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Dokumentenidentifikation DE102006041711B3 29.11.2007
Titel Anordnung zur Steuerung von Jalousien
Anmelder Insta Elektro GmbH, 58511 Lüdenscheid, DE
Erfinder Naurath, Dirk, Dipl.-Ing., 44797 Bochum, DE;
Rosemann, Peter, 58091 Hagen, DE
DE-Anmeldedatum 06.09.2006
DE-Aktenzeichen 102006041711
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.11.2007
IPC-Hauptklasse E06B 9/32(2006.01)A, F, I, 20060906, B, H, DE
Zusammenfassung Es wird eine Anordnung zur Steuerung von mehreren Lamellen aufweisenden Jalousien vorgeschlagen. Zu dem Zweck eine Anordnung zur Steuerung von Jalousien zu schaffen, bei der die Jalousien sowohl hinsichtlich ihrer Position flexibel und den persönlichen Bedürfnissen gerecht werdend vielfältig verstellbar sind und dabei eine intuitive und einfache Bedienung der Jalousie mittels nur eines Bedienorgans ermöglicht wird, ist dem Bedienorgan des Bediengerätes eine Umschalteinrichtung zugeordnet und weist das Bedienorgan des Bediengerätes eine erste Bedienmöglichkeit für eine erste Bedienebene auf und weist das Bedienorgan des Bediengerätes eine zweite Bedienmöglichkeit auf, wobei die zweite Bedienmöglichkeit zur Aktivierung der Umschalteinrichtung vorgesehen ist, durch deren Aktivierung eine Umschaltung des Bediengerätes von der ersten Bedienebene auf eine zweite Bedienebene und von der zweiten Bedienebene zurück auf die erste Bedienebene erfolgt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung geht von einer gemäß Oberbegriff des Hauptanspruches konzipierten Anordnung zur Steuerung von Jalousien aus.

Derartige Anordnungen zur Steuerung von Jalousien sind in der Regel dazu vorgesehen, bedarfsgerecht die Steuerung von in Gebäuden installierten Jalousien vorzunehmen. Jalousien weisen in der Regel mehrere Lamellen auf, die sowohl hinsichtlich ihrer Höhen- bzw. Weitenposition, als auch hinsichtlich ihrer Winkelposition verstellbar sind. Durch die Verstellung der Höhen- bzw. Weitenposition und der Winkelposition der Lamellen lässt sich auf komfortable Art und Weise der Verdunkelungsgrad von Räumen bedarfsgerecht einstellen.

Durch die DE 296 23 711 U1 ist eine gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruches entsprechende Anordnung zur Steuerung von Jalousien bekannt geworden. Bei dieser Anordnung zur Steuerung von Jalousien ist auch ein manuell zu betätigendes Bediengerät (Jalousieschalter) vorgesehen. Die zu realisierenden Verstellmöglichkeiten sind bei einer solchen Anordnung in der Praxis jedoch nicht immer zufriedenstellend. Dies ist der Fall, weil lediglich eine Verstellungen der Lamellen ermöglicht wird, bei der die Lamellen je nachdem ob die Auf- oder Abrichtung angesteuert wird, zunächst in die Offen- oder Geschlossenposition verdreht werden, bevor sich die gesamte Jalousie in Bewegung setzt (Höhen- bzw. Weitenverstellung). Damit sind lediglich zwei starr miteinander verkoppelte Verstellmöglichkeiten vorhanden. Oftmals erwartet der Benutzer heutzutage jedoch sowohl eine intuitive und einfache Bedienung von Jalousien, als auch hinsichtlich der anfahrbaren Positionen vielfältige, flexibel auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmte Möglichkeiten.

Ausgehend von einer derart ausgebildeten Anordnung zur Steuerung von Jalousien liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zur Steuerung von Jalousien zu schaffen, bei der die Jalousien sowohl hinsichtlich ihrer Position flexibel und den persönlichen Bedürfnissen gerecht werdend vielfältig verstellbar sind, als auch eine intuitive und einfache Bedienung der Jalousien mittels nur eines Bedienorgans ermöglicht wird.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Hauptanspruch angegebenen Merkmale gelöst.

