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Dokumentenidentifikation DE102007024054A1 29.11.2007
Titel Vorrichtung und Verfahren zur manuellen Messung der Puls- oder Atemfrequenz
Anmelder General Electric Company, Schenectady, N.Y., US
Erfinder Booth, John W., Tampa, Fla., US;
Medero, Richard, Tampa, Fla., US;
Brodnick, Donald E., Cedarburg, Wis., US
Vertreter Rüger und Kollegen, 73728 Esslingen
DE-Anmeldedatum 22.05.2007
DE-Aktenzeichen 102007024054
Offenlegungstag 29.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.11.2007
IPC-Hauptklasse A61B 5/00(2006.01)A, F, I, 20070522, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61B 5/0205(2006.01)A, L, I, 20070522, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine elektronische Vorrichtung (10) und ein Verfahren (40) umfassen Mittel zur Eingabe eines Zeitintervalls für die Erfassung eines Satzes von physiologischen Daten (42, 44, 46, 48) und zur Eingabe der Anzahl der physiologischen Ereignisse, welche während dieses Zeitintervalls auftreten. Die Vorrichtung (10) und das Verfahren (40) sind ferner so konfiguriert, dass sie die Anzahl von Ereignissen, die pro Minute auftreten, berechnen (50) und dem Benutzer die Ergebnisse anzeigen können (52). Die Vorrichtung (10) kann in Form einer in der Hand zu haltenden Vorrichtung und das Verfahren in einer graphischen Benutzerschnittstelle (22) eines elektronischen Geräts implementiert werden.

Beschreibung[de]
GEBIET DER ERFINDUNG

Die Erfindung bezieht sich auf den Bereich der Patientenüberwachung. Genauer gesagt bezieht sich die Erfindung auf das Gebiet der Überwachung und Messung von Vitalzeichen.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Im Kontext der Patientenüberwachung wird von Klinikern eine manuelle Messung der Pulsfrequenz vorgenommen, indem sie die Anzahl der Pulsschläge während eines festgelegten Zeitintervalls zählen und die Zählung manuell mit einem Faktor multiplizieren, welcher 60/Intervallzeit entspricht. Wenn ein Kliniker das Zeitintervall beispielsweise auf 6 Sekunden festlegt und die Anzahl der Pulsschläge bei einem Patienten in einem beliebigen Intervall von 6 Sekunden zählt, dann multipliziert der Kliniker die Anzahl von Herzschlägen, die während dieses Sekundenintervalls aufgetreten sind, mit 10, um die Herzfrequenz zu erhalten. Wenn der Kliniker ein Zeitintervall auf 10 Sekunden festsetzt, wird die Anzahl von Herzschlägen, die während dieses Zeitraums von 10 Sekunden gezählt wurden, entsprechend mit 6 multipliziert.

Eine ähnliche Technik wird bei der manuellen Messung der Atemfrequenz eingesetzt. Zum Beispiel könnte ein Kliniker die Anzahl der Atemzüge zählen, die der Patient während eines Zeitabschnitts von 30 Sekunden tut, und diese Anzahl der Atemzüge mit 2 multiplizieren, so dass er eine Atemfrequenz in Atemzügen pro Minute erhält. In beiden dieser Fälle stellen die durch den Menschen durchgeführten Kopfrechenvorgänge und die dazugehörigen Zeitvorgabetechniken Quellen für Messfehler dar. Es wird eine Hilfestellung benötigt, um einen oder beide Faktoren zu eliminieren.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Eine elektronische Vorrichtung und ein Verfahren umfassen Mittel zur Festlegung eines Zeitintervalls für das Erfassen von physiologischen Daten und für die Eingabe einer Anzahl von physiologischen Ereignissen, welche innerhalb dieses Zeitintervalls auftreten. Die Vorrichtung und das Verfahren sind ferner so konfiguriert, dass sie die Anzahl der Ereignisse, die im Verlauf einer Minute auftreten, berechnen und dem Benutzer die Ergebnisse anzeigen können. Die Vorrichtung kann als eine in der Hand zu haltende Vorrichtung und das Verfahren in einer graphischen Benutzerschnittstelle einer elektronischen Vorrichtung implementiert werden.

Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst eine elektronische Vorrichtung zur Messung einer physiologischen Ereignisfrequenz bei einem Patienten ein Ereignisregister, das so konfiguriert ist, dass es ein Zählergebnis einer Vielzahl von physiologischen Ereignissen während eines festgelegten Zeitintervalls aufnimmt, einen Startknopf, der so konfiguriert ist, dass er das festgelegte Zeitintervall startet, und einen Prozessor, der so konfiguriert ist, dass er die physiologische Ereignisfrequenz beim Patienten berechnet, und zwar durch die Multiplikation des Zählungsergebnisses der Vielzahl von physiologischen Ereignissen mit einem Faktor. Die Vorrichtung umfasst ferner ein Display, das so konfiguriert ist, dass es das festgelegte Zeitintervall in Form einer Rückwärtszählung oder einer Vorwärtszählung anzeigt, und ferner einen Hinweis umfasst, der so konfiguriert ist, dass er das Ende des vorgegebenen Zeitintervalls signalisiert. Der Faktor wird durch die folgende Gleichung „Faktor = 60/(das vorgegebene Zeitintervall)" dargestellt, wobei das vorgegebene Zeitintervall in Sekunden gemessen wird. Die Vorrichtung umfasst außerdem eine Ergebnisanzeige, wobei die Ergebnisanzeige so konfiguriert ist, dass sie die physiologische Ereignisfrequenz anzeigt. Die Vielzahl von physiologischen Ereignissen kann aus Pulsschlägen oder Atemzügen bestehen, und das festgesetzte Zeitintervall kann im Prozessor vorprogrammiert sein oder vom Benutzer reguliert werden. Das Ereignisregister erhält ein Zählungsergebnis, nachdem das festgelegte Zeitintervall abgelaufen ist oder gleichzeitig mit der Vielzahl von physiologischen Ereignissen. Das Zählungsergebnis wird von einem Benutzer oder einem Sensor an das Ereignisregister geliefert. Der Startknopf ist mit der Möglichkeit der Stimmerkennung ausgestattet, so dass ein Benutzer das vorgegebene Zeitintervall starten und beenden kann, und so dass das Ereignisregister das Zählungsergebnis durch einen Stimmbefehl des Benutzers erhält.

Ein anderer Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst eine elektronische Vorrichtung zur Messung einer physiologischen Ereignisfrequenz bei einem Patienten, zu der auch eine graphische Benutzerschnittstelle gehört, wobei die graphische Benutzerschnittstelle ein Ereignisregister umfasst, das so konfiguriert ist, dass es das Zählungsergebnis von einer Vielzahl von während eines festgelegten Zeitintervalls auftretenden physiologischen Ereignissen erhält, sowie einen Startknopf, der so konfiguriert ist, dass er das festgelegte Zeitintervall starten kann, und einen Prozessor, der so konfiguriert ist, dass er die physiologische Ereignisfrequenz bei einem Patienten berechnen kann, indem er das Zählungsergebnis der Vielzahl von physiologischen Ereignissen mit einem Faktor multipliziert. Die graphische Benutzerschnittstelle umfasst ferner eine Zeitintervallanzeige, wobei die Zeitintervallanzeige so konfiguriert ist, das sie das festgelegte Zeitintervall in Form einer Rückwärtszählung oder einer Vorwärtszählung anzeigt, und ferner einen Hinweis umfasst, der so konfiguriert ist, dass er das Ende des festgelegten Zeitintervalls signalisiert, wobei der Faktor durch die folgende Gleichung dargestellt wird: Faktor = 60/(das festgelegte Zeitintervall), wobei das festgelegte Zeitintervall in Sekunden gemessen wird. Die Vielzahl von physiologischen Ereignissen besteht bei der Vorrichtung entweder aus Pulsschlägen oder Atemzügen. Das festgelegte Zeitintervall ist im Prozessor vorprogrammiert oder kann durch den Benutzer eingestellt werden, und das Ereignisregister erhält das Zählungsergebnis, nachdem das festgelegte Zeitintervall abgelaufen ist oder gleichzeitig mit der Vielzahl von physiologischen Ereignissen. Das Ereignisregister der vorliegenden Erfindung kann das Zählungsergebnis von einem Benutzer oder einem Sensor erhalten. Das Ereignisregister und der Startknopf sind mit der Fähigkeit der Stimmerkennung ausgestattet, so dass ein Benutzer das festgelegte Zeitintervall starten und stoppen kann und das Ereignisregister das Zählungsergebnis durch den Stimmbefehl des Benutzers erhalten kann.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Messung der physiologischen Ereignisfrequenz bei einem Patienten mit Hilfe einer elektronischen Vorrichtung, welche das Starten eines festgelegten Zeitintervalls, das Erfassen einer Vielzahl von physiologischen Ereignissen bei einem Patienten, das Aufzeichnen des Zählungsergebnisses einer Vielzahl von physiologischen Ereignissen durch die elektronische Vorrichtung und die Berechnung der physiologischen Ereignisfrequenz mit Hilfe eines Prozessor in der elektronischen Vorrichtung durch die Multiplikation des Zählungsergebnisses mit einem Faktor umfasst. Das Verfahren beinhaltet außerdem die Einstellung eines festgelegten Zeitintervalls durch einen Benutzer und das Anzeigen der physiologischen Ereignisfrequenz auf einem Display. Der Faktor wird durch die folgenden Gleichung dargestellt: Faktor = 60/(das festgelegte Zeitintervall), wobei das festgelegte Zeitintervall in Sekunden gemessen wird.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Messung einer physiologischen Ereignisfrequenz mit Hilfe einer elektronischen Vorrichtung, zu der das Starten eines festgelegten Zeitintervalls, das Erfassen einer festgelegten Anzahl von physiologischen Ereignissen bei einem Patienten, das Anzeigen einer berechneten physiologischen Ereignisfrequenz für jede Sekunde des festgelegten Zeitintervalls auf der Grundlage einer festgelegten Anzahl von Ereignissen und die Aufzeichnung der angezeigten berechneten physiologischen Ereignisfrequenz gehört, sofern mindestens eines der festgelegten Anzahl von physiologischen Ereignissen bei dem Patienten erfasst wird.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine graphische Darstellung einer Ausführungsform der Vorrichtung. der vorliegenden Erfindung.

