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Dokumentenidentifikation DE10328020B4 29.11.2007
Titel Aufhängevorrichtung zur schwingungsdämpfenden Befestigung einer Abgasanlage an einem Fahrzeugbauteil
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70327 Stuttgart, DE
Erfinder Quandt, Tobias, Dipl.-Ing., 71404 Korb, DE
DE-Anmeldedatum 23.06.2003
DE-Aktenzeichen 10328020
Offenlegungstag 20.01.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 29.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.11.2007
IPC-Hauptklasse B60K 13/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Aufhängevorrichtung zur schwingungsdämpfenden Befestigung wenigstens eines Teils einer Abgasanlage eines Kraftfahrzeugs an einem Fahrzeugbauteil, gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine Aufhängevorrichtung der hier angesprochenen Art ist bekannt (DE 201 09 177 U1). Die bekannte Aufhängevorrichtung umfasst einen U-förmigen Halter, an dem ein Federelement zur elastischen Anbindung einer Abgasanlage befestigbar ist. Der Halter selbst wird mittels einer Befestigungsschraube an einem am Kraftfahrzeug fest angebrachten Grundelement befestigt. Die Kosten für die Aufhängevorrichtung sind aufgrund der vielen Einzelteile entsprechend hoch. Des Weiteren weist die Aufhängevorrichtung eine relativ große Bauhöhe auf, so dass sie in Bereichen des Fahrzeugaufbaus, in denen ein geringer Abstand der Abgasanlage zum Fahrzeugaufbau gefordert ist, nicht einsetzbar ist. Ein weiterer Nachteil der Aufhängevorrichtung besteht darin, dass sie nicht vormontierbar ist, da das Grundelement nur bei entferntem Halter am Fahrzeugbauteil befestigt werden kann.

Aus der DE 101 57 493 C2 geht ein elastisches Lager zur Aufhängung eines dynamisch beanspruchten, längenveränderlichen Funktionsteils, beispielsweise einer an einem Fahrzeugboden vorgesehenen Abgasanlage, hervor. Das Lager umfasst eine Grundplatte, an der ein U-förmiger Haltebügel an den freien Enden seiner in einem Abstand gegenüberliegend angeordneter Schenkel schwenkbeweglich befestigt ist. Die Schenkel des Haltebügels verlaufen senkrecht zur Grundplatte. An der Grundplatte sind mit Befestigungspunkten versehene Laschen vorgesehen, an denen die Grundplatte mit dem Fahrzeugboden verbunden wird. An dem Haltebügel ist ein aus Elastomerwerkstoff bestehender Federkörper zur Anbindung der Abgasanlage anbringbar.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Alternative zu der Aufhängevorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen.

Zur Lösung der Aufgabe wird eine Aufhängevorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 vorgeschlagen. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass die Grundplatten im zusammengebauten Zustand der Aufhängevorrichtung einander teilweise überlappen und mit ineinander steckbaren Konturen versehen sind, wobei die Konturen derart ausgebildet sind, dass Teilbereiche beider Grundplatten die Oberseite des Halters bilden. Diese Ausgestaltung ermöglicht in einfacher Weise zumindest eine Vorausrichtung der beiden Halteelemente relativ zueinander, was den Zusammenbau erleichtert. Der U-förmige Halter weist im Überlappungsbereich der Grundplatten eine vergrößerte Dicke auf, wodurch die Steifigkeit des Halters erhöht wird. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Aufhängevorrichtung ermöglicht darüber hinaus die Verwendung von identisch ausgebildeten ersten und zweiten Halteelementen für den Halter, wodurch die Teilevielfalt der Aufhängevorrichtung reduziert werden kann. Dies bietet ferner Vorteile beim Zusammenbau der Aufhängevorrichtung.

In einfacher Ausführungsform sind die ineinander steckbaren Konturen dadurch ausgebildet, dass am ersten Halteelement ein Vorsprung und am zweiten Halteelement eine an den Vorsprung angepasste Vertiefung vorgesehen sind. In bevorzugter Ausführungsform sind die Halteelemente Blechbauteile, so dass der Vorsprung in einfacher Weise von einer Lasche gebildet sein kann, wobei die Vertiefung eine der Außenkontur der Lasche entsprechende Innenkontur aufweist, um eine vollständige Aufnahme der Lasche in der Vertiefung mit nur geringem Spaltmaß zu gewährleisten. Die Herstellung der Halteelemente ist entsprechend einfach und somit kostengünstig.