Bei einer solchen Ausbildung ist besonders vorteilhaft, dass sowohl voreingestellte Lamellenpositionen, als auch individuell einzustellenden Lamellenpositionen mit ein und demselben Bedienorgan einfach auf intuitive Art und Weise einstellbar sind. Bei einer solchen Anordnung ist es außerdem auf besonders einfache Art und Weise möglich, sowohl voreingestellte Winkelpositionen, als auch eine voreingestellte Höhen- bzw. Weitenpositionen für die Lamellen abzuspeichern und diese bei Bedarf für die Jalousie automatisch anfahren zu lassen.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Gegenstandes sind in den Unteransprüchen angegeben. Anhand dreier Ausführungsbeispiele sei die Erfindung im Prinzip näher erläutert. Dabei zeigt:

1: prinziphaft ein Bediengerät einer solchen Anordnung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel, in der Draufsicht;

2: prinziphaft ein Bediengerät einer solchen Anordnung gemäß erstem Ausführungsbeispiel, im Vollschnitt in der Seitenansicht;

3: prinziphaft ein Bediengerät einer solchen Anordnung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel, in der Draufsicht;

4: prinziphaft ein Bediengerät einer solchen Anordnung gemäß zweitem Ausführungsbeispiel, im Vollschnitt in der Seitenansicht;

5: prinziphaft ein Bediengerät einer solchen Anordnung gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel, in der Draufsicht;

6: prinziphaft ein Bediengerät einer solchen Anordnung gemäß drittem Ausführungsbeispiel, im Vollschnitt in der Seitenansicht;

7: prinziphaft die Jalousie einer solchen Anordnung, wobei deren Lamellen für eine Höhenverstellung vorgesehen sind;

8: prinziphaft die Jalousie einer solchen Anordnung, wobei deren Lamellen für eine Weitenverstellung vorgesehen sind;

9: prinziphaft die Lamellen einer solchen Anordnung von oben gesehen, wobei drei verschiedene Winkelpositionen für die Lamellen dargestellt sind.

Wie aus den Figuren hervorgeht, besteht eine solche Anordnung zur Steuerung von Jalousien im Wesentlichen aus Mitteln zur Erkennung der Lamellenposition und zumindest mit einem manuell zu betätigenden Bediengerät 1. Dem Bedienorgan 2 des Bediengerätes 1 ist eine Umschalteinrichtung 3 zugeordnet. Das Bedienorgan 2 des Bediengerätes 1 weist eine erste Bedienmöglichkeit für eine erste Bedienebene auf und das Bedienorgan 2 des Bediengerätes 1 weist eine zweite Bedienmöglichkeit auf. Die zweite Bedienmöglichkeit ist zur Aktivierung der Umschalteinrichtung 3 vorgesehen, durch deren Aktivierung eine Umschaltung des Bediengerätes 1 von der ersten Bedienebene auf eine zweite Bedienebene und von der zweiten bedienebene zurück auf die erste Bedienebene erfolgt. Über einen Elektromotor N, dem auch die Mittel zur Erkennung der Lamellenpositionen für die Lamellen 4 der Jalousie zugeordnet sind, werden diese auf komfortable Art und Weise motorisch verstellt.