2 ist eine graphische Darstellung einer Ausführungsform der Vorrichtung der vorliegenden Erfindung.

3 ist eine graphische Darstellung einer Ausführungsform der Vorrichtung und des Verfahrens der vorliegenden Erfindung, welche eine graphische Benutzerschnittstelle einschließen.

4 ist ein Flussdiagramm einer Ausführungsform des Verfahrens der vorliegenden Erfindung.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG

Die beschriebene Vorrichtung kann ein graphisches Display umfassen, das einen Voreinstellungs-Zeitmesser umfasst, der gleichzeitig mit einem Puls- oder Atmungsereignis gestartet wird. Der Zeitmesser zählt ein festgelegtes Zeitintervall rückwärts ab. Es können mehrere separate Ausführungsformen implementiert werden, zu denen eine erste gehört, bei der der Benutzer die Anzahl von Ereignissen eingibt, die bei Ablauf des Zeitintervalls aufgetreten sind, wobei die Vorrichtung so konfiguriert ist, dass sie automatisch die Frequenz berechnet. Eine zweite Ausführungsform umfasst die Betätigung eines Knopfes oder das Erteilen eines Stimmbefehls bei jedem während des Zeitintervalls auftretenden Ereignis, wobei das System so konfiguriert ist, das es automatisch die Frequenz berechnet. Eine weitere Ausführungsform wird eine passive Vorrichtung umfassen, die in jeder Sekunde eine Herzfrequenz für eine voreingestellte Anzahl von gezählten Ereignissen berechnet und anzeigt.

1 illustriert eine Ausführungsform der Messvorrichtung 10. In dieser Ausführungsform besteht die Messvorrichtung 10 aus einer in der Hand zu haltenden elektronischen Vorrichtung, die von einem Benutzer leicht gehalten und bedient werden kann, während er beim Patienten eine Zählung von physiologischen Ereignissen durchführt. In anderen Ausführungsformen kann die Messvorrichtung größer sein, oder sie kann in Übereinstimmung mit den Bedürfnissen des medizinischen Personals in ihrer Größe spezifisch angepasst sein. Die Messvorrichtung 10 umfasst ein Intervalldisplay 12, das die Länge des Zeitintervalls, das für die Erfassung von physiologischen Ereignissen bei einem Patienten benötigt wird, in Sekunden anzeigt, und das außerdem ein festgelegtes Zeitintervall rückwärts oder vorwärts abzählt. In einer Ausführungsform ist das auf dem Intervalldisplay 12 angezeigte Zeitintervall voreingestellt und kann nicht verändert werden, allerdings können zusätzliche Ausführungsformen einem Benutzer die Möglichkeit bieten, das Zeitintervall auf dem Zeitintervalldisplay 12 einzustellen.