Besonders bevorzugt wird ein Ausführungsbeispiel der Aufhängevorrichtung, bei dem die Vertiefung zur oberen Flachseite der Grundplatte hin offen ist. Das Zusammenstecken der Halteelemente erfolgt hier durch eine in senkrechter Richtung zur Grundplattenflachseite gerichtete Relativbewegung der Halteelemente. Zusätzlich oder alternativ kann die Vertiefung zu einem Längsrand und/oder einem Stirnrand der Grundplatte hin offen sein, wodurch eine Feinausrichtung der Halteelemente zur vorzugsweise fluchtenden Anordnung der Wangen zueinander beziehungsweise zur Einstellung der Breite des Freiraums zwischen den Wangen möglich ist.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Tiefe der Vertiefung und die Dicke des Vorsprungs gleich groß beziehungsweise im Wesentlichen gleich groß sind, so dass im zusammengebauten Zustand der Aufhängevorrichtung die Oberseite des Halters zumindest im Wesentlichen eben ist, so dass der Halter im montierten Zustand flächig an einer – vorzugsweise am Fahrzeugbauteil ausgebildeten – Gegenkontaktfläche, anliegt.

Zur Vergrößerung der Anlagekontaktfläche zwischen Vertiefung und Vorsprung ist bei einer vorteilhaften Ausführungsform vorgesehen, dass der Boden der Vertiefung in eine den Längsrand der Grundplatte überragenden Absatz übergeht, an dem im zusammengebauten Zustand der Aufhängevorrichtung der Vorsprung flächig anliegt. In diesem Bereich vergrößerter Breite der Grundplatte ist vorzugsweise der Befestigungsbereich des Halters am Fahrzeugbauteil vorgesehen. In bevorzugter Ausführungsform weist hierzu der Vorsprung und die Vertiefung jeweils eine Durchgangsöffnung zur Durchführung eines Befestigungsmittels auf, wobei die Durchgangsöffnungen im zusammengebauten Zustand der Aufhängevorrichtung fluchtend zueinander angeordnet sind.

Besonders bevorzugt wird ein Ausführungsbeispiel der Aufhängevorrichtung, das sich dadurch auszeichnet, dass der Abstand der Vertiefung von einer gedachten Quermittelachse der Grundplatte des zweiten Halteelements gleich groß wie der Abstand des Vorsprungs von einer gedachten Quermittelachse der Grundplatte des ersten Halteelements ist. Sofern die ersten und zweiten Halteelemente identisch ausgebildet sind, weist jedes dieser Bauteile einen Vorsprung und eine an den Vorsprung angepasste Vertiefung auf, wobei deren Abstand der zugedachten Quermittelachse der Grundplatte jeweils gleich groß ist, so dass die Halteelemente auf Umschlag verwendbar sind.

Bevorzugt wird auch ein Ausführungsbeispiel der Aufhängevorrichtung, bei dem mindestens eine der Wangen eine Lagerstelle zur lagefesten Befestigung des Federelements aufweist, die bei einer vorteilhaften Ausführungsvariante von einem in senkrechter Richtung von der Wange abstehenden Zapfen gebildet ist, der im zusammengebauten Zustand der Aufhängevorrichtung in eine Öffnung im Federelement eingreift. Auf ein separates Befestigungsmittel zur Sicherung des Federelements an der Wange kann hier verzichtet werden, wodurch die Montage erleichtert wird und die Anzahl der Einzelteile der Aufhängevorrichtung reduziert ist.

Sofern es sich bei dem Halteelement um ein Blechteil handelt, ist der Zapfen in einfacher Weise durch Aus-/Umformen herstellbar, so dass er der Wange quasi entspringt. Aufgrund des Umformvorgangs ist der Zapfen rohrförmig ausgebildet.

Sofern die ersten und zweiten Haltelemente identisch ausgebildet sind, weist jede der Wangen eine vorstehend beschriebene Lagerstelle zur Befestigung des Federelements auf. In diesem Fall ist das Federelement im zusammengebauten Zustand der Aufhängevorrichtung zweiseitig gelagert.