Wie insbesondere aus 1 und 2 hervorgeht, weist das Bediengerät 1 gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels ein Bedienorgan 2 auf, welches zwei Bedienmöglichkeiten aufweist. Die erste Bedienmöglichkeit des Bedienorgans 2 erfolgt durch eine parallel zur Bedienoberfläche des Bediengerätes 1 auszuführende Drehbewegung und die zweite Bedienmöglichkeit des Bediengerätes 1 erfolgt durch eine senkrecht zur Bedienoberfläche des Bediengerätes 1 auszuführende Drückbewegung. Das Bedienorgan 2 ist als sogenannter Dreh-Drückknauf ausgeführt. Zur Ansteuerung der Lamellen 4 der zugehörigen Jalousie ist dem Bedienorgan 2 ein Drehpotentiometer 5 zugeordnet, welches mit Endanschlägen versehen ist. Außerdem ist dem Bedienorgan 2 ein Drucktaster 6 zugeordnet, um die Umschalteinrichtung 3 ansteuern zu können. Die Verstellung der Lamellen 4 hinsichtlich ihrer Höhen- oder Weitenposition wird im Rahmen der ersten Bedienmöglichkeit in der ersten Bedienebene durch einfache Drehung des Bedienorgans 2 und des damit verbundenen Drehpotentiometers 5 vorgenommen. Zwei Endanschläge begrenzen dabei den möglichen Verstellweg des Bedienorgans 2 bzw. des Drehpotentiometers 5. Die gewünschte Zielposition der Lamellen 4 wird dabei vorgewählt, indem das Bedienorgan 2 entsprechend verdreht wird. Das bedeutet, wie insbesondere aus 7 hervorgeht, dass z. B. wenn die Lamellen 4 50% ihrer Verstellhöhe erreichen sollen, dass das Bedienorgan 2 und damit das Drehpotentiometer 5 in seine Mittenstellung gebracht wird. In einer, einen Speicher aufweisenden Positionsvorgabeeinrichtung 7 wird die einzustellende Zielposition abgelegt. Die Anzeige der Lamellenpositionen wird unmittelbar über einen auf dem Bedienorgan 2 angebrachten Zeiger 8 und ein den Bedienorgan 2 zugeordnetes Anzeigefeld 9 kenntlich gemacht. Das Anzeigefeld 9 ist, wie insbesondere aus 1 hervorgeht, als eine das Bedienorgan 2 umgebende Anzeigeskala ausgeführt. Selbstverständlich kann dem Bedienorgan 2 alternativ auch ein Anzeigefeld zugeordnet sein, welche mehrere LEDs aufweist oder als LCD Anzeige ausgeführt ist.

Unmittelbar nachdem der Benutzer für die Lamellen 4 in der ersten Bedienebene über die erste Bedienmöglichkeit die Zielposition für die Höhen- oder Weitenpositionen vorgewählt hat, kann dieser auch die Winkelpositionen der Lamellen 4 über ein und dasselbe Bedienorgan 2 vorwählen, und zwar ohne dass dieser das Ende der Fahrt der Lamellen 4 hinsichtlich der Höhen- oder Weitenverstellung abwarten muss. Dies geschieht, indem der Benutzer das Bedienorgan 2 einmal niederdrückt und somit über den Drucktaster 6 die Umschalteinrichtung 3 betätigt. Durch die Umschalteinrichtung 3 wird das Bediengerät 1 von seiner ersten Bedienebene auf seine zweite Bedienebene umgeschaltet, d. h. dass durch eine Verdrehung des Bedienorgans 2 jetzt die Lamellen 4 hinsichtlich ihrer Winkelposition voreingestellt werden können. Für eine dreiviertel Verdrehung des Bedienorgans 2 nach Rechts bedeutet dies z. B., dass die Lamellen nach Erreichen der Zielposition für Höhe oder Weite automatisch um 75% nach innen gekippt werden, wie insbesondere aus 9 hervorgeht. Um auch in der zweiten Bedienebene eine intuitive Bedienung zu ermöglichen, ist dem Bedienorgan 2 des Bediengerätes 1 eine Aufspreizeinrichtung 10 in Art eines elektronischen Untersetzungsgetriebes zugeordnet, so dass bei identischen Verstellwegen des Bedienorgans 2 unterschiedliche Verstellgeschwindigkeiten für die Lamellen 4 der Jalousie in der ersten Bedienebene und in der zweiten Bedienebene realisiert sind. Konkret bedeutet dies, dass in der ersten Bedienebene eine höhere und in der zweiten Bedienebene eine langsamere Verstellgeschwindigkeit realisiert ist. Automatisch wird bei einer Nichtbetätigung von mehr als 10 Sekunden das Bediengerät 1 von seiner zweiten Bedienebene wieder zurück auf seine erste Bedienebene gestellt.

