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Dokumentenidentifikation DE102007021231A1 29.11.2007
Titel Positionssensor zum Erfassen der Position eines entlang einer Messstrecke linear bewegbaren Gegenstands
Anmelder LuK Lamellen und Kupplungsbau Beteiligungs KG, 77815 Bühl, DE
Erfinder Dreher, Felix, 77815 Bühl, DE;
Kro, Sven-Jostein, Hovsherad, NO
DE-Anmeldedatum 07.05.2007
DE-Aktenzeichen 102007021231
Offenlegungstag 29.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.11.2007
IPC-Hauptklasse G01B 7/02(2006.01)A, F, I, 20070507, B, H, DE
Zusammenfassung Ein Positionssensor zum Erfassen der Position eines entlang einer Messstrecke linear bewegbaren Gegenstands enthält mehrere entlang der Bewegungsrichtung des linear bewegbaren Gegenstands angeordnete Magnete, mindestens zwei in Bewegungsrichtung zueinander versetzt angeordnete Hall-Sensoren und eine Steuereinrichtung zum Auswerten der Signale der Hall-Sensoren. Entweder die Hall-Sensoren oder die Magnete werden mit dem linear bewegbaren Gegenstand mitbewegt und die anderen Elemente aus Hall-Sensoren und Magneten sind relativ zu dem bewegbaren Gegenstand festgelegt. Die Magnete sind entlang der Bewegungsrichtung abwechselnd mit entgegengesetzter Polarität auf die Hallsensoren gerichtet angeordnet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Positionssensor zum Erfassen der Position eines entlang einer Messstrecke linear bewegbaren Gegenstands, insbesondere zum Bestimmen der Position von Schaltschienen und Kupplungsaktorik in automatisierten Schaltgetrieben.

Die bei solchen Anwendungen zur Positionserfassung zur Anwendung kommenden Einrichtungen müssen je nach Anwendung zumindest teilredundant sein, um ein Versagen von beispielsweise der Getriebeschaltaktorik aufgrund einer fehlerhaften Positionsbestimmung eines Schaltelements auszuschließen.

Eine solche Positionserfassung wird beispielsweise mittels PLCD-Wegsensoren durchgeführt, die Wege zwischen 15 mm und ca. 400 mm messen können. Ein am bewegten Bauteil applizierter Permanentmagnet dient dabei als Messobjekt, das linear bewegt wird, dessen Position vom Sensor berührungslos erfasst wird. Der PLCD-Sensor basiert dabei auf der Bewegung eines Magneten entlang eines weichmagnetischen Kerns.

Alternativ dazu wird direkt das durch einen als passives Element mitbewegten Permanentmagneten induzierte Magnetfeld mit Hilfe eines Hall-Sensors gemessen. Dieses Verfahren hat bei abweichenden Temperaturen Messungsabweichungen zur Folge und kann in der Regel nur für recht begrenzte Weglängen verwendet werden.

Eine Positioniervorrichtung zum Positionieren eines linear beweglichen Gegenstands mittels dieses Verfahrens ist in der DE 10 2004 043 402 A1 beschrieben. Die Positioniervorrichtung umfasst zwei Hall-Sensoren und einen linear beweglichen Gegenstand, auf dem ein Magnet aufgebracht ist. Die beiden Hall-Sensoren sind so in der Umgebung des Magneten angeordnet, dass ihre Position durch eine lineare Bewegung des Gegenstands nicht beeinflusst wird. Der Abstand zwischen dem Magneten und den einzelnen Hall-Sensoren darf nicht zu groß sein, um die Induktion einer gut erfassbaren Spannung in den Hall-Sensoren durch den Magneten zu gewährleisten. Es können mit dieser Anordnung Strecken erfasst werden, die innerhalb des Magnetfelds des Magneten liegen. Durch das Vorsehen von zwei Hall-Sensoren kann eine redundante Messung vorgenommen werden. Dazu ist der Abstand zwischen den beiden Hall-Sensoren so gewählt, dass bei einem geringen Steigungsbetrag eines Spannungssignals in einem der Hall-Sensoren mindestens ein anderes Spannungssignal des anderen Hall-Sensors einen maximalen Steigungsbetrag aufweist. Es ist erwähnt, dass mehr als zwei Hall-Sensoren und weitere Magnete verwendet werden können, wobei diese dann in geeigneten Abständen zueinander derart platziert werden, dass deutlich trennbare Signale erfasst werden können. Dies bedeutet jedoch, dass eine kontinuierliche Wegstreckenmessung über längere Wege schwierig ist.

Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, einen Positionssensor zum Erfassen der Position eines entlang einer Messstrecke linear bewegbaren Gegenstands zu schaffen, der zuverlässig über verhältnismäßig lange Wege kontinuierlich die Position angeben kann. Außerdem soll ein Verfahren zum Erfassen der Position eines linear bewegbaren Gegenstands entlang einer Messstrecke vorgesehen werden.

Diese Aufgabe wird mit einem Positionssensor mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und einem Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 15 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, mehrere Magnete mit jeweils abwechselnd orientierter Polarität nebeneinander entlang der Bewegungsrichtung des Gegenstands anzuordnen, so dass durch einander sich abwechselnde Phasen die sich wiederholenden, gemessenen Flüsse, die sich bei gleicher Ausführung der Magnete mit der Breite des Magneten als Periode zyklisch wiederholen, erfasst werden können und bei Kenntnis der Ausgangsposition des Sensors somit die Position des Gegenstands durch Zählen der vollständig durchlaufenen Zyklen und Bestimmen der Position in einem teilweise durchlaufenen Zyklus bestimmt werden kann. Dazu kann vor Beginn der Messung mittels einer Referenziereinrichtung die Ausgangsposition referenziert bzw. bestimmt werden. Eine Steuereinrichtung kann die durchlaufenden Perioden der magnetischen Flüsse zählen und somit nachverfolgen, in welcher Periode des zyklischen Magnetfelds sich die Messeinrichtung gerade befindet. Dies bedeutet, dass die nebeneinander angeordneten Magnete und die Hall-Sensoren nicht unabhängig voneinander betrieben werden sondern zusammenwirken und zusammenhängend ausgewertet werden, insbesondere auch die Magnetfelder, die durch nebeneinander liegende Magnete entlang der Bewegungsrichtung erzeugt werden, durch die selben Hall-Sensoren kontinuierlich bei Bewegung entlang der Magnete genutzt werden. Für eine je nach Bedarf und Messsteckenlänge anzupassende Zahl von Magneten sind zwei Hall-Sensoren ausreichend.

Die Verwendung von mehr als einem Hall-Sensor, insbesondere zwei Hall-Sensoren, erlaubt zu jedem Zeitpunkt der Positionserfassung Schwankungen in der absoluten Stärke des Magnetfelds, beispielsweise mit der Temperatur der Umgebung und der Lebensdauer des Positionssensors, zu erfassen. Außerdem kann die doppelte Messung als Redundanz verwendet werden, so dass die Fehlfunktion eines der beiden Sensoren unmittelbar erfasst werden kann.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform sind die Hall-Sensoren in Bewegungsrichtung zueinander versetzt und gleich orientiert angeordnet. Dies bedeutet, dass von beiden Hall-Sensoren positionsversetzt das gleiche Signal erfasst wird. Dabei sind die Hall-Sensoren vorzugsweise am feststehenden Element der zwei relativ zueinander beweglichen Elemente angeordnet, da sie mit Steuerungs- bzw. Messeinrichtungen zu verbinden sind, was für ein feststehendes Element leichter als ein relativ dazu bewegliches Element durchführbar ist.

Vorzugsweise ist ein Abstand zwischen den Hall-Sensoren in Bewegungsrichtung kleiner als der Versatz zweier benachbarter Magnete in Bewegungsrichtung. Dies bedeutet, dass durch die beiden Hall-Sensoren das Magnetfeld ein und desselben Magneten jeweils gleichzeitig erfasst werden kann, wenn sich beide Sensoren im Bereich dieses Magneten befinden. Dadurch wird die Zuordnung der Magnetfelder zu den Magneten und somit die Positionsbestimmung bzw. die Auswertelogik, die in der Steuereinrichtung vorzusehen ist, vereinfacht.