Weiterhin wird ein Ausführungsbeispiel der Aufhängevorrichtung bevorzugt, das sich durch Mittel zur Klemmbefestigung des Zapfens in der Öffnung im Federelement auszeichnet. Diese Mittel können in einfacher Weise dadurch gebildet sein, dass der Rand der Federelementöffnung mit einem Klemmwulst versehen ist, der beim Einstecken des Zapfens aufgeweitet wird und aufgrund der federelastischen Eigenschaften des Federelementmaterials den Zapfen in der Öffnung festklemmt. Zusätzlich oder alternativ kann in der Öffnung des Federelements ein durchmesserkleinerer Bereich ausgebildet sein, beispielsweise indem auf der Umfangsfläche der Öffnung ein Vorsprung ausgebildet ist, der den in die Öffnung eingesteckten Zapfen umfangsseitig kraftbeaufschlagt.

Bevorzugt wird auch ein Ausführungsbeispiel der Aufhängevorrichtung, das Mittel zur Sicherung des Federelements im zusammengebauten Zustand der Aufhängevorrichtung gegen Verdrehen beziehungsweise Verschieben relativ gegenüber der Wangenflachseite aufweist. Diese Mittel können in einfacher Ausführungsform durch eine Zapfen-Loch-Verbindung zwischen Federelement und mindestens einem der Halteelemente gebildet sein.

Weitere vorteilhafte Ausführungsbeispiele der Aufhängevorrichtung ergeben sich aus Kombinationen der in den Unteransprüchen genannten Merkmale.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:

1 eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Halters der erfindungsgemäßen Aufhängevorrichtung;

2 eine perspektivische Darstellung eines Halteelements des Halters gemäß 1;

3 eine weitere perspektivische Darstellung des Halters gemäß 2 schräg von oben und

4 eine perspektivische Darstellung des Halteelements gemäß 1 mit einem daran angebrachten Federelement.

1 zeigt einen Ausschnitt eines Ausführungsbeispiels einer Aufhängevorrichtung 1 zur schwingungsdämpfenden Befestigung einer Abgasanlage eines Kraftfahrzeugs an einem Fahrzeugbauteil, nämlich einen U-förmigen Halter 3, der erste und zweite Halteelemente 5 und 7 umfasst. Die Halteelemente 5, 7 sind identisch ausgebildete Blechteile, die durch Umformen hergestellt sind. Im Folgenden wird die Ausgestaltung der Halteelemente 5, 7 anhand der 2, die das erste Halteelement 5 zeigt, näher erläutert.

Das Halteelement 5 weist eine ebene Grundplatte 9 auf, an der eine in senkrechter Richtung zur Grundplatte 9 verlaufende Wange 11 vorgesehen ist. An gegenüberliegenden Endbereichen der Grundplatte 9 mit gleichem Abstand zu einer gedachten Quermittelachse 13 der Grundplatte 9 sind ein Vorsprung 15 und eine Vertiefung 17 vorgesehen. Der Vorsprung 15 ist von einer über den Längsrand 19 der Grundplatte 9 hervorstehenden Lasche 21 gebildet, deren freie Enden abgerundet sind. Die Lasche 21 ist von einer Durchgangsöffnung 23 durchdrungen, in die ein Befestigungsmittel, beispielsweise eine Schraube, zum Anbringen des Halters 3 an dem Fahrzeugbauteil eingesteckt wird.

Die Vertiefung 17 ist zur oberen Flachseite 25 der Grundplatte 9 hin offen und weist eine Tiefe auf, die zumindest im Wesentlichen gleich groß wie die Dicke des Vorsprungs 15 beziehungsweise der Lasche 21 ist. Der Boden der Vertiefung 17 geht stufenlos in einen den Längsrand 19 der Grundplatte 9 überragenden Absatz 27 über. Die Vertiefung 17 und der Absatz 27 bilden zusammen quasi eine komplementär zur Lasche 21 ausgebildete Lasche aus, deren Kontur der Außenkontur der Lasche 21 entspricht. Die Lasche 29 ist ebenfalls von einer Durchgangsöffnung 23 durchdrungen, in die ein Befestigungsmittel eingesteckt wird.