Wie insbesondere aus 3 und 4 hervorgeht, weist das Bediengerät 1 gemäß eines zweiten Ausführungsbeispiels ein Bedienorgan 2 auf, welches zwei Bedienmöglichkeiten aufweist. Die erste Bedienmöglichkeit des Bedienorgans 2 erfolgt durch eine parallel zur Bedienoberfläche des Bediengerätes 1 auszuführende Drehbewegung und die zweite Bedienmöglichkeit des Bediengerätes 1 erfolgt durch eine senkrecht zur Bedienoberfläche des Bediengerätes 1 auszuführende Drückbewegung. Das Bedienorgan 2 ist als sogenannter Dreh-Drückknauf ausgeführt. Zur Ansteuerung der Lamellen 4 der zugehörigen Jalousie ist dem Bedienorgan 2 ein inkrementales Drehpotentiometer 11 ohne Endanschläge zugeordnet. Außerdem ist dem Bedienorgan 2 ein Drucktaster 6 zugeordnet, um die Umschalteinrichtung 3 ansteuern zu können. Die Verstellung der Lamellen 4hinsichtlich ihrer Höhen- oder Weitenposition wird im Rahmen der ersten Bedienmöglichkeit in der ersten Bedienebene durch einfache Drehung des Bedienorgans 2 und des damit verbundenen inkrementalen Drehpotentiometers 11 vorgenommen. Endanschläge sind nicht vorgesehen, so dass eine endlose Verstellung des Bedienorgans 2 möglich ist. Die Anzeige der Lamellenpositionen wird unmittelbar über ein dem Bedienorgan 2 zugeordnetes Anzeigefeld 9 kenntlich gemacht. Das Anzeigefeld 9 weist dazu, wie insbesondere aus 3 hervorgeht, zwölf das Bedienorgan 2 umgebende LEDs 12 auf. Die gewünschte Zielposition der Lamellen 4 wird dadurch vorgewählt, indem das Bedienorgan 2 entsprechend verdreht wird. Das bedeutet, wie insbesondere aus 7 hervorgeht, dass z. B. wenn die Lamellen 4 50% ihrer Verstellhöhe erreichen sollen, dass das Bedienorgan 2 und damit das inkrementale Drehpotentiometer 11 so lange verdreht wird, bis auch die beiden oberen LEDs 12 des Anzeigefeldes 9 stärker, z. B. in der Farbe Rot aufleuchten. In einer, einen Speicher aufweisenden Positionsvorgabeeinrichtung 7 wird die einzustellende Zielposition abgelegt.