Somit wird für Bewegungsbereiche, die kleiner als die Breite eines Magneten in Bewegungsrichtung ist, jeder der beiden Hall-Sensoren getrennt ausgewertet, so dass sich die gemessenen Positionen um den Abstand der beiden Hall-Sensoren unterscheiden. Dies wird durch entsprechende Logik in der Steuereinrichtung berücksichtigt und auf die tatsächliche Position des Gegenstands zurückgeführt. Wird der Bewegungsbereich größer, wiederholen sich die gemessenen magnetischen Flüsse, was jedoch durch die Steuereinrichtung berücksichtigt wird, indem die Wiederholungen mitgezählt werden. Somit kann auch bei größeren Messstrecken die Position des Gegenstands genau erfasst werden.

Vorzugsweise sind zwischen den Hall-Sensoren und/oder seitlich davon in Bewegungsrichtung, insbesondere außenseitig von jedem der beiden Hall-Sensoren, Flussleitbleche vorgesehen, um die Erfassungsgenauigkeit zu verbessern.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist eine Anschlageinrichtung zur Referenzierung des Positionssensors, insbesondere der Ausgangsposition des Gegenstands, vorgesehen. So kann beispielsweise, ehe die eigentliche Positionserfassung beginnt, beispielsweise beim Einschalten eines Systems, durch Fahren gegen einen Anschlag an einem Ende der Messstrecke die Position referenziert werden. Weiter bevorzugt wird zunächst gegen einen ersten Anschlag an einem Ende der Messstrecke und anschließend gegen einen zweiten Anschlag am gegenüberliegenden Ende der Messstrecke gefahren, um nicht nur die Ausgangsposition zu referenzieren sondern auch die dazwischen verfahrene Strecke zu messen und mit der bekannten und in der Steuereinrichtung hinterlegten Sollstrecke zu vergleichen.

Da der Abstand zwischen den Hall-Sensoren die Messsignale beeinflussen kann, wird nach einer bevorzugten Ausführungsform der Abstand so gewählt, dass die beiden durch die Sensoren gemessenen magnetischen Flüsse niemals gleichzeitig extremal werden. Daher ist der Abstand zwischen den Hall-Sensoren vorzugsweise nicht gleich einem Vielfachen des Versatzes zwischen benachbarten Magneten (Mittenabstand der Magnete in Bewegungsrichtung) sondern vorzugsweise etwa dem halben Versatz der Magnete, so dass der eine gemessene magnetische Fluss sich in der Mitte des Variationsbereichs des magnetischen Flusses für den jeweiligen Magneten befindet, während der andere extrem wird.

Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform haben die entlang der Bewegungsstrecke angeordneten Magnete zueinander unterschiedliche Stärke. Dies erlaubt es, ohne vorherige Referenzierung aufgrund einer eindeutigen Zuordnung bei Auswertung beider Signale der Hall-Sensoren zu einer bestimmten Position, die möglich ist, da die Magnete entlang der Bewegungsstrecke unterschiedliche Absolutwerte der Flüsse erzeugen, die absolute Position des Positionssensors bzw. des bewegten Gegenstands zu erfassen. Vorzugsweise werden dabei derart unterschiedlich starke Magneten verwendet, dass der schwächste Magnet in der Mitte der Messstrecke und nach außen hin Magnete steigender Stärke angebracht sind, beispielsweise symmetrisch zu einer Mittellinie der Messstrecke.

Nach einer weiter bevorzugten Ausführungsform, insbesondere in Verbindung mit Magneten unterschiedlicher Stärke, werden auch die Magnetbreiten in Bewegungsrichtung des Gegenstands variiert, so dass die Magnete mit steigender Stärke schmäler ausgeführt werden, insbesondere derart, dass der durch ihre gesamte Oberfläche gehende magnetische Fluss jeweils gleich groß bleibt. Somit kann jedem Messwertpaar aus dem Fluss, der durch den ersten Hall-Sensor erfasst wird, und dem Fluss, der durch den zweiten Hall-Sensor erfasst wird, genau eine eindeutige Position zugeordnet werden, so dass durch einmalige Messung der beiden Flüsse ohne Referenzierung der Ausgangsposition beim Einschalten des Systems aufgrund der eindeutigen Kombination der Absolutwerte der von beiden Hall-Sensoren gemessenen magnetischen Flüsse die absolute Position innerhalb des Messbereichs feststellbar ist.