Beziehen wir uns weiter auf 1, so umfasst die Messvorrichtung 10 auch ein Ereignisregister 14. Das Ereignisregister 14 wird genutzt, um die Zahl der physiologischen Ereignisse einzugeben, die während des Zeitintervalls aufgetreten sind. In der Ausführungsform, welche in 1 gezeigt wird, wird die Anzahl der physiologischen Ereignisse nach Ablauf des Zeitintervalls in das Ereignisregister 14 eingegeben. Die Anzahl der physiologischen Ereignisse kann unter Verwendung der Dateneingabetasten 20 in das Ereignisregister 14 eingegeben werden. In alternativen Ausführungsformen können die Dateneingabetasten 20 auch verwendet werden, um das auf dem Intervalldisplay 12 angezeigte Zeitintervall zu verändern. In 1 wird der Startknopf 18 der Messvorrichtung 10 durch einen Benutzer aktiviert, so dass das Zeitintervall, wie es auf dem Intervalldisplay 12 angezeigt wird, gestartet wird. Zum Schluss zeigt die Ergebnisanzeige 16 das Endergebnis der Berechnung der physiologischen Ereignisfrequenz pro Minute an.

Während des Betriebs wird bei der Messvorrichtung 10 das vorgegebene Intervall eingestellt und auf dem Intervalldisplay 12 angezeigt. Wie zuvor gesagt, wird eine Ausführungsform eine Messvorrichtung 10 umfassen, bei der das Intervall vorprogrammiert ist, während andere Ausführungsformen dem Benutzer die Möglichkeit geben, das vorgegebene Zeitintervall einzustellen. Sobald der Benutzer bereit ist, einen Satz von physiologischen Ereignissen bei einem Patienten zu erfassen, drückt der Benutzer den Startknopf 18, und das Zeitintervall wird rückwärts oder vorwärts abgezählt. Während des Zeitintervalls wird ein Satz von physiologischen Ereignissen von dem Patienten durch den Benutzer erfasst und die Anzahl der Ereignisse nach Ablauf des Zeitintervalls unter Verwendung der Dateneingabetasten 20 in das Ereignisregister 14 eingegeben. In einer Ausführungsform zeigt ein Alarm das Ende des Zeitintervalls an. Sobald der Benutzer die Anzahl der Ereignisse in das Ereignisregister 14 eingegeben hat, berechnet die Messvorrichtung 10 die physiologische Ereignisfrequenz und zeigt das Resultat auf der Ergebnisanzeige 16 an.

2 illustriert eine Ausführungsform der Messvorrichtung 10. Hier umfasst die Messvorrichtung 10 auch eine Intervallanzeige 12, einen Startknopf 18 und eine Ergebnisanzeige 16, wie oben in 1 gezeigt. Bei dem Ereignisregister 14 der in 2 gezeigten Messvorrichtung 10 ist es erforderlich, dass der Benutzer das physiologische Ereignis zeitgleich mit dem Auftreten des Ereignisses eingibt. Mit anderen Worten aktiviert der Benutzer der Messvorrichtung 10 aus 2 das Ereignisregister 14 jedes Mal, wenn ein physiologisches Ereignis auftritt, was dadurch geschehen kann, dass er das Ereignisregister 14 jedes Mal berührt, wenn beim Patienten ein Pulsschlag auftritt. Sobald ein festgelegtes Zeitintervall abgelaufen ist, berechnet die Messvorrichtung 10 automatisch die physiologische Ereignisfrequenz und zeigt sie in der Ergebnisanzeige 16 an. Es wird ferner in Betracht gezogen, dass die Messvorrichtung 10 mit einem Sensor (nicht gezeigt) ausgestattet wird, durch welchen jedes physiologische Ereignis erfasst und in das Ereignisregister 14 eingegeben werden kann, so dass es für den Benutzer nicht notwendig ist, das Ereignisregister 14 jedes Mal synchron zum Auftreten eines physiologischen Ereignisses zu aktivieren. Solch ein Sensor kann in der Messvorrichtung 10 auch wie in 1 abgebildet implementiert werden. Bei einer weiteren Ausführungsform sollen auch Möglichkeiten zur Stimmerkennung implementiert werden, so dass ein Benutzer der Messvorrichtung 10 die Messvorrichtung 10 durch einen Befehl auffordern kann, den Countdown zustarten, und ferner jedes Ereignis aufzeichnen kann, indem er die Messvorrichtung 10 anspricht. Außerdem wird der Benutzer die Messvorrichtung 10 auffordern können, die Herzfrequenz in der Ergebnisanzeige 16 anzuzeigen. Vorzugsweise würde der Benutzer das Wort „Start" benutzen, um den Countdown zu starten, das Wort „Schlag" oder „Atem", um jedes Ereignis aufzuzeichnen, und das Wort „Frequenz", um die Messvorrichtung 10 zu veranlassen, die Frequenz in der Ergebnisanzeige 16 anzuzeigen. Es sei darauf hingewiesen, dass die Intervallanzeige 12, das Ereignisregister 14, die Ergebnisanzeige 16 und der Startknopf 18 sowie die Eingabetasten 20 in einer beliebigen Weise und in einer beliebigen für die Messvorrichtung 10 bequemen Reihenfolge konfiguriert sein können.