Unmittelbar nachdem der Benutzer für die Lamellen 4 in der ersten Bedienebene über die erste Bedienmöglichkeit die Zielposition für die Höhen- oder Weitenpositionen vorgewählt hat, kann dieser auch die Winkelpositionen der Lamellen 4 über ein und dasselbe Bedienorgan 2 vorwählen, und zwar ohne dass dieser das Ende der Fahrt der Lamellen 4 hinsichtlich der Höhen- oder Weitenverstellung abwarten muss. Dies geschieht, indem der Benutzer das Bedienorgan 2 einmal niederdrückt und somit über den Drucktaster 6 die Umschalteinrichtung 3 betätigt. Durch die Umschalteinrichtung 3 wird das Bediengerät 1 von seiner ersten Bedienebene auf seine zweite Bedienebene umgeschaltet, d. h. dass durch eine Verdrehung des Bedienorgans 2 jetzt die Lamellen 4 hinsichtlich ihrer Winkelposition voreingestellt werden können. Die Umschaltung der Bedienebene kann durch einen Wechsel der Farbe der LEDs 12 z.B. von Rot auf Grün angezeigt werden. Für eine Verdrehung des Bedienorgans 2 solange bis die drittletzte der zwölf LEDs 12 des Anzeigefelds 9 stärker aufleuchtet bedeutet dies z. B., dass die Lamellen 4 nach Erreichen der Zielposition für Höhe oder Weite automatisch um 75% nach innen gekippt werden, wie insbesondere aus 9 hervorgeht. Um auch in der zweiten Bedienebene eine intuitive Bedienung zu ermöglichen, ist dem Bedienorgan 2 des Bediengerätes 1 eine Aufspreizeinrichtung 10 in Art eines elektronischen Untersetzungsgetriebes zugeordnet, so dass bei identischen Verstellwegen des Bedienorgans 2 unterschiedliche Verstellgeschwindigkeiten für die Lamellen 4 der Jalousie in der ersten Bedienebene und in der zweiten Bedienebene realisiert sind. Konkret bedeutet dies, dass in der ersten Bedienebene eine höhere und in der zweiten Bedienebene eine langsamere Verstellgeschwindigkeit realisiert ist. Automatisch wird bei einer Nichtbetätigung von mehr als 10 Sekunden das Bediengerät 1 von seiner zweiten Bedienebene wieder zurück auf seine erste Bedienebene gestellt. Damit der Benutzer deutlich unterscheiden kann, in welcher Bedienebene sich das Bediengerät 1 befindet, leuchten die zwölf LEDs 12 in der ersten Bedienebene grün und in der zweiten Bedienebene rot. Ausgehend von einer schwachen Hintergrundbeleuchtung (für die erste Bedienebene in grün und für die zweite Bedienebene in rot) leuchten die zwölf LEDs 12 je nach eingestellter Lamellenposition in entsprechender Anzahl in grün bzw. rot stark auf. Somit ist sichergestellt, dass auch die eingestellte Lamellenposition für den Benutzer deutlich sichtbar angezeigt wird.

Wie insbesondere aus 5 und 6 hervorgeht, weist das Bediengerät 1 gemäß eines dritten Ausführungsbeispiels ein Bedienorgan 2 auf, welches zwei Bedienmöglichkeiten aufweist. Die erste Bedienmöglichkeit des Bedienorgans 2 erfolgt durch eine parallel zur Bedienoberfläche des Bediengerätes 1 auszuführende Drehbewegung und die zweite Bedienmöglichkeit des Bediengerätes 1 erfolgt durch eine senkrecht zur Bedienoberfläche des Bediengerätes 1 auszuführende Drückbewegung. Das Bedienorgan 2 besteht aus einer sogenannten Fingerführungsrinne und einer mittig angeordneten Vertiefung. Zur Ansteuerung der Lamellen 4 der zugehörigen Jalousie ist dem Bedienorgan 2 eine kapazitive Sensoranordnung 13, welche auch die Drucktasterfunktion mit umfasst zugeordnet. Die Drucktasterfunktion ist der mittig angeordneten Vertiefung des Bedienorgans 2 zugeordnet, um die Umschalteinrichtung 3 ansteuern zu können. Die Verstellung der Lamellen 4 hinsichtlich ihrer Höhen- oder Weitenposition wird im Rahmen der ersten Bedienmöglichkeit in der ersten Bedienebene durch einfaches kreisförmiges Überstreichen der Fingerführungsrinne des Bedienorgans 2 und der damit verbundenen Beeinflussung der kapazitiven Sensoranordnung 13 vorgenommen. Endanschläge sind nicht vorgesehen, so dass eine endlose Verstellung möglich ist. Die Anzeige der Lamellenpositionen wird unmittelbar über ein dem Bedienorgan 2zugeordnetes Anzeigefeld 9 kenntlich gemacht. Das Anzeigefeld 9 weist dazu, wie insbesondere aus 5 hervorgeht, zwölf das Bedienorgan 2 umgebende LEDs 12 auf. Die gewünschte Zielposition der Lamellen 4 wird dadurch vorgewählt, indem die Fingerführungsrinne des Bedienorgans 2 entsprechend mit dem Finger kreisförmig überstrichen wird. Das bedeutet, wie insbesondere aus 8 hervorgeht, dass z. B. wenn die Lamellen 4 50% ihrer Verstellweite erreichen sollen, dass die Fingerführungsrinne des Bedienorgans 2 und damit die kapazitive Sensoranordnung 13 so lange überstrichen wird, bis auch die obere LED 12 des Anzeigefeldes 9 stärker aufleuchtet. In einer, einen Speicher aufweisenden Positionsvorgabeeinrichtung 7 wird die einzustellende Zielposition abgelegt.