Auch wenn Magnete gleicher Stärke verwendet werden, ist es ausreichend, wenn die Referenziereinrichtung derart arbeitet, dass sie eine Referenzierung mit der Genauigkeit kleiner des halben Periodenwegs durchführt, so dass der Sensor ausschließlich die vollständig durchlaufenen Perioden zählt.

Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschrieben, in denen

1 eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Positionssensors zeigt;

2 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Positionssensors zeigt;

und

3 den Verlauf des magnetischen Flusses, der mit den Hall-Sensoren der zweiten Ausführungsform erfasst wird, über der Messstrecke aufzeichnet.

1 zeigt einen Positionssensor 10 zum Erfassen der Position eines entlang einer Messstrecke linear bewegbaren Gegenstands 12. Der Positionssensor umfasst zwei Hall-Sensoren 13, 14, zwischen denen ein Flussleitblech 18 vorgesehen ist und die in Bewegungsrichtung M des Gegenstands 12 außenseitig ebenfalls durch Flussleitbleche 17 begrenzt bzw. umschlossen werden. Die Hall-Sensoren 13, 14 und die Flussleitbleche 17, 18 sind in der Umgebung der Bewegungsstrecke des bewegten Gegenstands 12, beispielsweise einer Getriebekomponente eines Schaltgetriebes, ortsfest an einem Element 11 derart festgelegt, dass die Sensoren 13, 14 möglichst nahe an der Bewegungsstrecke des Gegenstands 12 sind und die von den am entlang der Bewegungsstrecke des bewegten Gegenstands 12 angebrachten Magneten 15, 16 ausgehenden Magnetfelder gut erfasst werden können.

Am Gegenstand 12 sind gegenüberliegend zu den Hall-Sensoren 13, 14 und darauf gerichtet Magnete 15, 16 angebracht. Bei der in 1 dargestellten Ausführungsform sind die Magnete 15, 16 jeweils in Bewegungsrichtung M gleich breit und weisen gleiche Magnetstärken auf. Allerdings sind sie wechselweise mit entgegen gesetzter Polarität auf die Hall-Sensoren 13, 14 gerichtet angeordnet, so dass die Sensoren 16, die sich mit den Sensoren 15 abwechseln, ihre N-Polseite auf die Hall-Sensoren 13, 14 gerichtet haben, während bei den Magneten 15 die S-Polseite den Hall-Sensoren 13, 14 zugewandt ist.

Wird bei der in 1 dargestellten Ausführungsform der Gegenstand 12 in Bewegungsrichtung M an den Hall-Elementen 13, 14 vorbeibewegt, so erfasst jeder der Hall-Sensoren 13, 14 zeitlich versetzt das selbe sinusförmige Signal. Ist die absolute Ausgangsposition des Gegenstands 12 bei Beginn der Messung bekannt, kann damit auf die absolute Position des Gegenstands entlang der Bewegungsrichtung M zu jeder Zeit der Messung geschlossen werden.

Dazu sind die Hall-Sensoren 13, 14 mit einer entsprechenden, nicht dargestellten Steuereinrichtung verbunden, welche die von ihnen empfangenen Signale auswertet. Grundsätzlich würde ein Signal eines Hall-Sensors genügen, wobei jedoch das zweite Signal (vom zweiten Sensor) zur Verifikation und als Redundanz verwendet werden kann. Bei der in 1 dargestellten Ausführungsform ist es erforderlich, zum Beginn der Positionserfassung durch den Positionssensor 10 zunächst die aktuelle Position zu referenzieren, wenn eine absolute Position angegeben werden soll. Reicht die Kenntnis der relativ zur Ausgangslage zurückgelegten Strecke, ist eine solche Referenzierung nicht erforderlich. Insbesondere kann es je nach Anwendung ausreichen, die Position innerhalb der Breite eines Magneten in Bewegungsrichtung M zu erfassen und anschließend von dieser Ausgangsposition durch Zählen der durchlaufenen Perioden, die im Wesentlichen sinusförmige Signale durch die wechselseitige Anordnung der Magnete mit entgegen gesetzten Polaritäten erzeugen sollten, die von der Ausgangsposition zurückgelegte Wegstrecke zu erfassen.

In 2 ist eine alternative Ausführungsform des Positionssensors 10 gezeigt. Funktionsgleiche Elemente sind durch die gleichen Referenzziffern bezeichnet.