In einer weiteren Ausführungsform wird eine vollständig „interventionsfreie" Vorrichtung in Betracht gezogen. Bezieht man sich auf 2, so würde diese Messvorrichtung 10 durch die Betätigung des Startknopfes 18 zur Stimmerkennung aktiviert, wie zuvor dargelegt. Die Messvorrichtung 10 würde mit einem Zeitzyklus vorprogrammiert werden, z. B. einem Zeitzyklus von 20 Sekunden. Beim Betrieb würde der Benutzer Pulsschläge oder Atemzüge beim Patienten feststellen und darauf warten, dass das Intervalldisplay 12 eine Instruktion gibt. Das Intervalldisplay 12 zeigt eine feststehende Aufforderung an, wie z. B. „Zähle 10 Herzschläge", und beginnt dann den Zeitzyklus von 20 Sekunden mit der Botschaft „Beginnen". Zu diesem Zeitpunkt würde der Benutzer damit beginnen, die Ereignisse beim Patienten bis zu einer festgelegten Anzahl von Ereignissen zu zählen, in diesem Fall 10. An verschieden Punkten während des 20-Sekunden-Zyklus zeigt das Intervalldisplay 12 eine Ereignisfrequenz an, welche die Frequenz der Ereignisse beim Patienten darstellt, würde zu diesem Zeitpunkt das 10. Ereignis aufgezeichnet. Dabei könnte man bei einer Sekunde beginnen und zu jeder Sekunde anzeigen, oder vielleicht bei der dritten Sekunde beginnen und zu jeder Sekunde anzeigen. Zum Beispiel würde das Intervalldisplay 12 in der ersten Sekunde 600 bpm (= Schläge pro Minute) anzeigen, was die Herzfrequenz des Patienten darstellen würde, wären in der ersten Sekunde 10 Herzschläge aufgezeichnet worden. Entsprechend werden in der zweiten Sekunde 300 bpm auf dem Intervalldisplay 12 angezeigt, was die Herzfrequenz des Patienten darstellen würde, wären in 2 Sekunden 10 Schläge gezählt worden. Als letztes Beispiel würde das Intervalldisplay in der 20. Sekunde 30 bpm anzeigen, was die Herzfrequenz des Patienten darstellen würde, wenn innerhalb des Zyklus von 20 Minuten 10 Schläge gezählt worden wären. Ein Benutzer startet den Zyklus von 20 Minuten und kann die ungefähre Herzfrequenz des Patienten sehen, wenn er den 10. Schlag zählt. Am Ende der Zyklus von 20 Minuten erscheint wieder das Wort „Beginnen" auf dem Intervalldisplay 12 und der Benutzer kann wieder damit beginnen, 10 Schläge zu zählen. Es sei darauf hingewiesen, dass alternative Ausführungsformen die Möglichkeit umfassen werden, den Zeitzyklus ebenso wie die Anzahl der gezählten Schläge einzustellen.