Unmittelbar nachdem der Benutzer für die Lamellen 4 in der ersten Bedienebene über die erste Bedienmöglichkeit die Zielposition für die Höhen- oder Weitenpositionen vorgewählt hat, kann dieser auch die Winkelpositionen der Lamellen 4 über ein und dasselbe Bedienorgan 2 vorwählen, und zwar ohne dass dieser das Ende der Fahrt der Lamellen 4 hinsichtlich der Höhen- oder Weitenverstellung abwarten muss. Dies geschieht, indem der Benutzer das einmal die Vertiefung des Bedienorgans 2 berührt und somit über die Sensoranordnung 13 die Umschalteinrichtung 3 betätigt wird. Durch die Umschalteinrichtung 3 wird das Bediengerät 1 von seiner ersten Bedienebene auf seine zweite Bedienebene umgeschaltet, d. h. dass durch kreisförmiges Überstreichen der Fingerführungsrinne des Bedienorgans 2 jetzt die Lamellen 4 hinsichtlich ihrer Winkelposition voreingestellt werden können. Für ein Überstreichen der Fingerführungsrinne des Bedienorgans 2 solange bis die dritte der zwölf LEDs 12 des Anzeigefelds 9 stärker aufleuchtet bedeutet dies z. B., dass die Lamellen 4 nach Erreichen der Zielposition für Höhe oder Weite automatisch um 75% nach außen gekippt werden, wie insbesondere aus 9 hervorgeht. Um auch in der zweiten Bedienebene eine intuitive Bedienung zu ermöglichen, ist dem Bedienorgan 2 des Bediengerätes 1 eine Aufspreizeinrichtung 10 in Art eines elektronischen Untersetzungsgetriebes zugeordnet, so dass bei identischer Überstreichung der Fingerführungsrinne des Bedienorgans 2 unterschiedliche Verstellgeschwindigkeiten für die Lamellen 4 der Jalousie in der ersten Bedienebene und in der zweiten Bedienebene realisiert sind. Konkret bedeutet dies, dass in der ersten Bedienebene eine höhere und in der zweiten Bedienebene eine langsamere Verstellgeschwindigkeit realisiert ist.

Automatisch wird bei einer Nichtbetätigung von mehr als 10 Sekunden das Bediengerät 1 von seiner zweiten Bedienebene wieder zurück auf seine erste Bedienebene gestellt. Damit der Benutzer deutlich unterscheiden kann, in welcher Bedienebene sich das Bediengerät 1 befindet, leuchten die zwölf LEDs 12 in der ersten Bedienebene grün und in der zweiten Bedienebene rot. Ausgehend von einer schwachen Hintergrundbeleuchtung (für die erste Bedienebene in grün und für die zweite Bedienebene in rot) leuchten die zwölf LEDs 12 je nach eingestellter Lamellenposition in entsprechender Anzahl in grün bzw. rot stark auf. Somit ist sichergestellt, dass auch die eingestellte Lamellenposition für den Benutzer deutlich sichtbar angezeigt wird.

Selbstverständlich kann eine solche Ausführung des Bedienorgans auch mittels eines Touch-LCD nachgebildet werden, wobei dann durch die Berührung des Touch-LCD die entsprechenden Funktionen ausgelöst werden, und wobei die Anzeige durch Segmente Touch-LCD realisiert wird.