Die in 2 gezeigte Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform dadurch, dass die Magnete 25, 26, 27 unterschiedliche Magnetstärken aufweisen und verschieden breit in Bewegungsrichtung M gestaltet sind. Insbesondere ist entlang der Messstrecke der mittlere Magnet 25 am breitesten, jedoch mit der schwächsten Magnetstärke, während die nach außen sich daran anschließenden Magnete 26 und 27 nach außen hin zunehmende Magnetstärken und geringere Breiten aufweisen. Dadurch ist der Fluss durch die Oberfläche der Magnete 25, 26, 27 zwischen den unterschiedlichen Magneten 25, 26, 27 gleich. Je nach Länge der Messstrecken können sich seitlich daran anschließend weitere Magnete mit anderer Magnetstärke oder sich nach einer bestimmten Strecke wiederholenden Magnetstärken angeordnet werden. Die Anzahl, Breite und Stärke der Magneten kann je nach Bedarf frei wählbar angepasst werden.

3 zeigt die Signale S13 bzw. S14 der aufgrund des magnetischen Flusses auftretenden Spannungen, die beim Durchlaufen der Messstrecke von den Sensoren 13, 14 empfangen werden. Wie aus 3 erkennbar ist, ist zu jedem Punkt der Wegstrecke die Kombination aus beiden Signalen eindeutig, d.h. sie tritt nur ein einziges Mal entlang der Messstrecke auf. Eine solche Auswahl der Konfiguration der Magnete ist besonders vorteilhaft und bedeutet, dass ein Messwertpaar aus Signal S13 und S14 nur für genau eine Position entlang der Messstrecke auftritt. Somit kann durch die Messung der Signale S13, S14 der Sensoren 13, 14 auch ohne vorherige Referenzierung die absolute Position des Gegenstands 12 innerhalb des Messbereichs festgestellt werden.

Dieses Verfahren ist robust gegenüber kleinen bis mittleren Veränderungen der absoluten Magnetstärken, da die Signale dennoch eindeutig bleiben. Beispielsweise können dadurch Temperatureinflüsse oder Magnetstärkenveränderungen über die Lebensdauer der Magnete kompensiert werden.

Somit sind nur durch Erfassen der beiden Signale S13, S14 und Vergleich mit dem in der Auswertelogik der Steuereinrichtung hinterlegten und in 3 beispielhaft gezeigten Sollverlauf die Position bestimmbar und eventuelle Abweichungen der Magnetstärken, die sich als proportionale Veränderung des tatsächlichen Verlaufs der gemessenen Signale widerspiegeln, erkennbar und durch die Auswertelogik kompensierbar. Voraussetzung ist lediglich, dass die Magnete mit unterschiedlicher Stärke und abwechselnder Polarität entlang der Messstrecke angeordnet sind. Auch das Versagen eines der beiden Hall-Sensoren 13, 14kann durch die Steuereinrichtung erfasst werden, da es unwahrscheinlich ist, dass realistische Messwertpaare in diesem Fall auftreten.

10
Positionssensor
11
feststehendes Element
12
bewegbarer Gegenstand
13
Hall-Sensor
14
Hall-Sensor
15
Magnet
16
Magnet
17
Flussleitblech
18
Flussleitblech
25
Magnet
26
Magnet
27
Magnet
S13
Spannungs-Signal
S14
Spannungs-Signal