Es wird auch in Betracht gezogen, die zuvor erwähnte Ausführungsform einzusetzen, um auch die Atemzüge des Patienten zu zählen. Bei dieser Ausführungsform wird die Anzahl der gezählten Atemzüge im gegebenen Zeitzyklus wahrscheinlich im Bereich von 3–5 liegen. Wie auch immer, die oben in der Illustration der Herzschlag-Ausführungsform beschriebenen Prinzipien würden ebenso auf die Zählung der Atemzüge des Patienten zutreffen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Benutzer der Messvorrichtung 10 abschätzen muss, an welcher Stelle im Atemzyklus die Messung beginnen soll, wobei er die Frequenz am Punkt im nächsten Atemzyklus beachten muss.

Eine zusätzliche Ausführungsform der Messvorrichtung 10 ist in 3 illustriert. Hier besteht die Messvorrichtung 10 aus einer Vorrichtung wie z. B. einem elektronischer Organizer, einem Laptop oder einem anderen elektronischen Gerät, das eine graphische Benutzerschnittstelle 22 mit Touchscreen-Möglichkeiten aufweist. Bei solch einer Ausführungsform kann der Benutzer einen Eingabestift (nicht gezeigt), den Finger oder aber ein anderes Kontrollgerät benutzen, um die entsprechende Anzahl der physiologischen Ereignisse einzugeben, das Intervall zu starten oder das Zeitintervall durch Berührung der graphischen Benutzerschnittstelle 22 zu bestimmen. Bei dieser Messvorrichtung 10 kann entweder die Konfiguration von 1 oder die Konfiguration von 2 als die auf der graphischen Benutzerschnittstelle 22 anzuzeigende Betriebsschnittstelle verwendet werden. Ebenso kann bei einer solchen Messvorrichtung ein Sensor (nicht gezeigt) verwendet werden, um die Anzahl der physiologischen Ereignisse zu erfassen.

Eine Ausführungsform eines Messverfahrens 40 ist in 4 dargestellt. In Schritt 42 wird ein Intervall eingegeben, um einen Satz von physiologischen Ereignissen zu erfassen. Wie zuvor gesagt kann das Intervall in einer Messvorrichtung festgelegt und vorprogrammiert sein, oder es kann durch einen Benutzer eingestellt werden. In Schritt 44 wird das Intervall durch einen Benutzer gestartet, und in Schritt 46 wird der Satz von physiologischen Ereignissen von einem Benutzer erfasst. Wie zuvor gesagt können die physiologischen Ereignisse in Schritt 46 auch von einem Sensor erfasst werden.

Bezieht man sich weiter auf 4, so wird in Schritt 48 die während des Intervalls gesammelte Anzahl von physiologischen Ereignissen aufgezeichnet und in die Messvorrichtung eingegeben. Wie zuvor gesagt können die physiologischen Ereignisse nach Ablauf des Zeitintervalls oder gleichzeitig mit dem Auftreten des physiologischen Ereignisses aufgezeichnet werden. Sobald die Anzahl der physiologischen Ereignisse aufgezeichnet und in Schritt 48 in die Messvorrichtung eingegeben wurde, wird in Schritt 50 die Anzahl der physiologischen Ereignisse pro Minute durch die elektronische Vorrichtung berechnet. In Schritt 52 wird dem Benutzer die Anzahl von Ereignissen pro Minute angezeigt.

Diese Vorrichtung und dieses Verfahren weisen gegenüber dem vorherigen Stand der Technik insofern eine Anzahl von Vorteilen auf, als dass die Genauigkeit der Messung von Puls- und Atemfrequenzen in hohem Maße verbessert wird und es für den Kliniker nicht mehr notwendig ist, Rechenoperationen im Kopf durchzuführen. Außerdem können die im Zuge der Messung gewonnenen Patientendaten auf einfache Weise in einer elektronischen Patientenakte erfasst werden.

Eine elektronische Vorrichtung 10 und ein Verfahren 40 umfassen Mittel zur Eingabe eines Zeitintervalls für die Erfassung eines Satzes von physiologischen Daten 42, 44, 46, 48 und zur Eingabe der Anzahl der physiologischen Ereignisse, welche während dieses Zeitintervalls auftreten. Die Vorrichtung 10 und das Verfahren 40 sind ferner so konfiguriert, dass sie die Anzahl von Ereignissen, die pro Minute auftreten, berechnen 50 und dem Benutzer die Ergebnisse anzeigen können 52. Die Vorrichtung 10 kann in Form einer in der Hand zu haltenden Vorrichtung und das Verfahren in einer graphischen Benutzerschnittstelle 22 eines elektronischen Geräts implementiert werden.