Anspruch[de]
Anordnung zur Steuerung von mehrere Lamellen aufweisenden Jalousien, wobei die Lamellenpositionen sowohl hinsichtlich der Weite oder Höhe, als auch hinsichtlich der Winkelstellung veränderbar sind, wobei die Anordnung Mittel zur Erkennung der Lamellenpositionen aufweist, und wobei zur Beeinflussung der Lamellenpositionen zumindest ein manuell zu betätigendes Bediengerät vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass dem Bedienorgan (2) des Bediengerätes (1) eine Umschalteinrichtung (3) zugeordnet ist, und dass das Bedienorgan (2) des Bediengerätes (1) eine erste Bedienmöglichkeit für eine erste Bedienebene aufweist, und dass das Bedienorgan (2) des Bediengerätes (1) eine zweite Bedienmöglichkeit aufweist, wobei die zweite Bedienmöglichkeit zur Aktivierung der Umschalteinrichtung (3) vorgesehen ist, durch deren Aktivierung eine Umschaltung des Bediengerätes (1) von der ersten Bedienebene auf eine zweite Bedienebene und von der zweiten Bedienebene zurück auf die erste Bedienebene erfolgt. Anordnung zur Steuerung von Jalousien nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Bedienmöglichkeit des Bedienorgans (2) durch parallel zur Bedienoberfläche des Bediengerätes (1) verlaufende erste Bewegungsvorgänge erfolgt. Anordnung zur Steuerung von Jalousien nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Bewegungsvorgänge im Sinne einer Drehbewegung ausführbar sind. Anordnung zur Steuerung von Jalousien nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Bewegungsvorgänge im Sinne einer Schiebebewegung ausführbar sind. Anordnung zur Steuerung von Jalousien nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Bedienmöglichkeit des Bedienorgans (2) durch senkrecht zur Bedienoberfläche des Bediengerätes (1) verlaufende zweite Bewegungsvorgänge erfolgt. Anordnung zur Steuerung von Jalousien nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Bewegungsvorgänge im Sinne einer Drückbewegung ausführbar sind. Anordnung zur Steuerung von Jalousien nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Bedienorgan (2) des Bediengerätes (1) ein Drehpotentiometer (5) mit Endanschlägen zugeordnet ist. Anordnung zur Steuerung von Jalousien nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Bedienorgan (2) des Bediengerätes (1) ein Inkrementalgeber zugeordnet ist. Anordnung zur Steuerung von Jalousien nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Bedienorgan (2) des Bediengerätes (1) ein Linearpotentiometer zugeordnet ist. Anordnung zur Steuerung von Jalousien nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Bedienorgan (2) des Bediengerätes (1) eine kapazitive Sensoranordnung zugeordnet ist. Anordnung zur Steuerung von Jalousien nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass dem Bedienorgan (2) des Bediengerätes (1) ein Drucktaster (6) zugeordnet ist. Anordnung zur Steuerung von Jalousien nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass dem Bedienorgan (2) des Bediengerätes (1) ein Lamellenpositionen darstellendes Anzeigefeld (9) zugeordnet ist. Anordnung zur Steuerung von Jalousien nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass dem Bediengerät (1) eine, einen Speicher aufweisenden Positionsvorgabeeinrichtung (7) zur Einstellung und Speicherung von vorbestimmten Sollwerten für die Lamellenpositionen zugeordnet ist. Anordnung zur Steuerung von Jalousien nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass dem Bedienorgan (2) des Bediengerätes (1) eine Aufspreizeinrichtung (10) in Art eines elektronischen Untersetzungsgetriebes zugeordnet ist, so dass bei identischen Verstellwegen des Bedienorgans (2) unterschiedliche Verstellgeschwindigkeiten für die Lamellen (4) der Jalousie realisiert sind.






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