Anspruch[de]
Positionssensor (10) zum Erfassen der Position eines entlang einer Messstrecke linear bewegbaren Gegenstands (12), enthaltend mehrere entlang der Bewegungsrichtung (M) des linear bewegbaren Gegenstands (12) angeordnete Magnete (15, 16; 25, 26, 27), mindestens zwei in Bewegungsrichtung (M) zueinander versetzt angeordnete Hall-Sensoren (13, 14) und eine Steuereinrichtung zum Auswerten der Signale der Hall-Sensoren (13, 14), wobei entweder die Hall-Sensoren (13, 14) oder die Magnete (15, 16; 25, 26, 27) mit dem linear bewegbaren Gegenstand (12) mitbewegt werden, und die anderen aus Hall-Sensoren (13, 14) und Magneten (15, 16; 25, 26, 27) relativ zu dem bewegbaren Gegenstand (12) festgelegt sind und wobei die Magnete (15, 16; 25, 26, 27) entlang der Bewegungsrichtung abwechselnd mit entgegen gesetzter Polarität angeordnet sind. Positionssensor (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hall-Sensoren (13, 14) zueinander gleich orientiert angeordnet sind. Positionssensor (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand zwischen den Hall-Sensoren (13, 14) in Bewegungsrichtung (M) kleiner als der Versatz zweier benachbarter Magnete (15, 16; 25, 26, 27) in Bewegungsrichtung (M) ist. Positionssensor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Hall-Sensoren (13, 14) und/oder in Bewegungsrichtung (M) vor und/oder hinter den Hall-Sensoren (13, 14) Flussleitbleche (17, 18) vorgesehen sind. Positionssensor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine Magnetlänge in Bewegungsrichtung (M) einer Periodenlänge des von den Hall-Sensoren (13, 14) ausgegebenen Signals (S13, S14) entspricht und die Steuereinrichtung die von den Hall-Sensoren (13, 14) ausgegebenen Signale (S13, S14) aufnimmt und verfolgt, in welcher Periode sich die Sensoreinrichtung befindet. Positionssensor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anschlageinrichtung zur Referenzierung des Positionssensors (10) vorgesehen ist. Positionssensor (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Enden der Messstrecke eine Anschlageinrichtung vorgesehen ist. Positionssensor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den Hall-Sensoren (13, 14) ungleich einem Vielfachen des Versatzes zwischen benachbarten Magneten (15, 16; 25, 26, 27) ist. Positionssensor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnete (25, 26, 27) zueinander unterschiedliche Stärke haben. Positionssensor (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnete (25, 26, 27) entlang der Messstrecke derart angeordnet sind, dass der schwächste Magnet (25) im mittleren Bereich der Messstrecke ist und die Magnete (26, 27) nach außen zunehmend stärker werden. Positionssensor (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine ungerade Anzahl von Magneten (25, 26, 27) vorgesehen ist. Positionssensor (10) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnete (25, 26, 27) bezüglich ihrer Stärke symmetrisch zu einer Mitte der Messstrecke angeordnet sind. Positionssensor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnete (25, 26, 27) unterschiedliche Magnetbreiten in Bewegungsrichtung (M) aufweisen. Positionssensor (10) nach Anspruch 13 und einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke der Magnete (25, 26, 27) und die Breite der Magnete (25, 26, 27) derart aufeinander abgestimmt sind, dass der durch die Oberfläche der Magnete (25, 26, 27) gehende magnetische Fluss zwischen den jeweiligen Magneten (25, 26, 27) gleich ist. Verfahren zur Erfassung der Position eines linear beweglichen Gegenstands (12) mittels eines Positionssensors (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, enthaltend die Schritte:

– Anordnen der mehreren Magneten (15, 16; 25, 26, 27) an dem Gegenstand (12) entlang dessen Bewegungsrichtung derart, dass die Magnete (15, 16; 25, 26, 27) abwechselnd entgegen gesetzte Polarität aufweisen;

– Anordnen von zwei Hall-Sensoren (13, 14) im Umfeld des Gegenstands (12) derart, dass diese relativ zu dem bewegbaren Gegenstand (12) ortsfest sind;

– Lineares Bewegen des Gegenstands (12) an den Hall-Sensoren (13, 14) vorbei;

– Erfassen der durch die Magneten (15, 16; 25, 26, 27) in den Hall-Sensoren (13, 14) auf Grund der Bewegung induzierten Spannungen (S13, S14); und

– Auswerten der Spannungen (S13, S14) zum Erzeugen eines Positionssignals für den Gegenstand.
Verfahren nach Anspruch 15 mit einem Positionssensor (10) mit den Merkmalen des Anspruchs 6, wobei bei einem Einschalten des Positionssensors (10) der bewegbare Gegenstand (12) in Anschlag mit der Anschlageinrichtung gebracht wird, um die Ausgangsposition zu referenzieren. Verfahren nach Anspruch 15 mit einem Positionssensor (10) mit den Merkmalen des Anspruchs 7, wobei bei einem Einschalten des Positionssensors der bewegbare Gegenstand (12) in Anschlag nacheinander mit jeder der beiden Anschlageinrichtungen gebracht wird, um die Ausgangsposition zu referenzieren und die Sensorausgabe durch Messen der Messstrecke zu plausibilisieren.






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