Wie aus 2 ersichtlich, geht die Grundplatte 9 stufenlos in die Lasche 21 über, während zwischen der Grundplatte 9 und dem Boden der Vertiefung 17 ein Absatz besteht. Ferner ist ersichtlich, dass die Vertiefung 17 lediglich zum Längsrand 19 und zum Stirnrand 31 der Grundplatte 9 hin offen ist, jedoch nicht zum parallel zum Längsrand 19 verlaufenden Längsrand 33. Durch den quasi stehengebliebenen, stegartigen Abschnitt 35 der Grundplatte 9 erstreckt sich der Längsrand 33 der Grundplatte 9 ohne Unterbrechung von einem Stirnrand zum anderen.

Auf der Innenseite der Wange 11, also unterhalb der Grundplatte 9, ist eine Lagerstelle 37 zur lagefesten Befestigung eines in 4 dargestellten Federelements 39 vorgesehen, die von einem in die Wange eingeformten, rohrförmigen Zapfen 41 gebildet ist, dessen Längsmittelachse im Wesentlichen senkrecht zur Flachseite der Wange 11 verläuft. Durch die Einformung des Zapfens 41 ist auf der Außenseite der Wange 11 eine Öffnung gebildet, wie aus 1 ersichtlich.

Das in 4 dargestellte, vorzugsweise aus einem federelastische Eigenschaften aufweisenden Material, insbesondere Gummi, bestehende Federelement 39 weist eine im Wesentlichen quaderförmige Kontur auf und ist mit einer ersten Durchgangsöffnung 43 versehen, in die die Zapfen 41 der Halteelemente 5, 7 einsteckbar sind. Das Federelement 39 weist ferner eine zweite Durchgangsöffnung 45 auf, die zur Anbindung eines Teils der nicht dargestellten Abgasanlage dient. Beispielsweise kann in die zweite Durchgangsöffnung 45 ein hakenförmiges Element der Abgasanlage eingehängt werden. Die Länge des Federelements 39 ist so gewählt, dass es nach unten aus dem von den Wangen 11 begrenzten Freiraum herausragt.

Bei dem in 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist zwischen den in einem Abstand voneinander angeordneten Durchgangsöffnungen 43, 45 eine im Wesentlichen rechteckförmige, das Federelement 39 durchdringende Ausnehmung 47 vorgesehen, die zur Längskompensation in z-Richtung, also in senkrechter Richtung zur Grundplatte 9, dient. Die Durchgangsöffnungen 43, 45 sind an ihren Mündungsrändern mit jeweils einem Wulst 49 versehen, der beim Einstecken des dafür vorgesehenen Elements aufgeweitet wird und dieses aufgrund seiner federelastischen Eigenschaften kraftbeaufschlagt, wodurch eine Klemmverbindung gebildet ist.

An den an die Durchgangsöffnungen 23 in der Grundplatte 9 angrenzenden Wandbereiche des Federelements 39 ist jeweils ein Klemmvorsprung 51 angeformt, der so ausgebildet ist, dass ein in die Durchgangsöffnung 23 in der Grundplatte 9 eingestecktes Befestigungsmittel, beispielsweise Schraube, seitlich kraftbeaufschlagt wird, wodurch es ohne weitere Sicherungsmittel an der Grundplatte 9 verliersicher gehalten ist. Dies ist insbesondere beim Anbringen der Aufhängevorrichtung 1 am Fahrzeugbauteil von Vorteil, da die Befestigungsmittel bereits vorher in die Durchgangsöffnungen 23 eingesteckt werden können und somit während des Anbringens der Aufhängevorrichtung 1 nicht von Hand eingeführt und gehalten werden müssen. In der Darstellung gemäß 4 ist lediglich einer der Klemmvorsprünge 51 erkennbar.

Um das Federelement 39 bei in die Durchgangsöffnung 43 eingesteckten Zapfen 41 gegen ein Verdrehen relativ gegenüber den Wangen 11 zu sichern, sind bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel an den Wangen 11 leistenförmige Erhebungen 53 vorgesehen, die bei am Halteelement 5 angebrachtem Federelement 39 in auf dessen Außenseite vorgesehene Ausnehmungen eingreifen.

