgesehen sind, die eine dünne Kontaktfläche (22a, 22b) aufweisen und dass über die Kontaktflächen (22a, 22b) zum Zwecke der Messung des Körperfettanteils (25) ein geringer Strom durch die auf der Vorrichtung angeordnete Person geleitet wird. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktfläche (22a, 22b) teilweise unterbrochen ist.






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