Die vorliegende Erfindung ist in Bezug auf spezifische Ausführungsformen beschrieben worden, welche Details aufweisen, die dem besseren Verständnis der Konstruktions- und Betriebsprinzipien der Erfindung dienen sollen. Durch solch einen Bezug auf spezifische Ausführungsformen und deren Details soll der Schutzumfang der hier angehängten Patentansprüche keinesfalls eingeschränkt werden. Auf diesem Gebiet fachkundigen Personen wird offenkundig sein, dass die Ausführungsform, welche zu Illustrationszwecken gewählt wurde, modifiziert werden kann, ohne dass dabei eine Abweichung von der Wesensart und dem Schutzumfang der Erfindung erfolgt.

Eine elektronische Vorrichtung 10 und ein Verfahren 40 umfassen Mittel zur Eingabe eines Zeitintervalls für die Erfassung eines Satzes von physiologischen Daten 42, 44, 46, 48 und zur Eingabe der Anzahl der physiologischen Ereignisse, welche während dieses Zeitintervalls auftreten. Die Vorrichtung 10 und das Verfahren 40 sind ferner so konfiguriert, dass sie die Anzahl von Ereignissen, die pro Minute auftreten, berechnen 50 und dem Benutzer die Ergebnisse anzeigen können 52. Die Vorrichtung 10 kann in Form einer in der Hand zu haltenden Vorrichtung und das Verfahren in einer graphischen Benutzerschnittstelle 22 eines elektronischen Geräts implementiert werden.

BEZUGSZEICHENLISTE


Anspruch[de]
Elektronische Vorrichtung (10) zur Messung einer physiologischen Ereignisfrequenz bei einem Patienten, wobei die elektronische Vorrichtung (10) umfasst:

ein Ereignisregister (14), welches so konfiguriert ist, dass es ein Zählungsergebnis einer Vielzahl von physiologischen Ereignissen während eines festgelegten Zeitintervalls erhält;

einen Startknopf (18), der so konfiguriert ist, dass er das festgelegte Zeitintervall startet; und

einen Prozessor, der so konfiguriert ist, dass er die Frequenz der physiologischen Ereignisse bei einem Patienten berechnet, indem er die gezählte Anzahl der Vielzahl von physiologischen Ereignissen mit einem Faktor multipliziert.
Vorrichtung (10) gemäß Anspruch 1, ferner ein Display (12) umfassend, wobei das Display (12) so konfiguriert ist, dass es das festgelegte Zeitintervall in Form einer Rückwärtszählung oder einer Vorwärtszählung anzeigt. Vorrichtung (10) gemäß Anspruch 1, ferner einen Hinweis umfassend, der so konfiguriert ist, dass er das Ende des festgesetzten Zeitintervalls signalisiert. Vorrichtung (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Faktor durch die folgende Gleichung dargestellt wird:

Faktor = 60/das festgelegte Zeitintervall,

wobei das festgelegte Zeitintervall in Sekunden gemessen wird.
Vorrichtung (10) gemäß Anspruch 1, ferner umfassend eine Ergebnisanzeige (16), wobei die Ergebnisanzeige (16) so konfiguriert ist, dass sie die physiologische Ereignisfrequenz anzeigt. Vorrichtung (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das festgelegte Zeitintervall im Prozessor vorprogrammiert ist. Vorrichtung (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das festgelegte Zeitintervall von einem Benutzer angepasst werden kann. Vorrichtung (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ereignisregister (14) das Zählungsergebnis von einem Benutzer erhält. Vorrichtung (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ereignisregister (14) das Zählungsergebnis von einem Sensor erhält. Vorrichtung (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ereignisregister (14) und der Startknopf (18) Stimmerkennungsfähigkeiten aufweisen, so dass der Benutzer das vorgegebene Zeitintervall starten und beenden und das Ereignisregister (14) das Zählungsergebnis durch ein Stimmkommando vom Benutzer erhalten kann.






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