Festzuhalten bleibt, dass die Halteelemente 5 und 7 des Halters 3 identisch ausgebildet sind, wobei aufgrund der Vorsprünge 15 und Vertiefungen 17 Konturen ausgebildet sind, die es gestatten, die Halteelemente 5, 7 ineinander zu stecken, wobei im zusammengesteckten Zustand Teilbereiche beider Grundplatten 9 die Oberseite des Halters 3 bilden, wie in 3 ersichtlich, die eine perspektivische Darstellung des Halters 3 schräg von oben zeigt. Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass im zusammengesteckten Zustand der Aufhängevorrichtung 1 der Vorsprung 15 des ersten Halteelements 5 in die Vertiefung 17 des zweiten Halteelements 7 und der Vorsprung 15 des zweiten Halteelements 7 in die Vertiefung 17 des Halteelements 5 eingreift. Aus 3 ist ferner ersichtlich, dass die Innenkontur der Vertiefungen 17 so an die Außenkontur der Vorsprünge 15 angepasst ist, dass nur ein geringer Spalt zwischen den Halteelementen 5, 7 in diesen Bereichen besteht. In Abhängigkeit der vorgesehenen Toleranzen stoßen die Halteelemente 5, 7 mit ihren Längsrändern 19 aneinander an oder es besteht ein vorzugsweise geringer Spalt zwischen den Längsrändern 19.

Festzuhalten bleibt, dass aufgrund der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der identisch ausgebildeten Halteelemente 5, 7 im zusammengebauten Zustand der Aufhängevorrichtung 1 eine insgesamt ebene Oberseite des Halters 3 realisiert ist. Als besonders vorteilhaft ist hervorzuheben, dass die Aufhängevorrichtung 1 vormontierbar ist und als Ganzes am Fahrzeugbauteil befestigt werden kann.

Zum Zusammenbauen der Aufhängevorrichtung 1 wird zunächst das Federelement 39 mit einem der Halteelemente 5, 7 verbunden, indem es in der vorstehend beschriebenen Weise auf den Zapfen 41 aufgesteckt wird (siehe 4). Dann wird der Zapfen des anderen Halteelements auf der gegenüberliegenden Seite der Durchgangsöffnung 43 des Federelements 39 eingeführt und die Haltelemente 5, 7 einander soweit angenähert, bis deren Vorsprünge 15 in die Vertiefungen 17 eingreifen (siehe 1 und 3), wobei die Annäherung der Halteelemente 5 und 7 vorzugsweise erst dann abgeschlossen ist, wenn deren Längsränder 19 aneinander anstoßen beziehungsweise in einem nur geringen Abstand aneinander gegenüberliegend angeordnet sind. Dabei befinden sich die Durchgangsöffnungen 23 in den Halteelementen 5, 7 in fluchtender Anordnung, so dass Befestigungsmittel eingeführt werden können, die mittels der Klemmvorsprünge 51 am Federelement 31 kraftbeaufschlagt und dadurch daran gehalten werden.

Sofern die Befestigungsmittel fest mit dem Fahrzeugbauteil verbunden sind, kann die Aufhängevorrichtung 1 in einfacher Weise am Fahrzeugbauteil durch Einführen der Befestigungsmittel in die Durchgangsöffnungen 23 gehalten werden, so dass der Monteur die Aufhängevorrichtung 1 nicht mehr von Hand halten muss. Sofern die Befestigungsmittel separate Teile sind, die von Seiten der Aufhängevorrichtung 1 durch die Durchgangsöffnungen 23 hindurch gesteckt und am Fahrzeugbauteil befestigt werden, können diese allein aufgrund der Klemmvorsprünge 51 an der Aufhängevorrichtung 1 gehalten werden, was die Montage ebenfalls vereinfacht.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die anhand der 1 bis 4 beschriebene Aufhängevorrichtung 1 montagefreundlich ausgebildet ist und nur sehr wenig Teile aufweist, nämlich zwei identisch ausgebildete Halteelemente 5 und das Federelement 39. Die Kosten für die Aufhängevorrichtung 1 sind entsprechend gering. Die Aufhängevorrichtung 1 ist universell zum Anbringen von Abgasanlagen unterschiedlichster Fahrzeugtypen einsetzbar.

Sofern die Halteelemente 5 und 7 Stahl- oder Aluminiumblechteile sind, kann der Vorsprung 15, die Vertiefung 17, der Zapfens 41 sowie die Klemmvorsprünge 53 in einfacher Weise durch Prägen, Pressen beziehungsweise Tiefziehen ausgebildet werden.


Anspruch[de]
Aufhängevorrichtung (1) zur schwingungsdämpfenden Befestigung wenigstens eines Teils einer Abgasanlage eines Kraftfahrzeugs an einem Fahrzeugbauteil, umfassend einen an dem Fahrzeugbauteil befestigbaren, U-förmigen Halter (3) mit ersten und zweiten Halteelementen (5, 7), die jeweils eine Grundplatte (9) aufweisen, an der eine in senkrechter Richtung zur Grundplatte (9) verlaufende Wange (11) vorgesehen ist, wobei die Wangen (11) im zusammengebauten Zustand einander in einem Abstand gegenüberliegend angeordnet sind, und mit einem an wenigstens einer der Wangen (11) befestigbaren Federelement (39) zur Anbindung der Abgasanlage, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatten (9) im zusammengebauten Zustand einander teilweise überlappen und mit ineinander steckbaren Konturen versehen sind, wobei die Konturen derart ausgebildet sind, dass Teilbereiche beider Grundplatten (9) die Oberseite des Halters (3) bilden. Aufhängevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Konturen einen am ersten Halteelement (5) vorgesehenen Vorsprung (15) und eine am zweiten Halteelement (7) vorgesehene, an den Vorsprung (15) angepasste Vertiefung (17) umfassen. Aufhängevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (15) von einer Lasche (21) gebildet ist und die Vertiefung (17) eine der Außenkontur der Lasche (21) entsprechende Innenkontur aufweist. Aufhängevorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (17) zur oberen Flachseite (25) der Grundplatte (9) hin offen ist. Aufhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertiefung (17) zu einem Längsrand (19) und/oder Stirnrand (31) der Grundplatte (9) hin offen ist. Aufhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Tiefe der Vertiefung (17) und die Dicke des Vorsprungs (15) gleich groß oder im Wesentlichen gleich groß sind. Aufhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden der Vertiefung (17) – vorzugsweise stufenlos – in einen den Längsrand (19) der Grundplatte (9) überragenden Absatz (27) übergeht, an dem im zusammengebauten Zustand der Aufhängevorrichtung (1) der Vorsprung (15) flächig anliegt. Aufhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im zusammengebauten Zustand der Aufhängevorrichtung (1) die Halteroberseite eben oder im Wesentlichen eben ist. Aufhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Vertiefung (17) von einer gedachten Quermittelachse (13) der Grundplatte (9) des zweiten Halteelements (7) gleich groß wie der Abstand des Vorsprungs (15) von einer gedachten Quermittelachse (13) der Grundplatte (9) des ersten Haltelements (5) ist. Aufhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (15) und die Vertiefung (17) jeweils mit einer Durchgangsöffnung (23) zur Durchführung eines Befestigungsmittels versehen sind, die im zusammengebauten Zustand der Aufhängevorrichtung (1) fluchtend zueinander angeordnet sind. Aufhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Wangen (11) eine Lagerstelle (37) zur lagefesten Befestigung des Federelements (39) aufweist. Aufhängevorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerstelle (37) von einem in senkrechter Richtung von der Wange (11) abstehenden Zapfen (41) gebildet ist, der im zusammengebauten Zustand der Aufhängevorrichtung (1) in eine Öffnung (43) im Federelement (39) eingreift. Aufhängevorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Zapfen (41) der Wange (11) entspringt und rohrförmig ausgebildet ist. Aufhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13, gekennzeichnet durch Mittel zur Klemmbefestigung des Zapfens (41) in der Öffnung (43). Aufhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, gekennzeichnet durch Mittel zur Sicherung des Federelements (3) im zusammengebauten Zustand der Aufhängevorrichtung (1) gegen Verschieben relativ gegenüber der Wangenflachseite. Aufhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Halteelemente (5, 7) jeweils einstückig ausgebildet sind. Aufhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten und zweiten Halteelemente (5, 7) identisch ausgebildete Bauteile sind. Aufhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufhängevorrichtung (1) als vorab zusammensteckbare Baueinheit ausgebildet ist. Aufhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (39) auf seiner Außenseite mindestens einen angeformten Klemmvorsprung (51) aufweist, der im zusammengebauten Zustand der Aufhängevorrichtung (1) ein in die Durchgangsöffnungen (23) eingestecktes Befestigungsmittel mit einer quer zur Einsteckrichtung wirkenden Kraft beaufschlagt.






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